Montag, August 31, 2015

Küchenteufel bei #ichbacksmir im August: Schokokuchen mit Streuseln

Es ist mal wieder Zeit für eine Runde #ichbacksmir. In diesem Monat ist das von Claretti ausgegebene Codewort: "Streuselkuchen" und ich muss sagen, dass mir das ganz vorzüglich passt. Es begab sich schon vor vielen Jahren, dass ich einen Kuchen backen wollte und aufgrund von Entscheidungsschwierigkeiten einfach mal bei Alex anfragte: "Schokokuchen oder Streuselkuchen". Die Antwort: "Geht nicht beides?" sorgte für ein Aha-Erlebnis erster Güte, und noch monatelang war der nachfolgende Kuchen DAS Mitbringsel bei Kollegentreffs und Geburtstagsparties. Nur verbloggt habe ich ihn irgendwie nie, und damit schließt sich der Kreis zum ersten Satz, denn wenn der Tastesheriff schon um Streuselkuchenrezepte bittet, dann ist das doch quasi ein Zeichen?! 

Also, los geht´s. Im Original kommt dieses Rezept von Chefkoch.de, ich habe es aber im Laufe der Zeit auf unsere Bedürfnisse umgewandelt. Einige Bemerkungen vorweg: Ich benutze ein tiefes Backblech mit hohem Rand. Man kann den Teig natürlich auch auf ein normales Backblech geben, aber dann wird er mir zu platt und mir persönlich ist er dann nicht schokoladig genug. Das führt dann auch gleich zu Bermerkung Nr. 2: Bitte benutzt dunklen (Back-)Kakao und kein Kaba, Nesquick oder ähnliches Milchmixpulver. Nur mit dem "guten Zeug" bekommt man vernünftige Ergebnisse zustande. Die Streusel mache ich inzwischen am liebsten mit meinem Pastryblender (siehe Scones-Rezepte). Damit kann man schnell kalte Butter unter Mehl & Zucker mischen. Wer den nicht hat, verläßt sich auf den Handrührer oder nimmt einfach weiche Butter. Am Ende muss man eh mit den Händen noch nachkneten, um die perfekten Streusel zu erhalten.

Von Alex kommt übrigens gerade noch ein spontaner, vierter Hinweis: Mehr Streusel gehen immer :) Also einfach die Menge um die Häfte erweitern, wenn ihr große Streuselfans seid!

Das Rezeptbild sieht vielleicht ein wenig anders aus, als bei anderen, aber das hat einen guten Grund: Dieser Kuchen war mein Beitrag zum großen interkulturellen Buffet, das Anstatt e.V. und Co. am Sonntag beim #refugeeswelcome - Sommerfest auf dem Kieler MFG5-Gelände durchgeführt haben. Da war nur wenig Zeit, zu Hause mit einigen "Props" ein schickes Kuchenbild zu schießen, und ich darf stolz verkünden, dass er in weniger als 15 Minuten nur noch Geschichte war!

Streusel-Schokoladen-Kuchen

 


Zutaten

200g Mehl Typ 550
150g Speisestärke
50g Kakaopulver, dunkel
1 TL Natron
2 TL Weinsteinbackpulver

200g Zucker
4 Eier
200g weiche Butter
200g saure Sahne / Schmand

200g gehackte Schokolade 
(z.B. Kuvertüre, gern gemischt: Vollmilch & dunkel)

für die Streusel
300g Mehl
200g Butter
150g Zucker
1/2 TL Vanilleextrakt (alternativ: Bourbonvanille)
1 Pr. Salz

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Für den Teig alle trockenen Zutaten (außer dem Zucker) in einer Schüssel gut vermischen. Die Kuvertüre grob hacken und ebenfalls untermischen.

In der Küchenmaschine Eier und Zucker kräftig schlagen (oder halt mit dem Handrührer - kann ein paar Minuten dauern). Die Masse sollte etwas fester und nur noch sehr hellgelb sein. Dann die weiche Butter löffelweise hinzugeben, danach den Schmand / die saure Sahne. Während die Maschine auf kleiner Stufe weiterrödelt, esslöffelweise die Mehl-Schoko-Mischung dazugeben. Den Backofen auf 180°C Ober- & Unterhitze vorheizen und ein tiefes Backblech mit Backpapier auslegen. Wenn der Teig ein wenig zäh ist, einfach mit einem Löffel große "Teigbatzen" in verschiedene Ecken des Blechs geben und von dort aus glatt verstreichen. Kurz beiseite stellen und die Streusel zubereiten.

Für die Streusel alle Zutaten zusammenwerfen und mit dem Pastryblender oder dem Knethakenaufsatz von Handrührgerät bzw. Küchenmaschine zu einem krümeligen Teig vermischen. Mit den Händen nachkneten und wild-gleichmäßig auf dem Schokoteig verteilen.

Im vorgeheizten Backofen ca. 35 - 40 Minuten backen. Bitte beachtet bei der obligatorischen Stäbchenprobe, dass wir die Kuvertüre grob gehackt haben, und daher vielleicht nicht mehr roher Teig, sondern flüssige Schokolade an eurem Holzstäbchen klebt ;) Abgesehen davon ist dies ein Kuchen, der "klitschig" ziemlich gut schmeckt. Vielleicht einfach ein wenig am Backblech rütteln und schauen, wie er sich bewegt, bevor ihr ihn rausnehmt.

Guten Appetit!


Samstag, August 29, 2015

Küchenteufel: Crème brûlée - Eis #eisevent

Viele Rezepte, die ich euch hier vorstelle, habe ich oft nur wenige Stunden vor Zubereitung und Verzehr irgendwo entdeckt. Es packt mich, ich gehe einkaufen und überrasche Partner und ggf. Freunde mit einer neuen Geschmacksexplosion. Wenn dies tatsächlich so ist, darf das Rezept auch hier auf das Blog (ihr ahnt nicht, wieviel schon aussortiert wurde *lach*). Manche wirklich guten Ideen jedoch landen aufgrund von fehlenden Zutaten oder Gerätschaften auf der "Nachkochliste" - und ehrlich gesagt versauern sie dort ein wenig. Auch das nun folgende Dessert habe ich schon vor mehr als zwei Jahren gesehen und gespeichert. Damals fehlte mir der Gasbrenner. Der ist zwar schon im letzten Jahr eingezogen, jedoch vergass ich das Rezept. Bis heute. Denn Simone von der S-Kueche hat ein tolles Eiscreme-Blogevent auf ihrem Blog, und wenn ich die Kreationen der anderen Teilnehmer so begutachte, sind wirklich spannende Sachen dabei, von denen ich sicherlich einige baldmöglichst nachbauen will!

Mein geplanter Beitrag für das Event war (und ist!) eigentlich ein indisches Eis-Dessert namens "Kulfi", das mich schon mit dem ersten Löffel im Mund in meine Kindheit bei Oma in Indien katapultiert. Jedoch warte ich mit dem Servieren und Anrichten noch, bis meine Mama das nächste Mal bei mir ist. Soviel Zeit muss sein und bis zum 31. August sind es ja noch ein paar Tage. Doch wie es so ist: Erst rührt man gar kein Eis an, und dann wird man plötzlich süchtig danach, es selbst zu machen. Und da man bei Simones Event sogar zwei Beiträge einreichen darf, habe ich vorweg erst einmal ein etwas simpleres Rezept für euch und das #eisevent, und wer weiß - wenn ich tatsächlich die Eismaschine gewinne, gibt es hier wahrscheinlich in zweiwöchentlicher Taktung Eiscreme, Sorbets und Co. zu erleben :)


Eiszeit - Das Eisevent vom 1.8. bis 31.8. 

Alex´ absolutes Lieblingsdessert ist Crème brûlée. Ich find´s auch toll, würde aber für einen Eisbecher jeden anderen süßen Essensabschluss stehen lassen. Was liegt da näher als ein "Crème brûlée - Eis"? Vor allem, da der Brenner ja inzwischen hier eingezogen ist und dringend häufiger benutzt werden will. Bei diesem Eis wäre eine Eismaschine tatsächlich sehr hilfreich, aber es geht mit ein wenig Arbeitsaufwand auch ohne. Ihr müsst halt in den ersten zwei Stunden ein wenig in der Nähe eurer Gefriertruhe bleiben und immer wieder rühren, um die Eiskristalle zu zerstören.

Also, schnappt euch gute Zutaten, einen Topf, kleine feuerfeste Schälchen (wenn später die Zuckerkruste gebrannt wird) und los geht´s!

Crème brûlée - Eis

nach Butteryum





Zutaten für vier Personen

6 Eigelb
100g Zucker
1 Pr. Salz
150ml Vollmilch
1 Vanilleschote
330ml Konditorsahne, direkt aus dem Kühlschrank
ca. 20g Demerara oder Turbinadozucker (oder anderer Rohrohrzucker)

Zubereitung

In einer kleinen Schüssel Eigelb, Zucker und Salz miteinander verschlagen. Beiseite stellen.
Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen.
In einem kleinen Topf mit schwerem Boden die Milch mit der Vanille vermischen, die Schote ebenfalls dazugeben und erhitzen bis es beginnt zu blubbern. Den Topf vom Herd nehmen und leicht abkühlen lassen, dann ca. ein Drittel der Milch löffelweise zur Eier-Zuckermischung hinzugeben und unterrühren. Wenn die Mischung in der Schüssel und die Milch im Topf eine ähnliche Temperatur haben, die Eier-Milchmischung zur restlichen Milch in den Topf zurückgeben. Bei kleiner Hitze langsam erwärmen, wer ein Thermometer besitzt, stoppt den Prozess bei 75°C. Wer keins hat, beobachtet die Milch - sie zieht sich auf der Oberfläche etwas zusammen, darf aber nicht kochen!

Den Topfinhalt durch ein engmaschiges Sieb gießen, um die Vanilleschote und evtl. Eigelbreste herauszufiltern. Die kalte Sahne aus dem Kühlschrank unterrühren. Wer eine Eismaschine hat, kann jetzt loslegen und die Masse darin entspannt kaltrühren lassen. Aber auch, wer keine hat, muss nicht traurig sein - ist halt etwas mehr Arbeit: Alles in eine Schüssel umfüllen und abgedeckt ins Eisfach stellen. Im Abstand von ca. 25-30 Minuten herausholen und kräftig umrühren. Dies kann einige Stunden in Anspruch nehmen. 

Feuerfeste Schälchen bereitstellen und gut mit der Eiscreme befüllen. Glattstreichen und nochmal für einige Minuten ins Eisfach stellen, bis ihr das Dessert servieren wollt. Dann muss es schnell gehen: Die Oberfläche mit braunem Zucker bestreuen. Ich bevorzuge Demerarazucker, es geht natürlich auch der eigene Lieblingszucker. Mit dem Handbrenner sehr dicht über der Oberfläche so lange bräunen, bis der Zucker braun geschmolzen ist. Wer sich zu lange Zeit läßt, bekommt eine Zucker-Eiscrememischung, die dann nicht mehr so schnön knackt beim Essen (selbst für euch getestet, dass kommt davon, wenn man für ein Foto eine besonders schöne Kruste). Schnell servieren und genießen!

Guten Appetit!

Mittwoch, August 26, 2015

Küchenteufel beim #Twitterkocht mit Sylter Lachs mit gewellten Bandnudeln und Kohlrabi-Safran-Sauce

Bereits im letzten Jahr habe ich interessiert meine Twittertimeline beobachtet, auf der für wenige Stunden das Hashtag #twitterkocht aktiv war. Ich wußte auch schon vorher davon, hatte jedoch kein Interesse angemeldet, weil Alex an diesem Tag Geburtstag und ich die Hütte mit Verwandten voll hatte. Man versprach mir jedoch, mich beim nächsten Mal zu berücksichtigen und das geschah auch. Ein kleiner Karton mit einer Tüte 3 Glocken-Nudeln, einem Anschreiben mit dem Hinweis auf die gebrauchten Gerätschaften, einer Einkaufsliste sowie einem REWE-Einkaufsgutschein und einer schwarzen Stofftasche kam zu mir ins Haus, rechtzeitig für die Planung. Ich lud mir also zwei weitere Freunde ein und am Sonntagabend schauten alle auf ihre mobilen Endgeräte, um zu schauen, welches Rezept wir vom Twitteraccount von 3 Glocken mithilfe des oben genannten Hashtags wohl präsentiert bekämen. 

Der "Sylter Lachs mit gewellten Bandnudeln und Kohlrabi-Safran-Sauce" ist von den "Kitchen Girls" der Zeitschrift "Für sie" und war vergleichsweise stressarm nachzukochen. Auch die Küche sah im Anschluss nicht aus wie ein Schlachtfeld und mit der Barbecue-Bacon-Rolle vorweg und den Lemon-Cheesecake im Glas hintendran wurde es rundum ein tolles Sonntagabendessen. Allerdings wurde direkt beim Essen ein wenig gefachsimpelt "da fehlt doch irgendwas?" und so haben wir für unsere Gaumen das Ganze hier und da ein wenig abgeändert. Nicht viel, aber doch mit starkem Effekt. Die Zesten der Orange wichen denen von einer Limette, außerdem kam eine Frühlingszwiebel und etwas Muskatnuss an die Sauce. Außerdem haben wir die Nudeln erst in der Sauce gekocht. Wie gesagt - gar nicht viel Änderung am Grundeffekt, aber für uns genau das Richtige. Deshalb erhaltet ihr neben Bilder vom Event heute von mir meine Version des Gerichts. Wer sich die Ergebnisse und den Verlauf der anderen Teilnehmer im Nachhinein ansehen möchte, findet hier eine Twitterwall. Danke an 3 Glocken und die Kitchen Girls, ich bin gern beim nächsten Mal wieder dabei!

Sylter Lachs mit gewellten Bandnudeln und Kohlrabi-Safran-Sauce






Zutaten für 4 Personen

4x125g TK-Lachs, aufgetaut
1 Bio-Zitrone
1 Bioorange
- neu - 1 Biolimette (Schale muss benutzbar sein)
- neu - eine Frühlingszwiebel
2 kleine oder eine große Kohlrabi
1 EL Butter
200 ml Gemüsefond, evtl. mehr
200 g Sahne
0,1g Safran (kann man in dieser Größe prima beim Asialaden kaufen)
1/2 Tüte Nudeln
1 EL Petersilie, frisch gehackt
Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Muskatnuss
Rucola oder Feldsalat zum Anrichten

Zubereitung

Der Lachs wird rechtzeitig aus der Folie entfernt und im Kühlschrank auf einem abgedeckten Teller langsam aufgetaut. Dann den Lachs abspülen und trockentupfen. Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen, zwei Blätter Backpapier je einmal durchschneiden, Küchengarn bereitlegen und die Biozitrone in acht Scheiben schneiden. Die vier Lachsstücke auf vier Blätter legen, mit Salz & Pfeffer würzen und je zwei Zitronenscheiben belegen. Mit dem Küchengarn zu hübschen Päckchen verpacken und für ca. 15 Minuten in den Ofen geben.



Derweil die Kohlrabi in Würfel schneiden, die Frühlingszwiebel in Ringe und die Orange in der Mitte durch. Die Limette heiß abspülen und die Zesten abnehmen, die Orange auspressen und ebenfalls die Zesten fein abreiben (es geht auch ein großer Schluck Orangensaft, wenn ihr dir Zesten nicht nutzt). In einem großen Topf die Butter auslassen und die Kohlrabi dazugeben.




Salz, Pfeffer, Orangensaft und Fond dazugeben und leicht köcheln lassen. Die Sahne ebenfalls dazugeben. Petersilie hacken und gemeinsam mit dem Safran und geriebener Muskatnuss zur Sauce hinzufügen.


Die Nudeln zufügen und selbst einschätzen, ob ggf. noch Fond oder Wasser nachgegeben werden sollte (ca. 100 ml). Alles ca. 8 Minuten köcheln lassen, vorsichtig umrühren. Derweil den Backofen ausschalten, den Lachs ein wenig ruhen lassen, bevor ihr ihn aus dem Päckchen befreit.



Den Ruccola oder Feldsalat waschen, trockenschütteln und alles ggf. mit einem weiteren Petersiliestängel nett anrichten. Dazu ein Glas trockener Weißwein - perfekt!


Ich wünsche viel Spaß beim nachkochen und

Guten Appetit!

Küchenteufel fleischfrei: Champignon-Radieschen-Omelette (hcg-Kur, Phase 2)

Ich habe lange überlegt, ob ich es auf dem Blog thematisiere. Wenn man irgendwo erzählt, dass man eine Art "Crashkur" bzw. "Blitzdiät" macht, ist es scheinbar ein pawlowscher Reflex der Menschen, einem sofort zu erzählen, dass so etwas sowieso nicht funktioniert - und natürlich auch, warum. Dass ich selbst seit Jahren Fitnesstrainerin bin und noch länger Diätverisse für ein Onlinemagazin schreibe, mich in der Materie also dann doch ein wenig auskenne: Geschenkt. Und deshalb habe ich hier auch nicht vermerkt, wie ich im letzten Jahr fast 10 kg in 3 Wochen abgenommen habe, nämlich durch die sogenannte "Stoffwechselkur". Kalorienreduktion, Nahrungsergänzungsmittel, Sport, Globuli und viel Wasser haben zum Erfolg geführt. Diese Abnahme habe ich mehr als 12 Monate gehalten, ohne mich großartig in meiner Ernährung zu verändern (ihr seht ja auf diesem Blog, was ich so esse).  
Da mich das Konzept überzeugt hat, habe ich mir erneut die Nahrungsergänzungsmittel zusammengestellt und stecke nun mitten in Runde 2. Weiter werde ich mich über die Hintergründe gar nicht auslassen, dafür entsteht gerade ein kleiner tumblr (Stichtwort: fitnessteufel). Aber wer abnehmen will, muss auch gut essen, und diese Rezepte werden in meinem Umfeld immer stärker nachgefragt. "Setzt Du das auch auf Dein Blog?". Hm. Ich habe einige Tage überlegt und mich dann doch dafür entschieden, denn alle Rezepte, die ich mir in den letzten Tagen zubereitet habe und die ich noch kochen werde, sind nicht nur streng no-carb, sondern auch noch voller Vitamine und Proteine. Rundum gesund, könnte man sagen, und deshalb haben sie einen Platz hier im Blog verdient.

Anfangen möchte ich mit einem Rezept, dass quasi aus der Not entstanden ist. Wenn man einige Tage auf solch leckere Dinge wie Nudeln oder Kartoffeln verzichten muss, entstehen im schlimmsten Fall Gelüste, bei mir auf ein herzhaftes Kartoffelomelette. Was tun? Der Lust einfach nachgeben und eine Gewichtszunahme in Kauf nehmen? Nee. Dann lieber mal umgucken, was vielleicht stattdessen geht. Ich würde fündig bei - Radieschen.

Kein Witz: Kleingeschnittene Radieschen, in der Pfanne gebraten und mit anderen Gemüsearten und Eiern zu einem Omelette verwandelt, schmecken sehr stark wie Kartoffelwürfel. DAS wollte ich auf jeden Fall mit euch teilen! Die Mengenangaben, die ich hier im Blog verzeichne, sind nicht immer hcg-Kur-konform, weil ich mir vorstellen kann, dass ihr auch ohne diese Diät vielleicht auf der Suche nach KH-freien Rezepten seid. 

Champignon-Radieschen-Omelette





Zutaten für 2 Personen

250g Champignons
1 Bund Radieschen
1 Frühlingszwiebel
Öl bzw. ein Schluck Mineralwasser
Blätter von 3 Stängel Petersilie, gehackt
5 Eier
Sojasauce, Paprikapulver, ggf. etwas Kräutersalz

Zubereitung

Champignons abbürsten und in halbe Scheiben schneiden. Die Radieschen waschen und in kleine Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebel putzen und in freine Ringe schneiden.
Eine beschichtete Pfanne auf mittlere Hitze bringen und die Frühlingszwiebel mit einem Schluck Mineralwasser anbraten (wer nicht fettfrei leben muss, benutzt hierfür einen Schluck Öl). Die Champignons und die Radieschen dazu geben und anbraten. Sobald die Pilze Wasser verlieren, die gehackte Petersilie dazugeben und weiter braten.

In einer kleinen Schüssel die Eier aufschlagen und mit Sojasauce und Paprikapulver würzen. Über die Gemüsemischung gießen und einige Zeit in der Pfanne stocken lassen. Wenn die Oberseite fast fest ist. das Omelette in der Mitte teilen und beide Hälften in der Pfanne umdrehen. Für wenige Minuten weiterbraten.

Guten Appetit!


Sonntag, August 23, 2015

Küchenteufel: Schoko-Minz-Sahne-Likör - schmeckt so lecker, wie es klingt

Manchmal muss es echt schnell gehen mit dem selbstgemachten Mitbringsel für eine Party. Dann ist keine Zeit, einen Tag zuvor den Biskuitboden für eine mehrstöckige Torte zu backen oder herzhafte Happen zu basteln. Okay, ich könnte auch einfach etwas im Laden kaufen, aber es gibt da doch diese lange Liste von Rezepten, die ich immer schon mal nachbacken / -kochen/ -basteln wollte, und eines davon war ein schokoladiger Cremelikör mit Minzgeschmack. Man könnte auch sagen "After Eight Schnaps" :)

Es war dann doch ein klein wenig aufwändiger, als ich dachte, weil ich die oben genannten Minztäfelchen, die eigentlich für den Schnaps gedacht waren, stattdessen ein paar Tage vorher während einer Binge-Watching-Session (Damages, S01) vernascht habe. Welch gute Gelegenheit, sich mal die Alternativen anzuschauen: Natürlich rein zu Testzwecken habe ich mir alternative dünne Schokotäfelchen mit Minze, Ritter Sport Schokolade mit Minze und 100g-Tafeln der Edeka-Eigenmarke geholt. Ganz selbstlos probierte ich mich gewissenhaft durch die Sorten und stellte fest, dass ich mir die günstige Edeka-Minzschokolade am besten in einem Likör vorstellen konnte. Also wanderten beim nächsten Salatkauf (der Edeka in Preetz hat wirklich die beste Salattheke, die man sich in einem Supermarkt vorstellen kann - nimm das, Kiel!) auch noch Minzschokolade, Sahne, Puderzucker und eine Flasche mittelteurer Wodka in meinen Einkaufswagen und es konnte gleich losgehen. Den Partygästen, die ich damit beglückt habe, hat es augenscheinlich gut gemundet, so dass lediglich ein schnelles Handybild geschossen werden konnte. Aber ihr könnt euch das Getränk sicher optisch gut vorstellen.

Schoko-Minz-Likör




Zutaten

200g Minzschokolade, als Tafel oder Täfelchen
2 EL Puderzucker
1 Becher (200g) Sahne
500 ml Wodka

Zubereitung

Schokolade grob zerkleinern. Sahne aus dem Kühlschrank nehmen.
In einem kleinen Topf auf mittlerer Hitze die Schokolade langsam schmelzen lassen. Vorsicht, bei zu hohen Temperaturen bekommt die Schokolade blöde Schlieren (rein optisches Problem). Die Sahne und den Puderzucker hinzugeben, mit einem Schneebesen gut verrühren und den Topf vom Herd nehmen.

Mit ca. 500 ml Wodka aufgießen, unterrühren und kalt stellen. Hält sich bei guter Kühlung sicherlich einige Tage länger.

Guten Appetit!

Freitag, August 21, 2015

Katzen & Food - eine unschlagbare Kombination

Es ist mal wieder Zeit für ein neues Simon's Cat - Video - dieses Mal mit Foodcontent :)

https://m.youtube.com/watch?feature=share&v=OsOYg5gpS0s

Mittwoch, August 12, 2015

Küchenteufel backt: Upside-Down-Cake mit Pfirsich und Thymian

Ich war beim türkischen Gemüseladen, um mir Thymian für meine Pilzbolognese zu besorgen, da lagen sie in der Auslage und dufteten fast schon aufdringlich in meine Richtung: Pfirsiche. Da ich schon mit der Kirsch-Pfirsich-Galette auf den Geschmack gekommen war, sollte es erneut ein Dessert werden, dieses Mal für ein leichtes Sommermenü.


Zu Hause habe ich in meiner Nachbackliste einen Link von Cinnamon & Coriander entdeckt, in dem nicht nur die Pfirsiche, sondern auch der gerade frisch dazu gekaufte Thymian vorkommt. Perfekt!
Zugegeben: Maismehl habe ich bisher noch nicht in süßen Backwerken benutzt, aber es war im Hause, also konnte ich gleich loslegen. Auch ein Topf zum backen war schnell zur Hand, auch wenn er 2 cm kleiner war, als im Blog angegeben. Aber dann das Problem: Der Kuchen war nach der vorgeschlagenen Backzeit innen noch flüssig und ihn länger drin zu lassen, führte dazu, dass er oben schon ziemlich dunkel wurde. Auch das abdecken mit Alufolie hat nur bedingt geklappt, er blieb flüssig. Meine "Testesser" und ich aßen also den Kuchen drumherum - und er war wirklich sehr lecker.

Also ab auf Ursachensuche: Praktischerweise war der Link zu einem anderen Blog angegeben, aus dem Kiki von Cinnamon&Coriander ihre Inspiration gewonnen hat. Dieses Blog verwies auf ein Rezept von Martha Stewart. Und bei Martha fand ich dann die Lösung für mein Problem: Dort war der Topf 10 inches, also 25 cm breit. Außerdem hatten wir festgestellt, dass uns halbierte Pfirsiche einfach zu groß sind. In meinem Kopf war die Idee, sie zu dritteln oder vielleicht sogar zu halbieren, als mir am Eingang des Gemüsehändlers Plattpfirsiche entgegenlachten. DAS war die Idee! Also flugs gekauft, halbiert, entkernt und hinein in den Topf.

In der Kombination aus Marthas Idee, Maismehl zu benutzen und Kikis Idee, die Pfirsiche mit Thymian zu aromatisieren (Martha benutzt Lavendel), ist ein wirklich toller Kuchen geworden, den ich euch jetzt gern vorstellen möchte.  Meine Gäste waren ebenfalls angetan von der Mischung aus süß & kräuterig. Eine Kugel Vanilleeis und etwas Vanillesauce passen ganz hervorragend dazu.


Upside-Down-Cake mit Pfirsich und Thymian




Zutaten


35 + 120 g Butter
55 + 170 g Zucker
6 Plattpfirsiche oder 3 reife Pfirsiche
einige Thymianzweige 

160 g Maismehl
85 g Mehl
1 TL Weinsteinbackpulver
die Blättchen von 5 Zweigen Thymian
1,5 TL Salz

3 Eier
1 TL Vanilleessenz
120 ml Sahne

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

In einem Topf von 25 cm Durchmesser (ofenfest) 35 g Butter schmelzen und mit einem Silikonpinsel o.ä. die Innenseite des Topfes mit der geschmolzenen Butter bestreichen. 55 g Zucker dazugeben und karamellisieren lassen. 

Die Pfirsiche waschen, halbieren und entkernen. Die Thymianzweige waschen und ein wenig in das Fruchtfleisch der Pfirsiche hineindrücken. Mit der Unterseite vorsichtig in das flüssige Karamell legen und ca. 10 Minuten auf kleiner Hitze weichkochen lassen.

Derweil den Teig erstellen: Mehl, Maismehl, Salz, Backpulver und Thymianblättchen in einer kleinen Schüssel vermischen und beiseite stellen. Eier, Vanilleessenz und Sahne in einem weiteren Becher vermischen und beiseite stellen.

In einer Rührschüssel 120 g Butter und 170 g Zucker flüssig schlagen. Dann nach und nach die trockene und die flüssige Mischung hinzugeben, bis ein homogener Teig entsteht. Den Teig mit einem großen Löffel vorsichtig über die Pfirsiche geben und glattstreichen. In den vorgeheizten Backofen geben und ca. 20 Minuten backen. 

Stäbchenprobe machen, ob der Teig durchgebacken ist und den Topf einige Minuten außerhalb des Backofens ruhen lassen. Mit einem Messer oder Silikonschaber am Topfinnenrand entlangfahren und den Kuchen lösen. Einen großen Teller auf den Topf legen und mit behendem Schwung den Kuchen auf den Teller drehen. Sollten dabei Pfirsiche abhanden kommen, kann man sie schnell wieder hochschieben. Am besten noch leicht lauwarm servieren.
 

Guten Appetit!



Dienstag, August 11, 2015

Küchenteufel backt: Buttermilch-Feta-Scones mit Kräutern

Die Diskussion darüber, ob diese fluffig-buttigen Backwerke nun "Scones" oder "Biscuits" sind, ist so alt wie der Streit zwischen US-Amerikanern und Briten über den Koloniestatus. Für mich sind es Scones, und deshalb nenne ich auch diese sehr leckeren Herbed Feta Buttermilk Biscuits, die ich vor kurzem bei Popsugar entdeckt habe, weiterhin nach diesem wunderbaren britischen Backwerk, dass am Sonntagmorgen genauso gut passt wie zum High Tea oder - wie in meinem Fall - als Beilage zu einer kalten sommerlichen Gurkensuppe. Die war Alex´ Wunsch und mir fehlte irgendwie ein kleiner geschmacklicher Dreh. Wie gut, dass ich gefühlte drölfundneunzig kleine Listen mit Links zu fast allen wichtigen Essens-Lebenslagen hatte, und bei den Beilagen fanden sich eben diese Scones.

Es waren tatsächlich alle Zutaten dafür im Haus, die "Kräuter der Provence"-TK-Packung musste eh endlich mal aufgebraucht werden, genauso der Feta, der schon einige im Kühlschrank auf gutes Grillwetter gewartet hat. Tja, jetzt wandert er in den Scones-Teig anstatt in ein Kräuterpäckchen.

Ansonsten gilt für Scones wie immer: Zügig die kalte Butter unterarbeiten, vorzugsweise mit meinem neuen Küchenliebling, dem Pastry Blender und am besten direkt auf dem Backpapier arbeiten, weil es einfach eine klebrige Angelegenheit ist. Aber der Geschmack ... *seufz* Es lohnt sich, versprochen!

Buttermilch-Scones mit Feta & Kräutern

 



Zutaten

280 g Mehl Typ 550
1 EL Weinsteinbackpulver
1,5 TL Meersalz
1 EL Kräuter der Provence (TK)
170 g kalte Butter, gewürfelt
125 ml kalte Buttermilch, geschüttelt
1 kaltes Ei, Größe L
200 g Feta, gekrümelt
Eiwasch, bestehend aus 1 Ei und 2 TL Wasser

Zubereitung

Den Backofen auf 210°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech sowie Backpapier bereithalten.
Mehl, Weinsteinbackpulver (vermeidet den Backpulvergeschmack an den Zähnen), Salt und Kräuter in einer Schüssel vermischen. Mit dem Pastry Blender die gewürfelten Butterstückchen einarbeiten, bis die Butterstückchen nur noch höchstens erbsgroß sind. Buttermilch und Ei in einer kleinen Schüssel aufschlagen und dann über die Mehlmischung geben. Mit einem Holzlöffel nur so lange vermischen, bis sich alles gut verteilt hat. Dann den gekrümelten Feta unterheben.

Auf einem Holzbrett etwas Mehl verteilen, den Teig daraufgeben und mit den Händen einige Male verkneten. Gegebenenfalls etwas mehr Mehl verwenden.  Ein Blatt Backpapier (oder eine Silikonmatte) auf ein Backblech legen und den Teig als Klumpen darauf geben. Wer Scones gern als Dreieck isst, sollte den Teig als Kreis platt drücken, dass der Durchmesser ca. 18 cm (7 inch) beträgt und dann in acht oder sechzehn Teile teilen. Ich mag es, ein Rechteck zu erstellen und dieses dann einmal zu vierteln und diese Viertel dann quer zu halbieren (bzw. zu durchkreuzen), so dass ebenfalls acht (bzw. 16) Dreiecke entstehen.
Die Teigdreiecke /-quader mit einem Silikonspatel oder Messer etwas anheben und auf dem Backpapier verteilen, so dass zwischen den Scones ein wenig Platz zum aufgehen bleibt (3-4 cm). In einer kleinen Schüssel ein Ei mit Wasser vermischen und mit einem Pinsel großzügig bepinseln. Im Backofen für ca. 16 - 18 Minuten backen, bis die Ränder leicht golden aussehen.

Auf einem Rost leicht auskühlen lassen und am besten noch warm servieren.

Guten Appetit!

Samstag, August 08, 2015

Küchenteufel frühstückt: Egg, Bacon & Cheese Muffin

Ich steh auf englische Muffinbrötchen, die in deutschen Supermärkten gern mal "Toasties" genannt werden. Ich habe sogar schon damit experimentiert, sie selbst zu machen, und wann immer Backmalz im Haus ist, gibt es sie in schöner Regelmäßigkeit warm und fluffig auf den Tisch (Rezept: Englische Muffins / Toasties). Ich habe sie sogar bereits für die self-made Version eines Frühstücks einer Fast Food - Kette verwendet (EggMcMuffin), aber so doll schmecken Original und Nachbau mir eigentlich eh nicht. Doch einfach nur mit Butter und Marmelade? Langweilig.

Bei Picky Palate habe ich ein Rezept entdeckt, bei dem die Muffins in große Muffinformen gepresst und mit leckeren Dingen gefüllt werden: Bacon, Käse und Eier hinein, kurz in den Backofen, darüber etwas Schnittlauch und fertig ist das Katerfrühstück! Alle Zutaten waren im Haus, nur die sogenannten "Texas Muffin"-Formen nicht. Meine Vierer-Tartelette-Form war hingegen zu groß... Egal, ich habe die Teile einfach mal in mein normales Muffinblech hineingepresst. Wenn ich irgendwo im Ausverkauf solch ein Blech (meistens mit 6 Muffinmulden) entdecke, werde ich es sicher nochmal in der großen Variante versuchen, aber ich kann euch sagen - es schmeckt auch in der kleinen Version!

Man kann da sicher auch noch variierten, also Viertel von Kirschtomaten oder kleine Paprikastücke unterbringen. Was der Vorratsschrank eben so hergibt. Also, ran an den Kühlschrank und in 20 Minuten steht ein herzhaftes und reichhaltiges Frühstück auf dem Tisch.

Egg, Bacon & Cheese Muffins

 



Zutaten

3 Englische Muffins / Toasties, jeweils längs halbiert
6 Baconscheiben, direkt aus der Packung
6 TL geraspelter Cheddar (oder anderer Käse)
6 Eier
Salz, Pfeffer
Schnittlauch zur Garnierung

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C Ober- & Unterhitze vorheizen. Die Toasties halbieren und in die Muffinformen hineinpressen. 

Die Innenseiten mit je einer Baconscheibe auslegen und mit je einem Teelöffel voll geraspeltem Käse befüllen. Ein Ei hineinschlagen und mit Salz & Pfeffer würzen.

Ca. 12-15 Minuten backen, mit Schnittlauchröllchen bestreuen und noch warm frühstücken. 

Guten Appetit!


Freitag, August 07, 2015

Küchenteufel bei #ichbacksmir: Kirsch- & Pfirsich-Galette

Bis vor kurzem war ein Galette für mich ein herzhaftes Crepé aus Buchweizenmehl. Ob in Hamburg im Ti Breizh oder in Kiel im Blé Noir - ich freue mich immer wieder über den Genuß eines dieser bretonischen Köstlichkeiten. Auf einem großen Teller befindet sich dann ein dünner Teigfladen, bei dem die Seiten zur Mitte geklappt sind und sich in der Mitte eine kreative Füllung befindet. Gern genommen sind dabei konfierte Zwiebeln, Ziegenkäse, Walnüsse, schmackhafte Käsesorten, luftgetrockneter Schinken etc.

Aber bevor ich zu sehr ins Schwärmen gerate, breche ich lieber ab und wende mich meiner neuen Erkenntnis zu, dass auch süße Kuchen oder Törtchen als "Galette" gelten können. Unheimlich einfach, diese Dinger, und dabei so effektvoll. Man braucht weder akkurate Aussstecher, noch eine extra Tarteform o.ä. Ein schlichter Teig aus Mehl, Zucker und Butter ohne irgendwelche Backtriebmittel wird ausgerollt, in der Mitte schmackhaft belegt und die freiliegenden Ränder einfach schön unregelmäßig - man möchte fast sagen: rustikal - hochgeklappt. Die Ränder sorgen dafür, dass die Flüssigkeit auch ohne Backform nicht abläuft.

Wieso backe ich dieses Schmuckstück ausgerechnet jetzt? Weil Tastesheriff Clara am 26. ihr #ichbacksmir - Thema für diesen Monat ausgegeben hat: Kirschen sollen bei dieser tollen monatlichen Sammelbackrunde in irgendeiner Form verbacken werden und da fiel mir dieses Galette mit Pfirsichen und Kirschen von fine, fresh & fruits ein, dass ich mir erst vor kurzem auf die Nachbackliste gesetzt hatte.

Also habe ich fix mal beim Obststand angehalten, mir eine große Portion Kirschen geholt und gleich mal losgebacken. Was ich feststellen musste: Kirschen entsteinen ist nicht wirklich mein Ding und ich bin froh, dass hier nur 100g gebraucht werden. Der Teig muss leider zwischendurch für eine Stunde in den Kühlschrank, deshalb müssen wir hier wohl ca. 2 Stunden Zubereitungszeit ansetzen. Die eigentliche Arbeit dauert aber höchstens 25 Minuten, versprochen! Hilfreich ist übrigens der Pastry Blender, den ich eigentlich für meine sonntäglichen Scones erworben habe, der sich inzwischen aber in fast allen Teigen, bei denen kalte Butter untergeknetet werden soll, als sehr hilfreich erweist. Natürlich funktioniert das Rezept auch ohne das kleine Helferlein.

Kirsch-Pfirsich-Galette

 




Zutaten

200 g Mehl Typ 405
3 + 2 + 1 EL Zucker
1 Prise Salz
120 g kalte Butter
60 ml eiskaltes Wasser

2 Pfirsiche 
100 g Kirschen

Zubereitung

Das Mehl mit 3 EL Zucker und Salz vermischen. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und unterkneten. Das geht prima mit dem Pastry Blender, kann aber auch anderweitig untergeknetet werden. Wenn der Teig schön krümelig ist, 60 ml eiskaltes Wasser dazugeben und fleißig unterkneten (zum Beispiel mit einer Gabel). Den Teig mit den Händen eine Minute kräftig kneten und dann in Klarsichtfolie eingeschlagen für ca. eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Derweil die Kirschen waschen und entsteinen. Die Pfirsiche heiß abwaschen, halbieren und die Kerne entnehmen. Jede Pfirsichhälfte in acht Scheibchen schneiden Gemeinsam mit den Kirschen in eine kleine Schüssel geben, mit 2 EL Zucker bestreuen und zur Seite stellen.

Den Backofen auf 220°C Ober- & Unterhitze vorheizen, den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit ebenfalls bemehlten Händen etwas auseinander drücken. Ein Blatt Backpapier unter den Teig legen und ca. auf Schallplattengröße (etwas größer) ausrollen oder einfach mit den Händen plattdrücken.

 Den "Obstsalat" in der Mitte anrichten und ca. 4 cm freihalten. Den äußeren Teig etwas flacher drücken und unregelmäßig hochklappen, so dass sich ein Rand bildet. Diesen Rand mit Wasser bepinseln und die restlichen 2 EL Zucker auf dem Rand verteilen. Ca. 25 Minuten in der Mitte des Ofens backen, leicht auskühlen lassen und lauwarm servieren. 

Guten Appetit!

Sonntag, August 02, 2015

Gastbeitrag: Rezept für Barbecue-Bacon-Rolle (BBQ-Maki)

Vor einigen Wochen tauchte sie in unserer Filterbubble der sozialen Netzwerke auf: Das sogenannte "Barbecue Sushi" von Cook.with.me.at. Das Video wurde schnell zum Youtube-Hit und sogar die Kollegen vom Stern griffen die Idee auf, eine Rolle aus Speck, gefüllt mit Hack und Käse zu veröffentlichen - jedoch im Gegensatz zu klassischem Sushi angebraten.

Selbstverständlich war es auch in diesem Haushalt nur eine Frage von Stunden, bis alle Zutaten zusammengesammelt und diese Rolle hergestellt und verputzt war. Allerdings wurde hier der Käse aus dem Originalrezept durch noch mehr Fleisch ersetzt. Seitdem rennt der Mann regelmäßig mit seinem Mobiltelefon herum und zeigt anderen Menschen das Ergebnis seines Tuns. Die dann natürlich nach dem Rezept fragen. So kommt es, das wir erneut einen hübschen Gastbeitrag auf diesem Blog vorfinden. Herzlich willkommen zurück, Alex!

Sushi mal anders: BBQ-Maki 


Vor einiger Zeit tauchte auf Twitter ein Video auf, in dem jemand BBQ-Sushi rollte. Im gegensatz zu den klassischen Sushi wird für diese Variante auf Fisch, Reis und Gemüse verzichtet. Stattdessen basiert das Gericht auf Fleisch, Fleisch und Käse. Da ich kein großer Freund von Käse bin und dieser beim braten bzw. grillen auch die Angewohnheit hat zu schmelzen und somit aus der BBQ-Sushi-Rolle zu flüchten, habe ich diesen durch eine dünne Chorizo ersetzt. Somit besteht dieses Gericht aus Fleisch, Fleisch und Fleisch …. und ist für Freunde der fleischlosen Ernährung ungeeignet.

Barbecue - Bacon - Rolle 

 



Zutaten für zwei Rollen

12-16 Scheiben Speck 
500 Gramm Rinderhack 
2 dünne Chorizos 
BBQ-Sauce 
Gewürze 

Zubereitung 

Die Bambusmatte (Makisu), die man auch aus der normalen Sushiproduktion kennt, schlägt man in Frischhaltefolie ein und belegt sie mit sechs bis acht Speckstreifen. Sieht dann quasi aus wie ein Noriblatt aus Speck :) 

Das Rinderhack wird, je nach persönlicher Vorliebe, mit etwas Pfeffer und Salz gewürzt. Ich bevorzuge meine eigene Gewürzmischung*, die ich auch fürs Pulled Pork oder zum Marinieren für Grillfleisch nutze. Die Häfte des “Speckblatts” wird jetzt mit der Hackmasse belegt. Die Hackschicht sollte nicht zu dick sein, andernfalls wird es schwierig, eine Rolle zu erstellen. Zuletzt wird die Chorizo in der Mitte der Hackmasse platziert. Jetzt wird die Füllung samt Speckstreifen von der dicken Seite aus komplett aufgerollt. 

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Barbecue-Sauce und einen Pinsel bereit stellen. Eine ausreichend große Grillpfanne auf hoher Stufe erhitzen und die beiden Rollen von allen Seiten scharf anbraten. Die Oberseite der Rollen mit reichlich BBQ-Sauce bestreichen und für 30 Minuten in den vorgeheizten Ofen stellen. Nach ca. 15 Minuten die Rollen wenden und die Oberseite erneut mit der BBQ-Sauce bestreichen. Die Rollen mit einem scharfen Messer in ca. 1 - 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und zusammen mit etwas BBQ-Sauce servieren. 

Guten Appetit!

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