Donnerstag, März 26, 2015

Küchenteufels Pastadinner: Zitronen-Spaghetti mit Knoblauch-Thymian-Champignons (vegan)

Yum
Nudeln machen glücklich. Mich zumindest. Und scheinbar auch ganz viele andere Menschen, denn es gibt so unfassbar viele tolle und abwechslungsreiche Pastarezepte, dass man quasi über Jahre jeden Tag ein anderes Rezept zubereiten könnte. Ich kann eure Gedanken gerade hören: "Wenn dafür nur die Zeit wäre ..."

Dass schmackhaft und abwechslungsreich zu kochen nicht aufwändig sein muss, möchte ich euch ja eigentlich mit jedem Rezept auf diesem Blog zeigen. Möglichst wenig Aufwand bei viel Ergebnis, könnte man sagen. Deshalb möchte ich euch heute ein tolles Pastagericht von Nigella Lawson vorstellen: Linguine with Lemon, Garlic, and Thyme Mushrooms. Eigentlich werden nur Pilze geschnitten, mit anderen Zutaten in eine große Schüssel gegeben und dann mit frisch gekochter Pasta vermischt. Fertig! Und sooooo lecker!


Ich habe die Angaben für deutsche Begriffe umgerechnet und die Linguine durch Spaghetti ersetzt, weil ich die noch im Schrank hatte. Ansonsten habe ich mich ziemlich genau an das Originalrezept gehalten. Wie die Beschreibung schon andeutet, ist das Gericht nahezu tierfrei - nur wenn ihr am Ende Parmesan darüberreibt, ist es damit vorbei. Schmeckt aber auch ohne den würzigen Käse ganz hervorragend, versprochen!



Nigella selbst bezeichnet dieses Gericht als eines ihrer "proudest creations". Man kann es schnell für viele Menschen kochen, aber auch nur für sich selbst zum immer wieder und wieder Nachschlag holen. Dabei schmeckt es heiß genauso gut wie kalt und ehrlich gesagt finde ich es lauwarm am besten. Vielleicht liegt es daran (oder an dem tollen Zitronenaroma, dass man sofort in der Nase hat), dass ich sofort an den Sommer denken muss, wenn ich es verspeise. Also Leute - es kann sein, dass ich häufiger mal mit einer großen Schüssel dieses Gerichtes bei vegetarischen / veganen Potlucks oder einfach im Park auftauchen werde :) 

Zitronen-Spaghetti mit Knoblauch-Thymian-Champignons 

nach Nigella Lawson

 



Zutaten

250 g braune Champignons (in feine Scheiben geschnitten)
1 Biozitrone, sowohl die Zesten als auch der Saft 
1 TL vom Zweig abgezupfte Thymianblättchen (ca. 4 Zweige)
80 ml Olivenöl, extra native
1,5 TL Meersalz
1 Knoblauchzehe, konfiert oder sehr fein gehackt
500 g trockene Pasta, vorzugsweise Spaghetti, Bavette, Linguine - oder einfach eure Lieblingspasta
einige Zweige glatte Petersilie, Blätter frisch gehackt
2 - 3 EL Parmesan, frisch gerieben 
(ACHTUNG! Für tierfreie Version vegetarische / vegane Alternative nutzen.)
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Die braunen Champignons putzen und in nicht zu dicke Scheiben schneiden. Bei großen Pilzen einfach vorher halbieren. Da sie nicht gekocht werden (also nicht mehr "schrumpfen", entscheidet ihr am besten selbst, wie groß sie zum angenehmen essen sein sollten :)

Die Biozitrone heiß abwaschen, abtrocknen und die Zesten abschaben. Die Zitrone mit kräftigem Druck auf einer Holzplatte hin- und herrollen. Die Blättchen der Thymianzweige abstreifen - wer nur getrocknete im Haus hat, sollte lieber die nehmen, als sie ganz wegzulassen. Dann einfach ein wenig im Olivenöl feucht werden lassen.

In einer großen Schüssel das Olivenöl mit der Knoblauchzehe (konfierte Zehe mit einer Gabel zerdrücken, sonst die Zehe ganz fein hacken), den Zitronenzesten und den Thymianblättchen vermischen. Die Zitrone halbieren und kräftig ausdrücken. Auf die Kerne achten! Alles miteinander vermischen. Die Champignons dazu geben und alles behutsam miteinander vermischen. Durchziehen lassen.

In einem großen Topf Wasser zum kochen bringen, salzen und die Nudeln nach Packungsanweisung kochen. Mit einer Suppenkelle zwei Portionen des Nudelwassers abschöpfen und beiseite stellen. Dann die Nudeln abgießen und noch heiß unter die Pilze mischen. Alles etwas ziehen lassen und die Petersilienblätter abzupfen und hacken - ich liebe den Geruch von frischer Petersilie :). Kurz vor dem Servieren unter die Nudeln heben.

Das Gericht in heiß ausgespülten Tellern anrichten, mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer und grob geriebenem Parmesan bestreuen. Wer vegetarisch / vegan essen möchte, ersetzt den Käse einfach durch eine Alternative (Schmelz etc.)

Da mich Nudeln, wie eingangs gesagt, sehr glücklich machen, möchte ich mit diesem Rezept gleichzeitig Julia von kochlie.be zum dritten Bloggeburtstag gratulieren. Ihr Blogevent-Motto lautet: "Glücksküche" und was kann da besser passen als ein tierfreies Pastagericht mit Kräutern, Champignons und frischer Zitrone?


”glueckskueche_500″

Guten Appetit!

Dienstag, März 24, 2015

Küchenmumien-Challenge: Blaubeer-Joghurt-Kuchen mit Vanille-Zitronen-Guss

Yum
Eigentlich wollte ich ja etwas ganz anderes backen. Nämlich einen Zitronenkuchen, der so lecker schmeckt, dass meine Freunde sich nicht mehr für 2,50 Euro pro Scheibe (!) den von Starbucks holen müssen. Auf der Suche nach einem "copycat"-Rezept - so heißt es, wenn jemand das Originalrezept eines bekannten Produkts veröffentlicht oder zumindest annährend nachbaut - landete ich bei "Avery cooks". Für ihr Rezept wurde jedoch eine Zutat benötigt, die ich mir erstmal selbst herstellen musste, nämlich Lemon Extract. Da ich in der Küche direkt Bio-Zitronen und hochprozentigen Alkohol stehen hatte, wurde dies sogleich in die Tat umgesetzt (näheres erfahrt ihr in einem gesonderten Blogpost), aber ich wollte doch jetzt etwas backen? Glücklicherweise hat Avery direkt unter ihrem Starbucks Lemon Loaf auch noch ein Bild von einem Blaubeerkuchen plaziert. 

Blaubeeren, Blaubeeren ... da hatte ich doch eine Packung TK-Ware für die letzte "ich back´s mir"-Runde vom Tastesherrif geholt und dann doch nicht verwendet ... also eigentlich ein klassischer Fall für meine "Küchenmumien-Challenge"-Kriterien! Also das US-Rezept fix umgerechnet, hier und da die Zutaten etwas erweitert, damit ich keine Reste vom griechischen Joghurt hier stehen hatte und ich muss sagen, Avery hatte Recht: Der Kuchen ist schneller zusammengerührt und gebacken als der Blogpost geschrieben ist. Also, wer Blaubeeren (oder andere Beeren nach Wunsch) in einen fluffigen und schnell gemachten Kuchen packen möchte, sollte dieses Rezept ausprobieren. Es wird übrigens bewußt mit Öl und nicht mit Butter gebacken, um die Fluffigkeit zu erhöhen.

Wer gerade die Gelegenheit hat, frische deutsche Blaubeeren zu bekommen, sollte natürlich diese nehmen. Außerhalb der Saison solltet ihr sie nicht aus dem Ausland einfliegen lassen, sondern TK-Ware nutzen. Diese Beeren dann aber nicht auftauen, sondern direkt gefroren in den Teig geben, weil die TK-Variante mehr Blaubeersaft abgibt als die frischen Beeren.

Blueberry - Yoghurt - Cake with Vanilla - Lemon - Glaze



Zutaten

2 Eier (Größe L)
300 g griechischer Joghurt 
(alternativ auch Blaubeerjoghurt)
100 g weißer Zucker
100 g brauner Zucker 
(am liebsten Demerarazucker)
115 ml pflanzliches Öl
1 TL Zitronenzesten aus Biozitrone
1,5 TL Vanillaextrakt
180 g Mehl (Typ 405)
1 P. Backpulver
1 TL Natron
200 g Blaubeeren (TK oder frisch)

Für den Guß:
3 TL Zitronensaft (aus der o.g. Zitrone)
1,5 TL Vanillaextrakt
ca. 100 g Puderzucker

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C vorheizen (Ober- und Unterhitze) und eine quadratische Backform mit Backpapier auslegen (meine Lieblingsform hat 9x9 inch). Alternativ könnt ihr die Form natürlich auch einfetten und mit Mehl oder Semmelbröseln ausklopfen.

In einer großen Schüssel die Eier, den Joghurt und Zucker vermischen. Öl, die Zitronenzesten und die Vanille unterrühren. Mehl, Backpulver und Natron vermischen und löffelweise zur Eier-Joghurt-Mischung geben. Kurz unterrühren, bis keine Mehlnester mehr zu sehen sind. 150 g TK-Blaubeeren (im gefrorenen Zustand) schnell in den Teig rühren und alles zusammen in die Form gießen. Die restlichen Blaubeeren auf dem Teig verteilen und in den vorgeheizten Backofen geben. ca. 40 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn die Zahnstocherprobe sauber bleibt oder die Ränder leicht braun werden.

Den Kuchen herausnehmen und ca. 15 - 20 Minuten auskühlen lassen. In einer kleinen Schüssel die Zutaten für den Guß vermischen, bis der Puderzucker klumpenfrei ist. Ich habe mir vor kurzem einen kleinen Silikonbehälter mit verschiedenen Tüllen gekauft. Damit kann ich ganz stressfrei den Vanille-Zitronen-Guß auf den Kuchen applizieren. Es geht natürlich auch prima mit einem Gefrierbeutel mit abgeschnittener Ecke oder Einwegspritzbeuteln.



In Stücke schneiden und genießen. 

Guten Appetit!



Sonntag, März 22, 2015

Küchenteufel zu Besuch bei den "Kitchennerds" (Social Media Week HH)

Yum
"Social Media Week". Allein der Name dieser weltweit stattfindenden Veranstaltung mit Vorträgen, Workshops und abendlichen Treffen klingt schon nach viel Spaß, viel Input und vor allem vielen Leuten, die ganz ähnlich ticken wie man selbst. Die nicht sofort panisch aufspringen, wenn man mit dem Mobiltelefon ein Foto vom Essen macht oder argwöhnisch die Augenbraue lupfen, wenn man kurz etwas bei Twitter veröffentlicht. So habe ich also auch in diesem Jahr das Programm in Hamburg interessiert durchgeguckt und gleich am Eröffnungstag eine interessante Veranstaltung entdeckt: "SmwHH Networking-Supperclub mit Kitchennerds".

Meine Foodbloggerfreundin Sandra, die man auch als "Schlemmerliese" kennt, hat gemeinsam mit ihrem Partner das Startup "Kitchennerds" gegründet, bei dem man in Hamburg privat oder für Veranstaltungen Köche mieten kann. Entweder als Koch in der eigenen Küche, so dass man Zeit für seine Gäste hat, oder als Kochkurs, bei dem alle Beteiligten auch noch Wissen mitnehmen können. Da Sandra bei den digital media women sehr aktiv ist, hat sie sich nicht nehmen lassen, für die Social Media Week ebenfalls eine Veranstaltung durchzuführen und lud nun zu oben genanntem Supper Club in das Kochatelier oberfein in Hamburg. Entscheiden mussten wir uns nur, ob wir die vegetarische oder Fleischvariante des Menüs wollten und ob wir unsere Getränke selbst anschleppen würden (*bring your own bottle*). Wir hofften jedoch, dass es vor Ort Getränke zu kaufen gäbe (sonst wären wir mal kurz in den Supermarkt geflitzt, Eimsbüttel hat da ja einiges zu bieten).

Das Oberfein liegt etwas versteckt im Hinterhof und bietet neben einer offenen Küche und einer langen Holztafel noch eine kleine "Kuschelecke" mit Sofa und TV. Der große Kühlschrank im Raum war bereits gut gefüllt mit den Weinempfehlungen, die uns Sommelier Jan Lipka bereits passend zu den drei geplanten Gängen von Kitchennerds-Koch und Youtuber Niklas Zeiner von "Du musst essen". Nach und nach tröpfelten die Gäste, von denen einige ja zuvor noch bei der Eröffnungsveranstaltung der Social Media Week HH gewesen waren, in das Kochatelier, bevor von Sandra einige einleitende Worte gesprochen wurden. Jan Lipka erzählte uns dann von den Herausforderungen der Weinauswahl vor allem zur Vorspeise (Rotkohlsuppe) und stellte uns je einen Weiß-, einen Rot- und einen Dessertwein vor, die glas- oder flaschenweise zum Selbstkostenpreis erworben werden konnten. Glücklicherweise war die bunt zusammengewürfelte Runde von Menschen, die sich zumeist nicht oder nur vom sehen kannte, sehr entspannt, so das der Wein einfach flaschenweise in die gesamte Runde geworfen wurde und am Ende bis auf eine Flasche Rotwein (die Alex sich dann für zu Hause gekauft hat!) alles weggetrunken war.

Koch Niklas hantierte derweil entspannt und souverän in seiner offenen Küchenecke. Er hatte, wie es sich für einen stressarmen Abend gehört, schon einige Dinge vorbereitet und ich hatte schon zu diesem Zeitpunkt den Gedanken, dass ich wohl doch lieber die vegetarische Variante hätte bestellen sollen - die Falafel sahen schon im Rohzustand köstlich aus!

Der Teufel steckt ja manchmal im Detail, und daher muss ich es ansprechen: Es gab wirklich nix zu meckern. Sandra hatte spontan noch eine große Menge Wasser besorgt und die Tische liebevoll eingedeckt. Hungrig, wie wir waren, nahmen wir bunt zusammengewürfelt Platz, machten uns mit unseren Sitznachbarn bekannt und taten wir uns gleich an Brot und Cremes im Weckglas gütlich.

Niklas servierte uns als Vorspeise ein "Rotkohl-Süppchen mit Schwarzkümmel und Vollkornbrot-Chip mit Makrelen-Creme". Die Suppe war sämig, gut abgeschmeckt und hatte durch zusätzliche Rotkohlstreifen genügend Biss. Ich habe mir bereits fest vorgenommen, sie irgendwann mal nachzubauen, auch wenn das wahrscheinlich einige Probiererei erfordern wird (es sei denn, Niklas stellt irgendwann mal ein Video darüber auf sein tumblr). Dazu reichte er ein Stück geröstetes Vollkornbrot mit einer Makrelencreme und zu einer groben Guacamole verarbeiteten Avocado. Normalerweise mag ich keine Avocado und Alex keine Makrele - doch die Kombination aus beidem sorgte dafür, dass wir beide diesen frischen Happen wirklich toll fanden.



Der Hauptgang war zweigeteilt zwischen den Fleischbestellern, die geschmorte Rinderhüfte mit Steckrüben-Pürree, Steckrübe süß sauer, gebackenem Rosenkohl und Petersilie-Pesto erhielten, sowie der vegetarischen Variante mit Kichererbsen-Falafel mit Minze und Kreuzkümmel zu denselben Beilagen. Hier musste ich mal wieder feststellen, dass ich kein großer "Hauptgerichtesser" bin und beim nächsten Mal wahrscheinlich eher die vegetarische Variante bestellen würde. Die Hüfte aß ich nur zur Hälfte, die Steckrübenvarianten waren alle sehr kreativ und gut abgeschmeckt, mir jedoch teilweise zu scharf und mit Rosenkohl kann ich nur selten etwas anfangen (das ist ja nicht die Schuld vom Koch). So hatte Alex mehr davon, denn natürlich blieb auf unseren Tellern kein Krümelchen liegen.



Zwischen den Gängen hatte ich mich mit den Menschen in meinem direkten Sitzumfeld schon gut unterhalten. Ein wenig "und, wie bist Du hier dazu gekommen?" natürlich auch etwas "was machste denn so beruflich?" und viel netter privater Smalltalk, der auch zu "ich hätte gern noch Rotwein, wenn jemand mittrinkt, spendiere ich die nächste Flasche" führte. Bevor wir das Dessert gereicht bekamen, trat Sandra, die ansonsten als gute Gastgeberin im Hintergrund agierte, Wasser nachschenkte und alles am Laufen hielt, an uns heran und regte eine Vorstellungsrunde an. So erfuhren wir von einigen Freelancern, neuen Startup-Ideen, einigen menschlichen "Anhängseln" ("ich wurde mitgeschleift" *lach*) und interessanten Berufen, die mit der Social Media-Welt nur begrenzt etwas zu tun hatten. Es wurde viel gelacht und nebenbei schon mit dem Mobiltelefon FB-Seiten geliked und hier und da ein Visitenkärtchen ausgetauscht.

Wir müssen uns wohl nicht darüber unterhalten, dass Desserts immer die Krone eines mehrgängigen Menüs sind, oder? Auch wenn ich ein großer Vorspeisenfan bin, musste für diese Kreation dringend Platz gelassen werden: "Bananen-Walnuss-Parfait auf Bananen-Brot mit Himbeere in drei Konsistenzen". Um es kurz zu machen: Ich will das Rezept für das Parfait und ich will das Rezept für das Brot. Oder ich muss eben wieder selbst in die Versuchsküche schlüpfen, so lange die Erinnerung an die Aromen sich noch auf meinen Zungenknospen befinden. Alex & ich spendierten eine Flasche Dessertwein in die Runde, der sehr gut passte.

Nach dem Essen war aber noch lange nicht Ende der Veranstaltung. Wir bewegten uns durch den Raum, fanden uns in neuen Gesprächsgrüppchen zusammen und erfuhren zum Beispiel mehr über das Projekt "Matcha 108", bei dem die Gewinne vom Verkauf des gleichnamigen Grünteepulvers an ein Hilfsprojekt für Jugendliche in Kambodscha fließen. Nicht nur deshalb, sondern auch, weil es wirklich ein gutes und gesundheitsförderndes Produkt ist, werde ich in den kommenden Wochen sicherlich das eine oder andere Rezept mit Matcha Grüntee auf diesem Blog veröffentlichen und euch sicherlich auch das Projekt näher vorstellen. Auch die bundesweite Kochtreffenaktion "Cookasa" war mir zuvor fremd und ich würde mich freuen, wenn es sich mal ergibt, dass die Jungs und Mädels dort nach Kiel expandieren. Ich wäre mit Sicherheit dabei!

Ein paar Impressionen vom Abend im Kochatelier:









Alles in allem war es wirklich ein witziger, leckerer und interessanter Abend, den wir gern irgendwann wiederholen würden. Schon allein, um wieder so viele spannende Geschichten von neuen Leuten zu hören und natürlich um gemeinsam gut zu essen. Vielen Dank an Sandra für die Orga des Abends!

Montag, März 09, 2015

Küchenteufel: Chorizo-Kichererbsen-Suppe mit Mangold von Kevin Dundon

Yum
So langsam gesteht uns die Sonne über Kiel immer längere Stunden mit ihr zu und auch der blaue Himmel tut sein Bestes, meine Stimmung zu heben. Nur die dusselige Erkältung, die sich an den Virusinfekt vom Februar anschloss, weigert sich, mich zu verlassen und so suche ich nach reichlich "soulfood", dass schnell gemacht ist und mir ein warmes Gefühl im Bauch sowie nebenbei ausreichend Nährstoffe und Flüssigkeit beschert. Mein derzeitiger Lieblingskoch Kevin Dundon hat auf seiner Facebookseite eine schmackhaft aussehende Suppe mit Chorizo und Kichererbsen gepostet, für die ich - bis auf den Mangold - tatsächlich alle Zutaten im Haus hatte. Also bat ich den Alex darum, das vitamin- und nährstoffreiche Gemüse nach der Arbeit mitzubringen und begann nach Anweisung des irischen Kochs zu kochen. Das Ergebnis hat mich so überzeugt, dass ich euch das Ergebnis und das Rezept mit meinen kleinen Abwandlungen (ich habe z.B. Ingwer mit eingebaut) gern vorstellen möchte.

Chorizo - Kichererbsen - Suppe (Chorizo & Chickpeas Soup)

 

 


Zutaten für 4 Personen

1 EL Olivenöl
400 g Chorizo, in Scheibchen geschnitten
3 Knoblauchzehen, konfiert oder kleingehackt
2 TL gehackter Ingwer
480 g Kichererbsen (abgetropft aus der Dose)
400 g Tomaten (frisch oder geschälte Tomaten aus der Dose)
400 ml Hühnerfond / Hühnerbrühe
1 Mangold
(im Originalrezept wird Mangold benutzt, hat der gerade keine Saison, 
benutzt doch einfach kleinen Spitzkohl, frischen Blattspinat oder Chinakohl)
Salz & Pfeffer, evtl. Cayennepfeffer
gehackte Petersilie

Zubereitung

Chorizo in suppenadäquate Scheibchen schneiden (halt nicht zu dick und nicht zu dünn), Knoblauch - wenn ihr nicht die konfierte Variante nutzt - fein hacken. Ingwer sehr fein schneiden oder reiben. Kichererbsen aus der Dose in ein kleines Sieb geben und gut abspülen. Abtropfen lassen.
Das Öl auf mittlerer Stufe erhitzen und die kleingeschnittenen Chorizoscheibchen darin ca. 2 Minuten kross braten. Knoblauch und Ingwer zufügen, die Hitze reduzieren. Nach 2 weiteren Minuten die Kichererbsen, die Tomaten und den Hühnerfond dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann 12 - 15 Minuten auf kleiner Hitze köcheln lassen. Immer wieder umrühren.

Derweil den Mangold waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Zur Suppe geben und gemeinsam noch weitere 3-4 Minuten weiterköcheln lassen. Mit weiterem Salz & Pfeffer abschmecken, ggf. etwas Cayennepfeffer nutzen, um zum Beispiel bei Erkältungskranken etwas mehr "wumms" dazuzugeben.

Die Suppe auf vier Schälchen verteilen, mit gehackter Petersilie bestreuen und servieren.

Samstag, März 07, 2015

Küchenteufel irisch: Karamelisierter Orangenpudding

Yum
Ich war Anfang Februar so richtig, richtig krank. Mein Tag-Nacht-Rhythmus war völlig durcheinander und so lag ich mitten in der Nacht auf der Couch, beruhigte meinen Hals mit warmem Tee und zappte mich durch das TV-Programm. Bei Kochsender BonGusto TV kochte ein mir bis dahin unbekannter irischer Koch namens Kevin Dundon in der Sendung "Irlands neue Küche" ein wirklich schmackofatziges Dessert mit Orangenfilets und leckerer Kuchenkruste.  Wenige gute Zutaten, vergleichsweise schnell zusammengerührt - zumindest im TV ;) Nachdem ich versuchte, auf einem Notizblock die wichtigsten Zutaten und Schritte festzuhalten, kam ich auf die Idee, den Mann und das Rezept einfach mal via Google zu suchen ... Treffer! Als "caramelised orange pudding" fand ich die süße Köstlichkeit, die man sich sicherlich auch einfach an die Hüfte tackern könnte. Als nun in der letzten Woche ein Dessert gefragt war, erinnerte ich mich an Kevins Obst & Teig-Leckerei, kaufte alle Zutaten und schnappte mir eine Auflaufform und heraus kam eine geschmackliche Offenbarung. Hier und da habe ich das Rezept ein wenig angepasst (es ist sonst wirklich seeeeeehr süß), aber alles in allem ist es mit ein wenig Fruchtsauce und Eis ein wirklich guter Nachtisch zum Beispiel zu einem deftigen Essen.

Caramelised Orange Pudding 




Zutaten

100 + 150 g Butter, weich
4 EL Demerarazucker (oder anderer brauner Zucker)
4 Orangen

120 g Mehl (Typ 405)
2 TL Weinsteinbackpulver
150 g Puderzucker
2 Eier (Größe M)
3 TL Milch

Zubereitung

100 Gramm Butter in einem kleinen Topf bei wenig Hitze schmelzen und den braunen Zucker dazu geben. Drei der Orangen mit einem scharfen Messer von ihrer Schale befreien (es sollte keine weiße Hat mehr außen dran sein) und die Filets heraustrennen. Wenn Butter und Zucker leicht karamellisieren, die Orangenfilets dazugeben. 7-8 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen, dabei regelmäßig vorsichtig umrühren, damit der Zucker nicht am Topfboden anbrennt. 

Währenddessen den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen, eine Auflaufform mit einem Durchmesser von 20 cm gründlich einfetten. Die vierte Orange ebenfalls von der Schale befreien und in 6-7 Scheiben schneiden. Die Auflaufform mit den Orangenscheiben auslegen.

In einer Schüssel das Mehl und das Backpulver (ich nehme Weinsteinbackpulver, das schmeckt man nicht so an den Zähnen) vermischen. In einer größeren Schüssel 150 g Butter und 150 g Puderzucker so lange vermischen, bis die Masse cremig geworden ist. Ich empfehle dafür den Handmixer, das geht am schnellsten. Löffelweise die Mehl-Mischung und die Eier dazu geben und am Ende die Milch unterrühren.

Die karamelisierten Orangenfilets in die Auflaufform geben und gut verteilen. Mit der Teigmasse bestreichen. Im vorgeheizten Backofen ca. 30 bis 40 Minuten backen, bis die Kruste schön braun geworden ist. Achtung: Die Backofentür sollte in dieser Zeit möglichst nicht geöffnet werden, damit der Pudding nicht zusammenfällt.

Mit einem scharfen Messer an den Kanten der Auflaufform entlangfahren, einen großen Teller darauflegen und umdrehen. Ihr werdet mit einem schicken Muster belohnt. Ich hatte eine zu kleine Auflaufform benutzt und daher haben wir den Pudding direkt aus der Form auf die Teller gegeben. Ein optisch wertigeres Foto reiche ich sicher noch nach :)

Mit geschlagener Sahne, Vanilleeis und / oder einer Fruchtsauce, z.B. pürierten Erdbeeren servieren. 

Guten Appetit!

Montag, März 02, 2015

Küchenteufels Keksstudio: Mozart Cookies

Yum
Ich steh total auf Mozartkugeln. Deshalb habe ich sie auch bereit 2009 selbst nachgebaut - mit einigem Erfolg, wie man sagen kann, denn sie sind bis heute ein gern gewünschtes Mitbringsel (Rezept: Mozartkugeln, selbstgemacht). Als Zorra zum "Typisch Österreich"-Blogevent aufrief, wußte ich, dass ich die Grundidee von Marzipan, Pistazien, Nougat und Kirschwasser unbedingt nochmal aufgreifen musste. Doch die Kugeln waren ja nun schon verbloggt und bei Blogevents nimmt man mit neuen Rezepten teil. Es ging hinab in die Tiefen meiner Nachbackliste und siehe da - ich hatte mir bereits diese Mozart-Cookies von Jessi von Luxuria-Food zum "irgendwann-mal-nachmachen" gespeichert. Den Schuss Kirschwasser, der sich in meinen Mozartkugeln findet, wurde kurzerhand hinzuaddiert, ansonsten habe ich mich schon stark an das Originalrezpt gehalten. Sie sind vielleicht eeeeetwas dunkel geworden, aber das tut dem Geschmack keinerlei Abbruch. 

Blog-Event CV - Typisch Österreich - Typisch Salzburg (Einsendeschluss 15. Februar 2015)

Ich gebe also eine dicke Nachbackempfehlung ab und möchte dieses Rezept dem "Blogevent CV - Typisch Österreich - Typisch Salzburg" widmen. So richtig "teilnehmen" kann ich nicht mehr, denn der Einsendeschluss war bereits am 14. Februar ;) Aber ich hab mir so fest vorgenommen, dieses Rezept mit dem schicken Banner des Blogevents zu versehen, dass ich mal hoffe, dass Zorra sich auch mit soviel zeitlichem Abstand über meine Teilnahme freut!

Mozart Cookies




Zutaten

100 g + 100 g Nougatschokolade
50 g + 30 g Pistazien, ungesalzen
70 g + 30 g Marzipan

250 g Mehl Typ 405
1 TL Weinsteinbackpulver
1 Pr. Salz 

125 g brauner Zucker
75 g weißer Zucker
150 g weiche Butter
2 Eier
1 TL Kirschwasser (optional)


Zubereitung

100g Nougatschokolade grob hacken, 50 g Pistazien fein hacken und 70 g Marzipan in kleine Würfel schneiden. In einer kleinen Schüssel vermischen und beiseite stellen. In einer weiteren Schüssel Mehl, Weinsteinbackpulver und Salz vermischen.

An der Küchenmaschine den Knethaken anbringen und die Mehlmischung, weiche Butter, die Zuckerarten, den Schnaps und die Eier auf mittlerer Stufe gründlich verkneten. Die Geschwindigkeit verringern und die Mischung für die Mozartkekse kurz unterkneten lassen.

Ein Holzbrett mit Klarsichtfolie auslegen, den Teig darauf verteilen und in eine Teigschlange mit ca. 4 cm Durchmesser formen. Fest in die Folie einwickeln und dann für 2 Stunden kühl stellen. Im Originalrezept wird der Teig eine Stunde im Eisfach gelagert - das klappt bei mir mangels Kapazitäten nicht ;) Deshalb die Kühlschrankvariante. 

Derweil die restlichen Pistazien und Marzipan zerkleinern und bereit stellen. Nach einer Stunde den Backofen auf 175°C vorheizen und zwei Backbleche mit Papier auslegen. Die Teigwurst aus dem Kühlfach (oder Eisfach) holen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Auf den Backblechen verteilen, mit den Pistazien und den Marzipanwürfeln belegen. Im mittleren Bereich des Backofens ca. 10 Minuten backen, bis die Ränder leicht bräunlich werden.

Die Kekse auf dem Blech auskühlen lassen, derweil die restlichen 100 g der Nougatschokolade hacken und in einen kleinen Gefrierbeutel geben.  Im Originalrezept werden nur 50 g benötigt - damit bin ich nicht ausgekommen ;) In einem kleinen Topf Wasser erhitzen und den Beutel mit der Schokolade darin aufweichen. Achtung, das Wasser sollte nicht kochen! Den Beutel aus dem Waser holen, etwas abkühlen lassen und eine kleine Spitze abschneiden. Die Schokolade in schnellen Bewegungen über die Kekse gleiten lassen.

Guten Appetit!


Küchenteufel isst auswärts: "Graue Erbsen" in Elmshorn

Yum
Ich bin ein großer Fan der regionalen Küche. Deshalb finde ich es auch immer sehr spannend, lokale Speisen zu kosten, die es nicht überall und vor allem nicht ständig zu essen gibt. Dafür muss man am besten jemanden vor Ort kennen, der die Speisen und am besten auch die Hintergrundgeschichten kennt. Mit Birgitt, die hoffentlich demnächst ihr eigenes Strick- & Kochblog eröffnet, habe ich da genau die Richtige kennengelernt. Neben unseren tollen Gesprächen über Gott und die Welt geht es auch immer wieder um regionale Spezialitäten aus dem "Hamburger Speckgürtel", wie die Region nördlich von Hamburg, zum Beispiel Pinneberg, Elmshorn etc. genannt wird. Zu ihrem Geburtstag durfte ich bereits die "Hamburger Aalsupp" kennenlernen, die mitnichten etwas mit dem fetten Fisch zu tun hat, sondern sehr reichhaltig ist und eben "aallns" (hochdeutsch: alles) drin hat, was man so finden könnte. Im Februar war es dann Zeit für eine weitere regionale Spezialität: Die "grauen Erbsen".

Die Geschichten drum herum sind vielfältig (siehe Wikipedia oder die Seite der Gilde in Elmshorn), aber allen gemein ist die Tatsache, dass die Bevölkerung nach dem Dreißigjährigen Krieg hungerte. An der Krückau (dem Flüsschen, dass durch Elmshorn fließt) wurden daher Kapuzinererbsen, die sogenannten "grauen Erbsen", die zuvor für die Speisung der Tiere vorgesehen waren, einen Tag lang eingeweicht und mit Gemüse gekocht. So konnten die Menschen überleben. Als gute Tradition konnte man über lange Zeit am Faschingsdienstag in Elmshorn in den Gaststätten gratis "graue Erbsen" essen, als Erinnerung an diese entbehrungsreiche Zeit. Inzwischen wird dieses Gericht mit einigen deftigen Beilagen sehr günstig an die Besucher, die auch von außerhalb Elmhorns und der Umlandgemeinden anreisen (so wie wir aus Kiel) abgegeben.

So kam es, dass wir uns in der letzten Februarwoche in einer gemütlichen Gaststube in Klein Offenseth-Sparrieshoop einfanden und die lokale Spezialität kosten durften.


Serviert wurden uns die grauen Kapuzinererbsen, die  über Nacht eingeweicht mit Zwiebeln und Möhren gekocht wurden, mit diversen Beilagen. Petersilienkartoffeln mit kräftigem Kartoffelgeschmack, Kochwurst (auch als Kohlwurst bekannt), Kasslerscheiben und Scheiben der auch zum Grünkohl so beliebten "Schweinebacke" - mit der man mich jedoch nicht wirklich glücklich machen kann - sowie Senf zur weiteren Würzung. Was mir hingegen sehr gut gefallen hat, war die sogenannte "Speckstippe", (rechts unten im Bild), die noch einmal kräftig Geschmack an das sowieso schon reichhaltige Essen brachte. Dazu wird Speck kleingeschnitten, ausgelassen und Fleisch und Fett auf die grauen Erbsen gegeben. Quasi ein "Superbooster" für die Hülsenfrüchte. Auf dem Bild unten das Ganze noch einmal als "Tellergericht", wobei Alex es mit zwei großen Suppenkellen voller grauer Erbsen ein wenig zu gut mit mir gemeint hat. Ich hoffe, die Küche hat es nicht als Beleidigung angesehen, dass ich diese Portion nicht komplett aufessen konnte :)



Am Ende musste natürlich noch ein "Verteiler" her. Auch wenn sich hartnäckig die Zeitungsartikel häufen, dass Alkohol nach einem schweren Essen gar nix bringt, machen wir es trotzdem mit Leidenschaft. Placebo-Effekt? Man weiß es nicht. Aber ein Linie Aquavit oder Kümmelschnaps passt ganz hervorragend zu diesem Winteressen. Uns hat der Ausflug in die regionale Küche auf jeden Fall viel Spaß gemacht und wir sind jederzeit wieder daran interessiert, tolle alte (für uns neue) Dinge kennenzulernen.

Leider haben wir auf dem Rückweg erleben müssen, wie trotz stark gedrosselter Geschwindigkeit ein Reh gegen unseren Kotflügel geprallt ist. Polizei und Jäger konnten das Tier jedoch nicht finden und auch an unserem Auto war außer einigen Tierhaaren im Taschenlampenschein nichts zu sehen. Tief drin glimmt also ein Funken Hoffnung, dass das kleine Reh noch so weiche Knochen hatte, dass es den Aufprall überlebt hat. :-/ Deshalb kann ich nur die Warnung aussprechen: Wenn an der Landstrasse schon Schilder einen Wildwechsel anzeigen, den Fuß vom Gas und die Seitenstreifen beobachten. Und das Beste für Mensch und Tier hoffen. Ich war danach noch einige Zeit ziemlich durch den Wind.

Sonntag, März 01, 2015

Küchenteufel snackt pretzel pieces & sea-salted butter - Bread Baking Day#71

Yum
Bread Baking Day #71 - Laugengebäck-Varianten / pretzel-variations (last day of submission March 1, 2015)(english version below)

Ich steh auf Laugengebäck. Diverse Videogruppen-Abende wären nicht dasselbe gewesen ohne mehrere Kartons mit TK-Brezeln, die nach und nach weggebacken und natürlich auch weggessen wurden. Und wer kennt es nicht, wenn man eine solche Packung etwas zu lang liegen ließ und einen großen aufgetauten Teigklumpen mühsam in die einzelnen Brezeln trennen musste? ;) In manchen WGs hatte ich nicht nur die Brezeln, sondern auch das Backpapier dabei - und brauchte es auch.

Doch was mir fehlt, war eine Vollkornvariante. Was macht man da? Genau, selbst backen. Deshalb machte ich mich auf die Suche und fand diese "Pretzel pieces with honey mustard sauce" von "Cooking & Beer", die nur wenig Aufwand und dafür reichlich Ertrag versprachen. Außerdem gab es noch einen angenehmen Nebeneffekt: Sie passen ganz hervorragend zum aktuellen "Break Baking Day", der seit August 2007 von Zorra und ihrem kochtopf.me-Blog geplant und von wechselnden Bloggern ausgerichtet wird. Inzwischen ist man bei diesem monatlich stattfindenden Event bereits bei Nummer 71 und ich bin zum ersten Mal dabei. Passend dazu wird dieses Event von der lieben Ina von der Brotzeitliebe ausgerichtet, einem tollen Kieler Blog, dass ich schon seit einiger Zeit verfolge und dessen Besitzerin ich hoffentlich bald mal persönlich kennenlerne! Aber jetzt nehme ich ersteinmal an ihrem "Bread Baking Day" teil, den sie unter dem Stichwort: "Laugengebäck" für alle Einreichungen bis zum 1. März freigegeben hat. Also, wenn ihr eine tolle Idee dafür habt, schnell noch teilnehmen! :)

Ich habe mir also die "Pretzel pieces" vorgenommen, weil ich genau wie Ina echt gern Laugengebäck esse und immer schon mal ein funktionierendes Rezept dafür wollte. Zu Schulzeiten habe ich mit meiner Freundin Steffi (die eine eigene Küche im Dachgeschoss ihrer Eltern hatte - wie cool war das denn!) mal mit Natronlauge experimentiert, aber das wurde irgendwie nix. Außerdem war es so einfach, die Brezeln im TK-Regal zu holen und dann in den Backofen zu werfen. Bis halt mein Wunsch nach Vollkorn durchkam.

Also ran an den Teig! Wer möchte, kann auch die original amerikanischen Einheiten benutzen, ich habe sie im zweiten Teil so belassen, wie ich sie von Cooking & Beer übernommen habe.

Pretzel Pieces mit Meersalzbutter




Zutaten

350 ml lauwarmes Wasser
7 g Trockenhefe
2 EL Honig
113 g Butter, geschmolzen und abgekühlt
2 TL Meersalz, fein
240 g Vollkornweizenmehl
240 g Mehl (Typ 405) plus etwas mehr

2 EL Olivenöl
2 l Wasser
75 g Natron (z.B. die grün-weißen Tütchen von Kaiser)

1 Ei, verkleppert mit 1 EL kaltem Wasser
grobes Meersalz, dunkle und helle Sesamkörner

125 g Süßrahmbutter, weich
3 EL Meersalz, fein
1 EL Meersalz, grob


Zubereitung

In der Schüssel des Standmixers lauwarmes Wasser, Honig und Trockenhefe vermischen und einige Minuten stehen lassen. Die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. In einer weiteren Schüssel die beiden Mehlsorten und das Salz mischen. Wenn die Hefe sich aufgelöst hat, die weiche Butter mit dem Knethaken auf niedriger Stufe untermischen und löffelweise die Mehl-Salz-Mischung dazugeben. Wenn alle Zutaten in der Schüssel vermischt sind, die Knetstufe erhöhen und ca. 10 Minuten durchkneten lassen. Sollte der Teig noch zu klebrig sein, sich also nicht von der Schüssel lösen, teelöffelweise Mehl dazugeben. Wenn der Teig weich, aber nicht mehr klebrig ist, die Maschine abstellen und den Teig auf ein bemehltes Holzbrett geben.

Zu einem Ball rollen und in eine vorher mit Olivenöl ausgesprühte (oder mit dem Silikonpinsel ausgestrichene) Schüssel geben. Den Teigball in der Schüssel herumrollen, damit der Teigball rundherum vom Öl benetzt ist. So entsteht keine Haut auf dem Teig. Ein sauberes Spültuch mit heißem Wasser übergießen und auswringen. Über die Schüssel legen und den Teig für eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen - oder bis er sich quasi verdoppelt hat.

Den Teig zurück auf das bemehlte Brett geben und in acht gleichgroße Teile geteilt. Jede Teigkugel wird zu einem Teigschlauch aus ca. 30 cm Länge und 1,5 cm Breite gerollt (nach Gefühl). Die Teigschlangen mit einem scharfen Messer in ca. 2,5 cm große Stücke schneiden.

In einem weiten Topf 2 Liter Wasser und 75 g Natron (das waren bei mi 1,5 Tüten Kaiser Natron) zum Kochen bringen. Den Backofen auf 230°C Ober- & Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. In einer kleinen Schüssel ein Ei mit kaltem Wasser "verkleppern" ("eggwash") und einen Silikonpinsel oder Löffel bereit legen.

Mit einem Schaumlöffel immer 6-8 Teigstücke in das kochende Natronwasser geben und 30 Sekunden kochen lassen. Mit dem Schaumlöffel ein wenig verrühren und dann direkt auf die Backbleche geben. Ein wenig Abstand zwischen den Pretzel Pieces lassen und sie mit dem eggwash bestreichen. Nach Wunsch mit grobem Salz, hellem & dunklem Sesam etc. bestreuen und in den Backofen geben. Im Originalrezept wird von 10 - 12 Minuten Backzeit gesprochen. Mein Ofen brauchte fast 20 Minuten, bis die Happen durchgebacken waren. Deshalb den eigenen Ofen gut einschätzen und ab der ersten Viertelstunde die Farbe der Backstücke beobachten. Aus dem Backofen holen, auf dem Backblech ein wenig auskühlen lassen und hübsch anrichten.

Währenddessen weiche Butter mit grobem und feinem Meersalz vermischen und beiseite stellen. Wer mag, kann die Butter auch mit Kräutern und Gewürzen verfeinern oder die Pretzel Pieces mit Honig-Senfsauce, Tzaziki oder Obatzda servieren.

Pretzel Pieces with sea salted butter




Ingredients

1 1/2 cups warm water
2 1/4 teaspoons yeast
2 tablespoons honey
1/2 cup unsalted butter, melted and cooled
2 teaspoons sea salt, fine
2 cups whole wheat flour
2 cups all-purpose flour, plus more as needed
2 tablespoons olive oil
10 cups water
2/3 cups baking soda
1 egg, beaten with 1 tablespoon cool water
coarse sea salt, light & dark sesame

150 g soft butter
3 teaspoons fine sea salt
1 teaspoon coarse sea salt

How to

I really love pretzels! It´s easy to go to a supermarket and buy the freezed version to bake them at home. But I was looking for a whole wheat version, so I had so make them myself. I found a recipe at "Cooking and Beer" for Pretzel pieces with honey mustard sauce I wanted to try and bake for the world bread day #71, hosted at the Brotzeitliebe-Blog.

Combine the water, yeast and honey in a bowl (if you use a stand mixer, use the bowl). Stirr well and wait for 5-10 minutes until the yeast begins to foam slightly. Melt the butter and let it cool down. In another bowl, mix fine sea salt, whole wheat flour and all-purpose flour.

Pour the melted butter to the yeast-honey-mix and use the dough attachment to mix. Use a tablespoon to give the foursalt-mix to the bowl while kneading on low speed - until the flour is completely incorporated. Increase the speed to medium and knead for at least 10 minutes. If the dough starts to pull away from the sides of the bowl, its finished. If not, slowly add more flour. The dough should be sticky, but not so sticky that you can''t handle it.

Give flour on a wooden board and get the sticky dough ball on it. Fill the olive oil into the bowl of the stand mixer and and add the ball of dough. Let it roll around the bowl so it ist coated completly (so that a skin does not form while it is rising). Cover with a damp towel and sit in a warm place to rise for an hour (or until it has doubled in size).

Once the dough has risen, transfer back to your wooden board, again sprinkled with flour. Keep some flour to help yourself with sticky dough. Cut the dough into 8 equal pieces. Roll tem into a dough snake of 30 cm length and 1,5 cm thickness. Take a sharp knife an cut the dough into pieces of about 2,5 cm.

Preheat the oven to 230°C  and put baking papers on 2 large baking sheets. Take a wide pott on your stove and fill it with 2 litres of water and 75 g of natron / baking soda. Bring to boil. Once the water has reached a boil, use a slotted spoon to gently add 6 to 8 bites of dough. Boil the bites for 30 seconds and then remove (again with the slotted spoon).

Give them immediately to the prepared sheets and keep some free space between them - that no two bites are touching. Brush each pretzel piece with the egg and water (egg wash) and sprinkle with sea salt or light & dark sesame grains. Bake at 230°C for around 15 minutes or longer (depends on your oven). Keep them on a cooling rack before serving.

Take the soft butter and mix it with the sea salt. If you like, add some herbs and spices or serve the pretzel pieces with honey mustard sauce or obatzda.

Guten Appetit!

Montag, Februar 23, 2015

Küchenteufels Keksstudio: Cranberry-Schokoladen-Shortbread (vegan)

Yum
Bloggen ist ein Hobby, das schnell süchtig machen kann. Man gibt sehr viel Herzblut hinein und entwickelt sich stetig weiter. Deshalb darf man Meilensteine auch ruhig mal feiern. So geschehen bei Lixie von Photolixieous, die in nur einem Jahr ein sehr professionelles Blog mit spannenden Rezepten und tollen Photos auf die Beine gestellt hat.

Zum ersten Geburtstag lädt sie nun zum Blog-Event ein und bittet Leser und Blogger darum, etwas für ihren "Geburtstags-Sweet-Table" mitzubringen. Da ich in letzter Zeit eh viel zu wenig gebacken habe und mich ihre Anfrage direkt ansprach, schaute ich mal in meine Nachbackliste nach etwas Besonderem und wurde fündig. Noch gar nicht so lang gespeichert und schon jetzt im Blog: Dark chocolate cranberry shortbread cookies!

Schon beim Cranberry-Blogevent durfte ich feststellen, dass sich diese Beeren prima in allen Lebenslagen einsetzen lassen, doch irgendwie lag immer noch eine halbe Tüte als "Küchenmumie", die ich gern verarbeiten wollte. Bei poet in the pantry entdeckte ich vor kurzem sehr lecker aussehendes Shortbread mit eben diesen Beeren und dunkler gehackter Schokolade. Am Sonntag wurde nun fleißig gebacken und ich muss sagen, dass das Shortbread wirklich gut gelungen ist! In einem zweiten Versuch habe ich übrigens die Butter durch Margarine ersetzt und vegane Schokolade gehackt. Natürlich schmeckt Shortbread mit Butter etwas mürber, aber wer auf eine vegane Lebensweise Wert legt, kann hier mit nur wenigen geschmacklichen Abstrichen zuschlagen. Ich habe die ersten beiden Ladungen schon erfolgreich weiterverschenkt und bin sehr begeistert davon. Also steuere ich diese Kekse gern zur großen Geburtsagssause bei. Happy Birthday, Lixie!


Schokoladen - Cranberry - Shortbread - Cookies 


 Zutaten

225 g Butter, weich (vegan: Margarine)
100g Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt
1 TL Orangenlikör (Triple Sec, alternativ: Cointreau)

250 g Mehl Typ 550
1/2 TL Meersalz, fein
30 g Cranberries, getrocknet
30 g dunkle Kuvertüre 
(die vegane Variante gibt es z.B. von Rapunzel)



Zubereitung

Die weiche Butter mit dem Puderzucker verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat (Küchenmaschinen-Benutzer nehmen am besten den Flachrührer mit Silikonlippe). Einen Teelöffel Vanilleextrakt dazu geben - es geht natürlich auch der Inhalt einer halben Vanilleschote oder Vanillezucker. Ein Teelöffel Orangenlikör gibt den besonderen Kick. Im Originalrezept wird Cointreau vorgeschlagen, da ich jedoch nicht noch mehr angebrochene Flaschen im Schrank haben wollte, griff ich zum Triple Sec. Man kann den Alkohol sicherlich auch weglassen.

Die Cranberries grob hacken, die dunkle Kuvertüre etwas feiner. In einer mittelgroßen Schüssel werden Mehl und Salz miteinander vermischt und löffelweise zur Butter-Zucker-Likör-Mischung geben. Wenn sich alles gut vermischt hat, die gehackten Beeren und die Schokolade dazu geben und untermischen.

Auf einem Küchenbrett eine Lage Klarsichtfolie auslegen und die Hälfte des Teiges darauf geben. Eine ca. 20 cm lange Rolle formen und fest in die Folie wickeln. Genauso mit der zweiten Teighälfte verfahren und beide Rollen für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier, Backmatte o.ä. auslegen. Die erste Rolle aus dem Kühlschrank holen und mit einem scharfen Messer ca. 1 bis 1,5 cm dicke Scheiben abschneiden. Mit etwas Abstand auf dem Backblech verteilen und 10 bis 12 Minuten backen - oder bis die Ränder leicht gebräunt sind (jeder Backofen ist anders). Einige Minuten auf dem Blech auskühlen lassen und dann auf Teller geben. In hübsche Cellophantütchen verpackt verschenken oder selbst essen.



Guten Appetit!

Montag, Februar 09, 2015

Küchenteufel frühstückt: Gebackene Eier mit Tomate und Chorizo (low carb)

Yum
Pinterest ist schon eine spannende Sache. Man pinnt sich Bilder, die einem ins Auge fallen, auf Wiedervorlage, manchmal ist das jedoch schon so lange her, dass es glatt einer Neuentdeckung gleicht. Irgendwann einmal sah ich bei Goodfood ein Bild mit "Baked Eggs with tomato an chorizo", dass sofort auf die bebilderte Nachkochliste kam. Dann jedoch entdeckte ich bei Maltes Kitchen erneut diese gebackenen Eier und der Entschluss stand fest: Die gibt es am Sonntag zum Frühstück!

Mein Problem dabei: Ich mag kein Eigelb. Als Rührei oder Omlette wirklich gern, aber Eigelb pur, ob glibberig oder hartgekocht, bin ich nicht interessiert. Deshalb haben wir unsere hübschen kleinen Töpfchen in zwei Varianten bestückt - einmal mit sorgsam geöffneten Eiern, deren Dotter deutlich gebacken wurden, einmal leicht verkleppert für den Rührei-Fan :) Auf diese Weise konnte ich auch endlich meinen ersten Beitrag zu Claras tollem Projekt #ichbacksmir schreiben. Jeden Monat veröffentlicht sie ein Thema, zu dem man etwas kochen oder backen kann. Alle Beiträge werden schick auf der Seite verlinkt und sind eine tolle Inspiration. In diesem Monat lautet der Oberbegriff "Frühstück" und dafür ist dieses Rezept sehr gut geeignet. Das hier wird also hoffentlich der Beginn einer regelmäßigen Teilnahme, denn ich habe schon so oft tolle Rezepte nachgebacken, die dort gepinnt wurden. Deshalb habe ich das #ichbacksmir - Logo auch gerade hübsch in der Sidebar hinterlegt - als Motivation :)

Das Schöne ist, dass dieses Gericht sehr flexibel ist, was die Zutaten angeht: Hineinkommt, was gerade so da ist. Wenn ihr also an einem Sonntagmorgen Baconstreifen, Lauchringe, Champignons, Paprikastreifen, Thunfischstücke, Fetawürfel, Zucchiniwürfel etc. im Kühlschrank findet - hinein damit! Wer die Fleischanteile wegläßt, hat ein prima vegetarisches Frühstück, low-carb ist es ohnehin. Ein wenig grün (z.B. Petersilie oder Schnittlauch) geben einen optischen Pfiff, auf den ich am Sonntag leider verzichten musste. Insgesamt war ich bei der Herstellung dieses Sonntagsfrühstücks nur indirekt beteiligt, da ich mit einer fiesen Virusinfektion im Nebenzimmer röchelte. Aber der Alex hat mich sehr gut vertreten!

Gebackene Eier mit Tomaten und Chorizo



Zutaten

4 Kirschtomaten
1/2 Schalotte
Butterschmalz
1 Knoblauchzehe, konfiert
Pflanzenöl
4 Eier
1 schmale spanische Chorizowurst
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
Petersilie / Schnittlauch

Zubereitung

In einer kleinen Pfanne etwas Butterschmalz heiß werden lassen. Inzwischen die Kirschtomaten heiß abwaschen und vierteln. Die Schalotte fein hacken und gemeinsam mit den Kirschtomaten in der Pfanne ein wenig schmoren lassen, bis aus der Pfanne angenehmer Duft aufsteigt. Den Backofen derweil auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Zwei kleine Schälchen (z.B. für Tapas) mit Pflanzenöl auspinseln und mit der weichen Knoblauchzehe "auswischen". Die Chorizo kleinschneiden und die Schälchen damit auslegen. Die Tomaten und Schalotten ebenfalls dazugeben. 

Je Schälchen zwei Eier aufschlagen und hineingleiten lassen. Wenn Rührei gewünscht wird, die beiden Eier in einer kleinen Schüssel aufschlagen und mit ein wenig Milch oder Sahne leicht verkleppern, bevor ihr die Eiermasse über die Wurst und die Tomaten gießt.

Im Backofen ca. 10 - 15 Minuten backen und dann mit frischen Kräutern serviert genießen!

Guten Appetit!


Küchenteufels Sonntagsbäckerei: Schoko-Mandel-Guglhupf

Yum
Es war um Weihnachten herum, da zeigte mir Friesi aus Bremen - eine von den richtig, richtig lieben Foodbloggerinnen - via Instagram einen unheimlich schmackhaft aussehenden Guglhupf. Nicht nur der Anschnitt des Kuchens sah zum reinbeißen aus, auch die Form des Kuchens war ganz außergewöhnlich. Ab sofort schwelte es in mir: Brauche ich solch eine Backform? Oder zumindest etwas ähnliches? Ist der Schrank, in dem all die großen und kleinen Springformen, die Silikonformen, die Browniesform, die Herzform, die Mini-Muffins- und Cakepopbleche und und und sich um den wenigen Platz kloppen, nicht voll genug? Die Stimme der Vernunft sagte mir: "Ja, ist sie. Nimm doch einfach mal eine der Formen, die Du sonst auch nie benutzt!" Man könnte erwarten, dass ich die Stimme in den Wind geschlagen habe und gleich ein kreativ geformter Kuchen hier auftaucht. Aber nein, ich war brav und ich wollte ja auch sofort losbacken - die Zutaten waren alle im Vorratsschrank zu finden, da war ich mir sicher. In den Tiefen des Schrankes fand ich auch sogleich eine Silikonguglhupf-Form, die ich wahrscheinlich nur 2-3x benutzt hatte und die noch an den Weihnachtstagen zum Einsatz kommen sollte. Ich suchte also Butter, Zucker, Eier, Mehl, Schokotropfen, gemahl... Ähhm. Mist. Keine Gemahlenen Mandeln im Haus. Überhaupt keine Nüsse jedwelcher Art im Haus. Ich hatte vor einigen Monaten den Vorratsschrank kräftig auf- und ausgeräumt (ich erinnere an die Küchenmumienchallenge!) und dabei jede Menge offene und längst abgelaufene Tüten mit Nüssen in allen Darreichungsformen entworgt. Also eine Nacht schlafen und dann Nachschub holen, kein Problem! - dachte ich mir. Doch in meinen bevorzugten Lebensmittelläden (ja, auch bei CITTI!) waren gemahlene Mandeln für einige Zeit ein echtes Luxusprodukt. Überall, wo ich hinkam, waren gehackte, gestiftelte oder gehobelte Mandeln zu finden - aber keine gemahlenen. Vielleicht, weil Mandeln keine Nüsse sind und man bei Nussallergikern auf der sicheren Seite ist? Es war jedenfalls keines da. Also ging dieses Backprojekt wieder auf Eis.

Inzwischen habe ich eine Woche mit einer fiesen Viruserkrankung flach gelegen und komme so langsam wieder im Leben an. Die Beine sind noch etwas wackelig, aber ich wollte unbedingt etwas süßes. Und da kam mir der Guglhupf von Friesi wieder in den Kopf! Schnell die Butter geschmolzen, die Eier auf Zimmertemperatur gebracht, die inzwischen geholten Mandeln mit Mehl und Weinsteinbackpulver gemischt und während der Teig so vor sich hin rührte, nur noch schnell die Schokodrops .. Waaaaahhh! Die letzte Packung Schokodrops war in der Zwischenzeit in die Cookie Dough Cheesecake Bars gewandert. Also die Küchenmaschine etwas langsamer eingestellt und eine angebrochene Packung Kuvertüre raus. Mit einem großen Messer habe ich versucht, möglichst gleichmäßige grobe Stücke zu hacken und muss zugeben, dass ich mich danach erstmal ausruhen musste. Eine Woche im Bett ist wirklich nicht zu unterschätzen! Aber schlimmer als das hacken ist nur eins: Das Warten. Denn damit der Guglhupf wirklich so schön bleibt, wie er auf Bildern aussehen soll, muss man die Form nicht nur schön einfetten und ausbröseln, sondern auch so geduldsam sein, so lange zu warten, bis der Kuchen wirklich richtig ausgekühlt ist. Und wer mich kennt, weiß wahrscheinlich, dass Geduld nicht gerade auf der Liste meiner Stärken auftaucht .... Aber was lange währt, wird gut und so präsentiere ich euch heute einen schnell gemachten Schoko-Mandel-Guglhupf! Ich bin beim Zucker einen etwas anderen Weg gegangen: Während Friesi 200g Rohrohrzucker benutzt, bin ich aktuell sehr verliebt in meinen Demerara-Zucker. Da dieser sehr intensiv schmeckt, habe ich ihn zu gleichen Teilen mit weißem Zucker gemischt. Ihr könnt euch natürlich frei entscheiden, wie ihr den Kuchen süßt.

Schokoladen - Mandel - Guglhupf

 



Zutaten

100 g Demerarazucker & 100 g weißer Zucker
(alternativ: 200 g Rohrohrzucker / Zucker)
175 g weiche Butter

175 g Mehl
75 g gemahlene Mandeln
2 TL Weinsteinbackpulver

3 Eier (Größe M) 
2 EL Milch
125 g gehackte Schokolade
(hier: Zartbitterkuvertüre)


Zubereitung

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Guglhupfform mit Öl aussprühen oder mit weicher Butter in allen Ecken einpinseln. Mit reichlich Semmelbröseln ausklopfen und bis zur weiteren Verwendung kalt stellen (z.B. im Kühlschrank).

Die weiche Butter und den Zucker in die Küchenmaschine geben (oder mit dem Handrührgerät) schaumig schlagen. In einer extra Schüssel das Mehl mit den Mandeln und dem Weinsteinbackpulver vermischen - Weinsteinbackpulver ist klasse, wenn man sich nicht über Backpulvergeschmack an den Zähnen ärgern will - und abwechselnd mit den Eiern löffelweise zum Teig geben. Ganz zum Schluss 2 EL Milch unterrühren lassen und die gehackte Schokolade dazu geben.

Den Teig löffelweise in die gebutterte und panierte Form geben und glattstreichen. Im vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen. Ab Minute 40 empfiehlt es sich, mit einem kleinen Holzstäbchen auszuprobieren, ob der Kuchen schon gut ist.

Dann kommt das Schwierigste: Auskühlen lassen! Mit Puderzucker bestreuen oder mit Schokoguß überziehen und servieren.

Guten Appetit!

Samstag, Januar 31, 2015

Küchenteufel füllt die Tasse mit Vangyachi Bhaji (Blogevent)

Yum
Es war eine sehr spontane Entscheidung, am Blogevent "Pour me up" von "Frau Bunt" teilzunehmen. Eine andere Bloggerin veröffentlichte bei Facebook einen Hinweis und ich war neugierig. Es ging darum, irgendein zu Weihnachten passendes Gericht zu veröffentlichen, serviert in einer hübschen Tasse und ich hatte direkt eine Idee, was ich hineinfüllen würde. Eine kurze Rückfrage ergab, dass auch spontane Teilnahmen sehr erwünscht waren und so harrte ich der Dinge, die da kommen würden. Es kam: Eine sehr hübsche Espressotasse von Villeroy & Boch, und eine Portion "BuntWild - Kokosknusperstreusel". Das passte super zu dem Gericht, dass ich eh eingeplant hatte, denn aktuell bereite ich mich auf den nächsten Indien-Familienurlaub vor und koche mich daher quer durch die indische Gewürzwelt. Ich sag´s mal ehrlich: Meine Fächer, die nur für Produkte aus Indien reserviert sind, platzen aus allen Nähten, und ich will im März doch neue Sachen anschleppen! Aber keine Sorge: Alle Produkte, die ich für mein kleines "Tassengericht" verwende, kann man sehr stressarm im gut sortierten Supermarkt und natürlich in Asialäden erwerben. Also an die Aubergine, fertig los, denn hier ist er, mein Beitrag zum "Pour me up"-Blogevent:

Vangyachi Bhaji (Auberginen in Kokosmilch)



Zutaten (für vier Personen)

800 g Auberginen
Kurkumapulver
Salz
Pflanzenöl

1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer, daumendick
2 rote Chilischoten

Butterschmalz (Ghee oder ersatzweise Butaris etc.) - für die vegane Küche einfach durch Öl ersetzen
Salz, Pfeffer, Asafoetida
500 ml Kokosmilch

Korianderblätter zur Garnierung

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Auberginen in ca. 0,5 - 1 cm dicke Scheiben schneiden. Auf Tellern ausbreiten und von beiden Seiten mit Salz und Kurkumapulver (am besten durch ein Teesieb) bestreuen. Während die Gewürze einwirken, die Zwiebel, die Chilischoten, den Knoblauch und den Ingwer fein hacken.

 Eine Pfanne mit neutralem Pflanzenöl erhitzen und die Auberginenscheiben darin anbraten, bis sie auf beiden Seiten hellbraun sind. Auf Küchenpapier das überschüssige Fett abtropfen lassen. Butterschmalz in die Pfanne geben und die Zwiebeln sowie Chili, Knoblauch und Ingwer darin leicht anbraten. Kokosmilch dazugeben und einmal aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Asafoetida (in Deutschland auch als "Asant" bekannt") abschmecken.

In einer Auflaufform den Boden mit Auberginenscheiben auslegen und die gewürzte Kokosmilch angießen. Danach abwechselnd mit den Auberginen schichten. Im Backofen ca. 10 - 15 Minuten eindicken lassen. Mit gehacktem Koriander bestreuen, mit Basmatireis oder indischem Brot servieren.

Abwandlung:
Für das Event von Frau Bunt habe ich die Auberginenscheiben nach ihrer Zeit im Backofen halbiert bzw. geviertelt und dann in die Tasse gegeben. Statt des Korianders gab es ein Topping mit den BuntWild-Kokosknusperstreuseln. Im Nachhinein hätte ich glatt etwas mehr davon dazugeben können, der "Crunch" im Essen hat mir sehr gut gefallen.

Wer sich anschauen möchte, welche tollen Gerichte ebenfalls "in der Tasse" serviert wurden, kann hier nachschauen und sich inspirieren lassen.

Dienstag, Januar 27, 2015

Kieler Küchenteufel noch leichter speichern - bei Pinterest und Yummly!

Yum
Ich lese gern Rezepte, auf anderen Blogs oder in Rezeptsammlungen. Die kann ich natürlich nicht alle sofort nachkochen oder backen und sehr oft geraten sie einfach wieder in Vergessenheit - spätestens, wenn der Firefox-Browser ob der viel zu vielen geöffneten Tabs einfach mal die Grätsche macht und sich abschaltet. Nooooiiin! :)

Es gibt natürlich zahlreiche Möglichkeiten, sich Rezepte zu speichern. Pinterest ist eine gute Gelegenheit, die ich mir gerade erst erarbeite ... ich muss gestehen, dass ich zu Beginn nicht so sicher war, wie es bei diesen Pinnwänden mit dem Urheberrecht bestellt ist. Ich weiß es auch immer noch nicht, aber der Lemming in mir sieht all diese Menschen, die fröhlich pinnen, und den Nutzen, den sie davon haben. Ich will auch! Und deswegen mache ich da jetzt fröhlich mit :)

Eine kurze Suche ergab, dass ganz ohne mein Zutun schon ein paar Leute sich Bilder von meinem Blog auf Pinterest gespeichert haben. Das ehrt mich natürlich sehr und ich würde mich freuen, wenn es mehr werden.

Um euch nun also die Bildersammelei zu erleichtern, habe ich mir nun einen Pinterest-Button eingebaut, der erscheint, wenn ihr mit dem Mauszeiger über das Bild streicht. Oben links erscheint das große Pinterest-P (vielleicht ändere ich das Aussehen nochmal) und ein Klick darauf läßt euch meine Rezeptbilder samt Link in einer eurer Sammlungen speichern. So einfach ist das!


Eine andere Möglichkeit, die ich schon seit einigen Monaten nutze, ist Yummly (der Link führt zu meinem Profil dort). Dort werden Rezepte diverser Blogs gesammelt und man kann fröhlich nach verwendeten Zutaten oder Kategorien suchen. Schöne Bilder tun ihr übriges dazu, dass ich viel Zeit dort verbringe und die Umrechnung von US-Maßen in das metrische System machen zahlreiche US-Blog-Rezepte noch schneller und einfacher nachkochbar. Wo ich also gerade so schön dabei war, habe ich mich entschieden, ebenfalls einen Yummly-Button in mein Blog zu integrieren. Wenn ihr also Lust habt, eure Rezeptsammlungen ebenso zu kategorisieren und meine kleinen, bescheidenen Rezepte dort dabei sein sollen, dann klickt einfach auf den orangefarbenen Yummly-Button (siehe Bild) und flugs ist mein Rezept in eurer Liste!

Ich wünsche euch viel Spaß beim nachkochen und nachbacken und natürlich beim fleißigen Rezepte sammeln.

Montag, Januar 26, 2015

Küchenteufel backt: Cookie-Dough-Cheesecake-Schnitten

Yum
Andere Länder, andere Sitten: Ich hab mir meinen Kerl ja aus Brüssel "mitgebracht" und auch wenn Belgien gar nicht soo weit weg ist - nach Brüssel kommt man von Kiel aus schneller als nach Passau oder München - gibt es doch einige kulturelle Unterschiede. Immer mal wieder sprechen wir im Freundeskreis von kulinarischen Kindheitserinnerungen ("Kennt ihr noch das Brizzlen auf der Zunge von den "Magic Gums"?" oder "Ich hab letztens das Kaugummi aus der Tube wieder gesehen!"), bei denen er ein wenig außen vor ist. "Gemeinsames kulturelles Wissen", quasi.

Dafür gibt es auch in Belgien reichlich Produkte, die dort ganz selbstverständlich zur kulinarischen Kultur dazu gehören, die mir bis vor zehn Jahren völlig fremd waren. Dazu gehört "Speculoos", von meinem deutschsprachig aufgewachsenen Brüsseler immer "Spekulatius" genannt, was mich doch verwunderte. Meine unbeholfene Erklärung, dass es Spekulatius hier eigentlich nur im Winter gäbe, als Gewürz- oder Butterversion, wurde weggelächelt und ich kam in Kontakt mit den besten Karamellkeksen ever. Diese wurden seitdem in den letzten 11 Jahren regelmäßig im Kofferraum über die Grenze gebracht, nicht nur als Kekse, sondern irgendwann auch als cremiger Brotaufstrich, den wir, weil selbst so überzeugt, auch noch für Freunde mitschleppen mussten.

Inzwischen sind die Kekse, ihr kennt sie sicher einzeln verpackt in rot-weißes Zellophan, auch ein ständiger Begleiter zum bestellten Kaffeeprodukt in deutschen Kaffees und Bars, und auch der Brotaufstrich von Lotus steht in zwei Sorten (cremig und mit Stückchen) in unseren Supermärkten. Wir können unseren Appetit nach den belgischen Karamellkeksen also auch hier befriedigen - und wir tun es reichlich. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als man auf mich zukam und fragte, ob ich nicht Lust hätte, mit diesen Keksen, resp. dem Brotaufstrich, etwas zu backen? Ich sagte sofort ja und bekam ein Paket mit Produkten zur freien Verwendung, sowie einige wirklich schmackhaft aussehende Rezepte zur Verfügung gestellt.

Ich beguckte zahlreiche Rezepte, die Lust auf mehr machten, fand jedoch nicht das eine Rezept, was ich euch gern vorstellen wollte. Da "Biscoff"-Kekse, wie sie im us-amerikanischen Bereich heißen, häufig in englischsprachigen Foodblogs vorkamen, schaute ich einfach mal in meine laaaaaange und leider komplett unsortierte Nachbackliste und fand ein Rezept von "My baking addiction", dass ich bereits 2011 dort "geparkt" hatte: Kuchenschnitten mit Keksboden, Cheesecake-Aufstrich und Krümeln von Chocolate-Chip-Cookies obenauf. Drei tolle Sachen in einem? Wie konnte ich dieses Rezept jemals in Vergessenheit geraten lassen? So waren die Lotus Biscoff Kekse die perfekte Gelegenheit, diese hübschen und sehr kreativen "Bars" zu backen. Ich habe die amerikanischen Einheiten umgewandelt und beim zweiten Backen hier und da ein wenig die Mengen verändert, wo es mir nicht gefiel (etwas weniger fettig, etwas weniger süß). Alle Testesser einer besuchten Geburtstagsfeier am Wochenende waren sehr angetan und ich wurde nach dem Rezept gefragt, was ich hiermit nachliefere.

Mit Sicherheit werde ich diesen Kuchen in der nächsten Zeit häufiger backen, und auch ohne weitere "Keksunterstützung" von außerhalb gibt es noch einige Rezepte, die ich nachbacken und euch vorstellen möchte. Besonders gut schmecken diese Kuchenschnitten zu einer Tasse Tee oder Kaffee am Nachmittag. Die Kekse passen schon pur gut dazu, als Kuchen ist das Geschmackserlebnis wirklich Bombe!

Cookie Dough Cheesecake Bars 

 



Zutaten

für den Boden

125g Lotos Biscoff Kekse
40 g geschmolzene Butter

für den Cheesecakebelag

300 g Frischkäse (zimmerwarm)
50 g Zucker
1 Ei (L, zimmerwarm)
1/2 TL Vanilleextrakt

für den Kekskrümelteig / Chocolate Chip Cookie Dough

50 g Butter (zimmerwarm)
75 g brauner Zucker (mit Melasse gefärbt, kein Rohrohrzucker)
3 EL weißer Zucker
1/4 TL Salz
1 TL Vanilleextrakt
100 g Mehl (Typ 405)
100 g Schokotropfen (alternativ: grob gehackte Kuvertüre - die Tropfen sehen aber besser aus)

Zubereitung


Den Backofen auf 160°C vorheizen und eine kleine quadratische Backform einfetten bzw. mit Backpapier auslegen. Da ich häufiger amerikanische Rezepte nachbacke, habe ich mir da mal eine Form geholt, die super für Brownies ist: Quadratische Backform mit losem Boden, 20 x 20 cm* Eine Auflaufform mit ca. 20 cm-Seitenlänge geht aber genauso gut.

Die Kekse möglichst stark zerkleinern. Ich benutze dafür den Häcksler meines Zauberstabs, es geht aber auch der alte Trick mit dem Gefrierbeutel und dem Steakklopfer oder dem Nudelholz. Die Butter schmelzen und leicht abkühlen lassen. Kekskrümel dazugeben und gründlich vermischen. Die Keks-Butter-Masse in die Form geben, gut verteilen und festdrücken. Im vorgeheizten Backofen ca. 6 Minuten backen. Herausnehmen, auskühlen lassen und den Backofen eingeschaltet lassen.

Während der Keksboden backt, bereitet ihr den Cheesecake-Belag zu (ich sage absichtlich nicht "Käsekuchen", weil er mit deutschem Käsekuchen nichts zu tun hat): Die Küchenmaschine mit dem Flachrührer bestücken (oder das Handgerät mit den Rührbesen) und Frischkäse und Zucker auf kleiner Stufe miteinander vermischen. Wenn der Zucker sich verflüssigt hat, das Ei und den Vanilleextrakt hinzufügen, auf kleiner Stufe alles vermischen und in eine kleine Schüssel füllen. Flachrührer und Schüssel kurz ausspülen und den Keksteig zubereiten.

Dafür die weiche Butter (nicht flüssig!), den braunen und weißen Zucker, Salz und Vanilleextrakt eine Minute lang in der Küchenmaschine gut vermischen. Die Geschwindigkeit auf kleinste Stufe stellen und das Mehl hinzufügen (sonst staubt es kräftig). Als letztes die Schokotropfen bzw. die gehackte Kuvertüre untermischen. Die Masse ist jetzt sehr krümelig, das gehört so.

Den abgekühlten Keksboden mit der Cheesecakemasse befüllen und gut verstreichen. Die Hände unter kaltem Wasser abkühlen, gut abtrocknen und dann beherzt den Chocolate-Chip-Keksteig mit einer Hand kneten, z.B. zu unregelmäßigen kleinen Bällchen oder Klumpen formen. Die Keksteigklumpen und die anderen Krümel großzügig auf der Masse verteilen. Es muss nicht regelmäßig aussehen.

Die Backform zurück in den noch auf 160°C heizenden Backofen stellen und ca. 30 Minuten backen. Die Kekskrümel sollten leicht Farbe bekommen haben und wenn man leicht an der Backform rüttelt, sollte der Kuchen nicht mehr stark "wabbeln". Aus dem Ofen nehmen, komplett auskühlen lassen.  Am besten schmecken diese Kuchenschnitten, wenn man sie über Nacht im Kühlschrank stehen läßt, wenn es schnell gehen soll, reichen 1-2 Stunden. In Quadrate schneiden und am Nachmittag einer Tasse Kaffee servieren.

Guten Appetit!

Mit einem Sternchen versehene Links sind Affilatelinks von Amazon. Die Kekse wurden mir von Lotus zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!
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