Freitag, Dezember 12, 2014

Küchenteufels Backwerk: Schoko-Kokos-Rauten

Eigentlich wollte ich Kekse backen. Gehört sich ja so, in der Adventszeit. Aber welche? Irgendwie ist jedes klassische Keksrezept bereits verbloggt worden (böse Zungen würden sagen: "aber noch nicht von jedem", deshalb sieht man auch immer wieder dieselben). Also habe ich mich auf die Suche nach neuen Inspirationen gemacht. Im Adventsheftchen der "Lecker" habe ich "Kokos-Schokoladen-Würfel" gesehen, die mich direkt angelacht haben. Sind zwar keine Plätzchen, aber hey! ich hab endlich mal wieder etwas gebacken :) Ich habe mir das Rezept als Inspiration geschnappt und hier und da bei den Zutaten etwas verändert, verringert, ergänzt, bis es so geschmeckt hat, wie ich es mir vorgestellt habe. Herausgekommen sind meine Schoko-Kokos-Rauten, die nicht wie Brownies schmecken, auch wenn sie so aussehen, sondern durch den Kokosanteil einen tollen Crunch bekommen haben. Ich wünsche euch viel Spaß beim nachbacken!

Schoko-Kokos-Würfel

 



Zutaten

120g Butter
175g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
1 Ei

2 EL dunkler Kakao
100g Mehl (Typ 550)
0,5 TL Backpulver
40g Kokosraspel

2 EL dunkler Kakao
100g Puderzucker
3-4 EL Wasser
1 EL Butter
2 EL Kokosraspel

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C vorheizen und eine quadratische Backform (20x20cm) mit Öl aussprühen oder mit Backpapier auslegen. Ich habe mir eine Mischung aus Sonnenblumen- und Rapsöl in eine Flasche mit einem Zerstäuber gefüllt, damit kann man auch super gering dosiert Öl in einer Pfanne verteilen. Sehr empfehlenswert!

Die Butter erhitzen, bis sie sich verflüssigt hat, und gemeinsam mit dem Zucker, Vanilleextrakt und einem Ei mit dem Schneebesen der Küchenmaschine (oder dem Handrührgerät) so lange verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Masse heller geworden ist.

In einer weiteren Schüssel 2 EL Backkakao (NICHT Kaba o.ä.), Mehl und das Backpulver kräftig vermischen. Am besten durch ein feines Sieb streichen oder in ein Mehlsieb geben. An der Küchenmaschine den Schneebesen gegen den Flachrührer austauschen und die gesiebte Mehl-Mischung löffelweise unterrühren. Die Kokosraspel dazugeben und nur kurz weiterrühren.

Der Teig ist relativ zäh, deshalb habe ich mir angewöhnt, ihn bällchenweise in der Form zu verteilen und dann glattzustreichen. Ca. 20-25 Minuten backen - jeder Backofen ist anders, deshalb nach 20 Minuten den Ofen beobachten.

Den restlichen Kakao mit dem Puderzucker vermischen und zwei Mal durch ein feines Sieb streichen. Einen Esslöffel weiche Butter dazugeben und nach und nach Wasser unterrühren, bis der Schoko-Zuckerguß (neudeutsch: "das Frosting") klumpenfrei, aber immer noch zäh ist. Auf dem noch warmen Kuchen verteilen und glattstreichen, mit den restlichen Kokosraspeln bestreuen. In Rauten oder Würfel schneiden und an einem möglichst kalten Ort abkühlen lassen.

Montag, Dezember 08, 2014

Küchenteufel gratuliert mit Sesamhackbällchen

Ich hatte ja schon mal erzählt, dass ich als "guten Vorsatz" vorgenommen habe, häufiger an Blogparaden und Blogevents teilzunehmen. Ein festes Datum sollte mich dazu bringen, punktgenauer zu bloggen - und euch nebenbei einige tolle Blogs nahezubringen. Diejenigen, die das Event organisieren und auch diejenigen, die daran teilnehmen. Leider habe ich ein sehr wichtiges Blogevent verpasst, und das ärgert mich deswegen so sehr, weil "Insane in the kitchen" auf vielen Ebenen etwas Besonderes für mich ist. Ersteinmal ist unglaublich, dass Sibel in gerade mal einem Jahr ein so hochprofessionelles, und gleichzeitig herzliches und persönliches Foodblog auf die Beine gestellt hat. Dann ist mir der Mensch hinter dem Blog in den letzten Monaten auch noch sehr ans Herz gewachsen uuuuund wir haben ein Date: 2087 werden wir auf eine Bloggerreise auf den Jupiter eingeladen, um die dortige Käseproduktion zu begutachten. Weil wir dann die großen Blogstars mit der Mega-Reichweite sind :)

Okay, weg von den Insiderwitzen, die wahrscheinlich nur wir selbst total komisch finden, zurück zum Blogevent: "Der Sultan lädt zum Festmahl" hieß es im November, und wir waren eingeladen, orientalische Speisen als eine Art "virtuelles Geburtstagsgeschenk" zu erdenken. Und auch wenn der November und die dazugehörige Verlosung (jaa, bei Sibel bekommen die anderen Geschenke!) längst vorbei sind, möchte ich noch nachträglich sehr herzlich zum ersten Bloggeburtstag gratulieren. Fühl´ Dich quer durch die Republik ganz herzlich gedrückt!

Und gekocht habe ich auch, und zwar mit reichlich Gewürzen und Sesam. Das sind für mich zwar in erster Linie indische Zutaten, aber so generös, wie ich heute so drauf bin, rechne ich das mal ebenfalls der orientalischen Küche zu. Das Lammhack habe ich auch passend zum Thema im Kieler "Sultan-Markt" gekauft. Und nun los: Möge der Sultan meinen bescheidenen Beitrag zum Festmahl ansprechend genug finden!

Sesam-Lammhackbällchen mit scharfer Sauce




Zutaten

für die Lammhackbällchen:

500 g Lammhack
1 rote Zwiebel, fein gehackt
1 Ei
3 EL PANKO Panade (alternativ: 4 EL Paniermehl)
Salz, Pfeffer, Paprika de la Vera
weißer und schwarzer Sesam (ca. 3/4 zu 1/4 gemischt)


für die scharfe Sauce:

5-6 große Tomaten (alternativ: eine Dose ganze Tomaten)
1 rote Zwiebel, gehackt
1 TL Ingermus (alternativ: 1 TL fein gehackten Ingwer)
Pul Biber , Sambal Oelek,  Ras el hanout


Zubereitung

Vorweg: Das Lammhackfleisch hole ich mir im türkischen Supermarkt. Nicht nur dafür, sondern auch für viele andere leckere Zutaten zu zivilen Preisen lohnt es sich, dort immer mal wieder vorbeizuschauen. Wer kein Lamm bekommt, kann natürlich auch Rinderhack benutzen. Das Pankomehl bekommt man zum Beispiel im Asia-Laden, es ist gröber und gibt einen tollen Crunch-Effekt. Wer keins bekommt oder auf den Effekt verzichten möchte, nimmt einfaches Paniermehl zur Bindung. Die konfierten Knoblauchzehen sind meiner Meinung nach ja ein must-have in der Küche ;), doch auch hier funktioniert es problemlos, die Knoblauchzehen ganz fein zu hacken bzw. zu pressen.

Jetzt geht es los mit den Hackbällchen - dafür alle oben gelisteten Zutaten außer dem Sesam in einer Schüssel miteinander vermengen. Bei der Würzung habe ich nur einen Vorschlag für euch - man kann natürlich viele andere tolle Gewürze in die Hackmasse einarbeiten. Die gewürzte Masse zu kleinen Bällchen formen. Die beiden Sesamsorten in einer kleinen Schüssel vermischen und die Bällchen darin wälzen. Mit den Händen die Sesamsaat noch etwas fester drücken. In einer weiten Pfanne genügend Öl erhitzen und die Bällchen bei mittlerer Hitze ca. 10 - 12 Minuten rundherum anbraten. Bis zur weiteren Verwendung am besten im Backofen warm halten.

Für die Sauce die Zwiebel kleinschneiden und in einem kleinen Topf mit etwas Öl anbraten. Knoblauch und Ingwer dazu geben. Tomaten putzen und kleinschneiden, mit einem TL Sambal Oelek in den Topf geben und bei kleiner Hitze köcheln lassen. Jetzt kommt der Clou: Mit tollen Gewürzmischungen wie Ras el hanout und Pul Biber kann man dem Dip eine schöne orientalische Note geben.

Die Sesamlammhackbällchen mit der Sauce servieren.

Guten Appetit!


Ich wünsche der Sultanine noch einmal nachträglich alles Liebe und Gute zum ersten Bloggeburtstag und ich hoffe, wir sehen uns recht bald wieder. Bis dahin sehen wir und weiterhin virtuell! <3 Und ihr Leser solltet dringend mal bei "Insane in the kitchen" vorbeischauen, da gibt es zahlreiche Leserbeiträge zum Thema zu bestaunen.


Freitag, Dezember 05, 2014

Küchenteufels Küchenmumien-Challenge: Bratapfelschnaps / Bratapfellikör

Vielen Dank für die Resonanz bei Facebook, Google+ und Twitter zur "Küchenmumien-Challenge"! Einige von euch kannten den Begriff tatsächlich noch nicht und den einen oder anderen habe ich dazu gebracht, meine Rezepte nachzumachen. Das freut mich am meisten! :)

Die "Challenge", in fünf Beiträgen fünf "Mumien" zu verarbeiten, ist erfolgreich beendet, aber ich fördere regelmäßig neue Produkte zutage, die ich vor Ewigkeiten mal für ein interessantes Rezept auf der Nachkochliste gekauft und dann vergessen habe. Deshalb möchte ich diese Reihe gern weiterführen - vielleicht schaffe ich es ja einmal in der Woche?! Auf jeden Fall ein guter Foodblog-Vorsatz für das neue Jahr. Und dann fangen wir doch auch gleich damit an: Es wird alkohollastig *hicks*

In der großen "Backzubehör-Dose" befand sich eine angebrochene Packung Sternanis. Da Anis so gar nicht mein Fall ist, musste ich wirklich grübeln, warum ich die einmal gekauft habe und was ich mit dem Rest anstellen sollte. Aber das ist ja der Spaß bei der "Küchenmumien-Challenge" :)

Derzeit werde ich von Freunden meiner Mutter mit vielen Äpfeln aus dem eigenen Garten versorgt. Neben Apfelkuchen und Apfelmus suchte ich nach einer weiteren Verwendung und erinnerte mich daran, vor Jahren mal einen Bratapfellikör angesetzt zu haben. Eine gute Gelegenheit, einen saisonalen Artikel zu konservieren und immer ein gutes Mitbringsel parat zu haben.

Bratapfellikör

 


Zutaten

7 - 8 "Herbstäpfel" aus dem Garten (z.B. Boskop)
250 g brauner Rohrzucker
2 Flaschen Korn (1,5l Alkohol, kann auch Wodka o.ä. sein)
1/2 Sternanis
1 Vanilleschote, einmal längs eingeschnitten
1 Zimtstange

Zubereitung

Die Äpfel waschen, mit einem Ausstecher entkernen und bei 180°C ca. 20 - 25 Minuten in den Backofen stellen. Auskühlen lassen und die Äpfel im Anschluss vierteln.

Den Korn und den Zucker in ein großes, gut verschließbares Glas geben (ich benutze die bauchigen Bügelgläser von IKEA) und kräftig umrühren, bis sich der Zucker zu einem großen Teil aufgelöst hat. Eine Sternanis teilen, eine Vanilleschote längs aufschlitzen und beides gemeinsam mit der Zimtstange in das Glas geben. Die Apfelviertel ebenfalls hinzugeben und das Glas schließen.

Mindestens vier, besser sechs Wochen stehen lassen. Wer neugierig ist, kann ab und zu mal "probieren", aber der richtig gute und "likörige" Geschmack tritt erst nach ausreichender Wartezeit auf. Am Ende der Zeit die Äpfel und Gewürze herausnehmen und den Likör durch ein feinmaschiges  Sieb abseihen.

In hübsche Flaschen abfüllen und verschenken oder selbst genießen. Sollte der Alkohol zu stark herausschmecken, kann man den Likör behutsam mit Apfelsaft "strecken". Das passierte vor allem denen, die schon nach vier Wochen zugriffen, kann aber je nach Apfel- und Alkoholsorte mal passieren.

Mittwoch, Dezember 03, 2014

Küchenteufels schnellstes Dessert: Weiße Schokoladencreme mit Himbeeren

Nicht erst, seitdem ich darüber blogge, bringe ich gern Essen mit zu Veranstaltungen. Folgender Dialog ist seit Jahren ein Klassiker auf meinem Mobiltelefon: "Bist Du am Samstag auf meiner Party dabei?" - "Ja, klar." - "Magst Du was zu essen mitbringen?"

Wenn es so richtig schnell gehen soll und ich nicht die obligatorische Mousse au Chocolat mitbringen will, gibt es eigentlich nichts besseres als diese Joghurtcreme mit weißer Schokolade und Obst. Sie besteht eigentlich nur aus drei Basiszutaten: Schokolade, Joghurt und Obst. Dazu hier und da kleine Abwandlungen beim "abschmecken". Fast zu simpel, um sie zu verbloggen, denke ich immer wieder, aber nun wurde ich schon so häufig danach gefragt, dass ich einfach nur noch auf mein Blog verweisen will. Wer also eine Alternative zum klassischen Schichtdessert aus Himbeeren, Mascarpone und Baiser sucht, sollte hier zugreifen!

Weiße Schokoladencrème mit Himbeeren




Zutaten

500 g weiße Schokolade
500 g Vollmilchjoghurt (3,5 % oder mehr)
ca. 700 g TK Himbeeren (oder Obst nach Wunsch)

zur Verfeinerung (optional):
1/4 Tonkabohne
etwas Zitronensaft oder Zitronenabrieb

Zubereitung

Die Schokolade in kleine Stücke brechen und im Wasserbad langsam schmelzen. Den Joghurt in eine Schüssel geben und wer es ein wenig feiner mag, sollte mit einer kleinen Reibe ca. 1/4 Tonkabohne hineinreiben. Die gibt es jetzt nicht mehr nur in der Apotheke oder im Versandhandel, sondern bei den Backzutaten z.B. bei Edeka. Einen Schuß Zitronensaft oder noch besser einige feine Zesten einer Biozitrone unterrühren. Die Himbeeren auslesen und einige schöne Exemplare als Deko zur Seite legen.

Nach und nach die Schokolade unter den Joghurt rühren. So passt sich die Temperatur der Schokolade dem Joghurt an. Alles gut miteinander verrühren und eine erste Schicht der Crème in eine Servierschüssel geben. Danach abwechselnd Himbeeren und Crème schichten, mit der Crème enden. Mit Himbeeren und ggf. einigen Schokoelementen wie weißen Schokosplittern o.ä. (ich bin kein Dekomensch) dekorieren.

Wenn man ein Essen zu Hause plant, sollten Crème und Früchte direkt in Dessertgläser geschichtet werden, das macht beim Servieren mehr her :) Mit Klarsichtfolie abdecken und bis zum Verzehr kühl stellen. 

Vorsicht: Wenn man zuviel von der Tonkabohne nimmt, schmeckt das Dessert nur noch danach. Wer sich unsicher ist, läßt sie lieber weg!

Guten Appetit!

Donnerstag, November 27, 2014

Blogparade: Thanksgivingbeilage Rosenkohl mit Bacon und Cranberries

Cranberries (zu deutsch: Moosbeeren) benutze ich eigentlich in erster Linie zum backen. Mit Haferflocken in Keksen, als etwas herbere Zutat in Scones ... es gibt tolle Verwendungsmöglichkeiten. Für mich sind sie ein guter Ersatz für Rosinen, die ich einfach nicht leiden mag. Aber kann man die Cranberry (teilweise "Kranbeere" genannt) auch "in herzhaft" verwenden?
Gabi von USA Kulinarisch rief passend zum heutigen amerikanischen Erntedankfest (Thanksgiving) zu einer Cranberry-Blogparade und ich dachte mir, dass dies eine gute Gelegenheit wäre, mal zu zeigen, dass diese Beere, die auch viele positive Eigenschaften für die Gesundheit bietet, auch in einer herzhafte Beilage zum sonntäglichen Festtagsbraten eine gute Figur macht.

blogparade_cranberries_quer 


Dazu habe ich mir den Rosenkohl ausgesucht und Robert Irving hatte da eine tolle Idee, die ich mir für meine Zwecke abgewandelt habe. Rosenkohl ist nämlich ebenfalls sehr gesund, bietet viel Zink, Vitamin C und Vitamin K, bei vergleichsweise wenig Kalorien. Als "Brussels Sprouts" liegen sie mir auch vom Namen her sehr nah - kommt der Mann doch gebürtig aus Brüssel. Verfeinert mit Bacon - der sollte bei all den anderen gesunden Komponenten ja kein Problem sein ;) - und den Cranberries kann man von dieser Beilage fast gar nicht genug bekommen! Ich wünsche euch viel Spaß mit diesem Rezept und springe damit hoffentlich in den Lostopf für die Blogparade USA Cranberries!

 

 Rosenkohl mit Bacon und Cranberries 

 



Zutaten 

2 kg Rosenkohl
1 TL Natron
6 Scheiben Frühstücksspeck / Bacon
(ca. 120g)
1 rote Zwiebel
1 EL Butter
50 ml Rotweinessig
2 EL brauner Rohrzucker
etwas Muskatnuss
120 g getrocknete und frische Cranberries
Salz, Pfeffer


Zubereitung

Den Frühstücksspeck kross anbraten, auf einem Teller mit Papiertuch vom überschüssigen Fett befreien und abkühlen lassen. Mit den Händen in grobe Stücke zerbröseln.

Den Rosenkohl waschen, von den Strünken und ggf. angegriffenen Blättern befreien, unten einkreuzen. In kaltem Salzwasser einige Minuten einlegen (damit verschwindet auch das letzte unerwünschte Tierchen aus dem Gemüse). In einem weiten Topf mit reichlich kochendem Salzwasser und einem TL Natron - gegen die blähende Wirkung des Kohls - ca. 12 bis 15 Minuten garen. Einen kleinen Kopf herausholen und testen, ob die gewünschte Konsistenz erreicht wurde, sonst noch 5 Minuten nachlegen. Wer die Möglichkeit eines Dampfgarers hat, sollte diese nutzen. Ich habe einen Siebeinsatz im Dampfkochtopf, wo ich den geputzten Rosenkohl hineinlege. Unten köchelt das Wasser und gart so auf schonende Weise das Gemüse.

Die fein gehackten Zwiebeln im Baconfett in der Pfanne braten. Ggf. einen Esslöffel Butter hinzufügen. Wenn die Zwiebeln glasig werden, den Rotweinessig und den Zucker hinzugeben und alles ein wenig einköcheln lassen.

Den Rosenkohl abgießen und zu dem Zwiebel-Rotweinessig-Sud in die Pfanne geben. Einen EL Butter, die Baconstücke und die Cranberries dazugeben, etwas frische Muskatnuss darüber reiben. Wer mag, kann mit etwas grob gemahlenem Pfeffer noch ein wenig nachwürzen. Alles in der Pfanne schwenken und als Beilage servieren.

Guten Appetit!


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Küchenteufels Küchenmumien-Challenge: Tortilla Muffins

Die "Küchenmumien-Challenge" geht auf die Zielgrade! Zu den Dingen, von denen ich mir wirklich nicht erklären kann, wie sie in meinen Vorratsschrank geraten sind, die aber nun verarbeitet werden sollen, gehörte auch eine Dose "Bonduelle Goldmais Bunter Mix". Ich habe wirklich einen Horror vor Erbsen & Möhren aus der Dose, und genau die sind in dieser Dose zum Mais gemischt worden. Ich war zunächst etwas ratlos, doch dem Freund kam die Erleuchtung, was wir vor gefühlt "ewigen Zeiten" damit schon mal gemacht haben: "Tortilla Muffins"aus der e&t, nach unserem Geschmack abgewandelt.

Eine spanische Tortilla besteht bekanntermaßen aus Kartoffeln, Eiern und Gemüse, dick geschichtet und gut abgeschmeckt. Ich habe einige Jahre im International Center der Uni Kiel gearbeitet und dort regelmäßig die Gelegenheit genutzt, ausländische Studierende zu ihren Kochgewohnheiten zu befragen. Gerade bei der spanischen Tortilla scheint es, als wenn quasi jeder Landstrich sein eigenes "Originalrezept" hat - unter dem Strich blieb für mich der Eindruck, dass jede spanische Hausfrau scheinbar alles hineinwirft, was gerade so da ist. Diesen Umstand machte ich mir nun mit der Dose Gemüsemix zu nutze und erstellte mit Kartoffeln, zahlreichen frischen Eiern und gut gewürzter spanischer Wurst einen Teig, der gut abgeschmeckt in Silikonmuffinförmchen wanderte. Das Ergebnis hat uns gut gefallen. Ein prima Mitbringsel für das nächste Buffet - und natürlich kann man die "Küchenmumie" problemlos durch frisches Gemüse ersetzen :)

Tortilla Muffins

 


Zutaten

1 Dose Bonduelle Bunter Mix
400 g Kartoffeln, in der Schale gekocht

4 Eier (Gr. L)
100 ml Milch
Salz, Pfeffer, Paprikapulver, wenig Muskat, ggf. Piment d´Esplette für etwas Schärfe
3 Schalotten, gewürfelt
2 Knobauchzehen, konfiert
100 g spanische Salami (Chorizo), gewürfelt

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Muffinbackblech mit Silikonförmchen auslegen.

Die Gemüsedose öffnen und in einem kleinen Sieb ausgießen lassen - bzw. ca. 350g gemischtes frisches Gemüse zurechtlegen. Die Möhren herausholen und grob zerkleinern. Die gekochten Kartoffeln schälen mit einem Messer grob zerteilen. Gemüse und Kartoffeln in einer Schüssel vermischen.

Die Eier in einer mittelgroßen Schüssel aufschlagen, Milch und die Gewürze hinzufügen. Ruhig etwas kräftiger abschmecken, die Kartoffeln saugen reichlich auf. Die gewürfelten Schalotten, die weichen Knoblauchzehen (oder kleingehackt) und die Salami unter die Eier-Milch-Mischung rühren. Für mehr Aroma kann man die Schalotten und die Chorizo in einer kleinen Pfanne in etwas Öl anbraten und dann erst zur Mischung geben. Etwas mehr Zeitaufwand, aber ein großes Geschmacksplus!

Den Inhalt beider Schüsseln zusammengeben und mit zwei großen Löffeln grob vermischen. Dann mithilfe der Löffel alles in die Muffinförmchen geben. Die in der Schüssel zurückbleibende Flüssigkeit bis zum Rand in die Förmchen einfüllen (Teig geht nicht auf).

In den vorgeheizten Backofen geben und ca. 30 Minuten backen.

Tipp: Ich rate von Papiermanschetten ab - die Masse ist sehr nass und das Papier geht nur schwer ab. Wer keine Silikonförmchen hat oder will, sollte das Muffinbackblech kräftig einölen, um die Mini-Tortillas im Anschluss unfallfrei aus den Mulden zu bekommen. Wie auf dem Bild oben zu sehen, habe ich für jede Mulde zwei Papiermanschetten benutzt (die Silikonförmchen sind gerade außerhäusig unterwegs).

Guten Appetit!


Montag, November 24, 2014

Küchenteufels kleine Helfer: Der Kitchen Aid Gemüseschneider

Nachdem sich schon vor einiger Zeit mein Wunsch nach einer Kitchen Aid Küchenmaschine erfüllte, musste nun langsam auch das Zubehör her. Dieser Kitchenaid MVSA Gemüseschneider* war nun der erste Kauf und ich war sehr gespannt, was mich erwartete.

Ich gebe zu: Ich hatte mir das Zubehör etwas hochwertiger vorgestellt und war etwas enttäuscht vom plastikartigen Aufsatz. Wenn man jedoch bedenkt, dass das Gerät vorn an die Kitchen Aid aufgesetzt wird, ist es wohl besser, wenn das Material leicht ist. Die Trommeln für die unterschiedlichen Gemüsearten lassen sich leicht einsetzen und leicht zum reinigen herausnehmen. Im Lieferumfang sind drei unterschiedliche Trommeln enthalten, die mithilfe eines Kunststoffrings festgestellt werden können, außerdem eine Art "Schieber", mit dem man das Gemüse von oben nachschieben kann. Zur Benutzung am Gerät wird das metallene "Kitchen Aid"-Logo mit der Stellschraube an der Seite herausgenommen und der Gemüseschneider eingesetzt, bis er hörbar einrastet. Dann wird die Schraube wieder festgezogen. Mit der stufenlosen Einstellung am Gerät wird die Geschwindigkeit der Raspel festgelegt.

Um herauszufinden, welche Ergebnisse die drei beigefügten Trommeln erzielen, ließ ich drei mal je eine Möhre durchlaufen.

Hier das Ergebnis:


Im Detail könnt ihr hier noch einmal sehen, welches Ergebnis welcher Einsatz erzielt und was ich außerdem mit diesem Einsatz bereits ausprobiert habe:

Die Scheibenschneidetrommel eignet sich sehr gut für kurze und längliche Möhrenscheiben. Ich benutze sie inzwischen auch für Gurkensalat oder Kartoffelgratin. Im Kitchen Aid-Kochbuch war ein Rezept für Bruschetta mit Pilzen und Knoblauch, dafür habe ich die Champignons durch die grobe Trommel geschickt. Funktionierte auch sehr gut. Achtung: Die Champignons sehen teilweise aus wie Austernpilze, teilweise wie ein Massakerüberlebender ;) Für Gemüseeintöpfe etc. gut geeignet, nicht für schöne Pilzscheiben auf dem Salat! Meinen Gurkensalat mache ich ausschließlich mit dieser Reibe, auch wenn die Gurken ein klein wenig "sauberer" geschnitten sein könnten. Wenn die Gurke ein klein wenig zu weich ist, werden die Gurkenscheiben nicht mehr so schön. Ist mir geschmacklich egal, aber schade ist es trotzdem. Vielleicht hätt eine etwas schärfere Schneide hier bessere Ergebnisse erzielt. Bei Zucchini bin ich dazu übergegangen, sie längs zu vierteln und dann immer zwei "Stangen" gerade hineinzugeben. Erst mit den Händen in Form halten, dann mit dem "Schieber" - ergibt genau die Art Scheibchen, die ich haben will.

Mir gefällt gut, dass ich einfach in die Trommel hineingreifen kann, ohne dass ich Gefahr laufe, mich zu schneiden. Als nächstes stehen Rohkostsalate an, es ist ja gerade Zeit für weißen und roten Kohl.


Wenn ich grobe Raspeln brauche, benutze ich die - oh Wunder! - "grobe Raspeltrommel". Damit lassen sich zum Beispiel Möhrenplätzchen herstellen. Käse für Gratins und Pizza geht auch problemlos durch die grobe Trommel. Auf diese Weise kann ich den Käse-Mix (milde und herzhafte Käsesorten) für die Gerichte nach Lust und Laune zusammenstellen und bin nicht auf diese abgepackten Sorten angewiesen. Im Gegensatz zur händischen Variante kann der Kitchen Aid-Gemüseschneider auch weichen Käse ruckzuck so fein reiben, wie ich es brauche, ohne dass die Hälfte davon im Gerät hängenbleibt. Auch Schokolade habe ich damit bereits grob geraspelt und auf diese Weise viel schneller im Wasserbad auflösen können.
Wie der Name schon sagt, erhält man mit der mittleren Schneidetrommel ein feineres Ergebnis als mit der groben. Die auf diese Weise geraspelten Möhren eignen sich prima als Salatbestandteil - oder um Saucen effektiv zu binden, wenn man auf Stärkemehl verzichten möchte (oder muss. Stichwort: Gluten). Ich brauchte für ein Gericht fein gehackte Schalotten und Knoblauch, die ich kurzerhand gleichzeitig hineinwarf und mit gutem Ergebnis herausbekam.Wenn das Gerät eh schon draußen steht, ist es auf jeden Fall eine gut Zeitersparnis, außerdem spart man sich den Geruch an den Fingern. Allerdings müssen die Schalotten ganz frisch sein - ansonsten bekommt man nasses Mus. Das ist nicht im Sinne des Erfinders.
Nur Gemüsezwiebeln scheinen ein Problem zu sein. Dafür benutze ich also weiterhin meinen Fissler Finecut. Auch musste ich mich erst einmal herantasten, welche Geschwindigkeit sich für die unterschiedlichen Gemüsesorten eignet.

Beim Blick in das leere Kunststoffteil hatte ich zunächst den Eindruck, dass sich der Metallring darin verschoben hatte, und schickte den gesamten Gemüseschneider als defekt an Amazon zurück. Das lief prima - mir wurde sofort ein neues Gerät zugeschickt, während der Alte noch unterwegs war. Der zweite sah von innen aber genauso aus, also muss das wohl so sein. Aufgrund des Kunststoffes ist der Gemüseschneider nach Benutzung mit Karotten immer ersteinmal gefärbt - das legt sich aber nach 2x abspülen wieder. Inzwischen hat man mir den Tipp gegeben, den gefärbten Teil mit etwas Öl auf Küchenkrepp wieder sauber zu wischen. Funktioniert!

Ansonsten reinige ich die einzelnen Teile auch nicht in der Spülmaschine. Da es keine "Kleinteile" gibt, ist das meines Erachtens auch schnell erledigt - ich muss nach dem Kochen ja auch meine Messer von Hand waschen, da ist es im wahrsten Sinne des Wortes "ein Abwasch".

Neben den drei enthaltenen Reibetrommeln existiert noch ein ein Zusatzset mit drei weiteren Trommeln, bestehend aus einer feinen Reibe, einer Juliennereibe und einer für Kartoffeln (Reibekuchen u.ä.). Bisher habe ich nicht den Eindruck, dass mir diese drei Reiben fehlen, deshalb stehen auf meiner Kitchen-Aid-Zusatzkauf-Wunschliste aktuell andere Sachen ganz oben, zum Beispiel der Röhrennudelaufsatz.

Freitag, November 14, 2014

Küchenteufels Küchenmumien-Challenge: Schoko-Scones für das Schokoladenevent

Weiter geht es mit meiner Küchenmumien-Challenge! Es gab eine Zeit, in der wurden diese Schoko-Cookies stark nachgefragt. Immer wieder hieß es als Antwort auf "Soll ich was mitbringen?" - "Oh ja, du machst doch so Cookies, die wie die von Subway schmecken? Die bitte!". Also schaffte ich mir einen gewissen Vorrat an Schokotropfen an, um spontan Cookies backen zu können.

Das ist schon etwas länger her, und die Schoko-Cookies wurden von Himbeer-Mascarpone-Torte, Caipitote, Hugo-Cupcakes und anderen Leckereien abgelöst. Die Schokotropfen wanderten im "Backschrank" immer weiter nach hinten und wurden nun bei besagtem Aufräumen, dass zur "Küchenmumien-Challenge" führte, wieder ans Licht geholt. Keinen Moment zu früh, denn der Blick aufs Haltbarkeitsdatum offenbarte den Dezember 2014 :)

Schokoladen-EventWas nun mit den Schokotropfen tun? Ein Blick in meine Nachbackliste offenbarte mir, dass ich bereits seit dem Sommer 2013 Schoko-Scones von der Küchenchaotin dort abgespeichert hatte. Das ist in sofern witzig, als dass die "Küchenchaotin" Mia in den letzten Wochen zu einem wichtigen Bestandteil meines digitalen Lebens geworden ist (wie so viele andere auch, die sich hiermit gegrüßt fühlen sollen!). Also ein dreifacher Gewinn: Meine Nachbackliste wird um eine Position kleiner, mein Küchenmumienhaufen ebenfalls - und ich kann endlich mal die tolle Kiel Fotografin Mirja Hoechst bei mir verlinken. Außerdem kann ich so am Schokoladen-Event zum zweiten Geburtstag der Schokoladenfee teilnehmen!

Die Schokoscones sind nicht nur total lecker, sondern auch sehr schnell gemacht. Mia hat einige Zwischenschritte aufgelistet, die sie befolgt, ich hingegen habe einfach alle Zutaten in die Kitchen Aid geworfen und dann das Gerät machen lassen. Außerdem hat sie tortenstückförmige Dreiecke gebacken, während ich bei Scones mehr auf die quadratische Version abfahre. Notgedrungen habe ich den Vanillezucker (da tatsächlich leer! Ich muss neuen ansetzen!) durch einen halben TL Vanilleextrakt ersetzt und fehlende 5 g Butter mit etwas mehr Milch ausgeglichen.


Süßes Frühstück: Schokoladen-Scones



Zutaten

230 g Mehl (Typ 405)
1/2 Pck. Backpulver
30 g Zucker
1 Pr. Salz
55 g weiche Butter
170 ml Milch
1/2 TL Vanilleextrakt
70 g Schokotropfen

Zubereitung


Alle festen Zutaten in einer Rührschüssel miteinander vermischen, das Mehl und das Backpulver ggf. sieben. Die Butter habe ich in kleine Stückchen geschnitten und gemeinsam mit der Milch auch gleich in die Schüssel gegeben. Mit dem Rühreinsatz (mit der Silikonlippe) der Küchenmaschine daraus einen klebrig-weichen Teig rühren lassen. Das geht mit den Rührschlegeln des Handrührers natürlich genauso gut. Zwischendurch den Vanilleextrakt hineinlaufen und unterrühren lassen, kurz vor Ende die Schokotropfen dazugeben.


Den Backofen auf ca. 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Weiter geht es mit der Scones-Herstellung: Ich habe den wirklich sehr klebrigen Teig auf ein mit Backpapier belegtes Holzbrett gelegt und rechteckig plattgedrückt. Ein Messer mit heißem Wasser benetzen und den Teig einmal längs sowie drei Mal quer einschneiden. 


Die rechteckigen Teiglinge mit dem Messer (immer mal wieder unter heißes Wasser halten) von unten vom Backpapier "schaben" und auf ein ebenfalls mit Backpapier belegtes Backblech geben - oder einfach auf dem vorhandenen Backpapier verteilen und dann dass Papier auf ein Backblech ziehen. Gegebenenfalls die Form der Scones wieder ein wenig modellieren :) Für Dreieck-Fans: Mia hat aus dem klebrigen Teig eine Kugel geformt, diese platt gedruckt und "Tortenstücke" ausgeschnitten.

In den vorgeheizten Backofen stellen und ca. 12-15 Minuten backen. Schmecken pur schon sehr gut, aber im lauwarmen Zustand mit etwas Butter drauf wirklich himmlisch. Der nächste CITTI-Einkauf wird Clotted Cream beinhalten, ich hoffe, die Scones halten so lange. Ansonsten habe ich ja noch einige Päckchen Schokodrops im Vorrat ;)

Guten Appetit!


Donnerstag, November 06, 2014

Küchenteufels Küchenmumien-Challenge: Rotkohl-Ziegenfrischkäse-Tarte

Es geht weiter mit der "Küchenmumien-Challenge" und ich muss gestehen, dass ich mich mit diesem Fund aus dem Vorratsschrank wirklich schwer getan habe. Da habe ich im letzten Herbst endlich "mein" perfektes Rezept für selbstgemachten Rotkohl erstellt, und habe nun ein großes Glas davon in der Hand. Keine Ahnung, wann und auf welchem Wege die Fertigversion in meine Abseite gekommen ist ich verdächtige meine Mutter aber mit Blick auf das Haltbarkeitsdatum (Ende 2014) muss das wirklich schon seeeehr lange her sein.

Aber Challenge ist Challenge und so habe ich endlich die Gelegenheit genutzt, die Rotkohl-Ziegenkäse-Tarte von der Schlemmerliese (mit meinen Abwandlungen) nachzubacken. Leider musste ich dann noch feststellen, dass meine Tarteform* innerhalb der Familie 600 km weit weggezogen ist. Also musste eine neue her und ich bin gleich mal zum Einkaufen losgeflitzt. So bekommt die Challenge auch einen zusätzlichen Nutzen ;) Diese Tarte läßt sich übrigens ganz hervorragend laktosefrei und glutenfrei herstellen. Ziegenfrischkäse ist laktosefrei und die Butter / Sahne wird entweder durch laktosefreie Varianten ersetzt (Margarine etc.) oder ihr erhöht statt der Sahne einfach die Ei- & Saft-Menge. Habe ich bereits ausprobiert und schmeckte ganz hervorragend!

Rotkohl-Ziegenfrischkäse-Tarte

 


Zutaten

250 g Weizenvollkornmehl im Original: Dinkelmehl
1/2 TL Salz
125 g weiche Butter
1 Ei
etwas Öl / Butter zum einfetten der Form

680 g Rotkohl gekauft oder selbstgemacht
2 Eier
200 g Schlagsahne
120 g Ziegenfrischkäse mit oder ohne Kräuter
 
wenn ihr den gekauften Rotkohl verwendet (im Original nicht vorhanden)
30 ml Orangensaft
Salz & Pfeffer



Zubereitung

Mehl, Salz, Ei und die Butter in kleinen Teilen in eine große Rührschüssel geben und mit Handrührgerät oder Küchenmaschine zu einem bröseligen Teig kneten. Danach mit den Händen weiterkneten, bis ein fester Teig einstanden ist. Eine Tarteform einfetten und den Teig darin verteilen, den Rand nicht vergessen! Ich habe mir angewöhnt, kleine Teigportionen in der Form zu verteilen und dann festzudrücken. Den Teig in der Form für ca. 25 Minuten in den Kühlschrank stellen.


"work-in-progress" - jetzt geht es ab in den Backofen!
Derweil den Rotkohl (wenn ihr ebenfalls den gekauften nehmt) abtropfen lassen und den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Schlagsahne und Eier in einer kleinen Schüssel vermischen. Da der gekaufte Rotkohl mir zu wenig gewürzt ist, habe ich die Sahne-Eier-Mischung mit Salz, Pfeffer und Orangensaft abgeschmeckt. Rotkohl in der Tarteform verteilen, mit der flüssigen Mischung übergießen und alles vorsichtig vermischen. Den Ziegenkäse flüssig rühren und mit zwei Teelöffeln in großen Flocken auf dem Belag verteilen. Ca. 40 Minuten in der Mitte des Backofens backen.

Die Tarte schmeckt, wie ich ja schon zuvor schon beim letzten großen Kochbloggertreffen in Hamburg feststellen durfte, auch im kalten Zustand hervorragend, läßt sich sehr gut vorbereiten und ist prima als Mitbringsel geeignet.

Guten Appetit!

Donnerstag, Oktober 30, 2014

Küchenteufels Küchenmumien-Challenge: Maronencreme mit Vanille

Im April 2014 habe ich an der Metro Kochherausforderung teilgenommen: Ein Warenkorb voller Zutaten musste in ein Menü verwandelt werden - jedes Produkte musste zum Einsatz kommen, zusätzliche Waren durften dazu kommen. Jan und ich haben noch eine private Challenge daraus gebastelt und nicht nur viel Spaß gehabt, sondern gemeinsam mit unseren Testpersonen auch zwei Mal sehr gut gegessen (behaupte ich jetzt mal).

Ein toller herbstlicher Brotaufstrich: Maronencrème.
In der letzten Woche habe ich den Vorratsschrank aufgeräumt und zahlreiche Zutaten gefunden, die ich irgendwann einmal für irgendein nachzukochendes Rezept erworben habe. Aber wofür? Vergessen. Landläufig werden solche Funde auch gern "Küchenmumien" genannt und ich erinnere mich, dass wir mal einen Wettbewerb veranstalteten, der das am längsten abgelaufene Produkt suchte *urgs* Mein Vorteil: Die Waren, die ich entdeckt habe, sind noch nicht seit gefühlten hundert Jahren abgelaufen, sondern alle noch benutzbar. Es sammelte sich ein kleiner Haufen sehr unterschiedlicher Produkte und in meinem Kopf nahm eine Idee Gestalt an: Warum bastle ich mir daraus nicht einen neuen, persönlichen Wettstreit mit mir selbst? Gesagt - getan. 

Hier kommt also meine "Küchenmumien-Challenge": Ich werde versuchen, in den kommenden fünf Beiträgen jeweils Produkte einzubauen, die ich beim aufräumen gefunden habe und die dringend verbraucht werden müssen. Mit viel Glück erinnere ich mich sogar an das Rezept, für das sie gedacht waren. Ansonsten muss ich mir eben etwas neues heraussuchen oder gar ausdenken. Um eine besondere Dringlichkeit herzustellen, habe ich sie mitten auf der Küchenanrichte abgelegt, damit ich immer wieder daran erinnert werde!

Heute beginne ich mit einer Packung eingeschweißter Maronen, auch Esskastanien genannt. Wofür habe ich die bloß einmal gekauft? Ich grübelte, durchsuchte meine Festplatte und die Nachkochliste und fand - nichts. Also ab in die Rezeptesammlungen, die ich mir im Internet angelegt habe, da wurde ich fündig. Und wie! Was nun dazu führt, dass ich nicht nur ein Rezept nachkochen / nachbacken möchte, in dem vakuumierte Maronen vorkommen, sondern derer fünf. Oh Mann ... :) Aber heute beginne ich mit etwas, dass nicht nur simpel, sondern auch noch sehr lecker ist: Maronencreme bzw. Kastanienmarmelade. Das hoffentlich perfekte Rezept, um sie selbst herzustellen, habe ich bei Aurélie gefunden, die vor allem mit ihren wunderbar aussehenden Macarons bekannt geworden ist, aber noch erheblich mehr zu bieten hat. Dort heißt es natürlich "Crème de marrons ou confiture de chataîgnes".

Allerdings habe ich das Rezept von Aurélie ein wenig abgewandelt: Da ich gern ein wenig "Biss" haben wollte, wurden die Kastanien nicht ganz so fein gemahlen, statt der Tonkabohne habe ich Vanilleextrakt genutzt und das Rezept einfach halbiert, um es an meine vorhandene Maronenmenge anzupassen. Los geht´s mit dem ultraschnell gekochten Brotaufstrich:

Maronen-Crème mit Vanille

 



Zutaten

200 g Maronen, vakuumiert
150 g braunen Rohrzucker
100 ml Wasser
1 TL Vanilleextrakt






Zubereitung

Ein sauberes Marmeladenglas bereit stellen. Damit die Maronencrème möglichst lange haltbar bleibt, muss hier sehr sauber gearbeitet werden. Deshalb kommen das Glas und der Deckel direkt aus der Spülmaschine und werden danach noch einmal mit kochendem Wasser übergossen. 

Die Kastanien mit der  Powertaste des Zauberstabs (bei mir sind das 600 W) nach eigenem Gusto mehr oder weniger fein mahlen.

Die gemahlenen Maronen in einer Schüssel mit dem Zucker vermengen, die Kastanien-Zuckermischung mit Wasser und Vanilleextrakt in einen kleinen Topf geben. Alles miteinander vermischen und auf kleiner Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen. Immer wieder umrühren.

Die fertige Maronencreme in das vorbereitete Glas füllen und noch heiß mit dem ausgekochten Deckel verschließen. Fertig! So einfach war das. Und der Haufen auf meiner Arbeitsplatte ist um ein Produkt geschrumpft :)

Was man damit macht? Einfach zum Frühstück auf den Tisch stellen - oder wie Aurélie so charmant schreibt: "beim Frühstück auf einer Scheibe Brot streicheln" -, in Joghurt rühren oder als besonderes Topping auf Vanilleeis geben. Es finden sich sicherlich noch zahlreiche Möglichkeiten, wenn ich erstmal auf den Geschmack gekommen bin, sie selbst herzustellen, anstatt sie im Supermarkt nur in den Wagen zu legen.

Guten Appetit!

Montag, Oktober 20, 2014

Küchenteufel britisch: Shortbread mit Mohn und Orangen

Ich liebe Shortbread. Es ist ein mürbes, buttriges Gefühl, dass sich im Mund ausbreitet und jeden Ärger vergessen läßt. Immer wieder wandert so eine schicke Packung von "Walker´s" im Einkaufswagen und wird oft schon während der Fahrt nach Hause angebrochen. Dabei ist an diesem britischen Gebäck gar nicht viel exotisches dran: Gute Butter, Mehl, Zucker und als Finesse etwas Salz und ein kleiner Schuss Rosenwasser. Seit ich mir eine quadratische Backform gekauft habe (die eigentlich für Brownies gedacht war), backe ich immer häufiger Shortbread Fingers und bringe sie zu jedem Doctor-Who-Screening und anderen Events mit britischen Filmklassikern etc. mit.
Doch gerade, wenn das "Grundrezept" schon so gut ist, macht es Spaß, Abwandlungen auszuprobieren. Vor allem, wenn sie einem buchstäblich entgegenfallen - so wie die angebrochene Packung Mohn, die mir vor einigen Tagen beim Öffnen des Vorratsschrankes auf die Füße fiel. Eine kurze Recherche ergab, dass die Kombination mit Orange gut passt und daher präsentiere ich euch heute:

Orangen-Mohn-Shortbread

 


Zutaten

200 g kalte Butter (kleine Stücke)
100 g weißer Zucker
1/2 TL Salz
1/2 TL Vanilleextrakt

300 g Mehl Typ 550
40 g Mohn
1 TL feine Orangenzesten (frisch von einer Bioorange abgerieben oder als Tüte)

Zubereitung

Die Bio-Orange heiß abwaschen und mit einem Zestenreißer oder einem Messer die Schale dünn in ganz feinen Streifen abschneiden. Dabei darauf achten, dass nichts weißes an der Schale ist, sonst wird es bitter! Wenn keine Bio-Orange verfügbar ist, bitte nicht auf die gespritzte Variante ausweichen. Lieber die Tüte vom Dr. aus Bielefeld benutzen. 

Die kalte Butter und den Zucker schaumig schlagen und dabei langsam den Zucker einrieseln lassen. Den Vanilleextrakt zufügen. Die weiteren Zutaten in einer kleinen Schüssel vermischen, an der Küchenmaschine oder dem Handmixer den Knethaken einsetzen und die Zucker-Butter-Mischung nur kurz mit der Mehl-Mischung verkneten.

Die entstandene Teigkugel auf ein Holzbrett legen und noch einmal kurz mit kalten Händen durchkneten. Eine 24x24cm - Backform fetten oder mit Backpapier auslegen - ich bevorzuge die Backpapiervariante - und den Teig gleichmäßig in der Form verteilen. Gut andrücken und ggf. mit einem Messer, Nudelholz o.ä. glätten. Wer plant, daraus "Short Bread Fingers" zu schneiden, sollte schon jetzt feine Linien einschneiden und mit einer Gabel die charakteristischen Punkte einstechen. Die Backform mit Klarsichtfolie bespannen und für ca. 45 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Den Backofen auf 170°C vorheizen und die Form aus dem Kühlschrank direkt in den Ofen geben. Ca. 30 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Aus dem Ofen holen, einige Zeit abkühlen lassen und mit einem sehr scharfen, sehr dünnen Messer zum Beispiel Stäbchen ("fingers") oder Rauten schneiden.

Varianten

Wer sein Shortbread in anderer Form servieren möchte - z.B. als Herzchen, Elch oder Hai - sollte nach der Kühlschrankpause die Kekse ausstechen und backen. Dementsprechend die Backzeit anpassen, ich empfehle ca. 10 - 12 Minuten.

Dienstag, Oktober 14, 2014

Küchenteufel beim Blogevent: "Schweizer Käsesehnsucht" trifft auf Ramen Burger

Blogevents sind toll. Schon lange profitiere ich davon, dass Blogger Events zu bestimmten Themen veranstalten und auf diese Weise tolle Rezeptsammlungen zusammentragen, die meist sehr orginell sind und einfach sehr gut darstellen, wie unterschiedlich die (Food-)Bloggerlandschaft eigentlich ist. Ich selbst trage mich dann ewig mit Ideen schwanger, um dann doch meistens den Termin zu verpassen. :) Aber gute Vorsätze fasst man ja nicht am 1.1., sondern jeden Tag und so habe ich mich gleich für das nächste Bloggerevent gemeldet. Das Blog 1x umrühren aka Kochtopf wird nämlich in diesem Jahr zehn Jahre alt und die liebe Zorra hat sich entschieden, das ganze Jahr über mit monatlich wechselnden Events zu feiern. Nachdem ich zum Beispiel das "Kochen mit Wodka"-Event und vor allem das "Kalifornische Walnüsse"-Event nur via Instagram und Co. erlebt habe, wollte ich die guten Vorsätze umsetzen, und habe mich fix gemeldet, als es darum ging, beim Event: "Schweizer Käse Sehnsucht" mit eben dieser Zutat zu kochen.

Blog-Event CII - Schweizer Käse Sehnsucht (Einsendeschluss 15.10.2014)

Kurze Zeit später nahm ich von meiner Nachbarin ein Päckchen entgegen, dass 500g Appenzeller Käse, einige kleine Holzspieße mit dem schweizerischen Wappen und eine witzige kleine Kuhglocke enthielt und begann, meine Rezepte zu wälzen. Überbackene Zwiebelsuppe? Neee. Käsesoufflé? Hat sicher schon jemand anders übernommen. Eine neue, spannende Kombination war gefragt.

Seit Wochen speichere ich mir die unterschiedlichsten Rezepte für den sogenannten "Ramen Burger", ein Fast Food-Gericht, bei dem das Burgerbrötchen aus chinesischen Nudeln besteht, die hier im Haus sehr beliebt sind und daher in großen Mengen gekauft und oft mit frischem Gemüse etc. aufgepeppt werden. Man kann die "Burgerbrötchen" mit und ohne Ei machen, es muss auch kein Fleisch-Patty sein, dass drin liegt und auch bei der weiteren Gestaltung gibt es unzählige Möglichkeiten. Eben diese Fülle an Variationen hat mich bisher abgeschreckt, einfach mal anzufangen. Aber nun war die Idee geboren: Warum nicht den Ramen Burger mit dem schweizer Käse belegen?

Ramen Burger mit Shoyu Sauce und Appenzeller Käse

 

Bild: AR.

 


ergibt 2 Ramen Burger

Zutaten für die Shoyu Sauce

60 ml klassische Sojasauce
55 g brauner Zucker
1 Knoblauchzehe, konfiert (alternativ: kleingehackt)
1/2 TL gehackter Ingwer (alternativ: Ingwerpaste aus dem Glas)
1 Frühlingszwiebel, fein gehackt
später: 1/2 TL Speisestärke, vermischt mit 1 TL Wasser

Zutaten für das Ramen-Brötchen

1 Tüte Ramen (ich habe die Variante "Schweinefleischgeschmack genommen)
500 ml Wasser
1 Ei

Zutaten für das Rindfleisch-Patty

400g Rindfleisch
1 Frühlingszwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, konfiert
2 TL Fischsauce
1/2 TL Ingwerpaste
Pfeffer nach Geschmack

Zutaten als Burgerbelag

Appenzeller Käse, geraspelt
Feldsalat
Rote Zwiebeln, in Ringe geschnitten
Sprossen: Alfalfa, Fenchel, Brokkolisprossen - CITTI Kiel verkauft die im Dreierpack als "Sandwich-Trio", sehr praktisch
Weitere tolle Zutaten sind Tomaten, kleine Spiegeleier, geröstete Zwiebelringe, kurz angebratene Austernsaitlinge etc.

Nun geht es an die Zubereitung der einzelnen Komponenten. Ich habe mich dabei dem Wissen vieler Blogger bedient, bei einigen jedoch mehr, als bei anderen. Die Sauce zum Beispiel kommt von Peegaws tumblr, die Idee mit dem Feldsalat, den roten Zwiebeln und dem Käse von Serious Eats.

Zubereitung der Sauce

Alle Zutaten außer der Speisestärke-Wasser-Mischung in einen kleinen Topf geben, einmal hoch erhitzen und dann wenige Minuten köcheln lassen. Regelmäßig umrühren. Die Speisestärke dazugeben, unterrühren, kurz mit erhitzen und zur Seite stellen.

Zubereitung der Ramen-"Brötchen"

Die Nudeln mit der enthaltenen Würzmischung in 500 ml kochendes Wasser geben und etwas kürzer kochen, als auf der Packung angegeben. In einem Sieb abtropfen lassen, nicht kalt abspülen. Ein Ei in einer kleinen Schüssel mit einer Gabel vermischen und die Nudeln unterrühren.
Vier Schalen in Burgerbrötchengröße mit Klarsichtfolie auslegen und die Nudeln auf die Schalen verteilen. Mit der Folie einschlagen und mit einer kleineren Schüssel beschweren. Dann für ungefähr 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. 

Zwei Pfannen mit wenig Öl erhitzen und die inzwischen etwas fester gewordenen Ramennudeln aus den Schälchen mit beherztem Schwung in die Pfannen drehen. Sollten die Nudeln trotzdem etwas aus dem Ruder laufen, einfach schnell wieder rund formen. Zusätzliches Öl dazugeben und um die Brötchen herumlaufen lassen. Ca. 5 Minuten auf mittlerer Hitze braten lassen, so dass das Ei stocken kann. Dann wenden und von der anderen Seite braten.

Zubereitung des Burgers

Das Hack in einer Schüssel mit allen genannten Zutaten vermengen, in zwei Teile teilen und mit einer Burgerpresse oder einem kleinen Schälchen in Form bringen. Da die Burger beim Braten meist schrumpfen, kann man hierfür auch die selben Formen nehmen wie für die Ramen-"Brötchen". Die Hackpatties in einer Pfanne von einer Seite stark anbraten, umdrehen und die Hitze etwas zurücknehmen. Auf die angebratene Seite mit einem Silikonpinsel - es geht auch ein TL -  etwas von der Shoyusauce pinseln, geraspelten Käse auf das Fleisch geben und langsam schmelzen lassen, während die Unterseite brät.

Nun haben wir alle Komponenten zusammen. Nebenbei sollte man jetzt noch den Feldsalat waschen und putzen, die Sprossen einmal abspülen, die Zwiebeln und die Tomaten in Ringe schneiden etc. und dann geht es an den:

Zusammenbau des Ramen Burgers


Ein Nudel-"Brötchen" als Unterseite auf einen Teller legen und mit geputztem Feldsalat und roten Zwiebelringen belegen. Mit einem TL nach Belieben noch etwas der Shoyu-Sauce auf den Salat tröpfeln lassen, dann mit dem Fleischpatty samt geschmolzenem Käse und den Sprossen belegen. Das zweite Brötchenteil auflegen und servieren. Der Mann isst ja leider keinen Käse :( Da sah das Endprodukt so aus:



Weiterführende Varianten

Selbstverständlich haben wir für die vegetarische / vegane Fraktion auch andere Möglichkeiten ausprobiert. Die Nudeln ohne Ei einfach nur zu formen und zu braten klappt, wird aber sehr knusprig. Da müssen wir weiter testen und das eignet sich dann sicher auch für einen weiteren Blogbeitrag. Das vegane Patty haben wir aus Möhrenraspeln, Pilzen und Sesam gebaut und es hat wirklich sehr sehr lecker geschmeckt. Ihr dürft also gespannt sein :)

Bei der Japansociety gibt es ein Video, wie nach deren Meinung ein Ramen Burger hergestellt werden sollte. Dort wird die komplette Nudeltüte für einen Burger verwendet. Mir wäre das dann doch etwas zu viel Nudel, aber ich möchte euch diesen Link natürlich nicht vorenthalten. Vielleicht löst diese Nudelmenge mein "zu knusprig ohne Ei"-Problem?

Jetzt gehe ich aber erstmal fleißig stöbern, was all die anderen Teilnehmer des Blogevents mit ihren zugeschickten Käsesorten so tolles gezaubert haben und wünsche Zorra alles Gute zum zehnten Bloggeburtstag!

Montag, Oktober 13, 2014

Küchenteufel goes Blogevent: Mehlspeisen - Holsteiner Buchweizenklöße

Es gibt ganz viele ganz tolle Foodblogger, die ich gar nicht alle verlinken kann. Einige von denen veranstalten außerdem auch regelmäßig sogenannte "Blogevents" zu speziellen Themen. Immer wieder denke ich mir: "Das ist ja toll - da bin ich dabei!", um dann aber entweder nicht ausreichend von der Muse geküsst zu werden oder einfach den Termin zu verpassen :)

Doch nun soll alles besser werden und ich beginne meinen Neustart in die Welt der Blogevents. "Schuld" daran ist Melanie von der "Kleinen Chaosküche" mit ihrem Event zum Thema: "Mehlspeisen". Sie feiert damit ihren ersten Bloggeburtstag, zu dem ich mit meinem Beitrag ganz herzlich gratuliere!

Mehlspeisen - Süße Sünden für Leib und Seele 


Der Klassiker der Mehlspeisen ist sicherlich der Kaiserschmarrn - doch den hab ich bereits vor Jahren verbloggt. Also musste ich mich ein wenig weiter umhören bzw. Kochbücher wälzen. Eines heißt "Norddeutsche Küche" und wurde von mir bereits im Rahmen des Events "Jeden Tag ein Buch" vorgestellt. Wer es noch nicht hat: Unbedingt kaufen! Mehr als 300 Seiten mit tollen Rezepten und interessanten Hintergrundgeschichten für gerade mal 12,99 Euro!

Siehe da: Meine Wahlheimat Schleswig-Holstein war mal ein sehr mehlspeisenreiches Land. Der Klassiker ist hierbei wohl der "Dithmarscher Mehlbeutel" (auch "Mehlbüddel" genannt), der mit Korinthen, Mandeln sowie Backobst, aber auch mit Speckschwarte und durchwachsenem Speck angerichtet wird. Heutzutage nicht mehr so wirklich zeitgemäß und ehrlich gesagt warte ich noch auf mein erstes "Mehlbüddel-Ereignis". Sollte einer meiner Leser einen tollen Landgasthof o.ä. kennen, wo dieses Gericht serviert wird, bitte Info an mich!

Stattdessen wandte ich mich einer Zutat zu, die früher auf dem Speiseplan der norddeutschen Küstenländer nicht wegzudenken war und heute von der Vollwertküche wieder neu entdeckt wurde: Der Buchweizen, ein genügsames Korn, dass auch auf kargem Boden wächst und die genügsamen Norddeutschen ernährte. Er ist allerdings gar kein Getreide, sondern ein Knöterich. Trotzdem finde ich, dass er prima zum Event passt.

Holsteiner Buchweizenklösse


Zutaten

1 kg mehligkochende Kartoffeln
120 g fetter geräucherter Speck, aus dem Kühlschrank (Originalrezept: 100 g)
250 g Buchweizenmehl
4 Eier
2 EL Milch
Salz, Pfeffer
Butter 
Variante: Manchmal werden die Klöße mit einer Prise Macisblüte und Cayennepfeffer bzw. Piment d´Esplette gewürzt.

Zubereitung

Die geschälten Kartoffeln in Salzwasser gar kochen, abgießen und abkühlen lassen. Durch eine Kartoffelpresse drücken (oder fein stampfen). Den Speck aus dem Kühlschrank holen - dann läßt er sich besser schneiden - und in ganz feine Würfelchen schneiden. Gemeinsam mit den Eiern, der Milch und dem Buchweizenmehl zu den Kartoffeln geben und verkneten. Mit Salz & Pfeffer aus der Mühle abschmecken.

In einem weiten Topf Wasser mit Salz zum Kochen bringen. Die Hände mit kaltem Wasser anfeuchten und aus dem Teig kleine Klöße formen (ca. 12 - 15 Stück). Die Hitze herunterdrehen und die Klösse im Salzwasser ca. 12 Minuten ziehen lassen. Für mehr Fleischgeschmack werden die Klöße auch gern in Fleischbrühe gekocht.

In einer Pfanne die Butter schmelzen und warten, bis die Molke sich bräunlich färbt. Die Klösse mit der "braunen Butter" übergießen und heiß servieren.

Die Klöße werden hier im Norden gern mit Kompott oder Backobst serviert, sie passen aber auch prima zu Steinpilzen oder grob gewürfeltem Herbstgemüse.

Guten Appetit!

Mittwoch, Oktober 08, 2014

Küchenteufel: Weiche Kürbisbrötchen

Im CITTI-Markt lachen mich jetzt im Herbst die Kürbisse an und ich kann einfach nicht anders, als immer wieder zuzugreifen und unsere Lieblings-Kürbis-Rezepte zu kochen: Kürbissuppe, Kürbisbrot oder Kürbisspätzle sind schnell gemacht und immer wieder lecker. Aber ich brauche ja auch immer mal wieder etwas Neues für das Blog und damit für euch ;)

Was mich an Gerichten mit Hokkaido-Kürbis immer wieder beeindruckt, ist die satte gelbe Farbe. Deshalb habe ich mir das Kürbisbrot-Rezept geschnappt und mit ein paar kleinen Abwandlungen hier und da sehr schmackhaft aussehende süße Kürbisbrötchen gebacken. Aufgeschnitten mit gesalzener Butter und leckerem Schinken sind sie ein Frühstücksgenuss, mit britischer "clotted cream" und Marmelade passen sie toll auf die Kaffeetafel.

Weiche Kürbisbrötchen

 








Zutaten

300g Hokkaido-Kürbisfleisch (netto, nach Entfernen von Schale und Kernen)
80g weiche Butter
500g Mehl (Typ 550)
1/2 Würfel Hefe
90g Zucker
1 gestr. TL Salz
1 Ei
1 EL Milch
Zubereitung
Der Kürbis wird geschält, entkernt und in kleine Würfel geschnitten. Mit 3 EL Wasser in einen kleinen Topf geben und bei geschlossenem Deckel auf kleiner Hitze weichdünsten. Die Butter dazugeben und mit einem Stabmixer oder einem Kartoffelstampfer weichpürieren. Die Butter-Kürbis-Masse etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit Mehl, Zucker und Salz vermischen und die Hefe hineinkrümeln. Das Ei und die Butter-Kürbis-Masse dazugeben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Ich nutze erst die Küchenmaschine und knete dann mit den Händen noch etwas weiter. Den Teig an einem warmen Ort abgedeckt ca. eine halbe Stunde gehen lassen.

Der Teig sollte sich sichtbar vergrößert haben, wenn ihr ihn auf eine Arbeitsplatte gebt. Noch einmal kräftig durchkneten und in ca. 8 - 10 Stücke teilen. Die Teigstücke zu Brötchen formen, auf ein Backblech geben und mit etwas Milch bepinseln. Wer mag, kann an dieser Stelle Kürbiskerne auf die Brötchen legen. Den Backofen auf 180°C Ober- & Unterhitze aufheizen und die Brötchen derweil noch ein wenig gehen lassen. Eine kleine ofenfeste Schüssel mit Wasser auf den Boden stellen und die Brötchen ungefähr 40 Minuten in der Mitte des Backofens backen.

Ein wenig abkühlen lassen und lauwarm mit süßer oder herzhafter Brotauflage servieren.

Mittwoch, Oktober 01, 2014

Küchenteufel: Spanische Tapas - Grundlagen - Papas arrugadas mit selbstgemachter Aioli (mit und ohne Ei / Milch)

Es wird Herbst in Norddeutschland. Und bis auf wenige Sonnenstunden herrscht aktuell eine neblige Nieselstimmung. Das sorgt einerseits dafür, dass ich alte und neue Kürbisrezepte hervorhole, Suppen, Aufläufe und andere "Seelenwärmer"-Rezepte plane. Andererseits lockt das Wetter in mir aber auch eine trotzige "jetzt erst recht!"-Haltung hervor.
Deshalb gab es in der letzten Woche einen Abend voller spanischer Kleinigkeiten, Tapas genannt, die uns - gepaart mit einer fröhlichen Komödie auf DVD - , ein wenig den Sommer zurückholten.

Auf Twitter hieß es natürlich sofort: "Haste mal ein Rezept?", also habe ich mir gedacht, schaffe ich erst einmal ein paar Grundlagen mit unseren "Basis"-Rezepten und stelle euch dann nach und nach die Lieblingsrezepte vor.


Wenn es etwas gibt, dass jedem zum Stichwort "Tapas" einfällt, dann ist es sicher die Knoblauchcreme "Aioli", um dessen Herkunft sich Franzosen und Spanier seit Jahrhunderten kräftig streiten. Unbestritten ist auf jeden Fall, dass sie aus Knoblauch (französisch/provencalisch "Ail") und Öl (spanisch/katalanisch "Olio") besteht. Eine echte europäische Produktion also! Und wie so oft bei althergebrachten Rezepten, gibt es einfach nicht DAS Rezept, sondern vielfältige Spielarten. Nachdem wir monatelang die leckere Sauce im gelben Plastiktöpfchen aus dem Supermarkt geholt haben, war unsere Neugier geweckt, ob wir Aioli nicht auch selbst machen könnten. Wir haben uns also durch französische und spanische Rezeptbücher gearbeitet und herausgekommen sind drei Rezepte, die wir je nach Laune benutzen. Das Gute daran: Alle bestehen aus wenig Zutaten und jeweils eines ist ohne Milchprodukte bzw. eins ganz ohne tierische Zutaten. Da mir Olivenöl meist zu heftig ist, greife ich auf Rapsöl zurück. Peggy von multikulinarisch.es hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Rapsöl mit ihrem "Rapsoelution"-Event ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken - da helfe ich natürlich gern! Deshalb eine deutliche Empfehlung, die Aioli-Rezepte mal mit heimischem Rapsöl auszuprobieren. Es lohnt sich!



Aioli mit selbstgemachter Mayonaise


Unsere Lieblingsvariante ist sonnengelb und durch die Mischung aus Oliven- und Rapsöl auch nicht so herb. Geht quasi immer!

Zutaten

1 Eigelb, zimmerwarm
3 - 4 Knoblauchzehen, konfiert
1/2 TL Senf
100 ml Olivenöl
50 ml Rapsöl
Salz, Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

Die ersten drei Zutaten in einen hohen Becher geben und den Pürierstab hineinstellen. Auf kleiner Stufe mixen und dabei langsam die beiden Ölsorten hineingießen. Den Pürierstab höher stellen und langsam nach oben ziehen. Nach Geschmack mit Salz & Pfeffer würzen und in einer kleinen Schüssel servieren.

Aioli mit Milch


Die spanische Variante mit Milch als Stabilisator ist wohl die bekannteste. Sie ist zumeist schneeweiß und kommt ohne das Eigelb aus.

Zutaten

100 ml Vollmilch, zimmerwarm
3 - 4 Knoblauchzehen, konfiert
1/2 TL Salz
200 ml Pflanzenöl (vorzugsweise Olivenöl, oder gemischte Öle)
evtl. Zitronensaft

Zubereitung

Milch, Knoblauchzehen und Salz in einen hohen Becher geben. Den Pürierstab ansetzen und auf hoher Stufe losmixen. Wenn die Milch schäumt, das Öl in kleinen Mengen zufügen, bis die gewünschte Festigkeit erreicht ist. Für mehr Frische kann man noch einige Spitzer Zitronensaft dazugeben.

Aioli vegan (die klassische Variante)


Eigentlich ist die Version ganz ohne tierische Produkte kein hippes Lifestyleprodukt, sondern die ureigene Grundversion der Aioli. Da mit dem Eigelb oder der Milch ein klassischer Emulgator / Stabilisator fehlt, muss man dieser Variante etwas mehr Aufmerksamkeit geben, wird aber durch einen tollen Geschmack belohnt.

Zutaten

10 - 12 Knoblauchzehen, konfiert
200 ml Pflanzenöl (Olivenöl, Rapskernöl oder einfach die Lieblingsöle mischen)
1 TL Salz

Zubereitung

Hier ist der Pürierstab eher kontraproduktiv. Die Knoblauchzehen zerdrücken, mit dem Salz bestreuen und schluckweise mit dem Öl vermischen. Sobald Knoblauch und Öl sich miteinander verbunden haben, Öl nachgießen. Irgendwann läßt sich das Öl nicht mehr mit der Knoblauch-Öl-Mischung vermischen und setzt sich am Rand ab.  Dann ist die Aioli fertig.

Wer eine vegane Variante bevorzugt, es aber trotzdem schnell gehen soll, empfehle ich das Rezept mit Milch - allerdings ersetzt durch Sojamilch. Wer diese vegane Sojamilch-Aioli in einem schönen gelb haben möchte, kann eine Messerspitze Kurkuma hinzufügen.

Wer keinen Pürierstab hat, muss jetzt natürlich nicht verzweifeln, sondern kann auf Handbetrieb umstellen. Mit einer Gabel oder einem Schneebesen läßt sich die Aioli ebenfalls herstellen, es dauert nur etwas länger.

Wozu isst man diese Aioli? Eigentlich zu allem. Ob auf frischem Ciabattabrot, zum dippen für Gemüsesticks, mit Tintenfischringen - oder als Kräuterbutterersatz zum Steak ;) Ich mag sie besonders zu kanarischen Runzelkartoffeln, im Original "Papas arrugadas" genannt. Davon bekommt man in einer Tapasbar leider immer nur einige wenige in einem Schälchen, was sehr schade ist, denn sie sind schnell und einfach hergestellt und die Kosten halten sich absolut im Rahmen.

Papas arrugadas - kanarische Runzelkartoffeln


Auch hier gilt: Fast jede spanische Kneipe hat ihr eigenes Rezept. Wir haben ein wenig herumprobiert und uns für diese Variante entschieden.

Zutaten

1,5 kg kleine Kartoffeln
200 g grobes Meersalz (ja, wirklich so viel)

Zubereitung

"Runzelkartoffeln"
Die kleinen Kartoffeln unter fließendem Wasser ein wenig abschrubben - ich benutze dafür einen zweckentfremdeten Peelinghandschuh aus der Drogerie/BodyShop - und in einen großen Topf geben. Den Topf mit Wasser auffüllen, bis die Kartoffeln bedeckt sind. Das Salz einstreuen und kräftig unterrühren. Einen Deckel auflegen, ein Handtuch mehrfach gefaltet auf einer Seite unter dem Deckel einklemmen und die Kartoffeln ca. 20 Minuten kochen. Wenn ich rechtzeitig daran denke, gieße ich das Wasser ab und stelle die Kartoffeln danach im Topf für einige Zeit (5-10 min.) auf den ausgeschalteten Herd. So bekommen sie den charakteristischen Runzeleffekt. Wenn man die Kartoffeln ein wenig "vergisst", bis das Wasser verdampft ist, wartet man noch ca. 10-15 min. auf den Runzeleffekt und wird mit einer sehr leckeren Salzkruste belohnt.

Klassisch werden diese Kartoffeln mit Mojo Rosso bzw. Mojo Verde serviert, Saucen, die größtenteils aus Öl, Knoblauch und Kräutern bzw. Peperonis & Paprikapulver bestehen. Ist jedoch nicht so ganz unser Geschmack.

Guten Appetit!

Montag, September 15, 2014

Küchenteufel portugiesisch: Pastéis de Nata (Vanilletörtchen)

Zum ersten Mal sind sie mir 2004 in einem Strassencafé in Düsseldorf über den Weg gelaufen: Pastéis de Nata (Einzahl: Pastel de Nata). Alex bestellte bei unserem ersten Date diese Blätterteig-Vanille-Törtchen als Dessert und ich war hellauf begeistert von zwar den sehr hochkalorischen, aber auch wirklich leckeren portugisieschen Klassikern. Später genoss ich sie hin und wieder in der Kieler "TragBar", aber irgendwie stimmte der Geschmack nicht mit der damaligen Genussexplosion überein.

In der letzten "Lecker Bakery" war ein Rezept verzeichnet, dass mich wieder daran erinnerte und da ich eh noch ein Mitbringsel für eine Abendeinladung benötigte, war es spontan entschieden: Fix heran an den Blätterteig und schnell waren gar köstliche Leckereien für Christophs Geburtstag gefertigt. Unbedingt zur Nachahmung empfohlen! Und wenn es uns irgendwann einmal nach Lissabon verschlägt, werde ich ganz sicher einmal das Original, ein Pastel de Bélem, probieren :)

Pastéis de Nata




Zutaten

1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal (wenn möglich, "Butter-Blätterteig")
Butter zum Einfetten der Muffinförmchen
1 EL Butter
500 ml Milch
1 Vanilleschote - alternativ 1/2 TL Vanilleextrakt
1 Zimtstange
2 EL Mehl
250 g Zucker
1 Pr. Salz
6 Eigelb - die Lecker Bakery spricht von 5x Eigelb und einem ganzen Ei
brauner Zucker zum karamellisieren

Zubereitung

Den Blätterteig ausrollen und mit einem Nudelholz ein wenig auswallen. Mit einem bemehlten Glas o.ä. Kreise von ca. 10 cm ausstechen. Sollte die Blätterteigrolle dafür nicht ausreichen, rät die LB dazu, die übriggebliebenen Teigränder aufeinander zu legen und erneut auszurollen, um die restlichen Kreise auszustechen. Die Mulden des Muffinbackblechs mit weicher Butter und einem Silikonpinsel auspinseln, die Blätterteigkreise hineindrücken und bis zur weiteren Verwendung in den Kühlschrank stellen.

In einem kleinen Topf die Butter schmelzen und mit der Milch, der Zimtstange, das Mark der Vanilleschote und die -stange unter Rühren aufkochen lassen. Dann die Hitze herunterdrehen und einige Minuten ziehen lassen, bevor die Zimtstange und die Vanilleschote wieder entfernt werden. Alternativ geht auch Vanilleextrakt, dann fehlen jedoch die charakteristischen Vanillepünktchen in der Eiermasse, oder ihr nehmt gemahlene Vanille. 

Den Backofen auf ca. 220°C vorheizen. Zucker, Mehl und Salz miteinander vermischen und zur heißen Milch geben. Weiter rühren und dabei die Masse aufkochen lassen. Den Topf vom Herd ziehen und einige Minuten abkühlen lassen. Derweil die Eier trennen und die Eigelbe kräftig in die Creme rühren. Das Muffinbackblech aus dem Kühlschrank (oder einem anderen kühlen Ort) holen und die Mulden mit der Creme befüllen. Ca. 15 Minuten backen, nach 12 Minuten auf das Backwerk achten - jeder Ofen funktioniert anders!

Das Muffinbackblech herausholen und ca. 15 Minuten abkühlen lassen, bevor die Törtchen den letzten Pfiff bekommen: Mit braunem Zucker bestreuen und mit einem kleinen Brenner (oder mit dem Grill des Backofens) karamellisieren. Am besten noch ganz leicht warm servieren.

Guten Appetit!

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