Dienstag, April 05, 2016

Küchenteufels schnelle Backstube: Apfel-Streusel-Muffins

Seit ich beim letzten Blogevent ein eigenes Müesli zusammengestellt habe, steht in meiner Küche eine geöffnete Packung Haferflocken herum. Haferflocken? Was hab ich denn früher gern mit Haferflocken gebacken? Wenn man sich nicht alles irgendwo notiert ... *in der Küchenschublade herumsuchend einen Stapel alter Chefkoch.de-Ausdrucke hervorkram* ... Ah, hier, die Apfel-Streusel-Muffins à là Feuermohn waren eine Zeitlang DER Mitbringsel-Hit auf jeder Party. Wahrscheinlich bis die erste Packung Haferflocken leer war :D Praktischerweise hatte ich mir auch meine kleinen Änderungen mit auf dem Ausdruck notiert (hier und da ein wenig mehr, und vor allem: Haselnüsse statt Mandeln), so dass ich sie jetzt mit euch teilen kann.

Was die Kerlchen auszeichnet? Neben ihrem wirklich guten Geschmack auch die Tatsache, dass sie sehr schnell hergestellt sind. Der Teig für den Boden ist nämlich auch gleichzeitig der Teig für das Topping, und das Apfelmus dazwischen kann man sich - wenn man sich denn rechtzeitig bevorratet hat - einfach aus dem Küchenschrank schnappen. Deshalb konnte ich am letzten Wochenende klammheimlich ein Blech voll zum Frühstück verbacken und wieder ins Bett hüpfen, bevor der Rest des Haushalts überhaupt aufgestanden war. Mein Plan war sogar, dass erst das dazugehörige Foto bei Instagram für die Überraschung sorgen sollte, aber leider war ich wohl nicht leise genug gewesen.

Auch wenn die Streusel-Muffins mit Äpfeln als Frühstück ein klein wenig mächtig waren, lege ich sie doch einfach mal mit aufs Brunchbuffet - denn bei Tastesheriff Claretti geht es in dieser #ichbacksmir-Runde um Brunchrezepte. Gerade für Nussallergiker ist interessant, dass diese Muffins im Originalrezept mit Mandeln (sind ja keine Nüsse) gedacht sind, und damit natürlich auch gut schmecken. Hier waren aber Haselnüsse gefragt, ich finde es immer noch klasse so.

Apfel-Streusel-Muffins



Zutaten

220g Mehl Typ 405
1,5 TL Backpulver
40 g Haferflocken
100 g gemahlene Haselnüsse
150 g Zucker
2 TL Vanillezucker
1/2 TL Zimt
200 g weiche Butter
1 Glas Apfelmus (ca. 340 g)

Zubereitung

Den Backofen auf ca. 175°C vorheizen.

Mehl und Backpulver vermischen, dann Haferflocken, Haselnüsse, Zucker, Vanillezucker und Zimt unterrühren. Die weiche Butter mit einem Messer in kleine Stücke schneiden und unter die trockenen Zutaten kneten. Dafür habe ich erst die Rührschlegel am Handmixer benutzt, dann aber mit (kalten) Händen weitergeknetet, bis der Teig schön krümelig ist. 

Ein Muffinbackblech mit Papiermanschetten auslegen. Den Teig halbieren und auf die Muffinförmchen verteilen. Kräftig mit einem Teelöffel oder besser mit den Fingern gleichmäßig festdrücken. Das Apfelmus mit einem Teelöffel auf den festgedrückten Böden verteilen. Obenauf kommen nun die restlichen Streusel. Im vorgeheizten Backofen ca. 25 - 30 Minuten backen (je nach Backofen!).






Im Muffinbackblech auskühlen lassen. Auch wenn sie bereits lauwarm wirklich lecker sind, fallen die Streuselmuffins einem dann leider auseinander. Deshalb bitte völlig auskühlen lassen.

Guten Appetit!

Dienstag, März 15, 2016

Küchenteufel frühstückt: Orangen-Kokos-Quinoa-Müsli

Meine Mama war beim gemeinsamen Frühstück am Montagmorgen baß erstaunt: Das Kind frühstückt! Und das auch noch gesund? Was ist da los?

Ich habe festgestellt, dass eine (zumindest ab und zu) regelmäßige Nahrungsaufnahme vor 10 Uhr am Morgen mir dabei hilft, das bis hier hin abgenommene Gewicht zu halten. Also habe ich mich durch das übergroße Angebot an Frühstückflocken und Co. gearbeitet und ein Müsli entdeckt, dass u.a. mit gepoppten Quinoakugeln aufwartete. Milch drüber, Früchte drauf, und die abendlichen Naschereianfälle wurden deutlich weniger. Nachdem die Dose leer war, wollte ich sie nicht extra im Internet nachbestellen, sondern selbst zusammenstellen. Also habe ich mich daran gemacht, die Zutaten, die auf der Packung standen, zusammenzukaufen - das ging dank Reformhaus, Supermarkt und 1000-Körner-Markt direkt am Ende meiner Strasse sogar ziemlich schnell. Wohl dem, der in einer studentischen Gegend wohnt ;)

Das Ganze wird dann mit frischem Obst und einem großen Kleks Joghurt verputzt und hält wirklich lange satt. Es ist mein erstes selbstgemischtes Müsli und ich freue mich, damit gleich an Zorras bzw. Majas Blogevent CXVII – What’s for breakfast? Müsli! teilnehmen zu können!

Blog-Event CXVII - Whats for breakfast? Müsli! (Einsendeschluss 15. März 2016)

Orangen-Kokos-Quinoa-Müsli




Zutaten

100 g gepuffter Quinoa
150 g Haferflocken
150 g Dinkelflocken
50 g Kokosraspel
2 EL Kokosöl
2 TL selbstgemachter Vanillezucker
30 g Cashewnüsse
je 3 TL getrocknete Blaubeeren & Datteln

Zubereitung

Den Backofen auf 160°C vorheizen. Die Cashewnüsse hacken, genauso die getrockneten Blaubeeren und Datteln (es gehen natürlich auch alle anderen Trockenfrüchte nach Wunsch). Quinoa, die Haferflocken, Dinkelflocken und die Kokosraspel vermischen. Kokosöl schmelzen und mit dem Vanillezucker verrühren, kräftig vermischen und auf einem Backblech verteilen. Ca. 10 Minuten "backen" (eher: trocknen & rösten). Das Backblech herausholen, den Duft einatmen und das Müsli abkühlen lassen. Mit einem Holzpfannenwender in grobe Stücke brechen, den Rest zwischen den Fingern zerreiben. Die gehackten Zutaten untermischen.

In luftdichte Container verpacken.

Zum Frühstück schneide ich mir einige frische Früchte (aktuell Äpfel oder Orangen) auf, dazu gibt es Milch aufs Müsli, und vielleicht noch 2-3 EL Joghurt.

Guten Appetit!

Mittwoch, März 02, 2016

Küchenteufels Basics: Bärlauch-Walnuss-Pesto (#walnutswednesday)

Als ich meine Mutter vorgestern vom Kieler Bahnhof abholte, lagen noch vereinzelt Schneereste herum. Dafür brachte mir der Inhalt der großen Tasche, die eigens für mich gepackt war, aber den Frühling, vielleicht sogar den Sommer ins Haus: Mit Schokolade überzogene Macadamiapralinen original aus Hawaii, zwei Flaschen mit alkoholischer Füllung original aus der Champagne sowie ein großes Büschel Bärlauch - am Morgen frisch im Rheinland gepflückt. Leider ist Bärlauch nichts, mit dem man sich bevorraten kann. Selbst tiefgefroren verliert er ruckzuck seinen Geschmack. 

Also habe ich mir schnell zwei schöne Rezepte herausgesucht, die - wenn es denn gelingt und schmeckt - demnächst hier erscheinen werden. Der Rest war jedoch immer noch ein großer Haufen, deshalb griff ich auf die große Menge Walnüsse zurück, die ich hier noch vorrätig habe (Stichwort: #walnutswednesday), und den Brocken Parmesan, der im Kühlschrank schon seit einigen Tagen auf seiner Verwendung wartete. Ein wenig Rapsöl, Meersalz, Zitronensaft: Mehr braucht es nicht für ein schmackhaftes Pesto. Auf diese Weise kann ich mir diesen Frühlingsboten ein wenig länger erhalten. 



Außerdem hat Sina von Giftigblonde gerade ein Blogevent namens "Bärlauchliebe" ausgerufen, das passte ja wie die Faust aufs Auge. Endlich bin ich mal nicht innerhalb der letzten 24 h dabei, sondern schon gleich zu Beginn :) 

Was war im Player? 
Nebenbei habe ich mir angehört, was "Insert Moin" über das Spiel "Firewatch" zu erzählen hatten. Aber ich warne: Wer es noch spielen will, sollte ab der Häfte nicht mehr zuhören - es wird (mit Vorwarnung) kräftig gespoilert. 


Bärlauch-Walnuss-Pesto 




Zutaten 

70 g Walnüsse
150 g Bärlauch
100 g Parmesan
1 -2 Knoblauchzehen (vorzugsweise konfiert)
150 ml Rapsöl (evtl. mehr) 
etwas Zitronensaft
Meersalz

Zubereitung

Die Walnüsse in einer kleinen Pfanne ohne Fett ein wenig rösten, bis ein angenehmer Duft aufsteigt. Abkühlen lassen.

Den Bärlauch gründlich waschen und abtropfen lassen. Ggf. in einige Küchentücher wickeln. Die Blätter grob hacken und gemeinsam mit Knoblauch, Nüssen und Parmesan mit dem Mixer / Food Processor / Zauberstab hacken. Langsam das Öl hineinlaufen lassen und dabei weiter zerkleinern lassen, bis eine noch leicht grobe Paste entsteht. (wer mag, darf hier auch noch feiner werden - aber nicht zu lang häckseln, sonst wirds bitter!)


Mit Zitronensaft und Salz vorsichtig würzen. Gereinigte Gläser bereitstellen und das Pesto dort hinein abfüllen. Darauf achten, dass die Ränder sauber bleiben. Zum Ende das Pesto mit einer Schicht Öl bedecken.

Guten Appetit!

Sonntag, Februar 28, 2016

Küchenteufel: Die perfekte Schwarzwälder Kirschtorte (Blackforest Cake 2.0)

Ja, ich habe bereits ein Rezept für eine Blackforest Cake auf dem Blog. Es ist ja auch schon ein paar Tage alt, dieses Blog, und war tatsächlich mal sehr tortenlastig. Es wäre also ein Wunder, wenn dieser Klassiker der deutschen Konditorei nicht hier vertreten wäre. Allerdings war ich nie so hundertprozentig zufrieden damit, und als der Stern einen Artikel mit nicht weniger als "So geht die perfekte Schwarzwälder Kirschtorte" betitelte, war ich dann doch neugierig. Ich nehme mal ein wenig die Spannung raus und sage: Es stimmt. Nicht zu süß, sehr kirsch- und schnapslastig. Allerdings muss man sich tatsächlich drei Tage Zeit nehmen: Einen für die Böden, einen für die Zubereitung der Beläge und das Zusammenbauen, und den letzten dann zum genießen :)

Natürlich habe ich auch ein Foto geschossen (zumindest mobil aus der Hüfte), und ein wenig mit den Filtern meines neuen Telefons gespielt. Die schwarz-weiße Variante gefiel mir, und da war doch was mit schwarz-weiß-Fotos? Genau, "Ina isst" hatte vor einigen Wochen zu einem Blogevent namens "Black & White" aufgerufen, bei dem die Rezeptfotos in sw eingereicht werden sollten. Kurzer Check und tatsächlich - ich war noch im Zeitfenster! Also nehme ich mit dieser Torte, die den Fans des Genres wirklich gemundet zu haben scheint (es schneite wohlig-warme Komplimente!) am Event teil und wer weiß - vielleicht darf ich mir demnächst einen coolen Kitchen-Aid-Mixer in die Küche stellen :D



Das Rezept ist übrigens von niemand geringerem als Konditormeister Schneider in Kappelrodeck (natürlich im Schwarzwald). Ich habe lediglich die Schnapsmenge ein ganz klein wenig nach unten korrigiert. Das war mir dann doch zu heftig :) Wenn ich Torten baue, kommen endlich mal all die vielen großen und kleinen Hilfsmittel zum Einsatz, die ich mir über die Jahre so zusammengekauft habe. Einige davon habe ich euch verlinkt (der Link führt zu Amazon; wenn ihr darüber etwas kauft, bekomme ich etwas davon), aber natürlich geht es auch mit den Sachen, die ihr so in der Küche stehen habt. Wie häufig backt man schon Torten. Musik gab es natürlich auch, deshalb im Anschluss ein Blick in meine Spotify-Playlist zum Thema "ESC-Perlen" (#ulfs fand gerade statt und der #esc rückt in greifbare Nähe!). Aber nun erstmal viel Spaß mit ihr:

Die perfekte Schwarzwälder Kirschtorte

 



Zutaten

Tag 1
7 Eier Größe M
210 g Zucker
160 g Mehl Typ 405 + welches für die Form
80 g Speisestärke
40 g Kakaopulver
2 TL Backpulver

Tag 2
200 ml Wasser
80 g Zucker
2 x 50 ml Kirschwasser (60% oder weniger)
1 großes Glas Sauerkirschen
25 g Speisestärke
1 Liter Konditorsahne (35% Fett)
50 g Zucker
1 TL Vanillezucker / 1/2 TL Vanilleextrakt
3 Gelatineblätter
2 Packungen Raspelschokolade und andere Garnierungen

Zubereitung

Tag 1

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Eier in einer großen Schüssel aufschlagen und mit dem Zucker zu einer dickflüssigen Masse schlagen. Das geht am besten mit einer Küchenmaschine, die einfach 7-10 Minuten vor sich hinrödelt, oder eben mit ein wenig Geduld am Handmixer. Das Ergebnis ist sehr viel "Zuckerei" (die Norddeutschen wissen jetzt, was gemeint ist!).

Eine 26er-Springform einfetten und mit Semmelbröseln oder Mehl ausklopfen. In den Kühlschrank stellen. Das Mehl, Speisestärke, Kakaopulver und Backpulver in einer Schüssel vermischen und - wer hat - in ein Mehlsieb* o.ä. füllen. Unter die aufgeschlagene Ei-Zuckermasse sieben und mit einem Teigschaber oder Löffel unterheben.
Gleichmäßig in die Springform verteilen und ca. 30 Minuten auf mittlerer Höhe backen.

Aus dem Ofen holen, ein wenig abkühlen lassen und mit einer Platte oder einem mit Backpapier belegten Backblech beschweren. Umdrehen und bis zum nächsten Tag so stehen lassen (auf diese Weise erhalten wir die gewünschte Form und der Kuchen trocknet nicht aus. Im Originalartikel wird noch ein sauberes Küchentuch dazwischen gelegt. Fühlt euch frei, das zu nehmen, was gerade da ist.

Tag 2

Die Kirschen in einem Sieb abtropfen lassen, den Saft auffangen. 

Drei kleine Töpfe auf den Herd stellen (oder Topf 1 schnell wieder abwaschen). In Topf 1 aus Wasser und Zucker einen Läuterzucker herstellen. Sprich: Aufkochen, 2-3 Minuten blubbern lassen und dann abkühlen. 50 ml Kirschwasser zufügen und bis zur weiteren Verwendung zur Seite stellen.

Vom Kirschsaft 2-3 EL abnehmen und in eine kleine Schüssel geben. Mit 25 g Speisestärke verrühren. In Topf 2 das restliche Kirschwasser erhitzen und mit einem Schneebesen die angerührte Stärke unterrühren. Auf kleiner Flamme einige Minuten blubbern lassen, dabei langsam die Kirschen unterheben. Es soll ein fester Pudding werden. Abkühlen lassen und auch hier 50 ml Kirschwasser unterrühren.

Für die Sahne eine große Schüssel bereitstellen und 50g Zucker sowie 1 TL Vanillezucker abgemessen daneben stellen. In einer kleineren Schüssel portionsweise die Sahne steif schlagen und in die große Schüssel umfüllen (wer sowas kann, darf gern in der großen Schüssel 1l Sahne am Stück steif schlagen. Aber später nicht jammern, dass es plötzlich Butter gab!). Den Zucker einrieseln lassen.

Die Gelatineblätter wenige Minuten in kaltem Wasser einweichen. Dann kommt Topf 3 zum Zuge (oder Topf 1, nur ausgewaschen): Die ausgedrückten Gelatineblätter mit einem EL voll geschlagener Sahne auf den Herd stellen und so lange rühren, bis sie sich aufgelöst haben. Zügig unter die Sahne heben, dazu 50 ml Kirschwasser einrühren. Einige EL Sahne für die Deko in eine kleine Schüssel umfüllen.

Es geht an den Zusammenbau! Wer hat, sollte dafür eine sogenannte Glasurpalette* benutzen.

Den Biskuitboden 2x durchschneiden - ich habe mir dafür einen Tortenbodenteiler* geholt, der funktioniert bei mir okay; einfach ein dünnes Band straff spannen oder ein langes, scharfes Messer und ein wenig Augenmaß geht sicherlich auch. Den ersten Boden auf eine Tortenplatte legen und mit der Hälfte des alkoholisierten Läuterzuckers tränken. Erst die Hälfte der Kirschfüllung, dann ca. 1/4 der Sahnemasse auf dem Boden verteilen und gleichmäßig aufstreichen.

Genauso mit dem zweiten Boden verfahren. Um den sauber zu transportieren, habe ich mir mal günstig im Supermarkt so einen Kuchenheber* aus Kunststoff gekauft. Nur leicht andrücken, um beide Böden exakt übereinander liegen zu haben, dann mit den restlichen Kirschen und einem weiteren Viertel der Sahnemasse bestreichen. Den letzten Boden auflegen und obenauf und rundherum mit der restlichen Sahne bestreichen. Spätestens hier leistet die o.g. Palette sehr gute Dienste. Wer auch noch ganz unten am Rand Sahne haben möchte, ist mit solch einer Teigkarte* gut bedient.

Jetzt kommen wir zum - für mich - schlimmsten Teil bei Torten: Die Deko. Ich weiß, sie schmecken ganz fürchterlich, aber wenn es um ungesunde Farbe und den Feelgood-Look Deutschlands in den 60ern und 70ern geht, kommt man an den klassischen Belegkirschen in Zuckerlösung nicht vorbei. Ihr müsst sie ja nicht essen :) Die zurückgehaltene Sahne in einen Spritzbeutel geben und kleine Tupfer aufspritzen. Je mit einer Belegkirsche krönen.

Die große Frage, die bleibt: Wie bekommt man die Schokoraspel einigermassen gleichmäßig an den Tortenrand? Da hab ich was bei Johann Lafer gesehen (der es sicherlich auch irgendwoher erfahren hat). Backpapier in schmalere Streifen schneiden, mit reichlich Raspeln bestreuen und mit herzhaftem Schwung von unten gegen den Tortenrand drücken. Ein wenig nachdrücken und abziehen. Es fällt zwar eine Menge daneben (deshalb stehen in der Zutatenliste auch zwei Packungen Raspelschokolade), aber das Ergebnis ist für Hobbybäcker gar nicht so übel. Rundherum gehen und dann noch welche obenauf streuen.

Die fertig verzierte Torte am besten über Nacht kühl stellen. So ziehen alle Aromen fleißig durch die Torte. An Tag drei dann mit möglichst viel Besuch (es wird wirklich eine sehr große Torte!) genießen!

Die Spotify-Playlist


Es ist #esc-Zeit und da höre ich natürlich auch die dementsprechende Musik. Hier einige "Perlen" der letzten Jahrzehnte, für viel Spaß in der Küche :D


Guten Appetit!

Freitag, Februar 26, 2016

Küchenteufel backt schnell: Dinkel-Quark-Brötchen #ichbacksmir

Es ist mal wieder Zeit, an einem Blogevent teilzunehmen. Und was bietet sich da besser an, als #ichbacksmir von Clara? In diesem Monat geht es um Partyfood, also Backwaren, die man für eine Party bereit stellt. Da hab ich die Qual der Wahl, könnte man meinen, aber ach - die meisten meiner "Standardrezepte" habe ich bereits verbloggt. Grübelgrübelgrübel ... Nee, doch nicht alle. Dieses Rezept ist nämlich so simpel, dass ich es tatsächlich noch nie aufs Blog gebracht habe. Dabei sind es doch gerade die einfachen Dinge, die man eigentlich dringend weiter geben sollte. Nu denn, auf geht es zu wirklich simplem, immer sehr beliebten Partyfood: Dinkel-Quark-Brötchen. 



Wenn es echt mal schnell gehen muss, sind Brötchen mit Backpulver der Hit. Aber wie wird man den doch häufig dominierenden Backpulvergeschmack los? Mit kräftigem Mehl! Deshalb habe ich für dieses schnelle Rezept immer ein Paket Dinkelmehl im Haus. Das Rezept hat man mir schon im vorigen Jahrtausend mal auf ein Blatt Papier gekritzelt und seitdem kann ich es eigentlich im Schlaf herunterbeten.

Einfach schnell die Zutaten zusammenkneten, in kleine Portionen teilen, nach Wunsch mit diversen Zutaten (Körner, Trockenfrüchte etc.) variieren und mit ein paar Gemüsesticks und einem Dip auf den Tisch stellen. Schon sind alle Gäste zufrieden - und der Gastgeber ebenfalls :)

Dinkel-Quark-Brötchen



Zutaten

400 g Dinkelmehl
3 TL Backpulver
1 TL Salz
250 g Magerquark
3 EL Honig
80 ml Pflanzenöl (z.B. Raps)
80 ml Milch (3,5%)
nach Belieben gehackte Früchte, Körner etc.

Zubereitung

In einer kleinen Schüssel Mehl, Backpulver und Salz vermischen. In der Rührschüssel der Küchenmaschine den Quark mit Honig, Öl und Milch verrühren und löffelweise die Mehlmischung unterkneten lassen. Am Ende die gehackten Früchte (ich mag Cranberries) unterheben. 

Den Backofen auf 175° Ober- und Unterhitze vorheizen. Derweil 16 kleine Brötchen formen und leicht schleifen. Mit Wasser oder Milch bepinseln und in Körnern nach Wunsch wälzen. Auf einem bemehlten oder mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und ca. 20 - 25 Minuten backen.

Am besten noch warm mit Frischkäse genießen. Abgekühlt lassen sie sich aber auch prima portionsweise einfrieren.

Guten Appetit!

Dienstag, Februar 23, 2016

Küchenteufels schnelles Abendessen: Gebackene Eier mit Süßkartoffeln, Champignons und Käse

Ich kaufe Kochzeitschriften. Auch wenn das Internet voller Rezepte ist, liebe ich es, mich von Bildern auf Papier inspirieren zu lassen. Deshalb habe ich auch auf dem Flug von Goa nach Bombay im Flughafen nicht wiederstehen können und mir zwei Ausgaben von "BBC Good Food - India" bzw. "Middle East" gekauft. In letzterem entdeckte ich ein Rezept für ein schnelles Abendessen: "Baked eggs with potatoes, mushrooms & cheese". Es landete also vor nicht ganz einem Jahr auf der imaginären Nachkochliste und blieb da, bis ich im Zuge eines "ich lasse mich beim aufräumen von den gefundenen Magazinen ablenken" am Montagmorgen wieder darauf stieß. Allerdings hatte ich einfach mal Lust auf Süßkartoffeln, deshalb habe ich versucht, die normalen Kartoffeln 1:1 dadurch zu ersetzen. 

Ich warne: Süßkartoffeln sind als gekochte Würfel "fiese kleine Scheißerchen", wie eine liebe Blogfreundin gern mal sagt :) Deshalb nicht mehr mit einem Pfannenwender wild herumrühren, wenn sie in der Pfanne gelandet sind, sondern lieber nur noch ein wenig schwenken. Süßkartoffeln (Bataten) sind ja eigentlich gar keine Kartoffeln, und betrachtet man sich die reinen Fakten, haben sie ungefähr genauso viele Kalorien, Proteine und Kohlenhydrate wie die Kartoffel. Allerdings punkten sie mit mehr Ballaststoffen und ich habe den Eindruck, dass ich davon einfach länger satt bleibe. Wer Kohlenhydrate reduzieren will, sollte diese beiden zum Beispiel durch Topinambur ersetzen.

Außerdem habe ich Schalotten, etwas Ingwer und überhaupt mal ein paar Gewürze zugefügt und die Portion auf zwei gute Esser heruntergerechnet. Wenn ihr für mehr Leute plant, folgt einfach dem obigen Link oder verdoppelt meine Angaben (naja, den Käse hatte ich zwar heruntergerechnet, aber wieder aufgestockt. Ihr wißt ja, "alles ist besser, wenn es mit Käse überbacken ist").

Natürlich gab es auch Musik (wenn auch nicht lang - das Essen ist wirklich ruck-zuck fertig!), die Links zur Spotifyplaylist "Office Rock" findet ihr wie immer unter dem Rezept. 

Gebackene Eier mit Süßkartoffeln, Champignons und Käse

 



Zutaten

450 g Süßkartoffeln
Salz
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen, konfiert oder fein gehackt
1/2 TL Ingwer, fein gehackt
Öl
400 g Champignons
Salz, Pfeffer, Paprika
2 TL Thymianblättchen, frisch
ca. 100 g Käse, z.B. Cheddar
2 Eier

Zubereitung

Die Süßkartoffeln schälen und in Würfel schneiden. In einem kleinen Topf mit Wasser bedecken, salzen und zum Kochen bringen. Ca. 5-6 Minuten kochen lassen.

Derweil die Schalotten, Knoblauch und Ingwer fein schneiden und in einer Pfanne mit Öl erhitzen. Die Champignons putzen und vierteln. In den glasig aussehenden Schalotten anbraten und die Hälfte des Thymians dazu geben. Mit Salz, Pfeffer und auf Wunsch auch mit Paprikapulver würzen.

Währenddessen den Backofen auf 200°C vorheizen und die Süßkartoffeln abgießen.

Die Süßkartoffelwürfel in die Pfanne geben und vorsichtig mit anbraten. Den Pfanneninhalt in eine kleine Auflaufform geben und zwei Eier darauf aufschlagen. Mit Käse (Menge nach Wunsch auch höher) und dem restlichen Thymian bestreuen und im Ofen ca. 12-15 Minuten backen, bis die Eier fest sind und der Käse geschmolzen.

Die Spotifyplaylist


Guten Appetit!

Sonntag, Februar 14, 2016

#32c3 in Bildern


Ein Rückblick in Bildern - vielen Dank für alles und bis zum #33c3


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Sonntag, Februar 07, 2016

Küchenteufel frühstückt: Buttermilchwaffeln mit Ziegenkäse, Kräutern & Speck

Sonntags ist mal Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Außerdem wollte ich endlich mal wieder den Kühlschrank von diversen Zutaten "befreien", die ich mit einem "Oh, da kann man sicher etwas leckeres draus machen!" gefüllt habe, deren Mindesthaltbarkeitsdatum jedoch bedrohlich nah ist. Auf dieser Liste standen also Ziegenfrischkäse mit Basilikum, Bacon und Eier, die verarbeitet werden wollten. Gemeinsam mit weiteren Kräutern aus dem TK und Gewürzen, die man eigentlich eh immer im Haus hat, entspann sich daraus die Idee von herzhaften Waffeln. Eine kurze Netzrecherche ergab dieses Rezept von The Noshery, bei dem mich vor allem die Bilder sehr ansprachen. Aber Bacon nur drauflegen? Neee ... ich wollte den Frühstücksspeck im Teig. Also anbraten, abkühlen lassen und mit den Händen in kleine Stückchen crumblen. Läuft.

Doch: Oh Weh! Die ersten Waffeln schmeckten irgendwie nach nix :( Also wurde der Gewürzschrank zu Rate gezogen. Vielleicht etwas Zucker, um die Säure der Buttermilch abzumildern? Paprikapulver geht doch eigentlich immer? Noch etwas Salz? Und ach, da ist noch eine Flasche mit Chipotle-Tabasco. Einige Waffelbackdurchgänge später war ich schon ganz zufrieden. Aber der Mann nicht. "Irgendwie sind die langweilig, kann man da nicht irgendwelchen Belag auflegen? Katenschinken zum Beispiel? Zeig doch nochmal das Bild?" Das Ende vom Lied war, dass ich entspannt Waffeln gefrühstückt habe, während Alex weitere Speckscheiben anbriet und zwei Spiegeleier obendrein. Alles nett gestapelt wie bei The Noshery - "aber ohne das Grünzeug". In einem perfekten Foodblogsetting hätte ich darauf geachtet, dass die Eier in einem kleinen Ring nicht zu sehr auseinander laufen und natürlich hätte ich zur Deko auch einige Ringe Schnittlauch da gehabt. Aber hier wollte man zügig ran und daher bekommt ihr von mir ein vielleicht nicht ganz so schönes Bild, dafür haben wir warm gegessen :)

In der Küche lief heute währenddessen keine Musik, sondern ein Podcast. Den habe ich euch wie immer unter dem Rezept verlinkt!

Buttermilchwaffeln mit Ziegenkäse, Kräutern & Speck




Zutaten

5 Eier, getrennt
250 ml Buttermilch
1/2 TL Salz
270 g Mehl Typ 550
60 g Butter, weich
150 g Ziegenfrischkäse
frische Kräuter (Basilikum, Petersilie etc.)

8 Scheiben Bacon
Salz, Paprikapulver, Zucker, Tabasco zum würzen

Zubereitung

Eine Pfanne ohne Fett auf dem Herd erhitzen und den Bacon knusprig braten. Auf einem Küchentuch abtropfen und auskühlen lassen.

Die Eier trennen. Das Eigelb mit der Buttermilch und dem Salz in der Küchenmaschine vermischen lassen. Löffelweise das Mehl dazu, dann Butter, Ziegenfrischkäse und die Kräuter verrühren und ebenfalls in den Teig geben.

Während die Küchenmaschine werkelt, in einer kleinen Schüssel die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen und im Anschluss mit einem Teigschaber oder Löffel unter den Teig heben. Den Speck mit den Händen in kleine Stücke brechen und ebenfalls entspannt unterheben. Mit kräftig Salz, Paprika, Zucker und Tabasco abschmecken.

Das Waffeleisen vorheizen und gemäß Gebrauchsanleitung den Teig portionsweise zu Waffeln verarbeiten. Auf einem Rost abkühlen lassen, wenn sie knusprig bleiben sollen, oder stapeln, wenn sie lieber weich gegessen werden.

In einer kleinen Pfanne nebenbei Speck und Eier nach Wunsch braten und gemeinsam mit den Waffeln auf einem kleinen Teller anrichten. Warm servieren.

Guten Appetit!


Die Koch-Playlist



(Drei Jungs unterhalten sich über alles, was im Jahr 1995 in den Bereichen Videospiele, Musik und Film/TV-Serien für sie wichtig war. Empfehlenswert!)

Mittwoch, Januar 27, 2016

Küchenteufel frühstückt: Apfel-Walnuss-Quinoa (vegan) #walnutswednesday

Seit einigen Jahren versucht die gesunde Küche, simples Getreide durch nährstoffreichere Varianten zu ersetzen. Dazu gehört zum Beispiel Quinoa, einsamige Nüsschen aus den Anden, die einen hohen Gehalt an Eiweiß und Mineralien (zum Beispiel Magnesium und Eisen) vorweisen können. Einsetzen kann man dieses Lebensmittel zum Beispiel wie Reis oder im Müsli. Meine ersten Erfahrungen mit Quinoa als Reisersatz waren vor allem eins: Bitter. Und das sollte ein "Superfood" sein? Nein danke, da war ich als indisches Kind (mit hoher Affinität zu echtem Reis) dann doch raus. Also habe ich den Karton wieder geschlossen, beiseite gestellt und vergessen.

Beim Aufräumen im Vorratsschrank fiel mir die Packung wieder die Hände und das in einigen Monaten ablaufende Mindesthaltbarkeitsdatum erinnerte mich daran, dass ich noch einige Rezepte mit Quinoa gespeichert hatte. Der Trick, um die Bitterstoffe loszuwerden, ist ungeheuer simpel: Waschen. Sprich: Man gebe das Quinoa in ein feinmaschiges Sieb und lasse länger Wasser darüberlaufen. Doch ach, was musste ich feststellen? Meine Siebe sind nicht feinmaschig genug. Aber das Rezept für mein Frühstück, was ich mir bei budgetbytes herausgesucht habe, gab mir einen Plan B: Waschen. Also ab in eine Schüssel mit den Körnchen, Wasser drauf, kräftig umrühren, setzen lassen, Wasser abgießen und das Ganze noch 2-3 Mal, bis das Wasser klarer geworden ist. Dauert vielleicht etwas länger, sorgt aber dafür, dass der bittere Geschmack verschwindet.

Je nachdem, welche Apfelsorte ihr verwendet, wird dieses Frühstück mehr oder weniger süß. Gegebenenfalls könnt ihr die immer leicht süße Sojamilch dazugeben, oder aber mit klassischen Süßungsmitteln nachhelfen. Musikalisch war ich am Morgen bei leichter "easy listening" Musik, deshalb habe ich mir eigentlich in Dauerschleife "Smile" von Uncle Cracker angehört. Den Link dazu findet ihr unten drin!

Apfel-Walnuss-Quinoa

 


Zutaten

125 g Quinoa, trocken
300 ml Apfelsaft, klar
1/4 TL Salz
1/2 TL Zimt
eine Messerspitze Nelken
1 mittelgroßer Apfel
60 g Walnüsse, geschält & grob gehackt
ggf. Milch (Kuh/Soja/Mandel)

Zubereitung

Quinoa abmessen und waschen (entweder im Sieb oder einer Schüssel, siehe oben).

In einem kleinen Topf die gewaschenen Körnchen, den Saft und die Gewürze vermischen und den Deckel auflegen. Bei hoher Hitze aufkochen lassen, dann die Hitze klein drehen und ca. 15 Minuten simmern lassen. Danach den Topf vom Herd nehmen (Deckel drauflassen) und 10 Minuten stehen lassen.

Derweil einen Apfel in kleine Würfel / mundgerechte Happen schneiden, ebenso die Walnüsse.

Den Topfdeckel lüften, die Samen mit einem Holzlöffel oder einer Gabel auflockern und mit den Äpfeln und den Walnüssen vermischen. Lauwarm servieren.

Für etwas mehr Geschmack kann man noch 1-2 EL Milch (je nachdem, ob man Soja/Mandel oer Kuhmilch nimmt, wird das Ganze natürlich nicht mehr vegan) sowie etwas Süße dazu geben.

Die Spotify-Playlist




Guten Appetit!


Mittwoch, Januar 20, 2016

Küchenteufels Keksstudio: Zucchini-Walnuss-Cracker (vegan) #walnutswednesday

Ich liebe Snacks. Eigentlich könnte ich mir den ganzen Tag irgendwelche Knabbereien, ob nun süß oder salzig, in den Mund schieben. Das läuft natürlich ziemlich konträr zu meinen Gesundheitsplänen, und deshalb suche ich regelmäßig nach gesünderen Alternativen. Bei Create Mindfully habe ich ein Rezept für rohe Cracker aus Zucchinis, Mandeln und Walnüssen entdeckt, die im Dörrautomaten bei gerade mal 110°C behutsam getrocknet werden. Ich war neugierig, und außerdem habe ich ja noch einige Walnüsse hier liegen, die verarbeitet werden wollen :) Deshalb sind diese veganen Naschereien mein Beitrag für den wieder aufgenommenen #walnutswednesday!

Was mich als "Spontanbäckerin" ein wenig geblockt hat, war die Tatsache, dass die Nüsse zunächst 7-12 Stunden eingeweicht werden. Warum eigentlich? Also kurz mal recherchiert. Wenn ich The Blender Girl und der Rohkostlady glauben darf, hilft das Einweichen der roh verarbeiteten Nüsse dabei, Vitamine besser freizusetzen, und spült gleichzeitig leicht toxische Inhaltsstoffe heraus. Wenn man Nüsse, Samen etc. in geringen Mengen verzehrt, ist das nicht dramatisch. Wer sich aber immer mehr roh-vegan ernährt, sollte darauf achten, dass die in Nüssen enthaltene Phytinsäure nicht übermäßig im Körper vorkommt. Die Dosis macht das Gift: Wenig davon wirkt antioxidativ, zu viel davon bindet im Körper lebenswichtige Mineralien, die dann nicht mehr verwertet werden. Aber nun genug der Theorie, ich will knabbern! :) Die Cracker schmecken wirklich gut mit cremigen Aufstrichen oder feurigen Dips, man kann sie aber auch einfach so wegnaschen. Da ich aktuell wieder etwas im Hörspielmodus bin, gab es in der Zeit, in der ich die Masse zubereitet habe und während das Gerät vor sich hin rödelte, einige Folgen

Zucchini - Walnuss - Cracker


Zutaten

2 Zucchini
250 g Walnüsse, geschält (7 - 12 Stunden eingeweicht)
75 g Mandeln, geschält (7- 12 Stunden eingeweicht)
1/4 TL Salz

Zubereitung

Die Nüsse schälen und einweichen (zum Beispiel über Nacht). Dafür bitte keine Metallschüsseln benutzen und das Wasser im Anschluss auf jeden Fall weggießen und die Nüsse unter fließendem Wasser noch einmal gut abspülen.

Die Enden der beiden Zucchini abschneiden, gut abwaschen und dann grob schreddern. Dafür eignet sich ein Food Processor, ich benutze natürlich den Kitchen Aid-Gemüseschneider, ansonsten funktioniert auch das meditative Schneiden mit dem großen Küchenmesser. Dasselbe passiert mit den Nüssen. Für einen schönen Biss sollten die Nüsse ein wenig gröber gehackt werden. In einer Schüssel (kein Metall) Zucchini, Nüsse und Salz miteinander vermengen.

1 - 2 Blätter Backpapier auslegen und die Masse darauf ausstreichen. Bei der Höhe darauf achten, dass die Masse in den kommenden Stunden einiges an Wasser verliert, also nicht zu dünn werden lassen. Damit man die Cracker im getrockneten Zustand gut und gleichmäßig abbrechen kann, die Masse mit einem scharfen großen Messer ca. bis zur Hälfte einschneiden.

Den Dörrautomaten auf 110° einstellen und die Cracker darin ca. 24 - 30 Stunden trocknen. Die Zeitangabe ist sehr vage, aber ich habe in drei Versuchen unterschiedliche Ergebnisse erzielt. Nach 12 Stunden einfach mal wenden. Wenn der gewünschte Trocknungsgrad erreicht ist, die Backpapierblätter vorsichtig auf ein großes Holzbrett ziehen und abkühlen lassen. An den angeschnittenen Kanten vorsichtig abbrechen und servieren. 

Die Cracker lassen sich abgepackt prima einige Tage in Kunststoff- oder Holzdosen aufbewahren (wenn sie so lange halten!).

Die Spotify-Playlist


Wie gesagt: Ich bin gerade im Hörspielrausch. Daher gab es in den letzten Tagen für mich vor allem John Sinclair in der Tonstudio-Braun-Version. Viel Spaß beim nachhören und gruseln :)




Guten Appetit!



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