Sonntag, Februar 07, 2016

Küchenteufel frühstückt: Buttermilchwaffeln mit Ziegenkäse, Kräutern & Speck

Sonntags ist mal Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Außerdem wollte ich endlich mal wieder den Kühlschrank von diversen Zutaten "befreien", die ich mit einem "Oh, da kann man sicher etwas leckeres draus machen!" gefüllt habe, deren Mindesthaltbarkeitsdatum jedoch bedrohlich nah ist. Auf dieser Liste standen also Ziegenfrischkäse mit Basilikum, Bacon und Eier, die verarbeitet werden wollten. Gemeinsam mit weiteren Kräutern aus dem TK und Gewürzen, die man eigentlich eh immer im Haus hat, entspann sich daraus die Idee von herzhaften Waffeln. Eine kurze Netzrecherche ergab dieses Rezept von The Noshery, bei dem mich vor allem die Bilder sehr ansprachen. Aber Bacon nur drauflegen? Neee ... ich wollte den Frühstücksspeck im Teig. Also anbraten, abkühlen lassen und mit den Händen in kleine Stückchen crumblen. Läuft.

Doch: Oh Weh! Die ersten Waffeln schmeckten irgendwie nach nix :( Also wurde der Gewürzschrank zu Rate gezogen. Vielleicht etwas Zucker, um die Säure der Buttermilch abzumildern? Paprikapulver geht doch eigentlich immer? Noch etwas Salz? Und ach, da ist noch eine Flasche mit Chipotle-Tabasco. Einige Waffelbackdurchgänge später war ich schon ganz zufrieden. Aber der Mann nicht. "Irgendwie sind die langweilig, kann man da nicht irgendwelchen Belag auflegen? Katenschinken zum Beispiel? Zeig doch nochmal das Bild?" Das Ende vom Lied war, dass ich entspannt Waffeln gefrühstückt habe, während Alex weitere Speckscheiben anbriet und zwei Spiegeleier obendrein. Alles nett gestapelt wie bei The Noshery - "aber ohne das Grünzeug". In einem perfekten Foodblogsetting hätte ich darauf geachtet, dass die Eier in einem kleinen Ring nicht zu sehr auseinander laufen und natürlich hätte ich zur Deko auch einige Ringe Schnittlauch da gehabt. Aber hier wollte man zügig ran und daher bekommt ihr von mir ein vielleicht nicht ganz so schönes Bild, dafür haben wir warm gegessen :)

In der Küche lief heute währenddessen keine Musik, sondern ein Podcast. Den habe ich euch wie immer unter dem Rezept verlinkt!

Buttermilchwaffeln mit Ziegenkäse, Kräutern & Speck




Zutaten

5 Eier, getrennt
250 ml Buttermilch
1/2 TL Salz
270 g Mehl Typ 550
60 g Butter, weich
150 g Ziegenfrischkäse
frische Kräuter (Basilikum, Petersilie etc.)

8 Scheiben Bacon
Salz, Paprikapulver, Zucker, Tabasco zum würzen

Zubereitung

Eine Pfanne ohne Fett auf dem Herd erhitzen und den Bacon knusprig braten. Auf einem Küchentuch abtropfen und auskühlen lassen.

Die Eier trennen. Das Eigelb mit der Buttermilch und dem Salz in der Küchenmaschine vermischen lassen. Löffelweise das Mehl dazu, dann Butter, Ziegenfrischkäse und die Kräuter verrühren und ebenfalls in den Teig geben.

Während die Küchenmaschine werkelt, in einer kleinen Schüssel die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen und im Anschluss mit einem Teigschaber oder Löffel unter den Teig heben. Den Speck mit den Händen in kleine Stücke brechen und ebenfalls entspannt unterheben. Mit kräftig Salz, Paprika, Zucker und Tabasco abschmecken.

Das Waffeleisen vorheizen und gemäß Gebrauchsanleitung den Teig portionsweise zu Waffeln verarbeiten. Auf einem Rost abkühlen lassen, wenn sie knusprig bleiben sollen, oder stapeln, wenn sie lieber weich gegessen werden.

In einer kleinen Pfanne nebenbei Speck und Eier nach Wunsch braten und gemeinsam mit den Waffeln auf einem kleinen Teller anrichten. Warm servieren.

Guten Appetit!


Die Koch-Playlist



(Drei Jungs unterhalten sich über alles, was im Jahr 1995 in den Bereichen Videospiele, Musik und Film/TV-Serien für sie wichtig war. Empfehlenswert!)

Mittwoch, Januar 27, 2016

Küchenteufel frühstückt: Apfel-Walnuss-Quinoa (vegan) #walnutswednesday

Seit einigen Jahren versucht die gesunde Küche, simples Getreide durch nährstoffreichere Varianten zu ersetzen. Dazu gehört zum Beispiel Quinoa, einsamige Nüsschen aus den Anden, die einen hohen Gehalt an Eiweiß und Mineralien (zum Beispiel Magnesium und Eisen) vorweisen können. Einsetzen kann man dieses Lebensmittel zum Beispiel wie Reis oder im Müsli. Meine ersten Erfahrungen mit Quinoa als Reisersatz waren vor allem eins: Bitter. Und das sollte ein "Superfood" sein? Nein danke, da war ich als indisches Kind (mit hoher Affinität zu echtem Reis) dann doch raus. Also habe ich den Karton wieder geschlossen, beiseite gestellt und vergessen.

Beim Aufräumen im Vorratsschrank fiel mir die Packung wieder die Hände und das in einigen Monaten ablaufende Mindesthaltbarkeitsdatum erinnerte mich daran, dass ich noch einige Rezepte mit Quinoa gespeichert hatte. Der Trick, um die Bitterstoffe loszuwerden, ist ungeheuer simpel: Waschen. Sprich: Man gebe das Quinoa in ein feinmaschiges Sieb und lasse länger Wasser darüberlaufen. Doch ach, was musste ich feststellen? Meine Siebe sind nicht feinmaschig genug. Aber das Rezept für mein Frühstück, was ich mir bei budgetbytes herausgesucht habe, gab mir einen Plan B: Waschen. Also ab in eine Schüssel mit den Körnchen, Wasser drauf, kräftig umrühren, setzen lassen, Wasser abgießen und das Ganze noch 2-3 Mal, bis das Wasser klarer geworden ist. Dauert vielleicht etwas länger, sorgt aber dafür, dass der bittere Geschmack verschwindet.

Je nachdem, welche Apfelsorte ihr verwendet, wird dieses Frühstück mehr oder weniger süß. Gegebenenfalls könnt ihr die immer leicht süße Sojamilch dazugeben, oder aber mit klassischen Süßungsmitteln nachhelfen. Musikalisch war ich am Morgen bei leichter "easy listening" Musik, deshalb habe ich mir eigentlich in Dauerschleife "Smile" von Uncle Cracker angehört. Den Link dazu findet ihr unten drin!

Apfel-Walnuss-Quinoa

 


Zutaten

125 g Quinoa, trocken
300 ml Apfelsaft, klar
1/4 TL Salz
1/2 TL Zimt
eine Messerspitze Nelken
1 mittelgroßer Apfel
60 g Walnüsse, geschält & grob gehackt
ggf. Milch (Kuh/Soja/Mandel)

Zubereitung

Quinoa abmessen und waschen (entweder im Sieb oder einer Schüssel, siehe oben).

In einem kleinen Topf die gewaschenen Körnchen, den Saft und die Gewürze vermischen und den Deckel auflegen. Bei hoher Hitze aufkochen lassen, dann die Hitze klein drehen und ca. 15 Minuten simmern lassen. Danach den Topf vom Herd nehmen (Deckel drauflassen) und 10 Minuten stehen lassen.

Derweil einen Apfel in kleine Würfel / mundgerechte Happen schneiden, ebenso die Walnüsse.

Den Topfdeckel lüften, die Samen mit einem Holzlöffel oder einer Gabel auflockern und mit den Äpfeln und den Walnüssen vermischen. Lauwarm servieren.

Für etwas mehr Geschmack kann man noch 1-2 EL Milch (je nachdem, ob man Soja/Mandel oer Kuhmilch nimmt, wird das Ganze natürlich nicht mehr vegan) sowie etwas Süße dazu geben.

Die Spotify-Playlist




Guten Appetit!


Mittwoch, Januar 20, 2016

Küchenteufels Keksstudio: Zucchini-Walnuss-Cracker (vegan) #walnutswednesday

Ich liebe Snacks. Eigentlich könnte ich mir den ganzen Tag irgendwelche Knabbereien, ob nun süß oder salzig, in den Mund schieben. Das läuft natürlich ziemlich konträr zu meinen Gesundheitsplänen, und deshalb suche ich regelmäßig nach gesünderen Alternativen. Bei Create Mindfully habe ich ein Rezept für rohe Cracker aus Zucchinis, Mandeln und Walnüssen entdeckt, die im Dörrautomaten bei gerade mal 110°C behutsam getrocknet werden. Ich war neugierig, und außerdem habe ich ja noch einige Walnüsse hier liegen, die verarbeitet werden wollen :) Deshalb sind diese veganen Naschereien mein Beitrag für den wieder aufgenommenen #walnutswednesday!

Was mich als "Spontanbäckerin" ein wenig geblockt hat, war die Tatsache, dass die Nüsse zunächst 7-12 Stunden eingeweicht werden. Warum eigentlich? Also kurz mal recherchiert. Wenn ich The Blender Girl und der Rohkostlady glauben darf, hilft das Einweichen der roh verarbeiteten Nüsse dabei, Vitamine besser freizusetzen, und spült gleichzeitig leicht toxische Inhaltsstoffe heraus. Wenn man Nüsse, Samen etc. in geringen Mengen verzehrt, ist das nicht dramatisch. Wer sich aber immer mehr roh-vegan ernährt, sollte darauf achten, dass die in Nüssen enthaltene Phytinsäure nicht übermäßig im Körper vorkommt. Die Dosis macht das Gift: Wenig davon wirkt antioxidativ, zu viel davon bindet im Körper lebenswichtige Mineralien, die dann nicht mehr verwertet werden. Aber nun genug der Theorie, ich will knabbern! :) Die Cracker schmecken wirklich gut mit cremigen Aufstrichen oder feurigen Dips, man kann sie aber auch einfach so wegnaschen. Da ich aktuell wieder etwas im Hörspielmodus bin, gab es in der Zeit, in der ich die Masse zubereitet habe und während das Gerät vor sich hin rödelte, einige Folgen

Zucchini - Walnuss - Cracker


Zutaten

2 Zucchini
250 g Walnüsse, geschält (7 - 12 Stunden eingeweicht)
75 g Mandeln, geschält (7- 12 Stunden eingeweicht)
1/4 TL Salz

Zubereitung

Die Nüsse schälen und einweichen (zum Beispiel über Nacht). Dafür bitte keine Metallschüsseln benutzen und das Wasser im Anschluss auf jeden Fall weggießen und die Nüsse unter fließendem Wasser noch einmal gut abspülen.

Die Enden der beiden Zucchini abschneiden, gut abwaschen und dann grob schreddern. Dafür eignet sich ein Food Processor, ich benutze natürlich den Kitchen Aid-Gemüseschneider, ansonsten funktioniert auch das meditative Schneiden mit dem großen Küchenmesser. Dasselbe passiert mit den Nüssen. Für einen schönen Biss sollten die Nüsse ein wenig gröber gehackt werden. In einer Schüssel (kein Metall) Zucchini, Nüsse und Salz miteinander vermengen.

1 - 2 Blätter Backpapier auslegen und die Masse darauf ausstreichen. Bei der Höhe darauf achten, dass die Masse in den kommenden Stunden einiges an Wasser verliert, also nicht zu dünn werden lassen. Damit man die Cracker im getrockneten Zustand gut und gleichmäßig abbrechen kann, die Masse mit einem scharfen großen Messer ca. bis zur Hälfte einschneiden.

Den Dörrautomaten auf 110° einstellen und die Cracker darin ca. 24 - 30 Stunden trocknen. Die Zeitangabe ist sehr vage, aber ich habe in drei Versuchen unterschiedliche Ergebnisse erzielt. Nach 12 Stunden einfach mal wenden. Wenn der gewünschte Trocknungsgrad erreicht ist, die Backpapierblätter vorsichtig auf ein großes Holzbrett ziehen und abkühlen lassen. An den angeschnittenen Kanten vorsichtig abbrechen und servieren. 

Die Cracker lassen sich abgepackt prima einige Tage in Kunststoff- oder Holzdosen aufbewahren (wenn sie so lange halten!).

Die Spotify-Playlist


Wie gesagt: Ich bin gerade im Hörspielrausch. Daher gab es in den letzten Tagen für mich vor allem John Sinclair in der Tonstudio-Braun-Version. Viel Spaß beim nachhören und gruseln :)




Guten Appetit!



Sonntag, Januar 17, 2016

Küchenteufels Klassiker: Ćevapčići mit und ohne Schafskäsefüllung & Duvecreis

Es gibt europäische oder einfach internationale Gerichte, die sind seit den 1970ern quasi zu deutschen Klassikern mutiert. Griechisches Gyros gehört genauso dazu wie italienische Pizza, chinesische Bratnudeln, spanische Paella, dänische HotDogs oder amerikanische Burger. Eine weitere Hauptspeise, die in einer mittelgroßen deutschen Stadt quasi immer erhältlich ist, sind jugoslawische Ćevapčići. Inzwischen existiert die Republik Jugoslawien zwar nicht mehr, aber die Hackröllchen sind weiterhin ein Renner in den nun serbischen, kroatischen oder mazedonischen Restaurants. Wenn man ein solch populäres Rezept zu Hause nachmachen möchte, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder fragt man den Koch seines Lieblingsrestaurants aus, oder man probiert sich durch all die fast unüberschaubaren Varianten des Internets. Ersteres kam nicht in Frage, weil mein Lieblingskroate in Düsseldorf sitzt. Einfacher war da die zweite Variante, denn dieser Aufgabe hatte sich das Kulinarikteam von Serious Eats bereits gestellt - und in diesem Beitrag sehr ausführlich berichtet, wie sie mit zahlreichen Tests die richtige Fleisch- und Gewürzmischung entdeckt haben. Mir blieb also nur, das dazugehörige Rezept auszuprobieren und ich kann sagen: Es ist ihnen gelungen, meinen Geschmack zu treffen!

Benutzt wird dort eine 50:50-Mischung von Rind- & Lammhack. Ich habe das Glück, dass sich in Fußreichweite ein türkischer Supermarkt mit eigener Fleischtheke befindet, der diese Kombination als sein "gemischtes" Hack verkauft, zu einem unschlagbar guten Preis. Den Geruchs- und Geschmackstest (bei Hackfleisch bin ich seeeeehr heikel und wolfe im Notfall lieber selbst) besteht deren Produkt ebenfalls, und so stand den ersten selbstgemachten Ćevapčići nichts mehr im Wege. Wer kein Lamm will oder mag, kann natürlich auch auf reines Rinderhack ausweichen. Allerdings sollte dies nicht zu mager sein, sonst fallen die Röllchen beim Braten auseinander. Im Gegensatz zu deutschen Frikadellen fehlen hier die zur Bindung benutzten aufgeweichten Brötchen o.ä. Um den vollen Geschmack zu erreichen, empfiehlt es sich, die Hackmasse bereits am Vorabend herzustellen, so dass die Gewürze gut in das Fleisch einziehen können. Für Ungeduldige: Ich habe dies beim ersten Mal nicht getan und der Geschmack war prima. Also, bevor ihr aufgrund mangelndem Zeitfenster ein anderes Rezept wählt, rollt und bratet/grillt sie einfach sofort. Apropos grillen: Serious Eats empfiehlt, die kleinen Kerlchen über dem offenen Feuer zuzubereiten. Das war für mich Anfang Januar eher schwieriger, wird aber sicherlich noch getestet. Ich kann euch also sagen, dass eine Grillpfanne (oder eine ganz normale Pfanne) ebenfalls gute Dienste leisten. 

Bei meiner weiteren Recherche entdeckte ich die Möglichkeit, die Röllchen mit Schafskäse zu füllen. Dann sind es genau genommen keine Ćevapčići mehr, sondern Pljeskavica, aber wichtiger als der Name ist ja der Geschmack, und der ist definitiv gegeben. Dazu serviert man am Besten den Klassiker "Duvec-Reis", der nebenbei entspannt vor sich hin köcheln kann. Wer sich in dieselbe Stimmung versetzen möchte, in der ich gekocht habe, für den befinden sich am Ende des Rezepts wieder einmal Spotify-Links (es sind immer noch keine finanziellen Interessen meinerseits damit verbunden!). Viel Spaß beim Hören und Nachkochen!

Ćevapčići mit Đuveč-Reis

 



Zutaten

350 g Rinderhack
350 g Lammhack
feingehackte Zwiebel, ca. 3 EL voll
3 Knoblauchzehen, fein gehackt (oder konfiert)
2 TL Paprikapulver
1,5 TL Meersalz
1,5 TL Pfeffer, frisch gemahlen
3/4 TL Backpulver

Öl für die Pfanne

für die Schafskäsefüllung

200 g Schafskäse
3 EL Petersilie, frisch gehackt

für den  Đuveč-Reis

2 Zwiebeln, mittelgroß
2 Tassen Langkornreis
50 g Butter oder Schweineschmalz
3 EL Tomatenmark
1/2 TL Paprika rosenscharf
1/2 TL Paprika edelsüß
1/2 TL Salz
800 ml Brühe
Pfeffer

Zubereitung

Ćevapčići

Die Zwiebel (ich benutze gern rote Zwiebeln) sehr fein hacken. Genauso die Knoblauchzehen. Konfierten Knoblauch einfach mit einer Gabel zerdrücken. Die Gewürze und das Backpulver miteinander vermischen.

Das Hackfleisch aus dem Kühlschrank holen und Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze gleichmäßig unterkneten (ich benutze dafür ungepuderte Plastikhandschuhe, sonst sind die Hände knallrot).

Aus dem gewürzten Fleisch portionsweise die Röllchen formen. Laut Wikipedia variiert die Länge zwischen 5 und 10 Zentimetern, je nach Region. Ich habe mich für die längere Variante entschieden. Wer jetzt noch Zeit hat, deckt die Röllchen mit Klarsichtfolie ab und läßt sie bis zum nächsten Tag / bis zur Verwendung im Kühlschrank stehen.

Wer die Röllchen zu Pljeskavica machen möchte, hackt den Schafskäse mit einem großen Messer sehr fein und vermischt die Masse mit der Petersilie. Das gewürzte Hackfleisch in der Hand flach drücken und in der Mitte einen Streifen Schafskäsemasse plazieren. Gut mit dem Hack ummanteln (sonst fließt beim Grillen / Braten alles hinaus).

Eine (Grill-)Pfanne erhitzen und wenig Öl hineingeben. Bei mittlerer Hitze von allen vier Seiten gleichmäßig anbraten. Den Backofen auf 50°C vorheizen und die fertig gebratenen Röllchen dort warm halten.

Mit Ajvar und Knoblauchjoghurt sowie Fladenbrot servieren.

Đuveč-Reis 

Mein Lieblingsrestaurant serviert zu Fleischgerichten im Normalfall Fritten und Reis. Der Đuveč-Reis ist jedoch etwas ganz besonderes, nämlich ein Paprika-Tomaten-Reis, der in Brühe gekocht wird. Für das Rezept habe ich eine Freundin aus Bosnien befragt, die mir dieses Rezept schickte. Ich muss sagen: Es schmeckte ganz phantastisch!
Den Reis waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. Derweil die Zwiebeln ganz fein schneiden. Das Schmalz oder die Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln daran dünsten. Den Reis dazugeben, dann das Tomatenmark, Salz und Paprika. Ein wenig rühren und den Reis im Fett leicht rösten. Dann mit heißer Brühe übergießen und den Reis bei geringer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast aufgesogen wurde. Gegebenenfalls mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Spotify-Playlist


Da ich dieses Gericht bereits zwei Mal und an unterschiedlichen Orten zubereitet habe, lief auch unterschiedliche Musik, jedoch immer via Spotify. Deshalb hier eine kleine Übersicht der Songs, die mir meine Kochsessions versüßt haben:

Erste Runde im Schwerkraftlabor
Zweite Kochrunde @home


Guten Appetit!



Donnerstag, Januar 07, 2016

Küchenteufel backt nach: Zimtschnecken wie bei Cinnabon

Ich mag Kurztrips. Sie sind die beste Möglichkeit, um schnell und unkompliziert neue Orte kennenzulernen. Auf dem Rückweg von Indien nach Deutschland mit Emirates haben wir die Gelegenheit genutzt und die Umsteigzeit in Dubai von fünf auf 36 Stunden verlängert. Dazu noch eine AirBnB-Buchung für ein Zimmer in einem traumhaften Loft und das Gepäck war auch gut im Flughafen untergebracht.

So kam ich nicht nur in den Genuss, ganz frische Gewürze auf dem Sukh einzukaufen, sondern auch zu einem sehr ausgedehnten Bummel in einer der größten Einkaufsmalls, die ich jemals erlebt habe. Neben all den verrückten Läden (einer nur für Paulchen Panther!) und anderen Sehenswürdigkeiten (ein Gold-Automat!) zog mich auf dem Foodcourt ein Duft magisch an: Zimt. Genauer gesagt: Zimtschnecken von Cinnabon. Große Rollen, kleine Rollen, garniert mit klebrigem Guß und viele weitere Leckereien, die einen schon beim Anschauen in den Zuckerhimmel anheben, ließen mich bei der Auswahl beinahe verzweifeln. Eine kleine Portion davon sorgte schon für eine erhöhte Insulinzufuhr, blieb aber noch sehr lange ein schöner Nachhall auf meiner Zunge. Dagegen waren meine eigenen Zimtschnecken zwar "okay", aber auch nicht viel mehr. Was nun tun, wenn es die FastFood-Kette hier einfach nicht gibt? Rettung naht: Mit diesem CopyCat-Rezept von Jo Cooks: Zimtschnecken mit einem Guß aus Frischkäse, Butter und Puderzucker. Allerdings passierte, was bei US-amerikanischen Rezepten häufiger geschieht - es war einfach zuuu süß für uns. Deshalb habe ich hier und da ein wenig die Süße reduziert. Schmeckt trotzdem (oder gerade deswegen?). Verputzt wurden die Schnecken in der Silvesternacht. Deshalb war der Soundtrack stark geprägt von Guter-Laune-Musik und ein wenig "Hurrah, die Welt geht unter!". Links zu den Songs bei Spotify findet ihr wie immer unter dem Rezept.

Zimtschnecken mit Frischkäseguß (à là Cinnabon)

 



Zutaten

Teig
250 ml lauwarme Milch
1 P. Trockenhefe
80 g weißer Zucker
75 g weiche Butter
1 TL Salz
2 Eier
500 g Mehl Typ 405

Füllung
150g brauner Zucker
2 EL Zimt
75 g weiche Butter

Frosting
100 g weiche Butter
150 g Puderzucker
50 g Frischkäse
1/2 TL Vanilleextrakt
2 Pr. Salz

Zubereitung

Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen.

Zucker, Butter, Salz und Eier in einer großen Schüssel vermischen. Die Hefemilch dazugeben. Löffelweise das Mehl hineinkneten, bis der Teig geschmeidig, aber nicht mehr klebrig ist. Eine Schüssel leicht einölen, den Teig hineingeben, mit einem Tuch abdecken und ca. 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Derweil in einer kleinen Schüssel Zucker & Zimt miteinander vermischen.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und leicht verkneten. Auf einer bemehlten Oberfläche auf ca. 30x40cm rechteckig ausrollen. Mit der weichen Butter bepinseln und großzügig mit der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen. Von der langen Seite aus den Teig sehr eng aufrollen. Die "Naht" sollte sich unter der Rolle befinden. Mit einem scharfen Messer oder einem sehr dünnen Stück Metall oder Band (ungewachste Zahnseide etc.) in 12 Stücke teilen.

Den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Schnecken mit der Schnittkante nach unten auf ein leicht eingeöltes Backblech mit erhöhtem Rand legen, ein wenig Platz dazwischen lassen. Mit einem Handtuch abgedeckt weitere 20 Minuten gehen lassen, bis sich die Schnecken erneut vergrößert haben. In mitteleren Bereich des Backofens stellen und ca. 20 Minuten backen - oder bis sie leicht gebräunt sind.

Während die Schnecken im Ofen sind, die Zutaten für den Guß in einer kleinen Schüssel mit dem Handmixer zu einer glatten Masse vermischen. Die Backform aus dem Ofen holen, leicht abkühlen lassen und großzügig mit dem Frosting bestreichen. Einzelne Zimtschnecken aus der Form lösen und warm oder kalt genießen.


Guten Appetit!

Montag, Januar 04, 2016

Küchenteufel for dinner: Lemon Butter Chicken

Manchmal denke ich, mein Blog ist auch eine Art private Selbsthilfegruppe.

"Hallo, ich bin Daniela und backe 
gern - aber ich habe Angst vor 
Hauptgerichten." - "Hallo Daniela!"

Kein Scherz. Mir trocknet (zu) häufig Fleisch in der Pfanne, und meine Saucen sind auch eher so semi. Essen aus der Auflaufform ist okay (aber auch nicht mehr), Nudelgerichte auch, deshalb bleibe ich gern bei Kleinigkeiten, die man meist als Vorspeisen isst, und eben bei Backwaren. Irgendwas stimmt da ganz gewaltig nicht. Deshalb habe ich mich entschieden, ab sofort an meinem Hauptgericht- & Saucen-Defizit zu arbeiten, und dafür habe ich mir ein Rezept von meiner Nachkochliste geholt, bei dem die Blogkommentatoren und die Autorin selbst in erster Linie von der dazugehörigen Sauce schwärmen. Sie sagt selbst: "Easy crisp-tender chicken with the creamiest lemon butter sauce ever - you'll want to forget the chicken and drink the sauce instead!" Kurz und knapp: Es stimmt.

Das Lemon Butter Chicken von Damn Delicious hat genau diese Ingredienzien: Huhn, Butter und Zitrone. Dazu ein wenig Thymian, geräucherte Paprika, Baby-Spinat und Parmesan - alles Dinge, die ich mir sehr gut in einem Hauptgericht vorstellen kann. Allerdings isst der Kerl keine Hähnchenteile mit Knochen (im Original "8 bone-in, skin-on chicken thighs"), also haben wir uns für Brustfilet vom Huhn entschieden. Deshalb haben wir es auch ausschließlich in der Pfanne zubereitet. Wer die Variante mit Knochen und Haut nutzt, sollte mal im Originalrezept vorbei schauen. Dort wird das Huhn auf der Hautseite angebraten, die Sauce zubereitet und alles zusammen für ca. 25 Minuten in den Backofen gegeben. Wir waren schon mit der Pfannenvariante sehr zufrieden. Kocht es nach ... ihr werdet es mit Sicherheit nicht bereuen.

Natürlich wurde auch hier wieder fleißig Musik in der Küche gehört, und zwar meine persönliche Gute-Laune-Liste. Viel Spaß dabei (Link zu Spotify siehe unten - ganz ohne finanzielles Affilateprogramm o.ä.!).

Lemon Butter Chicken 

 


Zutaten für 2 gute Esser

500 g Hühnerbrustfilet
1 - 2 TL geräuchertes Paprikapulver
Salz & Pfeffer
2 + 1 Esslöffel Butter
2-3 konfierte Knoblauchzehen (oder frisch, sehr fein gehackt)
240 ml Hühnerbrühe (oder andere Brühe / Fond)
120 ml Sahne
25 g fein geriebener Parmesan
1 Zitrone (Zesten und Saft)
1 TL Thymianblättchen (ca. 4 Zweige, oder getrocknet)
100 g frischer Babyspinat

Zubereitung

Die Hühnerbrüste putzen, waschen und trockentupfen. In mundgerechte Stücke schneiden und in einer kleinen Schüssel mit geräuchertem Paprikapulver (alternativ: Paprika de la Vera) sowie Salz und Pfeffer vermengen.

In einer Pfanne 2 EL Butter erhitzen und das Fleisch kurz von allen Seiten scharf anbraten. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und warm halten, z.B. im Backofen bei 50°C. Die Hitze herunterdrehen und den letzten Esslöffel Butter in der Pfanne schmelzen. Knoblauch dazu geben. Hühnerbrühe, Sahne, Zitronensaft und geriebenen Parmesan in einer kleinen Schüssel vermischen und zum Knoblauch gießen. Die Thymianblättchen von den Zweigen ziehen und mit einem großen Messer leicht darüber wiegen. Dann ebenfalls in die Pfanne geben und unterrühren. Alles zum kochen bringen, den Spinat (leicht zerkleinert) unterrühren und die Hitze reduzieren. Die Sauce simmern lassen bis der Spinat gekocht ist und die Sauce sich ein wenig reduziert / eingedickt hat. Das sollte ca. 2 - 3 Minuten dauern. 

Das Fleisch in die Pfanne geben und mit allen anderen Zutaten vermischen. Einige Minuten auf kleiner Flamme den Geschmack annehmen lassen und sofort servieren.

Die Spotify-Playlist für diese Kochsession


Diese Musik höre ich, wenn ich durch die Küche tanzen will. Hört rein, und ihr wisst, was ich meine. Hoffentlich.

Guten Appetit!

Samstag, Januar 02, 2016

Küchenteufels Keksstudio: Honig-Zitronen-Cantuccini mit Pistazien nach Cynthia Barcomi

Ich backe lieber als das ich koche. Wenn ich dann auch noch jemandem dabei assistieren kann, deren Backwerke ich unglaublich gern mag, könnte man mich schon als "im Backwahn" bezeichnen bzw. aus dem Backhimmel abholen. So passiert vor einigen Monaten in Hamburg, wo ich Cynthia Barcomi anlässlich der Promoveranstaltung zur Veröffentlichung ihres neuen Backbuchs "Cookies" treffen durfte. In kleiner Runde buken ausschließlich weibliche Journalistinnen mit der US-Amerikanerin, die in Berlin erfolgreich zwei Delis führt, einige Rezepte aus dem neuen Buch nach, unter anderem auch diese herrlichen italienischen Cantuccini. Das Besondere an diesem Mandelgebäck ist die Tatsache, dass es zwei Mal gebacken wird. Das macht die Kekse (italienisch: Biscotti) etwas härter und sehr gut geeignet, um sie in Heißgetränke zu tunken. Wobei ich sie auch ohne alles wegsnacken kann ... :) Damit es überhaupt Mandelgebäck wird, habe ich das Rezept eine kleine Spur verändert, nämlich einen Teil des Mehls durch gemahlene Mandeln ersetzt. Außerdem habe ich etwas Zitronensaft dazuaddiert, ebenso ein klein wenig mehr Salz, Zucker und Honig.

Natürlich gab es zur Backsession auch akustische Beschallung, dieses Mal in Form eines Hörspiels. "Mindnapping" bietet regelmäßig Nervenkitzel in abgeschlossenen Geschichten, sehr angenehm, wenn man nur mal zwischendurch etwas backen will.

Honey Lemon Pistachio Cantuccini

 




Zutaten

120 g geschälte Pistazien
1 unbehandelte Zitrone, 
davon Schale in Zesten und Saft
220 g Mehl Typ 405
50 g gemahlene Mandeln
1,5 TL Backpulver
0,5 TL Natron
0,5 TL Salz
50 ml neutrales Pflanzenöl
90 g Zucker
2 Eier
1 TL Vanilleextrakt
3 EL Honig, aromatisch


Zubereitung

Die Zitrone heiß abspülen, abtrocknen und die Zesten fein abschälen. Danach die Zitrone mit Druck über ein Holzbrett rollen, halbieren und den Saft ausdrücken. Beides beiseite stellen. Die Pistazien grob hacken (wer möchte, röstet sie vorher noch bei 175°C einige Minuten im Backofen).

In einer kleinen Schüssel, Mehl, Backpulver, Natron und Salz vermischen. In einer größeren Schüssel Öl, Zucker und Eier aufschlagen. Dann ca. 1 EL Zitronensaft und 1 EL Zitronenzesten hinzufügen. Nacheinander die Eier dazugeben und am Ende Vanilleextrakt und Honig unterrühren.

Während die Küchenmaschine arbeitet, löffelweise die Mehlmischung hinzufügen. Wenn alles gut untergemischt ist, nur ganz kurz die grob gehackten Pistazien unterheben.

Ein Holzbrett mit Mehl bestreuen und den etwas klebrigen Teig mit bemehlten Händen in zwei Teile teilen. Zu Laibern von ca. 22 cm Länge formen und nebeneinander mit ausreichend Platz auf ein Backblech legen. Bei 175°C Ober- und Unterhitze im vorgeheizten Backofen ca. 25 Minuten backen. Ca. 20 Minuten auskühlen lassen, dann mit einem Brotmesser mit Sägeblatt in ca. 1,5 - 2 cm breite Scheiben schneiden. Je schräger ihr schneidet, desto hübscher werden die Cantuccini.

Den Backofen auf 160°C herunter drehen und die geschnittenen Scheiben flach auf dem Backblech verteilen. 8 Minuten backen, dann das Blech wieder herausholen und die Cantuccini vorsichtig wenden. Erneut 8 Minuten backen. Auf einem Rost o.ä. auskühlen lassen.

Die Spotify-Playlist für diese Backsession


Diese Folge von "Mind Napping" bietet ein klein wenig Grusel, gut erzählt. Diese Folge passte prima zu meinem Werkeln mit scharfen Messern :)

Montag, Dezember 28, 2015

Küchenteufels Kosmetik: Fruity Peach Orange Massage Bar / Butter

Normalerweise gibt es hier selbstgemachte Leckereien für den Gaumen. Doch man kann in der Küche noch so viele andere tolle Sachen zaubern! Zum Beispiel Kosmetik. Ich selbst habe morgens einen vergleichsweise simplen Pflegeplan: Duschen, Zähneputzen, raus aus dem Haus. Von Berufs wegen kann ich wochentags normalerweise kein Makeup auflegen, das spart natürlich immens Zeit. 

Trotzdem bin ich Pflegeprodukten nicht abgeneigt und vor allem bin ich ein großer Fan der Massage Bars von Lush. Das sind feste Massagebutterstücke aus pflegenden Zutaten, mit denen man ganz herrlich zum Beispiel den Nacken massiert bekommen kann. Leider ist die Lush-Filiale in Kiel bereits wieder geschlossen worden und extra für eine Massage Bar nach Hamburg oder sich per Post schicken lassen? Kann man sowas nicht mit wenig Aufwand selbst machen? Das Internet sagte: "Man kann!" und ich habe mich da vor allem auf das Videotutorial von Mai Mate und den Blogbeitrag von Rührrausch gestützt, um nach ein wenig herumprobieren meine eigene Variante zu erstellen.

Vor allem Küchenzauber steht der Einkauf, und so habe ich mir in ausgewählten Geschäften bzw. im Internet die Zutaten besorgt. Die Massage Bars sollen ja direkt auf meine (und eure) Haut, da wollte ich keine minderwertigen Produkte benutzen. Die Zutaten werden genau abgewogen und erwärmt. Abgefüllt habe ich die Masse in Silikonformen, die ich vorher gründlich gereinigt und desinfiziert habe. Wartezeit einplanen!

Die meiste Arbeit war tatsächlich, mir eine geeignete Verpackung auszudenken. Selbstgemachte Seifen werden ja gern in Seidenpapier gewickelt, aber die Massage Bars sind um einiges weicher und fetthaltiger als Seifenstücke. Wie wäre es mit Banderolen und Zellophantütchen? Da steht mir meine mangelnde grafische Kreativität im Weg. Aber dem Internet sei Dank (schon wieder!) habe ich mir zahlreiche Inspirationen holen können und eine nette Variante erdacht. Mal sehen - wenn das hier gut ankommt, könnten wir ja auch mal über selbstgemachtes Peeling etc. nachdenken. Und bei der Gurkenmaske wäre der Bogen zurück zum Foodblogging ja wieder geschlagen :D

Fruity Orange Peach Massage Bar

 


Zutaten

100 g Bienenwachs
25 g Kakaobutter
75 g Sheabutter
100 ml Mandelöl
2-3 Tropfen ätherisches Orangenöl
2-3 Tropfen ätherisches Pfirsichöl

Zubereitung

Silikonformen auswaschen, gut antrocknen und ggf. mit einer hautgeeigneten Flüssigdesinfektion auswischen.

Die ersten vier Zutaten abwiegen und bereit stellen. Das Bienenwachs im Wasserbad schmelzen. Die Kakao- sowie die Sheabutter hinzufügen und im flüssigen Bienenwachs schmelzen. Das Mandelöl dazugeben- Achtung, wird auch erstmal fest. Weiterrühren und einige Tropfen gute ätherische Öle hinzufügen. Mit einem kleinen Spatel untermischen und schnell in die vorbereiteten Silikonförmchen abfüllen.

Einige Stunden aushärten lassen und mit einer hübschen Banderole verzieren. Da die Massagebar sehr ölig ist, sollet ihr die Banderole auf einem festeren Stück Papier oder Tonkarton drucken. Alternativ sehen sicher auch ein hübsches Tütchen oder eine kleine Dose prima aus.

Die Spotify-Playlist für diese Kosmetiksession


"Back to the Roots" war das vielleicht. Ich hatte zuvor eine Doku über London gesehen und danach den Police-Song "Walking on the moon" nicht mehr aus dem Ohr bekommen. Die unten verlinkte Compilation besitze ich bereits seit Erscheinungsdatum und sie gehört auf jeden Fall zu den meistgehörten CDs in meinem Regal.

 

Viel Spaß!

Samstag, Dezember 26, 2015

Küchenteufels Backstube: Weiche Buttermilch-Kartoffel-Brötchen

Heiligabend ist bei uns Zeit für Kartoffelsalat und Würstchen. Und einmal im Jahr esse ich dieses Gericht auch wirklich gern. Übrig blieben einige gekochte Kartoffeln, die darauf warteten, phantasievoll weiter verarbeitet zu werden. Da war doch ein Rezept für fluffige Brötchen .... Moment ... Ah, hier: Fluffy Buttermilk Potatoe Rolls bei Mel´s Kitchen Café. Buttermilch ist immer im Haus, verschiedene Mehlsorten auch, also fix den Knethaken an die Küchenmaschine und los! :)

Dieses Weihnachten ist übrigens in musikalischer Hinsicht etwas besonderes: The Beatles sind jetzt auch bei den Streamingdiensten verfügbar. Daher findet ihr am Ende dieses Textes einen Link zu meiner selbst zusammengestellte Beatles-Playlist bei Spotify, die ich während dieser Backsession gehört habe. Viel Spaß damit - und natürlich mit diesen richtig leckeren Kartoffelbrötchen, die prima als Beilage zu quasi allem passen.

Weiche Buttermilch-Kartoffel-Brötchen

 



Zutaten

300 g gekochte Kartoffeln, gequetscht
110 g Butter, weich
500 ml Buttermilch, zimmerwarm
2 Eier, groß & zimmerwarm
1 Päckchen Trockenhefe
2 EL Zucker
2,5 TL Salz
500 g Vollkornmehl
500 g Mehl Typ 550

Zubereitung

Die Kartoffeln sollten bei Verwendung im Teig warm sein. Also entweder frisch kochen oder einfach kurz für 2 Minuten in die Mikrowelle. Die Kartoffeln durch eine Presse drücken oder mit einer Gabel weichdrücken. Ich mag es, wenn ich noch Kartoffelstücke feststellen kann, wer den Teig nur fluffig möchte, versucht die Kartoffeln ganz cremig drücken. Den warmen Kartoffelbrei mit der Butter vermischen und am Mixer / der Küchenmaschine den Knethaken anbringen. Die Buttermilch, die Eier, Hefe, Zucker und Salz dazugeben und auf kleiner Stufe verkneten. 

Die beiden Mehlsorten miteinander vermischen. Löffelweise das Mehl unter den Teig mischen und dabei ca. 5-6 Minuten weiterkneten, bis sich der Teig von den Seiten der Schüssel löst. Eine große Schüssel mit Öl auspinseln und den Teig hineingeben. An einem warmen Ort ca. 1,5 Stunden gehen lassen, bis der Teig sich merklich vergrößert hat.

Den Teig ein wenig herunterdrücken und in 24 ziemlich gleich große Stücke teilen. Ein Blech mit einem hohen Rand oder zwei Auflaufformen mit Backpapier auslegen oder leicht einölen. Die Bällchen nebeneinander legen, überall sollte leicht Platz sein. Das Blech / die Auflaufformen abdecken und an einem warmen Ort erneut ca. eine Stunde gehen lassen (sie sollten sich ca. verdoppelt haben). 

De Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen und die Brötchen 18 - 20 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht golden ist, der Teig innen durchgebacken und fluffig.  Aus dem Ofen nehmen und die Brötchen auskühlen lassen.

Die Spotify-Liste für diese Backsession:




Guten Appetit!

Mittwoch, Dezember 23, 2015

Küchenteufels Keksstudio: Biscoff Chocolate Chip Cookies

Eigentlich war ich aus einem ganz anderen Grund auf dem Foodblog von Sally´s Baking Addiction: Ein Freund hatte uns zum Essen eingeladen und uns eine ganz formidable Chicago Style Deep Dish Pizza serviert. Was das ist? Man stelle sich vor, der Hefeteig sei in einer runden Backform inklusive Rand angeordnet, wird dann mit scharfer Tomatensauce gebacken, danach mit weiteren Belägen und Käse bedeckt und erneut gebacken. Läuft bereits das Wasser im Mund zusammen? Mir auch.

Natürlich wollte ich das Rezept bekommen und wenn man schon mal da ist, klickt man auch mal weiter ... Beim schmökern auf dem Blog entdeckte ich ein Keksrezept namens "Biscoff Cocolate Chip Cookies" mit der belgischen Karamellcreme, die auf den Lotos Karamellkeksen basiert und die ich früher immer aus Brüssel importieren musste. Und waren Kekse nicht gerade DAS Thema? Deshalb geht es hier jetzt auch erstmal um Kekse und nicht weiter um Pizza (die wir aber nicht vollends außer Acht lassen sollten, aber alles zu seiner Zeit!). 

Nach einer Anfrage habe ich sie nun schon das eine oder andere Mal hier im Blog für Rezepte benutzt (vegane Biscoff-Trüffel oder Cookie Dough Cheesecake Schnitten). Ich hoffe, ihr konntet sie inzwischen mal probieren? Man kennt sie auch als "Speculoos". In den USA wird so eine Creme auch gern mal "Cookie Butter" genannt, und das trifft es schon ziemlich gut. Seeehr lecker, und inzwischen auch in deutschen Supermärkten erhältlich. Eigentlich habe ich ja schon ein ziemlich gutes Rezept für Cookies, die so richtig schön "chewy" sind. Ob mit dunklen Schokochips, oder mit weißer Schokolade und Macadamianüssen Aber dieses Rezept ist ja kein Ersatz, sondern eher eine Ergänzung auf dem Keksteller. Ich habe die Karamellcrememenge leicht erhöht, weil damit das Glas gleich leer war ... außerdem geht mehr Karamellcreme immer. :) Leider ist dieses Rezept nichts für "noch schnell fertig machen", denn den Teig mindestens 3 Stunden zu kühlen ist tatsächlich essentiell wichtig (ich habe es probiert - der Geschmack ist eindeutig besser). Die gute Nachricht: Der Teig kann bis zu drei Tage im voraus vorbereitet zu werden. Allerdings sollte man - wenn man die drei Stunden Kühlzeit überschreitet - ca. 30 Minuten Zeit einplanen, um den Teig auf eine verarbeitbare Temperatur zu bringen. Nun soll es aber los gehen: Musik anschmeißen und ab in die Backstube! Bei mir hieß es beim Herstellen des Teiges und auch beim Backen zwei Tage später: Sherlock Holmes (siehe Spotify-Link unten - für den ich übrigens keine Provision o.ä. bekomme!).

 Biscoff Chocolate Chip Cookies

 


Zutaten

115 g weiche Butter
100 g Zucker
100 g brauner Rohrohrzucker (Demerara, z.B.)
1 Ei + 1 Eigelb
2 TL Vanilleextrakt
150 g Biscoff Lotus Karamellcreme

280 g Mehl (Typ 405)
1 TL Backpulver
1 TL Speisestärke
1/2 TL Zimt
1/2 TL Salz

220 g Schokoladentropfen

Zubereitung

Die weiche Butter mit dem Schneebesen der Küchenmaschine oder den Rührschlegeln des Handmixers cremig schlagen. Langsam die beiden Zuckerarten dazu rieseln lassen und mit hoher Geschwindigkeit mit der Butter vermischen. 1 ganzes Ei und 1 Eigelb dazu geben und so lange weitermischen, bis die Teigmasse nur noch hellgelb ist. Den Vanilleextrakt (alternativ Bourbonvanille aus dem Päckchen) und die Karamellcreme unterrühren.

In einer kleinen Schüssel das Mehl, Backpulver, Speisestärke, Zimt und Salz vermischen. An der Küchenmaschine den Schneebesen durch den Rühraufsatz eintauschen (der Handmixer behält die Schlegel) und löffelweise die Mehlmischung unterrühren. Am Ende die Schokoladentropfen unterheben, den Teig einpacken (in Tupperware oder Klarsichtfolie) und für mindestens drei Stunden in den Kühlschrank stellen. Dann herausholen und für ca. 20 Minuten stehen lassen. Wenn ihr den Teig länger als 3 Stunden kühlt, empfiehlt es sich, den Teig ca. 30 min bei Raumtemperatur stehen zu lassen, bevor ihr ihn weiter verarbeitet. In der Zeit zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Mit einem Löffel ca. walnussgroße Bälle abstechen und mit den Händen schnell zu Bällchen rollen. Mit etwas Abstand auf zwei Backblechen verteilen und im vorgeheizten Backofen ca. 10 Minuten backen. Wer einen etwas unterschiedlich heizenden Backofen hat, sollte nach ca. 5 Minuten das Blech herausnehmen und gedreht wieder zurückstellen. Nach 10 Minuten das Blech herausnehmen und weitere fünf Minuten auf dem Blech "sitzen" lassen. Danach ds komplette Backpapier zum abkühlen auf ein Gitter stellen. Die Cookies sind direkt nach dem Backen sehr weich - aber sie sollten nicht länger im Ofen bleiben. Auskühlen lasse nund servieren bzw. in hübschen Tüten verpackt verschenken.

Die Spotify-Playlist für diese Backsession

Guten Appetit!

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