Donnerstag, Januar 19, 2017

Küchenteufel: Bananenbrot mit Haferflocken und Chiasamen

Es gilt gerade, Bananen zu verwerten. Viele Bananen. Fragt mich nicht, wie ich dazu gekommen bin (Hinweis: Mama war da mit einem Korb voller Nahrung). Bevor ich also Verstopfung  davon bekomme, mich in den kommenden Tagen ausschließlich von Bananen pur zu ernähren, habe ich mir überlegt, lieber neue Rezepte auszuprobieren. 

Was liegt noch so herum? Haferflocken. Und ein großer Sack Chiasamen. Ihr wißt schon - das aktuelle "Superfood". Kann man auch durch Leinsamen ersetzen, aber nun sind sie schon mal da, dann können sie auch ins Backwerk. Alle Zutaten in meine Lieblingsapp eingegeben, kam dieses schmackhaft aussehende Banana Bread with Oats and Chia Seeds bei the domestic goddess wannabe dabei heraus. Allerdings habe ich im Hinblick auf die süßen Bananen und die Tatsache, dass in US-Rezepten häufig mehr Süße drin war, als ich essen mochte, den Zucker ein wenig reduziert.

Praktisch: Man braucht keine strombetriebenen Geräte. Die Bananen werden in einer Schüssel gestampft, die flüssigen Zutaten mit einem Schneebesen vermischt und die trockenen Zutaten mit einem Holzlöffel untergerührt. Danach alles in die klassische Kastenkuchenform und nach 50 Minuten ist das Bananenbrot fertig.

Inzwischen höre ich beim Backen übrigens immer weniger Musik, sondern eher Podcast. Beim Backen dieses Brotes war es die Sprechkabine. Ein "Schwafelpodcast" der besseren Art, den ich euch wärmstens ans Herz legen möchte, wenn es euch gefällt, dass euch zwei Menschen ca. Ende 30 mit ihren Gedanken und Ansichten bespaßen.

Bananenbrot mit Haferflocken und Chiasamen


Zutaten

450g zerdrückte Bananen
1 großes Ei
120ml Rapsöl
180ml Milch, zimmerwarm
180g Mehl Typ 405
80g Zucker (im Originalrezept waren es 150g)
2 TL Weinsteinbackpulver
1/2 TL Salz
45g kernige Haferflocken
25g Chiasamen


Zubereitung

  • Den Backofen auf 170°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Die Bananen kleinschneiden und mit einem Stampfer grob "mantschen". 
  • Mit einem Schneebesen die flüssigen Zutaten (Ei, Öl, Milch) unterrühren.
  • In einer kleinen Schüssel die trockenen Zutaten vermischen.
  • Die trockenen zu den flüssigen Zutaten dazugeben und mit einem Holzlöffel gut vermischen, dass keine trockenen Mehl-Inseln mehr auftauchen. Aber nicht übermischen (also kein Handrührgerät benutzen!)
  • Eine Kastenkuchenform einfetten oder mit Backpapier auslegen (ein Streifen längs, zwei Streifen quer)
  • Den Teig umfüllen und ca. 50 Minuten backen.
  • Auskühlen lassen und genießen - zum Beispiel mit gesalzener Butter.

Guten Appetit!

Montag, Januar 16, 2017

Küchenteufels Winter: Orangenpunsch (alk)

Pünktlich mit Ende der Weihnachtssaison kommt die Kälte über das Land. Ist eigentlich auch logisch, denn es liegen ja noch zwei Monate Winter vor uns. Das Blog ist immer noch nicht auf seine neue Domain umgezogen und ich habe es satt, auf mich selbst zu warten. Es stehen doch so viele neue Rezepte in der Warteschleife!

Deshalb mal schnell aus der Hüfte geschossen ein Rezept, auf das ich nach Veröffentlichung des dazugehörigen Fotos auf Instagram und Co. bereits mehrfach angesprochen wurde. So simpel es ist, so lecker ist es auch: Orangenpunsch. Im Gegensatz zu Glühwein ist dieses heiße alkoholische (sehr alkoholische!) Getränk für mich nicht an die Weihnachtszeit gebunden, sondern passt immer dann, wenn es kalt ist. In den letzten Jahren habe ich immer wieder ein wenig herumprobiert (mit zerstoßenem Kardamom, mit Zitronenzesten, frisch geriebener Muskatnuss, Sternanis etc.) und habe jetzt denke ich mal die finale Version kreiert. Auch die verschiedenen Alkoholarten und ihre Verteilung wurde getestet, bis diese Variante für mich feststand. Selbstverständlich steht euch euch frei, all diese Dinge - und noch ganz andere - in eure Version des Orangenpunsches zu geben, jeder Geschmack ist anders. Aber ich rate euch, erst einmal mein Rezept zu probieren, bevor ihr dann selbst kreativ werdet. Dann hatte all die Ausprobierei seinen Sinn :)

Vorweg: Lieblicher Weißwein ist risikoreich. Die meisten Weintrinker haben - zu Recht! - sofort ein akutes Pochen in der Schläfe. Deshalb empfehle ich, da vielleicht einen Euro mehr auszugeben und nicht ganz unten ins Regal zu greifen, weil "kommt ja eh in den Punsch". Euer Kopf wird es euch danken!

Orangenpunsch


Zutaten

1 Liter Orangensaft
700 ml lieblicher Weißwein 
(ich nehme den von Rotkäppchen)
350 ml Triple Sec (Orangenlikör)
350 ml ungewürzter Rum 
(ich nehme 3-jährigen Havana)
6 ganze Gewürznelken
3 Zimtstangen
1 TL Vanilleextrakt (alternativ: Vanillezucker)

zur Garnierung
1 unbehandelte Orange 
(in Scheiben geschnitten & geviertelt)
Zimtpulver
ggf. brauner Zucker

Zubereitung

  • Alle Zutaten bis zur Vanille in einen großen Topf geben, mit einem Deckel abdecken und auf mittlerer Hitze langsam bis zur gewünschten Trinktemperatur erhitzen. Nicht kochen lassen - sonst verfliegen Teile des Alkohols, das wäre ja schade :)
  • Das langsame Tempo ist wichtig, damit Nelken, Zimt etc. ihren Geschmack gut an das Getränk abgeben können.
  • Die Orange heiß abspülen, in Scheiben schneiden und die Scheiben vierteln - für eine ansprechende Deko.
  • Wenn die perfekte Temperatur erreicht ist, die Hitze verringern. Den Punsch in Becher abfüllen (darauf achten, dass keine Nelken mit gehen), mit dem Orangenschnitz und etwas Zimtpulver garnieren. Wenn der Saft und/oder der Wein nicht süß genug waren, mit ein wenig braunem Zucker nachsüßen.
  • Genießen!

Viel Spaß!

Mittwoch, Dezember 07, 2016

Küchenteufels #walnutswednesday: Mango - Kokos - Brot mit Walnüssen

Kaum ist der Knoten geplatzt und der Plan, ein Blog auf eigener Domain aufzusetzen, ins neue Jahr verschoben, gibt es hier auch wieder einige Rezepte zu verkünden 😀 Und da heute Mittwoch ist und es sich einfach anbietet, den #walnutswednesday zu reaktivieren, gibt es heute für euch ein Mango-Kokos-Walnuss-Brot!

Warum? Ganz simpel: Ich hatte eine Mango da, die mir meine Mama als Trost dafür, dass ich in diesem Monat nicht mit ihr nach Indien reisen kann, mitgebracht hat. Leider schmeckte sie trotz einer Tage Nachreifung einfach nicht so, wie Mangos schmecken sollen (also, dass das Fruchtfleisch sich quasi am Gaumen auflöst) und so verarbeitete ich das Ding schnell mal zu einem Püree und parkte es zur weiteren Verwendung im Kühlschrank und befragte Yummly nach einem schönen Rezept mit Mango-Püree. Es spuckte mir dieses Mango-Nut-Bread von SkinnyTaste aus,  Selbstverständlich könnt ihr auch einfach Mangopüree aus der Dose nehmen, das schmeckt in der Tat besser als so vieles, was in Deutschland in Supermärkten angeboten wird. Meiner bescheidenen Meinung nach sind Alphonso-Mangos (bzw. deren Püree) das nonplusultra unter den Mangos, aber da hat wohl jeder seine eigenen Präferenzen.

Mango-Kokos-Brot mit Walnüssen


Zutaten

165g Mango (als Püree)
125g Mehl Typ 405
120g Vollkornmehl
100g Demerarazucker
1 TL Weinsteinbackpulver
1/4 TL Zimt
1/2 TL Salz
30g grob gehackte Walnüsse
20g Kokosflocken
1 Ei (vegane Alternative: 1 EL Sojamehl & etwas Wasser)
2 TL weiche Butter / Margarine

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 160°C Ober- & Unterhitze vorheizen und eine 9x5 inch-Kastenkuchenform mit Backpapier auslegen.
  2. Die Mango rechts und links des Kerns abschneiden, mit einem kleinen Messer ein Gittermuster in das Fruchtfleisch schneiden und mit einem Löffel aus der Schale löffeln. Das Fleisch rund um den Kern vorsichtig abschneiden. Mit einem Pürierstab verblenden.
  3. Mehl, Vollkornmehl, Zucker, Backpulver, Zimt und Salz in einer kleinen Schüssel vermischen.
  4. Die Walnüsse grob hacken und zusammen mit den Kokosflocken zur Mehl-Zucker-Mischung geben.
  5. Das Mangopüreee, das Ei und die weiche Butter oder Margarine vermischen. Ich habe die vegane Variante mit einem Esslöffel Sojamehl und etwas Wasser ausprobiert, schmeckt ebenfalls sehr gut.
  6. Die festen und die flüssigen Zutaten mit einem Holzlöffel zügig vermengen und den Teig in die vorbereitete Backform geben. 
  7. Nach 45 Minuten mit einem Holzstäbchen den Gartest machen (klebt Teig dran? Noch 5 Minuten drin lassen!)
  8. Auskühlen lassen und mit gesalzener Butter oder anderem Brotaufstrich nach Wahl bestrichen genießen.

Guten Appetit!

Sonntag, Dezember 04, 2016

Küchenteufel backt: Apfel-Zimt-Kuchen

Der letzte Post auf diesem Blog ist bereits von Ende September 2016. Man könnte meinen, ich hätte das Blog - und damit meine Leser und auch meine Küche - seitdem schmählich im Stich gelassen. Doch nichts läge mir ferner. Im Gegenteil habe ich mir Anfang Oktober vorgenommen, meine seit einem dreiviertel Jahr brachliegende Domain mit dem Namen "Kieler Küchenteufel" endlich mit Inhalt zu füllen. Genauer gesagt mit einem selbstgehosteten Blog auf Basis von Wordpress. 👌

Wieso ich dieses Blog nun nicht verlinkt habe? Weil ich mich ziemlich schwer damit tue. Die Inhalte dieses Blogs (zumindest die Rezepte) sind bereits hinüber geschaufelt und warten eigentlich nur darauf, eine schicke Form zu erhalten. Und da beginnen meine Probleme. Ich bin einfach nicht kreativ. Jahahaha ... dann kauft man sich einfach die kreative Arbeit von anderen, höre ich euch sagen. Wordpress-Themes gibt es ja wohl in allen Farben, Formen und Preisklassen. Das stimmt. Doch bisher hat mir einfach nix gefallen. Ich möchte nicht aussehen wie das klassische weiße Foodblog. Andererseits will ich aber auch nicht den Eindruck einer quietschebunten Produkttestbloggerin erwecken. Und bei all diesem Herumgesuche und -geklicke bin ich irgendwann in eine Prokrastinationshaltung gegangen und hab einfach gar nix mehr gemacht. Also bis auf halbfertige Rezepte hier bei Blogger.com auf "Entwurf" zu stellen. Aber damit ist jetzt Schluss. Ich blogge erstmal wieder auf dieser Blogspot-Domain und nehme mir fürs neue Jahr vor, ein richtig schickes und vor allem gut zu mir passendes Blogtheme zu finden und einzubauen. Danach gehen alle Texte hier auf eine Art Vorschau-Modus mit Verlinkung zum neuen Blog und ich hoffe, ihr kommt alle mit. 

Deshalb hier etwas, dass ich bereits im Oktober gebacken habe, aber nicht verbloggte, obwohl es einfach richtig lecker war: Ein Apfel-Zimt-Kuchen.
 
Im Garten der Firma gab es viele Äpfel. Zu viele Äpfel. Jeden Tag schleppt der Hausmeister eine große Tasche voll ins Büro und ich nehme mir auch immer brav welche mit nach Hause. Flugs in die Nachbackliste geschaut - da entdeckte ich diesen simplen, aber optisch sehr ansprechenden Kastenkuchen mit Zimt-Zucker-Mischung auf Apfelwürfelchen. Da ich mit einer großen, bereits eingeschworenen Gruppe in den Urlaub fahren und dort ein wenig backen wollte, nahm ich das Rezept mit, stellte mich am Nachmittag in die Küche und legte los. Alle Zutaten waren ruckzuck vorbereitet, der Kuchen schnell zusammengestellt und gebacken. Allerdings war ich wohl zu optimistisch, was den Wechsel der Backform anging. Eine 9x5 inch-Kastenkuchenform war gefragt, ich hatte nur eine "normalgroße" dabei. "Was solls, dann wird der Kuchen eben etwas flacher", dachte ich mir. Aber nun, er fiel mir doch ein wenig zu sehr auseinander, was dem Geschmack keinen Abbruch tat, die Optik jedoch ein wenig schmälerte. Also muss ich mir wohl leider leider noch eine neue Backform kaufen :)

Apfel-Zimt-Kuchen


Zutaten

50g brauner Zucker
1 TL Zimt
130g Zucker
115g Butter, weich
2 Eier
1,5 TL Vanilleextrakt
190g Mehl Typ 550
2 TL Backpulver
120 ml Milch
1 großer Apfel, geschält und in kleine Würfelchen geschnitten

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 175°C vorheizen. Die Backform (9x5 inch Kastenkuchen) einfetten und ausmehlen (oder Backpapier hineindrücken).
  2. Zimt & den braunen Zucker in einer kleinen Schüssel vermischen, zur Seite stellen.
  3. Den weißen Zucker mit der Butter und den Eiern schaumig schlagen, den Vanilleextrakt dazugeben.
  4. Mehl und Backpulver vermischen, dann löffelweise zur Buttermischung geben.
  5. Am Ende die Milch mit einem Löffel unterrühren.
  6. Die Hälfte des Teiges in die Backform füllen, mit der Hälfte der Äpfel bestreuen und die Hälfte der Zucker-Zimt-Mischung darüber geben.
  7. Die zweite Hälfte des Teiges auf die Äpfel geben, die restlichen Äpfel obendrauf und leicht festdrücken.
  8. Mit einem Teelöffel die restliche Zucker-Zimt-Mischung über die Äpfel streuen und und leicht mit dem Löffel unterrühren.
  9. Bei 175°C Ober- und Unterhitze ca. 30 Minuten backen.
Das war´s auch schon. Der Kuchenteig ist wie gesagt für eine kleinere als die herkömmliche deutsche Kastenkuchenform gedacht, ich werde ihn aber sicherlich beizeiten mal umrechnen. Bis dahin freue ich mich darüber, endlich wieder etwas auf dieses Blog gesetzt zu haben, was auch noch zur Jahreszeit passt (Zimt! Äpfel! ... obwohl ... das esse ich beides das ganze Jahr hindurch gern).


Guten Appetit!


Dienstag, September 27, 2016

Küchenteufels Backstube: Banana-Oat-Frühstücksmuffins

Kaum hat die Temperatur ein wenig nachgelassen, darf der Backofen wieder auf vollen Touren laufen. Muffins wollte ich backen, weil das Muffinbackblech mir beim Aufräumen sehr aufdringlich direkt vor die Füße gefallen ist. "Benutz´mich!" schien es auf diese Weise zu rufen, und ich stellte es gar nicht erst wieder zurück in den Schrank. Doch wenn ich 12 Muffins backe, dann werde ich auch 12 Muffins essen (evtl. teile ich noch mit Alex und zwangsläufig auch mit einem Kater, also: 10 Muffins essen). Nee, nicht klug. Deshalb wartete ich doch lieber auf die nächste Einladung inkl. "bringt gern was mit", und sie kam. Natürlich auch gleich mit einer kräftigen Herausforderung: Möglichst glutenfreie, trotzdem leckere Speisen sollte ich doch bitte zum großen Frühstücksbuffet mitbringen. Haferflocken seien jedoch erlaubt, nur kein Weizengluten.

Okay, mal kurz in der Nachbackliste gestöbert und die Vorratsschränke geplündert. Im Kühlschrank befand sich griechischer Joghurt, zwei Bananen waren auch schon sehr reif und Chocolate Chips sind eh immer da. Neben 2-3 anderen Zutaten war also tatsächlich alles im Haus, um die "Banana Oat Greek Yoghurt Muffins" von Running with Spoons zu backen. Ich kann sagen: Sie kamen wirklich hervorragend an und deshalb teile ich gern meine Variante dieser Muffins mit euch! Und nicht nur mit euch, sondern auch mit Zorra von kochtopf.me. Die feiert nämlich tatsächlich schon ihren zwölften Bloggeburtstag (das ist ja sogar älter als meins!) und wünscht sich daher#muffinszumzwoelften
Da ich vermute, dass die Dichte an bunten, cremigen Cupcakes ziemlich hoch wird, passt mein eher gesunder, trotzdem süßer Frühstücksmuffin sicherlich gut dazu, quasi als leichter Gegenpart zu all den Leckereien. Ein Banner gibt´s natürlich auch:

Geburtstags-Blog-Event CXXIV - Muffins (Einsendeschluss 15. Oktober 2016 - Icons made by Freepik from www.flaticon.com)

Aber nun, ran ans Rezept, das übrigens nicht nur ohne Mehl, sondern auch ohne Öl oder anderes Fett auskommt. Vielleicht ist das ja für den einen oder anderen interessant. Vegan ist es natürlich nicht, weil Fett und Kleber von Milchprodukten und Eiern stammen.

Frühstücksmuffins mit Bananen, Schokolade und Haferflocken

 



Zutaten

250 g griechischer Joghurt (Vollfett)
2 reife Bananen
2 Eier
1/2 TL Vanilleextrakt
170 g Haferflocken 
30 g brauner Zucker
2 TL Weinsteinbackpulver
85 g Chocolate Chips

Zubereitung


  1. Den Backofen auf 200° C Ober- und Unterhitze aufheizen und das Muffinbackblech mit Papiermanschetten oder Silikonförmchen auslegen.
    1. b Wer keine reifen Bananen hat, legt sie einfach in den Backofen, bis sie braun geworden sind (kleiner Tipp am Rande).
  2. Alle flüssigen Zutaten (Jogurt, Eier, Bananen, Vanilleextrakt) miteinander vermischen.
  3. Haferflocken, Zucker und Weinsteinbackpulver vermischen und löffelweise zum Teig geben.
  4. Am Ende ca. die Hälfte der Schokodrops dazu geben und unterheben.
  5. Den Teig auf die Muffinförmchen verteilen, dann die übriggebliebene Schokolade auf den Muffins verteilen.
  6. Im Backofen ca. 15, maximal 20 Minuten backen. Der Holzstäbchentest zeigt auch hier wieder, ob die Muffins durch sind.
  7. Abkühlen lassen und genießen.

Guten Appetit!

Sonntag, September 25, 2016

Küchenteufel im Sommer: Gurken-Hummus-Sandwichrollen (vegan)

Es wurde noch einmal richtig warm im Spätsommer 2016. Das war natürlich eine feine Sache, ich konnte sogar noch einmal in der Ostsee, beziehungsweise in der Kieler Förde baden. Allerdings war es damit auch zu warm, um etwas anderes zu kochen oder zu backen als hier schnell mal einen Salat oder dort ein fixes Sandwich. Sprich: Totentanz hier auf dem Blog. Ich leiste hiermit Abbitte und bringe als Rückkehrgeschenk einen kleinen Snack mit, der nicht nur fix gemacht ist (quasi nur vier Zutaten), sondern auch auf Buffets einen richtig guten Eindruck hinterlässt (für euch bereits getestet). Obendrein ist es auch noch vegan, für den einen oder anderen ja vielleicht ebenfalls interessant.

Ausgangspunkt des Ganzen war "Noa", bzw. deren Hummus mit Kräutern. Zu dem kam ich wie die Jungfrau zum Kinde. Vor einiger Zeit hatte ich mir die Brandnooz Cool Box bestellt und eine Packung eines veganen Linsen-Curry-Aufstriches gezogen. Mißtrauisch, wie ich als indisches Kind beim Wort "Curry" sofort werde, wurde vorsichtig ein Karottenstick hineingedippt und was soll ich sagen: Verflucht lecker. Und sehr dicht an dem, was ich in Indien von meiner Oma vorgesetzt bekommen habe. Ein Blick auf die Zutatenliste zeigte mir, dass auch nur so viel drin ist, wie nötig ist, also keine extra Aromen, Konservierungsmittelchen etc. 

Begeistert davon beguckte ich die Website, entdeckte die Möglichkeit, sich für den Test der kompletten Produktpalette zu bewerben, kurz die Daten eingegeben und tatatata ... ein gut gekühltes Päckchen landete bei mir und danach bei einem geselligen Abend mit Cocktails und viel Gelächter auf dem Tisch. Ein Becher Hummus mit Kräutern wurde jedoch nicht vertilgt und musste nun endlich verbraucht werden. Dazu kam die Einladung zu einer vegan lebenden Freundin, zu der ich gern Buffetbeiträge beisteuere. Mir war vor einiger Zeit diese Gurken-Frischkäserollen von Christina´s Cucina über den Weg gelaufen, aber irgendwie war mir der Frischkäse zu "fett" (die Bilder sind teilweise mit Frischkäse gemacht). Die Idee an sich gefiel mir jedoch weiterhin, deshalb nun die Variante mit Hummus statt Käse, die ich deutlich lieber mag. Ihr dürft aber natürlich gern Frischkäse verwenden - dann ist das Rezept selbstverständlich nicht mehr vergan.

Also habe ich im türkischen Supermarkt um die Ecke ganz dünnes Lavash-Brot besorgt (vegan), eine Gurke dünn gehobelt und mit Salz bestreut und dann aus all diesen Zutaten tolle Rollen erstellt. Natürlich könnt ihr gern euren eigenen Hummus benutzen oder wartet auf mein Rezept, das sicherlich auch irgendwann auf diesem Blog auftauchen wird. Bis dahin muss die Fertigvariante reichen. Ich wünsche euch viel Spaß beim nachmachen und reuelosen Vernaschen!

Sandwich Rolls mit Gurken und Kräuterhummus

 



Zutaten

dünnes Lavashbrot (oder jedes andere dünne Fladenbrot)
1 Packung Noa Kräuterhummus
1 Gurke
Salz

Zubereitung

  1. Die Gurke schälen oder heiß abwaschen, fein hobeln und mit genügend Salz bestreuen. 
  2. 20 Minuten stehen lassen und das ausgetretene Wasser abgießen.
  3. Eine erste Scheibe dünnes Fladenbrot aus der Tüte nehmen (schnell verschließen, trocknet sonst aus), dünn mit dem Hummus bestreichen. Einen Rand freilassen.
  4. Ca. 1/3 der Gurken auf dem bestrichenen Brot nebeneinander schichten.
  5. Auf der bis zum Ende beschmierten Seite beginnen, die Rolle sehr eng aufzurollen.
  6. Die Rolle mit der Naht nach unten ablegen und mit einem sehr scharfen Messer buffettaugliche Stücke abschneiden.
  7. ggf. mit Zahnstochern fixieren, auf Platten ablegen.

Ich empfehle, die Rollen im Laufe der kommenden Stunden zu essen, weil das Brot sonst zu sehr durchweicht. Tagsüber für den Abend vorbereiten ist noch okay, über Nacht würde ich sie nicht lagern. Wie schon gesagt, kann man den Aufstrich und auch den Belag fröhlich nach eigenem Gusto durchtauschen, die Variante mit Kräuterhummus und Gurken bleibt jedoch mein Favourit.
 
Hinweis: Für diesen Blogbeitrag wurde ich nicht bezahlt. Ich bekam lediglich als Privatperson eine nette Probierpackung Noa-Produkte, für die ich einen kleinen Fragebogen ausfüllen sollte. Dass ich darüber blogge und es verlinke, ist meiner eigenen Begeisterung geschuldet :)

Guten Appetit!


Mittwoch, August 17, 2016

Küchenteufels Backstube: Saftiger Zitronenkuchen wie bei Starbucks (Copycat)

Ich mag Kuchen. Ach Unsinn - ich liebe Kuchen! Und da bin ich vor allem ein Fan von Rührkuchen. Einem kleinen Stück von Mamis Apfelkuchen kann noch viel weniger widerstehen als zum Beispiel Sahnetorte *uff* Deshalb stürze ich mich bei Kuchenbuffets auch immer zuerst auf die Schoko- oder Marmorkuchen. Aber ach! Wir häufig hat man dann so ein furztrockenes Stück im Mund, dessen Krümel einen Hustenreiz auslösen. Und auch der Geschmack ist oft eher Kabapulver oder Plastikzitrone ... was irgendwie unbefriedigend ist, wenn man sich schon auf die zusätzlichen Kalorien eingelassen hat, aber dann keinen Lustgewinn bekommt.

Vor einigen Jahren war ich in Gesellschaft irgendwo auf der Welt bei Starbucks (ich selbst trinke keinen Kaffee, komme da also nur selten vorbei) und mir stand der Sinn nach Kuchen. In Klarsichtfolie eingewickelt lang dort ein dickes Stück Zitronenkuchen in der Auslage und auch wenn der Preis locker die Zutaten für zwei komplette Bleche Zitronenkuchen wert war, lockte mich dieses Sück Kuchen mehr als aufwändige Cupcakes etc. Ich wickelte den Kuchen aus, biss hinein - und war im Zitronenkuchenhimmel! Saftig, zitronig, fluffig und trotzdem ein wenig "klitschig", es war einfach perfekt! Danach habe ich eine ganze Weile mit unterschiedlichen Rührkuchenrezepten experimentiert und ganz passable Kuchen produziert, aber eben nichts vergleichbares wie dieses Aha!-Erlebnis bei Starbucks. Woran könnte es liegen? Was ist euer Geheimnis, Starbucks? Dank Averie kenne ich nun das Geheimnis (eigentlich sind es sogar zwei!): Griechischer Joghurt und Zitronenextrakt. Also nicht Zitronensaft, und auch nicht Zitronenaroma oder Zitronenöl, sondern hochkonzentrierter Zitronenextrakt. Also flugs im Netz gesucht, in einem britischen Shop bestellt und los ging´s mit der Kuchenbäckerei. Was soll ich sagen? Saulecker! Deshalb möchte ich dieses Copycat-Rezept - ein wenig für mich abgewandelt - auch gern mit euch teilen. Natürlich kann man sich diesen Zitronenextrakt auch selbst ansetzen, und das werde ich sicherlich auch demnächst mal. Aber ich wollte erstmal wissen, wie zitronig es in der gekauften Variante ist und ich kann euch sagen: Sehr zitronig!

Zitronenkuchen, fluffig wie bei Starbucks

 


Zutaten

3 große Eier
200 g Zucker
250 g griechischer Joghurt, hohe Fettstufe
120 ml Rapsöl
2 Esslöffel Zitronenzesten, ungewachst
2 Esslöffel Zitronenextrakt
200 g Mehl Typ 405
2 TL Backpulver
1 TL Salz

für den Guß:
120 g Puderzucker (oder mehr)
3 EL Zitronensaft

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen und eine Kastenkuchenform einfetten. Im Kühlschrank parken.
  2. In einer großen Schüssel Eier und Zucker aufschlagen, bis die Farbe hellgelb geworden ist. Dann den Joghurt hinzufügen und weiter vermischen.
  3. Langsam das Öl, die Zitronenzesten und den Zitronenextrakt unterrühren, bis alles gut vermischt ist.
  4. Mehl, Backpulver und Salz vermischen und über den Teig sieben. Unterrühren. 
  5. In die vorbereitete Form füllen und im vorgeheizten Backofen ca. 50 min backen.
  6. Ab der 40. Minute immer mal wieder nach dem Kuchen schauen und ggf. vor Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken, falls er obenauf schon zu dunkel geworden ist. Der altbekannte Holzstäbchentest zeigt euch, ob er in der Mitte bereits durch ist.
  7. Kuchen abkühlen lassen.
  8. Puderzucker und Zitronensaft klümpchenfrei verrühren und den Kuchen damit bestreichen.

Guten Appetit!





Freitag, August 05, 2016

Küchenteufels Blechkuchen: Hessischer Schmandkuchen mit Zimt-/Zuckerbelag nach Mario Kotaska

Ich liebe meine Facebook-Blogger-Gruppen. Sie produzieren quasi permanent Nachschub von Rezepten, die ich am liebsten sofort nachbacken oder kochen will. Eines dieser Rezepte war der Nordhessische Schmandkuchen nach Mario Kotaska von Maltes Kitchen. Gesehen, gespeichert und mit ein wenig Zeitabstand dann auch endlich gebacken. Da es ein Geburtstagsmitbringsel werden sollte, konnte ich mich nicht entscheiden - den im Rezept eingeplanten Zimtzucker drüber, oder doch diese lustigen bunten Zuckerstreusel (aka "Funfetti"), die ich extra für solch einen Anlass vor kurzem erworben habe? Kurz überlegt, schnell entschieden: 50/50 :D Der Kuchen macht vor allem deshalb so viel Spaß, weil er nicht so süß ist. Die Kombination aus Schmand und Zitronensaft / -schale sorgt für ein erfrischendes Kuchenerlebnis, die Zucker/Zimt-Mischung bringt aber wieder Süße und Geschmack. Klasse Kuchen! Ich habe für die Menge abgeriebener Zitronenschale & -saft zwei unbehandelte Zitronen benötigt.

Ein Problem hatte ich noch: Wie groß ist "ein Blech"? Ich habe schon zu häufig das "normale Standardblech" benutzt, um dann festzustellen, dass die Fläche zu groß und der Rand zu niedrig ist. Deshalb habe ich mich irgendwann auf diese "Fettpfannen" bzw. Kuchenformen mit hohem Rand verlegt und auch dieses Mal den Teig in eine solche Form gefüllt. Was soll ich sagen? Es wurde ganz schön hoch! Ich hatte ein wenig Sorge, dass ich die Schmandmasse, die erst im zweiten Backvorgang auf den Teig kommt, nicht unterbringen könnte, deshalb habe ich den Teig einfach kurzerhand nach dem Backen mit einem Silikonteigschaber ein wenig heruntergedrückt :D Tatata - schon passte die Schmandmasse. Allerdings musste ich die Backzeit ein wenig anpassen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, benutzt einfach das ganz normale Blech. Beim Posten des Bildes auf Facebook kam gleich ein Kommentar: "Das ist doch das Rezept meiner Mama!". Hm. Laut Malte ist es von Mario Kotaska in seinem Buch "Street Food" abgedrukt. Wahrscheinlich zeigt die Regionalbezeichnung ("nordhessisch"), dass es ein überliefertes Rezept ist, auf das eh niemand so richtig sein compyright setzen kann. Ich bleibe also erstmal bei Herrn Kotaska. Aber nun, das Rezept. Viel Spaß beim nachbacken!

Nordhessischer Schmandkuchen nach Mario Kotaska

 



Zutaten

für den Boden
300g weiche Butter
200g Zucker
1 Pr. Salz
6 Eier
2 EL abgeriebene feine Zitronenschale
7-8 EL Zitronensaft
300 g Mehl Typ 405
3 TL Weinsteinbackpulver

für den Belag
5x Schmand à 250g
125 g Zucker
2 Eier
5 EL Speisestärke
3 EL Zitronensaft
1 EL Zitronenschale, fein gerieben 

Zimt/Zucker-Mischung nach Bedarf
Funfetti

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Backform mit Butter ausstreichen (dann gibt es einen karamellisierten Geschmack) und zur Seite stellen.

Butter, Zucker und Salz in der Küchenmaschine mit dem Schneebesen schlagen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Nach und nach die zimmerwarmen Eier dazugeben und schlagen lassen, bis die Masse sich deutlich vergrößert hat und heller geworden ist. Unterwegs auch noch die Zitronenschale und den Zitronensaft löffelweise dazugeben. Mehl und Backpulver in einer kleinen Schüssel vermischen und ebenfalls löffelweise zum Teig geben.
Wenn das Mehl sich gut aufgelöst hat, den Teig in die Backform geben und glattstreichen. Ca. 20 Minuten (normales Backblech) bzw. 25-30 Minuten (hohe Backform) im unteren Bereich des Ofens backen.

Währenddessen die Schmandmasse zubereiten: Alle Becher mit dem Zucker und den Eiern in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine (Schneebesen) vermischen. In einer kleinen Schüssel den Zitronensaft, die -schale und das Stärkemehl miteinander vermischen, bis es keine Klümpchen mehr gibt. Langsam in den Schmandteig fließen lassen.

Nach Ende der Backzeit den Kuchenboden herausholen und direkt die Schmandmasse darauf verteilen. (Hier musste ich den hochgekommenden Kuchen ein wenig nach unten drücken *lach*) Erneut bei 170°C backen, auch hier wieder je nach Backform 10 bzw. 20 weitere Minuten backen. Mir hat geholfen, dass ich ein wenig am Backblech gerüttelt habe. Wenn es euch noch zu flüssig vorkommt, lieber noch ein wenig drinlassen.

Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und gleichmäßig mit der Zimt-/Zucker-Mischung bestreuen. Wieviel? Das ist abhängig von eurem eigenen Geschmack!

Guten Appetit!

Mittwoch, Juli 27, 2016

Küchenteufels sommerliche Backstube: Zitronenzuckerkekse

Kaum kommt in Kiel die Sonne raus, liege ich mit einer Erkältung flach. Ach, was sage ich, nix Erkältung: Ein tödlicher Männerschnupfen ist es, der mich aufs Sofa wirft. Und während vor dem Fenster die leicht bekleideten Menschen eisschleckend vorbeiziehen, suche ich nach mehr Socken und einer Wolldecke. Für meinen Netflix-Serienmarathon sollte es aber auch etwas frisch aus dem Backofen geben, vorzugsweise mit Zutaten, die bereits im Haus sind, zum Beispiel die unbehandelte Zitrone, die bereits seit dem Wochenende durch die Küche kullert. Da waren doch noch solch zitronige Kekse in der Nachbackliste? Jepp, bei baked by rachel waren sie zu finden, angeblicht "soft & chewy" und aufgrund der Ruhezeit, die vor dem Backen eingeplant ist, auch perfekt für Erkältungskranke, die zwischendurch ihren Akku wieder aufladen müssen. Im Orginalblogpost wird der Teig mit "medium scoops" portioniert. Ich wollte nun nicht extra Eisportionierer kaufen, deshalb hab ich mich bei Mel´s Kitchen Café darüber informiert und herausgefunden, dass man ca. 35g schwere Teigbällchen herausbekommt. Na, das hilft mir doch schon mal kräftig weiter. Außerdem hatte ich den Eindruck, meine Kekse könnten irgendwie "zitroniger" werden. Da ich von einer vorher mal übriggebliebenen Zitrone die Schale schon einmal abgeschält und mit Zucker in ein Glas gegeben hatte, stand in meiner Küche selbstgemachter "Zitronenzucker". Wer das nicht hat, darf auch gern die Kaufvariante aus dem Supermarkt benutzen, oder einfach ein wenig Zitronenzuckerguß verwenden. Also auf ins Backvergnügen!

Zitronige Zuckerkekse


Zutaten

115 g weiche Butter
200 g Zucker
1 Ei
Zesten einer unbehandelten Zitrone
2 EL Zitronensaft
1/2 TL Vanilleextrakt
250 g Mehl
1/4 TL Salz
1 TL Backpulver
50 g Zitronenzucker

Zubereitung

Die Butter und den Zucker so lange schlagen, bis die Masse cremig-breiig und vor allem fast weiß geworden ist. Dann nach und nach Ei, Zitronenzesten, Vanilleextrakt und Zitronensaft dazu geben. Mehl, Salz und Backpulver vermischen und löffelweise dazugeben. Rühren lassen, bis der Teig keine Klümpchen mehr vorweist. Den Teig in eine kleinere Schüssel umfüllen, abdecken und für ca. 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen (oder über Nacht).

Zur Weiterverarbeitung den Backofen auf 170°C Ober- und Unterhitze vorheizen und 50 g Zucker in eine kleine Schale füllen. Im Orginalrezept wird der Teig mit einem "medium size scoop" abgemessen. Wie oben beschrieben, habe ich mich schlau gemacht und mal einen großen EL voller Teig auf die Küchenwaage gelegt. Spannend, wieviel Teig 35 g sind (ca. ein Golfball)!
Danach habe ich einige ähnlich große Teigbälle portioniert, rund geformt und im Zitronenzuckerschälchen gewälzt. Die Hälfte davon mit einem vernünftig großen Abstandauf ein Backblech legen und ca. 12 Minuten backen (eigenen Backofen beachten!).

Die fertigen Kekse auf einem Rost abkühlen lassen und derweil die zweite Ladung backen. In Keksdosen aufbewahren oder direkt wegfuttern.

Guten Appetit!

Montag, Juni 27, 2016

Küchenteufel probiert aus: Isländischen Skyr - selbstgemacht!

Vor einigen Monaten fiel mir ein neues Milchprodukt im Kühlregal auf: Skyr. Der Name allein reizte mich sehr, und auch wenn der Kühlschrank wirklich voll war, wanderte dieses Produkt der dänischen Marke Arla in den Einkaufswagen und von dort in den Kühlschrank. Ein Instagrambild mit dem geöffneten, joghurtähnlich festen Dessert im Hintergrund sorgte dann auch gleich für Entrüstung: "Dieses Zeugs hat mit isländischem Skyr genauso viel zu tun wie Chicken Chips mit Chicken Tandoori!", bekam ich aus dem fernen NRW zu hören. Autsch, das saß! Also machte ich mich auf die Suche nach einer Möglichkeit, an "echtes" Skyr zu kommen, und stieß auf dieses Skyr-Rezept bei Zauber des Nordens. Da ich mir für indisches Paneer und belgische Mattentaart (die Rezepte folgen auch noch in diesem Blog, versprochen!) bereits extra ein schönes Passiertuch gekauft hatte, guckte ich in der Apotheke vorbei, bestellte mir eine kleine Rolle Labtabletten, die am Nachmittag bereits abholbar waren, und kaufte die erforderlichen Milchprodukte ein. Glücklicherweise erhielt ich die eine 1l-Packung saure Sahne (hat 10% Fett) bei Citti, so musste ich nicht 5 kleine Töpfchen schleppen (die mir quasi - immer - herunterfallen).

Ähnlich wie bei Paneer (schnittfester Frischkäse) hat man bei der Herstellung einige Aha-Effekte (ich steh auf Chemie in der Küche!) und genauso wie bei der Mattentaart (flämische Kuchenleckerei) muss man für meinen Geschmack vieeeel zu lange warten, um das Ergebnis weiterverarbeiten zu können (24 Stunden! Wer hat denn so viel Zeit?!). Spaß beiseite, ich habe mich an die Arbeit gemacht und ein wirklich leckeres, stichfestes und trotzdem cremiges Produkt gewonnen, bei dem natürlich die Auswahl der Grundzutaten auch das Ergebnis bestimmt. Ich sag mal: Je fetter die Milch, desto leckererererer das Skyr. Ein Thermometer zu benutzen ist ebenfalls hilfreich und da ihr mit Milchkulturen arbeitet, sollten alle genutzten Gegenstände wirklich peinlich sauber sein.

Was macht man denn überhaupt mit Skyr? Eigentlich alles, was ihr mit anderen cremigen Milchprodukten auch machen würdet: Obst einrühren zum Frühstück, mit braunem Zucker überstreuen als Dessert oder mit Kräutern und Gemüse einen herzhaften Dip erstellen. Geschmacklich ist Skyr auf jeden Fall ganz weit vorn und wurde in dieser Küche sicherlich nicht zum letzten Mal hergestellt (wozu habe ich sonst soviele Labtabletten?).

Isländischer Skyr, selbstgemacht


Zutaten

4 Liter Vollmilch (je fetter, desto besser - ich habe 3,9%ige genommen)
1 Liter saure Sahne (10% Fett)
1 Labtablette

Zubereitung

Die Milch in einen großen Topf geben (Achtung: Überlaufgefahr!) und einmal aufkochen lassen. Dabei aufpassen, dass die Milch nicht anbrennt. Sobald es kräftig blubbert, den Herd ausschalten, den Topf von der Platte nehmen und ein Thermometer in den Topf hängen. Immer mal wieder umrühren, damit nicht doch etwas anbrennt.

Bis das Thermometer 40°C anzeigt, nehmt ihr euch eine zweite Schüssel, in der ihr die saure Sahne mit etwas Milch aus dem Topf glattrührt (1 Suppenkelle voll sollte reichen). In einem kleinen Glas die Labtablette in ca. 50 ml Wasser auflösen.

Wenn 40°C erreicht sind, die saure Sahne  und das Lab-Wasser-Gemisch unter die Milch rühren, den Deckel auflegen und für ca. 24 Stunden an einem zimmerwarmen Ort stehen lassen.

Am nächsten Tag ein Sieb mit Stoff auslegen (zum Beispiel ein Passiertuch, andere nehmen auch mal eine Babywindel) und die Milchmasse eingießen. Einige Stunden abtropfen lassen - bei mir waren es 3 Stunden, bis ich die Konsistenz des Skyrs für benutzbar erachtet habe.

Dann einfach ein paar Beeren unterrühren, vielleicht etwas Sirup, und fertig ist das selbstgemachte isländische Skyr!

Guten Appetit!

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