Mittwoch, Juli 01, 2015

Küchenmumien-Challenge: Balsamico-Linsen-Gurken-Happen (vegan)

Yum
Am Wochenende war ich zu einem Grill-Geburtstag eingeladen. Ich wußte, dass einige Gäste vegetarisch bzw. vegan leben oder auf laktosehaltige Produkte verzichten müssen. Also stand ich vor dem Küchenschrank und schaute, was im Rahmen einer "Küchenmumien-Challenge" für diesen Zweck eingesetzt werden könnte. Gefunden habe ich eine angebrochene Tüte "Le-Puy-Linsen", im Kühlschrank lagen zwei Karotten und ein halbes Stück Sellerie. In meinem Kopf formte sich die Idee eines erfrischenden Linsensalates.

Ein wenig Zwiebel, Balsamicoessig, etwas Brühe, den Rest Petersilie aus dem Töpfchen auf der Fensterbank und fertig war ein leckerer Linsensalat! Aber ausgesehen hat er wie Vogelfutter. Wie kann man sich damit bei einem Buffet, auf dem sicherlich viele schmackhafte Dinge stehen würden, ein wenig abheben? Pinterest sei Dank! Da hatte ich nämlich erst vor kurzem gesehen, dass jemand dick geschnittene Gurkenscheiben ausgehöhlt und mit irgendetwas gefüllt hatte. Weltidee! :) Glücklicherweise lagen im Kühlschrank auch noch zwei Gurken, die eigentlich am kommenden Tag zu einem Gurkensalat verarbeitet werden sollten. 

Ein kleines abgerundetes Gemüsemesser hat mir Grobmotoriker geholfen, und so habe ich erst einen Kreis, dann kleine Tortenstücke hineingeschnitten und die Gurke innen ausgehöhlt. Wenn die Ränder nicht ganz rund bzw. gleichmäßig sind, macht das nichts, denn sie werden ja eh mit Linsensalat gefüllt. Aussehen tun sie dann wie kleine Canapés, oder wie man neudeutsch jetzt sagt: "Fingerfood".

Gurkentaler mit Balsamico-Linsensalat




Zutaten


150 g grüne Linsen (Le puy)
1 Lorbeerblatt
1 Karotte, sehr fein gerieben
1/2 - 1/4 Stück Sellerie, sehr fein gerieben
1 Schalotte, sehr fein gewürfelt
etw. Olivenöl
Salz & Pfeffer
100 ml Gemüsebrühe
3 EL Balsamico-Essig
ca. 1 TL feingehackte Petersilie

Zubereitung

Die Linsen abspülen und gemeinsam mit dem Lorbeerblatt in einem kleinen Topf ca. 15-20 Minuten kochen. Über ein Sieb abgießen, das Lorbeerblatt entfernen und bis zur weiteren Verwendung abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Möhre, die Schalotte und den Sellerie wirklich fein raspeln bzw. hacken. In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und zunächst die Schalotten leicht glasig werden lassen. Dann den Sellerie und die Karotten dazu. Bei mittlerer Hitze ca. 3-4 Minuten andünsten, dann die Linsen dazugeben. Nach weiteren 2-3 Minuten mit ca. 100 ml Gemüsebrühe ablöschen und mit Salz und Pfeffer abschmecken (Achtung, die Brühe kann evtl. schon genug Salz dazugegeben haben!). Wenn alle Flüssigkeit gut verkocht ist, die Pfanne vom Feuer nehmen, Balsamico-Essig und ca. 1 Teelöffel feingehackte Petersilie unterheben - Vorsicht: die Linsen zerfallen beim starken unterrühren! - und auskühlen lassen.

Zwei Gurken schälen und die Enden abschneiden. In ca. 1 - 1,5 cm dicke Stücke schneiden. Mit einem kleinen gekrümmten Messer einen Kreis hineinschneiden, dabei einen Rand lassen. Ca. bsi zur Hälfte der Gurke tief schneiden. Dann "Tortenstücke" hineinschneiden und mit dem Messer vorsichtig das Innere aushöhlen. Auf einer Platte ablegen und mit den weiteren Gurkenscheiben ebenso verfahren. Mit der Salz- & der Pfeffermühle jeweils einmal aus mittlerer Höhe über die Gurkenscheiben gehen, damit eine Art "Grundwürze" auch an den Gurken dran ist. Danach mit zwei Teelöffeln die abgekühlte Linsen-Gemüsemischung in die Gurkentaler hineinfüllen, dabei charmante "Häufchen" bilden, die über den evtl. etwas unregelmäßigen Rand fallen. Mit Klarsichtfolie bedecken und bis zur Verwendung kühl stellen.

Guten Appetit!


Freitag, Juni 26, 2015

Küchenteufel beim #synchronkochen: Erdbeerlimes

Yum
Ich liebe Erdbeeren. Pur, als Kuchen, im Quark ... und gemeinsam mit Alkohol. :) "Erdbeerlimes" ist hier das Stichwort für ein fruchtiges Tröpfchen, das auf Wodka basiert und so schnell gemacht ist, dass ihr es in der Erdbeersaison nicht mehr kaufen, sondern nur noch selbst machen wollt, versprochen!

Dass ich nun aber genau jetzt mit dem Erdbeerlimes um die Ecke komme, hat einen Grund: Simone von der S-Kueche und Melanie von der Kleinen Chaosküche haben am Freitag zum #erdbeerlimes15 aufgerufen - da war ich allerdings im Schrevenpark, um die letzten Sonnenstrahlen zu genießen. Doch Hashtags sind beständig und deshalb hänge ich mich jetzt einfach nachträglich dran :)

Ich habe das Rezept von Simone etwas erweitert und mit der Vanille von Melanie ergänzt. Da Vanilleextrakt auf Wodkabasis hergestellt wird, passt das ja prima. Herausgekommen ist ein wirklich leckeres Getränk, dass im Kühlschrank locker eine Woche frisch bleibt. Wer sich für die Mango-Variante interessiert: Die habe ich als Mangolimes vor einigen Jahren hergestellt und wird in der kommenden Woche verbloggt!

Erdbeerlimes

 




Zutaten

300ml Wasser
300ml Zitronensaft (ca. 6 reife Zitronen)
Zesten einer Zitrone (optional)
300g Zucker
1 TL Vanilleextrakt (alternativ: 1 TL Bourbonvanillezucker)
900g Erdbeeren
700 ml Wodka

Zubereitung

Die Zitronen auspressen, einer Zitrone die Zesten abschaben. Wasser, Zitronensaft, Zitronenzesten und Zucker ein einem mittelgroßen Topf zum kochen bringen. Die Erdbeeren waschen, putzen und grob zerkleinern. 

Wenn der Zucker sich aufgelöst hat, die Erdbeeren dazugeben und auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Erdbeeren weich geworden sind. Die Flamme abstellen, leicht abkühlen lassen.

Wodka und Vanilleextrakt dazugeben, durch ein Sieb passieren lassen, um die Erdbeerkerne loszuwerden. Wer es feiner mag, lässt die Flüssigkeit danach noch durch ein Passiertuch laufen.

In heiß ausgespülte, gut gereinigte Flaschen abfüllen und bis zur Verwendung kühl stellen.

Anwendungsgebiete: Auf Eiscreme, im Dessert und natürlich pur mit einem Eiswürfel :)

Guten Appetit!

Montag, Juni 22, 2015

Rosmarin-Lachsspieße auf gebratenem Fenchel und Ofentomaten mit Gefro Balance [sponsored post]

Yum
Ist euch eigentlich schon einmal aufgefallen, dass ich für eine Küstenbewohnerin verdammt wenig Fischrezepte veröffentlicht habe? Das grenzt gar an Frevel und musste schnell geändert werden! Also habe ich, als man mich gebeten hat, mir ein Rezept aus der Gefro Balance-Linie auszusuchen und für euch nachzukochen, gegrillte Lachsspieße auf Fenchel-Tomaten-Gemüse gewählt. Für den Fenchel hat die Saison außerdem gerade begonnen und deswegen war dieses Rezept perfekt für mein Blog.



Die Zutaten sind nicht nur für Menschen, die am Meer leben, schnell besorgt: Beim Fischhändler des Vertrauens (CITTI) gab es das Lachsfilet, vom türkischen Gemüsehändler an der Ecke frische Fenchelknollen, Schalotten, Zitronen mit Schale, die man auch zum Kochen benutzen kann und hübsche kleine Kirschtomaten (leider nur rote - gemischt mit gelben wäre es sicher farbenfroher geworden). Fenchelsamen findet ihr im Asia-Laden, im Reformhaus, oft auch in Teeläden und vielleicht auch im gut sortierten Supermarkt. 

Mein Problem ist jedoch immer die Gemüsebrühe: Als Studentin habe ich sie noch dann und wann selbst gemacht (siehe Blogbeitrag: Ohne Tütensuppe), aber diese Zeiten sind irgendwie vorbei. Klassische Supermarktvarianten kann ich jedoch nicht benutzen, weil sie beim Freund und Mitkocher leider immer für Magen- & Darmprobleme sorgen, auch wenn noch so oft "Bio" draufsteht. Folgenlos blieb bisher nur die Bio-Brühe von famila - und wie wir jetzt getestet haben - die klare Gemüsebrühe "Querbeet" von Gefro. Sie gehört zur schon oben genannten neuen Gefro Balance-Linie, die wie auch die anderen Produkte zusätzlich vegan, ballaststoffreich sowie glutenfrei und lactosefrei ist. Gerade letzteres hilft mir, wenn ich für Freunde koche, sehr. Ein Blick auf die Zutatenliste verrät: Hefeextrakt ist vorhanden, ein künstlich hergestelltes Aroma aus Hefen, dass man sich in britisch dominierten Ländern (wie auch Indien) gern mal als "Marmite" aufs Brot schmiert. Wer mehr über Hefeextrakt wissen will, schaut am besten weder bei den Befürwortern, noch bei den Gegnern, sondern ganz entspannt bei Wikipedia. Gefro-Produkte aus dem Allgäu kauft man übrigens im Versandhandel.

Eine kleine "Challenge" war für mich der Fenchel, denn ich muss gestehen, dass ich den bisher noch nie selbst verarbeitet hatte. Aber im Rahmen der Diät, auf die wir uns nach der Kieler Woche ganz dringend selbst setzen müssen, wollte ich auch mehr Gemüse in den Speiseplan integrieren, dass wir bisher nicht so auf dem Zettel hatten. Wie zum Beispiel Fenchel. Vielleicht ist "Diät" auch nicht das richtige Wort, denn wir versuchen es erneut mit viel Wasser und gesunder Ernährung. Im letzten Jahr waren wir damit sehr erfolgreich - statt Kantine und Bäckerei haben wir abends frisch gekocht und vor allem stoffwechseloptimiert geplant. Die weiteren Gefro-Produkte, die man uns ins Paket gepackt hat, werden uns da hoffentlich eine gute Unterstützung sein.

Doch zurück zum Gemüse, genauer gesagt zur tollen Knolle. Denn siehe da - Fenchel zu verarbeiten ist ganz leicht und vom Anisgeschmack, der mich beim Fencheltee so stört, bleibt gebraten / gedünstet nur noch eine feine Note, die mir gefällt. Sogar die Fenchelsamen haben prima dazu gepasst. Allerdings habe ich das Rezept beim zweiten Kochen doch gaaanz leicht abgewandelt :) Vielleicht lag es am Rosmarin, der für mich untrennbar mit Honig verbunden ist, aber ein halber Teelöffel davon in der Lachs-Marinade gab einen tollen Geschmacksbooster. Auch ein wenig Schärfe im Fenchel-Tomaten-Gemüse kam von mir dazu, aber nur minimal, damit der Geschmack von Gemüse und Kräutern nicht überdeckt wird. Die Portionsangabe ist für eine schöne Vorspeise für vier Personen oder ein Hauptgericht für zwei.

Lachsspieße auf gebratenem Fenchel mit Ofentomaten

 



Zutaten für vier Personen

2 Knoblauchzehen, confiert
Saft aus einer halben Zitrone
2 EL Olivenöl (z.B. Gefro Natives Olivenöl extra)
die Nadeln von 2 Rosmarinzweigen
optional: 1/2 TL Honig
600 g küchenfertiges Lachsfilet

20 Kirschtomaten, gemischt rot & gelb
Olivenöl, Salz & Pfeffer (ggf. ein paar Ringe Chili)

2 große Fenchelknollen
3 Schalotten
Olivenöl

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Papier belegen.

Eine Zitrone durchschneiden und eine Hälfte kräftig auspressen, ergibt ca. 1 - 2 TL Saft. Den Zitronensaft mit zwei konfierten Knoblauchzehen (oder zwei sehr fein gehackten) und 2 EL Olivenöl vermengen. Wer mag, vermischt noch einen halben Teelöffel Honig unter die Marinade. Von zwei Rosmarinzweigen die Nadeln abstreifen mit einem großen Messer einige Male leicht darauf hacken - so kommt m.E. mehr Geschmack an die Marinade - und die Nadeln unter die Mischung heben.

Vier Holzspieße in Wasser einlegen - dann klebt der Fisch später nicht fest und lässt sich leichter vom Spieß lösen. Den Lachs unter kaltem Wasser abspülen und gut mit einem Küchentuch abtupfen. Achtet darauf, dass ihr beim Fischhändler ein möglichst quadratisches Stück erhaltet und schneidet flache Enden einfach ab. Danach den Fisch in 12 Stücke schneiden und je drei Stücke auf einen Spieß fädeln. Die Hälfte der Marinade in ein eckiges Gefäß gießen, die Spieße hineinlegen und mit dem Rest bedecken.  Auch die dünneren Enden des Lachsfilets in die Marinade legen. Ruhen lassen.

Die Kirschtomaten waschen und halbieren. Mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und ggf. den Ringen einer Chilischote (die Kerne vorher herausnehmen!) vermischen und auf das vorbereitete Backblech geben. Ca. 8 - 10 Minuten backen.

Derweil die Fenchelknollen waschen und putzen. Wer das noch nie getan hat: Man schneidet hinten das harte Ende ab und vorn das Fenchelgrün. Letzteres beiseite legen. Dann die Knolle einmal längs durchschneiden und mit einem kleinen Messer keilförmig den Strunk herausschneiden. Die Hälften mit einem großen Messer in feine Streifen schneiden oder über eine Mandoline (Gemüsehobel) ziehen. Hier gibt es ein kleines Video, wie man Fenchel richtig verarbeitet.

Drei Schalotten schälen, halbieren und fein hacken. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Schalotten leicht anbraten. Die Fenchelstreifen dazugeben und leicht anbraten. 200 ml Brühe zubereiten, zum Fenchel geben und leicht köcheln lassen, bis die Streifen gerade noch bissfest sind. Petersilie fein hacken und gemeinsam mit einem Teelöffel voller Fenchelsamen zum Gemüse geben. Mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Während der Fenchel gart, eine Grillpfanne erhitzen und die Spieße von beiden Seiten darin anbraten. Ihr braucht kein Fett in die Pfanne geben - das Öl, das am Spieß haftet, sollte ausreichen. Wenn der Lachs doch etwas klebt, ein wenig von der Marinade dazugeben. 

Auf vorgewärmten Tellern den Fenchel und die Tomaten anrichten, auf jeden Teller einen Spieß (bei zwei Personen: zwei Spieße) legen und servieren.

Guten Appetit!


Disclaimer: Die Firma Gefro hat mir ein Paket mit Produkten der Gefro Balance-Linie zugeschickt und ich habe mir ein Rezept ausgesucht, dass ich gegen Bezahlung nachgekocht habe. Meine Meinung zu den benutzten Produkten und der Firma selbst bleiben davon natürlich unbeindruckt.
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Donnerstag, Juni 11, 2015

Küchenteufel: Asia-Nudelsalat mit Shrimps, Erdnuss und Sesam

Yum
Blog-Event CIX - it's BBQ-time! (Einsendeschluss 15. Juni 2015)
Ich grille gern. Man trifft sich mit lieben Menschen, das Feuer wird entfacht (naja, zumindest die Kohle) und es kommen Wurst, Fleisch und Gemüsepäckchen auf den Grill. Noch spannender ist allerdings das große Feld der so abschätzig "Beilagen" genannten Kleinigkeiten. Brote, Salate, Saucen, Desserts - man kann sich da herrlich austoben.

Auch wenn der Nudelsalat meiner Tante immer noch auf Platz 1 meiner Hitliste steht, gucke ich doch immer mal wieder nach neuen Variationen. Bei Chocolate Moosey habe ich einen von Nigella Lawson (die mit der tollen Champignon-Zitronen-Pasta) abgewandelten Nudelsalat gefunden, der Udonnudeln mit Gemüse, Shrimps und Sesam kombiniert - das ganze abgeschmeckt mit einer Erdnuss-Chilisauce. Klingt kompliziert? Ist aber eigentlich ganz einfach. Wie auch die oben verlinkten Nudeln von Nigella kann man dieses Gericht sowohl kalt, als auch lauwarm essen - oder gleich heiß als Pastagericht. Ich mag sie allerdings am liebsten kalt beim grillen, und deswegen stelle ich sie euch als Nudelsalat vor :) Das passt dann auch total gut zum aktuellen Blog-Event CIX - it´s BBQ-time, dass Sandra von From Snuggs Kitchen bei Zorra von kochtopf.me veranstaltet. Ich bin schon sehr gespannt auf die tolle Zusammenfassung dieses Events, da sind sicherlich zahlreiche tolle Anregungen für die diesjährige Grillsaison dabei!

Sesame Shrimp Peanut Noodles




Zutaten

90 g Erdnussbutter, cremig
60 ml Sweet Chili Sauce
1 EL Olivenöl
1 EL Sojasauce
1 EL Limettensaft
1 Knoblauchzehe, konfiert, (im Original: 1 EL Knoblauchpaste)
1 EL frisch gehackter Koriander (im Original: 1 EL Korianderpaste)

100 g Udonnudeln, trocken (alternativ: schmale Bandnudeln wie z.B. Bavette)
2 Karotten, in halbe Scheiben geschnitten
70 g Zuckerschoten, gedrittelt
2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
2 EL Olivenöl
250g Shrimps
2 TL Sesam

Zubereitung

Aus den ersten sieben Zutaten eine cremige Sauce herstellen, ggf. mit etwas Pfeffer und Zucker abschmecken - je nachdem, wie süß eure Sweet Chili Sauce ist.

Das Gemüse schneiden: Die Möhren schälen, längst halbieren und dann in feine Scheiben schneiden, Zuckerschoten dritteln, Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Ihr könnt gern weiteres Gemüse wie Paprika, Pilze oder Mais zufügen.

In einem weiten Topf Wasser zum kochen bringen und das Wasser salzen. Die Udonnudeln und die Karottenscheibchen 4 Minuten kochen, dann die Zuckerschoten dazugeben und 2 Minuten weiterkochen lassen. Alles zusammen in einem Sieb abgießen.

In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Shrimps anbraten, bis sie rosa und nicht mehr glasig sind. Sesam dazugeben und ein wenig rösten lassen. Dann die Pfanne vom Herd nehmen. Gemüse und Nudeln dazu geben, mit der Erdnusssauce übergießen. Alles in der Pfanne vermischen und entweder als Pastagericht servieren (siehe Bild) oder in eine Salatschüssel geben und eine halbe Stunde im Kühlschrank abkühlen lassen.

Guten Appetit!



Mittwoch, Juni 10, 2015

Küchenteufels Keksstudio: Oreo Cheesecake Cookies

Yum
Es ist Zeit für Cookies. Eigentlich ist es sogar sehr dringend wieder Zeit für Cookies, denn mit mehr Sonnenschein kommt auch die Zeit, in der ich mich draußen in den Park setze und neben einem Buch und einer Decke auch noch irgendetwas zu naschen brauche. Nicht auszudenken, wenn das stattdessen ein paar Gemüsesticks wären ... :)

Eigentlich stehe ich gar nicht soo sehr auf Oreo-Kekse. Ja, sie sind lecker, aber der Kult, der um diese Schoko-mit-Füllung-Dinger gemacht wurde, die in den USA schon ein Star waren und hier zunächst schwer zu bekommen (Verknappung und so) war mir schon immer suspekt. Ich würde - hätte ich die Wahl - wohl eher zu klassischen Doppelkeksen greifen. Aber als Bestandteil von Desserts, Kuchen und einem phänomenal leckeren Rezept namens "Oreo Cheesecake Cookies" sind sie halt die namensgebende Kraft und wirklich sehr lecker. Also, ran an den Häcksler und die Küchenmaschine und dann geht es los:Ich verspreche euch in weniger als 30 Minuten tolle Kekse, die man euch aus den Händen reißen wird, versprochen!

Allerdings habe ich die Zutatenliste nach dem ersten Versuch ein wenig angepasst. 200 Gramm Zucker waren einfach nur noch süß, das macht keinen Spaß. Auch die Menge der Schokotropfen war mir etwas zu hoch. Wer es süßer mag, darf natürlich wieder alles zurück-ändern, das Originalrezept findet ihr bei Table for Two.

Oreo Cheesecake Cookies



Zutaten für 10 Kekse

10 Oreokekse
115 g weiche Butter
85 g Frischkäse
1 TL Vanilleextrakt / alternativ: Vanillezucker
150 g Zucker
125 g Mehl Typ 550
50 g Schokotropfen (oder grob gehackte Schokolade)

Zubereitung

Den Ofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Kekse möglichst fein häckseln. Wer keinen Häcksler oder "Zauberstab" zur Verfügung hat, steckt die Kekse in eine kleine Tüte und haut mit dem Nudelholz darauf herum, bis sie feinbröselig sind.

Butter und Frischkäse mit dem Schneebesen der Küchenmaschine zu einer soften Masse verschlagen. Das geht natürlich auch mit dem Handrührer. Vanilleextrakt und Zucker langsam hineinrieseln lassen und weiterschlagen, bis der Zucker sich gut verteilt und aufgelöst hat.

Das Mehl löffelweise unterrühren, die Schokotropfen mit einem Teigspatel oder Löffel unterheben, bis sie sich gut verteilt haben. Der Teig sollte nicht flüssig, aber auch nicht zu fest sein.

Oreokrümel auf einem Teller oder in einer kleinen Schüssel bereitstellen. Mit einem Esslöffel oder Teigportionierer Bällchen in Tischtennisballgröße aus dem Keksteig abstechen, in den Händen zu runden Kugeln formen und in den Krümeln wenden. Die Krümel gut festdrücken und auf dem Backblech verteilen. Dabei genügend Platz lassen, weil die Kekse auseinander laufen werden.

Bei 190°C ca. 12-15 Minuten backen. Die Ränder sollten nur leicht braun werden. Die Kekse mit Hilfe des Backpapier vom Blech ziehen und auskühlen lassen.

Gut verpackt sollten sie sich einige Tage halten - wenn Familie und Freunde sie nicht längst weggegessen haben ;)

Guten Appetit!

Donnerstag, Juni 04, 2015

Kieler Küchenteufel treffen - beim Bloggertreffen im Vapiano Kiel [mit Gewinnspiel]

Yum
Vitamine zur Begrüßung.
Achtung, Werbung :)

Habt ihr Lust, einmal gemeinsam mit mir und einigen anderen richtig tollen Leuten zu kochen? Dann solltet ihr gut aufpassen!

Vor einigen Wochen durfte ich gemeinsam mit einigen tollen Kochbloggerinnen (und Jan :) ) im Kieler Vapiano hinter die Kulissen der Systemgastronomie schauen. Morgens um neun ging es bereits los - ich war sehr gespannt, ob ich um diese Zeit schon Nudeln essen könnte?

Der Küchenchaotin Mia sei Dank haben Michaela von herzelieb, Renate von titatoni, Christiane von Genussvoll kochen, Jan & Katharina vom Fördefräulein und ich mit einigen Köchen des Kieler Ablegers den Samstagmorgen jedoch erstmal mit einem tollen Käsefrühstück begonnen, bevor uns Betriebsleiter Marco Mecke in die Hintergründe des Vapiano-Konzeptes einweihte. Es war interessant, die Räumlichkeiten mal bei Tageslicht zu sehen, und wir erfuhren, dass freistehende Vapianofilialen eher selten sind. Die Kieler können zusätzlich mit zwei Außenterrassen punkten, eine davon direkt an der Hörn. Bei gutem Wetter wirklich traumhaft!




Olivenbaum in Kiel.
Dabei erfuhren wir zum Beispiel, dass in jeder Vapiano-Filiale ein Olivenbaum steht, der dort fleißig wächst.

Wenn man ein Vapiano besucht, trifft man zu erst auf die Manufaktur, in der morgens die Teige hergestellt werden. Ich war beeindruckt, dass sowohl Nudel- als auch Pizzateig vor Ort und eifrei herstellt werden. 180 Gramm ist jede Nudelportion schwer, aus sieben unterschiedlichen Sorten kann der Kunde wählen. An guten Tagen gehen locker 100 kg Nudelteig über den Tresen, die in heißem Wasser gekocht werden, während der "Vapianisti" das Nudelgericht im heißen Wok zubereiten. Die frischen Nudeln kann man übrigens auch einzeln erwerben!

Frische Nudeln.
Man hatte vorgesehen, dass wir tatsächlich richtig "in medias res" gehen, also ab an die Nudelstationen, in die Pizzabäckerei und in die Pestoküche. Alle Mitarbeiter waren sehr freundlich, gut gelaunt und aufgeschlossen und bereit, alle Fragen zu beantworten. Wir bekamen sogar die Rezepte der Nudelgerichte zur privaten Verwendung mit - ich habe mich sehr darüber gefreut! Nur das Pestorezept bleibt ein Firmengeheimnis :)

Wie wir ja auch von Micky Beisenherz vorgeführt bekamen, ist das Vapiano Systemgastronomie. Man könnte sagen: Fast Food auf italienisch. Man bekommt ein Plastikkärtchen gereicht, auf dem Speisen und Getränke gebucht werden, die man sich an den Stationen auch selbst abholt. Wer also einen romantischen Abend bei Kerzenschein plant, sollte sich ein anderes Lokal suchen. Für frische und leckere Pastagerichte, Pizzen, Suppen und Salate ist man im Kieler Vapiano allerdings genau richtig, und wie frisch und schnell die Gerichte tatsächlich sind, durften wir hinter den Kulissen live erleben.

Pesto in the making.

Einige Impressionen von der Nudel- und Pizzaherstellung in der Collage. Man sieht, wie gut alle Gerichte vorbereitet sind. Die Zutaten werden vor Ort geschnibbelt (nicht vorgeschnitten angeliefert) und ich muss zugeben, dass mich sehr beeindruckt hat, wie gut alles vorbereitet ist. Das würde ich mir in meiner eigenen Küche gern wünschen!

An allen Stationen wurde viel gefachsimpelt und vor allem viel miteinander gelacht, die Stimmung war durchgehend ganz großartig. Neben den Mädels, die ich schon kannte und auf die ich mich schon sehr gefreut hatte, habe ich noch viele weitere tolle Menschen kennengelernt! Es war ein rundherum schöner Vormittag, das kann ich euch sagen. Nach der Kocherei wurde fleißig probiert und nebenbei auch noch die Coke Life mit Stevia getestet.

Hier ausführlich der Weg zu meiner ersten eigenen Pizza:

Bruschettamasse.
Vorbereitung ist das A & O. Meine Pizza Bruschetta bekommt ein frisches Topping, die Zutaten stehen bereits fertig geschnibbelt bereit.








Teigling.
Der Teigling wartet darauf, fachmännisch im Kreis ausgerollt zu werden. Dies geschieht mit den Händen, aber ich scheitere an der Technik mit dem Handballen. Mehl und Semiola helfen, dass der Teig sich gut verarbeiten läßt.







Jetzt nur noch belegen!

Ich würde gern behaupten, dass ich den Teig so rund hinbekommen habe, aber ich hatte Hilfe. Und ein Rezept, dass ich mit nach Hause nehmen durfte *freu*







Da ist sie - meine erste eigene Pizza mit nur wenig Ruccola (mein eigener Wunsch!) und reichlich frisch gehobeltem Parmesan.

Da wir - noch reichlich gesättigt vom Frühstück - wirklich nur probieren konnten, haben wir unsere Pizza und unsere Nudelgerichte in die schicken und mikrowellenfesten Transportboxen des Restaurants gefüllt und wollten gerade glücklich von dannen ziehen, als Marco Mecke und sein Team noch eine weitere Überraschung für uns: Ein typischer Vapiano-Pastateller, gefüllt mit vielen leckeren Vapianoprodukten wie der Kiel-Tasse, Olivenöl, Kräutern etc. Wie gut, dass ich bereits mit Alex abgemacht hatte, dass er mich einsammelt, mit dem Bus hätte dies sicherlich nicht geklappt :)


Geschenke, Geschenke!

 Mit dem Kieler Küchenteufel ins Vapiano


Aber wann kommt denn nun das mit dem Gewinnspiel? Jaaa ... kommt ja jetzt! Wer nach all diesen Infos Lust bekommen hat, mal im Vapiano hinter die Kulissen zu schauen, und mit mir und vielen anderen lieben Menschen einen witzigen und leckeren Vormittag zu verbringen, sollte jetzt die Ohren spitzen: Das Vapiano hat mich und eine Leserin / einen Leser dazu eingeladen, am Samstag, dem 13. Juni morgens ab neun Uhr gemeinsam zu kochen.

Was ihr dafür tun müsst? Ganz wenig: Schreibt mir eine Mail an kieler.kuechenteufel@gmail.com und hinterlasst mir ein paar nette Worte, warum ihr mit mir kochen wollt. Der Einsendeschluss ist Dienstag, der 9. Juni 2015 (25:59Uhr).
Teilnehmen darf jeder außer Alex und den Randalekatern (die sind aber auch noch nicht alt genug) :) Ich freue mich genauso über Mails von Freunden, Arbeitskollegen und Bekannten wie von Lesern, die ich noch gar nicht kenne und wünsche allen Teilnehmern viel Glück!

Mehr Chancen erhält, wer es auch bei den anderen Damen versucht: Zum Beispiel bei der Kuechenchaotin, herzelieb, titatoni (hier sogar zwei Plätze!) oder Genussvoll kochen.

Wichtige Dinge: 

Der Gewinn besteht aus einem gemeinsamen Vormittag im Vapiano Kiel. Es gibt keine Möglichkeit, den Gewinn bar ausgezahlt zu bekommen. Der Termin ist nicht verhandelbar, da wir uns mit den anderen Bloggern und ihren Gewinnern treffen. Auch der Ort nicht - wir treffen uns im Vapiano in Kiel in der Kaistrasse. Ihr müsst über 18 Jahre alt sein und die Anreise ist nicht inbegriffen. Mehrfachteilnahmen werden gelöscht und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich werde den Gewinner / die Gewinnerin per random.org auswählen und am Mittwoch, dem 10. Juni an dieser Stelle und bei Facebook verkünden.

Und weil das Thema "Schleichwerbung in Blogs" gerade sehr aktuell diskutiert wird (was ich sehr gut finde!): Die Firma Vapiano hat mich eingeladen und mir o.g. Dinge zur Verfügung gestellt. Es war keine Verpflichtung damit verbunden, darüber zu bloggen oder dieses Gewinnspiel durchzuführen, es ist auch kein Geld geflossen. Ich fand den Vormittag einfach so toll, dass ich ihn gern noch einmal mit einem von euch erleben will :)

Sonntag, Mai 31, 2015

Küchenteufel backt nach: Laugenecken #synchronlaugen

Yum
Ich war ja einige Tage raus aus dem Alltag und habe die Geschehnisse zu Hause beziehungsweise in meiner "Filterbubble" nur am Rande mitbekommen. Deshalb und wegen der Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Indien konnte ich erst in der Nacht auf Instagram nachlesen, was die Foodblogger-Damen Insane in the kitchen, Kleine Chaosküche, Bella kocht und Kleiner Kuriositätenladen sich für einen Spaß gemacht haben: #synchronlaugen

Synchron-was? Laugen. Genauer gesagt - Laugenecken herstellen, und zwar zeitgleich und mit Infos auf vielen medialen Kanälen. Wenn ihr auf den o.g. Hashtag klickt, könnt ihr viele Bilder von der Herstellung der Laugenecken lesen, und ich habe mich nachts in der schwülen Hitze Indiens sehr darüber gefreut, wie gut alles geklappt hat. Danach sind die Laugenecken, so lecker sie auch aussahen, ein wenig in Vergessenheit geraten, bis ich vor zwei Wochen bei einem Bäcker stand, und eben solche gefächerten Laugen, nur weniger attraktiv, für mehr als einen Euro pro Stück in der Auslage sah. "Das kann ich doch selbst!" dachte ich mir, und so kam am heutigen Sonntag bereits die zweite Runde der saftigen, weichen und einfach rundherum laugigen Backwaren aus dem Ofen direkt auf den Frühstückstisch!

Okay, sie sehen vielleicht nicht perfekt aus, eventuell sollte die oberste Teigschicht ein ganzes Stück größer sein als die unteren ... aber da der Geschmack auf jeden Fall stimmt, werde ich nicht rasten, bis meine Laugenecken so schick aussehen wie die der oben verlinkten Damen :) Vielleicht habt ihr ja auch Lust, mir Fotos euerer Versuche zu schicken? Hier kommt auf jeden Fall das Rezept, vor allem angelehnt an die Version von Sibel / Insane in the kitchen.

Laugenecken




Zutaten

100 ml lauwarme Milch
80 ml lauwarmes Wasser
2 TL Zucker
1 Tüte Trockenhefe

400 g Mehl Typ 550
1,5 TL Salz

1 Ei
1,5 EL Joghurt
2 EL Öl

2-3 EL Butter, geschmolzen

1l Wasser
1 Tüte (Kaiser-)Natron (50g)

etwas Sesam, hell und dunkel

Zubereitung

Vorbereitung: Milch und Wasser erwärmen, mit Zucker und Trockenhefe vermischen und ein wenig stehen lassen. Derweil das Mehl abwiegen und das Salz unterheben. In einer dritten Schüssel das Ei, den Joghurt und das Öl verrühren und beiseite stellen.

Das Mehl-Salz-Gemisch in eine große Schüssel geben, eine Mulde hineindrücken und die aufgelöste Hefelösung dazugeben. Die Küchenmaschine oder den Handmixer diese Zutaten verkneten lassen. Nach einigen Minuten die Ei-Joghurt-Öl-Mischung langsam hineinfließen lassen und ca. 10 Minuten weiterkneten lassen, bis ein homogener Teig entstanden ist. Wenn es zu flüssig ist, einfach ein wenig Mehl dazu geben.

Mit einem Küchentuch bedeckt den Teig an einem warmen Ort ca. 15-20 Minuten gehen lassen. Ein Backblech mit Papier belegen und in die Nähe stellen. Die Butter z.B. in der Mikrowelle schmelzen und mit einem Silikonpinsel oder einem Löffel in Reichweite legen. 

Danach den Teig einmal mit den Händen durchkneten und in 8 Teile teilen. Das geht am besten, in dem man den Teig einfach halbiert, die Hälften nochmal durch zwei teilt und dann die Viertel erneut halbiert.

Auf einem bemehlten Brett die erste Teigkugel dünn ausrollen. Damit der Teig sich nicht immer gleich zusammenzieht, möglichst frühzeitig drehen und von beiden Seiten gleichmäßig ausrollen. Von der Größe her solltet ihr euch ca. an einem Essteller orientieren.

Den ersten ausgerollten Teigfladen auf dem Backblech plazieren und gut mit der flüssigen Butter bepinseln. So mit allen Teigkugeln vorgehen - ausrollen, zwischendurch drehen, weiter rollen und auf den gebutterten Vorgänger legen. Die letzte Teiglage nicht mehr buttern. Mit dem Nudelholz noch einmal über die komplette Teiglage rollen. Mit einem großen Messer in der Mitte teilen, vierteln und dann achteln. Alle Stücke ein wenig auf dem Blech verteilen und mit einem sauberen Geschirrtuch belegt erneut ca. 10 - 15 Minuten ruhen lassen.

Derweil einen großen Topf bereit stellen und einen Liter Wasser darin erhitzen. Noch bevor das Wasser kocht, eine Tüte Natron hineinrühren - wenn das Wasser bereits kocht, schäumt das Natron euch entgegen (deshalb auch der große! Topf). Ich habe in einigen Laugenrezepten gelesen, man könne das Natron auch durch drei Tüten Backpulver ersetzen ... da sich beim letzten Mal die vermeintlich letzte Tüte Natron als ein Papierbeileger entpuppte, kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Benutzt lieber Natron! Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Mit einer Schaumkelle die "Tortenstücke" in die köchelnde Lauge geben, einen Augenblick (ca. 20-30 sek) schwimmen lassen. Gegebenenfalls mit einem Löffel noch Lauge darüber gießen. Auf dem Backblech verteilen, ein wenig Sesam darüber streuen. 

Ca. 15 Minuten bei 200°C backen, je nach Backofen vielleicht noch einige Minuten länger drin lassen, bis euch die Farbe gefällt. Das Backblech herausnehmen und die Gebäckstücke 1-2 Minuten ruhen lassen. Dann auf einem Rost etwas abkühlen lassen.

Wir mögen die Laugenecken am liebsten lauwarm mit gesalzener Butter, man kann sie aber auch einfach so wegessen. Ihr solltet sie wirklich einmal ausprobieren, sie sind schnell gemacht und sehr lecker!


Guten Appetit!

Dienstag, Mai 19, 2015

Küchenteufels schnelles Abendessen: Couscoussalat mit gekräuterten Lammlachsen

Yum
Es war ein wenig turbulent in den letzten Wochen. Ich war zwei Wochen in Indien, 36h in Dubai, dann wenige Tage zu Hause und direkt weiter zur re:publica in Berlin. Von dort Donnerstagabend zurück nach Hause, Koffer umpacken und am nächsten Morgen (6 Uhr!) direkt weiter für ein langes Muttertagswochenende nach London.

Ich will hier gar nicht um Mitleid heischen - es war alles für sich ein tolles Erlebnis, dass ich nicht missen möchte, auch wenn ich so etwas wohl nicht wieder so geballt erleben möchte. Nun bin ich wieder zu Hause und hier liegen noch reichlich indische Gewürzmischungen, pinkfarben gefüllte Oreokekse, Starbucks-Tassen aus London oder Kochzeitschriften aus Dubai herum. Sprich: Auch nach einer Woche zurück zu Hause ist noch nicht wirklich Normalität eingekehrt, und das zeigt sich auch an meinem Essverhalten: Hier mal schnell ein Salat von der Frischetheke, dort ein schnell eingeworfenes Vapianonudelgericht und am Samstag einfach nur die "Pretzel Dogs", die der lustige Marco vom You-Tube-Channel Ehrliches Essen dank RTL nun bei Edeka in der Tiefkühltruhe plaziert hat. Aber das soll jetzt ein Ende haben, und die Normalität kommt am Besten wieder ins Haus, wenn jeden Tag frisch und wenig zeitaufwändig gekocht wird.

Den Anfang macht ein leichter Couscous-Salat mit selbst mariniertem Lammfleisch. Geht viel schneller, als man denkt und ist eine schnell sättigende, gesunde Angelegenheit.

Ihr achtet auf Kohlenhydrate am Abend oder benötigt als Vegetarier / Veganer eine andere Proteinquelle? Dann empfehle ich euch, den Couscous durch Quinoa auszutauschen. Im Gegensatz zu den kleinen Instantkügelchen aus zerriebenem Grieß ist Quinoa eine Pflanze, die mit hohen Nährwerten punktet: 100 g Quinoa bieten 13,8 g Proteine, dazu kommt viel Eisen und Kalzium. Heutzutage heißt sowas wohl "Superfood" :)

Man kann aber auch sehr festen Feta mit der leckere Kräuterauflage belegen und im Alupäckchen im Backofen zubereiten, das habe ich im letzten Sommer schon mal auf den Grill gelegt.

Couscous-Salat mit Kräuterlammlachs

 

 

 


Zutaten für 2 Personen

  • 2 Lammlachse à 150 - 200 g
für die Kräuterauflage:
  • Olivenöl
  • 1 Zehe konfierter Knoblauch (alternativ: fein gehackt)
  • 1 Zweig Rosmarin
  • einige Zweige Thymian
  • 2 Salbeiblätter (optional)
  • glatte Petersilie nach Bedarf
  • wer mag: Korianderblätter

für den Couscoussalat:

  • 1 Tasse Instant-Couscous
  • 1 Tasse kochendes Wasser
  • 1/2 TL gekörnte Brühe, zusatzstofffrei 
  • (z.B. aus der Bioabteilung oder dem Reformhaus)
für die Quinoa-Variante: Couscous & Wasser durch 100 g Quinoa & 350 ml Wasser ersetzen
  • 1/2 Gurke
  • 2 Karotten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • glatte Petersilie
  • Mais
  • 2 - 3 getrocknete Tomaten
  • Paprika (z.B. de la Vera oder edelsüß)
  • ggf. Zimt
  • Feta


Zubereitung

Als erstes die Kräuter waschen, trocken schütteln, und alles essbare fein hacken. Bei der glatten Petersilie gleich etwas mehr hacken und für den Couscoussalat zur Seite legen. Alle Kräuter mit dem zerdrückten Knoblauch und dem Olivenöl vermischen. Pfeffer und Salz dazu geben und die Lammlachse in eine kleine Auflaufform oder ein hitzebeständiges Gefäß geben. Die Marinade darüber gießen und gut darin wenden. Bis zur weiteren Verwendung zur Seite stellen. Das kann man natürlich auch schon einen Tag vorher machen - dann zieht der Geschmack wohl noch etwas besser in das Fleisch hinein. Dann das Lammfleisch eng in Folie wickeln oder die Auflaufform gut abdecken und in den Kühlschrank stellen. Aber ich hatte sofort Hunger auf Lamm, das geht auch :)

Für die Beilage eine Tasse Couscous in eine mittelgroße Glasschüssel geben, mit einem 1/2 TL Brühe vermischen und mit einer Tasse kochendem Wasser (z.B. aus dem Wasserkocher) übergießen. Zur Seite stellen.

Variante mit Quinoa: Wie schon gesagt - Quinoa ist kein Getreide, sondern eine Pflanze und ein top Eiweißlieferant. Die Zubereitung ist dem Reis ähnlich: 100 g Quinoa mit 350 ml Wasser und etwas Salz in einen kleinen Topf geben, ca. 10 - 12 Minuten kochen lassen (Packungsanweisung beachten!).

Die Möhren schälen, längs halbieren und in kleine Würfel (etwas kleiner als Maiskörner) schneiden. Mit 1-2 EL Sojasauce in der Mikrowelle oder einem kleinen Topf erhitzen, bis sie gerade noch bißfest sind, bei mir dauert das ca. 3-4 Minuten. Währenddessen die Gurke quer halbieren (es wird nur eine Gurkenhälfte benötigt). Gurke schälen, längs halbieren und mit einem Löffel die Kerne herauskratzen. Die "Gurkenschiffchen" nocheinmal in Spalten und dann ebenfalls in maiskorngroße Würfelchen schneiden. Den Dosenmais abgießen. Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden, die getrockneten Tomaten fein hacken.

Alternativen / Erweiterungen: Ich darf keine Paprika essen und muss auch bei frischen Tomaten etwas aufpassen, deshalb sind sie hier nicht aufgeführt - passen aber super zu einem Couscoussalat. Also fühlt euch frei, euer Lieblingsgemüse (vielleicht Lauch oder Zucchini? Je nach Saison auch Rote Bete oder Mangold?) hier einzubauen.

Den Backofen auf ca. 180°C vorheizen. In einer Pfanne wenig Pflanzenöl erhitzen und die Lammlachse von beiden Seiten je 2 Minuten anbraten, zurück in die Auflaufform geben und für ca. fünf Minuten in den Backofen stellen.

Währenddessen den gequollenen Couscous oder den gekochten Quinoa mit einem Holzlöffel auflockern, mit Paprikapulver würzen (ich habe festgestellt, dass ein klein wenig Zimt auch toll passt!) und alles Gemüse unterheben. Feta zerkrümeln und ebenfalls untermischen. 

Die Lammlachse aus dem Ofen holen, in kleine Scheiben schneiden - oder im Ganzen servieren, mein Kerl mag das so am liebsten (siehe Bild) - und auf dem Couscoussalat anrichten. 

Guten Appetit!

Mittwoch, April 22, 2015

Küchenteufels lustige Tierwelt: (Oster-) Hasen mit Cremebäuchlein

Yum
Ich klickte mich vor kurzem, im Zug zur Arbeit sitzend, durch ein Osterspecial von Yummly und entdeckte IHN: Den wahrgewordenen Osterhasentraum. Bei "I wash .. you dry" fand sich ein gar herziges Tierchen mit niedlichen Augen, einer Stupsnase und einem weichen Bauch, so dass ich gar nicht so schnell den Pinterest-Button drücken konnte, um ihn zu speichern. Flugs die wenigen Zutaten geholt, die es dafür brauchte (da es ein US-Rezept ist, war mal wieder ein Fertigprodukt im Spiel, nämlich Hörnchenteig). Und dann kam das tolle Wetter.

Ostermontag bin ich endlich dazu gekommen, ihn nachzubacken und habe ihn dem Besten aller Brüsseler serviert. Mit Erfolg! Da wir im Anschluss das Spitzenwetter draußen genutzt haben, an der Ostsee entlangzucruisen, anstatt zu bloggen, kommt er mit einigem Abstand hier auf dem Blog und ihr habt erst 2016 die Gelegenheit, dieses putzige Kerlchen auf den Frühstückstisch zu stellen. Oder ihr seid einfach feiertagsunabhängig und sucht euch euren Lieblingstag aus, dann geht das schon viel früher. Der Kleine passt immer und überall, und er erobert nicht nur Kinderherzen, versprochen!

Ich werde mit Sicherheit demnächst noch einen guten Teig aussuchen, mit dem man die Hasen auch ganz ohne Fertigteig herstellen kann. Bis dahin nehmen wir einfach die Dosen von Pilsbury (Knack&Back) und erfreuen uns daran, wie schnell es gehen kann!


Easter Bunny Cream Cheese Danish




Zutaten

2 Rollen Pilsbury Hörnchenteig
1 Packung Doppelrahmfrischkäse
1 Ei (getrennt)
60 g Zucker
Deko-Konfetti oder geschmolzene Schokolade
kleine Deko-Herzchen, rosa


Zubereitung

Den Backofen auf ca. 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.  Frischkäse, Zucker und Eigelb mit einem Schneebesen verrühren und beiseite stellen. Die Dosen öffnen und die Teigdreiecke mit einem scharfen Messer separieren.

Die Teigdreiecke sind nicht gerade, sondern haben leicht "Schlagseite". Immer zwei Teigstücke mit den Spitzen nach oben so aufeinanderlegen, dass die spitzen Enden ein freies Dreieck zwischen sich haben. Das Ganze sieht dann ein wenig aus wie der Kölner Dom :) Mit einem Nudelholz sorgfältig darüberrollen.

Wer sich darunter nichts vorstellen kann, schaut einfach auf der Pilsbury-US-Seite vorbei, dort findet man eine gute Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Die Öhrchen nach Wunsch abklappen, darunter den Teig leicht zusammendrücken, damit eine Rundung für den Kopf entsteht. Mit der Frischkäsecreme einen runden Bauch auf den Teig "malen" und die Ecken wie kleine Pfötchen nach innen klappen. Mit einem Messer leicht einritzen. 

Das Eiweiß mit einem Silikonpinsel auf dem Backwerk verteilen, mit dem Deko-Konfetti zwei Äuglein anbringen. Kleine rose Dekoherzen eignen sich prima als Stupsnase, wer soetwas nicht hat, nimmt einfach Deko-Konfetti in anderer Farbe. Man kann natürlich auch alles mit Zuckerschrift machen - je nachdem, was so da ist.

Die Hasen unfallfrei auf ein Backblech bringen und ca. 15 Minuten backen, bis sie eine leichte braune Färbung haben. Lauwarm genießen.

Guten Appetit!

Mittwoch, April 15, 2015

Küchenteufel rollt Pralinen: Biscoff-Trüffel (vegan)

Yum
Ich hab ja noch einige Gläser Karamellkeks-Brotaufstrich im Vorratsschrank, die ich von Lotus bekommen habe, um damit ein wenig herum zu probieren. Die Cookie Dough Cheesecake Bars waren schon ein Knaller, aber ich kann ja nicht rund um die Uhr Kuchen backen :) Also habe ich mal geschaut, was sonst noch so geht, und habe eine tolle Verwendungsmöglichkeit gefunden: Biscoff-Trüffel!

Da sowohl die Kekse als auch der Brotaufstrich vegan sind, habe ich mir nur noch die vegane Zartbitterkuvertüre aus dem Supermarkt geholt und alles zusammen zu leckeren kleinen Bällchen gerollt, die ich als kleines Dankeschön einer sich tierfrei ernährenden Kollegin schenken konnte.

Biscoff Truffles (vegan)





Zutaten

75 g Zartbitterschokolade, vegan
20 Biscoff-Karamellkekse (ca. 160g)
1/2 Glas Lotus-Brotaufstrich (ca. 200g)
Puderzucker

Zubereitung

Die Schokolade kleinhacken, in eine Schüssel geben und über dem Wasserbad behutsam schmelzen lassen. Dann das halbe Glas Karamellcreme hineinrühren und etwas stehen lassen.

Derweil die Kekse im Häcksler ganz fein mahlen - das geht prima mit dem Standmixer oder Foodprozessor, wer das nicht hat, nimmt ganz einfach einen Gefrierbeutel und schweres Gerät wie Hammer oder Nudelholz. Von den Krümeln 2-3 Esslöffel beiseite tun. Der Rest kommt in die Schokoladen-Karamell-Mischung.

Die Kekskrümel gründlich unterrühren und alles für fünf Minuten in den Kühlschrank stellen. Einmal herausnehmen, kräftig umrühren und ein weiteres Mal für fünf Minuten in den Kühlschrank stellen. Nicht viel länger, weil die Masse dann schlechter verarbeitbar wird. Sollte die Masse zu flüssig sein, mit den zur Seite gelegten Krümeln für mehr Festigkeit sorgen. Einfach unterrühren und etwas stehen lassen.

Mit zwei Teelöffeln trüffelgroße Portionen aus der Masse herausstechen. Ca. 20 Minuten "lufttrocknen" lassen. 

Eine kleine Schüssel mit Puderzucker füllen, die übriggebliebenen Kekskrümel in eine andere. Die Trüffelportionen mit kühlen Händen schnell zu Kugeln formen und entweder in den Krümeln oder im Puderzucker wälzen. In kleine Pralinenförmchen oder Minimuffinmanschetten setzen - oder einfach auf einem hübschen Teller servieren. Selbstgemache Trüffel müssen nicht ganz rund sein, je "unrunder" sie aussehen, desto charakteristischer sind sie.

Die Biscoff-Trüffel sollten kühl, aber nicht kalt aufbewahrt werden.

Guten Appetit!

Sonntag, April 12, 2015

Küchenteufels Sonntags-Scones: Pistazien-Cranberry-Scones

Yum
Scones? Biscuits? Wie man dieses britische Teegebäck nennt, dass in der (britischen) Welt zumeist mit einem großen Klecks "clotted cream" und reichhaltiger Marmelade zum Fünf-Uhr-Tee verzehrt, darüber wird im Netz heiß debattiert (Serious Eats - Scones vs. Biscuits). Kann mir jedoch egal sein, ich will es ja nur backen. Und essen. :) Da wir eigentlich fast jeden Sonntag welche zum Frühstück haben (oder eher zum "Spätstück" *aehm*) möchte ich sie jetzt einfach mal als feste Rubrik auf den Blog setzen. Also werdet ihr ab sofort immer mal wieder Sonntags ein Sconesrezept auf dieser Seite finden. Im Normalfall sind diese schnell gemacht, oft mit Zutaten, die ein Backfreak eh im Haus hat. Vielleicht heißt es dann bei euch ja auch häufiger mal "Sonntags-Scones"!

Bei Southern Living fand ich das Rezept für diese Variante mit Pistazien und Cranberry. Ich habe beide Zutatenmengen etwas erhöht und den Rest hoffentlich gut für uns umgerechnet. Uns hat es auf jeden Fall sehr gut geschmeckt.

Um die kalte Butter zügig unterzukneten, habe ich mir in England einen "pastry blender" bzw. Teigmischer* bestellt (siehe Bild unten). Früher hatte ich immer den Eindruck, die Butter mit meinen Händen aufzuwärmen und dabei den "kalte-Butter-Effekt" im Teig zu verlieren. Weiterer positiver Effekt: Die Hände bleiben schön sauber :) Da ich dieses Rezept mit den Zutaten gemacht habe, die ich im Haus hatte, habe ich fette Konditorsahne genommen und sie sind wirklich toll geworden. Ob es am zusätzlichen Fett lag? Ich werde es beizeiten nocheinmal mit "normaler" Sahne testen. Was ihr auf jeden Fall tun solltet: Weinsteinbackpulver benutzen. Im ersten Testlauf hatten wir alle einen fiesen Backpulvergeschmack an den Zähnen, das muss ja nicht sein.

Am besten schmecken diese Scones noch leicht warm mit gesalzener Butter oder "clotted cream", Doppelrahmfrischkäse geht aber auch gut. Marmelade muss gar nicht sein, weil die Scones durch Cranberries und Pistazien eine Menge Geschmack mitbringen.


Scones mit Pistazien und Cranberries




Zutaten

250g Mehl Typ 550
50 g Zucker
1 EL Weinsteinbackpulver
1/2 TL Salz
110 g kalte Butter in ca. 1 cm großen Würfel geschnitten
35 g Cranberries
35 g Pistazien
230 ml Sahne (aufgeteilt auf 200 + 30 ml)


Zubereitung

Den Backofen auf 230°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Im Kühlschrank Platz für eine große Schüssel freiräumen.

Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in eben dieser großen Schüssel vermischen. Die kalte Butter in Würfel schneiden und mit dem Pastry Blender schnell unterarbeiten, bis der Teig streuselartig wird. Dann die Schüssel für 5 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Währenddessen Cranberries und Pistazien grob hacken. Ich benutze bei diesem Rezept lieber die Trockenfrucht-Variante aus der Tüte, weil die frischen so viel Saft verlieren. Wenn ihr lieber mit frischen Beeren arbeitet, nehmt diese.

Den Teig aus dem Kühlschrank holen und erst die gehackten Zutaten, dann 200 ml der Sahne unter den Teig rühren, bis alle trockenen Zutaten feucht geworden sind.

Ein Blatt Backpapier (oder eine Silikonmatte) auf ein Backblech legen, leicht einölen und den Teig als Klumpen darauf geben. Wer Scones gern als Dreieck isst, sollte den Teig als Kreis platt drücken, dass der Durchmesser ca. 18 cm (7 inch) beträgt und dann in acht Teile teilen. Ich mag es, ein Rechteck zu erstellen und dieses dann einmal quer in der Mitte und dann drei Mal  längs zu zerteilen, so dass ebenfalls acht Stücke entstehen.

Die Teigdreiecke /-quader mit einem Silikonspatel oder Messer etwas anheben und auf dem Backpapier verteilen, so dass zwischen den Scones ein wenig Platz zum aufgehen bleibt (3-4 cm).

Ca. 15 Minuten backen - oder bis sie an den Rändern leicht braun sind. Nur kurz auskühlen lassen, warm servieren und genießen.

Guten Appetit!



Mittwoch, April 08, 2015

Küchenteufel vegetarisch: Zucchini-Küchlein mit Parmesan

Yum
Es begab sich vor einigen Tagen, dass ich auf zwei Zucchini traf, die am Gemüsestand "nimm uns mit" riefen, obwohl etwas völlig anderes zum Abendessen geplant war. Sie sahen ansprechend aus und waren günstig, deshalb wanderten sie mit ins Körbchen und von dort in den Kühlschrank. Wo sie auch blieben.

Nun geht es bald nach Indien und der Kühlschrank muss leerer werden. Eier, Parmesan, eine Tüte Pankomehl und eben diese Zucchini sollten also zu einem Gericht verarbeitet werden und meine Nachkochsammlung, die ich nach der letzten großen Zucchini-Schwemme angelegt habe, spuckte mir gleich zwei Rezepte aus: "Zucchini-Cakes" und "Zucchini Parmesan Chips". Zwei sehr unterschiedliche Gerichte, dieselben Zutaten? Tatsächlich.

Die Zucchini Cakes aka "Zucchiniküchlein" sind aus mehreren Vorlagen entstanden. Die Würzung habe ich von Life´s Ambrosia, die Zubereitungsart stammt von Flavourite. Panko ist übrigens ähnlich wie Paniermehl, nur gröber und sorgt dafür, dass ein Gericht auch richtig Biss bekommt. Wenn ihr es nicht bekommen könnt, ist das sehr schade, aber durch Paniermehl / Semmelbrösel ersetzbar.

Da wir die Küchlein mit einigen leckeren Saucen gegessen haben, wuchs die Idee, sie vielleicht auch mal als Patty für Gemüseburger zu benutzen. Dafür einfach das Küchlein in einer Hamburgerpresse auf die richtige Größe pressen und später mit Gemüse, Saucen und Käse im Burger-Bun servieren.


Zucchiniküchlein mit Parmesan





Zutaten

1 Zucchini, mittelgroß
1 Ei, Größe M
35 g Pankomehl
40 g Parmesan, fein gerieben
1 Knoblauchzehe, konfiert (oder sehr fein gehackt)
Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Muskatnuss nach Geschmack


Zubereitung

Um die Zucchini fein zu schreddern, benutze ich die Kitchen Aid Gemüsereibe. Zucchini heiß abspülen, die Enden abschneiden und ab durch die Reibe. Ihr könnt natürlich auch jede andere Gemüsereibe benutzen oder euch kräftig mit dem Messer austoben. Am Ende die Zucchiniraspel in ein Küchentuch geben und fest drücken, um Feuchtigkeit herauszunehmen. Parmesan fein reiben.

Den Backofen auf ca. 200°C vorheizen. 
 
In einer Schüssel Pankomehl, Parmesan, Knoblauch und das Ei vermischen. Salz, Pfeffer, Paprikapulver nach Geschmack zufügen, obenauf ein wenig Muskatnuss (Vorsicht vor Überdosierung - sonst schmeckt am Ende alles irgendwie nach Muskatnuss). Dann die Zucchiniraspel dazugeben und alles gut vermengen. Ca. 5 Minuten stehen lassen, dann erneut durchrühren und die Masse in vier Teile teilen. Runde Küchlein, Frikadellen oder Patties formen.

In einer Pfanne Öl erhitzen und die vier Küchlein von einer Seite ca. 2 Minuten braun werden lassen. Wenn ihr eine Pfanne mit abnehmbarem oder Metallgriff habt, stellt ihr die Pfanne einfach mit den Küchlein in den Backofen. Wenn das nicht geht, transferiert sie vorsichtig auf ein Backblech. Im vorgeheizten Backofen ca. 10 - 12 Minuten backen.

Die Pfanne aus dem Backofen nehmen und die Gemüseküchlein vorsichtig wenden. Zurück auf den Herd stellen und von der anderen Seite ebenfalls wenige Minuten bräunen lassen.

Mit Tomatensugo, Joghurt-Kräutersauce oder Mango-Relish servieren - oder wie oben erwähnt als Burger servieren.

Guten Appetit!

Freitag, April 03, 2015

Pulled Pork aus dem Slow Cooker

Yum
Wenn ich ein neues Spielzeug für die Küche kaufen will, muss ich das schon sehr gut begründen. Es ist nicht so, dass ich mir das Geld von meinem Kerl holen müsste, aber wir haben ein wööönzig kleines Platzproblem und daher sollten größere (also räumlich groß) Anschaffungen schon mal besprochen werden. Wie ein "Slow Cooker".

Schon einige Zeit geisterte dieses Gerät durch meine Foodie-Timeline und ich entdeckte immer mehr Rezepte, die sich sehr gut in einem solchen "Crock Pot" zubereiten lassen würden. Erbsensuppe, Bolognesesauce, Tomatensuppe, diverse Stews - die Liste wurde immer länger. Doch wie mache ich das dem Alex im wahrsten Sinne des Wortes "schmackhaft"? Na klar, mit pulled pork.

Denn um dieses Gericht schleicht der beste Freund von allen schon so lange herum, dass ich versucht war, einfach eine Packung Fertig-Pulled-Pork vom dänischen Fleischbaron zu erwerben, aber das Stichwort war längst klar: selbstgemacht sollte es sein. Und damit hatte ich ihn dann, denn im Slow Cooker kann man ganz hervorragend schonend Fleisch garen, so dass es sich danach ganz leicht mit einer Gabel zerteilen läßt ("pulled"), auch wenn es kein Filet ist. Gesagt, getan. Wir haben uns also im letzten Jahr einen Slow Cooker mit 3,5l-Fassungsvermögen von Andrew James bestellt und ich muss sagen, dass es für zwei Personen genau die richtige Größe ist. Pulled Pork sogar für vier.



Damit das pulled pork den richtigen Geschmack bekommt, legt man das Stück Fleisch vorher einige Zeit in einer Marinade ein oder reibt es mit einem sogenannten "Rub" ein. Alex hatte sich bei einem Besuch einer Tim-Mälzer-Liveshow im Hamburger CCH mal zu einem Cajun-Rub inspirieren lassen, dass er seitdem regelmäßig zum Einsatz bringt, egal ob bei Grillfleisch oder dem selbst gemixten Mexikaner. Auch beim pulled pork hat dieser Rub bereits einige Male gute Dienste geleistet und nun ist endlich mal Zeit, dieses Gericht zu verbloggen, dass jedoch einige Zeit zur Vorbereitung benötigt.

Pulled Pork wird mit BBQ-Sauce vermischt und gemeinsam mit Kraut im Brötchen serviert. Das Kraut habe ich mir an der Fleischtheke mitgenommen, weil ich wenn dann gleich einen ganzen Weißkohl zerhäcksle und aufgieße - das wäre dann doch ein wenig zu viel für ein paar Brötchen ;) Apropos Brötchen: Das aktuell beste Burger Bun Rezept habe ich bei moeys kitchen gefunden, schnell gemacht und sehr lecker! Die Sauce habe ich aus einem Rezept von usa-kulinarisch, allerdings haben wir den dort angegebenen Heinz-Ketchup durch eine andere Marke ersetzt, der sonst von mir so geliebte Heinz war eindeutig zu essiglastig.

Pulled Pork aus dem Slow Cooker




Zutaten

  • 2 kg Schweinenacken im Stück
  • selbstgemachter Rub, bestehend aus
    • 6 EL Rohrzucker 
    • 3 EL Paprika, edelsüß 
    • 3 EL Pimento de la Vera 
    • 3 EL Paprika, rosenscharf 
    • 6 EL Meersalz, fein 
    • 1,5 EL Pfeffer, schwarz 
    • 3 EL Piment 
    • 3 TL Korianderpulver 
    • 3 TL Knoblauchpulver
  • 500 ml Apfelsaft + 3 EL Rohrzucker

Zutaten für die BBQ-Sauce 
  • 900 ml Tomatenketchup
  • 250 ml Wasser
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 60 g Rohrohrzucker
  • 1 EL Tabasco
  • 30 g Worchestershiresauce
  • 10 g schwarzer Pfeffer
  • 50 ml Bourbon

Zubereitung

Das Stück Fleisch am Nachmittag mit dem Rub kräftig einreiben und in Folie einpacken. Ich benutze zwei große Gefrierbeutel dafür. Immer wieder von außen kräftig durchwalken und über Nacht im Kühlschrank lassen.

Am nächsten Tag den Apfelsaft mit dem Rohrzucker vermischen und ein Drittel in den Slow Cooker geben. Das Fleisch in der Mitte plazieren und den Rest der Apfelsaft-Zuckermischung darübergeben. Auf "high" acht Stunden garen lassen. Der Deckel bleibt dabei bis zum Ende geschlossen.

Rechtzeitig die Brötchen vorbereiten und aufgehen lassen. So backen, dass sie noch warm serviert werden können.

Für die BBQ-Sauce alle Zutaten außer dem Bourbon in einen kleinen Topf geben und auf keiner Hitz köcheln lassen. Am Ende den Alkohol dazugeben.

Am Ende des Garprozesses das Fleisch aus dem Slow Cooker holen und schnell mit zwei Gabeln zerteilen ("pullen"). Mit der BBQ-Sauce vermischen und gemeinsam mit dem Krautsalat im Brötchen servieren.

Andere Darreichungsformen sind z.B. als Wrap im Tortillafladen (da hatten wir eine Cola-basierte Sauce) oder mit Tzaziki in der Pitatasche.



Guten Appetit!





Sonntag, März 29, 2015

Zutaten selbst herstellen: Lemon Extract und Toffee Bits

Yum
Ich stöbere gern in britischen und US-Foodblogs und habe dort bereits zahlreiche tolle Rezepte gesehen, die ich gern für den deutschen Gaumen umgebaut nachkoche und meine Liebsten damit verwöhne. Leider fehlen mir da häufig einige Zutaten, die in anderen Ländern ganz problemlos im Supermarkt erhältlich sind - und ich habe nur wenig Lust, ständig viel Geld auszugeben, um sie mir einfliegen zu lassen. Deshalb will ich damit beginnen, diese Produkte einfach selbst herzustellen und natürlich möchte ich euch daran teilhaben lassen. Den Anfang macht ein "Lemon Extract", den ich für den Starbucks Lemon Loaf benötigte und "Toffee Bits" für Cookies oder "Cowboy Bark" - die dazugehörigen Links werden nach Rezeptveröffentlichung natürlich noch hier eingetragen :) - Und es ist wirklich so einfach!

Lemon Extract




Zutaten

3 Bio-Zitronen
200 ml hochprozentiger Alkohol 
(ich habe Korn benutzt, der war gerade im Haus)

Zubereitung

Die Biozitronen heiß abwaschen und trocknen. Mit einer Zestenreibe alles gelbe von der Schale fein herunterreiben. Möglichst keine weiße Haut mitnehmen. Die entstandenen Zesten mit 200 ml hochprozentigem Alkohol (Wodka oder Korn) in eine kleine Flasche geben und vier Wochen an einem dunklen Ort stehen lassen. Immer wieder schütteln und dann nach Bedarf verwenden. 

"Lemon Extract" ist hochkonzentrierte Zitrone (und besser als die "Plastikzitrone") und deshalb ein guter Ersatz für Zitronensaft, der ggf. den Kuchenteig verflüssigen würde. Man benutzt es wie den "Vanilla Extract", der ja eigentlich auch nur aus einer aufgeschlitzten Vanilleschote in Vodka besteht.


Homemade Toffee Bits




Zutaten

110 g Butter
100 g Zucker
2 EL Wasser
Prise Salz

Zubereitung

Für diese Zutat ist ein Zuckerthermometer notwendig! 

Alle Zutaten in einen kleinen Topf geben und bei kleiner Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen. Regelmäßig mit einem Holzlöffel durchrühren. Wenn der Zucker sich aufgelöst hat, das Zuckerthermometer anklippen, die Hitze leicht erhöhen und weiterköcheln lassen, bis das Zuckerthermometer 148°C (300°F) anzeigt. Dabei weiter regelmäßig rühren, es dauert bei mir ca. 8 Minuten, bis diese Temperatur erreicht wird. Der Karamell sollte golden sein. Sollte die Farbe sich schon früher verändern, sofort mit dem nächsten Schritt weitermachen!

Ein Holzbrett mit Backpapier auslegen (oder eine Silikonmatte nutzen) und den Karamell darauf ausgießen. Entweder das Blech bewegen, damit sich der Karamell verteilt, oder mit dem Holzlöffel dünn ausstreichen. Abkühlen lassen und in kleine Stücke brechen. Ich benutze Backpapier, dass ich einfach zusammenknülle und drücke, bis ich Karamellstücke in der gewünschten Größe habe :) In kleine Tütchen packen und bis zur Verwendung verschlossen lassen. Diese Toffee Bits gibt es von Hershey´s und ich bin wirklich froh, sie endlich selbst machen zu können. Ich freue mich schon auf einen Sommer voller toller Produkte mit Toffee Bits :)
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