Mittwoch, Juli 27, 2016

Küchenteufels sommerliche Backstube: Zitronenzuckerkekse

Kaum kommt in Kiel die Sonne raus, liege ich mit einer Erkältung flach. Ach, was sage ich, nix Erkältung: Ein tödlicher Männerschnupfen ist es, der mich aufs Sofa wirft. Und während vor dem Fenster die leicht bekleideten Menschen eisschleckend vorbeiziehen, suche ich nach mehr Socken und einer Wolldecke. Für meinen Netflix-Serienmarathon sollte es aber auch etwas frisch aus dem Backofen geben, vorzugsweise mit Zutaten, die bereits im Haus sind, zum Beispiel die unbehandelte Zitrone, die bereits seit dem Wochenende durch die Küche kullert. Da waren doch noch solch zitronige Kekse in der Nachbackliste? Jepp, bei baked by rachel waren sie zu finden, angeblicht "soft & chewy" und aufgrund der Ruhezeit, die vor dem Backen eingeplant ist, auch perfekt für Erkältungskranke, die zwischendurch ihren Akku wieder aufladen müssen. Im Orginalblogpost wird der Teig mit "medium scoops" portioniert. Ich wollte nun nicht extra Eisportionierer kaufen, deshalb hab ich mich bei Mel´s Kitchen Café darüber informiert und herausgefunden, dass man ca. 35g schwere Teigbällchen herausbekommt. Na, das hilft mir doch schon mal kräftig weiter. Außerdem hatte ich den Eindruck, meine Kekse könnten irgendwie "zitroniger" werden. Da ich von einer vorher mal übriggebliebenen Zitrone die Schale schon einmal abgeschält und mit Zucker in ein Glas gegeben hatte, stand in meiner Küche selbstgemachter "Zitronenzucker". Wer das nicht hat, darf auch gern die Kaufvariante aus dem Supermarkt benutzen, oder einfach ein wenig Zitronenzuckerguß verwenden. Also auf ins Backvergnügen!

Zitronige Zuckerkekse


Zutaten

115 g weiche Butter
200 g Zucker
1 Ei
Zesten einer unbehandelten Zitrone
2 EL Zitronensaft
1/2 TL Vanilleextrakt
250 g Mehl
1/4 TL Salz
1 TL Backpulver
50 g Zitronenzucker

Zubereitung

Die Butter und den Zucker so lange schlagen, bis die Masse cremig-breiig und vor allem fast weiß geworden ist. Dann nach und nach Ei, Zitronenzesten, Vanilleextrakt und Zitronensaft dazu geben. Mehl, Salz und Backpulver vermischen und löffelweise dazugeben. Rühren lassen, bis der Teig keine Klümpchen mehr vorweist. Den Teig in eine kleinere Schüssel umfüllen, abdecken und für ca. 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen (oder über Nacht).

Zur Weiterverarbeitung den Backofen auf 170°C Ober- und Unterhitze vorheizen und 50 g Zucker in eine kleine Schale füllen. Im Orginalrezept wird der Teig mit einem "medium size scoop" abgemessen. Wie oben beschrieben, habe ich mich schlau gemacht und mal einen großen EL voller Teig auf die Küchenwaage gelegt. Spannend, wieviel Teig 35 g sind (ca. ein Golfball)!
Danach habe ich einige ähnlich große Teigbälle portioniert, rund geformt und im Zitronenzuckerschälchen gewälzt. Die Hälfte davon mit einem vernünftig großen Abstandauf ein Backblech legen und ca. 12 Minuten backen (eigenen Backofen beachten!).

Die fertigen Kekse auf einem Rost abkühlen lassen und derweil die zweite Ladung backen. In Keksdosen aufbewahren oder direkt wegfuttern.

Guten Appetit!

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