Sonntag, Mai 31, 2015

Küchenteufel backt nach: Laugenecken #synchronlaugen

Ich war ja einige Tage raus aus dem Alltag und habe die Geschehnisse zu Hause beziehungsweise in meiner "Filterbubble" nur am Rande mitbekommen. Deshalb und wegen der Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Indien konnte ich erst in der Nacht auf Instagram nachlesen, was die Foodblogger-Damen Insane in the kitchen, Kleine Chaosküche, Bella kocht und Kleiner Kuriositätenladen sich für einen Spaß gemacht haben: #synchronlaugen

Synchron-was? Laugen. Genauer gesagt - Laugenecken herstellen, und zwar zeitgleich und mit Infos auf vielen medialen Kanälen. Wenn ihr auf den o.g. Hashtag klickt, könnt ihr viele Bilder von der Herstellung der Laugenecken lesen, und ich habe mich nachts in der schwülen Hitze Indiens sehr darüber gefreut, wie gut alles geklappt hat. Danach sind die Laugenecken, so lecker sie auch aussahen, ein wenig in Vergessenheit geraten, bis ich vor zwei Wochen bei einem Bäcker stand, und eben solche gefächerten Laugen, nur weniger attraktiv, für mehr als einen Euro pro Stück in der Auslage sah. "Das kann ich doch selbst!" dachte ich mir, und so kam am heutigen Sonntag bereits die zweite Runde der saftigen, weichen und einfach rundherum laugigen Backwaren aus dem Ofen direkt auf den Frühstückstisch!

Okay, sie sehen vielleicht nicht perfekt aus, eventuell sollte die oberste Teigschicht ein ganzes Stück größer sein als die unteren ... aber da der Geschmack auf jeden Fall stimmt, werde ich nicht rasten, bis meine Laugenecken so schick aussehen wie die der oben verlinkten Damen :) Vielleicht habt ihr ja auch Lust, mir Fotos euerer Versuche zu schicken? Hier kommt auf jeden Fall das Rezept, vor allem angelehnt an die Version von Sibel / Insane in the kitchen.

Laugenecken




Zutaten

100 ml lauwarme Milch
80 ml lauwarmes Wasser
2 TL Zucker
1 Tüte Trockenhefe

400 g Mehl Typ 550
1,5 TL Salz

1 Ei
1,5 EL Joghurt
2 EL Öl

2-3 EL Butter, geschmolzen

1l Wasser
1 Tüte (Kaiser-)Natron (50g)

etwas Sesam, hell und dunkel

Zubereitung

Vorbereitung: Milch und Wasser erwärmen, mit Zucker und Trockenhefe vermischen und ein wenig stehen lassen. Derweil das Mehl abwiegen und das Salz unterheben. In einer dritten Schüssel das Ei, den Joghurt und das Öl verrühren und beiseite stellen.

Das Mehl-Salz-Gemisch in eine große Schüssel geben, eine Mulde hineindrücken und die aufgelöste Hefelösung dazugeben. Die Küchenmaschine oder den Handmixer diese Zutaten verkneten lassen. Nach einigen Minuten die Ei-Joghurt-Öl-Mischung langsam hineinfließen lassen und ca. 10 Minuten weiterkneten lassen, bis ein homogener Teig entstanden ist. Wenn es zu flüssig ist, einfach ein wenig Mehl dazu geben.

Mit einem Küchentuch bedeckt den Teig an einem warmen Ort ca. 15-20 Minuten gehen lassen. Ein Backblech mit Papier belegen und in die Nähe stellen. Die Butter z.B. in der Mikrowelle schmelzen und mit einem Silikonpinsel oder einem Löffel in Reichweite legen. 

Danach den Teig einmal mit den Händen durchkneten und in 8 Teile teilen. Das geht am besten, in dem man den Teig einfach halbiert, die Hälften nochmal durch zwei teilt und dann die Viertel erneut halbiert.

Auf einem bemehlten Brett die erste Teigkugel dünn ausrollen. Damit der Teig sich nicht immer gleich zusammenzieht, möglichst frühzeitig drehen und von beiden Seiten gleichmäßig ausrollen. Von der Größe her solltet ihr euch ca. an einem Essteller orientieren.

Den ersten ausgerollten Teigfladen auf dem Backblech plazieren und gut mit der flüssigen Butter bepinseln. So mit allen Teigkugeln vorgehen - ausrollen, zwischendurch drehen, weiter rollen und auf den gebutterten Vorgänger legen. Die letzte Teiglage nicht mehr buttern. Mit dem Nudelholz noch einmal über die komplette Teiglage rollen. Mit einem großen Messer in der Mitte teilen, vierteln und dann achteln. Alle Stücke ein wenig auf dem Blech verteilen und mit einem sauberen Geschirrtuch belegt erneut ca. 10 - 15 Minuten ruhen lassen.

Derweil einen großen Topf bereit stellen und einen Liter Wasser darin erhitzen. Noch bevor das Wasser kocht, eine Tüte Natron hineinrühren - wenn das Wasser bereits kocht, schäumt das Natron euch entgegen (deshalb auch der große! Topf). Ich habe in einigen Laugenrezepten gelesen, man könne das Natron auch durch drei Tüten Backpulver ersetzen ... da sich beim letzten Mal die vermeintlich letzte Tüte Natron als ein Papierbeileger entpuppte, kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Benutzt lieber Natron! Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Mit einer Schaumkelle die "Tortenstücke" in die köchelnde Lauge geben, einen Augenblick (ca. 20-30 sek) schwimmen lassen. Gegebenenfalls mit einem Löffel noch Lauge darüber gießen. Auf dem Backblech verteilen, ein wenig Sesam darüber streuen. 

Ca. 15 Minuten bei 200°C backen, je nach Backofen vielleicht noch einige Minuten länger drin lassen, bis euch die Farbe gefällt. Das Backblech herausnehmen und die Gebäckstücke 1-2 Minuten ruhen lassen. Dann auf einem Rost etwas abkühlen lassen.

Wir mögen die Laugenecken am liebsten lauwarm mit gesalzener Butter, man kann sie aber auch einfach so wegessen. Ihr solltet sie wirklich einmal ausprobieren, sie sind schnell gemacht und sehr lecker!


Guten Appetit!

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