Freitag, April 03, 2015

Pulled Pork aus dem Slow Cooker

Wenn ich ein neues Spielzeug für die Küche kaufen will, muss ich das schon sehr gut begründen. Es ist nicht so, dass ich mir das Geld von meinem Kerl holen müsste, aber wir haben ein wööönzig kleines Platzproblem und daher sollten größere (also räumlich groß) Anschaffungen schon mal besprochen werden. Wie ein "Slow Cooker".

Schon einige Zeit geisterte dieses Gerät durch meine Foodie-Timeline und ich entdeckte immer mehr Rezepte, die sich sehr gut in einem solchen "Crock Pot" zubereiten lassen würden. Erbsensuppe, Bolognesesauce, Tomatensuppe, diverse Stews - die Liste wurde immer länger. Doch wie mache ich das dem Alex im wahrsten Sinne des Wortes "schmackhaft"? Na klar, mit pulled pork.

Denn um dieses Gericht schleicht der beste Freund von allen schon so lange herum, dass ich versucht war, einfach eine Packung Fertig-Pulled-Pork vom dänischen Fleischbaron zu erwerben, aber das Stichwort war längst klar: selbstgemacht sollte es sein. Und damit hatte ich ihn dann, denn im Slow Cooker kann man ganz hervorragend schonend Fleisch garen, so dass es sich danach ganz leicht mit einer Gabel zerteilen läßt ("pulled"), auch wenn es kein Filet ist. Gesagt, getan. Wir haben uns also im letzten Jahr einen Slow Cooker mit 3,5l-Fassungsvermögen von Andrew James bestellt und ich muss sagen, dass es für zwei Personen genau die richtige Größe ist. Pulled Pork sogar für vier.



Damit das pulled pork den richtigen Geschmack bekommt, legt man das Stück Fleisch vorher einige Zeit in einer Marinade ein oder reibt es mit einem sogenannten "Rub" ein. Alex hatte sich bei einem Besuch einer Tim-Mälzer-Liveshow im Hamburger CCH mal zu einem Cajun-Rub inspirieren lassen, dass er seitdem regelmäßig zum Einsatz bringt, egal ob bei Grillfleisch oder dem selbst gemixten Mexikaner. Auch beim pulled pork hat dieser Rub bereits einige Male gute Dienste geleistet und nun ist endlich mal Zeit, dieses Gericht zu verbloggen, dass jedoch einige Zeit zur Vorbereitung benötigt.

Pulled Pork wird mit BBQ-Sauce vermischt und gemeinsam mit Kraut im Brötchen serviert. Das Kraut habe ich mir an der Fleischtheke mitgenommen, weil ich wenn dann gleich einen ganzen Weißkohl zerhäcksle und aufgieße - das wäre dann doch ein wenig zu viel für ein paar Brötchen ;) Apropos Brötchen: Das aktuell beste Burger Bun Rezept habe ich bei moeys kitchen gefunden, schnell gemacht und sehr lecker! Die Sauce habe ich aus einem Rezept von usa-kulinarisch, allerdings haben wir den dort angegebenen Heinz-Ketchup durch eine andere Marke ersetzt, der sonst von mir so geliebte Heinz war eindeutig zu essiglastig.

Pulled Pork aus dem Slow Cooker




Zutaten

  • 2 kg Schweinenacken im Stück
  • selbstgemachter Rub, bestehend aus
    • 6 EL Rohrzucker 
    • 3 EL Paprika, edelsüß 
    • 3 EL Pimento de la Vera 
    • 3 EL Paprika, rosenscharf 
    • 6 EL Meersalz, fein 
    • 1,5 EL Pfeffer, schwarz 
    • 3 EL Piment 
    • 3 TL Korianderpulver 
    • 3 TL Knoblauchpulver
  • 500 ml Apfelsaft + 3 EL Rohrzucker

Zutaten für die BBQ-Sauce 
  • 900 ml Tomatenketchup
  • 250 ml Wasser
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 60 g Rohrohrzucker
  • 1 EL Tabasco
  • 30 g Worchestershiresauce
  • 10 g schwarzer Pfeffer
  • 50 ml Bourbon

Zubereitung

Das Stück Fleisch am Nachmittag mit dem Rub kräftig einreiben und in Folie einpacken. Ich benutze zwei große Gefrierbeutel dafür. Immer wieder von außen kräftig durchwalken und über Nacht im Kühlschrank lassen.

Am nächsten Tag den Apfelsaft mit dem Rohrzucker vermischen und ein Drittel in den Slow Cooker geben. Das Fleisch in der Mitte plazieren und den Rest der Apfelsaft-Zuckermischung darübergeben. Auf "high" acht Stunden garen lassen. Der Deckel bleibt dabei bis zum Ende geschlossen.

Rechtzeitig die Brötchen vorbereiten und aufgehen lassen. So backen, dass sie noch warm serviert werden können.

Für die BBQ-Sauce alle Zutaten außer dem Bourbon in einen kleinen Topf geben und auf keiner Hitz köcheln lassen. Am Ende den Alkohol dazugeben.

Am Ende des Garprozesses das Fleisch aus dem Slow Cooker holen und schnell mit zwei Gabeln zerteilen ("pullen"). Mit der BBQ-Sauce vermischen und gemeinsam mit dem Krautsalat im Brötchen servieren.

Andere Darreichungsformen sind z.B. als Wrap im Tortillafladen (da hatten wir eine Cola-basierte Sauce) oder mit Tzaziki in der Pitatasche.



Guten Appetit!





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