Montag, November 24, 2014

Küchenteufels kleine Helfer: Der Kitchen Aid Gemüseschneider

Nachdem sich schon vor einiger Zeit mein Wunsch nach einer Kitchen Aid Küchenmaschine erfüllte, musste nun langsam auch das Zubehör her. Dieser Kitchenaid MVSA Gemüseschneider* war nun der erste Kauf und ich war sehr gespannt, was mich erwartete.

Ich gebe zu: Ich hatte mir das Zubehör etwas hochwertiger vorgestellt und war etwas enttäuscht vom plastikartigen Aufsatz. Wenn man jedoch bedenkt, dass das Gerät vorn an die Kitchen Aid aufgesetzt wird, ist es wohl besser, wenn das Material leicht ist. Die Trommeln für die unterschiedlichen Gemüsearten lassen sich leicht einsetzen und leicht zum reinigen herausnehmen. Im Lieferumfang sind drei unterschiedliche Trommeln enthalten, die mithilfe eines Kunststoffrings festgestellt werden können, außerdem eine Art "Schieber", mit dem man das Gemüse von oben nachschieben kann. Zur Benutzung am Gerät wird das metallene "Kitchen Aid"-Logo mit der Stellschraube an der Seite herausgenommen und der Gemüseschneider eingesetzt, bis er hörbar einrastet. Dann wird die Schraube wieder festgezogen. Mit der stufenlosen Einstellung am Gerät wird die Geschwindigkeit der Raspel festgelegt.

Um herauszufinden, welche Ergebnisse die drei beigefügten Trommeln erzielen, ließ ich drei mal je eine Möhre durchlaufen.

Hier das Ergebnis:


Im Detail könnt ihr hier noch einmal sehen, welches Ergebnis welcher Einsatz erzielt und was ich außerdem mit diesem Einsatz bereits ausprobiert habe:

Die Scheibenschneidetrommel eignet sich sehr gut für kurze und längliche Möhrenscheiben. Ich benutze sie inzwischen auch für Gurkensalat oder Kartoffelgratin. Im Kitchen Aid-Kochbuch war ein Rezept für Bruschetta mit Pilzen und Knoblauch, dafür habe ich die Champignons durch die grobe Trommel geschickt. Funktionierte auch sehr gut. Achtung: Die Champignons sehen teilweise aus wie Austernpilze, teilweise wie ein Massakerüberlebender ;) Für Gemüseeintöpfe etc. gut geeignet, nicht für schöne Pilzscheiben auf dem Salat! Meinen Gurkensalat mache ich ausschließlich mit dieser Reibe, auch wenn die Gurken ein klein wenig "sauberer" geschnitten sein könnten. Wenn die Gurke ein klein wenig zu weich ist, werden die Gurkenscheiben nicht mehr so schön. Ist mir geschmacklich egal, aber schade ist es trotzdem. Vielleicht hätt eine etwas schärfere Schneide hier bessere Ergebnisse erzielt. Bei Zucchini bin ich dazu übergegangen, sie längs zu vierteln und dann immer zwei "Stangen" gerade hineinzugeben. Erst mit den Händen in Form halten, dann mit dem "Schieber" - ergibt genau die Art Scheibchen, die ich haben will.

Mir gefällt gut, dass ich einfach in die Trommel hineingreifen kann, ohne dass ich Gefahr laufe, mich zu schneiden. Als nächstes stehen Rohkostsalate an, es ist ja gerade Zeit für weißen und roten Kohl.


Wenn ich grobe Raspeln brauche, benutze ich die - oh Wunder! - "grobe Raspeltrommel". Damit lassen sich zum Beispiel Möhrenplätzchen herstellen. Käse für Gratins und Pizza geht auch problemlos durch die grobe Trommel. Auf diese Weise kann ich den Käse-Mix (milde und herzhafte Käsesorten) für die Gerichte nach Lust und Laune zusammenstellen und bin nicht auf diese abgepackten Sorten angewiesen. Im Gegensatz zur händischen Variante kann der Kitchen Aid-Gemüseschneider auch weichen Käse ruckzuck so fein reiben, wie ich es brauche, ohne dass die Hälfte davon im Gerät hängenbleibt. Auch Schokolade habe ich damit bereits grob geraspelt und auf diese Weise viel schneller im Wasserbad auflösen können.
Wie der Name schon sagt, erhält man mit der mittleren Schneidetrommel ein feineres Ergebnis als mit der groben. Die auf diese Weise geraspelten Möhren eignen sich prima als Salatbestandteil - oder um Saucen effektiv zu binden, wenn man auf Stärkemehl verzichten möchte (oder muss. Stichwort: Gluten). Ich brauchte für ein Gericht fein gehackte Schalotten und Knoblauch, die ich kurzerhand gleichzeitig hineinwarf und mit gutem Ergebnis herausbekam.Wenn das Gerät eh schon draußen steht, ist es auf jeden Fall eine gut Zeitersparnis, außerdem spart man sich den Geruch an den Fingern. Allerdings müssen die Schalotten ganz frisch sein - ansonsten bekommt man nasses Mus. Das ist nicht im Sinne des Erfinders.
Nur Gemüsezwiebeln scheinen ein Problem zu sein. Dafür benutze ich also weiterhin meinen Fissler Finecut. Auch musste ich mich erst einmal herantasten, welche Geschwindigkeit sich für die unterschiedlichen Gemüsesorten eignet.

Beim Blick in das leere Kunststoffteil hatte ich zunächst den Eindruck, dass sich der Metallring darin verschoben hatte, und schickte den gesamten Gemüseschneider als defekt an Amazon zurück. Das lief prima - mir wurde sofort ein neues Gerät zugeschickt, während der Alte noch unterwegs war. Der zweite sah von innen aber genauso aus, also muss das wohl so sein. Aufgrund des Kunststoffes ist der Gemüseschneider nach Benutzung mit Karotten immer ersteinmal gefärbt - das legt sich aber nach 2x abspülen wieder. Inzwischen hat man mir den Tipp gegeben, den gefärbten Teil mit etwas Öl auf Küchenkrepp wieder sauber zu wischen. Funktioniert!

Ansonsten reinige ich die einzelnen Teile auch nicht in der Spülmaschine. Da es keine "Kleinteile" gibt, ist das meines Erachtens auch schnell erledigt - ich muss nach dem Kochen ja auch meine Messer von Hand waschen, da ist es im wahrsten Sinne des Wortes "ein Abwasch".

Neben den drei enthaltenen Reibetrommeln existiert noch ein ein Zusatzset mit drei weiteren Trommeln, bestehend aus einer feinen Reibe, einer Juliennereibe und einer für Kartoffeln (Reibekuchen u.ä.). Hier seht ihr  den Möhrentest für die Zusatzreiben: Mehr Kitchen Aid Gemüseschneider.
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