Donnerstag, Oktober 30, 2014

Küchenteufels Küchenmumien-Challenge: Maronencreme mit Vanille

Im April 2014 habe ich an der Metro Kochherausforderung teilgenommen: Ein Warenkorb voller Zutaten musste in ein Menü verwandelt werden - jedes Produkte musste zum Einsatz kommen, zusätzliche Waren durften dazu kommen. Jan und ich haben noch eine private Challenge daraus gebastelt und nicht nur viel Spaß gehabt, sondern gemeinsam mit unseren Testpersonen auch zwei Mal sehr gut gegessen (behaupte ich jetzt mal).

Ein toller herbstlicher Brotaufstrich: Maronencrème.
In der letzten Woche habe ich den Vorratsschrank aufgeräumt und zahlreiche Zutaten gefunden, die ich irgendwann einmal für irgendein nachzukochendes Rezept erworben habe. Aber wofür? Vergessen. Landläufig werden solche Funde auch gern "Küchenmumien" genannt und ich erinnere mich, dass wir mal einen Wettbewerb veranstalteten, der das am längsten abgelaufene Produkt suchte *urgs* Mein Vorteil: Die Waren, die ich entdeckt habe, sind noch nicht seit gefühlten hundert Jahren abgelaufen, sondern alle noch benutzbar. Es sammelte sich ein kleiner Haufen sehr unterschiedlicher Produkte und in meinem Kopf nahm eine Idee Gestalt an: Warum bastle ich mir daraus nicht einen neuen, persönlichen Wettstreit mit mir selbst? Gesagt - getan. 

Hier kommt also meine "Küchenmumien-Challenge": Ich werde versuchen, in den kommenden fünf Beiträgen jeweils Produkte einzubauen, die ich beim aufräumen gefunden habe und die dringend verbraucht werden müssen. Mit viel Glück erinnere ich mich sogar an das Rezept, für das sie gedacht waren. Ansonsten muss ich mir eben etwas neues heraussuchen oder gar ausdenken. Um eine besondere Dringlichkeit herzustellen, habe ich sie mitten auf der Küchenanrichte abgelegt, damit ich immer wieder daran erinnert werde!

Heute beginne ich mit einer Packung eingeschweißter Maronen, auch Esskastanien genannt. Wofür habe ich die bloß einmal gekauft? Ich grübelte, durchsuchte meine Festplatte und die Nachkochliste und fand - nichts. Also ab in die Rezeptesammlungen, die ich mir im Internet angelegt habe, da wurde ich fündig. Und wie! Was nun dazu führt, dass ich nicht nur ein Rezept nachkochen / nachbacken möchte, in dem vakuumierte Maronen vorkommen, sondern derer fünf. Oh Mann ... :) Aber heute beginne ich mit etwas, dass nicht nur simpel, sondern auch noch sehr lecker ist: Maronencreme bzw. Kastanienmarmelade. Das hoffentlich perfekte Rezept, um sie selbst herzustellen, habe ich bei Aurélie gefunden, die vor allem mit ihren wunderbar aussehenden Macarons bekannt geworden ist, aber noch erheblich mehr zu bieten hat. Dort heißt es natürlich "Crème de marrons ou confiture de chataîgnes".

Allerdings habe ich das Rezept von Aurélie ein wenig abgewandelt: Da ich gern ein wenig "Biss" haben wollte, wurden die Kastanien nicht ganz so fein gemahlen, statt der Tonkabohne habe ich Vanilleextrakt genutzt und das Rezept einfach halbiert, um es an meine vorhandene Maronenmenge anzupassen. Los geht´s mit dem ultraschnell gekochten Brotaufstrich:

Maronen-Crème mit Vanille

 



Zutaten

200 g Maronen, vakuumiert
150 g braunen Rohrzucker
100 ml Wasser
1 TL Vanilleextrakt






Zubereitung

Ein sauberes Marmeladenglas bereit stellen. Damit die Maronencrème möglichst lange haltbar bleibt, muss hier sehr sauber gearbeitet werden. Deshalb kommen das Glas und der Deckel direkt aus der Spülmaschine und werden danach noch einmal mit kochendem Wasser übergossen. 

Die Kastanien mit der  Powertaste des Zauberstabs (bei mir sind das 600 W) nach eigenem Gusto mehr oder weniger fein mahlen.

Die gemahlenen Maronen in einer Schüssel mit dem Zucker vermengen, die Kastanien-Zuckermischung mit Wasser und Vanilleextrakt in einen kleinen Topf geben. Alles miteinander vermischen und auf kleiner Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen. Immer wieder umrühren.

Die fertige Maronencreme in das vorbereitete Glas füllen und noch heiß mit dem ausgekochten Deckel verschließen. Fertig! So einfach war das. Und der Haufen auf meiner Arbeitsplatte ist um ein Produkt geschrumpft :)

Was man damit macht? Einfach zum Frühstück auf den Tisch stellen - oder wie Aurélie so charmant schreibt: "beim Frühstück auf einer Scheibe Brot streicheln" -, in Joghurt rühren oder als besonderes Topping auf Vanilleeis geben. Es finden sich sicherlich noch zahlreiche Möglichkeiten, wenn ich erstmal auf den Geschmack gekommen bin, sie selbst herzustellen, anstatt sie im Supermarkt nur in den Wagen zu legen.

Guten Appetit!

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