Montag, Januar 20, 2014

Küchenteufels Snacks "around the world": Onigiris gefüllt mit Karotten-Kinpara (Japan)

Ich lieeebe es, Kleinigkeiten aus aller Welt zu futtern. Noch mehr Spaß macht es, diese Dinge dann möglichst genauso zu Hause nachzubauen.

Im Ann Café am Kieler Dreiecksplatz (japanisch/koreanisch) gibt es Onigiris zu kaufen, gemeinsam mit einer Fritz-Limo der perfekte Snack für den kleinen Hunger. Doch mein Ehrgeiz war geweckt, diese leckeren Reisdreiecke mit Füllung mal selbst herzustellen.



Im Asia-Laden erstand ich ein Doppelpack dreieckiger Formen* in unterschiedlicher Größe. Die sind genauso wie die Nigiri-Förmchen deshalb so praktisch, weil sie auf der Rückseite eine flexible Klappe haben, mit der man die Füllung herausdrücken kann. Eine ausführliche Google-Rezepte-Recherche ergab dazu zahlreiche leckere Füllmöglichkeiten. Da ich auf der Suche nach einer vegetarischen Füllung war, entschied ich mich für die Karotten-Kinpara vom Bento Lunch-Blog (immer einen Besuch wert!).

Onigiris gefüllt mit Karotten-Kinpara (vegan)


Zutaten

Sushireis


400 ml Reis (ich nehme gern Risottoreis, am besten klebt Sushireis)
460 ml Wasser
4 EL Reisweinessig
2 EL Zucker
1 TL Salz

Karotten-Kinpara


4-5 mittelgroße Karotten in Raspeln
4 EL Sesamöl, dunkel
3 EL Sojasauce, hell
Salz, Pfeffer, Chili-Flakes aus der Mühle, Cayennepfeffer, Piment d´Espelette - oder bereits fertige Lieblingschilisauce, z.B. Sriracha
3 EL Sesam, geschält

Außerdem: Streifen von Algenblättern (Nori), entweder selbst schneiden oder im Snackpack

Zubereitung


Reis mit dem Messbecher abmessen, mit kaltem Wasser in eine Schüssel geben und kräftig waschen. Über einem Sieb das Wasser abgießen und erneut den Reis in die Schüssel geben, Wasser drauf und waschen (bei mir sind es ca. 2-3 "Waschgänge"). Wenn das Wasser, das unten aus dem Sieb herausläuft, klar ist, gemeinsam mit 460 ml Wasser in einen Topf geben. Deckel drauf und auf dem Herd auf die höchste Stufe stellen. Wenn das Wasser kocht, die Hitze herunterdrehen und ca. 10 min. "ausquellen" lassen. Den Deckel nicht abnehmen! Danach den geschlossenen Topf für ca. 5 min. beiseite stellen. Wer wie ich mal zufällig an einen Reiskocher für die Steckdose oder das Plastikding von Tupperware gekommen ist: Bei 700 W ca. 12 Minuten in die Mikrowelle geben, danach ca. 7-10 Minuten stehen lassen.

Danach geht es identisch weiter: Reisweinessig, Zucker und Salz werden in einem kleinen Topf auf dem Herd erhitzt, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Derweil den Reis auf einem großen Teller verteilen. Mit der aufgelösten Zucker-Essig-Salz-Mischung beträufeln und mit einem Holzspatel den Reis immer wieder wenden, bis die Lösung gut untergemischt ist. Eine zweite Person darf gern kühle Luft zufächern, je schneller der Reis abkühlt, desto glänzender wird er.

Für die Karotten-Kinpara die Möhren raspeln. Die gibt es in vielen Supermärkten bereits fertig geraspelt, ich habe dafür den Gemüseschnibbel-Aufsatz auf der KitchenAid-Küchenmaschine. Dort nutze ich die grobe Raspel. In einer Pfanne geröstetes Sesamöl erhitzen und die Karottenraspel darin anbraten. Mit Sojasauce ablöschen und mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und gemahlenen Chiliflocken würzen. Wenn die Raspel gut angebraten sind, den Sesam untermischen und die Masse abkühlen lassen.

Damit Reis & Füllung nicht an den Dreiecken haften, fülle ich ein kleines Schälchen mit Essig und Wasser. Das Förmchen (ich benutze das kleinere Dreieck) damit auspinseln und einen gut gehäuften Esslöffel voller Sushireis hineingeben. Mit einem Teelöffel verteilen und gut festdrücken.

Mise en place-Arbeit.

Dann einen gut gehäuften Esslöffel von der Kinpara-Füllung dazugeben und ebenfalls gleichmäßig verteilen. Abgeschlossen wird wieder mit Reis. Erst mit dem Teelöffel festdrücken, dann den "Deckel" kurz in die Essiglösung tauchen und danach kräftig in das Förmchen drücken.


Um die Onigiris besser anfassen zu können, legt man Nori-Streifen drumherum. Diese kann man sich aus den großen Blättern schneiden. Praktischer sind hingegen die bereits vorgeschnittenen Seetangstreifen, laut Packungsbeschreibung aus Noriblatt, Sesamöl und Salz bestehend. Ich nehme den Deckel ab, lege das Blatt zu einem Drittel darauf, drehe das Ganze um und drücke mit dem flexiblen Teil das Reisbällchen auf das Blatt. Die restlichen 2/3 sanft aufdrücken und das Onigiri auf einem Teller platzieren.

Fertig!


Aufgrund der würzigen Füllung isst man diese Onigiris ohne Sauce. Im Kühlschrank gelagert halten sie auf jeden Fall bis zum nächsten Tag, jedoch ist der Nori-Streifen dann ziemlich durchweicht.

Weitere leckere Füllungen wie mit Thunfisch & selbstgemachter Wasabi-Mayonaise oder Rinderhack in Yakiniku-Sauce werde ich euch in den kommenden Monaten nach und nach vorstellen. Mehr zum Thema "Sushi", z.B. mein kleiner Einführungskurs von 2011? Hier klicken!
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