Sonntag, Dezember 16, 2012

Küchenteufel backt nach: Puddingstreuselschneckenkuchen

Wer regelmäßig hier auftaucht wird feststellen, dass ich in der rechten Spalte eine neue Rubrik untergebracht habe - die Foodblogger. Ich stöbere so häufig dort herum, dass es schade wäre, euch nicht an den tollen Inhalten dieser begeisterten Köche teilhaben zu lassen. Eine dieser Foodbloggerinnen, die ich auch mal persönlich traf, ist Steph vom KuLa, und ihr Blog kann ich absolut empfehlen. Immer wieder habe ich mehrere Tabs mit ihren Rezepten offen, in der Hoffnung, alles nachkochen/backen zu können. Schaffe ich natürlich nicht, bevor der Firefox dann doch abstürzt :)

Gestern sollte es für die Lieblingsfreundin einen Geburtstagskuchen geben. Nicht zu mächtig, nicht zu viel Cremezeugs, eher klassisch. Aber schon raffiniert. Und vor allem ohne Alkohol, denn es wird noch gestillt. Wie gut, dass ich gerade diesen Puddingstreuselschneckenkuchen beim KuLa entdeckt hatte!






Puddingstreuselschneckenkuchen à là KuLa


Zutaten


Für den Hefeteig


500g Mehl (405)
1 Tüte Trockenhefe im Originalrezept stehen 1/2 - 1 Würfel Frischhefe, doch die, die ich da hatte, roch sehr verdächtig...
250 ml lauwarme Milch
50 g Zucker
1 TL Salz
1 Ei
70 g Butter im Originalrezept stehen 75 g, aber ich hatte nur 70 g da
1 Beutel Bourbonvanillezucker im Originalrezept steht Vanilleextrakt, aber die letzte Flasche aus den USA ist leer und ich hab noch keinen neuen angesetzt

Für die Puddingfüllung


750 ml Milch
7 EL Zucker
2 Tüten Dr. Oetker Vanillepuddingpulver

Steph vom KuLa hat eine tolle Anleitung, wie man ganz ohne Tüte und deren evtl. Zusätze einen klasse Pudding kocht. Mir fehlte jedoch die Maisstärke.

Streusel

70 g weiche Butter
70 g Rohrzucker im Originalrezept steht Roh-Rohrzucker, aber ich hatte die braune Papiertüte von Nordzucker noch da
100g Mehl
1 Tüte Bourbonvanillezucker hier bietet die Rezepterstellerin diverse Variationen an

Zuckerguss


200 g Puderzucker
1 EL Zitronensaft
etwas Milch

Zubereitung

Hefeteig

Alle Zutaten für den Hefeteig hintereinander in eine große Schüssel geben (Plastik, ich bevorzuge immer noch die Hefeteigschüssel von Tupper) und mit den Knethaken des Handrührer auf kleiner Stufe kräftig verkneten. Das dauert seine Zeit - wohl dem, der eine Küchenmaschine besitzt. Wenn am Rand kein Teig mehr ist und man den Teig von Hand prima verkneten kann, ohne das er klebt (nur so, als wenn man schwitzend auf dem Ledersofa wäre), ist er fertig und sollte abgedeckt ein wenig an einem warmen Ort stehen.

Im Originalrezept ist eine leicht verständliche Anleitung zur Erstellung eines Hefeteigs mit Frischhefe verlinkt, die ich euch sehr ans Herz legen kann.

Puddingfüllung

Während der Teig geht, kocht man den Pudding. Ich benutze die Mikrokanne von Tupper und habe daher den Pudding in zwei Portionen gekocht. Beim ersten Mal 400 ml Milch, 4 EL Zucker und eine Tüte Puddingpulver in der Kanne mit dem Schneebesen verrühren, in der Mikrowelle mit Deckel drei Minuten kochen. Herausnehmen und kräftig umrühren, dann ohne Deckel nochmal ca. zwei Minuten kochen. Umfüllen und mit 350 ml Milch, 3 EL Zucker und einer Tüte Puddingpulver das Ganze nochmal.

Wer den Topf bevorzugt, sollte sich 50 ml Milch in eine kleine Schüssel geben und den Rest der Milch aufkochen. In der kleinen Portion Milch den gesamten Zucker und beide Tüten Puddingpulver verrühren, diese Mischung langsam in die kochende Milch einrühren und aufkochen lassen (Hitze reduzieren und immer weiter rühren, sonst brennt der Pudding wie die Hölle am Topfboden).

Beim Originalrezept in der KuLa gibts wie gesagt den Pudding ganz ohne Tüte, das lohnt sich!

Die Zutaten zusammenbringen


Den inzwischen gut aufgegangenen Hefeteig einmal durchkneten, auf ca. 50x30 cm schön gleichmäßig dick ausrollen und mit dem Pudding bestreichen. Nun wurde es für mich leicht kniffelig: "Von der Längsseite aufrollen und in 9 Schnecken schneiden".
Hm.



Ich habe beherzt begonnen zu rollen und die Enden rechts und links, die nicht so schön geworden sind, einfach abgeschnitten. Dann habe ich mit dem Zollstock gemessen, wie lang die Rolle war und habe ca. 4 cm große Stücke geschnitten. Erst war ich ein wenig vorsichtig, aber bei den Schnecken kommt es nach dem Backen ja auch nicht darauf an, dass sie unter den Streuseln schick kreisrund sind. Dann ging es auch leichter. Weil das alles jedoch so lange dauerte, und weil der Teig ja auch nix besseres zu tun hatte, begann er wohl auch aufgrund der Restwärme des Vanillepuddings bereits weiter zu gehen *hihi*

Ich habe die Schnecken - wie im Originalrezept beschrieben - einfach nebeneinander in meine Springform gelegt, erstmal einige an den Rand, dann zwei in die Mitte und dann habe ich weiter den Rand aufgefüllt. Die anderen Rollen mussten dann "mal rücken", damit alle hineinpassten.

Alex hat derweil aus den oben genannten Zutaten die Streusel erstellt. Allerdings auch hier mangels Vanilleextrakt (die neuen Vanilleschoten zum selbst ansetzen liegen schon in der Küche!) wieder mit der Bourbon-Version des Vanillezuckers. Seiner Meinung nach müssen wir die Streuselmenge beim nächsten Mal verdoppeln. Ab auf den Kuchen mit den Dingern und dann bei 180°C für ca. 40 Minuten in den Backofen. Ab der 35. Minute sollte man den Kuchen ein wenig beobachten, jeder Ofen ist ja anders.

Wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt - und die gesamte Wohnung beduftet - aus Puderzucker und Zitronensaft einen Guß erstellen. Ich musste ca. 2 EL Milch hinzufügen, dann war er perfekt. Mit einem Silikonpinsel auf dem noch heißen Kuchen verteilen, wenn man den Guß einfach draufgießt, dann bleibt er zwischen den Streuseln stecken.


Abkühlen lassen und genießen!


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