Donnerstag, Juli 14, 2011

Küchenteufel rollt Sushi - Nigiri allgemein und Tamago - Nigiri

Und weiter geht es in diesem kleinen Sushi-Amateur-Kurs. Der übrigens gleich mit einer Lüge beginnt, denn Nigiri-Sushi werden gar nicht gerollt, sondern geformt.

Dazu nimmt der Sushimeister ein wenig vom Sushi-Reis Grundrezept in die Hand und prompt hat er ein formschönes Bällchen in der Hand, das er mit Belag nach Wahl belegt und serviert.

Ich selbst bin da wie gesagt Grobmotoriker, und daher ein großer Fan meines "Klötzchen-Machers" (jaha, wir nennen Nigiri gern respektlos "Klötzchen-Sushi").

Hier ein Bild:



Dafür wird der Reis in die kleinen Abteilungen gefüllt und mit dem "Deckel" festgedrückt. Dann den Deckel wieder abnehmen, ungedreht über einen Teller halten und mit Hilfe der kleinen Plastiklamellen formschöne Nigiri-"Klötzchen" erstellt. Wichtig dabei ist, den Kunststoff vorher! mit einer Mischung aus Essig und Wasser zu bestreichen (empfehlenswerterweise vorher auch die Hände, damit man den Klebereis wieder loswird), damit die Klötzchen gut rausgehen.

Wer mag, bestreicht die Nigiri-Bällchen nun mit ein wenig Wasabi-Paste, und dann gehts los mit diversen Belägen wie Fischsorten oder Omelette etc.

Richtig ausführlich wird es bei Wikipedia: Hier klicken.

Meine Lieblings-Nigiri sind mit Fischsorten wie Lachs und rotem Thunfisch sowie einem leckeren Omelette namens "Tamagoyaki".

Beim Fisch solltet ihr darauf achten, beim Fischhändler nach "Sushiqualität" (noch besser: Sashimi-Qualität) zu fragen, und wenn möglich den Fisch schon im Block geschnitten zu bekommen. Aber sonst findet sich sicherlich jemand, der die "Reste" kurz in Sojasauce tunkt und vernascht :)

Auf dem Bild seht ihr Nigiri und Maki mit Lachs. Allerdings nicht von mir hergestellt, sondern von meinen hochmotivierten Sushi-Damen I. und S.

Das Omelette wird wie folgt hergestellt:
  • 3 Eier
  • Mirin (Reisweinwürze)
  • Sojasauce
  • Zucker
  • Salz
  • evtl. Sake
  • evtl. Dashi (Brühe, gibt es in kleinen Beutelchen im Asia-Laden)
Alle Zutaten vermischen bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Die Japaner haben für dieses Omelette eine eckige Pfanne, die ist aber kein Muss.

Eine Pfanne erhitzen, etwas Öl dazu und so viel flüssigen Eierteig hineingeben, dass der Boden der Pfanne dünn bedeckt ist. Wenn der Teig leicht stockt, mit einem Holzspatel den Teig mehrfach in eine Richtung zu einer eckigen Rolle "einklappen". Eine weitere Schicht Teig dünn in die Pfanne einfüllen. Die Rolle leicht anheben, so dass ein wenig Teig unter die Rolle kommt. Wenn der Teig abermals stockt, die Rolle in die andere Richtung zurückrollen.

Hier ist mal ein Profi am Werk :)))



In Scheiben schneiden und auf die Nigiribällchen legen. Zum besseren Transport einen dünnen Streifen Noriblatt wie ein Band um Reis & Omelette wickeln (mit 1-2 Reiskörnern zusammenkleben).



Guten Appetit!


Küchenteufel rollt Sushi - was außerdem geschah:



Zutaten kauft man gut bei:

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Kommentare:

  1. aristokitten9:02 vorm.

    Supertoll, Dani! Danke für die Tipps, ich mach das demnächst mal nach....

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  2. Sehr cool - so können Benni und ich uns als Küchen-Grobmotoriker auch 'mal an Sushi versuchen ;)

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