Sonntag, Januar 17, 2010

Mein erster eigener Weihnachtsbaum

Da muss ich gleich der Überschrift widersprechen: Natürlich war das nicht nur mein Baum, sondern auch der von Alex. Und irgendwie auch der von Maurice und Milton.

Trotzdem kann ich sagen, dass heute ein inzwischen liebgewonnener "Mitbewohner" das Haus verlassen hat.

In den letzten Jahren war es ganz einfach: Alex fährt über die Feiertage zu seinen Eltern nach BXL, ich geh nach Preetz zu Mami & Papi. Dann zogen wir zusammen und das Arrangement blieb - bis die Kater einzogen. Die Beiden mit nach Brüssel zu nehmen war unmöglich, schon das Verfrachten in die Transporttaschen kostet viel Zeit und Schweiß und Nerven, der Transport ist für die Beiden genauso schlimm. Tiefes Heulen, schweres Atmen, lautes Schimpfen - diese Kater wollen das Haus einfach nicht verlassen.

Also schlugen wir vorsichtig vor, das Weihnachtsfest 2009 doch einfach bei uns zu feiern, und glücklicherweise stimmten beide Familien zu, auch mein Bruder kam aus FFM und wir hatten eine tolle Zeit alle miteinander.

Sinnbildlich für ein Weihnachtsfest ist für mich ein Weihnachtsbaum, daher war es keine Frage, dass solch ein Kerl bei uns einziehen würde. Für Alex musste es eine Nordmanntanne sein, für mich durfte der Baum erst am 24.12. aufgestellt und geschmückt werden, und das von den Männern ;) Die Kugeln mussten aus Plastik sein, damit sie beim Bruch nicht katzenpfotenschädigende Scherben ergeben.

Also übernachtete die teuer erworbene Tanne 2 Tage hinten im Auto bis mein Bruder am 24. vormittags mit dem elterlichen Tannenbaumfuß und einer Lichterkette des Weges kam. Schade nur, dass der Stamm zu dick für den Fuß war und die Baumärkte in den kommenden 15 min. schließen sollten. Also flugs los, nach kurzem Stopp an völlig überteuerten Ständern vorbei zu den Sägen. Zu Hause wird der Stamm dann von zwei totalen Handwerkslaien zurecht gesägt, aufgestellt und geschmückt. Voilá!

Ist er nicht prachtvoll? *mutterstolz* Hihi.
Im Ernst, er hat so gut wie gar nicht genadelt, ist kein einziges Mal umgefallen (was auch nicht seine, sondern Katers Schuld gewesen wäre) und hat uns insgesamt sehr erfreut. Durch das Möbelrücken konnte ich feststellen, dass in der Ecke locker Platz für ein weiteres DVD-Regal ist, welches das zum bersten gefüllte Regal daneben entlasten kann und als Fazit möchte ich sagen, dass ich ein solches Weihnachtsfest wie das Vergangene immer wieder erleben möchte. Der Baum hat bestimmt seinen Teil dazu beigetragen.
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