Freitag, Mai 22, 2009

Der Songcontest, ARD ProSieben und der ganze Rest

Es ist zum Mäusemelken, zum Haare raufen, zum die-Wand-hochgehen ...

Da haben wir einen Stefan Raab, der die Grand-Prix-Begeisterung in Deutschland mit Titeln für Guildo, Max Mutzke und sich selbst wieder entfacht hat. Wer jetzt lospöbeln will, soll sich bitte daran erinnern, dass wir den singenden Friseur damals dann doch nicht geschickt haben, dass der Grand Prix einmal nur im Dritten Programm und dann ein Jahr nur in der Wiederholung ausgestrahlt wurde.
Also, da ist dieser Raab, der sich längst vom Grand Prix emanzipiert hat, in dem er Musikern mehrere Plattformen git, ob nun im Talentwetttbewerb um den Grand-Prix-Platz, einer eigenen Castingshow bei der die Teilnehmer eigene Songs vortragen und überragend einem Song Contest, der zwar jedes Jahr immense Technikprobleme hat, aber zeigt, wieviel Spaß es machen kann, wenn Länder einen "eigenen" Beitrag einreichen und Zuschauer abstimmen.

Ich will hier gar nicht den Gegenentwurf nocheinmal aufzeichnen, jeder, der sich damit auskennt, weiß um die mauen Plazierungen der letzten Jahre beim Grand Prix, oder wie man modern sagt: Eurovision Song Contest.

Dann kommt ein gewagter Vorschlag aus den Tiefen des Netzes: Der NDR und Pro7? Ob das wohl was wird? Alex unkt schon, dass garantiert diverse Gremien, die schon Schmidt & Pocher den Spaß madig machen wollten, alle mitreden werden.
Aber wir reden uns ein, dass der NDR das ganz bestimmt allein entscheiden darf. Oder?
Und überhaupt: Hat jemand den Raab eigentlich mal gefragt, ob er überhaupt mitmachen will? Oder darf er dem NDR dann dankbar die Füße küssen, dass man sich für ihn entschieden hat?

Wohl doch nichts so spontanes, geheimnisvolles. DerWesten erzählt, dass sogar bereits seit einem Jahr mit Raab bzw. Pro7 verhandelt wird.
ABER es wird auch berichtet, das tatsächlich jeder Hans & Franz sich einmischt. Fühle mich ein wenig an die Affäre Jauch erinnert. Ihr wißt schon, wo der Mann im Nachhinein froh war, sich nicht dem ARD-Regime ergeben zu haben nur für eine Talksendung am späten Sonntag abend.

Aber nun ist der Drops wohl gelutscht, Raab und Pro7 haben vom Hinundher der ARD-Anstalten die Nase voll, und das ist mehr als nachvollziehbar. Wenn es schon zu Beginn so läuft, wievielen ehemaligen Grundschullehrerinnen, Naturschützern, Diakonen, abgeschobenen Möchtegern-Politikern und anderen Leuten, die in den Rundfunkräten aufgestiegen sind hätte man das ganze Jahr den Allerwertesten kraulen müssen?

Was bleibt ist ein Ärgernis.

Und die Chance, selbst etwas aufzuziehen? Wozu leisten sich die ganzen ARD-Anstalten neben immer den selben "Info"-Programmen und Oldiesendern jeweils ein "Jugendprogramm"?
Sollen die doch mal gemeinsam ein Liedchen für Deutschland suchen!

Ja genau, die Jugendsender, so wie im Norden N-Joy. Und nächstes Jahr dann die Rentnersender (wie NDR 1). 2011 dürfen dann die Hausfrauen ran (NDR 2). Irgendwann wird dann mal auffallen, wieviele Gebühren da eigentlich in den Äther geblasen werden, aber bis dahin könnte ich mir gut vorstellen, dass sich Bands bei den Sendern melden, eine Auswahl aus bekannten und unbekannten Bands, aus denen die Hörer auswählen.
Dann gibts ein paar schöne Abendshows in den dritten Programmen, meinetwegen auch in der ARD.

Gern auch mal der andere Weg, also erst Künstler aussuchen, dann den Song, es gibt da ja so Fristen, wie lange der Song überhaupt bekannt sein darf.

Über solch eine Öffentlichkeit kann man m.E. ein viel größeres "Wir-Gefühl" erzeugen und es würde einfach wieder erheblich mehr Spaß machen.
Denn darum geht es zumindest mir beim Grand Prix, nicht um die Qualität der Musik, nicht ums gewinnen, sondern darum, dass alle Beteiligten - inkl. der Zuschauer - einen riesigen Spaß haben!
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