Montag, September 29, 2008

Hexenschuß - weitab von Walpurgisnacht und Besen

Ich war ja früher ein sehr kränkelndes Kind/Teenager. Also nix mit Masern, Röteln, Schwindsucht, sondern gleich richtig: Knochenbrüche, Bänderanrisse, ausgeschlagener Schneidezahn, Verbrennungen 2. Grades durch Teewasser auf den Füßen, und irgendwann der erste Hexenschuß.
Inzwischen hat sich das bis auf kleine altersbedingte Zipperlein längst gelegt (und das typische Frauenleiden: Kopfschmerzen!), aber der Hexenschuß ist, auch wenn seit ca. 5 Jahren nicht mehr persönlich getroffen, immer im unteren Rücken lauernd.

Und gestern ist er ins Haus gekommen. Allerdings nicht zu mir, sondern zu Alex. Es ging langsam los, mit einem "ich leg mich auf die Couch, mein Rücken schmerzt." Na huch? Das ist ja mal was ganz neues.
Ich habe eilfertig die Heizung aufgedreht, Badewasser eingelassen und Kirschkernkissen in der Mikrowelle erwärmt ... also alles, was er für mich auch schon getan hat.
Er selbst hat meine zaghafte Diagnose ("Hexenschuß?") zunächsteinmal rundweg abgelehnt. Männer!
Irgendwann am Abend musste er sich aber doch eingestehen, dass der Gang zur Arbeit am Montag morgen wohl durch einen Arztbesuch ersetzt werden müsste.
die Nacht war für uns beide hart - für ihn wegen der Schmerzen, für mich, weil ich alle 2 Stunden das Kirschkernkissen neu erwärmt habe und so auch kaum Schlaf fand.

Im Auto konnte er nicht sitzen, also mussten wir zum Arzt laufen, wie gut, dass wir sehr innenstädtisch wohnen und die Hausärtzin so um die Ecke liegt. Mit Hinweis auf die akuten Schmerzen waren wir trotz gut gefülltem Warteraum die ersten auf der Liste.

Diagnose: Akuter Hexenschuß hab ichs nicht gesagt?, es gab ne Spritze und diverse Tabletten.

Bisher helfen weder Spritze noch Tabletten besonders, und ich mache mir so langsam Sorgen. Mal sehen, wies morgen wird.
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