Donnerstag, Juni 05, 2008

Waas?

So nebenbei erzählt Alex mir etwas, dass unglaublich erscheint: Ab dem kommenden Jahr dürfen "alte" schnurlose Festnetztelefone nicht mehr benutzt werden.
Wieso?
Weil die Bundesnetzagentur die Frequenzen, auf denen z.B. die alten Sinus- und Gigaset-Geräte senden, an O2 verkauft hat. Genauer gesagt: Es geht um Geräte mit CT1+ und CT2.
Hier ein Sternartikel zum Thema.

Nun, glücklicherweise ist das Prädikat "Made in Germany" eh nicht mehr das, was es mal war, meine Eltern z.B. haben in den letzten 10 Jahren mindestens 5 schnurlose Telefone verschlissen, das Neueste habe ich gerade erst vor 4 Wochen für sie besorgt. (Mit schön großen Knöpfen und Freisprechtaste, damit bei Familienanrufen alle Anwesenden hören können, was so los ist ...)

Das schönste daran ist die Formulierung. Und zwar ist es so, dass "die Zulassung für die Luftschnittstelle erlischt". Mannmannmann.

Wer also kein DECT-Telefon hat, sollte schleunigst mal gucken, ob es Geräte mit CT1+ und CT2 sind. Und vor allem bei Eltern, Tanten, Oma etc. gucken. Denn wer sich weigert, jemanden von O2 stört und dann "gefunden" wird (ja, das sind einige Wahrscheinlichkeiten, die erstmal erfüllt werden müssen), dem droht eine Geldstrafe:
Wer das Verbot ignoriert, geht ein hohes Risiko ein. Denn wer von Januar an auf den Frequenzen telefoniert, die dann mehr und mehr von anderen Geräten genutzt werden, muss zahlen: 1600 Euro kostet es, wenn der Entstörungsdienst der Bundesnetzagentur seinen mit Antennen bestückten VW-Bus losschickt und den "Störer" ausfindig macht. Dazu kann noch ein happiges Bußgeld kommen. Dafür muss sich nur der Nachbar beschweren, dass es in seinem neuen Funk-Kopfhörer rauscht.
Stern.de

Und das im Land der Rechtsschutzversicherung ....
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