Montag, März 31, 2008

Küchenteufel stellt her: Knoblauchöl / Rosmarinöl

Ich bin ein großer Fan von selbst gemachten geschmacklich angereicherten Ölen. Erstens ist es erheblich billiger als in Läden wie z.B. "vom Fass", zweitens weiß ich genau, was drin ist, und drittens kann man damit als Geschenk bei Hobbyköchen punkten.

Ach ja - und schmecken tuts natürlich auch erstklassig! Also möchte ich mein Wissen mit euch teilen ... so bin ich :-) Mein persönlicher Hit ist das Knoblauchöl. Nach einigen Tipps von chefkoch.de hab ich meine eigene Methode entwickelt, probiert es doch einfach mal aus!

Ich benutze dazu 2-3 Knollen chinesischer Soloknoblauch - den könnt ihr euch wie eine Zwiebel vorstellen, einfach nur oben und unten die Kanten abschneiden, die Schale abpellen und dann liegt eine dicke Knoblauchknolle direkt weiterverarbeitbar vor euren Augen. Nix mehr mit stundenlangem Knoblauchzehenpellen ... eigentlich ist es jedoch eine Schnittlauchart, d.h. genau wie beim Bärlauch schmeckt es nach Knoblauch, man stinkt aber nicht so. 

Dazu kommt noch eine Flasche Rapsöl. Den nehm ich erheblich lieber als das gängige Sonnenblumenöl, erstens kommts aus der Gegend, zweitens mag ich den ganz leichten Nachgeschmack und drittens hat Rapsöl einen sehr hohen Rauchpunkt, d.h. man kann es stark erhitzen. Klasse zum braten!

Ich schäle also 2-3 Knollen Knoblauch (wer sich doch mit "normalem" Knoblauch und den dazugehörigen Zehen abquälen will, darf das natürlich auch und wird nicht standrechtlich erschossen!) und hacke sie klein. Danach gehts in ein großes Glasgefäß (hier: IKEA) und wird mit dem Rapsöl aufgegossen. Jetzt einige Tage stehen lassen und immer mal wieder den Knoblauch aufschütteln. Je länger man es ziehen lässt, desto intensiver wird der Geschmack! Hier sieht man ein Körbchen chinesischen Soloknoblauchs, bereits geplündert. Dies ist übrigens gleichzeitig ein Katzensuchbild :-)
Spätestens jedoch nach 2-3 Wochen sollte man das Öl durch ein Sieb ablaufen lassen, bis alle Knoblauchstückchen entfernt sind. Wenn man es verschenken will, sollte man zur Deko noch die eine oder andere Knoblauchzehe in die Flasche drücken und mit einem Folienschreiber beschriften.


Noch viel einfacher, und auch sehr lecker ist das Rosmarinöl.

Hierzu benötigen wir einige Zweige frischen Rosmarins (z.B. bei CITTI gibts den in schicken Töpfen) und eine Flasche o.g. Rapsöls. Einfach die Zweige in das Rapsöl gleiten lassen, wer mag, fügt noch 2-3 Zehen Knoblauch hinzu. Die Flasche einige Wochen stehen lassen, fertig! Für den Eigengebrauch den Rosmarin am besten entfernen und verwenden, denn "freiliegender" Rosmarin kann in der Flasche verschimmeln! 

Spätestens jetzt sieht man, dass man das Öl gleich in einer hübschen Flasche kaufen sollte, das macht mehr her. Der Rosmarin kann eigentlich dauerhaft in der Flasche bleiben, so wird das Öl immer intensiver. Dann sollte man jedoch eine weitere Flasche Öl besorgen und regelmäßig auffüllen.

Guten Appetit!

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