Dienstag, Februar 19, 2008

Wie wars? Wie wars? Gut wars!

Es begab sich Samstag vor zwei Wochen, dass sich vier Personen, die dem Teenageralter bereits entwachsen sind, auf den Weg nach Hamburg machten, um Helden ihrer Kindheit live auf der Bühne zu sehen...

Manfred Lehmann lenkte uns via Bordcomputer in Richtung Reeperbahn und zu einem günstigen Parkplatz in einer Parallelstrasse - die Zeichen standen gut für einen klasse Abend ;-)

Fix zur großen Freiheit geeilt und festgestellt, dass die Strasse für Samstag abend doch ganz schön leer wirkte. Wäre es nicht schon dämmerig-dunkel gewesen, man hätte meinen können, es sei Sonntag nachmittag um vier.

Der Ticketaufdruck lautete auf neunzehn Uhr, und nicht viel später betraten wir die geheiligten Hallen, in denen ein in warme Farben getauchter Klaus Eberhartinger bereits Anekdoten erzählte. Und die Hütte war richtig gut gefüllt!

Für mich ist es mit 1,60 m Größe natürlich kein Zuckerschlecken, inmitten der Masse vor der Bühne herumzustehen, auch wenn wir uns mit der Zeit immer weiter hineinschoben. Es gab zwar die Möglichkeit, sich rechts und links oben auf den Balkon zu gesellen, aber da nun auch gleich für 4 Personen Platz finden? Eher nicht.
Also links und rechts durch die Leute durchgelugt, meiner guten Stimmung hat es jedenfalls keinen Abbruch getan :-)

Zum Konzert selbst - da ich nun kein erklärter EAV-Fan bin, waren mir ca. die Hälfte der Lieder natürlich fremd, und einige der alten "Klassiker" waren mit neuen Texten und/oder neuen Arrangements aufgepeppt worden, das gefiel. Die Pausen zwischen den Liedern beschränkten sich nicht auf "Wie gehts? Gut?" sondern der Klaus war im Gegenteil erfreulich redselig, vermittelte irgendwie die Stimmung eines gemeinsamen Herrenabend mit Bier und Steak und dummen Witzen über Männer und Frauen. Dieses Thema war auch den ganzen Abend in all seinen Facetten vorherrschend, wobei ich als eingemeindete Norddeutsche teilweise sehr stark die Ohren spitzen musste um verstehen zu können, worum es gerade ging. Man könnte meinen, ich hätte mit meinem Wiener Anuberl telefoniert, da versteh ich auch nur 2/3 ;-)

Auch sonst war die Bühnenshow mit viel Liebe gestaltet, es gab bunte Kostüme und aufwändige Schattenspiele und damit sich niemand um seinen persönlichen Lieblingssong betrogen fühlte, ein Medley der bekanntesten Hits, die keinen Platz im "normalen" Bühnenprogramm gefunden hatten. Trotzdem wurde vom rechten Balkon permanent "Burli! Burli!" skandiert, und so wurde zur dritten Zugabe mit Hinweis darauf, dass der Song eigentlich gar nicht vorgesehen war, auch unser süßes "Burli" auf der Bühne präsentiert.
Zum Ende dann gabs den EAV-Konzert-Klassiker "Morgen", den 2/3 des Saalpublikums inbrünstig mitsangen und die Band nutzte die Gelegenheit, alle Mitarbeiter vor, hinter unter und über der Bühne auf ebendiese zu holen und gemeinsam mit frischem Bier anzustossen.

Nach 2,5 Stunden war die Party leider zu Ende, und auch wenn Olli festgestellt haben will, dass es doch eine Menge Playback gab (ich habs aufgrund mangelnder Körpergröße und mangelndem Technikverständnis nicht so mitbekommen können ..) waren wir doch alle vier hochzufrieden. Ja, die "Masse" hätte feierwütiger sein können, aber gerade wenn man selbst so mittendrin steht ist man doch froh, dass die Masse sich nicht unkontrolliert bewegt, wobei ich doch den Eindruck hatte, dass sich über die zweieinhalb Stunden doch alle ein wenig nach rechts bewegten. Da direkt neben mir zwei Personen in "AOK-Shoppern" sassen (also für die Leute, die keinen Rollstuhl fahren, sondern aufgrund des Übergewichts nicht mehr so richtig laufen können) und ich denen ohen es zu wollen immer näher kam, musste ich irgendwann einigen Leuten richtig "entgegenhalten", das hat den Konzertgenuß doch etwas geschmälert.

Um halb zehn waren wir dann wieder draussen, aber die typische Reeperbahnstimmung hatte sich immer noch nicht eingestellt, und dass obwohl weder Ferien noch schlechtes Wetter waren ... sehr merkwürdig.
Aber dafür gabs einen freien Tisch im Herzblut und wir labten uns noch an leckeren Cocktails und noch besserem Essen. Wir Mädels haben auch noch die Gelegenheit genutzt, die Tanzfläche zu stürmen und irgendwann nach Mitternacht gings ab auf die Autobahn und heim zur abendlichen Raubtierfütterung :-)
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