Freitag, Juli 06, 2007

Harry Potter - overkill

Ich war von je her ein Harry Potter - Verweigerer.
Schon ganz zu Beginn, als das Kind von Bekannten mit diesem Schinken umhergezogen ist, fand ichs ganz niedlich, aber uninteressant.

Irgendwann war die Welt im Harry Potter-Wahn und ich in deutlicher Abwehrhaltung.

Das konnten Potter-Fans nicht auf sich sitzen lassen und zwangen mir bei einer Krankheit, die mich ans Bett fesselte, die bis dahin erschienenen 4 englischen Ausgaben auf. Was soll ich machen, ich habe doch diese schreckliche Neigung, alles zu lesen, was mir unter die Finger kommt.
Also habe ich von Freitag abend, da 18 Uhr bis Samstag nachmittag so gegen 16 Uhr (mit einer Schlafpause) die ersten vier Bände in einem wohltuend simplen Englisch verschlungen.

Niedlich, ja. Endlich mal ein britisches Buch, in dem das Internatsessen gut ist. Und Alan Rickman als "man-weiß-nicht-genau"-Bösewicht.

Sofort meine Identifikationsfigur. Schließlich würde ich mir als Lehrer auch nicht gern von einem Schüler auf der Nase herumtanzen lassen, der dauernd die Schulregeln bricht. Die anderen Kinder müssen sich schließlich auch daran halten.
Oh, er hat eine Narbe auf der Stirn. Na und?

Wie gesagt - und dass es dann auch noch Alan Rickman war, der ihn spielte, machte ihn mir glatt sympathisch.

Eine kurze Zeit fand ich Harry Potter also ganz gut. Dann sah ich irgendwann den ersten Film, und fand ihn irgendwie - uninspirierend. Buchstabengetreu abgefilmt. Kein bißchen eigene Interpretation. Man könnte meinen, die Autorin habe es selbst inszeniert.
Teil 2 (Film) habe ich mir geschenkt, Teil 3 zur Hälfte bei irgendwem zu Hause gesehen.

Den Orden des Phönix habe ich mir bei amazon bestellt, weil 16 Euro für ein Hardcover auch ein echtes Schnäppchen sind. Aber worum es da genau geht, und wo die Überschneidungen zu dem Buch mit dem Halbblutprinzen waren, hab ich vergessen. (Und wer genau war eigentlich nochmal der Halbblutprinz?! Dieser Voldemort?)

Wenigstens weiß ich noch, dass wir den letzten Teil in Frankfurt im Kino geguckt haben und mal eben 9 Euro pro Nase dafür ausgegeben haben. Dafür wars ein Pärchen-Doppelsitz ohne Lehne dazwischen. Mehr weiß ich davon leider auch nicht mehr ... ;-)

Nun steht wieder ein neues Buch an. Ist es jetzt das letzte? Stirbt da nicht irgendwer? Potter selbst? Man weiß ja nie, die Gerüchte brodeln ja jedesmal, dass jemand draufgehen wird. Ist ja fast wie im richtigen Leben.
Ach ja - und ein neuer Film kommt auch.

Um mich herum wird die Frage immer öfter gestellt: Deutsch oder Englisch? Juli oder Oktober?
Auch die Buchlieferanten erschlagen sich beinahe damit, mir auf allen möglichen Webseiten das Angebot zu machen, dass ich den neuen Band schon zum Frühstück auf dem Tisch liegen haben könnte.
Und ich stelle fest: Mir doch egal.
Die Abneigung, die ich mal gegen das H.P. -Universum gehegt habe, die ist weg. Aber eine Begeisterung will sich nicht einstellen.

Alex will den Film gucken, und ich werde mitgehen. Ich liebe Kinobesuche.
Ausserdem wird er den englischen Band kaufen. Und wenn er hier liegt, werde ich ihn bestimmt auch lesen. Damit man weiß, wie es weitergeht. Das Gesetz der Serie halt.
Aber eigentlich hoffe ich nur darauf, dass die "Verböslichung" von Serverus Snape wieder rückgängig gemacht wird und er die letzte Rettung für den kleinen H.P. sein wird. Oder sowas. Alles andere fände ich doof.

Aber nun will ich erstmal endlich Stirb langsam 4.0 sehen, das ist doch langsam kein Zustand mehr!!!
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