Mittwoch, Juni 20, 2007

Passivrauchen ist gar nicht schädlich: Danke, Dehoga!

Endlich kann ich wieder beruhigt Essen und Trinken gehen in völlig verräucherten Gaststätten. Denn der Dehoga in Kiel habe ich das Wissen zu verdanken, dass Passivrauchen total unschädlich ist. Das schreiben die nämlich in einem Flugblatt, das wie eine Zeitung aufgemacht ist. Nur dünner. Es geht ja auch nur um ein Thema.
Aber dafür ist es in Farbe, toll.

Und wir wissen ja - was geschrieben steht, ist erstmal wahr.
So wie die Bibel. Und "Mein Kampf". Und der Bericht, dass im Irak Massenvernichtungswaffen stationiert seien, der ist natürlich auch wahr. Ist schließlich auch gedruckt, auf Papier. Nicht irgendsoein Internetgeschwätz.

Ich empfehle wirklich, sich z.B. auf der Kieler Woche mal nach sowas umzugucken, ist wirklich witzig. Realsatire würde man das wohl nennen.

Danke, liebe Dehoga! Meine Kopfschmerzen nach Kneipenbesuchen mit schlechter Belüftung, wie auch der Belag in meiner Lunge, den ich am nächsten Morgen erstmal herausraushusten muss (war schon mal jemand von euch mit einer Erkältung in einer verrauchten Bude? Guckt nach dem Schnauben mal ins Taschentuch ...) ach ja, und meine total miese Haut, wenn ich drei Tage hintereinander am Tresen gearbeitet habe, das ist also alles reine Einbildung?!

Nur eins: Der Kunde an sich ist doch nicht blöd. Und wenn ich ständig mit diesem Müll belästigt werde, dann kann ich mein Bier oder meine Pizza auch woanders zu mir nehmen. So lecker die Trauma-Pizza ja ist, aber wenn nach Flugblattaktion mit Podiumsdiskussion und diesem Müll von "Zeitung" noch mehr Generve kommt, dann seht ihr uns nicht mehr. Das Wubbke bietet Mo & Mi rauchfreie Tage an, das ist klasse. Und auch in der Bazille ist es erheblich besser geworden mit der Raucherei. Und da lag - bisher jedenfalls - noch nicht solch ein dummdreistes Schmierenblatt.

Ach ja - wer so richtig lachen will: Die Aktion gegen die pöhsen Nichtraucher heißt übrigens: Toleranz verbindet. *rofl* Dehoga-Webseite "Toleranz" inkl. Materialien zum Download.

*hust*

Kommentare:

  1. Du bist eine freie Bürgerin, die abwägen darf, ob sie in der Trauma eine Pizza isst oder nicht.
    Wenn du lieber rauchlose Gastronomie magst, bitte.
    Und wie du selbst feststellst, es gibt vor Ort entsprechende Angebote. Wozu dann ein totales gesetzliches Verbot?
    Gegen nichts anderes wehrt sich der DEHOGA. Freiheit für WirtInnen und Gäste - das ist doch das Mindeste.

    In Sachen Umgebungsrauch geht es um behauptete Gefahren, mit denen sich das "Extrablatt" zu Recht kritisch auseinandersetzt. Nicht um subjektives Unbehagen, Rauchallergie oder deine empfindliche Haut.

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  2. Soso, eine freie Bürgerin bin ich?
    Nun, ich könnte jetzt eine grundsätzliche Diskussion dazuanstossen, aber ganz kurz genannt ist es doch Fakt, dass der Staat seine "freien Bürger" durch zahlreiche Verbote und Gesetze vor sich selbst beschützt, siehe Verbot der Abgabe von Zigaretten an Kinder oder dass ich einfach mal eine Dose Uran mit mir herumschleppe.
    Und habe ich die Möglichkeit, ein dreibeiniges Huhn aus Tschernobyl zu kaufen? Da gibts dann die Frischfleischverordnung. Regeln über Regeln.

    Ich war jahrzehnte lang immer "unparteiisch", um trotzdem bei Situationen wie der freundlichen Bitte, das Rauchen doch noch um 3-4 Minuten zu verschieben, bis ich mein chinesisches Essen an viel zu eng zusammenstellten Tischen verspeist hatte.
    Regelmäßig wurde ich gleich lautstark als "Nichtraucher-Nazi" oder ähnliches beschimpft.
    Und irgendwann hab ich mir einfach gedacht: Wenn ich nicht toleriert werde, warum sollte ich immer dafür sorgen, dass keiner sich an den Hals springt?

    Es würde mich sehr freuen, wenn die Gaswirte eine eigene Regelung finden würden, der neue Nichtraucherbereich in der Trauma hat mich sehr gefreut, denn an den "Grundrauch" in den Klamotten hat man sich ja schon gewöhnt, nur das direkte Mitrauchen nervt, wie gestern, als jemand eng neben mir im Taktlos den stinkenden Zigarillo anzündete.

    Was das subjektive Unbehagen angeht: Es ist vorhanden. Und da es mein kleines Blog ist, das zu Recht "Danielas Gedanken" heißt, äußere ich da meine subjektiven Gedanken. Wie z.B., wenn ich etwas lese, über das ich herzhaft lachen muss.
    Auf Gründen der Fairness (es gibt nun wirklich militantere Nichtraucher als mich) habe ich zumindest gleich die Quelle verlinkt, damit sich der geneigte Leser - es soll ein paar geben - selbst ein Bild machen kann.

    Schönen Abend noch.

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  3. 1. Kein Raucher wird gezwungen in eine rauchfreie Kneipe zu gehen

    2. Lokale können auch nach dem Rauchverbot abgetrennte, unbediente Rauchbereiche einrichten

    DANN hat jeder die Wahl, wenn 100% der Kneipen Raucherkneipen sind, und damit alle NR verbannt sind, und das der Dehoga dann "toleranz" nennt, stimmt irgendetwas nicht.

    Hier fragt man sich ob der Dehoga an den Gäste die Trinken und Essen wollen verdient, oder an Zigaretten.

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