Samstag, Mai 19, 2007

Das Schöne an Planungen ist, dass man alles wieder über den Haufen werfen kann.

Eigentlich wollte ich heute voll durchstarten: Erst Spinningkurs (ich heiz´ den Leuten ganz schön ein!), dann Lebensmittel auffüllen, PAX kaufen und zusammenbauen und dann entweder 80er Party in der Trauma oder gemütliches Sit-in bei Freunden.

Spinningkurs lief super und geht im Juni weiter. Viele leckere Lebensmittel bevölkern den Kühlschrank und PAX steht dank der tatkräfigen Hilfe von Lejf und Christine auch sicher am gewünschten Ort.
Nur ich stehe nicht mehr sondern bin direkt danach abends um halb neun tot umgefallen und zwei Stunden selig und süß geschlafen ... gerade ich, die noch um die Mittagszeit herumtönte, wieviele Kalorien man doch bei solch einem Club-Abend verbrennen könne.

Aber an Samstagabenden amüsiert man sich, und wenn ich nicht zum Spaß haben nach draussen gehe, kommt das Entertainment eben zu mir ;-)

Hatte mich schon darauf eingestellt, faul auf dem Sofa herumzulümmeln und mich über das TCV-Programm aufzuregen, das Herz ging über bei einer Doku über Knut auf´m rbb und (natürlich nur!) für das Warenwelt-Blog wurde eine neue Chipssorte getestet. Soweit, so entspannend.

Um halb zwölf klingelt das Mobiltelefon, mein kleines Brüderchen lallt mich an, dass er doch demnächst bei uns aufschlagen würde. 30 min. später ist es dann soweit - in gefühlten 2 Stunden ackert er sich in den dritten Stock, rollt sich zum Abschluß Knut-like über den Flurboden und ist einfach betrunken.
Woher er kommt, mit wem er unterwegs war? Er hat keine Ahnung. Aber irgendeine Frau hat ihn wohl erkannt, und weiter will er auch noch. Direkt nach dem Bier, dass er sich ganz selbsttätig aus dem Kühlschrank holt. Stimmt, in meinem Kühlschrank liegt das Bier an der selben Stelle wie zu Hause, da findet er sich auch betrunken zurecht.

Der Kleine posiert ein wenig wie Alf, plappert unsinniges Zeug zusammen, will aber unbedingt noch los, z.B. ins MAX. Ich rufe unsere Eltern an, bei denen er aktuell wohnt, bis seine neue Wohnung frei wird, und erfahre, dass er wohl mit Kollegen unterwegs war. Und dass ich ihn lieber nicht mehr gehen lassen soll. ;-)

Interessiert beobachtet er, wie wir ihm die Schlafcouch aufbauen, ist nicht wirklich überzeugt davon, dass er da nun hin soll, krabbelt aber dann doch schwerfällig mit seinem neuen weißen Toten-Hosen-Fortuna-Trikot auf das Behelfsbett, lässt sich von mir zudecken, strampelt sich noch ein wenig zurecht und schläft inzwischen selig und süß.

Ein wenig wie Knut.

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