Montag, Januar 08, 2007

Entspannung

Ein Nachmittag mit Freunden in der Holstentherme sorgt für Spaß im Wasser und totale Entspannung in der großartigen Saunalandschaft.

Erst austoben unter tropischem Regen, im Wildwasser und draussen in den Sprudeldüsen, dann mehrere Saunagänge in der Salzstollensauna, der Meditationssauna und der Südseesauna. Zum ersten Mal Saunasalz getestet und den neuen, superflauschigen Bademantel spazieren geführt. Gechillt in den geschmackvoll eingerichteten Ruheräumen, während die Jungs es sich nehmen ließen, noch die 110°C-Erdsauna zu erobern. Bei der "Dialektik der Aufklärung" von Adorno weggedämmert.

Hoffentlich reicht diese Entspannung für die kommenden Tage.
Der erste Belastungstest kam bereits in der Umkleide. Die Saunanutzer in der Holstentherme müssen sich nicht wie das nur-schwimmende Fußvolk in Standardumkleiden quetschen, sondern darf sich in einer Lounge mit gedimmtem Licht, Chips zum Türöffnen statt eines Schlüssels, sanfter Musik und eigener Dusche, deren Wasserhähne selbst wieder abgedreht werden (ich HASSE diese selbst ausgehenden Duschen!) umziehen.
Um die anderen Damen nicht zu stören, wird darum gebeten, sich noch in der Dusche abzutrocknen damit man nicht den Raum volltropft und Mobiltelefone lautlos oder gleich abzuschalten.

Aber all diese Maßnahmen helfen gar nichts, wenn eine hektische Mutter mit drei Mädchen unterschiedlichen Alters diesen Raum erstürmt, die Kinder lautstark zum Duschen & Umziehen hetzt, und sich quer durch den Raum die Familie herzhaft anbrüllt.

Ein kleiner Auszug? Kind 1 (neben mir) meinte, Kind 2 (uns gegenüber) mindestens 8 Mal (vorher habe ich nicht gezählt) fragen zu müssen: "Warum bist du denn schon so schnell?"
Währenddessen antwortet die Mutter Kind 3 auf irgendeine Frage: "Weil du so SCHEISSE bist!" ?!?!
Zur Krönung des allgemeinen Hektik-verbreitens kam irgendwann Vater Hektik, steckte seinen Kopf in die Damenumkleide, rief nach seiner Frau und führte eine Grundsatzdiskussion mit der ganzen Damenschaft darüber, dass er schon mit allen Schlüsseln zur Kasse wolle, um noch den Spartarif zu ergattern. Argh!

Als einzige Frau habe ich das Klischee erfüllt, erst als letzte an der Kasse zu erscheinen, und so konnte mein Bericht in soweit vervollständigt werden, dass die Jungs o.g. Familie auch noch beim auschecken beobachten konnten. Geschrei scheint in dieser Familie üblich zu sein.

Aber ich bin immer noch total entspannt. :-)
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