Montag, August 14, 2006

Wieder online ...

Man denkt ja immer - mich triffts schon nicht.
Warum auch?

Mein PC bzw. mein Notebook liebt mich und würde mir das nie antun.

Und dann der Schock: Ich sitze gerade an einer lustigen "TV-Serien-anhand-von-Szenenbildern-erkennen" - Excel-Datei, google gleichzeitig, warum "Unter der Sonne Kaliforniens" eine Fehlermeldung ergibt, und will zeitgleich eine Mail mit größerem Inhalt versenden, da geht plötzlich gar nix mehr. Niente.
Der Bildschirm bekommt grüne Streifen, ich drücke das Notaus, und er geht einfach nicht wieder an! Was fällt ihm ein! Er ist doch mein bester Freund!
Wahrscheinlich eine reine Racheaktion, weil der Kleine weiß, dass ich ihn über kurz oder lang durch ein MacBook ersetzen will - ich habe es ja sogar auf ihm geschrieben.

Neustart - nicht möglich. Dieser verhaßte blaue Bildschirm mit eckiger weißer Schrift, unter Win95 und Win98 oft gesehen, unter XP in vielen Jahren nur sehr sehr selten, erzählt mir, dass der Rechner Windows nicht startet, weil das booten unmountable ist. Oder so ähnlich.

Erstmal ins Bett gehen. Vielleicht ist ihm nur heiß geworden und morgen ist alles wieder gut. Oder auch nicht.

Ein Freund meiner Eltern (und hardcore Linux-User) hat an zwei Tagen mehrere Stunden investiert, um mit einer Knoppix live CD die wichtigsten Daten von der Festplatte zu retten. Dann Windows nochmal drauf (unter starkem Protest des Linux-Fans), aber nach der Installation ging wieder nix, ein schwarzer Bildschirm verhöhnte mich, die ich doch die Win-Installation so vehement verteidigt hatte.

Also doch Ubuntu drauf. Da ging der Neustart zwar auch nicht, aber wenigstens hatten wir die Fehlermeldung, dass der Rechner nicht von der Festplatte booten könne.
Das wurde als ein Erfolg gefeiert, und ich verschwand mit dem Rechner unter dem Arm, um eine neue Festplatte zu kaufen und einzubauen. Klassische Aussage, die ich fast erwartet hatte "morgen kommt ja dein Lover, der kann das dann ja machen". *würg*
Tatsächlich bin ich kleine Frau ganz allein in den Computerladen gegangen und habe eine Festplatte erworben. 80 GB für 73 Eur. Eine Vervierfachung meiner bisherigen Platte ;-)
Aber erst im zweiten Computerladen, denn im ersten hat man mir, nachdem ich meine Leidensgeschichte knapp berichtet hatte, angeboten, für 25 Eur zu testen, ob es überhaupt an der Festplatte läge, oder vielleicht doch am Arbeitsspeicher. Fast wäre ich versucht gewesen, das auch auszugeben, obwohl mein gesunder Menschenverstand mir sagte, dass es dann ja auch keine Betriebssystem-iInstallation gegeben hätte, aber die Tatsache, dass er mir dann auch gleich eröffnete, dass ich den Rechner am kommenden Dienstag abholen könne, hat mich diesen Auftrag gleich wieder abbrechen lassen. Glücklicherweise war der nächste Computerladen zwei Häuser weiter und ich danach um eine Festplatte reicher.
Mit dem kleinsten Schraubendreher, den ich hatte, vorsichtig die alte Platte ausgebaut, die neue eingebaut, WinXP draufgespielt, den WLan-Stick mit dem Router verbunden, ein paar Updates und alle Programme, die man so braucht, aus dem Netz gezogen. Und alles klappte! *freu*
Eine Fehlermeldung meiner USB-Anschlüsse wunderte mich, da der Rechner plötzlich davon sprach, dass ein Hochleistungs-USB-Gerät dran wäre, dass nicht im vollen Umfang genutzt werden könnte. Was solls, wird sich schon richten.

Also frohen Mutes am nächsten Tag die Dateien von der externen Festplatte abholen. Die Suche nach der Platte war dann sehr krampfhaft, und die Übertragung der Eigenen Dateien (ca.6 GB) hat knappe 2 h gedauert.
Daher hat der Plattenbesitzer schnell noch das SP2 draufgespielt, und plötzlich haben wir die Platte gar nicht mehr gefunden :-(
Suche also weiterhin nach der CD mit den USB-Treibern, die 2002 beim Kauf dabei war.

Aber ich bin erstmal online! Und kann weiterarbeiten, der Termindruck für die Abgabe der Hausarbeit über Norman Ohler steigt :-(
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