Donnerstag, Juli 06, 2006

Wenn der Spiegel Dinge irgendwie anders sieht ...

Ich weiß, ich weiß - wenn einem etwas nich gefällt, sollte man dort gar nicht mehr weiterlesen.
Aber meine täglichen Besuche bei spiegel.de sind so eine Mischung aus "es ist ja nicht alles schlecht" und einem Verkehrsunfall oder einer häßlichen Frau, die sich am Strand in aller Öffentlichkeit umzieht - man sieht die Katastrophe nahen, doch man kann einfach nicht wegschauen.

Z.B. ist der Spiegel als einziges großes Onlinemedium ganz sicher, dass Klinsmann sich gerade zurückzieht und sieht dafür auch Anzeichen. Nun, irgendwer muss das ja machen und im schlimmsten Fall können sie am Wochenende sagen "wir habens ja immer gesagt".
Noch viel besser ist, wenn sie dumme Phrasen eines "Sprechers des konservativen Flügels der SPD" als "Treffer" bezeichnen.
Ich will hier niemanden nerven damit, wer hier welchen Haushaltsplan aufgestellt hat und welcher Partei der Finanzminister angehört. Von welcher Partei die Stimmen kommen, die lautstark gefordert haben, die Gesundheitsreform mit höheren Steuern zu finanzieren, darüber brauchen wir uns auch nicht weiter unterhalten.

Aber um die inhaltslose, unhaltbare und einfach dummdreiste Aussage "Der Fisch stinkt vom Kopf her" als alles andere als einen "Treffer" gegen die Kanzlerin zu sehen, dafür muss man kein CDUler sein. Und auch kein Merkel-Sympathisant.
Das ist einfach nur peinlich.

Übrigens: Die CDU-Länderchefs, die beim Wahlkampf durch Abwesenheit geglänzt haben, sollten tatsächlich mal ganz kleine Brötchen backen und die Klappe halten.
Und: Große Koalition ist für´n Arsch.

Ach ja, Spiegel: "kalte Machtpolitikerin" gefällt mir als Beschreibung einer Bundeskanzlerin dieser Republik besser, als wenn es "warmherzige Landesmutter" hieße.
*grusel*
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