Mittwoch, August 17, 2016

Küchenteufels Backstube: Saftiger Zitronenkuchen wie bei Starbucks (Copycat)

Ich mag Kuchen. Ach Unsinn - ich liebe Kuchen! Und da bin ich vor allem ein Fan von Rührkuchen. Einem kleinen Stück von Mamis Apfelkuchen kann noch viel weniger widerstehen als zum Beispiel Sahnetorte *uff* Deshalb stürze ich mich bei Kuchenbuffets auch immer zuerst auf die Schoko- oder Marmorkuchen. Aber ach! Wir häufig hat man dann so ein furztrockenes Stück im Mund, dessen Krümel einen Hustenreiz auslösen. Und auch der Geschmack ist oft eher Kabapulver oder Plastikzitrone ... was irgendwie unbefriedigend ist, wenn man sich schon auf die zusätzlichen Kalorien eingelassen hat, aber dann keinen Lustgewinn bekommt.

Vor einigen Jahren war ich in Gesellschaft irgendwo auf der Welt bei Starbucks (ich selbst trinke keinen Kaffee, komme da also nur selten vorbei) und mir stand der Sinn nach Kuchen. In Klarsichtfolie eingewickelt lang dort ein dickes Stück Zitronenkuchen in der Auslage und auch wenn der Preis locker die Zutaten für zwei komplette Bleche Zitronenkuchen wert war, lockte mich dieses Sück Kuchen mehr als aufwändige Cupcakes etc. Ich wickelte den Kuchen aus, biss hinein - und war im Zitronenkuchenhimmel! Saftig, zitronig, fluffig und trotzdem ein wenig "klitschig", es war einfach perfekt! Danach habe ich eine ganze Weile mit unterschiedlichen Rührkuchenrezepten experimentiert und ganz passable Kuchen produziert, aber eben nichts vergleichbares wie dieses Aha!-Erlebnis bei Starbucks. Woran könnte es liegen? Was ist euer Geheimnis, Starbucks? Dank Averie kenne ich nun das Geheimnis (eigentlich sind es sogar zwei!): Griechischer Joghurt und Zitronenextrakt. Also nicht Zitronensaft, und auch nicht Zitronenaroma oder Zitronenöl, sondern hochkonzentrierter Zitronenextrakt. Also flugs im Netz gesucht, in einem britischen Shop bestellt und los ging´s mit der Kuchenbäckerei. Was soll ich sagen? Saulecker! Deshalb möchte ich dieses Copycat-Rezept - ein wenig für mich abgewandelt - auch gern mit euch teilen. Natürlich kann man sich diesen Zitronenextrakt auch selbst ansetzen, und das werde ich sicherlich auch demnächst mal. Aber ich wollte erstmal wissen, wie zitronig es in der gekauften Variante ist und ich kann euch sagen: Sehr zitronig!

Zitronenkuchen, fluffig wie bei Starbucks

 


Zutaten

3 große Eier
200 g Zucker
250 g griechischer Joghurt, hohe Fettstufe
120 ml Rapsöl
2 Esslöffel Zitronenzesten, ungewachst
2 Esslöffel Zitronenextrakt
200 g Mehl Typ 405
2 TL Backpulver
1 TL Salz

für den Guß:
120 g Puderzucker (oder mehr)
3 EL Zitronensaft

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen und eine Kastenkuchenform einfetten. Im Kühlschrank parken.
  2. In einer großen Schüssel Eier und Zucker aufschlagen, bis die Farbe hellgelb geworden ist. Dann den Joghurt hinzufügen und weiter vermischen.
  3. Langsam das Öl, die Zitronenzesten und den Zitronenextrakt unterrühren, bis alles gut vermischt ist.
  4. Mehl, Backpulver und Salz vermischen und über den Teig sieben. Unterrühren. 
  5. In die vorbereitete Form füllen und im vorgeheizten Backofen ca. 50 min backen.
  6. Ab der 40. Minute immer mal wieder nach dem Kuchen schauen und ggf. vor Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken, falls er obenauf schon zu dunkel geworden ist. Der altbekannte Holzstäbchentest zeigt euch, ob er in der Mitte bereits durch ist.
  7. Kuchen abkühlen lassen.
  8. Puderzucker und Zitronensaft klümpchenfrei verrühren und den Kuchen damit bestreichen.

Guten Appetit!





Freitag, August 05, 2016

Küchenteufels Blechkuchen: Hessischer Schmandkuchen mit Zimt-/Zuckerbelag nach Mario Kotaska

Ich liebe meine Facebook-Blogger-Gruppen. Sie produzieren quasi permanent Nachschub von Rezepten, die ich am liebsten sofort nachbacken oder kochen will. Eines dieser Rezepte war der Nordhessische Schmandkuchen nach Mario Kotaska von Maltes Kitchen. Gesehen, gespeichert und mit ein wenig Zeitabstand dann auch endlich gebacken. Da es ein Geburtstagsmitbringsel werden sollte, konnte ich mich nicht entscheiden - den im Rezept eingeplanten Zimtzucker drüber, oder doch diese lustigen bunten Zuckerstreusel (aka "Funfetti"), die ich extra für solch einen Anlass vor kurzem erworben habe? Kurz überlegt, schnell entschieden: 50/50 :D Der Kuchen macht vor allem deshalb so viel Spaß, weil er nicht so süß ist. Die Kombination aus Schmand und Zitronensaft / -schale sorgt für ein erfrischendes Kuchenerlebnis, die Zucker/Zimt-Mischung bringt aber wieder Süße und Geschmack. Klasse Kuchen! Ich habe für die Menge abgeriebener Zitronenschale & -saft zwei unbehandelte Zitronen benötigt.

Ein Problem hatte ich noch: Wie groß ist "ein Blech"? Ich habe schon zu häufig das "normale Standardblech" benutzt, um dann festzustellen, dass die Fläche zu groß und der Rand zu niedrig ist. Deshalb habe ich mich irgendwann auf diese "Fettpfannen" bzw. Kuchenformen mit hohem Rand verlegt und auch dieses Mal den Teig in eine solche Form gefüllt. Was soll ich sagen? Es wurde ganz schön hoch! Ich hatte ein wenig Sorge, dass ich die Schmandmasse, die erst im zweiten Backvorgang auf den Teig kommt, nicht unterbringen könnte, deshalb habe ich den Teig einfach kurzerhand nach dem Backen mit einem Silikonteigschaber ein wenig heruntergedrückt :D Tatata - schon passte die Schmandmasse. Allerdings musste ich die Backzeit ein wenig anpassen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, benutzt einfach das ganz normale Blech. Beim Posten des Bildes auf Facebook kam gleich ein Kommentar: "Das ist doch das Rezept meiner Mama!". Hm. Laut Malte ist es von Mario Kotaska in seinem Buch "Street Food" abgedrukt. Wahrscheinlich zeigt die Regionalbezeichnung ("nordhessisch"), dass es ein überliefertes Rezept ist, auf das eh niemand so richtig sein compyright setzen kann. Ich bleibe also erstmal bei Herrn Kotaska. Aber nun, das Rezept. Viel Spaß beim nachbacken!

Nordhessischer Schmandkuchen nach Mario Kotaska

 



Zutaten

für den Boden
300g weiche Butter
200g Zucker
1 Pr. Salz
6 Eier
2 EL abgeriebene feine Zitronenschale
7-8 EL Zitronensaft
300 g Mehl Typ 405
3 TL Weinsteinbackpulver

für den Belag
5x Schmand à 250g
125 g Zucker
2 Eier
5 EL Speisestärke
3 EL Zitronensaft
1 EL Zitronenschale, fein gerieben 

Zimt/Zucker-Mischung nach Bedarf
Funfetti

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Backform mit Butter ausstreichen (dann gibt es einen karamellisierten Geschmack) und zur Seite stellen.

Butter, Zucker und Salz in der Küchenmaschine mit dem Schneebesen schlagen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Nach und nach die zimmerwarmen Eier dazugeben und schlagen lassen, bis die Masse sich deutlich vergrößert hat und heller geworden ist. Unterwegs auch noch die Zitronenschale und den Zitronensaft löffelweise dazugeben. Mehl und Backpulver in einer kleinen Schüssel vermischen und ebenfalls löffelweise zum Teig geben.
Wenn das Mehl sich gut aufgelöst hat, den Teig in die Backform geben und glattstreichen. Ca. 20 Minuten (normales Backblech) bzw. 25-30 Minuten (hohe Backform) im unteren Bereich des Ofens backen.

Währenddessen die Schmandmasse zubereiten: Alle Becher mit dem Zucker und den Eiern in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine (Schneebesen) vermischen. In einer kleinen Schüssel den Zitronensaft, die -schale und das Stärkemehl miteinander vermischen, bis es keine Klümpchen mehr gibt. Langsam in den Schmandteig fließen lassen.

Nach Ende der Backzeit den Kuchenboden herausholen und direkt die Schmandmasse darauf verteilen. (Hier musste ich den hochgekommenden Kuchen ein wenig nach unten drücken *lach*) Erneut bei 170°C backen, auch hier wieder je nach Backform 10 bzw. 20 weitere Minuten backen. Mir hat geholfen, dass ich ein wenig am Backblech gerüttelt habe. Wenn es euch noch zu flüssig vorkommt, lieber noch ein wenig drinlassen.

Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und gleichmäßig mit der Zimt-/Zucker-Mischung bestreuen. Wieviel? Das ist abhängig von eurem eigenen Geschmack!

Guten Appetit!

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