Montag, Dezember 28, 2015

Küchenteufels Kosmetik: Fruity Peach Orange Massage Bar / Butter

Normalerweise gibt es hier selbstgemachte Leckereien für den Gaumen. Doch man kann in der Küche noch so viele andere tolle Sachen zaubern! Zum Beispiel Kosmetik. Ich selbst habe morgens einen vergleichsweise simplen Pflegeplan: Duschen, Zähneputzen, raus aus dem Haus. Von Berufs wegen kann ich wochentags normalerweise kein Makeup auflegen, das spart natürlich immens Zeit. 

Trotzdem bin ich Pflegeprodukten nicht abgeneigt und vor allem bin ich ein großer Fan der Massage Bars von Lush. Das sind feste Massagebutterstücke aus pflegenden Zutaten, mit denen man ganz herrlich zum Beispiel den Nacken massiert bekommen kann. Leider ist die Lush-Filiale in Kiel bereits wieder geschlossen worden und extra für eine Massage Bar nach Hamburg oder sich per Post schicken lassen? Kann man sowas nicht mit wenig Aufwand selbst machen? Das Internet sagte: "Man kann!" und ich habe mich da vor allem auf das Videotutorial von Mai Mate und den Blogbeitrag von Rührrausch gestützt, um nach ein wenig herumprobieren meine eigene Variante zu erstellen.

Vor allem Küchenzauber steht der Einkauf, und so habe ich mir in ausgewählten Geschäften bzw. im Internet die Zutaten besorgt. Die Massage Bars sollen ja direkt auf meine (und eure) Haut, da wollte ich keine minderwertigen Produkte benutzen. Die Zutaten werden genau abgewogen und erwärmt. Abgefüllt habe ich die Masse in Silikonformen, die ich vorher gründlich gereinigt und desinfiziert habe. Wartezeit einplanen!

Die meiste Arbeit war tatsächlich, mir eine geeignete Verpackung auszudenken. Selbstgemachte Seifen werden ja gern in Seidenpapier gewickelt, aber die Massage Bars sind um einiges weicher und fetthaltiger als Seifenstücke. Wie wäre es mit Banderolen und Zellophantütchen? Da steht mir meine mangelnde grafische Kreativität im Weg. Aber dem Internet sei Dank (schon wieder!) habe ich mir zahlreiche Inspirationen holen können und eine nette Variante erdacht. Mal sehen - wenn das hier gut ankommt, könnten wir ja auch mal über selbstgemachtes Peeling etc. nachdenken. Und bei der Gurkenmaske wäre der Bogen zurück zum Foodblogging ja wieder geschlagen :D

Fruity Orange Peach Massage Bar

 


Zutaten

100 g Bienenwachs
25 g Kakaobutter
75 g Sheabutter
100 ml Mandelöl
2-3 Tropfen ätherisches Orangenöl
2-3 Tropfen ätherisches Pfirsichöl

Zubereitung

Silikonformen auswaschen, gut antrocknen und ggf. mit einer hautgeeigneten Flüssigdesinfektion auswischen.

Die ersten vier Zutaten abwiegen und bereit stellen. Das Bienenwachs im Wasserbad schmelzen. Die Kakao- sowie die Sheabutter hinzufügen und im flüssigen Bienenwachs schmelzen. Das Mandelöl dazugeben- Achtung, wird auch erstmal fest. Weiterrühren und einige Tropfen gute ätherische Öle hinzufügen. Mit einem kleinen Spatel untermischen und schnell in die vorbereiteten Silikonförmchen abfüllen.

Einige Stunden aushärten lassen und mit einer hübschen Banderole verzieren. Da die Massagebar sehr ölig ist, sollet ihr die Banderole auf einem festeren Stück Papier oder Tonkarton drucken. Alternativ sehen sicher auch ein hübsches Tütchen oder eine kleine Dose prima aus.

Die Spotify-Playlist für diese Kosmetiksession


"Back to the Roots" war das vielleicht. Ich hatte zuvor eine Doku über London gesehen und danach den Police-Song "Walking on the moon" nicht mehr aus dem Ohr bekommen. Die unten verlinkte Compilation besitze ich bereits seit Erscheinungsdatum und sie gehört auf jeden Fall zu den meistgehörten CDs in meinem Regal.

 

Viel Spaß!

Samstag, Dezember 26, 2015

Küchenteufels Backstube: Weiche Buttermilch-Kartoffel-Brötchen

Heiligabend ist bei uns Zeit für Kartoffelsalat und Würstchen. Und einmal im Jahr esse ich dieses Gericht auch wirklich gern. Übrig blieben einige gekochte Kartoffeln, die darauf warteten, phantasievoll weiter verarbeitet zu werden. Da war doch ein Rezept für fluffige Brötchen .... Moment ... Ah, hier: Fluffy Buttermilk Potatoe Rolls bei Mel´s Kitchen Café. Buttermilch ist immer im Haus, verschiedene Mehlsorten auch, also fix den Knethaken an die Küchenmaschine und los! :)

Dieses Weihnachten ist übrigens in musikalischer Hinsicht etwas besonderes: The Beatles sind jetzt auch bei den Streamingdiensten verfügbar. Daher findet ihr am Ende dieses Textes einen Link zu meiner selbst zusammengestellte Beatles-Playlist bei Spotify, die ich während dieser Backsession gehört habe. Viel Spaß damit - und natürlich mit diesen richtig leckeren Kartoffelbrötchen, die prima als Beilage zu quasi allem passen.

Weiche Buttermilch-Kartoffel-Brötchen

 



Zutaten

300 g gekochte Kartoffeln, gequetscht
110 g Butter, weich
500 ml Buttermilch, zimmerwarm
2 Eier, groß & zimmerwarm
1 Päckchen Trockenhefe
2 EL Zucker
2,5 TL Salz
500 g Vollkornmehl
500 g Mehl Typ 550

Zubereitung

Die Kartoffeln sollten bei Verwendung im Teig warm sein. Also entweder frisch kochen oder einfach kurz für 2 Minuten in die Mikrowelle. Die Kartoffeln durch eine Presse drücken oder mit einer Gabel weichdrücken. Ich mag es, wenn ich noch Kartoffelstücke feststellen kann, wer den Teig nur fluffig möchte, versucht die Kartoffeln ganz cremig drücken. Den warmen Kartoffelbrei mit der Butter vermischen und am Mixer / der Küchenmaschine den Knethaken anbringen. Die Buttermilch, die Eier, Hefe, Zucker und Salz dazugeben und auf kleiner Stufe verkneten. 

Die beiden Mehlsorten miteinander vermischen. Löffelweise das Mehl unter den Teig mischen und dabei ca. 5-6 Minuten weiterkneten, bis sich der Teig von den Seiten der Schüssel löst. Eine große Schüssel mit Öl auspinseln und den Teig hineingeben. An einem warmen Ort ca. 1,5 Stunden gehen lassen, bis der Teig sich merklich vergrößert hat.

Den Teig ein wenig herunterdrücken und in 24 ziemlich gleich große Stücke teilen. Ein Blech mit einem hohen Rand oder zwei Auflaufformen mit Backpapier auslegen oder leicht einölen. Die Bällchen nebeneinander legen, überall sollte leicht Platz sein. Das Blech / die Auflaufformen abdecken und an einem warmen Ort erneut ca. eine Stunde gehen lassen (sie sollten sich ca. verdoppelt haben). 

De Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen und die Brötchen 18 - 20 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht golden ist, der Teig innen durchgebacken und fluffig.  Aus dem Ofen nehmen und die Brötchen auskühlen lassen.

Die Spotify-Liste für diese Backsession:




Guten Appetit!

Mittwoch, Dezember 23, 2015

Küchenteufels Keksstudio: Biscoff Chocolate Chip Cookies

Eigentlich war ich aus einem ganz anderen Grund auf dem Foodblog von Sally´s Baking Addiction: Ein Freund hatte uns zum Essen eingeladen und uns eine ganz formidable Chicago Style Deep Dish Pizza serviert. Was das ist? Man stelle sich vor, der Hefeteig sei in einer runden Backform inklusive Rand angeordnet, wird dann mit scharfer Tomatensauce gebacken, danach mit weiteren Belägen und Käse bedeckt und erneut gebacken. Läuft bereits das Wasser im Mund zusammen? Mir auch.

Natürlich wollte ich das Rezept bekommen und wenn man schon mal da ist, klickt man auch mal weiter ... Beim schmökern auf dem Blog entdeckte ich ein Keksrezept namens "Biscoff Cocolate Chip Cookies" mit der belgischen Karamellcreme, die auf den Lotos Karamellkeksen basiert und die ich früher immer aus Brüssel importieren musste. Und waren Kekse nicht gerade DAS Thema? Deshalb geht es hier jetzt auch erstmal um Kekse und nicht weiter um Pizza (die wir aber nicht vollends außer Acht lassen sollten, aber alles zu seiner Zeit!). 

Nach einer Anfrage habe ich sie nun schon das eine oder andere Mal hier im Blog für Rezepte benutzt (vegane Biscoff-Trüffel oder Cookie Dough Cheesecake Schnitten). Ich hoffe, ihr konntet sie inzwischen mal probieren? Man kennt sie auch als "Speculoos". In den USA wird so eine Creme auch gern mal "Cookie Butter" genannt, und das trifft es schon ziemlich gut. Seeehr lecker, und inzwischen auch in deutschen Supermärkten erhältlich. Eigentlich habe ich ja schon ein ziemlich gutes Rezept für Cookies, die so richtig schön "chewy" sind. Ob mit dunklen Schokochips, oder mit weißer Schokolade und Macadamianüssen Aber dieses Rezept ist ja kein Ersatz, sondern eher eine Ergänzung auf dem Keksteller. Ich habe die Karamellcrememenge leicht erhöht, weil damit das Glas gleich leer war ... außerdem geht mehr Karamellcreme immer. :) Leider ist dieses Rezept nichts für "noch schnell fertig machen", denn den Teig mindestens 3 Stunden zu kühlen ist tatsächlich essentiell wichtig (ich habe es probiert - der Geschmack ist eindeutig besser). Die gute Nachricht: Der Teig kann bis zu drei Tage im voraus vorbereitet zu werden. Allerdings sollte man - wenn man die drei Stunden Kühlzeit überschreitet - ca. 30 Minuten Zeit einplanen, um den Teig auf eine verarbeitbare Temperatur zu bringen. Nun soll es aber los gehen: Musik anschmeißen und ab in die Backstube! Bei mir hieß es beim Herstellen des Teiges und auch beim Backen zwei Tage später: Sherlock Holmes (siehe Spotify-Link unten - für den ich übrigens keine Provision o.ä. bekomme!).

 Biscoff Chocolate Chip Cookies

 


Zutaten

115 g weiche Butter
100 g Zucker
100 g brauner Rohrohrzucker (Demerara, z.B.)
1 Ei + 1 Eigelb
2 TL Vanilleextrakt
150 g Biscoff Lotus Karamellcreme

280 g Mehl (Typ 405)
1 TL Backpulver
1 TL Speisestärke
1/2 TL Zimt
1/2 TL Salz

220 g Schokoladentropfen

Zubereitung

Die weiche Butter mit dem Schneebesen der Küchenmaschine oder den Rührschlegeln des Handmixers cremig schlagen. Langsam die beiden Zuckerarten dazu rieseln lassen und mit hoher Geschwindigkeit mit der Butter vermischen. 1 ganzes Ei und 1 Eigelb dazu geben und so lange weitermischen, bis die Teigmasse nur noch hellgelb ist. Den Vanilleextrakt (alternativ Bourbonvanille aus dem Päckchen) und die Karamellcreme unterrühren.

In einer kleinen Schüssel das Mehl, Backpulver, Speisestärke, Zimt und Salz vermischen. An der Küchenmaschine den Schneebesen durch den Rühraufsatz eintauschen (der Handmixer behält die Schlegel) und löffelweise die Mehlmischung unterrühren. Am Ende die Schokoladentropfen unterheben, den Teig einpacken (in Tupperware oder Klarsichtfolie) und für mindestens drei Stunden in den Kühlschrank stellen. Dann herausholen und für ca. 20 Minuten stehen lassen. Wenn ihr den Teig länger als 3 Stunden kühlt, empfiehlt es sich, den Teig ca. 30 min bei Raumtemperatur stehen zu lassen, bevor ihr ihn weiter verarbeitet. In der Zeit zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Mit einem Löffel ca. walnussgroße Bälle abstechen und mit den Händen schnell zu Bällchen rollen. Mit etwas Abstand auf zwei Backblechen verteilen und im vorgeheizten Backofen ca. 10 Minuten backen. Wer einen etwas unterschiedlich heizenden Backofen hat, sollte nach ca. 5 Minuten das Blech herausnehmen und gedreht wieder zurückstellen. Nach 10 Minuten das Blech herausnehmen und weitere fünf Minuten auf dem Blech "sitzen" lassen. Danach ds komplette Backpapier zum abkühlen auf ein Gitter stellen. Die Cookies sind direkt nach dem Backen sehr weich - aber sie sollten nicht länger im Ofen bleiben. Auskühlen lasse nund servieren bzw. in hübschen Tüten verpackt verschenken.

Die Spotify-Playlist für diese Backsession

Guten Appetit!

Freitag, Dezember 18, 2015

Küchenmumien-Challenge: Feta-Fladenbrote mit Joghurt

Achtung, dies ist nix für Laktoseinteolerante :) Auf der Suche nach einer selbstgemachten Würzpaste, die sich in den Tiefen meines Kühlschranks befand, gerieten mir ein großer Becher Joghurt und eine Packung original Fetakäse in die Hände, beide nur noch wenige Tage vom Ablaufdatum entfernt. Wenn das mal keine Herausforderung für die lange verwaiste "Küchenmumienchallenge" ist! Irgendwo in den Tiefen meiner Nachbackliste befand sich die Lösung: Feta Cheese Flatbreads von Jo Cooks (dort gibt es auch eine prima Bild-für-Bild-Anleitung, einfach mal hinklicken!). Gerade mal vier Zutaten (plus Öl zum anbraten), eine Schüssel, eine Waage, ein Löffel und eine Pfanne - mehr braucht es nicht. Der Teig war ruckzuck zusammengerührt, geknetet und dann entspannt mit wenig Fett in der Pfanne gebacken. Kleiner Tipp: Am besten mehr als eine Pfanne verwenden, sonst dauert es gefühlt eeeeeewig, bis man etwas zu Essen bekommt *lach*

Laut Rezept kann man die Fladenbrote warm und kalt verzehren, das kann ich nur bedingt bestätigen. Hab sie dann doch erstmal wieder in den Backofen geworfen, um sie auf lauwarme Temperatur zu bringen. In einem zweiten Versuch kann ich mir vorstellen, noch ein wenig Knoblauch oder frische Kräuter unter den Teig zu rühren. Wenn dies erfolgreich ist, ergänze ich das Rezept sicherlich auch hier.

Feta-Fladenbrote aus der Pfanne




Zutaten

500 g Joghurt
250 g Feta
500 g Mehl Typ 550
2 TL Backpulver
Öl für die Pfanne

Zubereitung

Den Feta aus der Packung holen (frisch vom griechischen Stand ist sogar noch besser!) und mit einer Gabel oder einem großen Messer fein hacken. In einer großen Schüssel mit dem Joghurt vermischen. Mehl abwiegen, mit Backpulver vermischen und löffelweise unter die Joghurt-Käsemasse heben. Gut
verkneten, bis ein weicher, nicht mehr klebriger Teig entsteht. Ein Holzbrett oder Küchenfläche großzügig mit Mehl bestreuen und den Teig auf der Fläche noch einmal kräftig kneten. Den Teig ca. 10 Minuten ruhen lassen, dann in sechs gleichgroße Teile (von ca. 190 - 200g) teilen. Mit einem Nudelholz Fladen von ca. 20 cm ausrollen.

Eine Pfanne (oder mehrere) auf den Herd stellen und auf mittlerer Hitze anwärmen. Ca. 1 TL Öl in die Pfanne geben (nicht mehr, der Teig saugt sich sonst zu sehr voll!) und von jeder Seite ca. 5-7 Minuten langsam backen. Warm genießen. 

Die Fladenbrote können, in ein sauberes Tuch gewickelt, auch noch am nächsten Tag verzehrt werden. Einfach kurz in den Backofen und lauwarm / heiß genießen.

Guten Appetit!

Mittwoch, Dezember 16, 2015

Küchenteufel macht Nudeln: Walnuss-Ricotta-Ravioli in Zitronen-Buttersauce

Wenn man schon eine neue Rubrik einführt, muss man ja mindestens noch eine zweite Woche durchhalten :) Das heißt: Willkommen beim #walnutswednesday! Beim letzten Mal gab es nicht zu süße, herrlich mürbe Walnuss-Kekse, die - das kann ich stolz verkünden - den Tag ihrer Herstellung nicht überlebt haben. Dank eines Gewinns von 3 kg kalifornischer Walnüsse ist damit das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht und so zeige ich euch heute, wie ihr Walnüsse auch prima in euer Abendessen (oder Mittagessen. oder einfach so zwischendurch) integrieren könnt. Mit selbstgefüllten Ravioli.

Dabei hilft mir ein Küchenartikel, der seit seinem Einzug in diesen Haushalt leider sein Dasein auf dem Küchenschrank gefristet hat: Das Raviolibrett*. Einst auf meiner Amazon-Wunschliste gelandet und von lieben Freunden zum Geburtstag als Präsent erhalten, fehlte mir danach die Muße, es zu benutzen. Doch ich habe mir fertigen Nudelteig von der Rolle gekauft, eine tolle Füllung gebastelt (die Basis war dieses Rezept von Food Network, musste aber dringend aufgepimpt werden) und das Ganze mit einer lecker-zitronigen Sauce serviert. Als Fazit des fertig gekauften Nudelteigs muss ich sagen, dass er gern hätte etwas elastischer sein dürfen für das doch sehr starre Raviolibrett. Ich kann mir vorstellen, dass selbstgemachter Teig (für den mir aktuell noch die Nudelwalze fehlt) da besser funktioniert. Oder aber man legt den Teig einfach auf ein Brett, Füllung drauf, noch ein Teigblatt drauf und mit einem kleinen Teigrädchen oder Ravioliausstecher dran. Werde ich beim nächsten Mal versuchen. 

Walnuss-Ricotta-Ravioli in Zitronen-Walnuss-Sauce



für die Füllung

100 g Walnüsse
250 g Ricotta
Zesten einer unbehandelten Zitrone (Saft aufbewahren)
1 TL Salz
1/2 Pfeffer
1 TL Zitronensaft
1 Messerspitze Zimt
1 TL frisch gehackte Petersilie
nach Geschmack würzen mit Paprika, Cayennepfeffer

für die Sauce

100 g Butter
3 fein gehackte Knoblauchzehen
ca. 125 g Walnüsse
2 TL Zitronensaft
1 TL Salz
1/2 TL grob gemahlener Pfeffer
frisch geriebener Parmesan

Zubereitung

Die Walnüsse fein hacken und mit dem Ricotta vermischen. Die Zitrone heiß abwaschen und die Zesten abziehen. Gemeinsam mit den Gewürzen vermengen und abschmecken. Im Originalrezept waren nur Zitronenzesten, Salz und Pfeffer enthalten, das war uns zu langweilig. Ich hoffe, unsere mit drei Personen erdachten Würzempfehlungen munden euch.

Den Nudelteig nach Wahl kaufen oder selbst zubereiten. Eine Lage auslegen und die Füllung darauf verteilen, die Ränder mit Wasser bepinseln und ein neues Nudelblatt auflegen. Die einzelnen Ravioli abtrennen (im Raviolibrett passiert das mit dem Nudelholz, sonst mit dem Teigrädchen) und bis zur weiteren Verwendung auf einem leicht bemehlten Teller ablegen.

Einen weiten Topf mit Salzwasser zum kochen bringen und die Ravioli portionsweise mit einer Schaumkelle in das kochende Wasser geben. 2-3 Minuten kochen lassen, dann wieder herausholen und abtropfen lassen.

Währenddessen eine Pfanne auf den Herd stellen und die Butter darin erhitzen, bis sie braun wird (ca. 5-6 Minuten). Vom Herd nehmen und den Zitronensaft unterrühren (Vorsicht, zischt etwas!), dann Knoblauch, Salz, Pfeffer und die Walnüsse unterrühren. Beiseite stellen.

Die Ravioli auf vorgewärmte Teller verteilen und mit der Sauce übergießen. Mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen und sofort servieren.

Guten Appetit!

Mittwoch, Dezember 09, 2015

Küchenteufels Keksstudio: Walnut Puffs (Cookies mit Walnüssen)

Wenn wir uns an den Dezember 2015 erinnern (zumindest an die ersten Tage), dann bleibt wohl nur ein "Puh, ist das warm!" in Erinnerung. Tatsächlich hatte ich am Wochenende ein Erlebnis der besonderen Art: Noch um Mitternacht sprach das Thermometer des Autos von 12,5°C. #wtf

Da hat man natürlich auch noch keine Lust auf Weihnachtsplätzchen. Was aber immer geht, sind Cookies. Vielleicht, weil das der Spitzname meines Vaters für mich in meinen ersten sechs Lebensjahren war - und dann wieder ab ca. 16 Jahren. Wie ich damals dachte, um mich vor meinen Freunden schön lächerlich zu machen, heute denke ich, so wollte er sich sein fast erwachsenes Kind wieder zurück in die ersten Jahre des "Cookie braucht Papa!"-Phase zurückholen. Was geblieben ist, ist meine Leidenschaft für Kekse aller Art und deshalb besitze ich natürlich auch das "Cookies"*-Backbuch von Cynthia Barcomi, das mich an einen wirklich kurzweiligen Nachmittag bei einem Pressetermin mit ihr inklusive Keksebacken erinnert. Aus diesem Buch stammt mein heutiges #walnutswednesday - Rezept: Walnut Puffs. Im Original wird es mit Pecannüssen (dementsprechend natürlich: Pecan Puffs) gebacken und ist ein Rezept ihrer geliebten Großmutter. Ich jedoch habe hier noch einige Kilo! Walnüsse zu verwenden und deshalb präsentiere ich euch heute diese wenig weihnachtlichen, dafür herrlich mürben Cookies. 

Gebacken werden diese Kekse mit Muscovado Rohrzucker*, ein sehr dunkler, feuchter Zucker, der eher herb, als zuckrig-süß schmeckt. Ich hole ihn bei CITTI und würde wirklich empfehlen, die wenigen Euro dafür auszugeben, weil der Geschmack mich beim Backen wirklich überzeugt hat. Gerade diejenigen, denen die mit Zucker und Guß überfrachteten Plätzchen schon beim Gedanken Zahnschmerzen bereiten, sind hier gut aufgehoben. Es lohnt sich, versprochen! Wer nun aber alle anderen Zutaten im Haus hat und dafür jetzt nicht extra los will, benutzt normalen Haushaltszucker, keine Frage. Also, Musik auf die Ohren und ab in die Küche!

Apropos Musik: Ich habe mir überlegt, euch daran teilhaben zu lassen, welche Musik ich während genau dieser Backsession in der Küche gehört habe. Deshalb am Ende eine kleine Liste mit den derweil abgespielten Songs. Vielleicht macht es euch ja Spaß, dann gibt es sicher irgendwann thematische Playlists :)

Walnut Puffs (Cookies mit Walnüssen)




Zutaten

125 g weiche Butter
3 EL Muscovadozucker 
1 TL Vanilleextrakt
140 g Mehl
Messerspitze Salz
80 g Walnüsse 
(im Original: 75 g Pecannüsse)

Zubereitung

Den Backofen auf 170°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

Die weiche Butter mit Zucker und Vanilleextrakt schaumig schlagen. Der Handmixer tut hier gute Dienste, ich habe im Hintergrund die Küchenmaschine rödeln lassen.

Die Walnüsse (oder Pecannüsse) grob hacken. In einer kleinen Schüssel Mehl und Salz vermischen. Löffelweise das Mehl unterrühren und am Ende die Nüsse dazu geben.

Ein Backblech mit Papier auslegen und mit einem Teelöffel unregelmäßige Kugeln aus dem Teig stechen. Auf das Backblech legen und mit dem Daumen leicht platt drücken. Die Cookies gehen nicht auf und brauchen daher nicht viel Platz zwischen ihnen.

Im Backofen ca. 15 - 20 Minuten backen (bei mir waren es 20 Min.), dann herausholen und mit dem Backpapier auf eine kühlere Unterlage ziehen (Holzbrett, Arbeitsfläche, Kuchengitter).

Komplett auskühlen lassen und erst dann in hübsche Tüten verpacken - oder gleich selbst verputzen!

Die Spotify-Playlist für diese Backsession:

  • RHCP - Under the Bridge
  • I´m from Barcelona - Always spring
  • Walk the moon - Shut up and dance
  • Republica - Ready to go
  • Jupiter Jones - Sonne? Scheint!
  • Bloc Party - Flux
  • The Kooks - She moves in her own way

Guten Appetit! 


* Die Links mit dem Sternchen führen euch direkt zu Amazon. Wenn ihr euch dort im Laufe eures Besuches irgendetwas kauft, erhalte ich dafür eine Provision.

Mittwoch, Dezember 02, 2015

Küchenteufels Backstube: Buttermilch-Blaubeer-Muffins

Beginner´s Baking - ich wurde gefragt, ob ich nicht auch mal ganz simple Rezepte hier posten könnte. Okay, ich dachte eigentlich, dass alles, was man hier findet, relativ schnell nachzukochen /-backen sei, aber ich werde gern noch ein wenig simpler. Mit Blaubeer-Buttermilch-Muffins.

Manchmal müssen es einfach Muffins sein. Zum Beispiel, wenn es darum geht, eine Kleinigkeit mit ins Büro zu nehmen. Der Kerl steht auf Blaubeeren und Buttermilch. Also sind diese beiden Produkte zentraler Bestandteil :) Weil ich einfach nur fix einen Rührteig zusammenmischen wollte, habe ich statt Butter Rapsöl benutzt. Das macht diese Muffins zu einem prima Rezept für Menschen, die keinen (Hand-) Mixer besitzen bzw. greifbar haben. Einfach schnell die trockenen und die flüssigen Zutaten vermischen, tiefgefrorene Blaubeeren unterrühren und backen. Ich wünsche euch viel Spaß!

Buttermilch-Blaubeer-Muffins




Zutaten

320 g Mehl Typ 550
1 P. Backpulver
100 g Zucker
1/4 TL Salz

2 Eier
240 ml Buttermilch
120 ml Öl
1 TL Vanilleextrakt (optional)

300 g Blaubeeren (1 P. TK-Blaubeeren)

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Muffinbackblech mit Papiermanschetten oder Silikonformen auslegen. Eine große und eine kleine Schüssel bereitstellen, außerdem einen großen (Koch-)Löffel.

In die große Schüssel das Mehl, Backpulver, Zucker und Salz geben und alles vermischen. In der kleinen Schüssel die Eier aufschlagen und mit Buttermilch und Öl vermengen. ggf. einen Teelöffel Vanilleextrakt oder eine Tüte Vanillezucker (bitte kein Vanillinzucker!) dazu geben.

Die flüssigen Zutaten in die große Schüssel geben und alles zügig zu einem geschmeidigen Teig verrühren. Wenn der Teig schön cremig ist, fix die tiefgefrorenen Blaubeeren untermischen. Mit zwei großen Löffeln in die Muffinförmchen füllen und im auf einer der mittleren Schienen im vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen (jeder Backofen reagiert anders - deshalb bitte beobachten und ggf. + 5 - 10 Minuten dranhängen).

Die Muffins im Blech auskühlen lassen und nach Wunsch verzieren. Geeignet sind Puderzucker oder Zuckerguss aus Puderzucker und etwas Zitronensaft, außerdem habe ich im Supermarkt "Ritter-Perlen" entdeckt, die farblich ganz hervorragend zu den Blaubeeren passen. "

Den Zuckerguss fest werden lassen und innerhalb der nächsten 48 h verputzen.

Guten Appetit!

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