Sonntag, November 29, 2015

Küchenteufels Grill: Jack-Daniel´s-Sauce à là TGI Friday (Copycat)

Vor einigen Wochen war ich spontan mit einigen Freunden in Kopenhagen unterwegs. Eigentlich versuche ich zumindest einmal im Jahr in Dänemarks Hauptstadt vorbeizuschauen, mich durch die Strassen und Kanäle treiben zu lassen. Aber über Nacht war ich noch nie dort geblieben und es war ein wirklich erholsames, spaßiges und entspanntes Wochenende. Kulinarisch habe ich mir von dort allerdings weder das berühmte dänische Gebäck, noch die legendären Smørrebrød mitgenommen, sondern die Jack-Daniel´s®-Sauce von TGI Friday. Ich habe es ja nicht so mit Whisky, aber diese Sauce, die wir auf Steak, Burgern und zum Dippen für die Fritten auf dem Tisch stehen hatten, musste zu Hause schnell nachgebaut werden. Also ab ins Internet auf der Suche nach Copycat-Rezepten - und ich wurde bei Food52 fündig!

Also erstmal das Rezept "wie beschrieben" nachgekocht. Zwiebel- und Knoblauchpulver habe ich mir im Asialaden geholt, "Rinderbrühwürfel" hatte ich mir (Original-"OXO"!) aus Erinnerung an Studienzeiten aus London mitgebracht. Natürlich muss man nicht unbedingt original Jack Daniel´s Whisky benutzen, nehmt einfach den, den ihr am liebsten mögt (oder der da ist!). Bei mir war noch genau ein 125 ml - Rest des Jack Daniel´s Single Barrel in der Flasche, die konnte dann auch raus aus dem Schnapsschrank. Nachdem mir die erste Version mit 400g braunem Zucker zu süß wurde, habe ich die Zuckermenge um ein Viertel reduziert. So erhielt ich aber irgendwie nicht die richtige Konsistenz. Also habe ich ein wenig gekramt und meinen Lieblingszucker benutzt, den naturbelassenen, unraffinierten Demerarazucker. Davon kann man dann auch die komplette Menge nutzen.

Und geht es frischer? Eigentlich habe ich frische Schalotten, Knoblauchzehen und selbstgemachtes (Gemüse-)Brühpulver immer im Haus. Ob es damit wohl besser / schlechter / anders schmeckt? Versuch Nummer zwei war aufgrund des hohen Anteils von Zucker, Tabasco- und der "Wuuuuster"-Sauce eigentlich nicht viel anders, war nur etwas "stückiger" in der Konsistenz. Durch ein feines Sieb gegeben war der Unterschied kaum feststellbar. Entscheidet selbst, welche Variante euch besser gefällt und dann heißt es: Zutaten vermischen, erhitzen, abkühlen lassen und genießen. Viel Spaß damit!

Jack Daniel´s® Sauce (wie bei TGI Friday)


Zutaten (schlichte Variante)

1 EL Zwiebelpulver 
1 EL Knoblauchpulver 
1 EL Tabascosauce
240 ml Ananassaft
120 ml Whisky
400 g brauner Zucker
2 Rinderbouillonwürfel
4 EL Worchestershiresauce

Zutaten (mit frischen Zutaten)

2 Schalotten, frein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 EL Tabascosauce
240 ml Ananassaft
120 ml Whisky
300 g brauner Zucker
2 TL selbstgemachtes Brühpulver
4 EL Worchestershiresauce

Zubereitung

Vorbereitung bei frischen Zutaten: Die Schalotten und Knoblauchzehen schläen und sehr fein hacken. Außerdem sollte man den Ananassaft durch ein feines Sieb laufen lassen, sonst hat man reichlich Fruchtfleisch in der sonst eigentlich glatten Sauce.

Einen kleinen Topf auf den Herd stellen und alle Zutaten darin zum kochen bringen. Die Hitze herunter drehen und ca. 15 - 20 Minuten auf kleiner Hitze vor sich hin simmern lassen. Nicht zu lang waren - die Sauce wird nach dem auskühlen dickflüssiger! Komplett abkühlen lassen. Wer mit frischen Zutaten arbeitet, hält nun den Zauberstab in den Topf, um Schalotten und Knoblauch noch feiner zu pürieren, oder läßt die Sauce durch ein feinmaschiges Sieb laufen.

Die abgekühlte Sauce in heiß ausgespülte Flaschen abfüllen. Bis zur Verwendung kühl stellen.

Guten Appetit!

Montag, November 16, 2015

Küchenteufel: Lemon-Cheesecake im Glas

Eigentlich war ich ja auf der Suche nach richtig guten Thanksgivingrezepten.
 
Bei USA-kulinarisch entdeckte ich dann aber diese schicken Lemon Cheesecakes im Glas, die ich sofort nachmachen wollte! Im Vorratsschrank waren zwar keine Butter-, aber Karamellkekse, die ebenfalls einen ganz hervorragenden Käsekuchenboden ergeben. Dafür habe ich den Löffel braunen Zuckers aus dem Originalrezept weggelassen. Ein Glas Lemon Curd (das ist eine Creme aus Zitronen, Zucker und Eiern) war auch noch da - also war es entschieden! Fix in den Supermarkt, um Frischkäse, Butter und gesüßte Kondensmilch (z.B. "Milchmädchen" oder in der russischen Variante) zu holen und dann ging es los. Aber Achtung: Die russischen Dosen gibt es als normal gesüßt und zu Karamell erhitzt, da nicht die falschen holen!

Diese kleinen amerikanischen Käsekuchenportionen sind sehr praktisch, wenn man etwas für den nächsten Tag vorbereiten muss. Das Dessert kam bei allen Versuchskaninchen gut an und wird sicherlich schnell wieder auf den Tisch kommen.

Lemon Cheesecake im Glas

 



Zutaten

100 g Kekse + 3-4 Kekse als Deko
(Lotus Karamellkekse, es gehen aber auch Butterkekse)
50 g weiche Butter
optional: 1 EL brauner Zucker

400 g Frischkäse, Doppelfettstufe
2 Eier
150 ml gesüßte Kondensmilch 
(z.B. in der russ. Abteilung oder Milchmädchen)
1 EL Vanillepuddingpulver 
(alternativ: Stärkemehl) 
12 EL Lemon Curd

Zubereitung

Die Kekse im Foodprozessor o.ä. ganz klein herunterhäckseln (alternativ geht natürlich auch der Gefrierbeutel und das Nudelholz) und mit der weichen Butter vermischen. Sechs Gläschen heiß ausspülen und die Keks-Buttermischung fest hineindrücken. Bis zur weiteren Verwendung kühl stellen.

Frischkäse, Eier und Kondensmilch mit dem Mixer zu einer gleichmäßigen Masse vermengen. Das Vanillepuddingpulver untermischen. Wer keins da hat, behilft sich einfach mit einem Esslöffel voller Stärkemehl. Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen lassen.

Die vorbereiteten Gläschen aus dem Kühlschrank holen und das Lemon Curd weich rühren. Je einen Esslöffel davon auf jeden Keksboden geben und leicht verrühren. Dann die Cheesecakemasse auf alle Schälchen verteilen und im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen. Danach aus dem Ofen holen und langsam herunterkühlen lassen. Wenn sie ganz ausgekühlt sind, mit Folie abdecken und für einige Stunden (oder über Nacht) in den Kühlschrank geben.

Das Dessert ca. 20 min vor dem Servieren aus dem Kühlschrank holen und mit je einem Esslöffel Lemon Curd bestreichen. Die restlichen Kekse grob zerkrümeln und zu Dekozwecken über die Schälchen streuen.

Guten Appetit!

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