Dienstag, September 15, 2015

Küchenteufel: Tomaten-Hack-Sauce im Salatblatt (hcg-Kur, Phase 2)

Ich freue mich sehr, wenn mir meine älteren Herren auf der Trainingsfläche erzählen: "SIE sind aber schlank geworden!". Okay, von "schlank" bin ich noch ziemlich weit entfernt, aber schön sind solche Komplimente natürlich trotzdem. Wer nachfragt, dem skizziere ich gern die Eckpunkte der hcg-Kur, die dafür gesorgt hat, dass in knapp 1,5 Jahren nun bereits 15 kg verschwunden sind (auf das sie bitte ewig wegbleiben *lach*) und die Standardfrage ist immer wieder: "Und was isst man dann überhaupt?". Total leckere Sachen, wie ich hoffentlich bereits in meinen letzten Blogposts ausführen könnte. Doch euch verlangt nach mehr, wenn ich die Gespräche und Mails richtig deute, und deshalb möchte ich euch hier ein sehr simples, aber doch effektives Gericht vorstellen, bei dem man die KH-Beilage gar nicht vermisst.

Tomaten-Hack-Wrap im Salatblatt

 




Zutaten für 1 Person

120 g reines Rinderhack, mager
1 Tomate
etwas Tomatenmark
Sojasauce
frische Kräuter 
1/2 Schalotte
(die letzten beiden waren bei mir TK "italienische Kräuter")
Mini-Romanasalat

Zubereitung

Die Schalotten fein hacken und in etwas Mineralwasser und Sojasauce glasig dünsten. Die Tomate wasche, würfeln und von den Kernen befreien. Das Hackfleisch in die Pfanne geben, mit etwas Tomatenmark (ungesüßt) würzen und krümelig braten. Die Tomaten und die Kräuter dazu geben. Wer es etwas flüssiger mag, gibt Wasser hinzu. Einkochen lassen und den Herd abstellen.

Den Salat waschen, die Blätter abzupfen und trocken schütteln. Die Hacksauce in einer Schüssel auf den Tisch stellen, die Salatblätter (abgewogen) in eine andere. Jeweils ein Salatblatt längs mit der Hacksauce füllen, ein wenig zum Wrap rollen und aus der Hand essen.

Guten Appetit!

Sonntag, September 13, 2015

Kiellauf 2015 - Finisher! (jetzt mit Fotos)

Ich muss zugeben: Ich würde lieber 2 Spinningstunden und danach noch eine Runde AquaFitness geben, als ein paar hundert Meter zu laufen. "Ich hasse laufen!" ist meine Standardantwort, wenn es um dieses überall zu absolvierende Workout geht. Aber ich hatte Freunden, die endlich mal Sport treiben wollten, genau dies empfohlen, bevor sie sich aufwändig eine Fechtausrüstung etc. anschafften. Im Zuge dessen hatte man hat mich gleich mit zum 6km-Kurzlauf beim Kiellauf angemeldet und kneifen gilt ja nicht. War ja auch noch laaange hin :) Vor 8 Wochen begann das Training mit vorsichtigen 1-2 Runden um den Schrevenpark - und endete 4 Wochen später. Es war einfach zu viel zu tun, sowohl beruflich als auch privat. Tolle Ausrede, mein Papa, der mir sowieso immer nur wenig sportlichen Ehrgeiz attestiert hat, hätte sich sehr amüsiert, dass er als Ausrede herhalten muss.

An diesem Donnerstagabend, nur 2,5 Tage vor dem Lauf, wurde ich langsam panisch, am Freitag nervte ich Kollegen und Chef und Freitagabend begann ich zu laufen. Zum Park und drumherum. Und wieder drumherum. Und wieder drumherum. Irgendwann waren über 6km in der Runtastic-App angezeigt (siehe links) und ich hatte ein gutes Gefühl, dass ich mein persönliches Ziel - Durchhalten! - schaffen könnte.  Am Freitag nachmittag waren wir bereits ab zum Rathausplatz, Startnummer, Transponder und cau-farbenes Laufshirt (lila) abholen. In der Tüte befanden sich sogar die Sicherheitsnadeln für die Startnummer und die Anleitung, wie der Transponder an den Schnürsenkeln befestigt wird - hier wird sogar an die Kleinigkeiten gedacht. Top!

Am Samstagnachmittag dann die Quittung für den spontanen Lauf vom Freitagabend: Schmerzen im Vorderfuß durch Überbeanspruchung. So ein Sch...! Sehnen gekühlt, Fuß geschont (also bis auf eine Spinningstunde ;)) und mir selbst fest die Daumen gedrückt. Natürlich gingen wir trotzdem am Abend ab zur Nudelparty. Dort wurde lecker gegessen, wir haben einige bekannte Gesichter getroffen und leider keinen Schuhgutschein von Zippel's gewonnen. Das weitere Rahmenprogramm inkl. Konzert auf dem Rathausplatz haben wir ausgelassen, denn der Laufbeginn um 9:15 Uhr ist für mich Nachteule keine gute Zeit.

Sich mit "wir sehen uns dann beim Lauf" zu verabreden, war aufgrund der schieren Masse der Menschen wohl keine kluge Aussage, aber alle Teilnehmer, die ich rechts und links wahrnahm, waren ausnehmend gut gelaunt und dies hielt auch während des kompletten Laufs an. Die Zeitmessung begann mit dem passieren des großen gelben Tors (Bild links), das ging aber eher schleichend ... bevor alle plötzlich lospreschten. Ich wußte ja, dass ich nicht die Schnellste bin, aber als schon zu Beginn nur noch eine kleine Gruppe Menschen hinter mir lief, war ich ein klein wenig deprimiert. Auch die Menschen am Straßenrand, die mir zu jubelten, empfand ich zu diesem Zeitpunkt eher als ironisch-sarkastisch. Doch bereits nach dem ersten km begann ich andere Läufer zu überholen und kam mit einigen Läuferinnen ins Gespräch. "Wir schaffen das!" oder "Ganz entspannt bleiben!" war der Grundtenor. Bereits an der Kiellinie freute ich mich über die Musiker, die uns "an das Tempo angepasst" die Mancini-Melodie vom rosaroten Panther spielten, auf Höhe des Aquariums bot ich anderen Läuferinnen meinen Notfall-Proteinriegel an und freute mich am Camp 24/7 über die dort spielende BigBand.

Inzwischen war Jan wieder in mein Blickfeld geraten (er war zu Beginn gleich mit Alex davon gerannt) und kurz vor meinem persönlichen Angstabschnitt, der Reventlouallee, waren wir sogar auf der selben Höhe. Yeah! Die Allee war fies steil, doch ich hielt mein Tempo, auch wenn ich teilweise im Slalom lief, um einige Schüler zu überholen. Das Bild ist vielleicht ein wenig unscharf, aber hey - ich bin jeden Schritt gelaufen! Oben am Berg freute ich mich zum ersten Mal über die Anfeuerungsrufe und Glückwünsche der Passanten am Straßenrand, und an der ersten Trinkstation musste ich feststellen, dass ich nicht gleichzeitig trinken und laufen kann. :)
An der Ecke Beselerallee / Holtenauer wartete ein Moderator und die Holtenauer selbst wurde zur Jubel- & Feiermeile der Kieler. Es gab Getränkestrände, Musik aus großen Boxen, eine fein sprühende Dusche und immer wieder Menschen, die ganz lieb aufmunternde und anfeuernde Kommentare abgaben. Jan und ich liefen ganz entspannt und konnten tatsächlich während des Laufes Fotos schießen, mit Leuten reden und natürlich twittern. 


Die Mittelstraße hoch war nach der fiesen Steigung in der Reventlouallee auch kein Problem mehr, das Stück am Schrevenpark entlang war quasi Heimspiel und dann kam dieses hübsche Ding links, das besagte: Nur noch 1 km zu laufen! Witzig auch die Menschen am Lessingbad, die uns lautstark anfeuerten: "Nur noch ... ääähhh .... ganz kurz auf jeden Fall!" Runter zum Rathaus sollte es dann nur noch abwärts gehen, doch oh weh - der Schnürsenkel war offen! Doch tatsächlich war es kein Problem für mich, gleich wieder loszulaufen und weiter in meinem Tempo zu bleiben. Der "Zieleinlauf" war dann wirklich super - die Leute am Rand waren ehrlich begeistert und jubelten mit den Cheerleadern um die Wette. Sogar ein "Daaaani!" gab es von einer meiner Spinningmädels :)

Meine Zeit laut Transponder auf der Website des Killaufs: 48:57 min für 6 km. Es gab eine Finisher-Medaille für jeden von uns und Getränke & Obst. Alex, der natürlich erheblich schneller angekommen war, holte uns am Ziel ab und überschüttete uns mit Komplimenten. Danach haben wir noch Malte und einigen anderen Leuten, die beim 10,5km-Laufe dabei waren, zugejubelt. Auf dem Weg zurück nach Hause sahen wir in der Holtenauer Strasse dann die wackeren Menschen, die am Halbmarathon teilnahmen. Ich habe höchsten Respekt vor all diesen Menschen und wir nahmen uns die Zeit, ebenfalls noch 10 - 15 Minuten Beifall zu klatschen und Anfeuerungsrufe hinterherzujagen. So langsam wuchs in mir das Gefühl: Das machen wir wieder! Vielen Dank dem Team vom Kiellauf für die Orga und die Durchführung der Veranstaltung. Danke allen Teilnehmern, die sich gegenseitig aufgemuntert und gestärkt haben, und natürlich vielen vielen Dank allen, die am Strassenrand standen und mit Ratschen, Vuvuzelas, Klatschen oder Rufen dafür gesorgt haben, dass aus diesem Lauf ein echtes Erlebnis wurde.

Donnerstag, September 03, 2015

Küchenteufel: Steinpilzrisotto im Glas (Zutatenmischung zum verschenken)

Die tolle "Post aus meiner Küche"-Aktion ging in eine aktuelle Runde und dieses Mal hieß es: "Sommer im Glas". Natürlich dachte ich sofort an Marmeladen, Pesto, Chutneys und Co., aber was, wenn diese Sachen unterwegs verderben? Oder das Gegenüber davon schon reichlich im Keller stehen hat? Etwas kreatives musste her, und da fiel mein Blick auf die große Packung getrockneter Steinpilze, die ich vor kurzem erworben hatte und die prima für Steinpilzöl und Steinpilzrisotto-übers-ganze-Jahr geeignet sind. Ob man damit etwas machen könnte? Risotto zum mitnehmen, sozusagen? Bei joinmygift entdeckte ich das Rezept für ein Steinpilzrisotto im Glas inkl. Kochanleitung zum download. Aber Achtung: Das sind die Originalangaben.

Ich habe ein wenig daran gedreht, da ich es nicht mag, wenn Pinienkerne direkt in die Flüssigkeit kommen. Also habe ich sie in der Mischung weggelassen, dafür den Steinpilz- und den Tomatenanteil ein wenig erhöht. Nach einem ersten Selbsttest, der positiv ausfiel, habe ich also für meinen Tauschpartner ein hübsches Glas aufgefüllt und verschickt. Solltet ihr dringend nachmachen, ist nämlich ein wirklich tolles Geschenk aus der Küche! Am besten eignet sich ein 400ml-Glas, bekommt man problemlos im Supermarkt, im Haushaltswarenladen und natürlich bei Amazon. Passend dazu habe ich eine neue Kochanleitung geschrieben, die ihr euch hier herunterladen könnt: Kochanleitung für Steinpilzrisotto.

Risotto mit Steinpilzen und getrockneten Tomaten (Mischung im Glas)

 


Zutaten für das Glas

400 g Risottoreis
1 EL Rosmarin, getrocknet & grob gehackt
25 g getrocknete Steinpilze
45 g getrocknete Tomaten, klein geschnitten

Zubereitung

Ein 400ml-Glas heiß ausspülen und gut abtrocknen. Ca. die Hälfte der Reismenge einfüllen und kräftig auf ein Holzbrett klopfen, um sie zu verdichten. Den Rosmarin und die Steinpilze einfüllen. Mit 2-3 EL Reis auffüllen. Die getrockneten Steinpilze in Streifen und dann in Würfel schneiden. In das Glas füllen und mit einem sauberen Löffel gut festdrücken. Den Rest des Glases mit dem restlichen Reis auffüllen und gut verschließen.

Ihr wollt gleich loslegen, das Risotto zu kochen? Na dann - hier ist die Anleitung:

Zutaten für das Risotto

Olivenöl 
3 Schalotten 
1,5l Brühe (Gemüse, Huhn oder Rind), erhitzt 
ggf. Weißwein zum abschmecken 
ca. 100g Parmesan, gerieben 
10g Pinienkerne, grob gehackt 

Zubereitung 

Die Brühe erhitzen und auf kleiner Stufe warm halten. Die Schalotten fein hacken und in einer weiten Pfanne mit etwas Olivenöl glasig anbraten. Die Zutatenmischung hinzugeben und bei mittlerer Hitze fleißig unterrühren. Mit einer großen Suppenkelle 1-2 Löffel voll Brühe in die Pfanne geben und weiter rühren, bis die ganze Flüssigkeit eingesogen wurde. Immer wieder heiße Brühe nachgeben und rühren, bis die Brühe aufgebraucht ist. Auf diese Weise wird der Reis schrittweise gar. Ein Schuss Weißwein gibt weiteren Geschmack. Mit Salz & Pfeffer abschmecken. Am Ende den Parmesan unterrühren und die gehackten Pinienkerne darüber streuen. Auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit einem Glas Weißwein servieren.

Mittwoch, September 02, 2015

Küchenteufel: Kalbsrückensteak mit Kräuterkruste und Kohlrabi-Orangen-Gemüse (hcg-Kur, Phase 2)

Wer sich auf die Stoffwechselkur einlässt (oder 21-Tage-Kur oder hcg-Kur oder wie auch immer ihr sie nennen wollt), kann sich schnell langweilen. Vormittags etwas Obst, Mittags eine Proteinquelle mit Salat und abends eine Proteinquelle mit Gemüse. Da brät man sich abends irgendwann nur noch schnell etwas Putenbrust und dazu ein paar Champignons oder mischt Hüttenkäse mit geraspelten Gurken. Laaaaaangweilig!

Dass es nicht so sein muss, möchte ich mit Rezepten zeigen, die Phase-2-konform sind, aber natürlich für Normalesser ganz schnell umgewandelt werden können. Hier ist es das Kalbsrückensteak mit Kräuterkruste von Johann Lafer. Ich habe die Kräuterkruste einfach entschärft, in dem ich Butter und Brotkrumen weggelassen habe. Außerdem habe ich den Spitzkohl durch Kohlrabi ersetzt.

Kalbsrückensteak mit Kräuterkruste und Kohlrabi-Orangen-Gemüse

 



Zutaten für 2 Personen

2 Kalbsrückensteaks à 150g
je 1 TL Rosmarin, Thymian, Schnittlauch und Petersilie, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1/2 Schalotte, fein gehackt
240 g Kohlrabi, geputzt und in Würfel geschnitten
2 EL plus 100 ml Gemüsefond
Petersilie, fein gehackt
2 EL Orangensaft
1 EL Kräuterfrischkäse, extra fettarm (0,2%)

Zubereitung

Für die Kräuterkruste alle Kräuter, den Knoblauch und die Schalotte fein hacken und in einer kleinen Schüssel vermischen. Die Feuchtigkeit der Zutaten sorgt dafür, dass sich eine schöne Masse bildet. Wer nicht so strikt ist, kann ein wenig geriebenen Parmesan untermischen. Beiseite stellen. Den Backofen auf 120°C vorheizen.

Derweil in einem kleinen Topf die Kohlrabi in 2 EL Gemüsefond andünsten. Nach und nach mehr Fond, sowie den Orangensaft hinzugeben. Die Petersilie hacken und darüber streuen. Die Flüssigkeit einköcheln lassen, am Ende einen Esslöffel mageren Kräuterfrischkäse hnzugeben.

Eine Grillpfanne hoch erhitzen und die Kalbsrückensteaks von beiden Seiten kurz, aber heftig anbraten. Dann schnell mit der Kräuterkruste bestreichen und in den Backofen geben, kurz überbacken lassen.

Die Kalbsrückensteaks mit dem Gemüse anrichten.

Guten Appetit!


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