Donnerstag, Juli 30, 2015

Küchenteufel schnuppert am "taste of turkey": Köfte mit Minzjoghurt auf Pitabrot

Taste of Turkey
Meine Nachkochliste ist so lang, dass ich manchmal einen Reiz von außen brauche, wenn ich mich entscheiden will. So geschehen mit diesen lecker aussehenden Mini turkish kofte pitas von The Wanderlust Kitchen, die auch gerade erst frisch auf der Liste gelandet sind. Warum sie jetzt schon auf dem Blog sind? Erstens natürlich, weil sie unglaublich lecker geworden sind, und zweitens, weil die Damen Melanie und Sibel ein tolles Dauerkochevent namens "taste of turkey" initiiert haben, welches - tatata - als Monatsthema tatsächlich "Köfte" haben. Manchmal passen Dinge einfach gut zusammen :)

Dauerkochevents sind deshalb toll, weil sie monatlich tolle Themen haben, so wie #ichbacksmir von Clara / tastesheriff. Nach Bekanntgabe hat man einige Tage Zeit und an einem bestimmten Datum werden die Postings dann veröffentlicht und gesammelt. So kann man auch prima stöbern und die oben genannte Nachkochliste ins Unendliche verlängern (Ich spreche da aus Erfahrung).

Aber nun zu "taste of turkey" und Melanies Thema "Köfte". Ich habe mir die kleinen Dinger vor allem deshalb ausgesucht, weil ich dringend mal wieder Lammhack verarbeiten wollte und etwas frisches "auf die Hand" benötigte. Für die Veganer habe ich eine Variante mit Bulgur von "aus meinem Kochtopf" hergestellt und zur Joghurt-Minzsauce eine Variante mit Tomaten und Minze gekocht. Das Ganze wird serviert mit frischem Salat auf meinen Pitabroten aus der Pfanne, die schnell und einfach gemacht sind. Damit seid ihr der Hit auf jeder Sommerparty!

Türkische Mini-Köfte auf Pitabrot


Zutaten

für die Salatgarnitur

grüner Salat nach Wahl
2 EL Olivenöl
1 EL Zitronensaft
1 feingehackte Schalotte
1/2 TL fein gehackte Minze
1/2 TL fein gehackte Petersilie

Zubereitung

Den Salat waschen und in mundgerechte Stücke schneiden (je nach Salatart). In einer kleinen Schüssel das Öl, der Zitronensaft, die fein gehackte Schalotte und die Kräuter miteinander vermischen und den Salat damit übergießen. Bis zur weiteren Verwendung beiseite stellen.

Zutaten

für die Joghurt-Minz-Sauce

300 g griechischer Joghurt
1 Bund frische Minze
3 Knoblauchzehen, konfiert
2 EL Olivenöl
1 EL Zitronensaft
1 TL Ajvar
Salz & Pfeffer

für die Tomaten-Minz-Sauce

1/2 Bund frische Minze
3 EL Olivenöl
1 Schalotte, kleingehackt
2 Knoblauchzehen, konfiert
1 TL Paprika edelsüß
1,5 TL Ajvarpaste
500 ml passierte Tomaten
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Für die Joghurt-Minz-Sauce die Minze fein hacken, die Knoblauchzehen zerdrücken (oder frischen Knoblauch fein hacken) und alles mit dem Joghurt, Öl und Zitronensaft vermischen. Mit Ajvar, Salz und Pfeffer abschmecken. Kühl stellen.

Für die Tomaten-Minz-Sauce die Minze fein hacken und beiseite stellen. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und eine fein gehackte Schalotte darin glasig werden lassen. Knoblauch, Paprika und Ajvar dazugeben und die passierten Tomaten angießen. Auf kleiner Hitze ein wenig vor sich hin köcheln lassen, die Minze unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Abkühlen lassen.

Zutaten

für die Fleisch-Köfte:

200g Lammhackfleisch
200g Rinderhack
1 EL fein gehackte Pistazien
1/2 TL Cumin (Kreuzkümmel)
1/2 TL gehackter Rosmarin
1/2 TL fein gehackter Koriander
1 TL Ajvar (gewürzte Paprikapaste)
Salz & Pfeffer

Olivenöl

für die Bulgur-Köfte ersetzt ihr das Fleisch durch:

350 g Bulgur
30 g feiner Hartweizengrieß
und würzt ansonsten wie oben beschrieben


Zubereitung

Für die Fleischvariante alle Zutaten in einer großen Schüssel vermengen und die Gewürze mit den Händen gleichmäßig unterkneten. In 8 bis 9 Teile teilen und in kleine Laibchen formen. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und die Laibchen von allen Seiten 2 -3 Minuten gut anbraten, bis sie medium-rare oder gut duch sind - je nachdem, wie ihr es lieber mögt.

Die Bulgur-Köfte muss ein wenig vorbereitet werden: Den Bulgur in eine Schüssel geben und mit 250 ml kochendem Wasser übergießen. 5-7 Minuten einweichen lassen - oder bis das Wasser aufgesogen ist. Hartweizengrieß und alle weiteren Zutaten dazugeben und genauso mit den Händen oder einem Holzlöffel vermischen / verkneten. Ca. 150 ml Wasser an die Seite stellen und nach und nach dazugießen, bis die Bulgur-Gewürzmasse sich gut in kleine Laibchen formen läßt. Dann ebenfalls Pflanzenöl erhitzen und von allen Seiten 2-3 Minuten anbraten.

Warm oder kalt mit dem angemachten Salat, roten Zwiebelringen und den Saucen auf Pitabroten servieren.

Guten Appetit!

Mittwoch, Juli 29, 2015

Küchenteufel: Wassermelone-BBQ-Sauce

(english version below)

Es ist Wassermelonenzeit, und nachdem ich wochenlang einfach nur mundgerechte Häppchen mit etwas Meersalz gegessen habe, sprang der kreative Geist an und ich machte mich auf die Suche nach weiteren Rezepten mit dieser kalorienarmen, kaliumstarken Frucht. Nachdem ich diese wirklich tollen Wassermelonen-Türmchen (Watermelon Manchego Stack with Pistachio Pesto) gebaut - und verputzt - hatte, lag da noch jede Menge Wassermelonenverschnitt herum. Was nun? Melonensalat? Da wandern so viele tolle Versionen durch so viele andere Blogs (zum Beispiel dieser wunderbare Wassermelonen-Feta-Salat der Küchenchaotin), dass ich da jetzt nicht auch noch meinen Hut in den Ring werfen muss. Vielleicht ein Salatdressing? Hm. Nee. Eine intensive Suche in meinen zahlreichen Nachkochlisten ergab dann eine Spitzenidee (wie ich finde): BBQ-Sauce.

Ja, richtig. Eine Grillsauce auf der Basis von Wassermelone. Wenn man genauer darüber nachdenkt, lebt eine gute Barbecuesauce doch davon, dass sie würzig und süß ist. Süß wie Wassermelonen. Also habe ich mir dieses Rezept von Food52 mal genauer angesehen, mochte aber nicht mal eben eine große Menge fertig gekaufen Tomatenketchup mit all seinen Zusätzen darin versenken. Weil die frischen Exemplare, die an einem Samstagabend um 19 Uhr im Supermarkt liegen, nicht mehr so wirklich vertrauenserweckend aussahen, habe ich zu einer Packung stückiger Tomaten gegriffen, den Honiganteil ein wenig erhöht und mit Salz und Pfeffer etwas abgeschmeckt, was von der fertigen Ketchup-Variante wohl dazu gekommen wäre. Da meine Chiliflakes nach der ersten Umdrehung aus der Mühle leer waren, habe ich nach alternativen Würzungsmöglichkeiten gesucht, und Sriracha-Sauce (die Plastikflaschen mit dem grünen Kopf und dem Huhn drauf) gefunden. Über Ketchup lästern aber fertige Chilisauce benutzen? Ja. Ich denke mal, die Dosis macht das Gift und ein halber TL scharfer Sauce ist in meinen Augen besser als 400 ml zucker- und zusatzstoffhaltiger Ketchup.

Alex, seines Zeichens Sammler von Barbecuesaucen, war zu Beginn nicht sonderlich beeindruckt, im Gegenteil. Die hochgezogene Augenbraue bei der Nachfrage: "Wassermelonen-Barbecuesauce" könnte einen weniger furchtlosen Menschen sicherlich im Schlaf verfolgen. Auch der erste Löffeltest überzeugte ihn nicht "irgendwie süß-scharf". Aaaaber: In Kombination mit den Brokkoli-Parmesan-Bällchen hatte ich ihn! Er hat sogar einen Löffel benutzt, weil beim Dippen der Bällchen eindeutig zu wenig Sauce in seinen Mund transportiert wird. Yeah! Es kommt also wirklich darauf an, wozu man diese fruchtige Barbecuesauce isst.

Nicht lange warten, die Melonenzeit hält nicht ewig: Schnappt euch eure Wassermelonenreste und kocht dieses Sößchen für die nächste Grillparty.

Wassermelonen-BBQ-Sauce



Zutaten

1 mittelgroße Zwiebel
2 EL Öl
2 Knoblauchzehen, konfiert
400 g Wassermelonenfleisch
400 g Tomaten
1 TL Senf
1/2 TL Cumin (Kreuzkümmel)
2-3 Umdrehungen Chiliflakes aus der Mühle
(alternativ: 1/2 TL Srirachasauce)
3 TL Honig
3 TL Worchestershiresauce
2 TL Zitronensaft
Salz & Pfeffer "to taste"

Zubereitung

In einem kleinen Topf das Öl erhitzen (mittlere Hitze). Die Zwiebel fein hacken und gemeinsam mit dem konfierten Knoblauch dünsten. Wer keinen konfierten Knoblauch hat, schneidet einfach zwei Zehen sehr fein.

Wassermelone pürieren und Tomaten in Würfel schneiden. In den Topf geben und mit erhitzen. Soblad erste Bläschen blubbern, die weiteren Gewürze und Zutaten (bis auf Salz & Pfeffer) dazu geben. Aber Achtung: Man kann Cumin (Kreuzkümmel) nicht einfach durch Kümmel ersetzen. Weiß der Himmel, warum der im Deutschen so heißt, das ist wirklich irreführend.

Auf kleinerer Hitze köcheln lassen und immer mal wieder umrühren. Ich hatte die Sauce ca. 2 Stunden auf dem Herd, bis mir die eingekochte Konsistenz gefiel. Erst danach mit Salz und Pfeffer abschmecken, in ausgekochte Gläser abfüllen und kühl lagern. Oder gleich servieren :)

Guten Appetit!

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english version

So what to do with the rest of the watermelon after preparing these really great watermelon manchego stacks with pistachio pesto? A watermelon salad? Boring. But what´s with a watermelon bbq-sauce?
Ich checked my lists of "still to cook"-lists and found this recipe from food52. But should I use pre-made ketchup? With all the sugar and stuff inside? I changed their recipe to fresh tomatos, changed a bit of the spices and now I´m proud to introduce you my own, easy to make watermelon barbecue sauce.


Watermelon Barbecue Sauce



Ingredients

1 middlesize onion
2 tblespoons oil
2 garlic cloves
400 g Watermelon, pureed
400 g Tomatoes, in small pieces

1 teaspoon mustard
1/2 teaspoon cumin
1/2 teaspoon srirachasauce (or chiliflakes)
3 teaspoons honey
3 teaspoons worchestershire sauce
2 teaspoons lemon juice
salt & pepper to taste

Directions

Chop the onion in small dices and the garlic in small slices. Heat up the oil in a medium pan on medium heat. Fry - or better cook the garlic and the onion for some minutes.

Add the pureed watermelon and the tomatoes to the pan an heat it up till it cooks. Lower the heat and add all other ingredients without salt & pepper. Mix all together and cook it on really low heat. Keep it for 1,5 - 2 hours or till you got the thickness you like. Stirr frequently. Now add salt & pepper to taste. Let the sauce cool down and serve it in small bowls or keep it refridgerated till you need it.

Enjoy!

Dienstag, Juli 28, 2015

Küchenteufel vegetarisch: Brokkoli-Parmesan-Bällchen

Eigentlich bin ich nicht so der Hack-Typ. Doch bei IKEA sind sie immer wieder ein großer Spaß: Die schwedischen Fleischbällchen mit Pommes und gaaaanz viel Rahmsauce. Wir hatten auch eine Zeitlang immer welche precooked im TK-Fach, um sie, getränkt in gut gewürzter Tomatensauce, auf Spaghetti zu genießen. Ich mach sie auch selbst, zum Beispiel als Teriyaki Meatballs auf Sobanudeln oder als Sesamlammhackbällchen. Beides sehr sehr lecker! 

Aber ganz ehrlich - ob die Dinger aus Fleisch sind oder nicht, ist mir ganz häufig aufgrund der gut gewürzten Saucen oder Marinaden ziemlich egal (also, abgesehen von den Lammhackbällchen). Sie müssten also für mich nicht unbedingt aus Fleisch sein, um mir den "Spaghetti-mit-Fleischbällchen-Wohlfühl-Moment" zu geben. Als dieser Gedanke in mir aufploppte, machte ich mich flugs auf die Suche nach Alternativen. Einfach nur irgendein Tofuprodukt zu benutzen, liegt mir jedoch nicht, also musste ich wohl selbst ran... Auf meiner Reise durch die Blogs stieß ich auf diese "Broccoli Parmesan Meatballs" von ohmyveggies.com und war direkt neugierig: Mandeln, Brokkoli & Parmesan? Klingt nicht nach "Meatballs", und sie haben glücklicherweise auch nicht den Anspruch, Fleischbällchen im Geschmack zu ersetzen. Brauchen sie auch gar nicht. Ich habe sie schon pur genascht und in oben genannter würziger Tomatensauce ertränkt und kann sagen: Sie eigenen sich für beides aufgrund ihres Eigengeschmacks ganz prima!

Was man für diese kleinen Kerle gut gebrauchen kann, ist eine Mini-Muffinform. Wenn ihr keine habt, müsst ihr die Flinte aber nicht gleich ins Korn werfen - wenn sie ein wenig auseinanderlaufen und nicht gleich kugelrund sind, ist das geschmacklich ja kein Beinbruch. Ziemlich dringend ist eine Möglichkeit, Dinge sehr fein zu hacken. Das "Food Processor"- Zubehör, was bei meinem Pürierstab dabei war, leistet mir dabei immer wieder sehr gute Dienste. Ein gutes Messer tut seinen Dienst aber genauso gut.

Brokkoli-Parmesan-Bällchen

 


Zutaten
                
1 Brokkoli
40 g Parmesan, fein gerieben
70 g Mandeln
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
Salz & Pfeffer
1 Ei, leicht verschlagen
Öl zum einfetten

Zubereitung

Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Wer nur ganze Mandeln bekommen hat, sollte diese fein hacken. Ich benutze gemahlene Mandeln. 
Den Brokkoli in die Röschen unterteilen und im Food Prozessor oder mit einem großen Messer gut hacken. Das Ei in einer kleinen Schüssel mit einer Gabel kräftig aufschlagen.

Mandeln, Brokkoli, Parmesan und Knoblauch in einer Schüssel miteinander vermischen. Salz & Pfeffer dazugeben und mit dem verschlagenen Ei gut vermengen.

Das Mini-Muffinblech mit Olivenöl auspinseln oder einsprühen. Die Brokkolimasse in zwölf Bällchen teilen und mit den Händen ein wenig fester zusammendrücken, damit sie ihre Form halten. Auf die Mulden des Blechs verteilen und ca. 20 Minuten im vorgeheizten Backofen backen, bis sie golden angebräunt sind. Aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen, mit einem Messer o.ä. an den Rändern entlang fahren, um die Kerlchen leichter herauszubekommen. Nach Wunsch weiter verwenden.

Guten Appetit!

Samstag, Juli 25, 2015

Watermelon Manchego Stack with Pistachio Pesto (low carb)

(english version below)

Der Sommer ist ja schon ein paar Tage lang und ich muss feststellen, dass ich mich in diesem Jahr gefühlt in erster Linie von Wassermelonen ernähre. Fertig geviertelt wandern die Melonenstücke in mein Einkaufskörbchen und in mundgerechten Happen stehen sie dann bei der Arbeit oder auf dem Schreibtisch. Ein klein wenig frisch darüber geschrotetes Meersalz sorgt für einen verbesserten Geschmack. Aber Wassermelone immer nur pur - das wird mir langsam langweilig. In meinem Feedreader entdeckte ich bei Food Republic ein Rezept mit meiner aktuellen Lieblingsfrucht, dass ich schon aufgrund des Fotos sofort nachbauen wollte. Erfrischende Wassermelone, schmackhafter spanischer Manchegokäse und ein würziges Pesto, schick aufgestapelt anstatt fein gehackt als Salat. Das wollte ich haben!



Das Rucolapesto habe ich - aufgrund einer echten Abneigung gegen das Kaninchenfutter - durch ein Pistazienpesto ersetzt. Nüsse passen eh total prima zu Wassermelone und auch zu Käse, warum also nicht als Pesto? Bei lecker.de fand ich eine gute Inspiration, die ich mir nur ein klein wenig abgewandelt habe. Dieses hübsch anzusehende und sehr leckere Gericht ist auch noch total gesund: Pistazien besitzen einige wichtige Nährstoffe wie Antioxidantien und pflanzliche Proteine, die Wassermelone bietet neben wenig Kalorien viel Vitamin A und Kalium und im Manchegokäse steckt eine Menge Kalzium.

Ich habe mir diesen "Stapel" als Sandwiches angerichtet, die ich mit Messer und Gabel verspeist habe. Es ist sicherlich möglich, die Zutaten als kleine Häppchen auf Holzspießen anzurichten. Damit sicherlich auch ein tolles Partymitbringsel fürs Buffet. Also, an die Messer, fertig, los! :)

Watermelon Manchego Stack with Pistachio Pesto


Zutaten

für das Pistazienpesto:
1 Biozitrone (evtl. + Zesten)
1 Bund glatte Petersilie
5 Zweige frische Minze
50 g Pistazien
50 g Parmesan, fein gerieben
8 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen (konfiert)
Salz, Pfeffer

außerdem:
Wassermelone
Manchegokäse

Zubereitung

Eine Biozitrone auspressen. Wer mag, spült sie vorher heiß ab und schält feine Zesten von der Schale herunter. 

Die Petersilie und die Minze unter kaltes Wasser halten und danach gut abschütteln. Die Blätter von den Stielen zupfen und in ein hohes Gefäß geben. 1 EL Zitronensaft, Pistazien, Parmesan, Olivenöl und Knoblauch (ggf. die Zesten) dazu geben und mit einem Zauberstab schnell fein pürieren / blitzhacken. Mit Salz & Pfeffer kräftig abschmecken. Wenn ihr keine konfierten Knoblauchzehen habt, einfach zwei Zehen fein hacken. 

Wassermelone und Manchegokäse in dickere Scheiben schneiden und gemeinsam mit dem Pesto anrichten. 


Guten Appetit!

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english version
 
I really really love watermelons.  I think they are my this year´s summer food. Slowly I get enough of only eating them cutted with a pinch of seasalt and as I saw this recipe at Food Republic, I fell in love to the picture. So I decided to did it same: Fresh watermelon, nice cheese and some herbs as a light summer dinner. Only thing - I changed the arugula pesto into a pistachio pesto. I really enjoyed it as a sandwich, but it´s also possible to cut them smaller and fix them with a skewer.
 

Watermelon Manchego Stack with Pistachio Pesto

 




Ingredients

watermelon
manchego cheese

for the pistachio pesto

1 lemon
1 bunch of italian parsley
5 twigs of mint
50 g pistachio
50 g parmesan
8 tbs olive oil
2 garlic cloves
salt & pepper

Directions

Press the lemon and take the zests. Wash the parsley and the mint and dry them, pick up the leaves. Combine the leaves, pistachios, finely grounded parmesan, garlic, olive oil and 1 tablespoon of lemon and mix them in a food processor or an electric masher. Season to taste with salt & pepper.

Cut the cheese and the watermelon into thicker slices. Plate the watermelon, some pesto, the cheese, more pesto and again watermelon. 

Enjoy!


Freitag, Juli 24, 2015

Freitagsfüller #330


Ich will gar nicht mehr darüber sprechen, wie häufig ich die "Freitagsfüller" von Barbara wieder vergessen habe, dass ich selbstverständlich Besserung gelobe ... ich kenne mich selbst und freue mich einfach nur darüber, dass ich endlich mal an einem Freitag daran gedacht habe, mir die aktuellen "Textimpulse" abzuholen (und nicht am Donnerstag und dann wieder am Sonntag) :) Wie immer gilt: Die kursiven Satzteile sind von mir.

1. Eine Modesünde ist für mich ganz klar die Jeggings.

2. Nur Leggins ohne einen Rock bzw. die mitten auf der Wade enden sind noch schlimmer.

3. Ich möchte gerne mal wieder Khaman Dhokla essen.  Ich glaube, die mache ich dieses Wochenende endlich, und ihr bekommt dann endlich das Rezept! :)

4. Sollte es doch sehr warm werden, finde ich den Randalekater Maurice sicher in erster Linie unter meinem Bett.

5. Das Problem ist kein Problem. (Songtextzitat von Büro am Strand, aus dem Kopf niedergeschrieben)

6. Dass die CSU ihren Bayern auf Kosten des Bundes die Herdprämie schenken will, ist für mich der Witz der Woche.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mehr als 100 Ballons, die auf der Einblick/Ausblick-Werkschau der Muthesius aufsteigen sollen, morgen habe ich mich auf das Frock Summer Festival ein geplant und Sonntag möchte ich entweder Bukowskitexte im Theater sehen oder Himbeeren pflücken. Oder beides!

Donnerstag, Juli 16, 2015

Küchenteufels kleine Küchenhelfer: Mehr Zubehör für den Kitchen Aid Gemüseschneider

Ich bin ein Technikfreak. Seit dem Atari2600, C64, selbst reparierten Toastern und Baby G-Shock-Uhren war mir klar: Ich mag solche Dinge. Inzwischen umfasst diese Leidenschaft nicht nur Mobiltelefone und andere Elektronik, sondern auch Küchengeräte. Neben dem Donutmaker, der vor zwei Wochen hier eingezogen ist (die hochgezogene Augenbraue von Alex sagte: "Den wirst Du niemals benutzen") habe ich auch noch einen weiteren Trommelsatz für den Gemüseschneider der Kitchen Aid gekauft. Waren aber auch beides echte Schnäppchen :)

Nun stelle ich mir häufig die Frage: Welche Trommel benutze ich eigentlich für welches Endergebnis? Bereits mit dem ersten Trommelsatz habe ich den Möhrchen-Test absolviert, also jeweils eine Karotte durchlaufen lassen und das Endergebnis in Text und Bild dokumentiert. Siehe hier: "Der Kitchen Aid Gemüseschneider".


Nun habe ich also einen zusätzlichen Trommelsatz und möchte euch natürlich gern vorstellen, was der mit den Möhren angestellt hat. Leider habe ich die "Bild-für-Bild"-Variante schlichtweg vergessen, aber ich denke, ihr könnt auch so sehen, was passiert ist. Tatsächlich musste ich feststellen, dass gerade bei diesem Trommelsatz eine Karotte nicht immer die genau richtige Wahl als Testobjekt war. 

Die Kartoffelraspel zum Beispiel hätte sicherlich ein tolles Ergebnis mit einem Erdapfel hergestellt, aber bei meiner Möhre blieb doch einiger Schwund. Die feine Raspeltrommel hat gut ihren Dienst getan, auch die Julienneraspel bietet ein prima Ergebnis. Aber seht selbst:



Ob ich die wirklich alle verwenden werde? Vorher ist wohl noch der o.g. Donutmaker dran :)


Donnerstag, Juli 09, 2015

Küchenteufel backt: Blaubeer-Mango-Pie

Eine Einladung zu einer Geburtstagsfeier läßt bei mir sofort das Kopfkino anspringen. Nein, nicht anzügliche Bilder von knackigen Kerlen in wenig Kleidung tauchen von meinem inneren Auge auf, sondern meine Nachbackliste. Was mag der zu Beschenkende gern leiden? Was möchte ich dringend nachbacken? Muss ich auf irgendetwas achten? 

Vor einiger Zeit habe ich einen gefrosteten Creamcheese Pie entdeckt, der mit Minze und Alkohol quasi zu einem Mojito verwandelt wurde und der - deshalb habe ich mir diesen Kuchen gemerkt - einen Teig aus gehäckselten Salzbrezeln vorweisen konnte. Salzbrezeln? Ja genau, diese kleinen harten Brezeln, die vermischt mit Butter und Zucker zu einem leckeren Pie-Boden werden.

Nun wollte ich jedoch auf einige Besucher Rücksicht nehmen, die aus den unterschiedlichsten Gründen keinen Alkohol zu sich nehmen wollen und so stromerte ich durch die Obstabteilung, wo mich Heidelbeeren aus der Region anlachten. Zu Hause lagen noch Mangostücke im TK-Fach, dazu ein wenig frische Zitronenzesten - perfekt! Plant bitte einiges an Kühlzeit ein, je länger ihr dem Kuchen Zeit gebt, desto besser schmeckt er. Wenn die Heidelbeeren (oder Blaubeeren) gerade keine Saison haben, nehmt einfach die Früchte, die gerade aktuell sind. TK-Blaubeeren verlieren immer so viel Flüssigkeit. Das kann allerdings auch einen optischen Reiz bieten!

Blaubeer-Mango-Pie

 



Zutaten

200 g Butter
1 Tüte Salzbrezeln
3 EL Zucker

250 g Frischkäse (Doppelfettstufe)
150 g Zucker
1 Limette & 1 Zitrone (Zesten davon)
Saft einer halben Zitrone & einer halben Limette
150 g Mango, gewürfelt
2 Becher Sahne

100 g Heidelbeeren


Zubereitung

Ein Tüte Salzbrezeln klein crushen. Das funktioniert bei mir am besten mit dem Häcksler, der beim Zubehör meines Zauberstabs dabei war. Ein Food Processor ist natürlich super, eine Gefriertüte und ein Nudelholz tun es natürlich auch, dann dauert es allerdings etwas länger.

Butter in einem kleinen Topf schmelzen, 3 EL Zucker und die gehäckselten Salzbrezeln unterrühren. Leicht abkühlen lassen. Eine Pieform mit Backpapier auskleiden (zum Beispiel so) und die Brezel-Buttermasse darin verteilen. Einen Rand bauen und alles gut festdrücken. Ca. 30 Minuten kühl stellen. Wer Platz hat, nimmt den Froster, es geht aber auch der Kühlschrank (dauert dann aber doppelt so lang).

Die Heidelbeeren waschen und gut abtropfen lassen. Die Limette und die Zitrone heiß abwaschen und mit einer Reibe die Zesten abreißen (nur das gelbe, bzw. grüne nehmen). Je eine halbe Zitrone und eine halbe Limette auspressen.

Den Frischkäse mit 150 g Zucker verrühren, bis er cremig geworden ist. Die Zitruszesten, den frisch gepressten Saft und die Mangostücke unterrühren. In einer weiteren Schüssel die beiden Sahnebecher sehr steif schlagen. Unter die Frischkäsemasse heben.

Die Pieform herausholen und die Crème hineinfüllen. Mit den Heidelbeeren garnieren und bis zur Verwendung mindestens 1-2 Stunden, am besten 5 Stunden kalt stellen.

Abwandlungen
Wer sich für die alkoholische Variante interessiert: Hier werden statt des Obstes 3 Limetten (Zesten & Saft), 2 EL weißer Rum sowie 3 EL frisch gehackte Minze genutzt. Außerdem einige Minzblätter zur Garnierung. Dieser Kuchen sollte auf jeden Fall gefroren werden und dann nur leicht angetaut auf den Tisch. Vielleicht reiche ich diese Variante irgendwann einmal als Bild nach :)

Guten Appetit!

Mittwoch, Juli 08, 2015

Küchenteufel grillt: White Barbecue Sauce (vegan)

Das gute Wetter hat dafür gesorgt, dass wir endlich wieder mit dem Grill in den Park konnten. Sogar am Strand haben wir den Grill angeworfen und Fleisch, Gemüse und Schoko-Bananen über dem Feuer erhitzt. Doch was wäre ein gemütliches Grillen ohne Saucen?

Da ich Barbecuesaucen nur bedingt und scharfe Saucen gar nicht leiden mag, weiche ich meist auf simple Kräuterbutter zur Hühnerbrust aus. Bis ich auf diese weiße Barbecuesauce gestoßen bin. 

Weiße Barbecuesauce? Ja, stimmt genau. Im Original stammt diese Sauce aus Alabama, wo sie quasi zu allem gegessen wird - auf gegrilltem Huhn, als Dressing im Salat oder als Dip zu Brezeln. Mehr Infos dazu hier. In Alabama hat natürlich jeder Haushalt, der etwas auf sich hält, ein eigenes Rezept, aber die Basis ist nahezu identisch: Selbstgemachte Mayonnaise, Gewürze, Worchestershiresauce und Apple Cider Vinegar sind fast überall enthalten. "Apple Cider Vinegar"? Der ist leider nicht mit unserem normalen Apfelessig identisch, wie ich nach einem ersten, total mißlungenen Versuch feststellen musste :) In einem Grillforum entdeckte ich den Tipp, den Apfelessig 1:1 mit Apfelsaft zu mischen und das hat prima geklappt. Das Originalrezept spricht von Knoblauchpulver und Zwiebelpulver (je einem halben TL). Das dürft ihr natürlich gern nutzen, ich habe mangels Pulver eine halbe Schalotte und eine Knoblauchzehe sehr fein gehackt und in einem TL Rapsöl geröstet. Für mich ein klarer Geschmacksvorteil. Diese Sauce werde ich sicherlich häufiger benutzen!

Der Clou ist natürlich die selbstgemachte Basis. Wenn es schnell gehen soll, könnt ihr auch gekaufte Mayo benutzen, aber Besitzern eines "Zauberstabs" sei gesagt: Die Zutaten zu verrühren dauert nicht viel länger als ein Glas Mayo aus der hinteren Ecke des Vorratsschrankes zu holen und den festsitzenden Deckel zu lösen :) Eigelb, Öl, Gewürze, Salz - so schnell geht es. Ich habe hier eine vegane Variante genutzt, für die ich ein Rezept bei Vegan City entdeckt habe.

White Barbecue Sauce


Zutaten

für die vegane Mayo

100 ml Rapsöl
100 ml Sojamilch
1/2 TL Kräutersalz
1/4 TL Salz
etc. Currypulver (für die Farbe)
1/4 TL Senf
1 TL Zitronensaft
1 TL Johannisbrotkernmehl

für die Sauce

1/2 Schalotte, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, feingehackt
1 TL Öl (zum anbraten)
alternativ: je 1/2 TL Zwiebel- & Knoblauchpulver)
230 ml Mayo (gekauft oder selbstgemacht)
80 ml Apfelsaft
80 ml Apfelessig
1 TL Worchestershiresauce
1/2 TL Salz
1/2 TL bunter Pfeffer aus der Mühle 
alternativ: schwarzer Pfeffer
1 Schuss Tabasco oder "Hot Sauce"


Zubereitung

Für die vegane Mayo alle Zutaten in der genannten Reihenfolge zusammenmischen und mit dem Zauberstab oder einem Schneebesen kräftig schlagen.

Für die Sauce eine halbe Schalotte und eine Knoblauchzehe fein hacken und ein 1 TL Öl rösten. Abkühlen lassen.

Die Mayo in eine kleine Schüssel füllen und mit allen genannten Zutaten und dem Schalotten-Knoblauchmix verrühren. Sofort servieren oder bis zu drei Tage im Kühlschrank lagern.

Guten Appetit!

Montag, Juli 06, 2015

Küchenteufel fermentiert: Ingwerbier / Ginger Ale

Ich muss euch etwas gestehen: Ich mag Ingwer nicht sonderlich.

Waas?! Ein indisches Mädchen, dass keinen Ingwer mag? Undenkbar, könnte man meinen. Aber ich kenne zahlreiche Menschen, die in Lübeck leben und kein Marzipan mögen. Selbstverständlichkeiten sind eben nicht immer selbstverständlich. 

Und doch muss ich zugeben, dass vielen Gerichten etwas fehlen würde, wenn kein Ingwer enthalten wäre. Im Gegenteil löst der Duft von Ingwerpaste aus der indischen Tüte oder frisch aufgeschnittenen Ingwerscheiben positive Kindheitserinnerungen in mir aus. Aber eine Kanne frisch aufgebrühten Ingwertee? Nee, lass mal. Und damit könnte das Thema "Ingwer als Getränk" abgehakt und dieser Blogpost extram redundant sein (abgesehen von meinem eigenen Mitteilungsdrang). Ist es aber nicht, denn ich trinke dann und wann gern "Moscow Mule", und wie immer interessiert mich, was drin steckt und ob ich es vielleicht selbst nachbauen kann. Dieses Getränk, was gern in schicken Kupferbechern serviert wird, ist ein Highball-Longdrink, d.h. mit viel nichtalkoholischem Getränk aufgefüllt, auf Basis von Ingwerbier. Merkt ihr was? Genau, ich wollte Ingwerbier einfach mal selbst herstellen und bin deshalb extra für euch - und ein klein wenig auch für mich - über meinen "ich mag keinen Ingwer"-Schatten gesprungen.

Das Rezept habe ich von Tory Avey und es hat wirklich viel Spaß gemacht, dem Getränk beim fermentieren und wachsen zuzuschauen. Vielleicht sollte ich häufiger mal mit lebenden Organismen experimentieren. Wichtig ist, dass ihr für die Herstellung keine geschlossene Glasflasche benutzt - die Hefe fliegt euch sonst irgendwann um die Ohren. Natürlich kann man "Ginger Beer" oder "Ginger Ale" auch ohne Moscow-Mule-Zutaten als erfrischendes und alkoholfreies Sommergetränk auf Eis genießen.

Ginger Ale selbst gemacht (Ingwerbier)




Zutaten

für den Ingwersirup

200g weißer Zucker
120 ml Wasser
2 EL frisch geriebener Ingwer

für das Ingwerbier

1/8 EL (2,5g) Trockenhefe
o.g. Ingwersirup
3 EL frischer Zitronensaft
1,5l Wasser

Zubereitung

Den Ingwer von außen schälen und über eine feine Reibe ziehen, bis ihr ca. 2 EL voller Ingwerzesten zusammen habt. Ingwer, Wasser und Zucker in einem kleinne Topf zum kochen bringen, auf mittlerer Hitze weiterrühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Dann auf die kleinste Hitze stellen und ca. 10 Minuten weiterköcheln. Vom Herd nehmen und eine Stunde ziehen lassen. Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb gießen, um den Ingwerabrieb abzuseihen. Die Briten nennen diesen Ingwersirup übrigens "Gingerette" :)

Jetzt gibt es einen "Shortcut" zu einem simplen Ginger Ale, ganz ohne Fermentation. Dafür einfach drei bis vier Esslöffel des Sirups auf ein Glas mit Eiswürfeln geben und mit Mineralwasser auffüllen. Fertig!

Für den richtigen "Ginger Beer"-Geschmack und einen perfekten Moscow Mule wird es nun interessant: Eine große Plastikflasche (2l) mit Trockenhefe, Ingwersirup, Zitronensaft und Wasser auffüllen. Den Deckel fest zudrehen und kräftig schütteln, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Dann für einige Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen - aber nicht im direkten Sonnenlicht!

Nach zwei bis drei Tagen sollte das Ingwerbier fertig sein - man sieht es, wenn sich Kohlensäure gebildet hat. Dann in andere Flaschen abfüllen und kühl stellen, damit der Fermentierungsprozess verlangsamt wird. Ganz aufhalten lässt er sich nicht, deshalb sollte man dieses Getränk innerhalb von 1-2 Wochen verbrauchen und - ganz wichtig - täglich einmal die Flasche(n) öffnen, um etwas Kohlensäure entweichen zu lassen.

Mittwoch, Juli 01, 2015

Küchenmumien-Challenge: Balsamico-Linsen-Gurken-Happen (vegan)

Am Wochenende war ich zu einem Grill-Geburtstag eingeladen. Ich wußte, dass einige Gäste vegetarisch bzw. vegan leben oder auf laktosehaltige Produkte verzichten müssen. Also stand ich vor dem Küchenschrank und schaute, was im Rahmen einer "Küchenmumien-Challenge" für diesen Zweck eingesetzt werden könnte. Gefunden habe ich eine angebrochene Tüte "Le-Puy-Linsen", im Kühlschrank lagen zwei Karotten und ein halbes Stück Sellerie. In meinem Kopf formte sich die Idee eines erfrischenden Linsensalates.

Ein wenig Zwiebel, Balsamicoessig, etwas Brühe, den Rest Petersilie aus dem Töpfchen auf der Fensterbank und fertig war ein leckerer Linsensalat! Aber ausgesehen hat er wie Vogelfutter. Wie kann man sich damit bei einem Buffet, auf dem sicherlich viele schmackhafte Dinge stehen würden, ein wenig abheben? Pinterest sei Dank! Da hatte ich nämlich erst vor kurzem gesehen, dass jemand dick geschnittene Gurkenscheiben ausgehöhlt und mit irgendetwas gefüllt hatte. Weltidee! :) Glücklicherweise lagen im Kühlschrank auch noch zwei Gurken, die eigentlich am kommenden Tag zu einem Gurkensalat verarbeitet werden sollten. 

Ein kleines abgerundetes Gemüsemesser hat mir Grobmotoriker geholfen, und so habe ich erst einen Kreis, dann kleine Tortenstücke hineingeschnitten und die Gurke innen ausgehöhlt. Wenn die Ränder nicht ganz rund bzw. gleichmäßig sind, macht das nichts, denn sie werden ja eh mit Linsensalat gefüllt. Aussehen tun sie dann wie kleine Canapés, oder wie man neudeutsch jetzt sagt: "Fingerfood".

Gurkentaler mit Balsamico-Linsensalat




Zutaten


150 g grüne Linsen (Le puy)
1 Lorbeerblatt
1 Karotte, sehr fein gerieben
1/2 - 1/4 Stück Sellerie, sehr fein gerieben
1 Schalotte, sehr fein gewürfelt
etw. Olivenöl
Salz & Pfeffer
100 ml Gemüsebrühe
3 EL Balsamico-Essig
ca. 1 TL feingehackte Petersilie

Zubereitung

Die Linsen abspülen und gemeinsam mit dem Lorbeerblatt in einem kleinen Topf ca. 15-20 Minuten kochen. Über ein Sieb abgießen, das Lorbeerblatt entfernen und bis zur weiteren Verwendung abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Möhre, die Schalotte und den Sellerie wirklich fein raspeln bzw. hacken. In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und zunächst die Schalotten leicht glasig werden lassen. Dann den Sellerie und die Karotten dazu. Bei mittlerer Hitze ca. 3-4 Minuten andünsten, dann die Linsen dazugeben. Nach weiteren 2-3 Minuten mit ca. 100 ml Gemüsebrühe ablöschen und mit Salz und Pfeffer abschmecken (Achtung, die Brühe kann evtl. schon genug Salz dazugegeben haben!). Wenn alle Flüssigkeit gut verkocht ist, die Pfanne vom Feuer nehmen, Balsamico-Essig und ca. 1 Teelöffel feingehackte Petersilie unterheben - Vorsicht: die Linsen zerfallen beim starken unterrühren! - und auskühlen lassen.

Zwei Gurken schälen und die Enden abschneiden. In ca. 1 - 1,5 cm dicke Stücke schneiden. Mit einem kleinen gekrümmten Messer einen Kreis hineinschneiden, dabei einen Rand lassen. Ca. bsi zur Hälfte der Gurke tief schneiden. Dann "Tortenstücke" hineinschneiden und mit dem Messer vorsichtig das Innere aushöhlen. Auf einer Platte ablegen und mit den weiteren Gurkenscheiben ebenso verfahren. Mit der Salz- & der Pfeffermühle jeweils einmal aus mittlerer Höhe über die Gurkenscheiben gehen, damit eine Art "Grundwürze" auch an den Gurken dran ist. Danach mit zwei Teelöffeln die abgekühlte Linsen-Gemüsemischung in die Gurkentaler hineinfüllen, dabei charmante "Häufchen" bilden, die über den evtl. etwas unregelmäßigen Rand fallen. Mit Klarsichtfolie bedecken und bis zur Verwendung kühl stellen.

Guten Appetit!


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