Freitag, April 11, 2014

Die Metro Kochherausforderung Frühling 2014 - ich bin dabei!

Ich wurde neugierig, als unter Kochbloggern über die "Metro Kochherausforderung" gesprochen wurde. Metro. Das war dieser riiiieeesige Supermarkt für Gewerbetreibende, für den meine Tante früher in Düsseldorf im Büro gearbeitet hat. Für den meine Eltern eine Karte hatten, denn ohne durfte man gar nicht rein, und auch mit Karte nur höchstens zu zweit. Kinder schon mal gar nicht. Also musste ich im Auto sitzen. Und wurde später belohnt mit silbernen Tüten mit leckeren Getränkekonzentraten und richtig großen Eiscremebehältern - von denen ich nicht viel abbekommen habe, aber die später jede Menge Spielsachen-Schätze beherbergten.

Inzwischen wohnen wir etwas weiter von Metro-Filialen entfernt, doch die Idee einer "Kochherausforderung" klang einfach zuu verführerisch. Man erhält einen Warenkorb und muss alle Zutaten verbrauchen, egal in wievielen Gängen. Im Gegensatz zu einer TV-Show aus den 90ern darf man aber auch andere Zutaten obenauf benutzen. Das klang nach nem Plan und ich bewarb mich mit Hinweis darauf, dass ein Gastro-Markt in einem Kieler Gewerbegebiet ebenfalls zum Metro-Konzern gehöre - vielleicht nahmen die ja ebenfalls teil? Eine nette Rückmail aus Düsseldorf hatte einen negativen Bescheid, da zu viele Produkte dort nicht verfügbar wären. Als ich anbot, bei einem Termin in Hamburg direkt die Gelegenheit zu nutzen, bei einer Metro-Filiale vorbeizufahren, war der Deal gemacht und ich war schon seeeehr gespannt. Was würde mich erwarten?

Glücklicherweise habe ich weitere "Kochfreaks" in meinem Umfeld, und so konnte ich Jan davon überzeugen, mit mir gemeinsam diese Kochherausforderung anzugehen. Obwohl, gemeinsam? Das wäre ja langweilig. Also lieber gegeneinander! Dazu jeweils den anderen als Gast und dazu noch zwei "unbeteiligte" Esser. Die Metro fand´s ne gute Idee und so hieß es also: "LASSET DIE SPIELE BEGINNEN!" :)

Die Metro Kochherausforderung Frühling 2014


Genug gequatscht, ihr wollt sicherlich wissen, welche Zutaten mir am letzten Samstag überreicht wurden. Enthalten waren:

  • zwei Bio-Forellen
  • zwei große Artischocken
  • spanischer Schinken
  • zwei Tafeln Lindt Schokolade salted caramel
  • Bio-Earl Grey-Tee
  • eine Dose Wachtelbohnen
  • eine Flasche Riesling
  • Nudeln
  • italienische Cracker mit Kräutern ("Tortas de Aceite" mit Rosmarin und Thymian)
Sofort begann es in meinem Kopf zu rotieren. Rieslingsauce zum Fisch? Earl Grey als Gelee? Die Schokolade als Brownie? Wachtelbohnen als Püree, gefüllt in die Nudeln? Forellen im Ganzen aus dem Backofen, gefüllt mit leckerem Pesto? Oder doch lieber als Forellen-Mousse auf den Crackern? Als Dessert dreierlei vom Riesling - Gelee/Sorbet/Sabayon? Die Artischocke ggf. mal im Ganzen kochen, so dass man lecker die Blätter herunter zieht und dippt?

Irgendwann war mein Menü inkl. Amuse und Zwischengängen auf 8+ Gänge angewachsen und die Grundzutaten aus dem Warenkörbchen nur noch unter ferner liefen zu finden. Also das ganze Kommando zurück und neu gegrübelt: Was kann ich zubereiten, was nicht total naheliegend ist und bei dem mit Blick auf meinen Vorrats-/Kühlschrank auch nur möglichst wenig dazugekauft werden muss?

Auch hier liefen die Drähte im Kochbereich meines Gehirns heiß, und jetzt denke ich, dass ich eine in sich stimmige Menüfolge hinbekommen habe.

Viel Spaß beim Lesen und evtl. ja sogar beim nachkochen!

Amuse: Artischocken-Tapenade auf italienischem Brot + klassisches Bruschetta


Die Artischocken vom Fuß und den Außenblättern befreien und die Herzen freilegen. Achteln. Zwei Knoblauchzehen kleinschneiden oder pressen (ich benutze dafür diese tollen konfierten Knoblauch) und mit ca. 100 g grünen Oliven (entsteint), 100 ml Olivenöl und einem Teelöffel Kapern in ein hohes Gefäß geben. Zur Würze dienen zunächst ein Schuß frischer Zitronensaft, etwas mehr als eine Löffelspitze Cayennepfeffer und ein bis zwei Prisen Salz. Mit dem Zauberstab oder einem Food Processor, ich würde morden für den schicken von Kitchen Aid! soweit zerkleinern, dass die Tapenade wie ein Mousse, aber trotzdem noch ein wenig stückig bleibt. Zitrone, Cayennepfeffer (oder kleingeschnittene Chilis) und Salz bereithalten, um die Masse abzuschmecken.  Durch ein Sieb passieren, um die faserigen Reste der Artischocken zurückzubehalten. Auf den italienischen Crackern servieren (die waren sehr groß, deshalb habe ich einige vorsichtig geviertelt, außerdem noch andere Cracker dazugenommen).
Für die Nicht-Artischocken-/Oliven-/Kapern-Esser habe ich ein paar Tomaten gewürfelt, mit Zwiebeln, Kräutern und Öl zu einer Bruschetta-Masse verarbeitet und ebenfalls auf das italienische Brot gegeben. So hatte ich auch gleich noch einen farblichen Kontrast (siehe Bild). Dazu gab es einen Prosecco mit Weinbergpfirsich-Likör.

Vorspeise: Cazuela mit Borlotti Beans, Tiger Prawns, Chorizo, Nudeln und roten Zwiebeln


Die Wachtelbohnen (schicker: Borlotti Beans) aus der Dose holen und gut abspülen. Eine rote Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden, zwei Knoblauchzehen und eine Chili fein hacken.

Cazuela mit Borlotti Beans
Eine weite Pfanne erhitzen und Olivenöl hineingeben. Zwiebeln, Knoblauch und Chili hineingeben und anbraten, bis die Zwiebeln etwas Farbe bekommen haben. Dann den Inhalt einer Dose geschälter Tomaten, 300 ml Brühe, zwei Esslöffel Essig - ich hatte gerade Cranberry-Essig da, der prima passte, sonst Rotweinessig - und einen Teelöffel Zucker dazugeben und aufkochen lassen. Für den Farbklecks habe ich auch noch 4 EL TK-Erbsen zugefügt. Die Hitze zurücknehmen, die Bohnen zufügen und mit je ca. einem TL frisch gehacktem Thymian, Basilikum und Oregano würzen. Die Nudeln zugeben und 10 Minuten köcheln lassen, bis die Bohnen schön weich sind und die Tomatensauce angedickt. Die Hitze wegnehmen und mit etwas Zitronensaft und wenn möglich den Zesten einer (Bio-)Zitrone verfeinern

Den Ofen auf 200°C vorheizen und vier Auflaufformen bereitstellen. Die Bohnen-Tomaten-Sauce auf die Auflaufformen aufteilen und kleingeschnittene Chorizowurst sowie Babytomaten (ca. 4 pro Schale) untermischen. Eine weitere rote Zwiebel schälen und achteln, ebenfalls auf den kleinen Aufläufen verteilen. ca. 20 Minuten backen.

Derweil 12 Garnelen von der Schale befreien und entdarmen - Gosch verkauft sie glücklicherweise bereits entdarmt. Vier der italienischen Brote (alternativ: zwei Scheiben Ciabatta) zerkleinern. Shrimps, Brotstücke und etwas Sesam auf den Cazuelas verteilen und erneut ca. 10-12 Minuten backen.

Mit frisch gehackten Kräutern (Thymian und Oregano) bestreuen, evtl. mit Thymianzweigen garnieren und servieren. Funktioniert natürlich auch in einer großen Auflaufform, zum Beispiel als Hauptgang für zwei Personen. Getrunken wurde Weißwein.

Hauptgang: Mit Iberico-Schinken umwickelte Forellenfilets mit Pesto, Belugalinsen und Rote-Bete-Chips


Die beiden Forellen waren wirklich eine Herausforderung - ich habe tatsächlich noch nie einen Fisch verarbeitet. Auch wenn sie aufgeschnitten und ausgenommen waren, gab es da immer noch reichlich Kopf, Flosse, Haut und Gräten. *waahh* Also ran ans Internet und ein Video geguckt, dass mir erklärt, was ich tun soll. Danach war eigentlich alles ganz einfach.

Vier Forellenfilets mit Salz & Pfeffer würzen. Auf jeder Seite eine dünne Schicht Pesto nach Wahl auftragen - ich hatte gerade in der Woche zuvor Basilikumpesto gemacht -  und in jeweils zwei Scheiben Schinken wickeln. Ofen auf 200°C vorheizen.

In einer schweren Pfanne (die auch in den Ofen darf) Öl erhitzen, die Filets mit der Hautseite nach unten anbraten, bis der Schinken Farbe angenommen hat (ca. 2 Minuten). Dann die Filets umdrehen und die komplette Pfanne für ca. 8 Minuten in den Ofen stellen. Herausnehmen, ein wenig Zitronensaft darübergeben und mit Belugalinsen und Rote-Bete-Chips servieren. Ich habe noch ca. 100 ml Sahne und einen guten Schuß Riesling in die Pfanne gegeben. Die daraus entstandene Sauce an den Fisch geben.

Mit Iberico-Schinken umwickelte Forellenfilets mit Pesto,
Belugalinsen und Rote-Bete-Chips
Die Linsen und die Chips werden bereits im Vorwege vorbereitet. Für die Belugalinsen eine Schalotte fein würfeln und in etwas Butterschmalz leicht anrösten. 200 Gramm Linsen dazugeben und weiterbraten. Einen Schuß Balsamicoessig (oder Reduktion) dazugeben und mit soviel Brühe auffüllen, dass die Linsen bedeckt sind. Einen Thymianzweig und ein Lorbeerblatt dazugeben und ca. 30 Minuten köcheln lassen. Mit Salz&Pfeffer würzen. Wer mag, kann die Linsen danach mit etwas Butter abbinden.

Das Rezept für die Rote-Bete-Chips habe ich von flowersonmyplate - gibt es aber so ähnlich bereits quer durchs ganze Netz. Backofen auf ca. 170°C vorheizen und Handschuhe anziehen. Die Bete schälen und mit dem Gemüsehobel in feine Scheiben schneiden. In einer Schale mit Olivenöl vermengen, so dass alle Scheiben etwas davon abbekommen und auf einem Backblech (mit Backpapier) verteilen. In meinem Backofen sind sie in ca. 30 Minuten fertig, manche Öfen schaffen es in 25, andere erst in 40 Minuten. Sie sollen außen bereits etwas trocken sein und sich wellen - so richtig knusprig sind sie allerdings erst, wenn sie nach ca. 1 Stunde ausgekühlt sind. Mit gutem Meersalz bestreuen und servieren. Zu diesem Gericht gab es Riesling.

Dessert: Birnen-Ingwer-Riesling-Sorbet mit karamellisierten Kumquats, Salted-Caramel-Chocolate-Crêpes und Earl Grey-Shortbread


Drei ganze Birnen schälen, entkernen und kleinschneiden. Gemeinsam mit 350 ml Riesling und zwei Teelöffeln kleingeschnittenem Ingwer in einem kleinen Topf auf kleiner Stufe langsam erhitzen und ca. 20 Minuten köcheln lassen. 200 g Zucker dazugeben und ca. 30 Sekunden mit dem Stabmixer pürieren. 2 TL Zitronensaft und 1/2 bis 1 TL Salz zufügen und in eine Gefrierform geben. Vier Stunden frieren lassen, danach alle 30 Minuten umrühren (mit Schneebesen oder dem Stabmixer), bis das Sorbet serviert werden soll.

8-10 Kumquats heiß abwaschen, abtrocknen und in schmale Scheiben schneiden. So kann man auch gleich sehr einfach die Kerne entfernen. 2 EL Rohrohrzucker in einer kleinen Pfanne schmelzen lassen und mit ca. 150 ml Orangensaft ablöschen. Die Hitze herunterdrehen, die Kumquat-Scheiben dazugeben und unter stetigem Rühren karamelisieren lassen. Auf einen Teller geben und auskühlen lassen.

Für das Earl Grey-Shortbread (nach Martha Stewart) werden 120 g Mehl, 2 TL Reismehl, 1/4 TL Salz und 1,5 TL trockener Earl Grey-Tee (ca. 2 Teebeutel voll) in einer kleinen Schüssel vermischt.
Mit dem Mixer 115 g weiche Butter mit 40 g Puderzucker und einem Teelöffel Orangenzesten ca. 3 Minuten vermischen. Auf kleiner Stufe den Inhalt der kleinen Schüssel dazu mischen, bis es sich leicht verbunden hat. Aus dem Teig eine Rolle formen und in Folie eingewickelt ca. 30 Minuten im Kühlschrank lagern. Den Backofen auf 170° vorheizen und zentimeterdicke Scheiben abschneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und ca. 12 - 14 Minuten backen - die Ränder sollen leicht Farbe bekommen.

Für die Crepes einen dünnflüssigen Teig aus zwei Eiern, Milch, Mehl, etwas Salz und einem Schuß Mineralwasser erstellen. Ich habe eine indische "Dosa-Pfanne", die nicht böse ist, wenn ich sie für hauchdünne Crepes verwende. Das Crepe wenden, mit drei Stückchen der mit Salzkaramell gefüllten Lindt-Schokolade mittig belegen und von allen Seiten zuklappen.

Alles auf einem Teller anrichten - ich habe dazu einen Sylter Whiskeylikör mit einer feinen Vanillenote gereicht.

Das war also meine Umsetzung der Metro Kochherausforderung im Frühling 2014. Ich würde mich freuen, wenn die eine oder andere Idee für euch dabei war und freue mich über Kommentare!

Freitag, April 04, 2014

Küchenteufel regional: "Himmel und Erde" - Omelette mit Bacon

Ich bin immer wieder entzückt, wie lange sich der Trend der saisonalen und regionalen Küche schon hält. Es gibt immer wieder neue Dinge zu entdecken - oder eine Wiederentdeckung zu feiern. Vor kurzem wurde mir in meiner Wahlheimat Schleswig-Holstein der "Mehlbüddel" näher gebracht. Eine Art Hefekloß, der sowohl mit Früchten, als auch mit Speckstreifen serviert wurde. Ich war sehr angetan und fühlte mich an ein Gericht aus meiner Heimat erinnert. Im Rheinland kocht man nämlich auch gern regional, wie zum Beispiel in den Brauhäusern, wo meine (indische) Mama gern Gerichte wie "Himmel un Ääd" gegessen hat - ein Gericht, bei dem sich gewürfelte Kartoffeln mit Äpfeln und herzhaftem Fleisch treffen.

Da ich sowieso gerade einiges an Äpfel zu verarbeiten habe, guckte ich mich nach den klassischen Rezepten um. Aber ehrlich - Blutwurst ist nicht so meins. Also hab ich noch weiter geschaut und bei Eat Smarter eine schmackhafte Alternative gefunden. Ein wenig auf unsere Bedürfnisse umgebaut und - tatata - eine tolle Vorspeise für zwei Personen war entstanden!

"Himmel & Erde" - als Omelette mit Baconstreifen


Zutaten

2 Kartoffeln (nach dem Entfernen der Schale ca. 280 g)
1 Apfel (geschält, entkernt und fein gewürfelt ca. 170 g)
2 EL Öl
1 Schalotte

3 Eier
Wasser
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
3 Scheiben Bacon

Zubereitung

Eine Pfanne erhitzen und die Speckstreifen darin braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.  Während der Speck brät, die Kartoffeln schälen und fein reiben. Das geht entweder mit der Gemüsehobel oder noch besser mit dem Gemüseaufsatz meiner Kitchen Aid. Ich steh´ auf dieses Zubehör! Die Äpfel schälen, entkernen und fein würfeln, ebenso die Schalotte.

Die Pfanne mit dem Bacon-Fett wieder aufheizen, Öl hineingeben und die Kartoffelscheiben darin anbraten. Mehrmals wenden. Wenn die Kartoffelscheiben ein wenig Farbe angenommen haben (ca. 3-4 Minuten), die Äpfel und die Schalotte dazu geben. Evtl. ein wenig mehr Öl.

Während Kartoffeln und Äpfel in der Pfanne rösten, die Eier in einer kleinen Schüssel aufschlagen, mit reichlich Salz, Pfeffer und etwas Paprikapulver würzen. Mit einer Gabel fluffig aufschlagen und ein wenig Mineralwasser dazugeben.

Die gewürzte Eiermasse zu den Kartoffeln, Schalotte und Äpfeln geben und die Hitze herunterdrehen. Einige Minuten stocken lassen, mit den Baconstreifen belegen und diese wieder etwas warm werden lassen. In vier Teile teilen und auf zwei Tellern servieren.

Guten Appetit!



Dienstag, April 01, 2014

Küchenteufel alkoholisch: Mexikaner 2.0 - es geht immer noch besser!

Selten bleibt ein Rezept, wie es ist. Mal fehlt eine Zutat und wird ersetzt, mal gibt es Vorschläge von außen, die ich versuche umzusetzen.

Im Fall des selbst angesetzten Mexikaners kamen zwei Dinge zum Tragen, die eine dauerhafte Änderung des Rezeptes erforderten: Erstens fand ich den Verbrauch einer Flasche original Tabascodoch ein wenig kostenintensiv, wenn man bedenkt, dass es nur ein Teil einer komplexen Würze für ein alkoholisches Getränk ist - ansonsten schätzen wir die Original Produkte sehr, haben daher neben der "normalen" Tabasco-Flasche immer eine grüne und eine Chipotle-Version im Gewürzschrank. Hier habe ich mich ein wenig im Asia-Laden umgeschaut und einen prima Ersatz gefunden. "Xotix tropical Gourmet Hot Sauce" kommt aus Saudi-Arabien und besteht aus Chilipfeffer, Zuckerrohressig und Salz (siehe Bild).

Würzung ist alles beim Mexikaner.
Zweitens wurde hier und da angemerkt, der Mexikaner sei doch etwas dünnflüssig, dürfte also etwas "stückiger" sein. Wir experimentierten mit im Fissler Finecut gehäckselten Paprikastücken - schmeckt dann wie Zigeunersauce, nicht nachmachen! - und sind letztendlich bei pürierten Tomaten aus dem Tetra-Päckchen angekommen, die das Rezept sinnvoll erweitern.

An der Würzung haben wir bei der Gelegenheit auch noch ein wenig gedreht. Dabbei war uns u.a. Tim Mälzer behilflich, der bei seiner "Auf die Faust"-Tournee eine Würzmischung für Cajun-Fleisch vorstellte, dass vor allem aus Pfeffer, Pfeffer und Pfeffer besteht und seitdem - vom Mann mit Argusaugen bewacht - immer in einem großen Glas hier im Schrank steht (siehe Bild).

Mexikaner 2.0


Zutaten


0,7 l Korn
2 l Tomatensaft
500 ml passierte Tomaten
1 Flasche Sangrita Pikant
1 Flasche Xotix Hot Sauce

2 EL Zucker
50 ml Zitronensaft
2 - 3 EL Salz
3 - 4 EL Pfeffermischung (besteht aus diversen Pfeffersorten, man kann aber auch einfach je einen EL schwarzen, weißen und Cayennepfeffer benutzen)

Zubereitung


Die ersten fünf Zutaten in eine große Schüssel geben - ich benutze hierfür immer noch die große Eleganzia-Schüssel von Tupper mit 4,7l Fassungsvermögen - und verrühren. Am besten die Reste vom Sangrita mit dem Korn aus der Flasche spülen.

Dann die weiteren Zutaten nach Vorgabe dazu geben und abschmecken.

Ist es zu sauer? Mehr Zucker.
Zu süß? Mehr Zitrone.
Könnte schärfer sein? Mehr (Cayenne-) Pfeffer.
Irgendwie noch zu tomatig? Einfach von allem mehr hinein! :)

Ich benutze zum Transport und zur Lagerung die simplen 1-Liter-Glasflaschen von IKEA (ca. 2 Euro). Die kann man prima mit der Flaschenbürste ausspülen, die Kunststoff-"nupsel" nehme ich ab und werfe sie nach jeder Benutzung in das Besteckfach der Geschirrspülmaschine. Vor der Benutzung werden sie einmal mit kochendem Wasser übergossen. Sind sie unansehnlich, benutze ich Gummiglasverschlüsse von Weck, von denen mir meine Mutter mal eine Tüte voll vermacht hat. Wer kreativ ist, kann sich ja noch ein schickes Etikett ausdenken.

Ich wünsche euch viel Spaß beim herstellen und natürlich auch beim trinken!

Prost!

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