Mittwoch, November 27, 2013

Küchenteufels schokoladige Happen: Whoopie Pie

Wenn es Backwaren gibt, die man uneingeschränkt anhimmeln kann, dann sind das Macarons. Wie Aurelie in ihrem fantastischen Backbuch berichtet, sind die Möglichkeiten vielfältig und die Optik kann sich mit Schmuckstücken locker messen.

Doch mir war am Sonntagnachmittag nach etwas, nachdem Kinder (und Erwachsene) sich die Finger schlecken, und so kam ich darauf, kleine Whoopie Pies zu backen.  Whoopies sind quasi die etwas derben Verwandten der eleganten Macarons. Zwei noch leicht weiche Kekse werden mit einer Creme gefüllt und mit einem "Haps!" vernascht. Der US-Bundesstaat Maine hat die kleinen Kerlchen gar zu ihrem offiziellen state treat (staatlichen Leckerbissen) erklärt.



Beim Herumsurfen war ich auf dieses Sanella-Rezept gestoßen, doch die Verwendung von "Frischkäse Balance" und "Rama Cremefine zum schlagen" behagte mir nicht. Deshalb habe ich das Rezept behutsam für mich umgewandelt. Um die richtige Größe zu finden, habe ich eine Silikonbackmatte genutzt, die ich von lieben Freundinnen zum Macarons-backen erhalten haben. Sie ist aber auch für Whoopies total klasse :)

Schoko-Whoopies mit Vanille-Creme

Zutaten

Für den Teig: 

175 g weiche Butter
150 g brauner Zucker
 2 Eier
 250 g Mehl
 1 TL Backpulver
1 Prise Salz
 50 g Backkakao
100 ml Milch

Für die Creme: 

200 g Frischkäse Doppelfettstufe
50 g Puderzucker
250 ml Sahne
1/2 TL gemahlene Vanille


Zubereitung

Den Backofen auf ca. 180°C (Umluft: 160°C) vorheizen. Butter und Zucker so lange rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat (der Teig wird heller), die Eier zugeben und weiterschlagen. Solltet ihr eine Küchenmaschine benutzen, könnt ihr zeitgleich (sonst danach) alle trockenen Zutaten in einer weiteren Schüssel zusammenmischen.
Die Milch zum Teig geben, dann löffelweise das Mehl-Kakao-Salz-Backpulver-Gemisch.

Teelöffelportionen auf Backpapier geben. Hier kommt meine Macarons-Backmatte ins Spiel! Klappt super und die Abstände stimmen. Allerdings ist die Matte zu groß für mein Blech, so dass ich sie auf die Rückseite des Blechs legen muss. Der Teig reicht bei mir für 2 volle Backmatten, d.h. knapp über 100 Whoopie-Pie-Hälften. Ca. 10-12 Minuten backen, das Backblech herausholen und die Hälften etwas abkühlen lassen. Dann mit der zweiten Ladung des Teiges weitermachen oder alternativ kleine Haufen auf ein Backpapier setzen und gleich weiterbacken.

Für die Creme werden der Frischkäse, die Vanille und der gesiebte Puderzucker vermischt, bis eine cremige Masse entsteht. Die Sahne steif schlagen und mit einem Schaber einfach unterheben. Kühl stellen, bis die Whoopie-Hälften ausgekühlt sind und dann teelöffelweise zwischen zwei Hälften geben. Kühl stellen, bis sie serviert werden.

Wer es sich einfach machen oder einfach mal "das Original" testen will, schaut in größeren Supermärkten in die "Aus aller Welt"-Abteilung. Dort findet man "Marshmallow Fluff", damit füllte meine US-Gastmutter die Whoopies. Ich übernehme jedoch keine Verantwortung für die Überstunden, die eure Bauchspeicheldrüsen dann einreichen werden :) Bleibt am besten bei der o.g. Creme.

Guten Appetit!



Montag, November 25, 2013

Day of the Doctor - The five(ish) doctors special [jetzt MIT Video!]

Szene aus "Day of the Doctor" (Bild: BBC).
Die letzten Wochen waren angefüllt mit tollen Erlebnissen, und doch überstrahlte ein Termin alle anderen: Der 23. November, der "Day of the Doctor".

Für diejenigen, die nicht so serienaffin sind, die kurze Erklärung: Die britische Science-Fiction-Serie "Doctor Who" feierte an diesem Tag mit einem Special ihren bereits 50. Geburtstag. Da die Fans dieser Serie über die ganze Welt verstreut sind, wurde dieses Special um 19:50 Uhr britischer Zeit in mehr als 60 Ländern und mehr als 1500 Kinos zeitgleich (und meist in 3D) ausgestrahlt.

Ich könnte jetzt lang und breit darüber referieren, wie toll es war. Und das war es wirklich. Die Geschichte. Die Effekte. Die Schauspieler. Die Ausstattung. Der Humor. Aber auch meine Begleitung. Die anderen Menschen im Kino. Diese warme, freundliche, glückliche, erwartende Stimmung im Kino vorher - währenddessen - hinterher. Aber das haben andere vor mir schon ausführlich getan. Daher bleibt nur zu sagen: "It was brilliant!"

Da dieses warme Gefühl sogar am Sonntag (und auch am Montagvormittag) noch angehalten hat, habe ich die Zeit genutzt, mich durch all die Werbeclips, Outtakes, Interviews etc. zu arbeiten, die rund um das Event gedreht wurden. Dabei fand ich dieses mir bisher unbekannte Stück Video. Es handelt von einigen ehemaligen "Doctor Who"-Darstellern, die verzweifelt versuchen, in das Jubiläumsspecial zu kommen.

Das Special zum Special, quasi.

Viel Spaß damit!

Mittwoch, November 20, 2013

Fußballkater

Der Randalekater Milton zeigt Andy Möller deutlich, dass ich nichts mit ihm anfangen kann.

Dienstag, November 12, 2013

Küchenteufel rezensiert: Aurélie Bastian - Macarons für Anfänger (Jeden Tag ein Buch - Bloggerevent)

Das Logo wurde von Ariane Bille gestaltet.
Ich mag Kochbücher. Ich mag Bloggerevents. Deshalb nehme ich an der zweiten Runde von "Jeden Tag ein Buch" (#jteb bzw. #jedentageinbuch) teil.

Vom 11. bis 18. November 2013 werden jede Menge toller (Food-)Blogger eine große Bandbreite der Kochbücher vorstellen und sicherlich viel zum stöbern anbieten.

Mein zweites Buch hat viel mit dem Internet zu tun. Aurélie Bastian zeigt uns schon seit einiger Zeit unter Französisch-kochen, wie leicht es sein kann, großartige Rezepte der französischen Küchen nachzukochen bzw. -backen. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Herstellung von Macarons und es ist nicht nur ein Danke schön an die viele Arbeit, die sie in dieses unentgeltliche Projekt gesteckt hat, sondern ein echter Gewinn, sich ihr Buch zu kaufen.

Aurélie Bastian - Macarons für Anfänger 


Sie sind die Dessertüberraschung des letzten Jahres: Macarons erscheinen in all ihrer Farbenpracht in Werbeanzeigen, liegen auf Deko-Tellern und werden nicht zuletzt in den französischen Bäckereien stückweise verkauft. Diese von Hand hergestellte Köstlichkeit aus Mandelmehl mit teilweise sehr kreativen Füllungen sind auch ein Thema im Internet. Die Foodbloggerin Aurélie Bastian hat mit "Macarons für Anfänger" im Bassermann Verlag eine Anleitung für die Herstellung dieser kleinen Hingucker veröffentlicht.

Jede Landesküche hat neben klassischen deftigen Speisen auch eine Vielzahl attraktiver Desserts und süßer Kleinigkeiten zu bieten. Teils Jahrhunderte alte Rezepte werden dank offener Grenzen innerhalb der Kulturen ausgetauscht. Die Französin Aurélie Bastian lebt mit ihrer Familie in Halle an der Saale und hat es sich in ihrem Foodblog "Französisch kochen" zur Aufgabe gemacht, ihren deutschsprachigen Lesern die Geheimnisse der französischen Küche alltagstauglich zu erklären. Neben lockeren Brioches und Salzkaramell finden sich dort auch Kalbsmedaillons in Calvados-Sauce oder Klassiker wie das Boeuf Bourgignon. Eine französische Leckerei erhält auf dieser Website jedoch sehr viel Raum: Die Macarons. Aurélie wollte perfekte Macarons und hat so lange probiert, bis ihr Rezept auf festen Füßen stand.

Von der Netzanleitung ins Buchformat


Das Buchcover (Bild: Bassermann Verlag).
Seit diesem Herbst haben es die Anleitungen von Aurélie Bastian zwischen zwei Buchdeckel geschafft und stehen im Regal der Buchhandlungen. Die wattierten Pappdeckel fühlen sich wertig an und sorgen gemeinsam mit der Covergestaltung schon vor dem lesen der ersten Zeile für ein heimeliges Gefühl. "Macarons für Anfänger" möchte die Hemmschwelle senken, die bunten Kleinigkeiten zu Hause selbst nachzubacken. Geboten werden zahlreiche Bild-für-Bild-Anleitungen, Material- und Warenkunde und jede Menge Tipps inklusive der "7 goldenen Regeln", um Fallstricke zu umgehen und einem ausführlichen Frage und Antwort-Teil mit sehr ehrlichen und direkten Antworten, zum Beispiel bei der Verwendung von Backpapier oder professionellen Backmatten.

Der Rezepteteil baut aufeinander auf und wird Stück für Stück schwieriger oder auch einfach kreativer und ausgefallener. Wer die Basisrezepte für die Macaronschalen und die Ganache (Füllung) beherrscht, kann sich zunächst an klassische Geschmacksrichtungen wie Schokolade, Vanille, Pistazien oder Kaffeecreme abarbeiten. Die feinen Geschmacksknospen werden mit Variationen gereizt, die Rosmarin, Tonkabohne oder Rosen beinhalten. Auch die herzhafte Richtung wird bedient: Wer sich Ziegenfrischkäse, Wasabi oder Olivenöl noch nicht als Macarons vorstellen kann, sollte dringend die Rezepte von Aurélie Bastian ausprobieren.

 

Über die Autorin

 

Aurélie Bastian, eine Französin, die die Liebe nach Deutschland gebracht hat, wollte auch in ihrem neuen Lebensraum nicht auf die gute französische Küche verzichten. Und da ihre Rezepte begeisterten, hat sie unter "franzoesischkochen.de" den wohl bekanntesten Blog für französische Rezepte aufgebaut. Wenn Aurélie nicht gerade für ihre Familie backt oder kocht, perfektioniert sie französische Rezepte für den deutschen Markt und macht sie in wunderschönen Fotos auf ihrem Blog sichtbar. Außerdem hat die studierte Pädagogin ein Koch- und Backatelier, in dem sie Koch- und Backkurse für Kinder und Erwachsene gibt. Für ihre Macaronskurse kommen Menschen aus ganz Deutschland nach Halle.

 

Weitere Informationen

Diese Rezension habe ich für das Onlinemagazin "Fördeflüsterer.de" geschrieben und vom Verlag das Buch dafür erhalten.

Montag, November 11, 2013

Küchenteufel rezensiert: Norddeutsche Küche (Jeden Tag ein Buch - Bloggerevent)

Das Logo wurde von Ariane Bille gestaltet.
Ich mag Kochbücher. Ich mag Bloggerevents. Was läge näher, als an der zweiten Runde von "Jeden Tag ein Buch" (#jteb bzw. #jedentageinbuch) teilzunehmen?

Jede Menge toller (Food-)Blogger werden vom 11. bis 18. November eine große Bandbreite der Kochbücher vorstellen und bieten sicherlich viel zum stöbern an. Ich habe noch gar nicht entschieden, welche der vielen tollen Bücher, die in letzter Zeit bei mir aufgeschlagen sind, ich euch vorstellen werde, beginne den Montag aber einfach mal mit etwas, dass ich als "klassisches Nachschlagewerk" bezeichnen würde, auch wenn das Buch selbst erst im Juni 2013 veröffentlicht wurde.

Norddeutsche Küche - Rezepte, Bräuche und Geschichten im Jahreslauf


"Saisonal kochen" ist bereits seit Monaten das Schlagwort in der Kulinarik. Doch was als neue Mode gelten könnte, ist bereits so alt wie das Kochen selbst. "Norddeutsche Küche" aus dem Bassermann Verlag bietet neben saisonalen Gerichten, nach Monaten sortiert, auch zahlreiche Hintergrundinformationen über Zutaten und Bräuche sowie kleine Geschichten, zusammengetragen von Metta Frank und Marieluise Schultze.
Norddeutschland zieht jedes Jahr mehr als 80 Millionen Touristen an. Das mag zum einen an unserer einmaligen Küsten- und Insellandschaft liegen, aber mit Sicherheit auch an der typisch norddeutschen Küche, die weit mehr als den berühmten "Hamburger Labskaus", die "Helgoländer Hummersuppe" oder die "Rote Grütze" zu bieten hat. In diesem Buch sind 200 Traditionsgerichte von Ostfriesland bis Hamburg, von Schleswig-Holstein bis Mecklenburg-Vorpommern zu finden – aufbereitet für die Küche von heute.

Das Cover (Verlag: Bassermann)
Wer so dicht am Meer lebt, war den Wind- und Wetterbedingungen noch etwas stärker ausgeliefert als in den "fruchtbareren" Gegenden Deutschlands. Doch Not macht erfinderisch, und so hatte jede Saison ihre eigenen Gerichte und Spezialitäten. Diesen Ansatz machten sich Metta Frank und Marieluise Schultze zu eigen, als sie für das Buch "Norddeutsche Küche - Rezepte, Bräuche und Geschichten im Jahreslauf" zahlreiche saisonale Rezepte aufgelistet - nach Monaten sortiert und mit zahlreichen Hintergrundgeschichten gewürzt. Jeder Monat beginnt mit einer Auflistung der schwerpunktmäßig verwendeten Zutaten, wie zum Beispiel dem Grünkohl im Januar, Matjes im Juni oder Sanddorn im Oktober. Dazu kommen kurze Geschichten wie Gedichte zur Roten Grütze,  Hintergrundinformationen zum Deichlamm oder Anekdoten über die Butterherstellung in norddeutschen Bauernhäusern.

Selbstverständlich sind nicht alle Zutaten von damals so einfach verfügbar, außerdem mussten Bauern auf dem Feld kalorien- und fettreicher essen, um den Tag zu überstehen. Damit auch der heutige Büromensch die Gerichte leicht nachkochen kann, wurde dort, wo es nötig war, die Zutatenliste und auch die Rezeptherstellung behutsam angepasst.

 

Über die Autorinnen


Mette Frank und Marieluise Schultze waren mehr als ein Jahr zwischen und an den Meeren unterwegs, haben mit norddeutschen Frauen überlieferte Familienrezepte nachgekocht, in alten Rezeptbüchern gestöbert und tief in den Archiven alten Bräuchen nachgeforscht. Marieluise Schultze lebt seit Jahrzehnten in Hamburg, Metta Frank stammt von Fehmarn. Dass die beiden Autorinnen auch bei der behutsamen Modernisierung der Gerichte Profis sind, liegt daran, dass sie schon lange in der Branche tätig sind. Metta Frank war jahrelang stellvertretende Chefredakteurin von "essen & trinken", Marieluise Schultze leitete dort die Versuchsküche.

 

Weitere Informationen

 

  • Marieluise Schultze, Metta Frank
  • Norddeutsche Küche - Rezepte, Bräuche und Geschichten im Jahreslauf
  • Gebundenes Buch, Pappband, 336 Seiten mit Zeichnungen und Farbfotos
  • Verlag: Bassermann
  • Leseprobe als pdf
Diese Rezension habe ich für das Onlinemagazin "Fördeflüsterer.de" geschrieben und vom Verlag das Buch dafür erhalten.

Küchenteufel bäckt HUGO - Cupcakes

Der Sommer ist leider schon vorbei - doch es gibt die Möglichkeit, sich durch kleine kulinarische Genüsse zumindest auf der Zunge die Erinnerung an Strand, Sonne und Meer zurückzuholen (wir Kieler haben das ja quasi alles vor der Haustür).

Für einige ist das italienische Mischgetränk "Hugo" ja DER Inbegriff des Sommers, und so habe ich mir das Rezept von der Tassenkuchen-Bäckerei geschnappt, ein wenig für mich herum geändert und so meinen Freunden an einem dunkelen Herbstabend hoffentlich ein klein wenig die hellere Jahreszeit zurückgeholt.


 

 HUGO - Cupcakes


Zutaten



Für den Teig: 

80 g weiche Butter
120 g Zucker
250 g Mehl
1 Tüte Backpulver (= 3 TL)
1 Prise Salz
Abrieb einer unbehandelten Limette - ich hatte keine unbehandelte da, also habe ich eine 1/2 Tüte Zitronenabrieb vom Dr. aus Bielefeld genommen
2 EL gehackte Minzeblätter - im Originalrezept steht nur einer, aber der Duft der gehackten Blätter ... hmmm ....
2 Eier
200 ml Sekt oder Prosecco  - habe ich wegen einer schwangeren Freundin durch Mineralwasser ersetzt
140 ml Milch
2 EL + 6 TL Holunderblütensirup


Für das Frosting: 

150 g weiche Butter
100 g Frischkäse
100 g gesiebter Puderzucker
2 EL Holunderblütensirup
1 EL Limettensaft
Abrieb einer halben unbehandelten Limette- da habe ich dann die andere Hälfte der o.g. Tüte versenkt

Dekoration

Minzeblätter
brauner Zucker - oder grüner Zucker, das sieht sicherlich toll aus!
schwarze Strohhalme, in drei Teile geschnitten

 

Zubereitung



Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen (Umluft 160°C). Mehl und Backpulver sieben und mit den Limettenzesten, dem Salz und der gehackten Minze vermischen. Ich habe wie gesagt die doppelte Menge Minze (= 2 EL) genommen, wem das zu viel ist, hält sich an das Originalrezept.

Butter und Zucker in einer weiteren Schüssel schaumig schlagen, der Zucker sollte sich möglichst aufgelöst haben. Eier, Sekt oder wie bei mir eben Mineralwasser, Milch und Sirup in einer dritten Schüssel verrühren und dann abwechselnd mit der Mehlmischung zur Butter-Zucker-Masse geben.

Die Masse ist sehr flüssig und hat bei mir für ein 12er Muffinblech und eine 6er Silikon-Mini-Guglhupfform gereicht (s.u., den Tipp habe ich von little red temptations) und kam dann in den Backofen. Achtung: Der flüssige Teig verbindet sich sehr gut mit den Papiermanschetten, mit denen man Muffinbleche gern auskleidet. Ich würde dringend zu Silikonmuffinförmchen raten - die gibt es auch lose fürs Muffinbackblech.

Die "großen" Cupcakes ca. 20-25 Minuten backen, die Mini-Guglhupfe sollten schon nach ca. 15 Minuten raus.

In der Zeit das Frosting herstellen: Die weiche Butter mit dem Puderzucker cremig rühren und dann mit Holunderblütensirup, Limettensaft und dem Rest aus der Zitronenabriebtüte oder frisch von der Limette gezogenen Zesten mischen. Den Frischkäse in einer kleinen Schüssel erstmal etwas glatt rühren und dann vorsichtig mit einem Teigschaber unter das Buttergemisch rühren. So bleibt die Masse cremig! Wer sie wie ich schnell mal in die Küchenmaschine wirft, bekommt zwar den selben Geschmack, hat aber nicht so eine tolle Creme :(

Zur Dekoration das Frosting auf den Cupcakes verteilen bis in die Guglhupflöcher versenken. Mit je einem Minzeblatt garnieren und den Zucker darüberstreuen (im Originalrezept wird grüner Zucker verwendet, den gibt es z.B. bei CITTI, ich hatte allerdings keinen mehr da) und mit je einem Strohhalmstück eine Longdrink-Optik geben.

Fertig!


Dienstag, November 05, 2013

Küchenteufels Käsekuchen ohne Boden - im Glas

Der Mann ist ein Käsekuchen-Fan. Im Café wird er gern bestellt, und in Las Vegas musste schon früh die "Cheesecake Factory" besucht werden - der Besuch schwang auf den Geschmacksnerven auch noch lange nach ... Mutti macht natürlich den besten Käsekuchen überhaupt, gegen die Hauptzutat "Kindheitserinnerung" kann und will ich gar nicht antreten. Doch ich habe eine andere Möglichkeit gefunden, in dem ich vor einigen Jahren eine unwiderstehliche Käsekuchen-Darreichungsform für mich entdeckt habe: Kuchen im Glas.

Das Prinzip ist einfach und bei Backwütigen sicherlich auch schon seit mehr als zehn Jahren bekannt: Kuchenteig wird in geeigneten Gläsern gebacken und so gut verschlossen, dass sie sich sehr lange halten - einem spontanen Kuchengenuß für 1-2 Personen steht dann nichts mehr im Wege.

2008 habe ich dann mal ausprobiert, mein 2007er Rezept für Käsekuchen einfach mal in ohne Boden in Gläsern zu backen und auf diese Weise haltbar zu machen. Was soll ich sagen? Es klappt! Da ich dem Mann nun wieder häufiger solche Gläser mit ins Büro gebe, kommt dieses Rezept endlich mal aufs Blog.

Käsekuchen ohne Boden - im Glas gebacken

 

Käsekuchen im Glas - verschiedene Größen.


Zutaten

  • 150 g Zucker 
  • 2 Eier 
  • 500 g Quark
  • 1 P. Vanillezucker
  • 2 EL Weichweizengrieß
  • 1 P. Vanillepudding - wer kein Puddingpulver im Haus hat, nimmt einfach 3 EL Speisestärke und 1 P. Vanillezucker
  • optional abgeriebene Zitronenschale
  • optional 100g Butter - ich lasse sie einfach weg, schmeckt trotzdem gut!

Zubereitung


Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben, die Butter am besten sogar flüssig sein. Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Alle anderen Zutaten miteinander vermengen, bis der Zucker sich aufgelöst hat, dann das Eiweiß unterheben.

Den Backofen auf 180° C Ober- und Unterhitze einstellen (Umluft reichen 160°C).

Die Gläser gut einfetten, z.B. mit Sonnenblumenöl und auf ein Backblech stellen. Sie sollten möglichst einen hochen Rand haben, damit der Käsekuchen gut "rausflutschen" kann. Solltet ihr nur Marmeladengläser o.ä. haben, müsst ihr den Käsekuchen halt als Dessert auslöffeln :)

Käsemasse im Glas.
Die Masse zu 4/5 in die vorbereiteten Gläser füllen und in den vorgeheizten Backofen stellen. Zirka 30 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist.

Dann das Blech schnell aus dem Backofen holen, die Gläser mit einem Backhandschuh festhalten und gleich die Deckel aufschrauben. Sollte der Kuchen nach dem Backen aus dem Glas herausragen, einfach mit dem Deckel "hineinstopfen" - der Kuchen fällt beim Abkühlen eh noch ein wenig zusammen.

Variante: Man kann nach Geschmack kleingeschnittenes Obst zufügen, es bieten sich zum Beispiel Mandarinen, Himbeeren, Rosinen oder Äpfel an.


Die Sache mit den Gläsern:

Ich habe meine Gläser neu bei Ebay gekauft, sie wurden also vorher nicht für Marmeladen, Pesto o.ä. von der Industrie verwendet. Ich rate euch, vorher anderweitig verwendete Gläser sehr gut zu reinigen, vor allem die Deckel. Ob es hilft, die Deckel kurzzeitig mit kochendheißem Wasser zu "sterilisieren", wie es in einigen Foren immer wieder genannt wird, kann ich nicht sagen. Bisher ist mir bei wiederverwendeten Gläsern, die ich in der Spülmaschine gespült habe, noch nichts passiert. Wer ganz sicher gehen will, nutzt die Gläser von Weck*, da sind auch die Deckel aus Glas :)


Natürlich kann man die Teigmasse auch einfach auf einen Mürbeteigboden setzen (siehe Link) oder als Muffins backen und sofort verzehren. Da die Käsekuchen-Muffins unheimlich klebrig sind, empfehle ich da Silikonmuffinformen (gibt es auch einzeln, um sie ins Muffinbackblech zu stellen), da sowohl das Schrubben des "nur" eingefetteten Muffinbleches als auch die festgeklebten Papiermanschetten nicht schön sind.

Guten Appetit!
 
*Der Link führt zum Affilate-Programm von Amazon.

Freitag, November 01, 2013

Küchenteufel bereitet Zutaten: Vanillesirup selbstgemacht

Es gibt Rezepte, die so simpel und alltäglich sind, dass ich nie auf die Idee gekommen wäre, darüber zu bloggen. Doch nachdem ich in den letzten Wochen das "Rezept" für Vanillesirup mindestens 4x weitergegeben habe - inklusive dem Link zu der günstigen Vanilleschotenquelle - muss es wohl doch Bedarf dafür geben. Da mir eh noch ein gutes Thema für den Iron Blogging-Wettbewerb fehlte sage ich mal: Tatatata ... Vanillesirup leichtgemacht!

Vanillesirup


Gut geeignet für die Verwendung im Kaffee, in Desserts, über kleingeschnittenem Obst, im Naturjoghurt etc. wenn man einfach selbst bestimmen will, wieviel Aroma da dran ist.

Zutaten


  • 250 g Zucker, fein 
  • 250 ml Wasser 
  • 1 Vanilleschote

 

Zubereitung


Die Vanilleschote mit einem scharfen Messer einmal der Länge nach einschneiden und dann mit dem Messerrücken kräftig darüberstreichen. So bekommt man prima das Mark der Vanilleschote heraus. In einem kleinen Topf (Stielnäpfchen etc.) den Zucker mit dem Wasser vermischen und erhitzen, bis der Zucker sich komplett aufgelöst hat. Das Vanillemark und die entleerte Schote dazugeben und auf kleiner Flamme ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Frisch geschüttelt "tanzt" die Vanille.
Die Schote herausnehmen und den Sirup etwas abkühlen lassen (dann wird es auch dickflüssiger). Wenn ihr den Eindruck habt, dass auch das abgekühlte Produkt noch nicht so dickflüssig ist, wie ihr es euch vorgestellt habt, stellt den Topf noch einmal auf den Herd und lasst noch ein wenig Wasser verdampfen - oder nehmt mehr Zucker. Aber Achtung: Wenn ihr es damit übertreibt, bilden sich nach dem Abkühlen Zuckerkristalle am Boden (wie beim Honig; dann einfach wieder erhitzen).

Wer die schwarzen Krümel der Vanillie nicht mag, sollte den Sirup einmal durch ein feinmaschiges Sieb filtern. In dekorative Flaschen abfüllen und verwenden. Da dies ein natürliches Produkt ist, bleiben die schicken Vanillepunkte nämlich nicht immer so schön in der Flasche verteilt, sondern sammeln sich im Laufe der Zeit am Boden. Also einfach immer mal wieder kräftig schütteln, bevor ihr ihn benutzt.

Die Vanillestangen kaufe ich immer im größeren Pack bei Madavanilla. Dies ist KEIN "affilate link", ich verdiene also nichts daran und bekomme auch keinen Gegenwert dafür :) Dann lohnt sich das Selbstmachen auch finanziell.

Wer den Vanillesirup ein wenig "karamelliger" mag, sowohl beim Geschmack als auch bei der Farbe, geht wie folgt vor:
  • Den Zucker ohne Wasser in den Topf geben und dabeibleiben. 
  • Abwarten, bis der Zucker geschmolzen und der flüssige Zucker leicht gebräunt ist. 
  • Sofort mit heißem Wasser ablöschen wenn jetzt kaltes Wasser dazu kommt hat man einen nahezu unlösbaren Karamellklumpen im Topf und das Vanillemark dazugeben.
  • 15 Minuten einköcheln lassen.
Ich werde demnächst aber auch einen guten Karamellsirup als Zutat belgischer Karamellkekse bloggen (man kommt ja zu nix ...).

Pro-Tipp: Wenn ihr mehr Sirup herstellen wollt, solltet ihr ihn trotzdem "portionsweise" zubereiten - einfach die Zutaten und die Zeit x4 zu nehmen, hat im Selbstversuch nicht funktioniert :)

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