Mittwoch, Oktober 30, 2013

Küchenteufel schwelgt in Erinnerung: Sesamkrokant

Bekanntermaßen habe ich einen Teil meines jungen Lebens in Indien zugebracht und dort haben natürlich auch ganz andere Speisen mein Leben bereichert. Wenn es etwas gibt, dass mir wirklich Spaß gemacht hat, dann klebrige Süßigkeiten zu essen und damit nicht nur mich und meine Kleidung, sondern möglichst alle Menschen und Gegenstände um mich herum "einzusauen". Aber ich war nunmal das erste Kind der nächsten Generation - außerdem sind Inder unglaublich kinderlieb.

Da mein Onkel eine eigene Firma für indische Süßwaren besitzt (Karachi Sweets), kamen wir natürlich nie in die Gelegenheit, solche Dinge selbst zu machen. Doch zurück in Deutschland war Klein-Daniela natürlich quengelig und so hat meine Mutter uns oft dieses Sesamkrokant hergestellt. Der Geschmack ist natürlich nicht ganz original, weil der Zucker in Indien einfach anders schmeckt. Aber es ist eine tolle "Ersatzbefriedigung", bis der Flieger im Dezember wieder gen Asien abhebt. Dieses Sesamkrokant ist vielfältig verwendbar: Man kann es dünn ausgewalzt knabbern, aber auch als Deko bei Desserts verwenden. Mit anderen Zutaten (siehe unten) kann man es in Riegel geschnitten auch den Kindern als Snack mitgeben. Gesund ist es auch noch: Sesam enthält bekanntlich mehr Calzium als Milch ;)

Sesamkrokant

 

 

 

Zutaten

 

  • 6 EL Zucker, feiner 
  • 6 EL Sesam 
  • 2 TL Butter 
  • 1 Blatt Backpapier, durchgeschnitten 
  • Nudelholz o.ä. 

 

Zubereitung 



Der "Sesamfladen".
Alle Zutaten fertig abgemessen zurechtlegen, eine Hälfte des Backpapiers auf ein Holzbrett oder ähnliches legen. Den Sesam in einer bschichteten Pfanne leicht anrösten und beiseite stellen. Den feinen Zucker in die Pfanne geben und erhitzen. Leicht karamellisieren lassen - es muss wirklich flüssig werden. Den Sesam und die Butter dazugeben und schnell verrühren. Sofort auf dem Backpapier verteilen und das zweite Blatt drauflegen. Mit dem Nudelholz plattrollen und abkühlen lassen.


Portionen abbrechen (sie müssen nicht regelmäßig aussehen) und zum Knabbern auf den Tisch stellen. In einer luftdichten Dose aufbewahren.

Natürlich bietet solch ein simples Rezept zahlreiche Abwandlungen. So kann man Haferflocken, gehackte Mandeln, Nüsse, Sonnenblumenkerne und/oder getrocknete Früchte (kleingeschnitten) dazugeben.  Dann sollte man das Krokant jedoch nicht ganz so dünn ausrollen und lieber in eine flache kleine Auflaufform geben. Im noch-nicht-ganz gehärteten Zustand kann man das Nuss-Frucht-Krokant prima mit einem scharfen Messer zurechtschneiden.
Wer es nicht ganz so süß mag, kann es mit original Rohrzucker versuchen.

Viel Spaß beim nachmachen und guten Appetit!

Mittwoch, Oktober 16, 2013

Küchenteufel schabt: Pestospätzle

Der Blogpost hat noch gar nicht angefangen, da muss ich gleich zwei Dinge in der Überschrift, naja, "relativieren". Erstens werden die Spätzle in diesem Beitrag gar nicht wirklich geschabt, und zweitens kommen gar keine echten "Spätzle" dabei heraus. Eher "Knöpfle".

Nichtsdestotrotz haben wir gestern zum drölfundneunzigsten Mal diese schnell gemachte Leckerei fabriziert, und da sie auch für Vegetarier und Laktose-Intolerante interessant sein könnte, gibt es nun endlich mal einen Blogbeitrag dazu.


Pesto-Spätzle


Zutaten

500 g Mehl Pasta- & Spätzlemehl ist wirklich toll, Typ 405 geht auch
4 Eier
2 TL Salz
250 ml Wasser, lauwarm
1 Glas Pesto nach Wunsch gekauft oder oder selbstgemacht (siehe unten)


Zubereitung

Dank meiner Küchenmaschine muss ich gar nicht mehr viel tun: Alle Zutaten aus der Liste von oben nach unten in die KitchenAid hineingeben, den Schneebesenaufsatz dran und ca. 3-4 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit schlagen lassen. Allerdings solltet ihr nicht zu lange warten, sonst bilden sich ärgerliche Klümpchen. Das Ganze geht natürlich auch mit den Rührbesen vom Handrührgerät. Da spielt sich auch die Stärke des Pasta- & Spätzlemehls aus, das so fein gemahlen ist, dass man eigentlich fast keine Klumpen erstellen KANN, es sei denn, man läßt die Zutaten stundenlang unvermengt in der Schüssel liegen. In Kiel kauft man dieses spezielle Mehl zum Beispiel bei CITTI.

Der Teig ist fertig, wenn er zäh vom Löffel reißt. Ein paar Minuten stehen lassen und dann mit dem Löffel noch einmal kräftig durchschlagen. In der Zwischenzeit einen weiten Topf mit Wasser zum kochen bringen, ausreichend salzen und das Spätzle-Gerät nach Wahl in Position bringen.


Einschub: Spätzle machen - womit? 

Beim typischen Spätzle-Brett wird tatsächlich geschabt, aber das endet bei mir immer in einer fiesen Sauerei. Auch die "Spätzlepresse" hat bei uns in erster Linie für Klebkram gesorgt. So richtig glücklich sind wir erst mit dem Spätzlehobel von Rösler geworden. Ein konisch geformerter Trichter fährt via Kunststoffschlitten über einen Edelstahlhobel und der Teig landet stressfrei im Wasser. Das dicke ABER für den Schwabensohn, der hier im Haushalt lebt: Der Spätzlehobel produziere eben keine richtigen Spätzle, sondern nur die kleineren "Knöpfle" (siehe Eingangssatz). Mir als rheinisch-indischem Kind ist das egal, Hauptsache es schmeckt.


Portionsweise landet der rohe Teig bei mir via Spätzlehobel im kochenden Wasser. Ein wenig ziehen lassen, bis die Spätzle/Knöpfle aufsteigen und dann mit der Abtropf-Schöpfkelle herausfischen. Sollte jemand wissen, wie diese Dinger richtig heißen, gern in die Kommentare schreiben ;) In eine Warmhalte-Vorrichtung parken und eine neue Portion zubereiten, bis der Teig komplett aufgebraucht ist. Da die Spätzle gern schnell zusammenkleben, einfach 1-2 Esslöffel des Kochwassers dazugeben, um sie zu lockern.

Wir genießen die Pestospätzle gern einfach nur mit fein geriebenem Parmesan, man kann sie aber auch vorher in einer Pfanne mit Olivenöl schwenken und der richtige Biss kommt dazu, wenn man ein paar vorher in der trockenen Pfanne geröstete Pinienkerne dazu gibt. In einem tiefen Teller servieren und genießen!

Selbstgemachtes Basilikumpesto

Pesto selbst herstellen ist wirklich kein Hexenwerk - wenn man die Zutaten da hat. Ca. 1/2 Bund Basilikum, 1-2 EL Pinienkerne (in der trockenen Pfanne geröstet) und 1-2 Knoblauchzehen mörsern, mit einem großen Messer feinhacken oder in ein Gerät wie den Fissler Finecut stecken und ein paar Mal kräftig ziehen. Die Klingen herausnehmen und mit ca. 2 EL geriebenem Parmesan, einem halben TL Salz und 3-4 EL Olivenöl vermengen. Was ihr nicht ganz aufbraucht, könnt ihr in ein sauberes Glas umfüllen, dann aber darauf achten, dass das Pesto immer mit Öl bedeckt ist.

Dienstag, Oktober 15, 2013

Hangover-Frühstück: Rührei mit Champignons und Frühlingszwiebeln auf geröstetem Schwarzbrot

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen Sonntagmorgen richtig gut werden lassen. Bei dem kleinen "Essen & Trinken für jeden Tag"-Heftchen, das ich meist nur mitnehme, weil Tim Mälzer vorn drauf grinst, sah ich vor kurzem ein klasse Frühstück: "Rührei mit Schwarzbrot".

Klingt langweilig und unspektalulär? War es nicht, im Gegenteil!
Das kann doch jeder? Das will ich hoffen!

Rührei mit Champignons und Frühlingszwiebeln auf geröstetem Schwarzbrot


Zutaten

4 Scheiben Schwarzbrot
2 EL Butter
2 EL Olivenöl
250 g braune Champignons
2 Frühlingszwiebeln
4 Eier
2 EL Sahne
Meersalz, Pfeffer, Paprika, frische Gartenkräuter

Zubereitung

Die Schwarzbrotscheiben mit dem Olivenöl bepinseln und dünn mit der Butter bestreiten. Eine Pfanne erhitzen und die Scheiben von beiden Seiten anrösten. Im Originalrezept soll man Butter & Ol in die Pfanne geben, aber dann saugen sich die Scheiben einfach nur voll :( Währenddessen die braunen Champignons putzen und in dünne Streifen schneiden, die Frühlingszwiebeln putzen und in ganz feine Ringe schneiden. Die Pilze in der Pfanne mit dem dort verbliebenen Öl anbraten und dann mit grob gemahlenem Salz & Pfeffer sowie Paprika und anderen Gewürzen nach Wunsch würzen. Ca. 2/3 der Frühlingszwiebeln dazu geben und mitbraten. In einer kleinen Schüssel die vier Eier und die 2 EL Schlagsahne verrühren und ebenfalls in die heiße Pfanne geben.

Frische Kräuter was so da ist - in unserem Fall war das Petersilie und Schnittlauch - fein hacken und ebenfalls in die Eier-Gemüsemasse geben, alles etwas mit dem Kochlöffel verrühren und bei mittlerer Hitze stocken lassen. Ein- bis zweimal "zusammenschieben", bis das Rührei nicht mehr nass, aber auch nicht trocken ist. Auf zwei Teller je zwei Scheiben Brot legen und die Pilz-Rührei-Masse daraufgeben. Mit den restlichen Frühlingszwiebeln bestreuen und servieren.

Guten Appetit!

Montag, Oktober 14, 2013

Das war mein "Picture my day"-Day #pmdd14

Bereits seit einiger Zeit beobachte ich auf den social media Kanälen, wie Freunde und Bekannte an "Picture my day"-Tagen teilnehmen. Dreizehn Mal hat dieses Event, an dem man einen Tag lang seinen Alltag in Bildern festhält, bereits stattgefunden und beim vierzehnten Mal wollte ich ebenfalls dabei sein. Wie gut, dass ich bereits am frühen Morgen bei Facebook unterwegs war und spontan am Morgen noch einsteigen konnte.

Okay, vielleicht klingt es nicht soo spektakulär, sich den Alltag anderer Leute anzuschauen - aber das ist es. Spannend zumindest, zu sehen, was andere Menschen in ihrem Alltag für interessant und knipsenswert halten.

Danke an das "Regenbogenzebra", welches das 14. Event am 4. Oktober organisiert hat. Es gab eine Teilnehmerliste, eine Facebook-Veranstaltung und natürlich den Hashtag #pmdd14 (Twitter, Facebook, Instagram) unter dem man sich schnell die Bilder der anderen Teilnehmer ansehen konnte.

Leider habe ich das wohl nicht gut genug kommuniziert, so dass einige Freunde dachten, ich würde die Langeweile als "Strohwitwe" damit ausleben ;) Deshalb auch endlich der erklärende Blogbeitrag.

Und nun kommen endlich die Bilder, mit denen ich am Freitag die Netzwelt erfreut habe. Beim nächsten Mal bin ich sicherlich wieder dabei!

Mein #pmdd14


Bye, Mommy! I'll keep your bed warm ;) #pmdd14 #catstagram #cats #catsoninstagram



Arbeit fürs WE gestapelt.


Urban nature I #pmdd14


Urban Nature. II #pmdd14


Office Day. #pmdd14


Der Winter kann kommen - Handschuhe fürs Smartphone. #pmdd14


Indian Fast Food. #pmdd14
Elder berries. Urban nature III. #pmdd14


Autumn Food. #pmdd14


Spending my time in the traffic jam. #pmdd14


Spinning. #sports #pmdd14


Unterhalte mich am Putzregal mit einem hübschen Kerl nett darüber, ob Mr. Muscle wohl der Sohn von Meister Proper ist und werde nach meiner Telefonnummer gefragt. Dieser Supermarkt heißt zu Recht in #kiel der #singlesky #pmdd14
W T F ?! #pmdd14


Zwiebelkuchen-Vorbereitung. #pmdd14 #foodcontent


Too much of talking = black food ;) #pmdd14 #girlsnight #zwiebelkuchen #federweisser


Mit welchem dieser drei Männer verbringe ich denn nun die Nacht? #pmdd14
Das war also mein "Picture my Day"-Day No. 14 - ich hoffe, ihr hattet ein wenig Spaß. Natürlich hätte es auch wieder viele viele weitere Motive gegeben, andere Design- und Verbreitungswege (dieses Mal nur Instagram mit Twitter&FB-Verknüpfung) ... aber es hat Spaß gemacht und ich hoffe, es wird einen #pmdd15 geben!

Montag, Oktober 07, 2013

Küchenteufel kocht saisonal: Möhren-Gnocchi

Okay, sooo saisonal ist diese Speise nicht, denn Möhren resp. Karotten oder Wurzeln bekommt man ja das ganze Jahr. Aber nur im Herbst habe ich das Gefühl, dass sie auch so richtig richtig richtig gut schmecken, und deshalb verwende ich sie zu dieser Jahreszeit häufiger in Rezepten als namensgebende Zutat anstatt nur als "Teil des Gemüsemixes".

Vielleicht haben einige von euch schon den schicken neuen "Köstlich und Konsorten"-Button in der rechten Spalte gesehen? Ich gehöre nun zu einem Netzwerk von ca. 600 Bloggern, die sich gegenseitig mit tollen Ideen und noch tolleren Rezepten übertreffen. Sprich: Meine Nachkoch- (und Nachback-)Liste ist bereits ins unermeßliche angewachsen ;)

Da ich diese Liste aber nicht chronologisch abarbeite, sondern nach Lust & Laune, gab es am Sonntagabend als Beilage diese Möhren-Gnocchi, die ich zum ersten Mal bei der "Süßen Hex´" gesehen habe. Hier und da gibt es eine kleine Abwandlung, meist den vorhandenen Zutaten geschuldet. Dazu gab es gekräutertes Hähnchenbrustfilet und einen Gurkensalat mit Joguhrt-Limetten-Dressing.

Möhren-Gnocchi


Zutaten


Alles auf einen Blick.
ca. 300 g Möhren (drei mittelgroße Möhren)200 g Frischkäse
60 g Parmesan (ich hatte noch eine angebrochene Tüte, im Originalrezept wird es natürlich frisch gerieben)
3 Eigelb
200 g + ca. 100 g Dinkelmehl (es geht natürlich auch normales Mehl, aber das passt aromatisch einfach gut zur Karotte)
Salz, Pfeffer, frische Muskatnuss
Butterschmalz (oder Öl), Salbeiblätter oder Rosmarinzweige

 

 

Zubereitung

Technik-Krams.

Die Möhren schälen und die Enden abschneiden. Dann möglichst fein raspeln. Böse Zungen meinen, ich hätte das Rezept nur ausgesucht, um möglichst oft meine Kitchen Aid einzusetzen. Der Gemüseschneider ist aber auch klasse! Wenn die Karottenraspeln zu nass sind, in ein oder zwei Küchentücher geben und ausdrücken, sonst wird der Teig zu nass und schmeckt nach zuviel Mehlbeigabe halt nach - Mehl.

Die Gewürze ruhig etwas großzügiger einsetzen. Natürlich kann man auch die aus dem Streuer nehmen, aber ich steht auf den Geruch von frisch gemahlenem Pfeffer und frischer Muskatnuss. Die Möhrenraspel mit allen anderen Zutaten in die Küchenmaschine geben und verkneten, bis ein fester Teig entsteht. Das geht natürlich auch mit den Knethaken vom Handrührgerät. Ersteinmal mit 200 g Mehl anfangen und ggf. löffelweise welches nachgeben, wenn der Teig zu flüssig ist.
Einfach alles hinein und kneten lassen.

Den Teig in vier Teile teilen und auf der bemehlten Arbeitsfläche zu ca. 2 cm dicken Würsten rollen. Mit einem scharfen Messer die Gnocchi abschneiden, nach Belieben formen und für die "Original-Gnocchi-Ansicht" über die Rückseite einer Gabel rollen lassen. In einem weiten Topf Wasser erhitzen und kräftig salzen. Die Gnocchi in mehreren Ladungen in das kochende Wasser geben, die Hitze etwas herunterschalten und ca. 5 Minuten ziehen lassen. Mit einer Schaumkelle herausholen, abtropfen lassen und die nächste Ladung garen lassen.

Nicht formschön, aber lecker.
Da wir Gnocchi am liebsten kross mögen, habe ich sie in der Pfanne, in der schon mein gekräutertes Huhn angebraten wurde, kurz knusprig gebraten. Wer so eine "Vorlage" nicht hat, erhitzt Butterschmalz oder Öl (je nach
Belieben) in einer Pfanne und legt für den Geschmack Kräuter nach Wunsch hinein. Frische Salbeiblätter passen eigentlich genauso gut wie Rosmarinzweige. Ich würde allerdings nicht mischen. Gnocchi anbraten, Kräuter entfernen und servieren.


Guten Appetit!


Ein schnelles Bild, bevor es kalt wird. Vielleicht bald mal mit echter Foodfotografie?


Dienstag, Oktober 01, 2013

Katzen und Spiegel - Simon's Cat

Schade eigentlich, dass unsere Kater dieses "Erkennungs"-Erlebnis entweder ohne uns hatten oder sich einfach nicht für zweidimensionale Dinge interessieren. Daher ist der Spiegel vom Schrank nur dafür da, um sich senkrecht zu stellen und mit den Vorderpfoten daran zu "wischeln", um lautstark seinen Unmut kund zu tun.


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