Freitag, Oktober 26, 2012

Warnung vor Schlüsselanhänger mit GPS?

Bevor man etwas fröhlich weiterverbreitet, sollte man jemanden fragen, der sich mit sowas auskennt. Nicht, dass ich das immer tun würde, aber ich bemühe mich doch sehr darum. Um so stolzer war ich, als mich eine liebe Freundin darauf ansprach, ob ich etwas von dieser merkwürdigen Geschichte um die angeblichen Einbrüche nach Geschenk eines Schlüsselanhängers (an einer Tankstelle) kennen würde. Eine Bekannte hätte von warnenden Flugblättern in Geschäften auf dem Kieler Ostufer berichtet.
Die Geschichte soweit: Banden sprechen wohlsituiert aussehende Menschen an Tankstellen an, um ihnen hochwertig aussehende Schlüsselanhänger zu schenken. Diese seien jedoch mit einem GPS-Tracker versehen, der über mehrere Tage den Aufenthaltsort des Beschenkten ausspioniere, auf diese Weise wüßte, wo sich der Wohnort befindet und wann man nicht zu Hause seie - perfekte Bedingungen für einen stressfreien Einbruch.

Ich wußte bis dato nichts darüber, fragte aber in meinem direkten Umfeld und siehe da: Auch Alex´ Vater hatte an einer belgischen Tankstelle eine solche Warnung erhalten.

Kiel und Brüssel, soso ...

Tante Gugl konnte dann aber sofort helfen, denn diese Geschichte steht bereits auf der Hoax-Seite der TU Berlin. Doch wie war das? Niemals nur einer Meinung trauen?

Also hab ich in meiner Funktion als "Chefredakteurin" des Fördeflüsterers flugs mal bei der Pressestelle der Polizeidirektion Kiel angerufen und habe mich nett mit Matthias Arends unterhalten.

Und weil Cliffhanger so einen Spaß machen, könnt ihr den Rest der Geschichte beim Fördeflüsterer lesen: "Hoax-Alarm in Kiel: Einbruch durch Schlüsselanhänger mit GPS?"

:-)

Mittwoch, Oktober 17, 2012

Küchenteufel frühstückt: EggMcMuffin

Nachdem die letzte Küchenteufelwoche zum Thema "Frühstück" etwas abrupt endete (eine Erkältung lockt einen einfach nicht in die Küche), möchte ich aber doch noch was nachtragen. So geht es nun in den Fast Food-Bereich.

Geschätzte 2-3 x im Jahr verschlägt es uns zum frühstücken zu McDonald´s. Während ich jedes Mal verzweifelt vor dieser komplett anderen Speisekarte stehe und andere Leute vorlassen muss, weil ich so entscheidungsschwach bin, wußte Alex bisher genau, was er essen wollte: Dieses fiese Geschmackserlebnis namens Country McGriddles, das meiner Erinnerung nach aus einer stark gewürzten Frikadelle, einem runden Spiegelei sowie einer Scheibe würzigem Plastikkäse besteht - und das Ganze zwischen zwei warmen weichen Brötchen mit Ahornsirupeinschüssen. Die Tatsache, dass er das Ding immer ohne den Käse bestellt hat, macht es nicht besser.

Vor zwei Wochen waren wir zum ersten Mal in diesem Jahr mal wieder zur Frühstückszeit beim amerikanischen Schotten und siehe da - das Ding ist aus dem Programm! Aber Alex fand eine andere "Leckerei", nämlich das runde Ei und die gewürzte Bulette in einem englischen Muffinbrötchen (in Deutschland als "Toasties" auf dem Markt). Während ich ihn dieses Ding essen sah, ratterten bei mir die Zahnräder: Kann man sowas nicht auch selbst "bauen"? Man kann.

Danielas EggMuffin

Zutaten


Bratwurstbrät (alternativ grobe bzw. feine Bratwurst im Darm)
Salz, Pfeffer
Eier
runde Spiegeleiform für die Pfanne
englische Muffins

Zubereitung


Das Bratwurstbrät (ich mag dieses Wort!) aus dem Darm befreien und mit Salz & Pfeffer würzen. Mit einem Glas, dass etwas kleiner als das englische Muffinbrötchen ist, Taler ausstechen und in einer Pfanne in Butterschmalz oder geschmacksneutralem Öl braten. In einer anderen Pfanne ebenfalls Fett erhitzen, die Eierförmchen aufstellen und kreisrunde Spiegeleier braten.

Parallel dazu im Toaster die Muffinbrötchen aufbacken und durchschneiden. Mit dem Bratwursttaler und dem runden Spiegelei befüllen und - Guten Appetit!

P.S. Wer Spaß daran hat oder einfach wissen will, welche Zutaten im Brötchen sind, kann sich die Dinger auch einfach selbst backen. Siehe hier: Englische Muffins/Toasties.

Dienstag, Oktober 16, 2012

Küchenteufel frühstückt: Englische Muffins / Toasties

Eigentlich war die Küchenteufel - Frühstückswoche ja schon in der letzten Woche, aber was lange währt ...

Muffins zum Frühstück? Ja, aber nicht die leckeren kleinen Rührteigkuchen, welche die Amerikaner als "Muffins" bezeichnen, sondern die flachen, kreisrunden Brötchen, die im großbritischen Reich (und so also auch in Indien) Muffins heißen - in Deutschland werden sie als "Toasties" verkauft.

Leider sind die Dinger auch nicht gerade billig, und da ich sie in Indien als selbstgemacht kennengelernt habe, musste ich auch mal ausprobieren, sie nachzubacken und nach einigen Experimenten habe ich mich für dieses (aus vielen Versionen zusammengebastelten) Rezept entschieden.

Englische Muffins / Toasties

Zutaten


450 g Mehl (405 oder 550)
50 g Sonnenblumenkerne (wenn man die wegläßt, einfach 50 g Mehl hinzufügen)
9 g Trockenhefe
10 g Backmalz
1 TL Salz
1 TL Zucker
200 ml lauwarme Milch
50 g Butter oder neutrales Pflanzenöl

Zubereitung


Milch und Butter in einen Topf geben und leicht erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Vom Herd nehmen und die Hefe hineinrühren (Achtung: Die Temperatur sollte nicht über 45°C liegen, sonst werden die Hefezellen zerstört).

Mehl, Sonnenblumenkerne, Salz, Zucker und Backmalz vermischen und langsam das Milch-Butter-Hefegemisch dazugeben. Mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Schüssel abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen (ich benutze die Peng-Schüssel von Tupperware und stelle sie in die mit lauwarmem Wasser gefüllte Spüle), bis der der Teig sich sichtbar vergrößert hat. Kräftig durchkneten und nocheinmal 10 min. gehen lassen.

Ein Holzbrett oder eine Backunterlage mit Mehl bestäuben und den Teig ca. 1 cm dick ausrollen. Mit einem Glas Teigkreise ausstechen und auf ein Backblech legen. Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze aufheizen und ca. 15 Minuten backen - nach der halben Zeit die Muffins 1x umdrehen.

Donnerstag, Oktober 11, 2012

Küchenteufel wird bekocht: Lemon Chicken

Eigentlich ist ja gerade Frühstückswoche hier auf dem Blog, aber eine fette Erkältung (harmlos, aber nervig) hat mich aus der Küche auf die Couch befördert.
So langsam kehrt jedoch der Appetit zurück und da zahlreiche Rezepte aufs ausprobieren und abändern warteten, habe ich mit ca. 80% Hilfe von Alex den Berg minimalst abgetragen - mit Lemon Chicken.

Das Orange Chicken ist ja schon länger eins meiner Lieblingsessen und ich habe mich sehr gefreut, dass ich ein Copy Cat Rezept gefunden habe, was dem zumindest sehr nah kommt. Bei Alex ist es jedoch das Lemon Chicken, nachdem wir noch forschen. Dieses hier ist zwar auch nicht so wie das, was er einst in Singapur aß, aber mir hat es geschmeckt und deshalb will ich euch unsere Version des Rezeptes nicht vorenthalten:




Lemon Chicken


Zutaten Fleisch


ca. 500 g Hähnchenfilet, in mundgerechte Happen geschnitten
1/2 TL Ingwer (ich nehms aus dem Glas, Vorsicht bei frisch geriebenem Ingwer - vielleicht nur 1/4 TL davon)
2 TL Stärkemehl
1 verschlagenes Eiweiß
etwas Salz & Pfeffer

Zutaten Sauce


3 TL Stärkemehl
3 TL Wasser
4 EL Zucker
2 EL Zitronensaft
2 EL Sojasauce
200 ml Gemüsebrühe
1 TL Sherry

Zubereitung


Das Hühnchen in mundgerechte Happen schneiden. In einer Schüssel Eiweiß, Salz, Pfeffer, das Stärkemehl und den Ingwer verrühren (am besten mit dem Schneebesen). Das Huhn dazugeben und für 20 - 25 min. an einem kühlen Ort marinieren lassen.

Derweil wird die Sauce vorbereitet: In einem kleinen Schüsselchen Stärkemehl und Wasser vermischen und beiseite stellen. In einem kleinen Topf alle anderen Zutaten einfüllen und zusammenrühren.

In einer weiten Pfanne reichlich pflanzliches Öl vermischen und die Hähnchenstücke von allen seiten leicht anbraten. Wenn das Huhn eine schöne Farbe bekommen hat, auf Küchenkrepp etwas abtropfen lassen. Den kleinen Topf mit der Sauce erhitzen (ggf. mit mehr Zucker/Zitrone/Sojasauce abschmecken - wobei: wir haben schon kräftig erhöht im Vergleich zum Originalrezept *lach*). Das "Stärke-Wasser" dazugeben und sofort rühren, bis die Sauce stark angedickt ist. Vom Feuer nehmen und die Hähnchenstücke hineingeben.

Mit Reis servieren.

Mittwoch, Oktober 10, 2012

Küchenteufel frühstückt: Müsli mit Joghurt und Früchten

Manchmal ist das Gute ganz simpel: Ein gutes Müsli, kombiniert mit einem Milchprodukt und Obst sättigt und gibt jede Menge Power für den ganzen Tag.

Und damit man bei all den Leckereien, die ich in dieser "Frühstückswoche" bereits gepostet habe bzw. noch posten werde, nicht auf die Idee kommt, mal meinen Cholesterinspiegel zu messen, möchte ich euch vorstellen, was ich von all den Dingen eigentlich am liebsten frühstücke. Ist simpel, geht schnell (naja, bis auf die Schnippelarbeit) und ist sehr lecker!

Danielas Joghurt-Obst-Müsli

Zutaten


50 g Müsli (z.B. die Fünf-Korn-Flocken von dm, die sind ohne Zucker, Rosinen etc.)
gemischte Früchte nach Wahl (ich mag am liebsten Mango, Apfel und rote Beeren aus dem TK, weil es die eigentlich immer gibt, saisonabhängig auch Birnen, Orangen etc.)
250 g normaler Joghurt

Zubereitung


Die Lieblingsfrüchte kleinzuschneiden macht eigentlich die meiste Arbeit, bei mir vor allem deshalb, weil ich die Schale von Äpfeln nicht mitessen darf, weil ich gern Orangenfilets verwende und weil ich ein Mango-Junkie bin. Die Orangen werden geschält und dann die Filets an den Häutchen entlang herausgetrennt - da bekommt man schnell den Dreh raus. Über einem Teller o.ä. machen, sonst saut man sich die ganze Arbeitsplatte ein. Den aufgefangenen Saft kann man gleich mit verwenden. Die Mango stellt man senkrecht auf und schneidet rechts und links ganz dicht am Kern entlang. Dann ein Würfelmuster in die Mangohälften hineinschneiden und mit einem Löffel herausholen. Die TK-Beeren kommen derweil einfach für 2 Min. auf die Auftaustufe der Mikrowelle (oder rechtzeitig abends rausnehmen, kommt aufs selbe heraus).

Mein Lieblingsmüsli besteht aus zahlreichen Körnern und keinerlei Zucker oder anderen Zusatzstoffen. In eine große Müslischüssel geben, mit dem Joghurt übergießen und verrühren, etwas ziehen lassen (z.B. Tee oder Kaffee kochen). Dann die Früchte dazugeben und genießen. Lecker!

Dienstag, Oktober 09, 2012

Küchenteufel frühstückt: Egg in a basket

Willkommen in der Blogwoche "Frühstücksrezepte". Gestern gab es ja schon ein Rezept mit Toast, und wenn ich schon mal Weißbrot im Haus habe (das passiert selten genug), dann feiere ich das mit vielen Leckereien, bevor mein Gaumen und auch mein Verdauungssystem wieder nach den Mehrkornbroten schreien.

Langer Rede, kurzer Sinn: Es gibt schon wieder Toast mit Ei und einem lustigen Namen.

Egg in a basket

Zutaten


4 Scheiben Toast (auch gern das körnerlastige Balance Toast, mir schmeckt das eigentlich noch besser)
4 Eier, frisch
1 Glas o.ä. zum ausstechen
Salz, Pfeffer, Paprikapulver

Zubereitung


Auf großen Toastscheiben kreisrunde Löcher ausstechen. Butter in einer Pfanne erhitzen und zwei Toastscheiben darin leicht anbraten. Toastscheiben umdrehen. Je ein Ei vorsichtig in das Loch gleiten lassen (frische Eier bleiben auch an Ort und Stelle und zerlaufen nicht unter der Toastscheibe, sind daher empfehlenswert).




 Die Hitze herunterdrehen und das Ei bis zur gewünschten Stärke stocken lassen. Mit Salz & Pfeffer würzen und servieren. Voilà!

Für Leute wie mich, die Spiegeleier nicht mögen, geht das natürlich auch mit einem verklepperten (Rühr-)Ei, dann jedoch nach der Hälfte der Zeit einmal umdrehen - außerdem grinst einen das Eigelb natürlich nicht so schön an. Die Romantiker unter uns können statt dem schnöden Kreis natürlich auch ein Herz ausstechen - in Küchenabteilungen gibt es da auch extra Förmchen, um Spiegeleier ganz ohne Brot in diese Form zu bringen.


 Pro-Tipp: Wer kein Gluten darf oder auf Kohlenhydrate verzichten möchte, schneidet einfach eine rote Paprika in Ringe, legt sie in die Pfanne und läßt das Ei dorthinein gleiten.

Guten Appetit!

Montag, Oktober 08, 2012

Küchenteufel frühstückt: French Toast

Ich frühstücke viel zu selten, dabei sind regelmäßige Mahlzeiten eigentlich DER Geheimtipp, um sein Gewicht zu reduzieren. Wenn wir uns denn (meist am Wochenende) doch die Mühe eines aufwändigen Frühstücks machen, dann eher kalorienhaltig - aber lecker! Also gibt es dieses Woche mal jeden Tag ein schmackhaftes, wenn auch nicht immer besonders gesundes Frühstücksrezept.

Ein lang verschüttetes, gerade erst wieder entdecktes Rezept sind French Toast, die es früher immer mal wieder bei mir zu Hause gab. In Deutschland kennt man die Dinger glaub ich als "Arme Ritter". Auf jeden Fall ist es sehr lecker und sehr mächtig. Nachkochen auf eigene Gefahr!

French Toast

Zutaten

6 Scheiben Weißbrot / große Toastscheiben etc.
4 Eier
35 g Mehl
45 g Zucker
1 Pr. Salz
1 Pr. Zimt
150 ml Milch/Sahne-Gemisch (wie ihr das aufteilt, entscheidet selbst)
ein wenig Vanilleextrakt (alternativ: Vanillezucker)

Zubereitung


 Alle Zutaten (bis auf das Brot) miteinander vermengen, am besten in einem Schüttelbecher. Dann in eine flache Schüssel, Teller o.ä. geben. Ich habe auf dem Foto oben den Fehler gemacht, alles direkt in der Schüssel verrühren zu wollen, das gab viele Mehlklumpen. Also lieber den Schüttelbecher oder ein anderes Gefäß, in dem ihr mit dem Schneebesen herumtoben könnt.



Eine Pfanne mit Butterschmalz oder geschmackneutralem Öl auf mittlerer Stufe erhitzen.
Währenddessen die ersten beiden Scheiben Brot von beiden Seiten einweichen (nicht zu lange, sonst brechen sie) und dann in der Pfanne von beiden Seiten hellbraun backen.

Mit den restlichen Brotscheiben genauso verfahren.


Mit Puderzucker, Früchten, Sirup, Marmelade o.ä. servieren. Kann man aber auch mit Baked Beans, Spiegeleiern und Bacon essen.


P.S. Den Vanilleextrakt habe ich mir beim letzten US-Urlaub mitgebracht und er ist geschmacklich einfach "der Hammer". Kann man aber auch prima selbst herstellen, wenn man der Erstellerin von "USA-kulinarisch" oder der Kollegin vom "Küchenlatein" glauben darf. 

Donnerstag, Oktober 04, 2012

Küchenteufel bäckt: Puddingschnecken

Ich hatte da noch zwei Päckchen Hefe im Kühlschrank, dass laut MHD am Wochenende ihrem Bestimmer entgegentreten sollten (also: Sie kämen in den Müll).
Also fix in den einschlägigen Internetforen nach einem leckeren, leicht zu machenden Hefeteiggebäck gesucht und gefunden: Puddingschnecken!
Und die waren auch echt lecker, aber noch nicht perfekt. Daher habe ich ein wenig "modifiziert", und herausgekommen sind

"Danielas Puddingschnecken"



Zutaten Hefeteig


500 g Mehl
1 P. Hefe (frisch oder trocken)
100 g Zucker
80 g Butter, weich
Milch, lauwarm
1 TL Salz
1 Ei

Zutaten Puddingfüllung

1 P. Puddingpulver, Vanille
400 ml Milch
2 EL Zucker
100 g Creme fraiche

Hagelzucker, evtl. Zuckerguss zur Deko

Zubereitung

Die Hefe in eine kleine Schüssel zerbröseln, mit einer Prise Zucker und der lauwarmen Milch auflösen. Mehl, Salz und Zucker vermischen, Butter, Ei und das Hefegemisch dazugeben und einige Minuten kneten (Knethaken am Rührgerät). Der Teig sollte schön glatt und elastisch werden.

In warmem Wasser oder einem anderen warmen Ort zugedeckt ca. 30 min. gehen lassen.

Währenddessen aus der Milch, dem Zucker und dem Puddingpulver nach Packungsanleitung einen Vanillepudding kochen. Ich benutze die Mikrowellenkanne von Tupper, da werden Zucker und Puddingpulver direkt mit einem Schneebesen in die Milch gerührt, und 2 Minuten abgedeckt erhitzt und dann umgerührt. Danach 2x je eine Minute ohne Deckel in die Mikrowelle stellen, dazwischen kräftig umrühren. Die Creme fraiche hineinrühren, abdecken und abkühlen lassen (z.B. im Kühlschrank).

Auf einer Backmatte oder einem gut bemehlten Holzbrett den elastischen Teig ausrollen und mit dem Pudding bestreichen. Von der kurzen Seite her behutsam aufrollen (wenn man eine Backmatte benutzt, geht das ganz prima mit der Matte) und mit einem scharfen Messer ca. 2 cm breite Scheiben abschneiden. Die Scheiben auf ein Blech legen und mit Hagelzucker bestreuen.

Den Backofen auf ca. 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen (solange das Backblech abgedeckt stehen lassen, damit die Schnecken noch etwas gehen können) und die Schnecken ca. 15 Minuten backen. Es kommt ein wenig auf euren Backofen an, nach 15 Minuten den Backofen regelmäßig kontrollieren.

Auf einem Gitter o.ä. auskühlen lassen und bei Bedarf mit mehr Hagelzucker bestreuen (wenn noch warm) oder mit Zuckerguß bestreichen (wenn kalt).

Variationen: Man kann den Vanillepudding mit Zimt/Zucker gesüßten Apfelstückchen, Schokotropfen oder Eierlikör verfeinern oder gleich komplett mit Schokopudding bestreichen.

Mittwoch, Oktober 03, 2012

Küchenteufel im Herbst: Kürbissuppe

Nachdem ich vor einigen Jahren den Kürbis für mich entdeckt habe, versuche ich dessen Saison mit den unterschiedlichsten Zubereitungsarten auszureizen. Da wären das Kürbisbrot und die Kürbisspätzle, aber auch Nudelsaucen mit dem orangefarbenen Gesellen.

Was eigentlich immer geht, ist eine wärmende, gut gewürzte Kürbissuppe. In den letzten Jahren haben wir uns durch diverse Variationen gekocht, denn der Kürbis allein ist dann doch ein wenig langweilig. Herausgekommen ist diese Suppe hier, die sich nah an einige der bestbewertetsten Rezepte von Chefkoch.de hält. Update: Es gibt 2016 eine zweite Variante mit Orangensaft, die ich eigentlich nur noch koche. Aus Nostalgiegründen bleibt die "alte" Variante hier drin, aber ich lege euch die Variante mit der süßen Südfrucht wirklich sehr ans Herz!

Kürbissuppe

Zutaten

Die neue Kürbissuppe

900 g Hokkaido
400 g Karotten
1/2 Gemüsezwiebel
1 TL Ingwer
1/2 TL Knoblauch
1 Liter Biobrühe
400 ml Kokosmilch
100 ml Orangensaft

Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Limettensaft und Sojasauce zum würzen
Kürbiskernöl, Kürbiskerne und Schmand zum verfeinern

Die alte Variante 

700 g Hokkaidokürbis (gewürfelt)
500 g Möhren (geputzt und geschnitten)
1/2 Gemüsezwiebel (klein)
1 TL Ingwermus (Glas; oder ca. 2 cm frischer Ingwer, geraspelt)
1/2 TL Knoblauchmus (optional)
900 ml Brühe, Fond etc. (ich nutze Gemüsebrühe)
400 ml Kokosmilch

Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Limettensaft und Sojasauce zum würzen / Kürbiskernöl, Kürbiskerne und Schmand zum verfeinern

Zubereitung  

1. Den Kürbis durchschneiden, aushölen, in grobere Stücke schneiden. Man muss Hokkaidokürbis nicht schälen, aber ich mache es gern. Dasselbe mit den Möhren - schälen, die Enden abschneiden und in kleine Stücke schneiden. Je kleiner die Stücke, desto schneller sind sie weich.

2. Die Zwiebel fein hacken und in einem großen Topf in Pflanzenöl glasig dünsten.

3. Ingwer und Knoblauch dazugeben und leicht rösten lassen. Evtl. mehr Öl dazugeben.
4. Den in kleine Stücke geschnittenen Kürbis und die Möhren dazugeben und ein wenig rösten lassen. Dann mit der Brühe aufgießen.


5. Das Gemüse weichkochen (dauert ca. 20 min.) und dann mit dem Zauberstab oder einem Kartoffelstampfer pürieren.

6. Die Kokosmilch dazugeben und mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Limettensaft und Sojasauce abschmecken.


7. Noch einmal aufkochen lassen. Wem es jetzt noch zu "stückig" ist, kann entweder noch einmal mit dem Pürierstab durchgehen oder es durch die "flotte Lotte" bzw. ein feines Sieb geben.

8. Mit einem Klecks Schmand, einem Muster aus Kürbiskernöl und einigen Kürbiskernen bestreut servieren.



Schmeckt natürlich auch noch einige Tage lang, wird wie jedes gute "Herbstessen" sogar noch besser, wenn es eine Nacht steht. Wenn die Suppe am nächsten Tag etwas zu dickflüssig geworden ist, einfach mit etwas Brühe "verflüssigen".

Guten Appetit!

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