Freitag, Juli 29, 2011

Küchenteufel backt Torte: Schwarzwälder-Kirsch

Die "Torten-Woche" im Blog endet mit einem Meisterstück der deutschen Tortenlandschaft: Der Schwarzwälder-Kirsch-Torte!

Eigentlich habe ich da ein kleines Trauma, denn mein kleiner Bruder und mein Lieblingsonkel haben sich immer Essensschlachten um das letzte Stück dieser Torte geliefert. Aber nachdem ein lieber Freund mir zum Geburtstag eben diese Torte zum Geschenk machte, dachte ich mir: "Das kann ich auch!"

Und so sah sie aus:



Vorneweg: Ich empfehle, den Boden einen Tag vorher zu backen, er läßt sich dann erheblich besser verarbeiten.

Zutaten für den Biskuitboden:

6 Eier
250 g Zucker
1 P. Vanillezucker
160 g Mehl
2 EL dunkler (Back-)Kakao

Zubereitung Biskuitboden:

Backofen auf 180°C vorheizen.
Die Eier und die beiden Zuckersorten in eine Schüssel geben und ca. 7-8 Minuten auf höchster Stufe mit dem Handmixer durchrühren. Die Masse soll erheblich voluminöser und fest werden.
Mehl und Kakao vermischen und mit einem Teigschaber oder einem Schneebesen unter die Eier-Zuckermasse heben.
Eine Form nach Wunsch (ich habe mal bei Tchibo günstig eine Herz-Backform gekauft) ausfetten, den Boden mit Backpapier belegen und den Teig einfüllen.

Ca. 35 Minuten backen, zwischendurch die Stäbchenprobe machen.

Aus dem Backofen nehmen und am besten über Nacht auskühlen lassen.

Kommt euch bekannt vor? Jahaha ... den Boden gabs auch schon bei der laktosefreie Schoko-Sahne-Torte.

Zubereitung der Füllung:
  • ein großes Glas Kirschen (inkl. Saft)
  • 3 EL Stärkemehl + 2 EL Wasser
  • 2 EL Zucker
  • 1 Pr. Zimt
  • ggf. ein Schuß Kirschwasser
Zubereitung der Füllung:

Kirschsaft aus dem Glas in einen kleinen Topf abgießen, Zucker und Zimt hineinrühren und erhitzen (nicht kochen). Das Stärkemehl mit dem Wasser in einer kleinen Schüssel auflösen und zum erhitzten Kirschsaft geben. Langsam weiter rühren, bis die Masse dickflüssig wird. Kirschen und einen Schuß Kirschwasser dazu geben, abkühlen lassen.

Wenn Kinder mitessen, kann man den Alkohol einfach weglassen.


Zubereitung der Sahne:
  • 4 Becher kalte Sahne
  • 4 Tüten Sahnesteif
  • 50 g Zucker
  • 50 g Puderzucker
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • ggf. Kirschwasser

Alle trockenen Zutaten in einer kleinen Schüssel vermischen. In einem hohen Becher einen Becher Sahne mit dem Handmixer anschlagen, dann ein Viertel der Mischung hinzufügen.

Die Torte "zusammenbauen":

  • Den Biskuitboden zwei Mal durchschneiden (geht gut mit einem langen Messer oder einem straff gespannten Stück Zwirn), den untersten Boden auf ein Tortenblech legen.
  • Den untersten Boden mit der Füllung bestreichen, dann einen geschlagenen Becher Sahne (s.o.) darauf verteilen.
  • Den zweiten Boden auf die Sahne legen.
Wer will, kann jetzt eine Art "Tränke" aus Kirschsaft, Kirschwasser und Zucker auf dem mittleren Boden verteilen. Mach ich aber nie.

  • Den zweiten Becher Sahne mit der Zucker-Sahnesteif-Mischung aufschlagen und auf dem mittleren Boden verteilen.
  • Den Deckel des Biskutbodens obenauf legen und den gesamten Kuchen mit den restlichen zwei Bechern geschlagener Sahne "ummanteln".
  • Dekorieren mit Belegkirschen und dunkler Raspelschokolade.




Ich hab mich ja immer gefragt, wie man die Raspel außen an die Torte bekommt, ohne dass man 4/5 der Schokolade in der Küche verteilt. Im Netz habe ich folgenden Trick erfahren:

Eine Zitrone halbieren, mit der Schnittseite in die Raspelschokolade tauchen und an die Torte drücken. Funktioniert!

Donnerstag, Juli 28, 2011

Küchenteufel backt Torte: Motiv-Torten

Für Motiv-Torten braucht man eine gute Idee, reichlich Zubehör - und jede Menge Geduld. Letzteres habe ich eigentlich so gar nicht, aber das mache ich mit Hartnäckigkeit wieder wett. "Das muss doch irgendwie gehen ..."

Da ich einfach alles mal ausprobieren muss, habe ich mich vor einigen Jahren daran gewagt, einem Freund eine Spongebob-Motivtorte zu backen/basteln:



Das Rezept ist nicht von mir, sondern findet man hier: Spongebob-Torte.

Aber wie jede gute Köchin habe ich natürlich ein wenig abgewandelt, und habe die "weiße Schokolade-Sahne" gegen Vanillepudding ausgetauscht, und das "weißgefärbte Marzipan" gegen weiße Kuvertüre.
Außerdem gabs einen leichten Nervenzusammenbruch.

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Trotzdem hat mich diese Erfahrung nicht davon abhalten können, demselben Kumpel im Jahr darauf eine weitere Motivtorte zu "basteln".



Ich will mich gar nicht weiter darüber auslassen, wieviel Schweiß und Tränen mich das Ding gekostet hat. Aber eins steht fest: Nie wieder Motivtorten.

Hoffentlich halte ich mich selbst daran :)

Mittwoch, Juli 27, 2011

Küchenteufel backt Torte: Caipirinha-Torte

Tag drei der "Torten-Woche". Bergfest! Also gibts etwas mit Alkohol :)

Einer der! Sommerdrinks ist seit Jahren der Caipirinha: geviertelte Limetten, brauner Zucker, gestoßenes Eis, etwas Limettensaft und eine großzügige Portion Cachaça (Zuckerrohrschnaps).

Was läge im Sommer näher, als diese Zutaten zu einer Torte umzuwandeln? So gesehen u.a. bei Chefkoch.de. Inzwischen habe ich mir eine eigene Version dieser Torte erarbeitet, die ich euch gern vorstellen möchte.



Tipp: Diese Torte schmeckt einen Tag nach der Herstellung noch besser. Wenn möglich, also 1,5 Tage vor der Verwendung den Boden backen und einen Tag vorher herstellen.



Caipirinha - Torte


Zutaten für den Boden:

110 g Mehl
1 Pck. Backpulver
3 gehäufte EL (Back-)Kakao
140 g brauner Zucker
3 Eier
1 Pck. Vanillezucker
3 EL Cachaça
120 g weiche Butter

Zubereitung des Bodens:

Backofen auf 180°C vorheizen. Mehl, Backpulver und Kakao vermischen. Butter und Zucker mit dem Handrührer schaumig schlagen, nach und nach die Eier und das Mehl-Gemisch hinzugeben. Am Ende noch 3 EL Schnaps unterrühren. Den Teig in eine Springform (oder Form nach Wunsch) füllen und ca. 30 Minuten backen.

Auch hier gilt: Der Boden darf ruhig am Abend vorher gebacken werden.


Zutaten für die Creme:

1/2 l Schlagsahne (gut gekühlt)
2 Pck. Sahnesteif
250 g Mascarpone
80 ml Cachaça
120 ml Limettensaft
50 g brauner Zucker
2 Blatt Gelatine

Zubereitung der Creme:

Die Sahne anschlagen, dann mit dem Sahnesteifpulver steif schlagen, Mascarpone im Becher flüssig rühren. 2 Blatt Gelatine in etwas kaltem Wasser einweichen.
Limettensaft und braunen Zucker in einen kleinen Topf geben und bei wenig Hitze verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Mischung sich erhitzt hat (nicht kochen!)
Die Gelatine im Limetten-Zucker-Gemisch auflösen und alles ein wenig abkühlen lassen. Den Cachaça einrühren, alles mit der Mascarpone vermischen und am Ende die steif geschlagene Sahne unterheben.


Torte zusammenbauen und dekorieren:


Deko:
1-2 Limetten
Baiser
Plastikstrohhalme
brauner Zucker
Minzeblätter

Zubereitung:

Den Tortenboden einmal waagerecht durchschneiden und den unteren Teil auf eine Tortenplatte legen. 1/3 der Creme auf den Boden geben und den Deckel auflegen. Mit dem Rest der Creme die Torte komplett verkleiden. In der Mitte eine Vertiefung aussparen.

Das Baiser verbröseln und in die Vertiefung geben. Zwei Plastikstrohhalme zur Hälfte kürzen und dekorativ in dieses "crushed ice" stecken.

Die Limette in ganz dünne Scheiben schneiden, auf einer Seite bis zur Mitte einschneiden und in die Torte stecken. Mit braunem Zucker bestreuen und den Minzeblättern dekorieren.

Viel Spaß beim Genießen!

Dienstag, Juli 26, 2011

Küchenteufel backt Torte: Die göttliche Himbeertorte

Man kann es sich schwer machen, mit Torten. Es geht aber auch sehr einfach. Willkommen bei Teil 2 der "Torten-Woche":

Die göttliche Himbeertorte!



Zutaten:

Für den Boden:
1 Pck. Butterkekse
125 g (1/2 Pck.) Butter
50 g Zucker

Für die Glasur:
1 Packung Himbeer-Götterspeise von Dr. Oetker (2 Tüten enthalten, beide benutzen!)
250 ml Wasser
100 g Zucker
200 ml Wasser (später)

Für die Creme:
300 g Himbeerjoghurt
200 g Schmand
100 g Himbeeren (TK oder frisch)
200 ml Sahne (1 Becher)

Zubereitung:

Für den Boden die Kekse in einen Plastikbeutel geben und mit einem schweren Gegenstand (ich empfehle ein Nudelholz) pulverisieren. Wer hat, kann die Kekse auch in einem Küchenhäcksler klein mahlen. Butter & Zucker mit dem Handmixer schaumig rühren und mit den Kekskrümeln vermengen.

Einen Tortenring auf 26 cm einstellen und auf ein Blatt Backpapier stellen. Alternativ eine 26er Springform nehmen und den Boden mit Backpapier bedecken.
Die Keks-Butter-Zucker-Masse in den Backrahmen oder die Springform geben und gut festdrücken, damit ein Boden entsteht.

Die beiden Päckchen Himbeer-Götterspeisenpulver mit 250 ml Wasser in einen kleinen Topf geben und einige Minuten quellen lassen. Dann den Zucker dazugeben und auf kleiner Hitze langsam erwärmen bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat.

Währenddessen die Creme herstellen: Himbeerjoghurt mit Schmand verrühren und ca. die Hälfte der Götterspeise dazu geben. Himbeeren hineinrühren und einige Minuten kalt stellen. Die Götterspeise mit 200 ml kaltem Wasser auffüllen und abkühlen lassen. Einen Becher Schlagsahne steif schlagen.

Sobald die Joghurtmasse fester wird (durch die Götterspeise), die Sahne unterheben und die komplette Masse auf den Keksboden streichen. Ca. eine Stunde kalt stellen.

Danach die restliche Götterspeise vorsichtig auf die Torte gießen, ich habe einen großen Löffel dafür genommen. Sollte die Götterspeise schon fest geworden sein, auf kleinster Stufe unter Rühren auf dem Herd erwärmen.

Nochmal kalt stellen (ca. 1 Std.), dann ist sie schon servierfertig. Guten Appetit!

Alternativen für Nicht-Himbeer-Esser sind natürlich alle Geschmacksrichtungen, die es auch als Götterspeise gibt (z.B. Zitrone). Da Götterspeise aber auch nur aus Stärkemehl, Zucker und Geschmack bestehen, kann man die Creme natürlich auch mit aufgelöster Gelatine andicken und aus einem Saft nach Wahl inkl. Gelatine einen schönen Fruchtspiegel auf die Torte zaubern.

Montag, Juli 25, 2011

Küchenteufel backt Torte: Laktosefreie Schoko-Sahne-Torte

Nachdem ich vor zwei Wochen eine "Sushi-Grundlagen-Woche" in diesem Blog gefeiert habe, wurden Rufe laut, auch andere Leckereien, mit denen ich meine Umwelt so beglücke, in Blogform für alle zur Verfügung zu stellen. Also erlebt ihr in dieser Woche die tatatatataaaa ... "Torten-Woche". Also die erste Torten-Woche.

Ich liebe Torten. Und ich verschenke gern Torten, meist zu Geburtstagen. Mit Frischkäse, mit Joghurt, mit Quark, mit Mascarpone, mit Sahne, mit Käse-Sahne .... merkt ihr was?

Jepp, sind alles Milchprodukte. Was tun, wenn die liebe Freundin seit kurzem weiß, dass sie laktose-intolerant ist? Einfach nen Marmorkuchen backen. Neeeeeeeeee ....

Zum Glück für gehandicappte Milchprodukte-Fans sind die Regale der meisten größeren Supermärkte inzwischen ganz gut gefüllt mit laktosefreien Produkten wie Milch, Käse, Quark, Butter und eben auch Sahne. Aber ist die auch für Torten geeignet?

Ich hab mich einfach mal getraut und losgelegt, so ist sie geworden:



Interessiert? Hier ist das Rezept für die laktosefreie Schoko-Sahne-Torte

Vorneweg: Ich empfehle, den Boden einen Tag vorher zu backen, er läßt sich dann erheblich besser verarbeiten.

Zutaten für den Biskuitboden:

6 Eier
250 g Zucker
1 P. Vanillezucker
160 g Mehl
2 EL dunkler (Back-)Kakao

Zubereitung Biskuitboden:

Backofen auf 180°C vorheizen.
Die Eier und die beiden Zuckersorten in eine Schüssel geben und ca. 7-8 Minuten auf höchster Stufe mit dem Handmixer durchrühren. Die Masse soll erheblich voluminöser und fest werden.
Mehl und Kakao vermischen und mit einem Teigschaber oder einem Schneebesen unter die Eier-Zuckermasse heben.
Eine Form nach Wunsch (ich habe mal bei Tchibo günstig eine Herz-Backform gekauft) ausfetten, den Boden mit Backpapier belegen und den Teig einfüllen.

Ca. 35 Minuten backen, zwischendurch die Stäbchenprobe machen.

Aus dem Backofen nehmen und am besten über Nacht auskühlen lassen.


Zutaten für die Schoko-Sahne:
3 (4) Päckchen laktosefreie haltbare Sahne, gut gekühlt
3 (4) Päckchen Vanillezucker
3 (4) Päckchen Sahnesteif
3 (4) gut gehäufte Esslöffel (Back-)Kakao


Normalerweise schmelze ich gern einen Tag vorher kleingehackte Schokolade in aufgekochter Sahne, die ich dann am nächsten Tag aufschlage. Da ich nicht wußte, wie diese laktosefreie Sahne reagiert, habe ich diese Torte auf die herkömmliche Weise gemacht, hat auch gut geklappt.

Zubereitung der Schoko-Sahne:

Ein Päckchen laktosefreie Sahne in einen hohen Becher geben und mit der höchsten Stufe des Handmixers einige Momente "anschlagen". Dann während des Schlagens je ein Päckchen Sahnesteif, ein Päckchen Vanillezucker (laktosefreie Sahne ist schon süßer als normale) und einen sehr gut gehäuften Esslöffel Kakaopulver dazugeben und weiterschlagen, bis die Sahne steif genug ist.

Herstellung der Torte:


Für eine mehrstöckige Torte braucht man natürlich mehrere "Stockwerke". Daher muss der Biskuit zwei Mal durchgeschnitten werden. Ich nehme dafür ein großes Kochmesser, es geht aber auch mit einem straff gespannten Bindfaden oder diesen schicken Biskuitschneide-Haltern. Dann die unterste Platte auf eine Tortenplatte legen, die anderen beiden Platten z.B. auf großen Tellern "parken".

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man einen Biskuit besser verarbeiten kann, wenn er sich über Nacht etwas "gesetzt" hat. Wenn ihr aber jetzt nur noch wenige Stunden Zeit habt, könnt ihr die Torte trotzdem machen. Allerdings mit mehr Vorsicht herangehen, denn dann sind die Böden brüchiger.

Wenn der erste Boden auf der Tortenplatte liegt, die erste Ladung Schoko-Sahne auf dem Boden verteilen. Mit dem mittleren Boden bedecken, einen zweiten Becher Sahne nach o.g. Anweisung bereiten und verteilen. Obersten Biskuit-"Deckel" auflegen.

Den dritten Becher zubereiten und für die äußere Verkleidung der Torte benutzen. Hier lohnt der Kauf eines Torten-Messers um die Sahne gut zu verteilen, oder ein Teigschaber. Klappt aber natürlich auch mit anderem Gerät.

Je nach Biskuitbodenform benötigt ihr evtl. noch einen vierten Becher Sahne et. al.

Das Meisterstück: Die Verzierung!

Was immer geht: Milka-Herzchen. Die Packung kostet keine zwei Euro, ihr braucht höchstens die Hälfte und könnt den Rest dann selbst naschen. Gibts auch als Kleeblätter. Sahnetuffs, z.B. aus dem Easy Whip sind auch schnell gemacht.
Die zu Beschenkende der Torte oben ist ein großer Fan der Farbe pink. Daher habe ich von Dr. Oetker ein Set mit lustig-kitschigen Verzierungen genutzt, genauer gesagt weiße und pinke Kügelchen, lila und pinke Streusel und pinker Glitzer :) Die Streusel hab ich immer nur gegen die Torte geworfen, deshalb sieht es etwas unregelmäßig aus.

Tipp: Eine Zitrone aufschneiden, erst in die Deko und dann an den Tortenrand drücken. Klappt prima, allerdings hatte ich am Samstag einfach keine Zitrone zur Hand ....

Das war also der Auftakt in die "Torten-Woche". Ich hoffe, ihr freut euch schon auf den zweiten Teil!

Mittwoch, Juli 20, 2011

Katze im Sommer

Heute ist es in Kiel tatsächlich mal sonnig und schön. Auf Facebook und per SMS werde ich zu Strandbesuchen eingeladen, die ich leider wegen zuviel Kram auf dem Schreibtisch ablehnen muss. Den Herrn Randalekater ist sowas natürlich komplett schnuppe, und daher lassen sie mich daran teilhaben, wie sehr sie die Sonne und den Luftzug aus dem gekippten Fenster genießen:



Blöde Sau.

Montag, Juli 18, 2011

52 Songs - Thema: "Partyeinstimmung"

52 Songs heißt das Jahresprojekt von Konna von der Gedankendeponie.

Kurz umrissen: Jeder postet einen Song, der seines/ihres Erachtens gut zu einem bestimmten Thema passt, und schon bekommt man ein klasse Mixtape, und das jede Woche! Mehr Infos unter 52 Songs.

In dieser Woche heißt es: Partyeinstimmung
(Der Link führt zu allen Beiträgen des Themas.)

Hm.

Höre ich Musik, wenn ich mich für eine Party fertig mache? Meistens.
Welche? Keine Ahnung.

Normalerweise bringe ich irgendwas selbstgemachtes zu einer Party mit, Pizzabrötchen oder eine Geburtstagstorte. Dafür stehe ich dann den halben Samstagnachmittag in der Küche und höre nebenbei die NDR2-Bundesliga-Show. Dazwischen gibts sicherlich auch Musik, aber nix besonderes.

Daher gibts diese Woche einen Musiktitel, den ich gern mag, zu dem man gut durch die Küche tanzen kann, aber doch weniger "from the heart" als meine ersten beiden Beiträge.

"Get the party started" von P!nk

hier in der genialen Remix-Version mit Sweet Dreams von den Eurythmics:



Bis nächste Woche!

Blogparade: Wie 1.0 bin ich?

In meiner wiederentdeckten Blogphase (mal sehen, wie lange sie anhält) kam ich beim Schaarsen vorbei, der seinerseits mal wieder ein Stöckchen ausfüllte. Stückchen? Mich selbst in Schubladen stecken? Null problemo.

Also hier meine Antworten auf das Stöckchen, dass unqualifiziert.net eine Blogparade nennt. Die erste Antwort ist 1.0, die zweite 2.0 Die auf mich zutreffenden Antworten sind gefettet, und da Kommentare zu den Antworten ausdrücklich erwünscht sind, mache ich das natürlich auch gern.

Los geht´s:

CDs oder mp3-Player? Na toll, geht ja schon gut los. CDs im Auto, mp3-Player bei Bus&Bahn.

Festnetz oder Mobiltelefonie? Ganz klar: Zu Hause FN (aus Kostengründen) unterwegs Mobil. Wie die Worte schon sagen.

Handy oder Smartphone? Endlich kann ich mal definitiv antworten. Internet immer und überall halt.

Notebook oder Tablet-PC?

Buch oder E-Book-Reader? Wo sonst soll ich Eselsohren machen, wenn mir was gefällt? Kleine Notizen unterbringen? Papier in der Hand fühlt sich einfach gut an.

Buch oder Hörbuch? Siehe oben. Abgesehen davon hasse ich es, wenn mir jemand etwas vorliest, bisher hat mich einfach noch niemand überzeugt. Was hingegen gut geht, sind HörSPIELE wie z.B. Drei Fragezeichen oder Lady Bedfort.

Brettspiel oder Spiel-Konsole? Ganz klar. Mein Gehirn mag mehr tun als meine Finger.

Tagebuch oder Weblog? Ohne Worte.

Bargeld oder EC-Karte?

Poesiealbum oder Social Network? Ich glaub´ ich hab irgendwo noch solche alten Alben liegen. Danke für die Erinnerung daran.

Kabel-/Satelliten-TV oder IpTV?

Videothek oder Online-Videothek? Weder noch. Meine DVD-Sammlung ist groß genug.

Ladengeschäft oder Online-Shop? Ich kaufe zu 90% online. Aber dann und wann ein entspannter Bummel inkl. Kauf völlig unnützer Dinge, die ich online im Leben nicht gekauft hätte, gehört einfach dazu.

Brief oder E-Mail? Es gibt Dinge, die man nur per Brief "sagen" kann. Für alles andere gibt es E-Mail.

Urlaubspostkarte oder MMS? Habt ihr auch schon mal Grüße aus dem Urlaub per SMS bekommen? Wasn´ Quark. Schickt mir ne Karte, ich mach es auch. Problem nur im Web 2.0 - Zeitalter: Woher bekomme ich die Adressen?

Straßenkarte oder Navigationsgerät? Navi im Handy ist prima, nur nicht schön, wenn man in Nord-Schleswig-Holstein unterwegs ist und da null Empfang hat :) Wobei auch das TomTom sich schon mal abgemeldet hat, und zwar mitten in Holland.

Duden oder Online-Duden? Geht einfach schneller.

Pizza-Zettel mit Anruf oder Online-Pizza-Bestellung? Prima Sache. Keine Unklarheiten wegen Preis oder "falsch verstanden" am Telefon.

Briefmarke oder Online-Frankierung? Geht für Pakete prima schnell. Briefe verschicke ich so selten, das geht auch per Marke.

Papierrechnung oder Online-Rechnung? Als ich noch selbst welche geschrieben habe, auf jeden Fall Papier. Heute ist mir das fast egal, ich hefte wichtige Sachen allerdings immer noch gern weg, bevor ich sie im Nirwana meiner Festplatte verbummele.

Und zuletzt: mehr offline oder mehr online? Einsicht ist der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung? :) Allerdings rechne ich die Tatsache, durchs Smartphone dauer-online zu sein, hier mal mit hinein ...

10x Web 1.0, 12x Web 2.0. Knapp wars. Das zeigt mir, dass ich das Beste aus beiden Welten nutze. :)

Ich lass das Stöckchen (oder die Blogparade) einfach mal hier liegen. Wer mag, nimmt es auf und läßt uns an seinem Web 1.0-Strip teilhaben :)

Sonntag, Juli 17, 2011

52 Songs - Thema: "Regen"

52 Songs heißt es seit zwei Wochen bei Konna von der Gedankendeponie.

Kurz umrissen: Jeder postet einen Song, der seines/ihres Erachtens gut zu einem bestimmten Thema passt, und schon bekommt man ein klasse Mixtape, und das jede Woche! Mehr Infos unter 52 Songs.

Diese Woche ist es bereits etwas kniffliger, denn das Thema lautet: "Regen".

War mir zu "Guten Morgen" gleich the one and only song in den Kopf gekommen, ist dieses Thema schon schwerer zu bearbeiten. Welche Stimmung habe ich bei Regen? Das ist sehr unterschiedlich.

Da gibt es diese Tage, an denen die Regenwolken schwer in der Luft hängen, ganz tief an den Dächern hängen. Für solche Momente würde "Crying in the rain" von A-Ha prima passen, oder auch "Rusted from the rain" von Billy Talent oder "Tears in the rain" in der Version von Robin Beck. Vielleicht auch ein wenig Tränen mit "Weinst Du?" von Echt. In der deutschsprachigen Ecke wäre auch "Es regnet" von Nena zu nennen - das K.O.-Kriterium ist diese schlechterer 2004-Version, die überall im Netz erhältlich ist.

Aber es gibt auch herrlichen erfrischenden Sommerregen, und dann wäre "Singin in the rain" von Gene Kelly prima leicht, genau wie "Raindrops keep falling on my head", in der Burt Bacherach-Version.

Schön ist es auch, wenn die Welt gerade vom Regen trocknet, dann passt "I can see clearly now, the rain is gone" z.B. von Otis Redding gesungen.

Diese Liste könnte ich wirklich lang fortführen, denn Regen ist wirklich ein Naturwunder, dass in trauriger, fröhlicher oder einfach melancholischer Stimmung genossen werden kann.

Doch wie sagt meine Mama: "Nimm immer das, was Dir als ERSTES eingefallen ist.". Das ist zwar kitschig bis ins Mark, aber doch so voller Kraft und deswegen einfach wunderschön: Amanda Marshall mit "Let it rain".




Bis nächste Woche!

Freitag, Juli 15, 2011

Küchenteufel rollt Sushi - Inside-Out-Rolle


In meinem kleinen Sushi-Amateurkurs haben wir schon Reis gekocht, Reisbällchen mit Leckereien belegt sowie Reis samt Füllungen in Noriblätter gerollt.

Was ich aber bisher noch nicht gemacht habe, ist die sogenannte "Inside-Out-Rolle", sprich: Die Füllung ist im Blatt, der Reis außen dran. WTF?! Aber siehe da: Wenn man erstmal damit anfängt, ist es gar nicht so schwer!

Für meinen ersten Versuch habe ich mit die Füllung dieser Futo-Maki-Rolle vorgenommen.

Inside - Out - Sushi

Zutaten:
Zubehör:
  • Bambusmatte
  • Klarsichtfolie
  • Essig-Wasser-Gemisch
  • scharfes Messer
Zubereitung:

Um den Reis nach außen zu bekommen, habe ich die obligatorische Bambusmatte mit Klarsichtfolie bedeckt. Dann die Hände kurz in die Essig-Lösung tauchen und zwei Hände voll Reis auf der Klarsichtfolie verteilen. Die Fläche sollte so groß wie ein Noriblatt sein, dass dann mit der rauhen Seite nach unten auf den Reis gelegt wird.

Direkt auf das Noriblatt wird die Füllung gelegt, in diesem Fall also Gurkenstreifen, die marinierten Karottenstifte, die Omelettestreifen und das Ganze bestrichen mit Frischkäse.

Mit Hilfe der Bambusmatte wird die Masse nun gerollt - wieder daran denken, die Füllung am richtigen Platz zu halten! Die Folie hilft dabei, dass die Rolle sehr fest wird. Danach ein wenig Sesamsaat (hell und dunkel) auf die Folie streuen und die Rolle darüber rollen lassen.

Nun wieder die Ränder der Rolle mit dem scharfen Messer abschneiden (Tuch mit Essigwasser tränken und immer wieder die Schneide abwischen!), die Rolle halbieren und insgesamt acht Stücke schneiden.



Guten Appetit!


Küchenteufel rollt Sushi - was außerdem geschah:



Zutaten kauft man gut bei:
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Donnerstag, Juli 14, 2011

Küchenteufel rollt Sushi - Nigiri allgemein und Tamago - Nigiri

Und weiter geht es in diesem kleinen Sushi-Amateur-Kurs. Der übrigens gleich mit einer Lüge beginnt, denn Nigiri-Sushi werden gar nicht gerollt, sondern geformt.

Dazu nimmt der Sushimeister ein wenig vom Sushi-Reis Grundrezept in die Hand und prompt hat er ein formschönes Bällchen in der Hand, das er mit Belag nach Wahl belegt und serviert.

Ich selbst bin da wie gesagt Grobmotoriker, und daher ein großer Fan meines "Klötzchen-Machers" (jaha, wir nennen Nigiri gern respektlos "Klötzchen-Sushi").

Hier ein Bild:



Dafür wird der Reis in die kleinen Abteilungen gefüllt und mit dem "Deckel" festgedrückt. Dann den Deckel wieder abnehmen, ungedreht über einen Teller halten und mit Hilfe der kleinen Plastiklamellen formschöne Nigiri-"Klötzchen" erstellt. Wichtig dabei ist, den Kunststoff vorher! mit einer Mischung aus Essig und Wasser zu bestreichen (empfehlenswerterweise vorher auch die Hände, damit man den Klebereis wieder loswird), damit die Klötzchen gut rausgehen.

Wer mag, bestreicht die Nigiri-Bällchen nun mit ein wenig Wasabi-Paste, und dann gehts los mit diversen Belägen wie Fischsorten oder Omelette etc.

Richtig ausführlich wird es bei Wikipedia: Hier klicken.

Meine Lieblings-Nigiri sind mit Fischsorten wie Lachs und rotem Thunfisch sowie einem leckeren Omelette namens "Tamagoyaki".

Beim Fisch solltet ihr darauf achten, beim Fischhändler nach "Sushiqualität" (noch besser: Sashimi-Qualität) zu fragen, und wenn möglich den Fisch schon im Block geschnitten zu bekommen. Aber sonst findet sich sicherlich jemand, der die "Reste" kurz in Sojasauce tunkt und vernascht :)

Auf dem Bild seht ihr Nigiri und Maki mit Lachs. Allerdings nicht von mir hergestellt, sondern von meinen hochmotivierten Sushi-Damen I. und S.
Das Omelette wird wie folgt hergestellt:
  • 3 Eier
  • Mirin (Reisweinwürze)
  • Sojasauce
  • Zucker
  • Salz
  • evtl. Sake
  • evtl. Dashi (Brühe, gibt es in kleinen Beutelchen im Asia-Laden)
Alle Zutaten vermischen bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Die Japaner haben für dieses Omelette eine eckige Pfanne, die ist aber kein Muss.

Eine Pfanne erhitzen, etwas Öl dazu und so viel flüssigen Eierteig hineingeben, dass der Boden der Pfanne dünn bedeckt ist. Wenn der Teig leicht stockt, mit einem Holzspatel den Teig mehrfach in eine Richtung zu einer eckigen Rolle "einklappen". Eine weitere Schicht Teig dünn in die Pfanne einfüllen. Die Rolle leicht anheben, so dass ein wenig Teig unter die Rolle kommt. Wenn der Teig abermals stockt, die Rolle in die andere Richtung zurückrollen.

Hier ist mal ein Profi am Werk :)))



In Scheiben schneiden und auf die Nigiribällchen legen. Zum besseren Transport einen dünnen Streifen Noriblatt wie ein Band um Reis & Omelette wickeln (mit 1-2 Reiskörnern zusammenkleben).



Guten Appetit!


Küchenteufel rollt Sushi - was außerdem geschah:



Zutaten kauft man gut bei:

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Mittwoch, Juli 13, 2011

Küchenteufel rollt Sushi - Futo-Maki

Und weiter gehts mit unserem kleinen Sushi-Kurs.

Nachdem wir den Reis gekocht, gesäuert und gekühlt haben und erste Kappa Maki mit Gurke (und diversen anderen Füllungen) gerollt und hoffentlich mit Genuß verputzt haben, geht es jetzt an die "dicken Rollen", die sogenannten Futo-Maki.

Was ist anders an diesen Rollen?

Nun, zunächst einmal, dass wir das ganze Noriblatt dafür benötigen, denn im Futo-Maki finden sich viele leckere Zutaten auf einmal, die passen auf ein ganzes Blatt.

Mein persönliches Highlight ist eine Füllung aus Gurke (Vorbereitung siehe hier), Frischkäse sowie Karotte und Omelette.



Auf dem Bild sind die Futo-Maki in der Mitte. Oben befinden sich die Gurken-Frischkäse-Maki, unten eine Füllung aus Gurke und den unten zubereiteten Karotten.


Die Zutaten:
  • Grundrezept Sushi-Reis
  • Salatgurke
  • Frischkäse
  • 2 Karotten
  • 3 Eier
  • Sake
  • Sojasauce
  • Mirin
  • Nori-Blätter
  • Bambusmatte
  • scharfes Messer
  • Schüsselchen mit Essig-Wasser-Gemisch


Kauft man auch ganz prima online bei:

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Die Zubereitung:

Die Karotte roh zu verarbeiten wäre im Gegensatz zur Gurke ein wenig zu knackig für meine Sushi-Rolle. Daher schäle ich die Karotte und schneide sie in ähnlich dicke Stifte wie die Gurke.
In einem weiten Topf (die Karottenstreifen sollten komplett hineinpassen) ca. 200 ml Wasser sowie je einen "Schuß" Sake, Sojasauce und Mirin (Reisweinwürze) erhitzen. Die Karottenstifte darin ca. 10 min. köcheln lassen.

Derweil das Omelette zubereiten. Dafür die drei Eier ebenfalls mit je einem "Schuß" (ihr wisst schon, einmal das Handgelenk rein und wieder rausdrehen) Sake, Sojasauce und Mirin sowie etwas Salz aufschlagen. Aus dieser Eiermasse könnte man jetzt schon klasse Tamago-Sushi erstellen - aber das ist ein anderes Rezept und soll ein anderes Mal vorgestellt werden :)

Diese Eiermasse muss nun erhitzt werden. Entweder füllt man die Masse in einen Gefrierbeutel und lässt die Masse in einem Topf mit heißem Wasser stocken. Oder man füllt sie in einer mikrowellengeeignete Schüssel, die man leicht abdeckt. Ca. 2 min. auf Volldampf laufen lassen.

Wie ihr es auch macht - am Ende sollte sich die Eiermasse genauso in Streifen schneiden lassen wie die Gurke und die Karotten.

Nun gehts aber los: Die Futo-Maki-Rolle!

Im Gegensatz zu den anderen Rezepten legen wir das gesamte Nori-Blatt auf die Bambusmatte. Die Hände mit der Essig-Wasser-Mischung benetzen und ca. zwei Handvoll Reis auf dem Blatt verteilen. 2 cm Rand oben freilassen (sonst schließt die Rolle nicht richtig).

In der Mitte der Reisplatte über die ganze Breite Karotte, Ei, Gurke und Frischkäse verteilen und wie gewohnt rollen. Dabei noch mehr Obacht bei der Füllung, gut festhalten damit sie nicht wegrutscht :)

Nun wieder die Ränder der Rolle mit dem scharfen Messer abschneiden (Tuch mit Essigwasser tränken und immer wieder die Schneide abwischen!), die Rolle halbieren und insgesamt acht Stücke schneiden.

Alternativen sind z.B. schmal geschnittene Pilze, Avocado, kleingeschnittene Inari (süßliche Tofutaschen) und alles, was sonst noch so gut schmeckt.

Guten Appetit!


Küchenteufel rollt Sushi - was außerdem geschah:

Dienstag, Juli 12, 2011

Küchenteufel rollt Sushi - Grundzutaten und Kappa Maki (Gurke)

Nun haben wir also den Reis gekocht, gewürzt und abgekühlt. Diese "Säuerung" war übrigens dafür da, den Reis lange haltbar zu machen. Aber so schnell, wie wir die Sushi-Häppchen verputzen, wird dafür wohl keine Verwendung sein :)

Zutaten:

"Handwerkszeug" für unsere ersten Sushi-Röllchen mit Gurke, die sogenannten "Kappa Maki" sind:
  • Portion Sushi-Reis
  • Nori-Blätter (Alge)
  • eine Bambusmatte
  • ein Schälchen mit Essig-Wasser-Gemisch
  • ein scharfes Messer
  • eine Salatgurke
  • Frischkäse
  • evtl. Sesam
  • evtl. Wasabi
  • eingelegter Ingwer (wird später serviert)
Die Noriblätter gibt es wie den Reis in unterschiedlichen Preisklassen. Während der Supermarkt mir eine Packung mit 7 Blättern für 4,59 Euro verkaufen wollte, konnte ich beim Asia-Laden eine Packung mit 10 Blättern für 2,99 Euro erwerben.

Da ich gern online einkaufen mag, bin ich hier im Partnerprogramm dabei:
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Zubereitung:

Die Gurke von außen schälen, längs halbieren. Mit einem Löffel die Gurkenkerne herauskratzen. Mit dem scharfen Messer die Gurkenteile nocheinmal hälfteln und dann dritteln. Diese Spalten ca. in der Mitte durchschneiden. Vom Umfang sollen sie ungefähr so dick wie Besteck sein, und so lang wie das Noriblatt.

Die Packung mit den Algen öffnen, ein Blatt mit einer Schere in der Mitte durchschneiden. Die rauhe Seite des Blattes bündig auf die Bambusmatte legen. Die Finger mit dem Essig-Wasser-Gemisch anfeuchten und ca. eine handvoll Reis auf dem Blatt verteilen. Oben ca. 1 cm Rand lassen.

In der Mitte eine Linie Frischkäse verteilen, einen Streifen Gurke darauflegen und leicht andrücken. Das Blatt mit Hilfe der Bambusmatte anheben, die Gurkenfüllung mit den Fingern festhalten. Das Blatt einrollen, dabei etwas festdrücken.

Alternativen: Den Frischkäse mit Sesam bestreuen oder gleich komplett durch dem Sesam ersetzen.

Wer Wasabi - japanischen Meerrettich - mag kann natürlich bereits in diesem Stadium den Reis mit Wasabipaste bestreichen. Wer Nicht-Wasabi-Esser dabei hat, sollte diesen zum Essen separat reichen.

Die Rolle von der Matte nehmen, ein scharfes Messer mit Essig bestreichen. Dafür am besten ein Papiertuch in Essig tränken und immer wieder abwischen. Die Enden dünn abschneiden, die Rolle dann erst halbieren, und dann in insgesamt 6 Teile schneiden.

Nett anrichten und - voilà!



Gegessen werden diese Sushi in Japan mit frisch gewaschenen Fingern oder Stäbchen. Wer mag, taucht sie leicht in ein Schälchen mit Sojasauce, Kenner mischen sich etwas Wasabipaste in die Sojasauce.

Zwischen zwei unterschiedlichen Sushi-Sorten wird gern ein wenig eingelegter Ingwer gegessen, um den Geschmack zu "neutralisieren". Nix für mich, aber ansonsten sehr beliebt.

Gemüse-Alternativen zur Gurke wären zum Beispiel Avocado, japanischer Rettich, Karotte (da kommt demnächst ein gesondertes Rezept!) und - wie ich gerade beim Sushiladen unseres Vertrauens erlebt habe - mit Paprika.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Sushi-Rollen, auch ich als Grobmotoriker werde immer fixer und der Geschmack ist einfach besser, wenn man es selbst gemacht hat, von den geringeren Kosten ganz zu schweigen 8) Ein echter Sushimeister spielt natürlich in einer ganz anderen Liga - aber wieviele von uns werden das wohl herausschmecken können? *lach*

Ansonsten gilt: Übung macht den Meister. Dieses Video zeigt super, was ich meine.



Viel Spaß dabei!

Bis zur nächsten Sushi-Runde!

Küchenteufel rollt Sushi - was außerdem geschah:

Küchenteufel rollt Sushi - der Reis (Einführung)

Es ist mitnichten so, dass ich in den letzten Wochen nicht gekocht habe. Im Gegenteil, viele leckere Dinge haben die Küche verlassen und dann die Mägen lieber Freunde erreicht. Jedoch ohne einen kurzen Stopp vor der Digitalkamera, und mal ehrlich: Was ist ein Rezept ohne schmackhaft aussehende Fotos?

Nun geht die Geburtstagssaison in eine neue Runde, inkl. leckerer Mitbringsel fürs Buffet. Da gehen natürlich am besten die kalten Kleinigkeiten, die man sich direkt in den Mund stecken kann, und seit meinem Sushikurs mit S. hab ich mich daran gewöhnt, immer mal wieder ein wenig Sushi anzuschleppen.

Sushi? Das mit dem rohen Fisch? Von dem man nicht satt wird? Ähm .. ja. Genau so habe ich es vor ein paar Jahren noch gesehen, völlig überschätztes Lifestyle-Essen blablabla. Und dann haben C & L mich "bekehrt".

Schon allein die Tatsache, dass man die Dinger auch anders füllen kann als nur mit rohem Fisch, wird einige Blogbeiträge wert sein :)

Aber erstmal geht es an die wichtigste Zutat:

Sushi - Der Reis

Inzwischen gibt es "Sushireis" in jeder Exotikecke des Supermarktes, natürlich zum entsprechenden Preis. Wer die Gelegenheit hat, sollte sich da lieber an den Fachhandel (Asia-Shops etc.) wenden, vor allem bei den weiteren Zutaten. Der Reis selbst ist eigentlich "nur" klassischer Rundkornreis, d.h. man kann auch Risottoreis oder Milchreis dafür benutzen. Ich verwende meistens den Risottoreis.

Rezepte zur "richtigen" Reisverarbeitung gibt es wie Sand am Meer. Selbstredend nimmt jeder Buchautor sich das Recht, seine/ihre Anweisung als THE ONE AND ONLY FROM JAPAN zu bezeichnen. Nehmen kann man ja.

Nachdem ich wirklich diverseste Versionen ausprobiert habe, bin ich letztendlich bei folgender Anweisung geblieben, für mich perfekt. Wem jetzt die kulinarische Welt untergeht, kann mich entweder in den Kommentaren beschimpfen oder es einfach weiter hin so machen wie gewohnt.


Zutaten für Sushireis:

400 ml Rundkorn(Risotto)-Reis + reichlich Wasser zum Waschen
460 ml Wasser - zum kochen
3 EL Reisessig
2 EL Zucker
1 TL Salz

Zusätzlich:
kleiner Topf mit festschließendem Deckel, eine weite Schale, Sieb, Holzspatel, ein Fächer

Gibts in der Asia-Abteilung vom Supermarkt, im Asia-Laden oder bei:

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Zubereitung:

400 ml Reis mit dem Meßbecher abmessen, in eine Schüssel geben und mit reichlich Wasser auffüllen. Mit den Händen sanft darin rühren um den Reis "zu waschen". Ca. 20 min. einweichen lassen.

Reis in ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser ausspülen, bis das Wasser nicht mehr milchig ist.

Reis mit 460 ml heißem Wasser in einen Topf geben, Deckel drauf und den Herd auf die höchste Stufe stellen. Wenn das Wasser kocht, die Hitze herunterdrehen und ca. 10 min. "ausquellen" lassen. Den Deckel nicht abnehmen!

Danach den geschlossenen Topf für ca. 5 min. beiseite stellen. Reisessig, Zucker und Salz vermischen und auf dem Herd erwärmen, bis der Zucker sich einigermassen aufgelöst hat. Gibt es übrigens auch schon fertig zu kaufen, habe ich aber noch nie probiert.

Den Reis in eine weite Schüssel, Teller mit Rand o.ä. geben und mit einem Holzspatel kleine Furchen ziehen. Dort die Essiglösung hineingeben.

Ab jetzt wird eine zweite Person gebraucht: Während der Eine die Lösung unter den Reis arbeitet (durch Wenden, nicht rühren!), "wedelt" der Zweite dem Reis Luft zu (mit Fächer, Zeitschrift o.ä.), um ihn abzukühlen. Je schneller der Reis auf diese Weise abkühlt, desto glänzender wird der Reis.

Wir haben auch schon mal die Kaltstufe vom Haarföhn benutzt :)

Wenn der Reis abgekühlt ist, kann er problemlos weiterverarbeitet werden. Dafür eine kleine Schüssel mit Essig und Wasser vermischen, damit der Reis nicht an den Händen klebt.


Küchenteufel rollt Sushi - was außerdem geschah:

Sonntag, Juli 10, 2011

52 Songs - die erste Runde: Guten Morgen

52 Songs heißt es seit dieser Woche bei Konna von der Gedankendeponie.

Kurz umrissen: Jeder postet einen Song, der seines/ihres Erachtens gut zu einem bestimmten Thema passt, und schon bekommt man ein klasse Mixtape, und das jede Woche! Mehr Infos unter 52 Songs.

Also an die Arbeit, denn das erste Thema lautet: "Guten Morgen" (Der Link führt euch zu allen "Guten Morgen"-Songs).

Natürlich denkt der schlagerversierte Teil in mir gleich "Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen Sonnenschein" ... aber nein, das ist nicht "mein" Guten-Morgen-Song.

Es war noch zu meiner Schulzeit, ca. in der 7. oder 8. Klasse, denn meine Mama hat mich noch wecken müssen, damit ich pünktlich zur Schule komme (dass das immer noch ein Problem ist, weise ich als Gerücht weit von mir *lach*). Es muss im Winter gewesen sein, denn es war draußen noch dunkel und der Schreck daher sehr groß, als meine Mama meine Tür aufriss, sie den Schalter betätigte und gleißendes Licht durch den Raum flutete *urgs*. Ohne Rücksicht auf Verluste marschierte sie quer durchs Zimmer zum Fenster, um eiskalte .. ähmm ... frische Luft hereinzulassen - daher kommt meine Manie, bei allem Chaos wenigstens den Fußboden freizuhalten - und unterwegs die Stereoanlage anzuschalten.

Eigentlich alles dafür gemacht, mies in den Tag zu starten. Aaaaber: Im Radio lief nach einer kurzen Anmoderation von Carsten Köthe, der tatsächlich schon in meiner Teenagerzeit Morgenmoderator von RSH war, "Walking on sunshine" von Katrina and the Waves! Ich konnte gar nicht anders, als mich vom fröhlichen Beat anstecken zu lassen. Dieser Song, der bis dahin nur ein "mag ich"-Etikett hatte, gehört inzwischen zu meinen persönlichen Top10-Songs, und wenn ich überlege, wann das passiert sein muss, denke ich immer wieder an diesen Novembermorgen.

Das war mein erster "52 Songs"-Beitrag, und wenn euch das Spaß gemacht hat, dann macht doch auch mit! Einstieg jederzeit möglich!

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