Mittwoch, Oktober 13, 2010

Küchenteufel: Kürbisspätzle

Ich hab ja versprochen, unsere derzeit ersponnenen Kürbisrezepte hier einzustellen. Dieses Mal geht es um eine schwäbische Spezialität (Alex ist ja halber Schwabe): Spätzle.

Jaaa ... auch die kann man mit Kürbis machen, genauer gesagt mal wieder der Hokkaido (ob ich es diesen Herbst noch schaffe, mal einen Muskatkürbis zu verarbeiten?).

Spätzle sind ja so eine Sache: Die einen schaben sie vom Spätzlebrett (hab ich, mag ich aber nicht), die anderen pressen sie durch eine Kartoffelpresse und ich? Ich habe die Segnung der Firma Tupperware im Haus in Form der sogenannten "Spätzleria". Im Prinzip ein leicht gerundetes Plastikbrett mit Löchern und Plastikspatel, aber das Ding läuft super. Wobei Alex natürlich herumätzen muss, dass das, was rauskommt, allerhöchstens "Knöpfle" seien, keine Spätzle. Aber egal, gegessen wird es trotzdem :)

Hier ein kleines Video zum original "schaben", mit klasse Audiokommentar! :)

Spätze schaben mit Schwaben

Nun aber los mit den

Kürbisspätzle

Zutaten:

ca. 250 g Hokkaido-Kürbis (reines Fleisch)
250 g Weizenmehl (alternativ geht natürlich auch Dinkelmehl, dann mit der Wassermenge variieren)
2 große Eier
200 ml Wasser
2 TL Salz
Pfeffer
Muskatnuss
ein paar Blätter frischer Salbei
2 EL Butter
Optional: frischer Parmesan

Zubereitung:

Den Kürbis von Kernen und Schale befreien, in kleine Stücke schneiden und mit wenig Wasser in einem kleinen Topf ca. 10 min. mit Deckel weichdünsten. Kürbis pürieren.

Mehl, Salz, Eier und Wasser schnell zusammenrühren (auch gleich das komplette Wasser hinein, sonst klumpts), das Kürbispüree unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Der Teig ist dann soweit, wenn er beim Schlagen Blasen wirft und schwer vom Löffel reißt. Wenn der Teig zu fest ist, mit Wasser verdünnen, andersherum mit Mehl binden.

Den Teig ca. 5 - 10 min. ruhen lassen, dann noch einmal kräftig durchschlagen.

Einen Topf mit Wasser aufsetzen, das kochende Wasser salzen. Den Teig portionsweise mit einer der o.g. Möglichkeiten"schaben". Die Spätzle sind fertig, wenn sie oben schwimmen. Mit einer Schaumkelle abtropfen lassen und warm stellen.

In einer kleinen Pfanne bei wenig Hitze die Butter schmelzen und die Salbeiblätter hineingeben, so dass die Butter den Geschmack annimmt. Über die Spätzle geben und als Beilage servieren.

Wenn die Kürbisspätzle als Vorspeise oder sogar Hauptgericht serviert werden sollen, passt frisch geriebener/gehobelter Parmesan dazu.

Guten Appetit!

Mittwoch, Oktober 06, 2010

Küchenteufel: Kürbisbrot

Wie ja zuvor schon angekündigt, tobe ich mich zur Zeit mit Hokkaido-Kürbissen aus und möchte euch gern an den Ergebnissen teilhaben lassen. Und es ging auch gleich gut los: Nachdem wir eine eher durchschnittliche Kürbis-Nudelsauce gemacht haben, nutzte ich den "Rest" für ein Kürbisbrot. Alex ist allerdings der Meinung, dass es sich eher um einen trockenen Kürbiskuchen handelt :) Egal was es ist, das Ding wurde im Laufe eines Nachmittags zu 2/3 verputzt, das spricht doch für sich!

Für das Kürbisbrot habe ich ein Rezept aus dem "essen und trinken für jeden Tag"-Heftchen genommen, das ich mir regelmäßig beim Einkauf mitnehme ... und dann ein wenig für mich abgewandelt.

Kürbisbrot

Zutaten:

300g Kürbisfleisch (netto, nach Entfernen von Schale und Kernen)
75 g weiche Butter
500g Mehl
1 Pk. Trockenhefe
90g Zucker
1 gestr. TL Salz
1 Ei
1 EL Milch

Möglich ist, 1 TL Kürbiskerne auf das Brot zu geben, oder mit Muskatnuss und Zimt zu würzen.

Zubereitung:

Kürbis entkernen, schälen und das Fruchtfleisch würfeln. Mit 2 EL Wasser in einen Topf geben, zugedeckt bei wenig Hitze 15 min. weich kochen, zwischendurch umrühren. Kürbis in einem hohen Gefäß mit dem Stabmixer fein pürieren. Butter untermischen und abkühlen lassen.

Mehl, Hefe, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Ei und Kürbis-Butter-Mischung zugeben und mit dem Knethaken des Handrührers zu einem Teig verarbeiten. Dann auf der Arbeitsfläche mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig kneten. Zurück in die Schüssel geben und 30 min. gehen lassen.

Teig in eine Kastenform geben. Längs 1 cm tief einschneiden, mit Milch bepinseln. Bei 180°C ca. 45 min. bei O/U-Hitze backen.

Am besten schmeckt er ganz frisch mit ein wenig Butter und Salz (bzw. gesalzener Butter), zum Beispiel als Alternative zu Kuchen am Nachmittag. Wer es nicht ganz so süß mag, reduziert den Zucker.

Viel Spaß beim nachbacken!
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