Freitag, April 23, 2010

Freitagsfüller!

Leider viel zu selten beteilige ich mich an Barbaras grandiosem "Freitagsfüller"!



Die Vorgaben kommen von ihr, das fettgedruckte von mir. Vielleicht ja auch was für euch? Dann einfach hier teilnehmen, jede Woche wieder.

1. 1992 war ich Tanzschulqueen, hatte eine tolle Zeit im Ferienlager und später in Indien.

2. Das erste iPad kauft man besser nicht.

3. Gestern abend habe ich zum Abendessen ganz liebe Menschen mit u.g. Orange Chicken bekocht.

4. Liebe Mama, ich möchte dass du weisst wie lieb ich Dich habe!

5. Über die erste Staffel von RTL Samstag Nacht (geschenkt von Aristokitten) konnte ich herzhaft lachen.

6. Der Sommer naht mit großen Schritten und ich sage "warum nicht".

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meine Videogruppe, morgen habe ich den Besuch einer Doppelgeburtstagsparty geplant und Sonntag möchte ich mit lieben Freunden im Goodies brunchen!

Donnerstag, April 22, 2010

Küchenteufel: Orange Chicken

Es begab sich im letzten Jahrtausend, dass ich einige Zeit in New York leben und arbeiten durfte. Da mein bevorzugtes FastFood (schnell mal was vom Bäcker holen) mangels Möglichkeit ausfiel, arbeitete ich mich durch die hiesige FastFood-Landschaft, und neben den Pizzastücken von sbarros waren es diese niedlichen kleinen Pappboxen mit himmlischem FastFood vom Chinesen. Besonderes Highlight war das "Orange Chicken", Hühnchenstücke im Teigmantel in einer süß-klebrigen Sauce *yummi* Zurück in Deutschland habe ich so einige chinesische Restaurantbetreiber wahnsinnig gemacht, aber nachdem ich oft genug Hühnchen mit separater saurer Orangensauce gereicht bekam, habe ich es aufgegeben.

Bis Las Vegas.
Auf der Suche nach leckerem Essen, dass auch einigermassen bezahlbar war, landeten wir in diversen FastFood-Piazzas, wo ich meist die sbarros-Filialen ansteuerte :) Im Venetian allerdings gab es auch einen "Panda Express" - und die hatten Orange Chicken im Angebot! Ich will nicht sagen, dass ich mich in LV überfressen habe, aber: Ich habe mich in Las Vegas überfressen :)

Jetzt in Zeiten des vollgestopften Internets war es auch kein Problem mehr, ein "copycat"-Rezept zu finden, und so war ich vor einigen Tagen damit beschäftigt, das US-Rezept zu übersetzen, die Maße umzurechnen (ne 1/4 Tasse Mehl?) und einfach mal loszukochen. Das Ergebnis war großartig und daher möchte ich euch Rezept und Bilder nicht vorenthalten!

Orange Chicken (wie beim Panda Express)

Zutaten:
  • 2 Pfund Hühnerbrustfilet, in mundgerechte Stücke geschnitten
  • 2 Eier
  • 1,5 TL Salz
  • weißer Pfeffer
  • 60 g Maisstärke (z.B. Maizena) + 1 EL später zum andicken der Sauce
  • 30 g Mehl
  • 1 EL kleingehackte Ingwerwurzel
  • 1 TL kleingehackter Knoblauch
  • 1/2 TL kleingehackte Chilischote (kann man weglassen)
  • 1-2 Frühlingszwiebeln (kleingehackt)
  • 1 TL Reiswein
  • ca. 50 ml Wasser
  • 1/2 TL Sesamöl
Für die Orangensauce:
  • 1,5 EL Sojasauce
  • 1,5 EL Wasser
  • 5 EL Zucker
  • 5 EL weißer Balsamicoessig
  • Zesten einer Bio-Orange

Zubereitung:

  1. Eier, Salz und Pfeffer aufschlagen
  2. Mehl und Stärkemehl mischen und mit der Eimasse vermengen
  3. Die mundgerechten Hähnchenfleischstücke in eine große Schüssel geben, die Eier-Mehl-Mischung darübergießen und vermengen

  4. In einem Wok Pflanzenöl erhitzen - wenn an einem Holzstäbchen Bläschen aufsteigen ist die perfekte Hitze erreicht
  5. Nach und nach teigummantelte Fleischstücke ins heiße Fett geben und ausbacken. Die ersten Stücke aufschneiden - das Huhn muss durch sein, zu lange gebacken macht es jedoch trocken! Auf einem mit Küchenkrepp belegten Teller abtropfen lassen, warm stellen (z.B. im Backofen bei 50°C).
  6. Die Orangensauce mit o.g. Zutaten zusammenrühren (ich nehme lieber einen Schuß Orangensaft), Ingwer, Knoblauch, Chili und Frühlingszwiebeln kleinhacken.
  7. In einer hohen Pfanne 1 TL Öl erhitzen und Ingwer und Knoblauch dazugeben, bis der Duft aus der Pfanne steigt (ca. 10-15 sec.)
  8. Chili und Frühlingszwiebeln zufügen, kurz umrühren.
  9. Reiswein zufügen und 3 sec. rühren.
  10. Orangensauce dazugeben und kurz kochen lassen.
  11. Hähnchenstücke dazugeben und ab jetzt fleißig rühren - alle Hähnchenstücke sollen mit Sauce bedeckt sein.
  12. In einer kleinen Schüssel 1 EL Maisstärke mit etwas Wasser vermischen und dazugeben. Erhitzen und weiter rühren, bis die Sauce andickt.
  13. Mit Basmati- oder Jasminreis anrichten.

Samstag, April 17, 2010

Einkaufen bei Walmart - Las Vegas

Wir waren ja während unseres Las Vegas-Aufenthaltes einige Tage motorisiert, und haben die Gelegenheit außer zum SightSeeing natürlich auch zum shoppen genutzt. Vor allem die beiden großen Outlet-Center haben unsere Kreditkarten glühen lassen - aber auch für Essen und Trinken haben wir eine Menge Geld ausgegeben. Ich als Supermarktfan musste die Gelegenheit nutzen, mal nicht nur in den kleinen ABC-Stores am Strip einzukaufen, sondern auch mal einen klassischen WalMart von innen zu sehen. Auf dem Weg zum RedRockCanyon kamen wir an einem "Neighbourhood" Walmart vorbei, also der kleineren Ausgabe. Vergleichbar ungefähr mit dem Kieler Plaza ...

Die Obst- & Gemüseabteilung war wider Erwarten sehr sehr gut sortiert, alles sah knackig und appetitlich aus, genauso die Backwarenabteilung. Große Mengen kannte ich bereits von meinem LA-Shoppingtrip, aber trotzdem war ich immer wieder erstaunt über diese Massen an Shrimps und Co., die einige Menschen tatsächlich am Stück zu kaufen scheinen.

Aber anstatt euch weiter mit Erkenntnissen aus dem Leben eines Supermarktjunkies zu langweilen, habe ich doch lieber ein paar Bilder für euch:




Ich sag mal: Wenn ich die Preise bei Dr. Peppers und der Eiscreme sehe, fang ich ganz leise an zu weinen, genauso wie bei der Auswahl im "Snyders of Hannover"-Regal. Wobei: Das schlimmste ist dennoch das "St.Pauli-Girl"-Bier mit dem Dirndl-Mädchen drauf ... ;)

Donnerstag, April 01, 2010

Unser Besuch in der Bergklause

Es gibt ja so Orte in der eigenen Stadt (oder auch im näheren Umfeld), die man immer schon mal besuchen wollte, die auch jeder Tourist kennt, aber irgendwie nie dazu kommt. Der Düsseldorfer Fernsehturm samt Restaurant gehört dazu, obwohl ich jahrelang dort gelebt habe. Das Atomium in Brüssel habe ich erst erklommen, als wir später eine Stippvisite mit Freunden gemacht haben, nicht zu meiner "Wohnzeit". Im nahegelegenen Hamburg wollte ich immer mal irgendwann "Cats" und das "Phantom der Oper" sehen - die im Übrigen lääängst weitergezogen sind.

In Kiel sind solche von mir noch nie besuchten Orte zum Beispiel der Rathausturm, der Botanische Garten oder aber die berühmt-berüchtigte "Bergklause" in Holtenau. Es werden sich wilde Geschichten über diese Eckkneipe mit Küche erzählt, über nicht schaffbare Portionen, eine rigorose Wirtin, eine gute Qualität der Speisen trotz geringem Preis und der Tatsache, dass alle, die ihr Fleisch nicht aufessen, danach für Karl-Heinz Böhms "Menschen für Menschen" spenden müssen.

Am letzten Sonntag war es dann soweit, wir fuhren zu viert nach Holtenau, erfreuten uns an der Tatsache, dass es abends um sieben noch hell war und betraten die "Bergklause", in der ich am Abend zuvor einen Tisch reserviert und gleich schon ein lustiges Gespräch geführt hatte. Die Bergklause sieht von innen so aus, wie man es von außen erwartet: Dunkle Holzmöbel, stoffbezogene Bänke, ein dominierender Tresen samt dazugehöriger Besetzung mit älteren Herren. Alles in allem: urig-gemütlich.

Als wir hereinkamen, wurden wir von einem älteren Herren begrüßt, der uns fragte, ob wir denn etwa essen wollten? Vom Essen werde man doch schließlich dick? Ich antwortete nur, dass von "werden" hier nicht mehr gesprochen werden könne und wir wurden von der weiblichen Bedienung an einen Tisch gebracht. die Speisekarte war übersichtlich, es gab diverse Kleinigkeiten, zwei "Kindergerichte", eine Seite mit Schnitzelgerichten und eine mit Steaks.

Die weibliche Bedienung kam an den Tisch, um die Bestellung aufzunehmen und plante rigoros um: Die Jungs wurden mehrfach gefragt, ob sie gute Esser seien, dem anderen Mädel wurde nahegelegt, statt dem normalen Schnitzel lieber den Kinderteller zu nehmen. Ich fragte nach der Menge des Rumpsteaks (ich bin gewohnt, dass da eine Grammzahl dahintersteht) und erhielt die Antwort: "Schaffbar". Meine Pommes wurden mir dahingehend gekürzt, dass ich sie mit der weiblichen Begleitung teilen sollte.

Nun gut: Die Bestellung war aufgegeben, wir hatten uns jede Menge zu erzählen, was jedoch regelmäßig unterbrochen wurde, um den Tellern mit den "Schnitzellappen" hinterherzuschauen, die an andere Tische gebracht wurden. Und hier kommt unsere Bestellung:





Erste Reihe: Kinderteller Schaschlikspieß und Kinderteller Schnitzel
Zweite Reihe: Rumpsteak mit Pilzen (reguläre Portion) und Schnitzel Holsteiner Art (reguläre Portion)
(draufklicken um mehr zu sehen, die Qualität liegt an dem Unvermögen der Handykamera, im dunklen besser zu knipsen)

Das Kinderschnitzel war vor allem viel Panade und viel Fleisch, und für die Bestellerin einfach nicht schaffbar. Der Rest wurde in Alu eingepackt und für den kommenden Tag als Mittagessen eingeplant.
Der Kinder-Schaschlikspieß war abwechselnd mit Zwiebeln aufgesteckt, zartes Fleisch und dann von Schaschliksauce ertränkt, deren Geschmack dominierte. Die Bratkartoffeln waren okay, aber keine Offenbarung. (Kommentar des Essers: "In der Alten Räucherei in Ellerbek schmecken sie besser.")
Zu meinem Rumpsteak, das unter einem großen Berg Champignons zu finden und reichlich mit grobem Pfeffer bestückt war, läßt sich vor allem sagen, dass man außerhalb eines Steakhauses kein Steak bestellen sollte. Obwohl in der Mitte rosa, war es an den Rändern doch äußerst zäh und am Ende auch noch sehnig, weswegen ich mich weigerte, für dieses "nicht aufgegessen" zu spenden. Die Kräuterbutter war lecker und reichlich (das ICH mal die Hälfte der Kräuterbutter übriglasse, wer hätte das gedacht?), die Pilze okay. Dazu einer "Garnitur" aus Gurkensalat, Selleriesalat und Bohnensalat, von denen ich nur die Gurken gegessen habe.
Der Einzige, der sich traute ein reguläres Schnitzel von der Karte zu bestellen erhielt eine Platte mit großem Schnitzel, Spiegeleiern, Bratkartoffeln und einem Berg Erbsen&Möhrchen aus der Dose - und hat alles aufgegessen!

Da alle vier Besucher mehr oder weniger aktive Twitterer sind, wurde natürlich auch die Followerschaft über dieses Ereignis in Wort und Bild informiert, und man merkte, dass am Sonntag abend nicht soo viel mehr los war :) So konnten wir gleich für "Kieler Hunger" herausfinden, dass es in der Bergklause leider keinen Mittagstisch gibt, und erfanden außerdem neue Wortschöpfungen. Alles in allem hatten wir einen sehr schönen Abend mit einer netten Bedienung und großen Portionen zu günstigen Preisen. Das Steak blieb leider weit hinter den Erwartungen zurück, meine Kleidung und ich rochen am nächsten Morgen stark nach Frittierfett und ich denke, dass wir es bei diesem einen Bergklausen-Besuch belassen werden.
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