Freitag, März 26, 2010

Taschen aus Verpackungen


Ich bin ein Taschenjunkie. Große Taschen, kleine Säcke, Umhängetaschen aus LKW-Plane oder winzige Täschchen aus Samt - all dieses Zeugs sammelt sich in diversen Kisten und Schrankecken und ich kann einfach nicht genug davon bekommen.

Vor zwei Wochen ergatterte ich bei famila eine coole Einkaufstasche von Ritter Sport (guckst Du links), und ich war sofort verliebt. Dabei erinnerte ich mich: Sowas hatte ich doch schon mal irgendwo gesehen?

Flugs ein wenig recherchiert und siehe da: Andere beschäftigen sich ebenfalls mit diesem Thema und haben wirklich tolle Ideen zu Taschen aus Verpackungsmaterial:

Jetzt fehlen mir nur noch so unwesentliche Dinge wie handwerkliches Geschick, Geduld und eine funktionsstarke Nähmaschine *lach* Aber wer weiß, vielleicht mach ich ja dieses Jahr mal einen Nähkurs.
(Um der Frage vorzubeugen: Nein, meine Mama kann auch nicht nähen und ich habe auch keine weiblichen Verwandten in der Nähe, die mir das beibringen könnten.)
Aber vielleicht findet sich ja unter meinen Lesern jemand, der/die Bock hätte, sowas gemeinsam zu machen?

Nachtrag: Im österreichischen Elternforum wird sich ausgiebig über dieses Thema unterhalten, sogar alte Chipstüten werden da verwurstet und es gibt Tipps & Tricks.

Donnerstag, März 25, 2010

Blogparade: Die zehn schlechtesten Filme, die ihr je gesehen habt


Heute bin ich in der Mittagspause mal wieder ein wenig "um den Blog gegangen" (danke an einen meiner Twitter-Follower für dieses Wortspiel!) und habe beim Beetfreeq eine von Gillys berühmten Blogparaden entdeckt. Und dann auch noch zum Thema Filme, selbstredend muss ich da dabei sein!


Schließlich nenne ich doch den einen oder anderen Film auf DVD (oder anderswo gespeichert) mein Eigen und auch wenn meine Kinorate inzwischen erheblich gesunken ist, war ich mal ein wöchentlicher Kinogänger und denke, dass ich zum Thema "Die zehn schlechtesten Filme, die ihr je gesehen habt" zumindest eine Meinung habe.

Eins vorweg: Viele Filme, die in dieser Blogparade in anderen Blogs auftauchen, haben mich schon von Titel und Beschreibung abgeschreckt, d.h. Filme wie "2012", "96 Stunden" oder "Feuer, Eis und Dosenbier" habe ich mir gar nicht erst angeschaut. Meine Top 10 waren trotzdem schwer aus der Masse an Ärgerlichkeiten auszusuchen, weil ich prinzipiell ein Fan von gut gemachtem Trash bin und daher manchem Film eine Chance gab, die im Nachhinein keine verdient gehabt hätten.

Also hier die Top 10 der Filme, bei denen ich mich so richtig geärgert habe, Eintrittsgeld ausgegeben zu haben:


Platz 10: Babel
Die Grundidee, sprich: Alles, was irgendwo passiert, hat Auswirkungen an einem völlig anderen Teil der Erde, war ja nicht schlecht.
Aber was ist daraus geworden: Man nehme einen kriegerischen Brennpunkt, zeige die Leute, die da leben ausschließlich als Bauern, dazu einen Satz Amerikaner, die grundsätzlich alles besser wissen und ihre Maßstäbe & Selbstgerechtigkeit anlegen (grandioser Idiot: Brad Pitt). Dazu die Geschichte eines gelangweilten japanischen Mädchens, deren Langeweile wir leider mitspüren dürfen. *gähn* Was für eine Zeitverschwendung.

Platz 9: Mars Attacks
Ja ja, ich weiß. Kultfilm, sehr beliebt, tolle Schauspieler rennen da rum blabla. Leider rennen sie auch nur da herum, sonst nix. Keine schauspielerische Leistung, keine richtige Story, für mich einfach nur nervig.

Platz 8: Traumschiff Surprise - Periode 1
Ich mochte den "Schuh des Manitu", genau wie ich Bully Herbig und Co. schätze. Und auch diese tuntige Enterprise-Besatzung in der Bullyparade hat für Lacher gesorgt. Aber ein ganzer Film darüber? Grausam. Die Geschichte passte auf ein halbes Din A 5-Blatt, Till Schweiger nervte mich mal wieder an, und es gab ganze zwei Lacher für mich in diesem Film: "Der Mars macht mobil", sowie eine Szene, in der irgendein Müll auf dem Boden lag, es den Befehl "wegtreten" gab und dann dieses Müllstück sonstwohin getreten wurde. Nicht lustig? Der Rest war schlimmer.

Platz 7: Catwoman
Was war das denn? Ich bin ein Comicfan und habe bei der Verfilmung dieser Geschichten eine sehr hohe Toleranzgrenze (ich besitze sogar Daredevil, Constantine und X-Men), aber das ging gar nicht. Miese Story, schlechte schauspielerische Leistung, dummes Kostüm. Wobei Catwoman hier als Stellvertreterin steht für weitere miese Comicverfilmungen wie Hulk, Ghost Rider oder Elektra. Eine weitere Comicverfilmung wird allerdings in dieser Auflistung noch erscheinen.

Platz 6: Der englische Patient
Ich war bei einer Freundin in LA zu Besuch und wir wollten ins Kino gehen. Ihre Au-Pair-Gastmutter legte uns diesen Film ans Herz, den heißen Oscar-Kandidaten. Ich will gar nicht lang meckern, der Film ist einfach strunzlangweilig. Ich glaube, das war das allererste Mal, dass ich mit meiner Begleitung eine Entscheidung treffen musste: Schlafen oder gehen?

Platz 5: Starship Troopers

Es gab einen Deal: Ich geh mit in ST, dafür sollte mein damaliger Freund mich 2 Tage später in Jack Nicholsons "Besser gehts nicht" begleiten. Ich saß also im Kino, freute mich auf ein leichtes Actionspektakel und war nur noch genervt. Nicht nur von den Typen hinter mir, die alles kommentierten, was sie sahen, sondern auch von dieser miesen Story (Nebensatz: "Vielleicht hätten wir sie nicht zuerst angreifen sollen") über die "Schönheit" der Darsteller - die Dame, die so ähnlich aussah wie Verona Feldbusch hatte nach einem Raumschiffunfall nur ein Pflaster über dem Auge, ja klar - bis hin zu den dummen Anspielungen wie z.B. dem "Doogie Howser"-Darsteller in dunklem Nazi-Ledermantel. Vom Regisseur angeblich als Stilmittel benutzt haben sich die Typen hinter mir nur gefreut: "Geil! Nazis!" Argh!

Platz 4: SAW
Ich hatte große Erwartungen. An der Litfaßsäule Ecke Westring/Eckernförder Str. in Kiel hing bereits seit Tagen das Plakat: "Nach SIEBEN kommt nicht acht, sondern SAW". Und ich muss sagen: Nach dem Film "Sieben" habe ich eine Nacht lang schlecht geschlafen. Also hinein und was ich sah, war so mies, dass ich noch auf dem Weg aus dem Kinosaal heraus anfing zu schimpfen wie ein Rohrspatz. Es ist nunmal eine klassische "Whodunnit"-Geschichte, und den Antagonisten hatte ich während des Films bereits ausgeschlossen. Und auch sonst war da nix mit subtilem Horror, sondern einfach nur "Schlag-drauf-bis-es-spritzt"-Handlung. Sehr ärgerlich.

Platz 3: Van Helsing
Vampirfilm! Geil! - So oder so ähnlich erging es mir, als ich von diesem Film las. Ich besuchte das Kino mit meiner allerliebsten Filmbegleiterin, einem Menschen, der genau weiß, wann im Film man reden und wann schweigen sollte und über die selben Dinge lacht. Nach wenigen Minuten Film standen uns bereits die Haare zu Berge, so mies war es, wir fühlten uns in Vampir-Trash der 40er Jahre versetzt. Ab dann entschieden wir mit wenigen Worten, diesen Film nur noch als Komödie zu sehen und haben uns prächtig amüsiert. Anschlußfehler, Logikfehler, brach liegende Handlungsstränge, miese schauspielerische Leistung, dumme Syncho. Wer zwei Stunden Lebenszeit sinnlos verschenken will: Bitte, Van Helsing!

Platz 2: Brüno
Eins vorweg: Ich habe Borat nicht gesehen. Und auch Ali G. kenn ich nur aus dem Madonna-Video und weil man halt immer wieder etwas darüber aufschnappt. Eine Freundin wollte aber nun unbedingt Brüno gucken, und wir ließen uns überreden mitzukommen. Kann ich irgendwas über diesen Film sagen, ohne auszuticken? Wahrscheinlich nicht. Also fasse ich es mit den Worten der Leute zusammen, die im Kino direkt hinter uns saßen: "Der Film war so schlecht, den saug ich mir nicht mal aus dem Netz".

Platz 1: The Spirit
Ich hatte es schon angekündigt: Es taucht noch eine Comicverfilmung in dieser Liste auf. Ob es wirklich der schlechteste Film ist, den ich je gesehen habe? Zumindest ist es der letzte schlecht Film, den ich gesehen habe, evtl. ist er mir deswegen so sehr im Gedächtnis haften geblieben. Wie weiter oben schon erwähnt, haben gerade Comic-Verfilmungen bei mir mit einer sehr hohen Toleranzschwelle zu rechnen, weil die Vorlage halt ein gezeichnetes Werk ist, in dem die Bilder meist wichtiger sind als Handlung oder gar tiefgründige Charaktere (Ausnahme: Batman). Aber dieses "Machwerk" zeichnet sich dadurch aus, dass ich am liebsten Gegenstände gegen die Leinwand oder den Projektor geworfen hätte, damit es endlich aufhört. Unsagbar grausam in der Handlung, Samuel L. Jackson in seiner miesesten Rolle. Der Showdown völlig für den Arsch. Wie gut, dass ich ihn im Billigkino gesehen habe, aber auch diese 1,50 Euro waren genauso verschwendet wie die Zeit, die wir dort ausgeharrt haben.

Wars das schon? Nicht ganz. Es gibt einen Film, auf den ich noch besonders hinweisen muss:

Platz 1a: James Bond - Ein Quantum Trost

Meine Mama ist glühender James Bond-Fan und ich habe von klein auf mitgeguckt. Dementsprechend verzeihe ich diesen Filmen eine ganze Menge, sehe sie nicht als bierernste Actionmovies, sondern immer als leicht trashig mit einem Augenzwinkern bei sehr sehr unrealistischen Darstellungen. Über Tim Dalton müssen wir nicht reden, auch der letzte Pierce war ein wenig schmerbäuchig. Daniel Craigs "Casino Royale" dagegen hat mir großartig gefallen. Besser als Jason Bourne, Action gepaart mit Eleganz und Bond-Charme. Und dann kam "Ein Quantum Trost".
Die Story hätte auch mit jeder anderen Filmfigur stattfinden können, bis auf wenige Elemente komplett Bond-untypisch. Die Schnitte sogar mir, die ich aus der MTV- und Videospiel-Generation stamme, viel zu hektisch, teilweise habe ich auf der Leinwand die Handlung gesucht. Apropos Handlung: Mangelware. Die zweite Hälfte des Filmes hätte man getrost wegschneiden können, wäre nicht wirklich aufgefallen. Was für ein Schrott.

Okay, wieder zurück zu Gilly und der Blogparade. Denn auch wenn man sowas vor allem aus Spaß an der Freud und ein wenig Selbstdarstellungshang macht, belohnt Gilly die Teilnehmer mit einem Gewinnspiel und damit mit der Verlosung von Amazon-Gutscheinen.
Zusätzlich soll man sich überlegen, welcher Film bei dieser Blogparade wohl am häufigsten genannt wird, und auch dieser Film wird verlost. Auch wenn ich ihn sicherlich nicht haben will, lege ich mich hier mal auf "Brüno" fest.

Wer noch Lust hat teilzunehmen: Ende der Blogparade ist am 19.4. (btw: Mein Geburtstag) <- wenn das mal kein Glück bringt!

Mittwoch, März 24, 2010

Lieblingssongs

Es gibt Menschen, die bewerten nach dem Musikgeschmack. Und es ist auch so schön einfach, eine Person, die sich selbst als Fan von "Wendler", "Frauenarzt" und "Andrea Berg" bezeichnen, in eine Schublade zu stecken. Ich tue das auch. Weil es das Leben vereinfacht.
Man selbst hat nun zwei Möglichkeiten, mit dieser allgemein anerkannten Klassifizierung über den Musikgeschmack umzugehen. Entweder sucht man sich etwas heraus, das einen in die Nähe derer rückt, zu denen man gern gehören will und sucht sich eine Band heraus, die markant wirkt (the Cure, Depeche Mode, Manowar etc.) bzw. spuckt einfach auf alles, was sich in den Charts tummelt. Oder man nimmt es leicht und sagt sowas wie "ich mag von allem was außer Techno und Klassik und Volksmusik".
Was habe ich als Teenager gegrübelt, welcher Musikstil, welche Band nun wohl meinen Charakter widerspiegelt, oder etwas, dass ich gern darstellen würde? Damals gab es noch diese "Freundschaftsbücher", schwarze Chinakladden mit roten Ecken, in denen man Fragen über sich beantwortete (Google wäre seeehr dankbar für diese freiwillige Ausgabe des eigenen Profils) - und ich füllte die Bereiche Musik, Filme, TV-Serien und Bücher mit dem dünnsten Stift in der kleinsten Größe. Und fühlte mich dabei trotzdem unverstanden.

Bin ich heute anders? Wahrscheinlich nicht, da mir o.g. Szene gerade erst passiert ist. Ich stecke Menschen, die ich gerade kennenlerne und die mir ungefragt! ihren Musikgeschmack kundtun in eine Schublade.
Was sich jedoch geändert hat ist die Tatsache, dass diese Schubladen in viele kleine Fächer unterteilt sind, und auch nicht auf dauerhaftes Bleiben ausgelegt sind, da sich meine Beziehung zu Menschen verändert, je länger und intensiver ich sie kennenlerne.

Als kleinen Abschied drei Songs, die mich über all die Jahre begleitet haben. Keine Ahnung, ob sich daraus mein Musikgeschmack ableitet. Für mich sind es ein hübsche kleine Song, ohne jedweden Hintergrund. Und ich liebe sie dafür.





Und auf jeden Fall diesen hier, auch wenn die Einbettung dieses Videos deaktiviert wurde: The Beautiful South - "Song for whoever"

Donnerstag, März 18, 2010

Serientipp: The big bang theory

Manchmal bin ich ja doch ein late adopter. Obwohl ich ein Serienjunkie bin, schaffe ich es einfach nicht, alles zu gucken was mich interessiert und so stapeln sich massig Folgen diverser Serien wie "how I met your mother", "harpers island" und auch "the big bang theory" auf der großen Serverfestplatte zum "im Winter mal gucken". Gehört wohl in die selbe Kategorie wie "Brettspielabende", die ich auch immer auf den Winter verschoben habe, der allerdings, wenn ich den plus 10,5°C Außentemperatur Glauben schenken darf, endlich vorüber ist (aber es war ein prächtiger Winter, keine Frage. Vor allem im Rückblick :) )
Im Flugzeug nach Las Vegas gab es dann kein Entrinnen - ich zappte durch die Entertainmentkanäle, es lief "the big bang theory" in der Originalfassung und ich war entzückt. Was für eine liebevoll gezeichnete, wortwitzige Sendung!



Zurück zu Hause hatte mich ja der JetLag voll im Griff, d.h. ich wuselte bis ca. 5 Uhr morgens durch die Wohnung, manchmal länger. Ehrlich gesagt habe ich eine Nacht bis morgens um acht gearbeitet, Kollegen telefonisch einige Anweisungen durchgegeben (die gerade Arbeitsbeginn hatten) und bin dann ins Bett gegangen. Und in solchen Nächten liefen dann in einem kleinen Fenster links oben auf dem Monitor die Folgen von "the big bang theory".

Worum gehts? Eigentlich nicht um viel. Genaugenommen: Junge trifft Mädchen. Aber die Verpackung macht es aus - denn der Junge ist begabter Physiker und genauso ein Nerd wie sein Mitbewohner und seine beiden Kumpels, die dauernd in der Wohnung herumhängen. Das Mädchen ist die neu zugezogene Nachbarin, die in der CheeseCake-Factory arbeitet (da war ich schon! *hihi*). Wie gesagt: Die Figuren sind mit unheimlich viel Liebe gezeichnet, und wer damals "Roseanne" gesehen hat, erinnert sich eventuell an den Hauptdarsteller als Roseannes "Schwiegersohn". Besonderer Gag: Ein Speed-Date mit der ehemaligen Schauspielkollegin Sara Gilbert "Darleen":



Obwohl mich Originalfassungssnobs nun wohl scheel ansehen, mag ich sagen, dass mir auch die dt. Synchro gut gefällt. Die Dialoge sind dicht am original, der Akzent des Inders sogar noch ein wenig "indischer" als die des Schauspielers selbst *lach*

"The big bang theory" geht inzwischen in die dritte Staffel, ich stecke noch mitten in der Ersten, also bitte nicht zuviel verraten.

Mittwoch, März 17, 2010

The M&M Factory, Las Vegas

So nach und nach komme ich dazu, das Las Vegas-Erlebnis in seinen Einzelteilen zu realisieren und euch das eine oder andere davon zu erzählen.

Großen Spaß hat es gemacht, bei der M&M Factory direkt am Strip, einige Gehminuten von unserem Hotel vorbeizuschauen. 4 Etagen nur Produkte mit comicartigen Schokolinsen drauf, in allen Farben und Formen und Preisklassen!



Für Alex war das Coolste ganz sicher das Nascar-Auto, das im obersten Stockwerk stand, ich selbst war von der Verkaufsabteilung für Schokoprodukte weit mehr beeindruckt. Schokoprodukte? Ja klar, M&Ms gibts in jedem Supermarkt. Aber nicht so: 22 Farben pro Sorte, (Schokolinsen bzw. -nüsse), das Ganze zum selbst zapfen!
Ich war in Gefahr, ganz eindeutig!


Glücklicherweise musste ich nicht mein ganzes Reisetaschengeld hier versenken, sondern konnte auch fertig abgepackt zumindest 18 unterschiedliche Farben Schokolinsen kaufen :-)

Küchenteufel zaubert: Caipi-Torte reloaded

Ich habe eine ziemlich große Klappe, keine Frage. Daher habe ich auch eine Menge zu erzählen und glücklicherweise eigentlich immer jemanden, der/die auch zuhört.
Fragt nicht, wie es dazu kam, aber Montag morgen erzählte ich einer Freundin in der Fitnesscenterumkleide von der Caipirinha-Torte, die ich vorletzten Sommer für einige Freundinnen zum Geburtstag gebastelt hatte.

Was soll ich sagen: Auch in Reihe zwei fragten mich wildfremde Damen, ob sie das Rezept bekommen könnten, und eine Freundin bat mich am selben Abend telefonisch, ihr eine solche Torte für die Abifeier ihres Sohnes zu bauen. Selbstredend! Dabei hatte ich vergessen, dass ich zwar sehr gern Zutaten zusammenrühre und backe, bei der Deko einer Torte allerdings regelmäßig Nervenzusammenbrüche bekomme. Daher befindet sich auch mal wieder locker ein 1/5 der Caipi-Creme in mir, auf mir oder in Alex´ Magen :)

Die Torte war fertig, und ich rief den besten Resteesser von allen in die Küche. Dabei wurde der Herr Brüsseler tatsächlich sehr kreativ und schlug vor, die Bestandteile der Torte doch beizeiten mal Freunden als Dessert, geschichtet im Caipi-Glas zu servieren. Coole Idee!

Da ich eine Frau der Tat bin, habe ich diese Idee direkt mit den Resten von heute umgesetzt, guckt mal!

Freitag, März 12, 2010

Gedanken über Kommunikation

Gerade eben las ich einen Blogartikel von Kirsten über Menschen, die einem alles schlecht reden. Und auch wenn ich dann doch gleich wieder bei mir selbst anstatt bei ihr bin, musste ich daran denken, wie ich früher mit meinen Mitmenschen umgegangen bin. Danke für die Anregung, Kirsten!

Ich habe vor einigen Jahren festgestellt, wie selbstverständlich ich doch einiges nehme, und auch wenn ich viel rede, sagte ich doch nicht immer, was ich sagen wollte. Bis ich zu Beginn des Jahrtausends richtig miese Erfahrungen machte. Eigentlich habe ich zwar immer Freunde gehabt, aber erst da stellte ich fest, welche wirklich wichtig sind und ich wollte es ihnen zeigen. Also war ich dazu übergegangen, meinen Liebsten die Dinge, die ich mir sonst nur denke, einfach mal auszusprechen.

Ein "ich freu mich schon drauf" beim abmachen eines Dates, ein "war wirklich schön, dass ihr da wart" bzw. ein "war ein richtig schöner Abend, danke dafür" nach einem Besuch oder hin und wieder ein "schön, dass Du da bist/dass es Dich gibt" geht mir jetzt nicht mehr nur durch den Kopf, sondern auch über die Lippen oder landet in einer Mail bzw. SMS. Auch mal ein Kompliment für Kleidung, Haarfrisur oder strahlendes Lächeln. Ich zeige nun an, dass mir etwas aufgefallen ist, positiv aufgefallen ist, und dass ich mich darüber freue.

Geständnis: Ich habe die Reaktionen gefürchtet. Irritierte Blicke. Nachfragen, ob mit mir irgendwas nicht stimme. Hämisches Grinsen. Aber ich habe mich trotzdem getraut, und siehe da, die Reaktionen, die ich so gefürchtet habe (ausgelacht werden etc.) sind durchweg positiv. Antworten wie "ich mich auch" oder "finde ich auch" kommen genauso herzlich wie die Umarmungen zur Begrüßung und zum Abschied. Vielleicht macht es den Menschen verwundbarer, wenn er Gefühle zeigt. Aber auch stärker. Und lebensfroher.

Ich habe nachgedacht, mich selbst überprüft, und festgestellt: Es dient nicht zum Selbstzweck, ich mache das nicht, um ein "ich Dich auch" oder ein "Dein Rock ist aber auch klasse" etc. zu erhalten, dass mein Ego streichelt. Sondern einfach, um dieses Lächeln auf dem Gesicht des Anderen zu erleben. Hätte ich das doch nur schon viel früher gemacht!

Alice im Wunderland - die Vorfreude wächst

Ich weiß, ich weiß, der Film ist längst angelaufen. Aber ich habe derzeit abends einfach keine Zeit, teils, weil ich noch spät arbeite, teils, weil ich mich Verabredungen mit lieben Menschen habe, die ich in letzter Zeit viel zu wenig gesehen habe.
Und so gab es heute abend Chili, scharf gewürzt mit leckerem Brot vom Sultan Supermarkt sowie viel Gelächter und gute Laune. Unter anderem kam mal wieder der Musikordner mit den ganz alten TV-Melodien zum Einsatz. Ich weiß, das einige Freunde sich am Dienstag Alice ansehen werden, 3D, in Technicolor *seufz* Aber ich habe weder die Zeit, noch bin ich da wohl sonderlich gern gesehen ...
Also warte ich noch ein paar Tage, und bis dahin erfreue ich mich an der Musik der alten Alice-TV-Serie, die ich heiß und innig liebe. Viel Spaß dabei:

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