Freitag, August 28, 2009

Webseitenvorschlag: trnd

Eigentlich ist ja jedes Video, jede Website die ich hier vorstelle irgendwie Werbung. Aber heute habe ich mal einen Webseitenvorschlag, der von einigen als reale "Werbung" aufgefasst werden könnte, daher gleich der Disclaimer: Ich bekomme speziell für diesen Blogbeitrag weder Geld- noch Sachleistungen, sondern bin nur sehr begeistert und möchte euch das nicht vorenthalten.

Es geht um die Produkttester-Website trnd.com. Dort kann man sich kostenlos registrieren und bekommt wenn man ins "Beuteschema" der interessierten Firmen passt (oder warum auch sonst, ich habs noch nicht herausgefunden) eine Projekteinladung, ein (neues) Produkt zu testen und darüber zu erzählen. Das können die unterschiedlichsten Dinge sein, so habe ich Lenor Weichspüler hier gehabt (inkl. reichlich Proben für meine Kolleginnen & Sportdamen), kaute Orbit Kaugummi (inkl. Testpackungen für alle Kollegen im Büro und die Verwandtschaft), dünste immer noch mein Gemüse in Toppits-Beuteln (auch da mit zahlreichen Testtüten für alle) oder putze mein Bad mit Terra Active und Viss Scheuermilch. Aber auch in anderen Bereichen wird man tätig, und so las ich das Taschenbuch "Der letzte Harem" und surfte jetzt im Sommer mit meinem Macbook und dem Fonic-Surfstick inkl. Guthaben im Schrevenpark bzw. am Strand.
Jetzt gerade habe ich die Zusage, die KombiFlatrate von Congstar zu testen (das Telefon liegt schon bereit für zahlreiche Telefonate nach Düsseldorf!) und das neue "Frischesiegel" von 00 für die Toilette.

Der Ablauf ist eigentlich immer derselbe: Man erhält eine Projekteinladung, liest sich die Projektinfos durch, beantwortet 2-3 Fragen und erzählt kurz, warum man der Meinung se, der richtige Kandidat zu sein.
Mal klappt es, mal gewinnen die anderen, aber ich hatte bisher Glück, denn locker die Hälfte aller Sachen die man mir angeboten hat sind auch bei uns eingezogen. Meistens sind neben dem eigentlichen Produkt dann noch Proben oder Gutscheine für Freunde, Kollegen, Nachbarn dabei, denen man natürlich reichlich von dieser Aktion erzählen soll, jedoch immer mit dem Hinweis "Ich mach da gerade ne Aktion mit", was mir sehr gut passt, denn Schleichwerbung ist mir zuwider.

Die Aktionen werden von einzelnen Mitarbeitern betreut, die pro Aktion ein Blog pflegen und regelmäßig zu Umfragen und eigenen Berichten bei Reaktionen aufs Produkt auffordern. Wer mag, kann auch Bilder hochladen.

Wer mich kennt weiß, dass das genau das Richtige für mich ist, weil ich eh dauernd neue Sachen im Supermarkt kaufen und ausprobieren muss, auch wenn das Warenwelt-Blog in letzter Zeit etwas verwaist ist, mea culpa. Auf diese Weise ziehen die Sachen kostenlos bei mir ein und ich kann sogar noch Dinge weiterverschenken!

Inzwischen warten einige Damen aus Büro und Sportkurs schon darauf, dass ich mal wieder mit neuen Sachen um die Ecke komme, und sie haben Glück, denn wie gesagt kommt da demnächst mal wieder was fürs Badezimmer.

Irgendwie sammelt man da auch Punkte, die man früher gegen T-Shirts o.ä. eintauschen konnte. Da mich sotwas kaum reizt, habe ich das nicht weiter verfolgt, ich bin vor allem auf die Produkte scharf. Aber wenn ihr den Link oben oder diesen hier klickt, bekomme ich wohl wieder welche.

Ach, eins hab ich noch vergessen, dabei ist es doch ein Highlight (für mich). Die Trnd-Leute versuchen neben den nackten Aktionen auch ein wenig Community in das Ganze hineinzubekommen, und so können z.B. Mitglieder ihre Lieblingslinks vorstellen, immer eine witzige Sache. Aber das Beste sind die trndtunes, mp3-Musikzusammenstellungen die als als Creative Commons Lizenz lizensiert sind, d.h. frei verfügbar und kopierbar. Da habe ich schon einige Perlen entdeckt.

Nun aber genug von mir, ich schreib gerade eine Bewerbung für ein weiteres Lenor-Projekt, bin ja mal gespannt, ob ich dabei bin.

Mittwoch, August 26, 2009

Küchenteufel: Kaiserschmarrn

Es begab sich zu einer Zeit, dass der Kaiser Franz Joseph I. (ihr wißt schon, der mit der "Sisi") über Österreich-Ungarn herrschte, soviel ist mal bewiesen. Wie es aber nun zur Entstehung des "Kaiserschmarrn" kam, da gibt es nur Legenden. Die eine lautet, dass er sich bei der Jagd verirrte, bei einfachen Bauersleuten unterkam und eine Mehlspeise zu essen bekam. Die fand er sehr lecker, und die Bäuerin wiegelte ab: "Des ist doch nur ein Schmarrn!". Darauf der Kaiser: "Aber ein Kaiser-Schmarrn!" Andere meinen, dass die Palatschinken (des Kaisers Leibspeise), die dem Koch daneben gingen, dem Personal vorgesetzt wurden - „A Schmarrn des am Kaiser zu servieren“ und viele Versionen mehr. Ich mag die mit der Bäuerin am liebsten.

Aber nun mal in die Gegenwart und in meine Küche. Da gab es heute zum ersten Mal einen selbst gemachten Kaiserschmarrn und was soll ich sagen: Er war sau-lecker! Wollt ihr mal sehen?



Und hier kommt auch schon das Rezept!

Zutaten für zwei Personen (Portion siehe oben):

2 Eier, getrennt
15 g Zucker
1/2 P. Vanillezucker
etw. Salz

180 ml Milch
60 g Mehl
Butter für die Pfanne
Puderzucker

Optional: Rosinen & Rum

Zubereitung:

0. Rosinen 30 min. vorher in Rum einlegen (optional)

1. Eier trennen.

2. Eigelb, Zucker, Vanillezucker und Salz mit einem Schneebesen so lange rühren, bis die Masse hellgebl und schaumig-cremig wird.

3. Milch dazugeben und nach und nach das Mehl dazu.

4. Die beiden Eiweiße mit einem Mixer ganz steif schlagen und mit dem Schneebesen unter die Masse heben.

5. In einer Pfanne die Butter erhitzen und ca. die Hälfte des Teiges einfüllen, den Teig ein wenig verstreichen und wenn möglich einen Deckel draufgeben.

6. Bei wenig Hitze backen bis die Unterseite ausreichend gebräunt ist. Wenn sich der Schmarrn nicht bewegt, ganz dünn Butter am Rand entlang hineingeben.

7. Den Schmarrn zwei Mal durchteilen, wenden, evtl. ein wenig "plattdrücken", Deckel drauf und auch die zweite Seite bräunen lassen.

7a. Wenn mit Romrosinen gewünscht, diese jetzt dazugeben.

8. Den Schmarrn mit zwei Pfannenwendern "zerreissen", auf einen Teller geben.

9. Mit Puderzucker bestreuen.

9a. Kann mit Apfelmus und Zwetschkenröstern serviert werden.

Abwandlungen: Abgesehen davon, dass die von mir so verhassten Rosinen in den Teig kommen, kann man ihn auch karamelisieren oder Mandelblättchen hinzufügen.

Ausserdem spricht Wikipedia von Kirsch-, Mirabellen-, Weichsel-, Apfelschmarrn, Nussschmarrn, Sauerrahmschmarrn.

Manche Leute wenden den Kaiserschmarrn immer wieder, ich habe aber mit der "1x-von-jeder-Seite-backen" - Variante heute gute Erfahrungen gemacht. Wichtig ist m.E. Geduld mitzubringen und den Schmarrn bei kleiner Flamme backen zu lassen.


Guten Appetit und berichtet gern über eure Erfolge!

Dienstag, August 18, 2009

Ruben Cossani in Kiel

Die Band "Ruben Cossani", diesjähriger Vertreter Schleswig-Holsteins beim BuViSoCo diesen Jahres gastierten gestern abend auf dem Duckstein Festival in Kiel und wir waren selbstverständlich dabei!

Leider konnten nicht alle Interessierten so spontan vorbei kommen, und gerade für eine Freundin tut mir das sehr leid. Deshalb habe ich mal die Videoqualität meines Nokia 5800 ausgetestet und ein wenig aufgenommen.

Achtung: Die Qualität ist wirklich nur was für "Daheimgebliebene", allen anderen empfehle ich die sehr hochwertigen Videos auf dem Ruben Cossani eigenen Youtube-Channel
Also: Diese Videos sind für Dich, Imke :-)

Hier spielen die Jungs ihren Song-Contest-Beitrag: "Bis auf letzte Nacht"



Michel van Dyke hat mal für eine andere großartige Band einen Song geschrieben, der hier teilweise sehr eigenwillig - aber gut! - adaptiert wurde: "Du trägst keine Liebe in Dir"

Dienstag, August 04, 2009

Fußball und ich

Lange ist es her, also in meiner fernen Kindheit, irgendwann in der ersten Hälfte der 1980er Jahre. Da hat mein Papa das Brüderchen und mich mit rot-weißen Klamotten ausstaffiert, ins Auto gesteckt und zu einem riesengroßen Parkplatz. Mit ganz vielen anderen Leuten gings dann an diversen Sportstätten vorbei zu einem Betonrund mit dem Namen "Rheinstadion". Da gabs dann Wurst und Fanta und ein Stadionheft und Sitzplätze im Familienblock wo man Leute kannte.
Eigentlich nicht so viel Unterschied zur Wintersaison, wo wir in rot-GELB ins Auto gesteckt wurden, im dämmerigen Nachmittag in die Stadt fuhren, im Strassengewirr nach einem Parkplatz suchten und mit anderen Leuten in rot-gelb zu einem Stadion liefen. Und da gabs auch Wurst (allerdings Currywurst mit Schaschliksauce auf Pommes in so einem Plastiksuppennapf) und Fanta und Stadionzeitung. Und Aufnäher für den Schal. Wers noch nicht erlannt hat - es handelt sich um ein Heimspiel der Düsseldorfer EG im Eisstadion an der Brehmstrasse.

Aber zurück zum Sommer: In der Mitte des Betonrunds war eine grüne Wiese, die man komplett überblicken konnte. Nicht so wie im Fernsehen Samstags nachmittags, wenn man nur den Teil des Rasens sehen konnte, den die Kameraleute für mich vorbestimmten. Wobei ich am Sportschausamstag eigentlich mehr auf meinem Papa und seinem Sessel herumgeklettert bin als wirklich Fußball zu gucken. Mein Vater muss eine Engelsgeduld gehabt haben ;-)
Ich erinnere mich, dass ich bei meinem ersten Stadionbesuch immer die Handlung gesucht habe. Das Feld war viel größer als das Eis, das Stadion war ja auch größer als die Eishalle. Ausserdem wurde im Fußballstadion viel mehr gesessen. Und aufgesprungen. Und wieder hingesetzt. Damals, bevor der Reglementierungswahn sich durchsetzte, hieß es in Düsseldorf noch "Ein echter Fan STEHT zu seinem Verein, denn Sitzen ist für´n Arsch!"

Klein-Daniela saß also im Familienblock der Fortuna und hat sich gewünscht, bei der hüpfenden Masse stehender Menschen ganz weit links von ihr mithüpfen zu dürfen, während unten irgendwelche Männchen einen Ball kickten und wünschte sich ins Eishockeystadion, denn das Rheinstadion war irgendwie zu groß und der Rasen so grün und die Männchen da unten so klein und schoben sich den Fußball nur ruhig durch die Reihen der Spieler.

Aber dann: Ein rot-weißes Männchen schnappt sich den Ball und rennt und rennt und rennt und alle Zuschauer springen auf und brüllen und brüllen und brüllen ... und dann wird der Stürmer gefoult und alle schreien und toben und raufen sich die Haare. Das muss der Moment gewesen sein, an dem ich mit dem Fußballvirus infiziert wurde. Hier war so ein kleiner Check an den Gegner nicht gang und gäbe, hier wurde "Foul!" geschrieen und der Schiedsrichter beleidigt. Es wurde gesungen, wie beim Eishockey! Leute riefen lustige Dinge, wie beim Eishockey.

Okay, ich war dabei. Wir bekamen eigene Schals, denn beim Fußball wurden die gekauft und nicht gestrickt, mein Bruder noch ein Trikot und ich begann bei unserem samstäglichen Sportschautermin nicht mehr nur noch auf Papa und Sessel herumzuklettern sondern guckte gespannt und war dem Kameramann sogar dankbar, dass er mir half, den Ball auf dem großen grünen Rasen zu finden.

Irgendwann gings dann mit der ganzen Familie nach Preetz bei Kiel. Mein Bruder spielte lokalen Kinderfußball und wurde von männlichen Nachbarn samt Söhnen zum HSV mitgenommen. Ich las SportBILD (die mein Brüderchen im Abo bekam, damit er wenigstens IRGENDWAS las) und beobachtete, wie Fortuna Düsseldorf zur "Fahrstuhlmannschaft" wurde. Irgendwann mussten wir sogar beim WDR den Videotext anschalten um herauszufinden, wie F95 gespielt hatte. Zum Vergleich: Als mein Bruder beim TSV Plön spielte konnte ich dessen Ergebnisse auch im NDR-Videotext sehen.

Aber wie jeder echte Fußballfan weiß, bleibt man "seinem" Verein treu, egal in welcher Liga. Eigentlich läßt man sich sogar ein wenig dafür abfeiern, denn wer wenn nicht ein echter Fan steht dazu, dass der Heimatverein gerade in der 4. Liga herumdümpelt? Vor allem, wenn es ein so großer Name aus den letzten Jahrzehnten ist (irgendwelche Fans von Waldhof Mannheim hier? Fällt mir gerade so ein.)

Nun ist Düsseldorf in die zweiten Liga aufgestiegen und ich kann es eigentlich noch gar nicht richtig fassen. Schon in der letzten Saison war es möglich, dass die Sportschau in der ARD in der ersten halben Stunde plötzlich Bilder aus Düsseldorf sendete. Klar, weil sie noch nicht über die 1. Liga berichten durfte, aber das ist mir ja egal. Aber Düsseldorf! Im Ersten Deutschen Fernsehen!

Und nun tatsächlich die zweite Liga. Ich freu mich. Und muss mal die Spielpläne checken, wann die Düsseldorfer die St. Paulianer zu Hause plattmachen wollen, da sind wir live dabei! ;-)

Wieso ich das gerade heute schreibe? Weil die Fortuna sich gestern sehr gut verkauft hat. Weil mir das Spiel richtig Spaß gemacht hat. Und weil ein Spielbericht über das gestrige Spiel nur wenig Sinn macht, wenn der Hintergrund fehlt, warum ein Mädchen aus Kiel plötzlich der F95 zujubelt. Und weil ich es euch eh immer schon mal erzählen wollte. ...
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