Dienstag, Oktober 31, 2006

Stäbchen-Kurs

Ich mag Messer, Gabel und Löffel.

Auch wenn ich Pizza gern in Slices schneide und mit der Hand esse.

Aber Stäbchen? Nicht interessiert!
Oder bin ich nur zu feige?

Petra aus dem Chefkoch.de - Forum hat mir diesen tollen Link gegeben: Stäbchen-Kurs

Na, da werde ich doch demnächst mal üben und hoffentlich beim nächsten Essen meinen Lieblingschinesen beeindrucken können! *g*

Freitag, Oktober 27, 2006

Küchenteufel ist im Back-Wahn!

Ein freier Abend, und bei mir bricht mal wieder der Backwahn aus.

Da ich meine Lieblings-Pizzabrötchen für Christianes Halloween-Party morgen ungern schon einen Tag vorher backe, habe ich mal wieder einfach für mich selbst in der Küche gewirbelt.

Dabei rausgekommen sind:

- 24 Mini-Croissants (abwechselnd gefüllt mit Nutella, Erdbeer-Vanille-Marmelade und Kräuterbutter)
- ein Sonnenblumenbrot (Backmischung von ALDI)
- Schoko-Quark-Brötchen von chefkoch.de

Die Mini-Croissants sind schon weg, das Brot schwitzt vor sich hin und duftet mit den Schoko-Quark-Brötchen um die Wette, über die sich meine Kolleginnen morgen freuen dürfen!

Miss Venus 2006 muss von ihrem Geld leben ...

Sat.1 versucht gerade mit einem Bericht auf meine Tränendrüse zu drücken.

Da haben wir also die ach so schnuckelige Miss Venus 2006, die zusammen mit dem Titel auch ein paar Tausend Euro Knete bekommen hat. Und in der Zeitung stand man auch, und hat ganz viel von sich erzählt. Soll ja was werden, mit der Karriere. Und vom Freund, mit dem man zusammenwohnt (laut Zeitung: Lebensgefährte). Prinzipiell ja nicht schlecht.

Blöd nur, wenn man "Hartz4" empfängt. @creezy: Das hat sie selbst so ausgedrückt

Dann muss man das bißchen 4stellige Summe nämlich als Einkommen anrechnen lassen. Hat unsere Miss Venus aber nicht gewußt, und sich stattdessen Klamotten gekauft. Angeblich für die komplette Summe, alles weg. Schließlich will die Dame ja auch als Model durchstarten. Sat.1 untermalt das mit schicken und bestimmt nicht billigen Modelphoto-Aufnahmen.

Und dann hat man die Gute einfach mal reden lassen. Dass es ja sooo gemein wäre, sie sich nicht wenigstens ein paar Tage hat darüber freuen können (ich denk, sie war shoppen?), sondern "die" gleich am nächsten Tag vor der Tür standen.
Und dabei gleich mal geguckt haben, ob die beim Amt angegebene "WG" mit dem Mitbewohner auch so stimmt, schließlich muss die Angabe "Lebensgefährte" ja irgendwie in die Zeitung gekommen sein.
Ach ja, das sei er ja auch gewesen - BIS Hartz4. (Wieder ihre eigenen Worte).
Nun wolle sie von den 200 Eur Wohngeld leben, die man ihr ja zahlen MÜSSE, und eben keine Miete zahlen und auf die fristlose Kündigung warten.
Denn wie gesagt, das Geld hat sie ja schon für Klamotten verbraten, und nun weiß sie nicht, wie sie Weihnachtsgeschenke kaufen soll.

Da muss das Aussehen oder die Überlastung der Sachbearbeiter "schuld" sein - als ich mal probehalber nen Wohngeldantrag gestellt habe, wurde mir die Tatsache, dass ich mich mit meiner Mitbewohnerin (weiblich!) dabei abwechsle, den Flur zu putzen - und jede mal Putzmittel kauft - als Beweis einer "gemeinsamen Kasse", also einer Wirtschaftsgemeinschaft angesehen. *argh*

Ach ja,Miss Venus 2006´ Weihnachtsgeschenke-Problem:

Mein Tipp wäre - nen Job als Kassierin bei LIDL annehmen. Also bei mir in der Gegend suchen die immer. Aber nein, das lohnt sich ja wieder nicht, denn das würde ja wieder angerechnet werden.

Also: Was nettes basteln. Vielleicht aus den Klamotten, die man sich für mehrere tausend Euro gekauft hat.

Nichts gegen Empfänger von staatlicher Hilfe, ich kenne genug Menschen, die sich tagtäglich abmühen, aber wenn eine junge Frau mit Modelambitionen, die sich auf der Bühne auf jedwede Art räklen kann (also wohl keine schwerwiegenden krankheitsbedingten Gründe), zu Hause sitzt, sich von ihrem Kerl trennt, um mehr Kohle zu bekommen & darüber belehrt wurde, dass jegliche Zusatzeinkünfte angegeben werden müssen, heulend zu Sat.1 rennt ... dann bekomm ich die Krätze.

Jaaa! Herbst!

Das erste, was meine indische Tante nach längerer Deutschland-Abstinenz feststellte, waren all die Blätter auf der Strasse. Sie war verwundert, weil sie die deutschen Strassen als so rein und sauber kennt.
Es ist eben - Herbst!

Wir können uns ja nicht beschweren, die Temperaturen stehen immer noch bei um die 16-19°C. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau.
Ein Täuschungsmanöver des Wettergottes, ganz klar.

Denn gestern um Mitternacht spürte mein kleiner Fiesta bei 100 km/h (natürlich nicht mehr *ähm*) auf der Bundesstrasse auf freier Fläche die ganze Wucht der Natur. Ich musste ganz schön gegensteuern, sonst wäre ich im Graben gelandet ...

Dann kam der Regen, platschte in großen dicken Tropfen auf mein Auto, und als ich an einer Ampel stand, sah ich, dass der Wind das Wasser im Licht meiner Scheinwerfer vor mir her trieb.

Es ist Herbst.

Mittwoch, Oktober 25, 2006

Ein Kölner und ne Düsseldorferin?

Das geht leider nicht. Never.

Und dass ich damit nicht allein stehe, das zeigen die Wise Guys stimmgewaltig.

Nein,nein,nein

Leider nur ein Soundsample. Aber auch die anderen Songs sind immer wieder empfehlenswert, Klassiker wie "Du bist doch einer von den WiseGuys" oder "Es ist Sommer", wobei der diesjährige Sommer ja keinen Grund zum meckern gab.

Dienstag, Oktober 24, 2006

Fan-Tour

Am 15.12. ist es soweit - die DEG Metro Stars aus Düsseldorf spielen auf dem Eis der Hamburg Freezers in der CoLinA. Und wir haben Karten *freu*

Bin schon wild auf der Suche nach meinem extrem langen, von meiner Düsseldorfer Tante handgestrickten Fanschal, und hoffe auf einen neuen, coolen Aufnäher dafür. Wobei ich bei meinem letzten Besuch feststellen musste, dass die Zeit der zugigen Stadien à là Brehmstrasse vorbei sind und man sich nicht nach dem Zwiebelprinzip anziehen muss - die moderne Multifunktionshalle ist geheizt. Erlaubt dafür allerdings dann auch keine Wunderkerzen (so geschehen im neuen Düsseldorfer ISS Dome). Für mich wäre das schon ein Grund, mir da kein Spiel ansehen zu wollen. Aber nun zurück zu der geheizten, familienfreundlichen ColorLineArena in HH.
Karten sind schon bestellt und angekommen und die ganze Angelegenheit wird noch einen Schuß verbessert, wenn man sich meine Begleitung Kirsten und Ilona ansieht, beide Damen sind ausgemachte Fussballfans und daher gehe ich mal davon aus, dass sie sich beim Eishockey auch nicht scheuen werden, sich die Seele aus dem Halss zu brüllen *g*
Wobei man munkelt, dass Ilona sich noch nicht sicher ist, ob sie ihre Heimat Düsseldorf oder doch ihren derzeitigen Wohnort Hamburg unterstützen soll ... *kopfschüttel* ;-)

Montag, Oktober 23, 2006

Linktipp

Wenn sich Leute, die man mag oder schätzt oder denen man sonstwie positiv gesonnen ist, zusammen tun, um viel Spaß zu haben und dabei auch noch ein Ergebnis ihrer Arbeit präsentieren - wie kann ich euch das vorenthalten?

Also, guckt das Musikvideo von

  • Büro am Strand (eine Band, die von Giza und DJ Donat mal zu ner Party geschleppt wurden und gefallen haben)
  • MC Winkel (muss ich noch mehr zum inoffiziellen Blog-Repräsentanten Kiels sagen?)
  • Nilzenburger (dessen Art sich bei seinem ehemaligen Medienarbeitgeber immer wohltuend von den anderen Nieten abgehoben hat und dessen Filmgeschmack ausgezeichnet ist) und in einer nicht unwichtigen Rolle
  • GIZA (für dessen Plakat-Layout-Talent ich heute noch morden könnte!)

Video HIER!

Refrain eingängig, Video in Youtube-Quali und ab und an mal Kiel von einer seiner besten Seiten zu sehen!

Auf Mc Winkels persönlichen Wunsch zeigen die braven Blogger aller Kategorien das Video direkt ;-) Also - see.

Freitag, Oktober 20, 2006

Inder, Inder, Inder

Ja, das indische beherrscht mein Blog schon stark. Mich selbst ja auch. Wenigstens zu 50% ;-)
Und was soll ich sagen: Kaum ist die eine indische Truppe weg, folgt die nächste auf dem Fuße, und zwar morgen mittag, Flug von Bombay nach Hamburg mit Emirates, und ich bin das Empfangskommando.
Mein Papi hat nämlich am Sonntag seinen 60. Geburtstag (sprich: große Party am Samstag) und meine jüngste indische Tante hatte spontan die Idee, ihren Lieblingsschwager mit einem Besuch zu überraschen. Also habe ich heimlich die Pässe meiner Eltern kopiert und meiner Mama die fürs Visum benötigten Briefe zur Unterschrift vorgelegt.
Die hat vielleicht geguckt! *lach*

Inzwischen wurde Papi insoweit eingeweiht, dass wohl jemand als Überraschung kommt, nach dem gerade überstandenen Schlaganfall wollen wir ja keinen Herzinfarkt provozieren ;-)

Und nun habe ich noch nicht mal mein Buchmessen-Abenteuer komplett im Blog archiviert, da geht schon die nächste indische Erfahrung los, denn die beiden (sie bringt meinen Cousin mit) waren schon eeewig nicht mehr in Deutschland, wollen dann auch gleich noch nach Dänemark - ist ja um die Ecke - das werden stressige Tage. Aber bestimmt sehr schön!

Mittwoch, Oktober 18, 2006

Jeremy Clarkson Superstar

Man kann nicht gerade behaupten, dass ich verrückt nach Autos wäre.
Mein 10 Jahre alter Fiesta hat mich in den letzten Jahren mehr gekostet als ein Neuwagen, und wenn jemand von Zylindern, Einspritzern und Hubraum spricht, schalte ich die Ohren zu. Wenigstens bin ich so höflich, Alex bei seinen Ausführungen zuzuhören und ihm auch Bescheid zu geben, wenn die Informationen, die ich einfach nicht verwerten KANN beginnen, an mir vorbeizugehen.
Nicht, dass ich Autos nicht mögen würde. Mit dem BMW1er mit 220 Sachen über die Autobahn rasen, vom 5. noch in den 6.Gang schalten können, das erfreut mich schon sehr. Aber was 1.5 SX/E220/200D/CRX etc. nun wirklich alles bedeutet, weiß ich nicht und interessiert mich auch nicht. Finde es auch blöd, wenn Wagenbesitzer die Typenbezeichnung am Auto abmachen lassen. Woher soll ich denn sonst wissen, was da vor mir fährt?

Aber es gibt einen Menschen, dem ich gern dabei zusehe, wenn er sich über Autos auslässt: Jeremy Clarkson von der BBC.

Es begann damit, dass ich Alex´ Bücherregal durchforstete und "Born to be riled" dort fand. Witziger Titel, hab ich gleich mit aufs Klo genommen.

Dann kamen die Videos. Anzusehen z.B. hier auf der "BBC Top Gear"-Seite.
Seine SundayTimes-Kolumne kann ich auch empfehlen.

Sehr gut amüsiert mich, wie langweilig er BMWs findet *g* Und ganz neu ist sein Verriß des VW Phaeton, von dem jetzt sogar der Spiegel spricht.

Also, wer guten britischen Humor schätzt, sollte sich seine Videos angucken. Viel Spaß dabei!

Erster Tag auf der Messe ...

Nach der feierlichen Eröffnung am 3. und den TV-Interviews am 4. kamen wir nun endlich zu unserem ersten Tag auf der Messe.
Und natürlich quetschte sich auch meine Nemesis, der liiiebe Ganesh Devy mit in den Wagen. Na klasse. Meine Agentur hatte mir nur drei all-day Tickets gegeben, was war, wenn sie einen von uns nicht reinlassen würden?
Dann wäre es mal wieder die Schuld der personal assistant gewesen, zu blöd zu sein, um genügend Tickets zu organisieren ...
Aber meine Sorge war unbegründet, denn "unser" Wagen war mit einem Zettelchen ausgestattet, der uns an allen aufgestellten Hindernissen und Sicherheitsleuten vorbei direkt auf den Platz fahren ließ. *seufz* Sehr praktisch, muss ich sagen.

Nun also auf zum ersten Termin - Interview mit der Deutschen Welle, zu finden im Forum. Ich also fix hinein, und traf auf zwei Personen, die mich gleich erstmal in die nächste Halle schickten. "Sie müssen doch in unser Hörfunkstudio." - "Könnten Sie uns da vielleicht hinbringen?" - "Ich kann hier doch nicht weg!".
Stimmt, in der Halle war total die Hölle los und alle Menschen, die in den nächsten 3 Min. hereinströmen würden, würden seinen Kollegen belagern ...

Ärgerlicherweise hetzte der liebe Ganesh M.Devi gerade mal wieder auf, so dass sie sich weigerte, auch nur einen Schritt zu laufen. Ich sprach mit Engelszungen auf sie ein, bis sie sich zumindest in die nächste Halle bewegte, wo ich alle in einer Sitzgruppe Platz nehmen ließ, während ich die junge Dame am Info-Counter um Rat und Hilfe bitten wollte.
Schließlich waren wir vorgestern noch von den Obersten der Messe hofiert worden, da werden die wohl nen Rollstuhl organisieren.

Tja. Das Mädel am Counter war leider so überhaupt nicht beeindruckt. Muss ja auch nicht sein. Hilfsbereit war sie leider auch nicht. Zu meiner Nachfrage wegen eines Rollstuhls drückte sie mir eine Broschüre mit einer Telefonnummer in die Hand - mit dem Hinweis, dass es dafür eigentlich eh zu spät sei, da man sowas im Voraus hätte buchen sollen, und dem Verweis an die öffentliche Telefonzelle vor der Tür, obwohl sie ein Telefon am Stand hatte und intern auf der Messe bestimmt umsonst telefonieren konnte.
Aber der Knaller war ihre Antwort auf meine Frage nach dem Hörfunkstudio der Deutschen Welle - man erinnere sich, die Jungs hatten uns direkt in diese Halle geschickt - die da lautete: "Also hier sind die sicherlich nicht!"
???
Mein Einwand, dass Angestellte der Deutschen Welle uns genau in diese Halle geschickt hatten bequemte sie dazu, ihren PC nach Veranstaltungen zu besuchen und mir zu erzählen, dass am Sonntag irgendwas mit einem der Deutschen Welle in Halle 6.1 stattfinden würde, dann säßen die wohl auch da ...?
Ich hatte entschieden, dass diese Frau mir nicht weiterhelfen könnte und rief lieber meinen rettenden Engel, die Koordinatorin der Pressetermine an, um sie um den genauen Standort des Studios zu bitten. Und wo war es? Den Gang ein Stück entlang, bzw. gerade mal ein paar Schritte HINTER DEM INFO-COUNTER!

Während ich innerlich die Wände hochging, wurde Mahasweta Devi von den Leuten der Deutschen Welle Bengalen ehrerbietig und freundlich willkommen geheißen und ins Studio geführt, während ich mich auf die Suche nach einem Rollstuhl machte.

Die nette Stimme eines RotKreuz-Mitarbeiters leitete mich nahezu über das komplette Messegelände, bis ich endlich, nach zahlreichen Umwegen und Stufen in einem kleinen Büro auf gutgelaunte Rettungshelfer traf, die mir sowohl einen Rollstuhl aushändigten (nach Kaution und Kopie meines Personalausweises) als auch einen Short Cut durch den Hinterausgang zeigten.

Als ich mit dem Rollstuhl wieder am Studio angekommen war (und über die Anzahl der dummen Sprüche, die sich sinngemäß um "oh, bringen sie mich mal in Halle xy?" drehten) wa rdas Interview bereits beendet, doch wir waren eingeladen, auf Kaffee, Obst und Kekse noch einige Zeit zu verweilen.

Unsere nächste Station war dann der indische Pavillion, den ich möglichst frühzeitig aufsuchen wollte, um die Gegebenheiten zu besichtigen (komm ich da mit dem Rollstuhl hin?). Die Jungs vom bengalischen Team der Deutschen Welle waren so nett, uns dorthin zu begleiten, Ganesh schob natürlich den Rollstuhl, ich trabte zusammen mit der Schwester Sara hinterdrein.
Und kaum hatten wir die "indische Halle" betreten, war auch gleich die Hölle los!
Inder aller Couleur kamen aus ihren kleinen und größeren Verlagsständen, um Mahasweta Devi zu begrüßen, ihre Füße zu berühren und sie wimmelte diese nur verlegen lächelnd ab. Aber man merkte schon - hier war sie in ihrem Element *g* Und wer bei kleinen asiatischen Menschen mit klickenden Kameras nur an Japaner denkt, wurde eines besseren belehrt. Sogar Mütter schoben ihre Kinder zw. 6-12 vor, um M.Devi Guten Tag zu sagen. Was sie sichtlich freute. Denn so wie fast alle älteren Menschen beginnt ihr Gesicht zu strahlen, wenn sie auf Kinder, möglichst sehr jung, trifft.

Immer wenn es ihr zu voll um den Rollstuhl wurde, rief sie nach mir: "Daniellla!" und ich versuchte mich an den Bewunderern vorbei drängen, sehr zum Mißfallen ihres Rollstuhlschiebers, der die Aufmerksamkeit, die gar nicht ihm galt, sichtlich genoß.
Wir trafen noch auf ihren französischen Verleger, der sie gleich für die nächste Messe in Paris einlud, Ganesh schwang mal wieder große Reden und dann war es auch endlich Zeit für unsere nächste Veranstaltung. Diesmal im Indian National Pavillion, ein "Das Leben und das literarische Werk von Mahasweta Devi".
Es wurde viel über sie gesprochen, die Hütte war voll, es gab einige sehr emotionale Reden über die Art, wie sie einige der Podiumsteilnehmer in ihrer Arbeit beeinflußt habe, und Ganesh Devy ließ sich lang darüber aus, mit welchen Aktionen sie ihn schon seit 10 Jahren jeden Tag beeindruckt und verblüfft. Aber auch ich war erstaunt, wie gefährlich ihr Leben und ihre Arbeit gerade vor 30-40 Jahren wirklich war. Beeindruckend.
Nebenbei erfuhr ich von U R Ananthamurthys Personal Assistant, dass er vorher nicht darüber informiert war, über M. Devi sprechen zu sollen, und so kamen seine Worte wohl so richtig "tief aus dem Herzen". Sehr schön.

Nach der Veranstaltung war natürlich wieder eine Crowd von Menschen um sie herum, mit Autogrammwünschen, Bettelbriefen, Amnesty-Petitionen und anderen ermüdenden Dingen, bis ich rigoros durchgriff und sie einfach aus der Halle schleppte. Leider vergass ich die indischen Verleger, die ebenfalls wieder den Rollstuhl belegten, orderte aber schnell unseren Chauffeur Eddy, der uns befreite und erstmal zurück ins Hotel brachte.
Uff.
Nach dieser Erfahrung hatte die arme Mahasweta Devi nicht mehr die geringste Lust, auf die Messe zu gehen oder überhaupt in Deutschland zu bleiben - und wer kann es ihr verdenken?!
Aber ich lobte ihren Auftritt, rief ihr all die netten Dinge ins Gedächtnis, die über sie gesagt wurden und versprach viiiiel weniger Stress in den kommenden Tagen (ich hatte gelogen ;-) ) und flitzte dann mit Eddy los, chinesisches Essen für alle zu besorgen.
Soweit versöhnt und entspannt schmiedeten wir Pläne für den Abend.
Zwei Dinge standen zur Auswahl - ein Empfang mit großem Fressen und bekannten Leuten, wo sie mal wieder ungefragt als Ehrengast erwartet wurde (das teilte man mir hektisch am Telefon mit, dass in den 14 Tagen sowieso nie stillstand), oder einer persönlichen Einladung des Drehbuchautors Gulzar, dessen Film Lakin im Kino des Deutschen Filmmuseums gezeigt wurde, Gulzar war ebenfalls anwesend.
Sich in Bewunderung sonnen und lecker essen, oder entspannt ins Kino gehen?
Wir entschieden uns für Kino, da konnte Mr. "ich häng mit M.Devi rum und genieße so die ihr zugedachte Aufmerksamkeit" argumentieren und reden, es war entschieden. *lach*
Und wir hatten einen entspannten Abend, den wir uns nach all dem Stress redlich verdient hatten.

Freitag, Oktober 13, 2006

Bilder, Bilder, Bilder

Letztendlich haben die Engelszungen, die seit Monaten auf mich einreden, angeschlagen und ich habe einen Flickr-Account eingerichtet.
Vor allem, um meinen pa - Kollegen einen Zugang zu den Buchmesse-Bildern zu bieten.
Aber wie ich so fröhlich dabei war und Bilder hochgeladen habe, war es nur noch ein kleiner Schritt zum pro Account und den zahlreichen Urlaubs-Schnappschüssen, die ich nun ebenfalls auf die Welt losgelassen habe. Von Photos, wie creezy sie schießt, bin ich natürlich noch meilenweit entfernt :-/
Aber trotzdem wünsche ich allen Interessierten viel Spaß beim Stöbern, und zwar hier.

Mittwoch, Oktober 11, 2006

Abschied, Kalkutta-Einladung, Currywurstauswahl, Hubschrauber und Fußball .. wie das zusammengehört?

Morgen fliegen Mahasweta Devi und ihre Schwester ja wieder nach Hause, und da sie sich so gut mit Alex verstanden hatten, hatte ich vorgeschlagen, dass wir uns alle nochmal auf einen Drink in der Hotelbar im Steigenberger Airport Hotel treffen sollten.

Und wenn wir schon mal unterwegs seien ... da warten noch dutzende Möglichkeiten, das Gutscheinheft "Barometer", das ich Alex zum Einzug in FFM geschenkt hatte, für leckere vergünstigte Speisen zu nutzen. Und da sind wirklich noch sehr viele interessante Gutscheinschnipsel und nur noch so wenig Jahr 2006 übrig. Also den Kopf, den Magen und das Gutscheinheft befragt und für Currywurst (-"worscht") entschieden.
Was das jetzt noch mit Hubschraubern und Fussball zu tun hat? Gemach, Gemach.

Erstmal ein Loblied auf die Flexibilität, die einem des Deutschen liebstes Kind bietet:
Heute spätnachmittag habe ich etwas mehr als 1,5 h benötigt um mit dem Shuttle-Bus vom Hotel zum Flughafen, vom Flughafen-Bahnhof zum Hauptbahnhof, vom Hauptbahnhof mit der S-Bahn (an jeeeder Milchkanne vorbei) nach Neu-Isenburg und dann noch einmal quer durch die Stadt bis nach Hause zu laufen.
Und heute abend mit dem Auto? Keine 10 min. reine Fahrzeit. *schnief*

Da beide Damen aber ziemlich tot waren von unserer Landpartie nach Bingen (Bericht folgt wie unten versprochen später!) und dem Umzug von einem Hotel zum anderen, blieben wir nur gute 15 min., es gab eine sehr herzliche Verabschiedung mit dem dringend geäußerten Wunsch von M. Devi, Alex solle sie in Kalkutta besuchen. Als ich daraufhin witzelte, wenn er nach Kalkutta ginge, würde ich mir eben derweil in Goa die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, bekam ich einen großmütterlichen Schlag auf den Arm mit dem Hinweis, dass die Einladung selbstverständlich für uns beide galt. Aua ;-)

Also zurück zum Auto und ab in die Innenstadt und zu dem Currywurstladen, den ich anhand von Magen und Gutscheinheft ausgesucht hatte - das Culux im Oeder Weg. Tatsächlich fanden wir auch sofort einen Parkplatz (ein sehr gutes Zeichen!) und betraten einen in einem freundlichen dunkelrot gestrichenen Laden mit dunklen Holztischen und Barhockern. Als wir eintragen, schall uns gerade die Melodie der Tagesthemen entgegen, auf der rechten Seite befand sich der einladende Futtertresen.
Doch bevor ich endlich dieses große, leicht angesäuert knurrende Loch in meinem Magen besänftigen konnte, wurde unsere Aufmerksamkeit auf den großen Flachbildschirm an der Wand gezogen, wo die Nachrichten von einem Hubschrauber berichteten, der in New York in ein Hochhaus geflogen war. Terroristischer Hintergrund? Hab ich nicht vermutet, dafür war - ganz böse gesagt - der Schaden einfach zu gering. Wenn überhaupt, dann ein unorganisierter Einzeltäter.
Inzwischen wissen wir dank Spiegel: In Manhattan ist ein Klein-Flugzeug in ein Hochhaus geflogen. Vier Menschen kamen ums Leben. Einsatzkräfte haben das Feuer inzwischen gelöscht. Der Flieger soll Treibstoffprobleme gehabt haben und dem Baseballspieler Cory Lidle von den New York Yankees gehören.
Auch wenn ein solches Ereignis schon übel einzustufen ist, habe ich mich doch ein wenig gewundert, dass in einer Kneipe wie dieser deswegen der Fernseher eingeschaltet wurde. Und dann musste ich feststellen, dass ich wirklich jenseits von Gut und Böse bin zur Zeit: Nicht nur, dass ich seit ca. 10 Tagen ständig jemanden nach dem aktuellen Wochentag fragen muss, nein, ich habe das Länderspiel einfach VERGESSEN! Wer mich kennt, kann daran problemlos den Stresspegel bzw. den Grad meiner aktuellen Verwirrung erkennen .... :-/

Aber zurück zur Currywurst: Sehr empfehlenswert.
Welcher Koffeingenießer kennt das nicht - es gibt keine einfache Tasse Kaffee mehr. Sondern Latte oder Espresso oder Cappuccino, mit oder ohne Shot, mit oder ohne Koffein, tall oder grand(e) ... wie gut, dass ich eh keinen Kaffee trinke!
Aber die Situation war ähnlich: Es musste gewählt werden unter verschiedenen Sorten Wurst (inkl. Bio-, Geflügel- und Veggiewurst), dazu eine Auswahl aus neun Saucen, die Pommes waren gott sei Dank einfach nur Pommes, aber doch mit Zwiebeln?! Nein.
Nachdem all diese Entscheidungen getroffen wurden, bewunderten wir das Treiben der deutschen Nationalmannschaft in den schicken roten Trikots, Alex trank das von Kirsten damals in Hamburg hochgelobte Tannenzäpfle-Bier und nach einer gewissen Wartezeit, die gleichwohl in meinen Augen ein Zeichen für zu erwartende hohe Qualität und Fussballinteresse der Zubereiterin sprach, bekamen wir die beste Rinds-Currywurst, die ich jemals gegessen habe. Festes Fleisch, kaum Fett, geschmacklich nach handgemacht schmeckende Pommes. Bei der Saucenauswahl hatte ich mich für "Currysauce fruchtig" entschieden, während Alex seine Wurst von einer Sate-Erdnuß-Sauce übergossen wünschte. Nach probieren beim anderen kamen wir beide zu dem Schluß, selbst am besten gewählt zu haben.
Wobei selbstverständlich noch einige Genüsse (sprich: Saucenmöglichkeiten, denn die Wurstsorte werd ich jetzt nicht mehr wechseln!) in den kommenden Wochen auf uns warten werden *vorfreu*

Da kommt noch was ...

Ich habe da so ein kleines Büchlein, dessen Seiten aussehen wie handgeschöpft. Da der indische NBT diese als Gastgeschenke ausgegeben hat, wird es wohl auch so sein. Darin stehen noch ein paar Kleinigkeiten, aus denen sich noch interessante Blogeinträge über Mahasweta Devi zimmern lassen. Aber ich bin im Augenblick einfach zu müde abends.
Also nur kurz die Info, dass ganz bestimmt noch was kommt, das zu lesen sich lohnen wird, wenn euch die ersten Teile gefallen haben.
Denn morgen früh werden M.Devi und ihre Schwester im Flieger nach Bombay (eigentlich: Mumbai, sagt aber kein Bombaywalla, und ich bin auch einer, wenigstens zu 50%!) sitzen und ich werde einerseits erleichtert, andererseits sehr sehr traurig sein. Und meinen Blick wieder nach vorn richten auf die kommenden Aufgaben. Und die letzten Grillabende, die kommenden Spiele- und Videoabende mit warmem Kakao (flavoured mit Pfefferminz-Sirup). Oder einfach mal wieder ein Hörspiel hören und ein Puzzle lösen. Christine zieht nämlich nach Kiel am 1.12. und dann gibt es keine Ausrede mehr fürs nicht sporten. Ich freu mich so!
Aber nun erstmal Mahasveta Devi in den Flieger setzen und tief durchatmen, dann ein wenig bloggen und dann am Freitag ab nach Hause nach Kiel!

Samstag, Oktober 07, 2006

Ein Seminarplatz, ein Seminarplatz!

„Die Stadt Düsseldorf ist sehr schön, und wenn man in der Ferne an sie denkt und zufällig dort geboren ist, wird einem wunderlich zu Mute. Ich bin dort geboren und es ist mir, als müsste ich gleich nach Hause gehn. Und wenn ich sage nach Hause gehn, dann meine ich die Bolkerstraße und das Haus worin ich geboren bin“, schrieb Heinrich Heine 1827 in Ideen. Das Buch Le Grand.

Da surfe ich eher müßig auf die svs-Anmeldeseite meines Studiengangs - kennt ihr das, dieses "mal nachgucken, obwohl man eh weiß, dass nix da sein wird"? - und siehe da: Es gibt neue Hauptseminare! Drei an der Zahl!
Professor Orth bietet Seminare über Jean Paul, Paul Celan und Heinrich Heine an! Ganz neue! Heinrich Heine! Der Düsseldorfer Heinrich Heine!Dienstags morgens um 10. Perfekt! Aber - schon weg.
Paul Celan? Hm. Da denke ich an Bachmann und an das Seminar über die Büchner-Preisträger. Eigentlich nicht so gern. Aber - eh auch schon weg.

Was bleibt?
Jean Paul.
Da klingelt wenig. Kein Romantiker, obwohl doch ähnliche Zeit. In Baden-W. ein Preis nach ihm benannt, glaub ich. Edit: Es waren die Baiern. Sorry.
Die Flegeljahre sollen es sein. Klingt gut.
Aber Freitags morgens um 10Uhr?
Für alle, die Studenten um 14 Uhr "Guten Morgen" sagen wollen: Klar bin ich da schon wach. Meistens schon längst bei der Arbeit. Und da liegt die Krux. Promojobs sind zumeist am Do & Fr oder Fr & Sa.
Und zu Alex fahr ich wenn dann auch meistens am Donnerstag schon.
Und nu?

Ganz klar. Glücklich sein über den freien Platz bei diesem netten Dozenten, sofort anklicken, Buch bei Amazon bestellen, rechtzeitig vorbereiten, mit dem Geld in den kommenden Wochen ein wenig besser haushalten und kein Auto finanzieren und kein MacBook kaufen. Klappt schon.
Nicht mal ein Dreier, sondern ein Zweier mit Zusatzzahl. Also: Nix.

Zapping in der Stock-Car-Werbepause:
RTL: "Was denkt Deutschland?" prophezeihe ich keine lange Lebensdauer. Bemerkenswert nur: Wer auch immer Prolo-Gülcan dieses grausame Make-up verpasst hat, muss noch eine Rechnung mit ihr offen gehabt haben. *prust*

Alex bloggt!

Es gibt Blogger und Blogger.

Nein, jetzt geschieht kein Aufwärmen der ermüdend-langweiligen A-Blogger, ... Z-Blogger-Diskussion. Was ich meine, sind die Unterschiede in der Intention.
Ich zum Beispiel habe keine, zumindest keine richtige.
Schreibe einfach ins Internet rein, weil ich es kann. Benutze auch weniger ICQ seitdem.
Das war eh der Weg in das Blog - als meine auf ICQ geäußerten Gedanken immer wieder von bloggenden Freunden und Bekannten aufgegriffen wurden. Ärgerlich, sowas.
Und deswegen das Blog (und der dazugehörige Name). Kein richtiger Grund, keine vorgefertigte Zielrichtung, nicht mal ein besonders hoher Qualitätsanspruch. Muss ja jeder selbst wissen, ob er/sie sich das antun will oder nicht.
Klingt einfach, war aber wirklich schwer. Bin oft genug an Hausarbeiten etc. gescheitert, weil sie meinem eigenen Qualitätsanspruch nicht genügten. Obwohl eine Bestehen sowie eine durchschnittliche Punktzahl durchaus drin gewesen wären. Aber ich habe gelernt, zu entspannen und frei nach Schnauze zu schreiben. Leichtigkeit ist nicht einfach. Ich stecke auch noch mittendrin.
Ein Beispiel ist dieser Blogeintrag. Es sollte eigentlich um Alex gehen. Und warum er nicht bloggt. Bzw. seine Bloganfänge wieder hat einschlafen lassen. Der Brüsseler hats nämlich schon mal gegeben. Aber er hat zuviel gedacht. Zuviel darüber sinniert, ob er über dieses und jenes bloggen sollte oder nicht. Einige wenige Kategorien sollten es nur sein. Schön sauber, akkurat. Und das ist m.E. der Tod des Blogger-Geistes.

Vor einigen Monaten der zweite Versuch, ich "zwang" ihn zu einer Anmeldung bei blogger.com, wieder Der Brüsseler, obwohl er doch jetzt in Frankfurt lebt. Und wieder monatelang immer wieder ein "hm, ich sollte vielleicht endlich mal was bloggen".
JA!
Der Mann ist nämlich mindestens so ein Vielredner wie ich! Mindestens!
Fragt nicht, wie das schon seit mehr als 2 Jahren klasse funktioniert mit uns beiden *grins*

HEUTE nun ist der erste Blogeintrag auf dem neuen Blog erschienen. Er las einen Artikel im Spiegel (Printausgabe), wollte mich am Telefon informieren und ich war mit M.Devi beschäftigt. Keine Zeit für meinen Schatz. Also wohin damit? Genau, ab auf das Blog.

Und euch sage ich: Hin da! Kommentare abgeben! Damit er bei der Stange bleibt!

@Kirsten: Ich gehe davon aus, dass unser "Blogger-Treffen" in HH mit ein Grund war, also danke dafür ;-)

Druck

Ja, ohne eine gewisse Portion Druck kann niemand leben, ich schon gar nicht.
Schwierig wirds dann, wenn man das Gefühl hat, von diesem Druck übermannt zu werden.
Man zuviel Zeit für anderen Kram verschwendet hat (und die Verschwendung erst viel zu spät feststellt). Wenn man sich den Mund fusselig geredet hat, mitgedacht und mitgelitten hat und dann alles für die Katz war. Weil Einsicht Mangelware war. Stattdessen menschlicher Punchingball gewesen. Keine Rücksichtnahme auf meine Befindlichkeiten. Bis ich die Notbremse gezogen habe.
Das ist nicht allein der Grund, warum soviel Arbeit liegengeblieben ist, aber doch einer davon. Schade, dass ich mich von einem lieben Freund etwas entfernen musste, aber notwendig für mich, meine nervliche Gesundheit und meine anderen Projekte.

Ärgerlich, dass ich soviel Zeit damit verschwendet habe, gar nichts zu tun, Nichtigkeiten zu erledigen, Ablenkung zu suchen und zu finden.
Jetzt hab ich diesen großartigen Job und fahre doch irgendwie nur auf max. 75%, vielleicht sogar nur auf 50%. Weil im Nacken (dem verspannten) soviele andere Dinge sitzen. Verpasse großartige Veranstaltungen auf der Buchmesse und drumherum, weil ich so müde bin, und einfach Angst habe, Zeit zu verschwenden.
Zwischenprüfung VK verschoben. Erleichterung. Auch wenn das Studium damit noch länger dauern wird.
Sogar die von mir selbst gewünschten Blogeinträge über meine Zeit mit M.Devi schiebe ich vor mir her. Kopf schmerzt. Zu wenig getrunken heute. Die public Tage auf Messen sind die Hölle. Danke Alex, dass du da bist.
Und bloggst. Endlich. Der Spitzenplatz in meinem Blogroll war seit Bestehen des Blogs
für dich reserviert und wird nun seit heute im zweiten Versuch mit Leben erfüllt.

Ich bin die Jüngste und benötige den meisten Schlaf ..

Man muss sich das mal vorstellen:

Man sitzt morgens zusammen, die dem personal assistant bekannte Tagesplanung besagt ein Interview am Nachmittag, also ab ins Museum und Mittagessen, danach ein wenig Ausruhen für die kommenden Termine. Unser Weltklasse-Fahrer Eddy, der uns schon einen günstigen Telefonladen empfohlen hat, kannte auch einen klasse chin. Take-away, wo wir mal wieder hindüsten (und inzwischen bereits bekannte Stammkunden sind *lach*).
Überhaupt ist Eddy ein echter Gewinn für uns, keine Frage!
Dann ein Telefonat - das Interview wird noch später sein, dafür werden es zwei. Allerdings stressfreier im Hotel. Auch gut.
(Un-)glücklicherweise kurz ins Hotel geflitzt, und da lag sie - die wohl erst vor kurzem unter der Tür durchgeschobene Einladung zu einem sehr wichtigen offiziellen Termin (die Dame, der ich Tags zuvor auf den Fuß getreten bin, wünschte einen Eintrag in ihr goldenes Buch). Also schnell zurück gehetzt, meine "Reisegruppe" beim Mittagessen erwischt, kurz ins Büro gehetzt, Bericht erstattet. Die armen Mäuse da wurden auch nicht informiert. Typisch Messe also, oder sollte ich sagen, typisch Inder? *g*
Naja, mir wurde schon warm im Pulli, als ich mal wieder durch die Gänge des Hotels flitzte, da M. Devi und ihr Anhang mit der Limo unterwegs waren, musste Alex als Fahrer herhalten.
Lichtblick: Reisegruppe ist inzwischen in time im Hotel, Erziehungsminister, Botschafterin etc. werden gleich in der Kolonne losfahren, wir sind Wagen Nr. 3, könnten dann mal langsam los. Sanftes Drängen. Leicht stärkeres Drängen.
Aber der dominante Teil der Reisegruppe, der uns Gott sei Dank heute (Fr) verlassen hat, lächelte nur, lehnte sich zurück, ließ sich von mir Tee bringen und erklärte mir wie einem dummen Kind, dass Mahasweta Devi sich an keine Regeln halten müsse und daher das Hotel nicht verlassen sondern sich ausruhen würde. Argh! Ich war tatsächlich kurz vorm heulen und hab mich an meinem Becher Tee festgehalten ...
Eigentlich brodelte der Ärger über diesen Kerl schon seit Tagen und eigentlich hatte ich vor, ihm mal so richtig die Meinung zu geigen, da beginnt er plötzlich ÜBER MICH zu dozieren, informiert die beiden Damen, dass ich anscheinend ein typisches Exemplar der angepassten, den Regeln sklavisch folgenden jungen Europäerinnen sei.
Mein Einwand, dass es einen eklatanten Unterschied zwischen meinem persönlichen Verhalten und meinem Job gäbe, und das rebellieren rein um der Rebellion wegen irgendwie albern und vor allem unhöflich sei, wurde lächelnd mal wieder übergangen. *grmpf*
Tatsächlich hatte ich Mr. Oberschlau sogar einige Wünsche erfüllt und einen Gedichtband von Rilke sowie die Adressen und Telefonnummern von Sinti & Roma - Vertretungen in und bei Frankfurt. Als ich Buch und Zettel hervorzog, breitete sich ein Lächeln auf seinem Gesicht aus und er meinte, dass diese Dinge das wichtigere "Golden book" seien, M.Devi lächelte nett dazu und ich war völlig ins Abseits gestellt. *doppelgrmpf*

Danach galt es, sowohl die Autorin als auch die Räumlichkeiten auf die TV-Interviews vorzubereiten. Das erste Date war mit einer leicht verpeilten Redakteurin einer ARD-Anstalt, deren englisch eher durchschnittlich war, die Qualität ihrer Fragen lag sogar noch darunter. Mahasweta Devi, selbst jahrelang (und immer noch) als Journalistin tätig, war danach entsetzt über sie.

Das zweite Interview sollte mit einem indischen TV-Sender stattfinden, NDTV. Schon im Foyer traf ich auf den Moderator von "Just books", Sunil Sethi, der mich mit warmem Lächeln begrüßte, gerade auf der Suche nach der perfekten Location für das Interview. Ich bot unser Wohnzimmer an, aber das schien ihm nicht spektakulär genug für M. Devi, ebenso seien die Lobby und die Bar dafür völlig inakzeptabel. Schön zu hören!

Seine Assistentin vom Goethe-Institut (ich hab ihren Namen vergessen, aber sie war mega-nett, liebe Grüße unbekannterweise!) und ich beguckten uns darauf hin das Lounge-Restaurant im 21. Stock und fanden einige Plätze mit großartiger Aussicht. Doch was sagte der Kameramann? "Fenster werden eh verschlossen wg. Gegenlicht". Argh!
Ich wurde gebeten, im Zimmer zu warten, als plötzlich der Anruf kam, ob es zu große Umstände mache, auf mein Angebot mit dem Wohnzimmer zurückzugreifen ... *lach*

Das Wohnzimmer wurde umgestellt, Sunil Sethi sehr sehr professionell und höflich, ohne dabei schleimig zu wirken. Dabei hat sie ihn auf freundliche Art zunächsteinmal entwaffnet, und das mit einer kleinen Bitte: "Please ask me INTELLIGENT questions."
Er fing ein wenig an zu stottern, versprach aber, sein Bestes zu geben. Armer Kerl, er konnte ja nicht wissen, was sie kurz zuvor mit der deutschen Dame erlebt hatte.

Ich war beim Interview zugegen und war sehr beeindruckt von seiner Professionalität. Seine Fragen beinhalteten sehr viele Informationen über Mahasweta Devi, damit auch der nicht so gut über M. Devi informierte Zuschauer sofort genügend Informationen hatte, ohne dass er sie zu Beginn hätte groß vorstellen müssen. Cleverer Schachzug, keine Frage.
Auch hat er alle Fragen, die er stellte, auch beantwortet bekommen, teilweise verpackte er die eigentliche Frage noch zwei Mal, bis sie trotz Ablenkungsversuche die Frage letztendlich beantwortete. Dazu sein sehr höfliches Auftreten, seine unverholene Bewunderung für Mahasweta Devi, das hat wirklich Spass gemacht. Obwohl ich feststellen durfte, dass ihm zeitweilig ein wenig die Hände zitterten. Ihr Hinweis auf die intelligenten Fragen hätte wohl jeden nervös gemacht. Habe ihn danach auch aufgeklärt *g* Beeindruckt hat mich auch sein Wortschatz. Sehr britisches Englisch, gewählt ausgedrückt.
Aber der Mann (sehr gepflegt, Alter daher schwer schätzbar, aber auf jeden Fall über 40) hat dann auch mein Herz erobert. Nachdem man mir schon tags zuvor ein Kompliment für meine Betreuung der journalistischen Besucher übermitteln ließ (ich wuchs gleich einen 1cm!) sparte auch er nicht an begründetem Lob über meine Arbeit, Hilfsbereitschaft und mein Mitdenken. Und dann kams: "Are you also Bengali?" Ich schwebte mind. 5 cm über dem Boden, dass ein Inder mich anhand meiner englischen Sprache für eine Inderin hielt! Über meine Antwort "daughter of an bombayian mother and a german father, living in germany" war er erstaunt und drückte mir ein zweites Mal seine Visitenkarte in die Hand.
Danach das normale Abendprogramm: Futter to go irgendwo besorgen (meist beim Chinesen), noch nen Tee zusammen trinken, Tagesplanung für den nächsten Tag besprechen - es geht endlich auf die Messe! -, noch nen Whiskey kippen und dann ab nach Hause, tot umfallen.
Während die Damen doch noch vergleichsweise fit und vergnügt wirken ....

Mittwoch, Oktober 04, 2006

Buchmessen-Eröffnung

Was wäre eine große Veranstaltung ohne eine große Eröffnung?
Und was wäre eine große Eröffnung ohne Eröffnungsreden?

So natürlich auch die 58. Frankfurter Buchmesse.
Dort sprechen dann z.B. die Frankfurter Oberbürgermeisterin Roth, der deutsche Außenminister Steinmeier, der indische Bildungsminister Singh und auch "meine" Mahasveta Devi als "cultural speaker".
Natürlich in unterschiedlicher Qualität.

Aber zunächst einmal muss man dorthinkommen. Also mit großem Bahnhof in der Limo-Kolonne mitsamt blau-berittener Motorradpolizei zum Messegelände - bevor Unklarheiten bestehen, das war in erster Linie für den Bildungsminster, unser Auto war da nur mit drin *g* - dort selbstverständlich zu spät angekommen, weil zu spät los, massig Honneurs von irgendwelchen wichtigen Buchmessenleuten, die den Bückling probten, während Mrs. Devi eigentlich nur durch den Gang gehen wollte. So stapelten wir uns mit dem Minister und seiner Frau sowie diversen Messe-Oberen vor der V.I.P. Tür und ich überlegte schon, wie ich als Sidekick als bald als möglich aus der Schußlinie kommen könnte. Aber man beruhigte mich, ich müsse mich nicht so klein machen und durfte also mit den VIPs in den Saal. Großer Fehler!
Denn kam waren wir drin und versuchten, M.Devi an ihren Platz zu bringen (links jemand von der hessischen Staatskanzlei, rechts der Außenminister), waren die Photographengeier schon um uns herum. Und ich mittendrin! Help!
Also habe ich versucht, mich am Minister vorbei zu drücken, bin dabei glaube ich Frau Roth, der Oberbürgermeisterin auf den Fuß gestiegen, auf jeden Fall hab ich entschuldigend gelächelt und sie hat mich dann später immer wieder angeguckt als wenn sie sich an den Tritt erinnert hätte ...
Dann fix ab in eine der oberen Reihen und schon gings los mit den Reden. Vielen Reden. Langen Reden.
Roth startete witzig, ließ aber dann nach, viele Untertöne blieben mir höchstwahrscheinlich deswegen verschlossen, weil ich wenig Ahnung von Kulturpolitik in Hessen habe und deswegen Sticheleien nicht gepeilt habe.
Steinmeier hingegen war interessant, siehe auch hier und hier (M.Devi rechts auf dem Bild neben Steinmeier), aber viiiiiiiel zu lang. Hab leider zwischendurch abgeschaltet und mich darüber geärgert, wieviele Leute anscheinend zu blöd sind, ihr Mobiltelefon auf Vibration zu stellen.
Auch sehr witzig zu beobachten, in welcher Lautstärke Leute sich unterhalten, die gleichzeitig über Kopfhörer die Übersetzung der Rede hören. Anstatt die Kopfhörer kurz abzunehmen, unterhalten sie sich lieber in höherer Lautstärke ....

Schön zu sehen, wie bei der Ansprache der Zuhörer die Reihenfolge der Wichtigkeit der Personen von den Redenschreibern vorsortiert wird, damit der Halter der Rede die richtigen, wichtigen Menschen anspricht. Man aber schnell mal improvisieren kann. Nur so kann ich mir erklären, dass weder Bloos, noch Roth oder Steinmeier Mahasweta Devi ansprachen, nachdem jedoch der indische Bildungsminister sie besonders herzlich begrüßte, richteten die folgenden Redner herzliche Grüße auch an sie. *lach*

Mahasweta Devi selbst hielt eine großartige Rede (hier abgefeiert von der Sueddeutschen), die mich jedoch - da ich sie am Wochenende schon gelesen hatte - in der Dauer ein wenig langweilte. Hier als Pdf. Das sahen die anderen Zuhörer jedoch nicht so, wie ich beobachten konnte. Während aller anderen Reden war immer ein leichtes Kommen und Gehen im Raum, bei Devis Rede sah ich nahezu niemanden, der seinen Platz verließ. Danach sah ich auch noch vereinzelte Standing ovations. Obwohl nach ihr noch Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, sprach und auch die Messe eröffnete, eilte ich zu ihr, um sie zu fragen, ob sie gehen oder bleiben wolle. Sie antwortete mit einem "ich will ins Hotel, und ich will noch die Rede hören". Steinmeier, der neben ihr sass, guckte etwas irritiert, so lächelte ich ihn an und meinte nur: "Das mache ich seit vier Tagen mit." Grinsen von beiden Seiten. Bin dann all den Promis vorbeigehuscht und hab mich einfach neben der indischen Konsulin auf die Stufen gesetzt und Honnefelders nette Rede von dort verfolgt.
Danach rief sie schon nach mir - "daniellla!" - doch kaum hatte ich sie erreicht, war sie schon umringt von Bewunderern, die sie auf den Inhalt ihrer Rede ansprachen und ihre Bewunderung ausdrückten. Plötzlich war ich umringt von Mehasweta Devi auf meiner linken Seite (ich wollte sie am rechten Arm gestützt hinausbringen!), und Petra Roth sowie Steinmeier auf der anderen Seite, die gerade mächtig dabei waren, Hände zu schütteln und in die Kameras zu grinsen. Kameras?! Argh! Ich begann mich fix hinter Roths Rücken zu verstecken um geduckt zu fliehen, aber auf der anderen Seite wurde gerade der indische Erziehungsminister Singh in seinen Rollstuhl gehievt. Also duckte ich mich weg und setzte mich einfach auf die unbenutzten Stühle - sehr zum Amüsement einer Messeorganisatorin, die so lieb war, bereits einen Rollstuhl zu organisieren. Und dann kam ER - Shashi Thadoor, UN-Untergeneralsekretär und gleichzeitig indischer Schriftsteller. Und ließ sich medienwirksam von Mahasweta Devi knuddeln. Der Kerl ist echt nicht dumm *grins* schade, dass er nicht der nächste UN-Generalsekretär wird. Vielleicht sollte ich mir diesen Kontakt mal warmhalten *lach*
Danach folgte noch die große Eröffnung in der Alten Oper, der Chairman des National Book Trust mit Gesang und Tanz und Dinner - doch Mahaswetas Antwort auf diese Einladung war: "Who is singing and dancing? I? So why should I go there? Dinner at ten? Shall I die in Germany?". ;-)
Und wenn ich die Informationen der Ministerehefrau richtig deute, war es beim Essen in erster Linie voll und man stand lange in der Schlange. Sehr ärgerlich. Und 2 Stunden indisches Singing and Dancing ist ja ehrlich gesagt auch nicht soo mein Ding. *g*
Also zurück zum Hotel, ein wenig Essen to go mitgenommen, nett zusammengesessen und gequatscht, bis der Fahrer mich nach Hause gebracht hat. Und dann Alex ein Ohr abgekaut bei der kompletten Berichterstattung. Und lieber einen Tag gewartet, bevor ich den Blogeintrag verfasst habe ...

Montag, Oktober 02, 2006

Der coolste Job der Welt

Nun bin ich schon seit 2 Tagen die persönliche Assistentin von Mahasweta Devi und was soll ich sagen: Es ist total cool, macht unglaublich viel Spass, ich lerne viel und bin eigentlich durchgehend hundemüde :-)

"Wir" wohnen im Intercontinental in Frankfurt, 17. Stock, Suite (Wohn- und Schlafzimmer) mit großartigem Blick auf den Main und den Frankfurter Süden. Jaja, "wir" sind Papst, "wir" haben ein Fussballspiel gewonnen, schon klar.
Natürlich wohnen da Mrs. Devi und ihre Schwester, und ich schlafe bei Alex in Neu-Isenburg, aber da ich sowieso die meiste Zeit in der Suite herumhänge, bleibe ich mal bei "wir" und "unser".

Als personal assistant bin ich in erster Linie da, um die Autorin dazu zu bringen, ihre Termine einzuhalten, aber ich bin auch Mädchen für alles und Entertainmentprogramm. Da Mrs. Devi aber extreme Ähnlichkeit mit meiner verstorbenen indischen Großmutter hat (ich erzählte das schon), behandle ich sie selbstverständlich wie ein rohes Ei.
Die Tatsache, dass wir im Gegensatz zu den anderen Autoren eine eigene Suite und einen persönlichen Chauffeur haben, hätte mich vorwarnen sollen, aber gestern abend habe ich erfahren WIE bekannt und beliebt Mahasweta Devi wirklich ist, ging mir gestern abend erst auf.
Nach Sightseeing in Frankfurt (Römer, Souvenirs kaufen, Senkenbergmuseum)war unser einziger offizieller Termin gestern abend die Eröffnung eines indischen Filmfestivals im Deutschen Filmmuseum.
Ein auf ihrer Kurzgeschichte "Rudali" basierender Film war der Eröffnungsfilm und so war sie dazu angehalten, zusammen mit dem Autor des Filmskripts, Mr. Gulzar, eine Rede zu halten.
Eigentlich hatte Mrs. Devi nicht so richtg Lust dazu, bis man uns eine Info über die anwesenden wichtigen Gäste am Abend unter der Tür durchschob, gepaart mit hektischen Anrufen des indischen Konsulates, ob wir denn wirklich erscheinen würden. *g* Auf dem Plan standen Funktionäre wie die Botschafterin Indiens, einige Konsule (aus Berlin, Frankfurt und Hamburg), Angehörige div. Ministerien und natürlich führende Menschen des NBT (national book trust).
Unser allzeit anwesender Mr. Devi (NICHT verwandt, nur immer da, wenns wichtig ist) konnte sie aber dann doch überzeugen. Wahrscheinlich, damit er sich mit ihr sehen lassen konnte.
Schon in der Hotel-Lobby wartete eine Bewunderin mit einem Blümchen auf sie *grins*
Während auch in Indien das Hände schütteln üblich geworden ist, wurde ihr zumeist die Ehre zuteil, dass die Menschen die Handflächen vor dem Oberkörper zusammenlegten und sich andeutungsweise verneigten, um sie zu begrüßen.
Dauernd drängten sich Leute um uns herum, ließen sich vorstellen, kamen um Erinnerungen auszutauschen (die meiste Zeit wisperte sie mir ins Ohr "ich hab keine Ahnung, wer das ist").
Die Saris und das indische Buffet waren sehr ansehnlich, ich war beeindruckt.
Nach dem Empfang wechselten wir ins Kino, wo wichtige Leute wichtige Reden hielten. Vor allem Mr. Banerjee vom Ministry of human resources development lobte Mrs. Devi in den höchsten Tönen, ihre Bedeutung als Autorin, als Journalistin und vor allem als "voice of the voiceless". Was genau damit gemeint ist, findet man hier.
Sie selbst hielt eine tolle Rede darüber, wie herzlich sie in Frankfurt und in Deutschland überhaupt aufgenommen wurde, was sich seit ihrem letzten Besuch 1986 (ebenfalls Buchmesse und Gastland Indien) verändert hatte und nutzte die Gelegenheit, sich bei all den Personen "behind the scenes" zu bedanken. Während ihre Schwester und ich während der Lobpreisungen durch Minister und Co. vor allem gelästert hatten, war ich da schwer beeindruckt von ihr.
Der Vorteil ihres hohen Alters und der Tatsache, dass sie natürlich den Film schon kannte, ist, dass wir schon direkt nach ihrer Rede das Kino verlassen und uns 140 min. Film ersparen konnten *g*
Alles in allem aber eine sehr schöne Veranstaltung mit einer tollen Frau. Und es kommen noch viele Tage.
Sie nennt mich gern abwechselnd "Child" (naja, ich bin ja auch 50 Jahre jünger als sie *G*) oder unentbehrlich und ich freue mich schon auf die kommenden 10 Tage ...
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