Donnerstag, August 31, 2006

Junger Typ in rotem Cabrio wird bei einer Polizeikontrolle rausgewunken.

Polizist: "Na Porsche von Papi?!"
Cabrio-Typ: "Na Passat vom Staat?!"

via belauscht.de

Mittwoch, August 30, 2006

Heute geschmunzelt über ..

Einen Kommentar von Kirsten zum Thema Katzen und Hunde:

Ich glaub, ich hätte doch lieber nen Hund. Hund sind doof, und ich bevorzuge Tiere, die mir nicht intellektuell überlegen sind. :-)
(unbedingt den dazugehörigen Katzensitter-Beitrag in ihrem Blog lesen!)

Forumsunterschriften:

"Come to the dark side... wie have cookies" ; )

Das Leben ist wie eine Ketchupflasche - erst kommt nichts und dann alles auf einmal.

Dienstag, August 29, 2006

Politiker spielen ...

Eigentlich tobe ich meine Streitgelüste politischer Natur bei www.dol2day.com aus, aber jetzt habe ich ein neues Spiel gefunden: Power of Politics.

Hier kann man in bester "Hanse" - Manier ein Büro in einem Bezirk aufmachen, einer Partei beitreten oder selbst eine gründen und dann fleißig in den Wahlkampf gehen.

Wer mitspielen mag: Ich habe im Bezirk Kiel eine Partei gegründet (KIEL) und würde mich über mehr Mitspieler freuen!

Liebe ist schön


Rendsburger Herbst, kurz nach Mitternacht

Montag, August 28, 2006

Verwanzte Mülltonnen in England - und die Deutschen sind schuld?!

Irgendwo in Großbritannien hat die britische Abfallwirtschaft ohne das Wissen der Nutzer die Mülltonnen "verwanzt" um "Recycling-Muffel" ausfindig zu machen.
Mal wieder ein Fall für die "Mielke-Skala"!

Wen kümmern schon die Briten, mag man sich fragen, aber die "Mail on Sunday" gibt nicht etwa den Abfallbetrieben oder pauschal mal der Regierung die Schuld, sondern - uns!

Die "Wanzen" wurden nämlich in Deutschland hergestellt, und daher hieß es am Sonntag: "Deutsche verwanzen unsere Mülltonnen"

Pah.

Alte Kinos neu eröffnet - das Metrokino

Vor genau zehn Jahren, im Sommer 1996, schloß das zur UFA gehörende Metro Kino in der Holtenauer Str. seine Türen. Ich selbst habe es nur ein einziges Mal besucht - damals sahen wir “Star Trek - Treffen der Generationen” und obwohl wir Mädels gerade mal um die 1,60 m groß waren, empfanden wir die Sitzqualität doch eher als unangenehm.
Das CinemaxX bot uns da für das selbe Geld mehr Leistung, mehr Komfort und durch seine Lage direkt am Bahnhof auch einen besseren Zugang von Preetz aus.

Nun ist eine ganze Dekade ins Land gegangen, ich lebe inzwischen mitten in Kiel und bin die Blockbuster, die überhöhten Preise und das immer irgendwie alt schmeckende Popcorn des CinemaxX leid und erfreue mich eher an den Programmen der “Brücke”, dem KoKi und dem neuen Studio.

Und genau für diejenigen, die genau wie ich diese Kinos und deren Filmauswahl schätzen, gibt es eine frohe Kunde - das Metro-Kino wird wiedereröffnet!

Auf der Webseite des Metro Kinos erfährt der Besucher eine Menge über die Leistungen, die beim Umbau erbracht werden mussten (inkl. Photos), und auch der einen oder anderen Skurrilität, die beim Aufräumen gefunden wurde. Dabei haben die neuen Betreiber Henrik Fenger und Jörg Schädlich sich Mühe gegeben “zu retten, was zu retten ist”, und so wird es im Foyer und in den Sälen noch eine Menge Dinge geben, die den Besucher von damals in Erinnerungen schwelgen lassen kann.

Großes Hollywood-Kino soll es genauso geben wie kleine, aber feine Programmfilme, und das Ganze nach offizieller Aussage “für die ganze Familie zu fairen Preisen”.

Offiziell wird das Eröffnungsdatum mit dem 14.9. angegeben und ich muss sagen - ich freu mich drauf.

Sorge macht mir nur, dass sich soviele Programmkinos des neuen Stils (Blockbuster + Arthouse) vielleicht doch wieder gegenseitig das Wasser abgraben werden. Aber hoffen wir mal das Beste.
Die Webseiten der Kinos “Brücke” “neues Studio” und “Koki” verlinken ja sogar auch problemlos und freundschaftlich aufeinander, falls “der gewünschte Film nicht dabei” sei, das finde ich ein sehr gutes Zeichen.

Sonntag, August 27, 2006

Spam-Blog

Seit neuestem verlangt mein Blogbetreiber von mir, dass ich jeden geposteten Beitrag mit einer Wortbestätigung zusammen absende. Erst habe ich vermutet, dass es damit zusammenhängen könnte, dass ich zwei Kumpels eingeladen habe, mich beim Warenwelt-Blog zu unterstützen, aber warum dann hier, beim Hauptblog?

Flugs die Informationen beguckt und siehe da - man hält mich für einen Spam-Blog.
Blogs, die dieses Verhalten aufweisen, werden Spam-Blogs genannt und können am irrelevanten, wiederholten und sinnlosen Text erkannt werden sowie an einer hohen Anzahl von Links, die meist alle auf eine Website verweisen.
Ein Spam-Blog ist auch ein Blog, der im Content Inhalte vortäuscht, die dann gar nicht vorhanden sind. Also null Qualität ... *schnief*

Und wie kommen die nun darauf?
Ausser o.g. Merkmalen können Nutzer auch mit dem in der NavBar vorhandenen Schalter meinen Blog als fragwürdig einstufen.
Also, entweder sind meine Postings zu inhaltslos oder jemand hat mich als Spam gemeldet - ich weiß nicht, welche Möglichkeit mir weniger gefällt ...

Rainer Barzel ist tot

Rainer Barzel war bis vor ca. einem Jahr für mich nur ein Name, der im Geschichtsunterricht zum Thema "Deutsche Politik irgendwo zwischen Ende des zweiten Weltkriegs und Ära Kohl" fiel. Ein gescheiterter Politiker, der es laut meinem SPD-lastigen Lehrer gewagt hatte, den großen Willy Brandt anzupinkeln und scheitern musste. (O-Ton ähnlich, etwas schärfer)

Und so war ich sehr überrascht, als ich bei einem meiner immer seltener werdenden "Sabine Christiansen" - Sichtungen einen silberbärtigen, witzigen, wortgewandten Rainer Barzel erleben durfte, der eine Sicherheit, eine Lockerheit und eine Präsenz ausstrahlte und kluge Dinge sagte, dass ich am selben Abend noch seine politische Karriere nachrecherchierte.
Ich erinnere mich, dass er sich für eine große Koalition stark machte, in der zwei gleichberechtigte Partner gemeinsam einen neuen, zukunftsorientierten Weg für Gesamtdeutschland finden sollten.

Leider hat er nur mit der großen Koalition recht gehabt, ansonsten kommt leider noch nicht viel rum. Man hat eher den Eindruck, jede Partei versucht vor allem, sich für die kommenden Wahlen gut dastehen zu lassen. Aber darüber ein anderes Mal.

Ich hätte mich gefreut, wenn mehr von ihm gekommen wäre in den letzten Monaten, die er, geschwächt durch die Krankheit, an den Rollstuhl gefesselt war. Und nur eine kleine Unze seiner rhetorischen Fähigkeiten, seiner Brillianz in der Rede, würde so manche um 100% verbessern.

Schade, dass ich keine Gelegenheit mehr haben werde, diesen wachen Geist jemals persönlich kennenzulernen.

Neues Spiel: Der dümmste Hartz4-Beschäftigungsvorschlag

Man könnte meinen, es gibt in der bundesdeutschen Politik einen geheimen Wettkampf.
Und zwar den, möglichst den haarsträubendsten Vorschlag zu machen, wie die durchgehend arbeitsscheuen und permanent Urlaub auf Staatskosten verlebenden Empfänger von Arbeitslosengeld nach Hartz 4 möglichst sinnfrei beleidigt werden sollen.

Gut, die allgemein bekannten Adjektive, die man sonst nur für Ungeziefer benutzt, wurden alle bereits mehr oder weniger deutlich abgegrast, nun gehts an die Abteilung möglichst dummer Vorschläge, um diese Menschen dazu zu bringen, auch den blödesten Job anzunehmen, um bloß kein gegeißelter Empfänger staatlicher Hilfen mehr zu sein.


Hier die bisherigen Kandidaten:

Franz Müntefering: Hier meint er, dass sich die Arbeitslosen nicht "in der Arbeitslosigkeit einrichten", weil sie es wagen, nebenbei zu arbeiten (was, wenn ich das richtig verstanden habe, auch gleich einen Teil der staatlichen Zuwendungen wieder verkürzt)

Markus Söder: Seine Aussage: "dass sich jemand nicht ausruhen kann in Hartz IV" bringt Mr. Farblos ganz weit nach vorn. Auch dass ein Arbeitsloser nicht in Urlaub gehen kann, ist für ihn völlig klar. Urlaub, tja. Dass das aber auch bedeutet, dass man nicht mal zur kranken Tante 500 km weit weg fahren kann oder zur Kommunion der Nichte, das hat er dabei vergessen. Sehr christlich-sozial, der Bursche.

Peer Steinbrück: Der beschränkt sich gar nicht auf die Empfänger von ALG II nach Hartz 4, ist also ausser Konkurrenz für seine Aussage, dass wir doch alle gefälligst mal auf Urlaub und Co. verzichten sollten. Dann sollte doch der Herr Steinbrück sich mal informieren, warum Urlaube auch von Arbeitgebern gewünscht werden. Wer will schon ausgebrannte, schlecht gelaunte Arbeitnehmer?

Wolfgang Tiefensee: Unser Bundesverkehrsminister wurde von mir ja weiter unten bereits auf der Schilyskala hoch bewertet, aber jetzt legt er noch einen drauf.Explizit die Arbeitslosen spricht dieser an, und kann sich vorstellen, diese als Hilfs-Sheriffs in Bussen und Bahnen einzusetzen.
Abgesehen davon, dass er mit diesem Vorschlag auch auf meiner Mielke-Skala steigt, weil ich gegenseitige Bespitzelung grausam finde, kommt doch ein Problem dazu: Er meint nämlich, dies sei mit keinen weiteren Kosten verbunden. Ja, und wer zahlt die Fahrten?! Oder sollen die auch noch schwarz fahren?
Da gab es doch mal Probleme, dass auch Polizisten, die nicht gerade im Dienst sind, nicht in Uniformen umsonst Bahn fahren durften, weil die Verkehrsbetriebe ja nicht mehr rein staatlich sind. Oder? *grübel*

Und wer kommt als nächstes?!

Habe mich dank creezy von der inkorrekten Bezeichung "Hartz4-Empfänger" verabschiedet, vielen Dank für den Hinweis!

Samstag, August 26, 2006

Yeah! Ein Superheldentest

Habe bei creezy diesen Superheldentest gefunden und konnte einfach nicht widerstehen.
Wer würde ich wohl sein?
Nun, Batgirl war nicht dabei. Und Batman ist sogar mir zu düster.
Ich präsentiere - tatatata - mein Ergebnis:

Your results:
You are Green Lantern
























Green Lantern
90%
Catwoman
75%
Wonder Woman
72%
Spider-Man
70%
Superman
70%
Supergirl
67%
Robin
60%
The Flash
60%
Batman
60%
Iron Man
50%
Hulk
45%
Hot-headed. You have strong
will power and a good imagination.


Click here to take the Superhero Personality Quiz

Donnerstag, August 24, 2006

Miami Vice und kein Ende

Wie fand ich sie damals cool - Sonny Crockett und Ricardo Tubbs.
Sie haben mir Miami gezeigt, sind in klasse Schlitten durch die Gegend gefahren, Sonny lebte auf einem Hausboot, gemeinsam mit einem Alligator, und der Chef hat immer ein Auge zugedrückt, wenn die beiden mal wieder ganz hart an der Grenze zur Legalität agierten, um die Bösen zu fangen.
In der Erinnerung verklärt sich die Serie zu einem Traum in pastellenen Tönen, und ich mag gar nicht daran denken, wieviele Leute danach diese schrecklichen Espandrillos mit der Hanfsohle getragen haben *g* Auch an die späteren Folgen der Serie, die wie 21, Jump Street immer düsterer wurde, so dass ausser mir sich auch noch zahlreiche andere Zuschauer abwendeten, will ich gar nicht mehr denken.

Als es dann hieß, Michael Mann, damals einer der Produzenten der Serie, wollte einen Film mit dem Titel "Miami Vice" machen, habe ich mich gefreut, dachte an eine Retro-Geschichte, evtl. sogar mit Don Johnson in alt, der immer noch bunt gekleidet auf dem Hausboot lebt, während die Welt um ihn herum dann doch härter geworden ist.
Aber ich sollte mich täuschen, obwohl mich "Collateral" schon hätte warnen müssen.
Ein guter Film, in der Tat, auch wenn Tom Cruise mitspielt, und wider Erwarten nicht mal schlecht ;) Auch von Michael Mann.

In Interviews, mit denen man im Augenblick ja überschwemmt wird, erzählt uns dieser Mann (sic!) immer wieder und wieder, dass es eh immer sein Wunsch gewesen war, die Serie auf diese Weise zu machen, und wieviel Material er im Undercover-Milieu gesammelt hätte.
Das ist ja auch alles sehr interessant und sehr lobenswert, und das ist bestimmt auch ein Stoff für einen tollen Film. Aber warum ihn dann "Miami Vice" nennen?

Mir schwant, dass Herr Mann wohl doch nicht ganz so von der Zugkraft von seiner Story und seinen Wunsch-Hauptdarstellern überzeugt, um einen Film zu machen, der das Publikum ins Kino zieht. Das Medienecho hat man wahrscheinlich auch gern mitgenommen.
Ich verstehe nur nicht, warum nun permanent die Augen verdreht wird, wenn zur Sprache kommt, dass der Film ja nun bis auf den Ort und die Namen der Hauptdarsteller so rein gar nichts mit der Serie, wie wir sie alle in Erinnerung haben, zu tun hat.
Dann darf man eben den Namen nicht nehmen.

Aber auch sonst scheint der Verleihfirma stark die Muffe gehen zu müssen - ich habe lange nicht so viele "Werbesendungen", "Filmspecials" etc. für einen einzelnen Film gesehen wie für Miami Vice gesehen. Will gar nicht daran denken, was das gekostet hat. Und ich bin wirklich froh, wenn wir das endlich hinter uns haben.

Werde mir den Film wahrscheinlich angucken, bin einem guten Actionfilm nie abgeneigt. Aber höchstwahrscheinlich werde ich die Hälfte der Zeit überlegen, warum der Film nun ausgerechnet "Miami Vice" heißt ...

Mittwoch, August 23, 2006

Ja, bewache deinen Sitznachbarn!

Wie der Spiegel berichtet, will Innenminister Schäuble nun also das Internet stärker bewachen lassen, in allen Sprachen, um damit Seiten, in denen dasBomben bauen erklärt wird ... ähm .. zu finden? Und was soll denn genau damit werden?
Wenn die auf einem russischen Server liegen, nicht viel. Oder auf einem tunesischen. Oder irgendwo in China.
Aber Aktionismus hat er gezeigt. Muss ja auch mal sein. Schließlich hat er in Schily ein großes Vorbild, der einen noch größeren Schatten wirft. Den noch rechts überholen wird nur schwer möglich sein.

Aber es gibt welche, die sich dieser Aufgabe stellen: Bundesverkehrsminister Tiefensee von der SPD zum Beispiel. Der tarnt sich zunächst im Schafspelzchen, in dem er die sog. bewaffneten "Rail-Sheriffs" für keine gute Lösung hält. Soweit, sogut.
Sein alternativer Vorschlag zeigt aber den Wolf in ihm und bringt ihn aber auf meiner Schily-Skala ganz weit nach vorn:

Stattdessen plädierte der Minister dafür, aufmerksame Begleiter einzusetzen. Er appellierte in diesem Zusammenhang auch an die Bürger, ein Auge auf Mitreisende zu haben und verdächtige Vorgänge der Polizei zu melden.
Quelle: Spiegel.de

Dabei treiben übereifrige Mitreisende die Bahn eh schon an den Rande des Nervenzusammenbruchs.
Oder steht er mit dieser Forderung schon auf einem Platz auf der Mielke-Skala?!
Ich warte schon auf die Einführung von zahlreichen "IM Bahn + kreativer Name".
Ob die dann auch gleich noch mein Notebook nach illegalen Downloads durchsuchen dürfen? (die ich natürlich nicht habe, aber der Zeitaufwand wäre ärgerlich).
Schließlich benutze ich das Ding ja in der Bahn auf dem Weg von Kiel, wo man den Libanesen festgenommen hat, in das Moslem-Mekka und den größten Bahnhof Frankfurt und ausserdem seh ich "ausländisch aus". Das hat bei dem jungen Mann in Kiel angeblich auch zur finalen Erkennung geführt.
Vielleicht fahre ich in nächster Zeit einfach mal wieder mehr Auto ...

Diva II

Ich habe es ja mit den Diven. Ich verehre Katherine Hepburn. Nein, nicht die putzige Audrey. Die echte Diva, Katherine.
Vielleicht, weil ich gern eine wäre. Man hat es mir auch schon mal vorgeworfen. Was hab ich mich gefreut.
Leider kann ich es weder durchhalten, so lange so herrschsüchtig zu gucken, Leute zu schikanieren oder einfach zu übersehen, noch kann ich aufhören zu lächeln (was keine Diva jemals tun würde, höchstens "huldvoll").

Szene bei einem Spieleabend mit Freunden:
Er: "Warum lächelst du immer?"
Ich: "Ich kann auch mal nicht lächeln!"
Er: "Zeig mal. - Du lächelst ja immer noch."
Ich: "Gar nicht wahr. Mein Mund ist doch fest verschlossen und die Mundwinkel nicht nach oben gebogen!"
Er: "Aber deine Augen lächeln immer noch!"
Ich "???"

Soviel also zu meinen Diva-Qualitäten :-/
Fröne ich also weiterhin meiner Diva-Lust, heute mit diesem großartigen Zitat aus der TV Movie:

"Diven wie Bette Davis hätten nie Jeans getragen, bei denen der Slip raushängt."
Kate Backinsale (32, "Underworld")


Dienstag, August 22, 2006

Updates

Nach all der Aufregung mit defekter Festplatte und Totalausfall vor 2 Wochen kehrt endlich mal wieder ein wenig Normalität ein.
Und so auch ein kleines Update für meine DVD-Sammlung und meinen sowohl hochgelobten als auch gescholtenen kleinen süßen Warenwelt-Blog. Ab jetzt kommen die Einträge dort wieder kontinuierlich, versprochen. Es liegen einige zu testende Dinge hier auf Halde ...

Viel Spass beim stöbern!

Samstag, August 19, 2006

Sportweisheiten in der Sportschau

Premiere, Arena, ist mir doch alles egal.
Hauptsache ich bekomme meine ARD-Sportschau um 18 Uhr, die mein Vater und ich schon so lange zusammen geguckt haben, wie ich denken kann.
Samstag, 18 Uhr, das war Vater-Tochter-Zeit, aber das hatte ich bestimmt schon an anderer Stelle ausgeführt.

Ja, auch ich bin zu Sat1 gewechselt, habe mich von Sonntagssendungen wie "ranissimo" verführen lassen, aber auch ich habe irgendwann mitbekommen, dass es bei Sat1 anscheinend nur noch hieß "was soll denn der ganze Fussball zwischen den Werbeblöcken?"

Aber im Phrasendreschen und vor allem im Aufzählen von völlig sinnfreien Statistiken, da tun sie sich alle nichts.
Meine heutige Lieblingserkenntnis, mit großen Augen vorgetragen von der ansonsten bezaubernden Monika Lierhaus: "Zum dritten Mal in Folge gewinnt Werder die ersten zwei Saisonspiele". Ich lach mich weg. Und stelle erschreckt fest, dass das für mich tatsächlich einen Sinn ergibt.

"Mein alter Kumpel Fussball..."

"Fussball ist immer noch wichtig" in der Sportschau

Ich habe ja kein Hehl daraus gemacht, dass ich den Song "Fussball ist immer noch wichtig" richtig gut finde.

Trotzdem habe ich mich beim mitgrölen doch ein wenig darüber gewundert, dass es hieß "das ist nicht für RTL, ZDF und Premiere" ... denn die ZDF-Übertragung war nun wirklich nicht schlechter als die der ARD (ich weiß, dass es jetzt "Das Erste" heißt, aber nicht bei mir), und gerade das aktuelle Sportstudio hat mir schon den einen oder anderen Lacher gebracht.
Denkwürdig: "Damit kann ich mich nicht desinfizieren!" von Jan Ulrich.
Aber zurück zum Fansong von Fettes Brot, Bela B. und den Jungs von Superpunk und Kettcar, und siehe da, die Tatsache, dass man die ARD nicht gleich mit abgewatscht hat, hat Erfolg - die letzten Minuten der heutigen Sportschau, es wurden die Bilder des Tages gezeigt, und was läuft? "Fussball ist immer noch wichtig", inkl. dem "das ist nicht für RTL.." - Teil. Ach Jungs.

Warum Wulff? Warum?

Da gibt es so ein Bundesland im Norden. Nein, nicht ganz oben, das ist das schöne Schleswig-Holstein. Nein, auch nicht das im Osten, das ist Mecklenburg-Vorpommern.
Das dadran. Wo man durchmuss, wenn man irgendwo hin will, wo es auch schön ist, z.B. in meiner Heimat NRW oder zu Alex nach Hessen.
Ja, genau, ich meine Niedersachsen. Dieses unförmige Bundesland, das scheinbar zu 80% aus Landwirtschaft und Heidekraut besteht.
Okay, SH sieht so mancher nicht anders, aber das ist viel übersichtlicher.
Und der Chef dieses überflüssigen Bundeslandes, der heißt Christian Wulff und ist bei den regelmäßigen Politbarometer-Umfragen immer ganz vorn dabei.
Ich sollte mich freuen, denn er ist einer von uns, von der CDU. Aber ich sitze nur da und schüttle den Kopf.
Christian Wulff? Beliebt? Warum? Weil er am wenigsten lautstark Müll von sich gibt?

Der Mann ist für mich der BILD-Zeitungspolitiker par exellence.
Peinlich bis zum Umfallen.
Klar, kommt immer gut an, medienwirksam aus der Kultusministerkonferenz (KMK) aussteigen zu wollen. Das sind doch die, die uns alle zwingen wollen, ganz anders und völlig sinnlos zu schreiben. Und da kommt der tolle Don Wulff und errettet uns alle. Und damit das auch jeder mitbekommt, dass der was zu kritisieren hat, stehts auch in der BILD. Andere haben da auch was zu kritisieren, aber das bekommt keiner mit. Die drohen ja auch nicht kurz vor einer Sitzung mit dem Ausstieg des Landes Niedersachsen aus der KMK.


Ach, ein kleiner medienwirksamer Auftritt, das wollen wir ihm ja verzeihen. Klar, wenn es nur einer wäre.
Aber wie war das noch mit dem Rundfunkstaatsvertrag des NDR? Den wollte der Herr Wulff auch erstmal pauschal kündigen. Forderungen kommen auch viel viel besser, wenn man die Drohung schon mal über BILD & Co. verbreitet.
Weil nicht genügend aus Niedersachsen berichtet wird. *gähn* Au ja, Sendungen über niedersächsische Kirchtürme, die aktuelle Heidekönigin, oder dass Bauer Piepenbrink mal wieder ein Schaf abgehauen ist. *doppelgähn*
Ach ja, und dann noch schnell ein paar Politiker in den Rundfunkrat. Wo wir schon mal dabei sind. Hat was von Berlusconi im kleinen. Im sehr kleinen.
Irgendwie muss man doch hinbekommen, dass die anderen Leute Niedersachsen nicht als diesen weißen Fleck auf der Landkarte sehen, wo man nur schnell durchmuss, um an andere, interessantere Orte gelangen.

Nun, das waren die Angriffe gegen KMK und NDR, aber man könnte ja sagen, es handele sich um jugendlichen Übermut, ein wenig übers Ziel hinausgeschossen, aber doch immer im Sinne der Partei, der CDU. Mitnichten.
Man munkelt ja, der Mann sei als Kanzlerkandidat im Gespräch gewesen. Wer genau das so munkelt, weiß man nicht, evtl. die "gut informierten Kreise" (siehe Zwiebelfisch).
Naja, hinter den starken Leuten Merkel, Stoiber und Koch muss er sich aber hinten anstellen.
(auch wenn ich die beiden letzteren für keinen Gewinn halte). Will er aber nicht, und so wie er im Wahlkampf keinen Mucks von sich gegeben hat, so meldet er sich danach regelmäßig, um einfach nur unsäglich zu nerven und die Kanzlerin blöd dastehen zu lassen.
Siehe meinen eigenen Blogeintrag über das Kombilohnmodell.

Auch sein Abgesang auf die Gesundheitsreform in diversen Publikationen geht mir einfach nur noch auf den Keks. Entweder verkündet er,„Dazu könnte Niedersachsen seine Hand nicht reichen“,wenn es darum geht, wie das Ganze finanziert werden soll, laut BILD (sic!) fürchtete er heute, dass daran die große Koalition zerbrechen würde.

Der Mann sagt doch nichts ohne Absicht, und ich hoffe, dass er extrem dumm dastehen wird, wenn die auch von mir ungeliebte große Koalition endlich mal Nägel mit Köpfen macht und tiefgreifende Reformen durchsetzt.
Aber da wird ja ein Herr Wulff schon Gewähr bei Fuß stehen, um im Bundesrat seinem Land Niedersachsen so etwas nicht zuzumuten.
Auch in Niedersachsen sind irgendwann mal wieder Wahlen. Und da die dortige SPD nicht mehr diese Altlast Sigmar Gabriel mit sich rumschleppen muss, hätten die dann vielleicht sogar Chancen gegen Wulff. Und dann kommt ja immer wieder die Sache mit der Kanzlerfrage. Wulff ist für mich der Schröder der CDU. Und das ist kein Kompliment.

Freitag, August 18, 2006

Peers Urlaub

Schon putzig, unser Oberfinanzwichtel. Auf den Urlaub sollen wir künftig verzichten. Soso.
Ist bei mir ja auch nicht wirklich schwer, meinen letzten Urlaub, den man als solchen bezeichnen kann, hatte ich 1997 in Tunesien, und ich erinnere mich ungern an die 2 Wochen in der 4-Sterne "ll inclusive heißt nicht, dass die Nudeln in Salzwasser gekocht werden müssen" - Bettenburg von Neckermann. Und wenn ich mich so umhöre, dann wissen ca. 70 % meines Umfeldes nur noch vom Hörensagen bzw. von der Zeit, als man noch bei seinen Eltern lebte, was genau eigentlich "Urlaub" ist. Naja, irgendwer wird die zahlreichen Urlaube je buchen, die in den letzten zwei Jahren die Touristikbranche wieder angekurbelt haben.
Man kann das ja auch verstehen - da macht der Herr Steinbrück Urlaub im Ausland, und dann hängen da überall seine Landsleute herum. Nervig, sach ich dir. Nirgendwo kann man in Ruhe flanieren, shoppen, man wird auch dauernd erkannt und - da man der Oberkassenwart ist - auch von Urlaubern mit vollen Einkaufstüten (türkisch Lacoste und Ebay-Adidas) darüber aufgeklärt, wie wenig man seinetwegen nur noch im Portemonnaie habe. Mit Blick auf die Tüten ist einem - man ist ja immer im Dienst - auch klar, wieviele indirekte Steuern gerade wieder mal nicht in Deutschland bezahlt wurden.
Das sind dann wohl die Augenblicke, in denen man sich alle anderen Urlauber auf den Mond wünscht. Oder zumindest zu Hause. Und so kann man höchstwahrscheinlich die Aussagen in diesem Interview bewerten.

Zusätzlich muss man mal überlegen, wo der Mann einen großen Teil seines politischen Lebens gewirkt hat - in Schleswig-Holstein.
Oder wie mein Vater sagt: "Wir leben dort, wo andere Leute Urlaub machen!". Und er darf das sagen, denn wir haben früher von D´dorf aus hier Urlaub gemacht.
PHC, unser großer Li-La-Launebär und Landeschef hat soetwas auch kürzlich erst gefordert und von allen Seiten Haue bekommen. Aber warum hätte man diesen Sommer auch woanders Urlaub machen sollen?
Saubere Strände und bestes Sommerwetter über Wochen, immer eine frische Brise, welchedie Hitze einigermassen erträglich macht, man kann zu Hause wohnen, wo es doch sauberer ist als in jedem Hotel (oder zumindest bekannt), man spart das Geld für teueren Hotelfraß und Mami kocht stattdessen wieder selbst. Familienurlaub heißt ja nicht, dass alle in der Familie Urlaub haben.

Mittwoch, August 16, 2006

So langsam nähere ich mich mit meiner Blog-Besucherzahl der 10.000er Marke. Und das innerhalb eines Jahres.

Meine Augenoperation

Da ich nun sehr praktisch von der Vergänglichkeit von Festplatten überzeugt wurde, diese Geschichte aber immer schon mal niederschreiben wollte, bleibt ja nur noch der Blog als Archivierungshilfe ;-)

Ich muss zugeben, dass ich mich früher nicht für sonderlich attraktiv gehalten habe. Im Gegenteil, ich war fest davon überzeugt, dass die Jungs, die mit mir rumhingen, mich nach Hause oder ins Kino begleiteten, für etwas nahezu jungenähnliches hielten. Fussballbegeisterung, kurze Haare und eine große Klappe taten ihr übriges. Erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass meine Augen da auch nicht ganz unwichtig waren ;-)
Also, der Spiegel war damals nicht gerade mein bester Freund (da ich wenig Probleme mit Hautunreinheiten hatte, musste ich ihn auch deswegen nicht befragen), und so bemerkte ich auch erst spät, dass eines meiner Augen regelmäßig von einem kleinen, leuchtend roten Kügelchen bevölkert wurde, direkt am Eingang des Tränenkanals.
Meine Mutter behandelte diese Entzündung mit irgendeinem Gerstenkorn-Hausmittelchen, und das Ding verschwand, um ein paar Wochen später wiederzukommen.

Also do zum Augenarzt. Der machte mich vor allem dadurch nervös, dass er ein Paar strahlende Augen hatte, eins blau, eins grün. Er verschrieb mir eine Salbe gegen Gerstenkörner und schickte mich wieder nach Hause. Ich muss wohl nicht näher erwähnen dass auch diese Salbe mir nur kurzzeitig half.
Zurück zum Ignorieren des Problems.

Einige Monate später musste ich mich mal wieder zu meinem Hausarzt quälen (hatte ich schon erwähnt, dass ich Arztbesuche hasse, oder kam das zwischen den Zeilen schon durch?), um ein neues Rezept für das Frauenmedikament Effortil zu bekommen, da sah er das Ding an meinem Auge leuchten und schalt mich, warum ich denn nichts dagegen unternähme, es würde mein hübsches Gesicht doch beeinträchtigen (fand ich zwar nicht, aber er darf so mit mir reden, Dr. Christ ist ein guter Arzt).
Er schickte mich zu einem neu in Preetz niedergelassenen Augenarzt, per Überweisung "damit er mir einen Bericht schicken muss, was er mit dir gemacht hat, das interessiert mich".
Als auf zu Dr. Mitz, gutaussehend, kompetent, nett. Genauso wie seine Sprechstundenhilfe.
Sein Kommentar nach Begutachtung dieses Dings und meiner Leidensgeschichte war: "Ist ein Hagelkorn, wird abgeschnitten".
Es stellte sich heraus, dass er zuvor in der rennomierten Bellevue-Augenklinik von Prof. Dr. Uthoff gearbeitet hatte, und genau dorthin wollte er mich schicken, noch ehe ich pieps sagen konnte, war der Termin arrangiert, ich bekam eine schicke Broschüre mit, auf der ganz groß "alle Kassen" prangte, und fieberte nun ängstlich diesem Termin entgegen.

Was würde da passieren? Wenn was schief ginge? Schließlich war es ja nur eine kosmetische OP im weitesten Sinne, ich könnte auch gut ohne diese weiterleben, wenn nun irgendwem das Messer abrutschen würde? Oder ein Arzt den OP-Saal vertauscht?

Mit diesen Gedanken schritt ich die aus weißen Kieseln bestehende Auffahrt zu der Villa hinauf, in der die Augenklinik Bellevue untergebracht ist. Dunkle, gediegene Ledermöbel, wenn ich mich nicht irre, sogar ein Kronleuchter. Dazu ein typischer "niedergelassene Ärzte - Aufnahmetresen". Und die Empfangsdame führte mich sogleich zur Ärztin der Aufnahme, die mir nach langem hin-und-her zwischen den beiden Damen eine halbe Beruhigungstablette verabreichte.
Ab aufs Zimmer, wo ich auf einige Damen weit über 50 traf, die sich dort wegen grünem und grauem Star behandeln lassen wollten. Ich kam mir ganz schön mickrig vor, nur mit meinem Hagelkorn, gleichzeitig auch dankbar, dass ich das Leid der Damen nicht teilen musste. Wie es meine Art ist, schwang ich putzige Reden, für die mich Menschen über 50 so lieben, und - schlief nach einer Pause mitten im Satz einfach ein. Die halbe Tablette wirkte von einem Moment auf den anderen.

Nach einer Ewigkeit (wohl ca. 1,5 h) wurde ich geweckt und in den OP gebracht. Im Dämmerschlaf bekam ich die Gespräche mit, "na, wer ist dass denn?" - "ah, sie kommt von Michael!" - "hat der sich nicht irgendwo selbständig gemacht?" - "guck mal, was für einen schönen Teint sie hat!" ... da tauchte ich so langsam auf der Dämmerung auf und bestätigte meinen Kontakt zu Dr. Mitz und erklärte, dass die Hautfarbe auf 50% indische Gene zurückzuführen sei. "Indisch, ach, da gibt es doch diesen tollen Inder in der Wik.." - "der ist Pakistani" - "wie fühlen sie sich denn?". Ich muss zugeben, ich habe offen Angst gehabt. Und dann kam die Erwiederung, die ich mein Leben nicht vergessen werde: "Stellen Sie sich nicht so an, Sie sind doch kein MANN!"
Da war sogar ich sprachlos, es wurden zwei Spritzen über- und unterhalb des Auges gesetzt, die etwas schmerzten, danach das grüne Tuch über meinem Auge hochgeklappt und ich hörte ein Schneidegeräusch, als wenn man mir die Wimpern abschneiden würde. Als ich mich noch darüber wunderte, hörte ich schon ein "so, erledigt, war doch gar nicht so schlimm, grüßen Sie mal den Michael von uns!", ein dicker Gazebausch auf mein Auge, und ich wurde rausgefahren und durfte in einem Zimmer weiterschlafen.
Dann noch Kaffee und Kuchen in einem Aufenthaltsraum, der den Besucher mit Zertifikaten aller Art, ausgestellt auf Prof.Dr. Uthoff, erschlug, und dann entschied man, dass eine junge Frau nicht übers Wochenende in der Klinik eingesperrt werden sollte, rief meinen Freund an und schon war ich wieder draussen. 2 Tage später zur Nachuntersuchung und das ganze Kapitel war gegessen.

Inzwischen begucke ich mich schon das eine oder andere Mal im Spiegel, aber das Hagelkorn ist nie wieder aufgetaucht. Aber der Satz, vor fast 10 Jahren ausgesprochen, hallt mir immer noch im Ohr nach: "Stellen Sie sich nicht so an, Sie sind doch kein MANN!".

Peinliche Dinge, die man niemandem erzählen sollte I

Ich stehe heute morgen unter der Dusche, habe gerade das Wasser abgedreht und die Pantene Spülung in meine Haare geknetet, um nicht als Struwwelpeter zur Arbeit zu müssen, da höre ich mein Handyklingeln. Und obwohl mein Unterbewußtsein mir vermeldet, dass irgendwas mit der Lautstärke nicht stimmt, und dass ich da nun wirklich nicht draneilen muss, da ich mich nicht von meinem Telefon versklaven lassen sollte, siegt die Neugierde und ich eile nackt und mit Spülung im Haar durch die Wohnung, mit suchendem Blick nach dem Telefonwinzling.
Und dann fällt es mir wie Schuppen (sic!) von den Augen - ich habe itunes auf zufällige Titelauswahl gestellt und irgendwie sind meine Klingeltöne in diese Bibliothek geraten. Deswegen wars auch so laut. Es hätte mir auch auffallen können, dass zeitgleich keine Musik lief ...
Und ich ging, mir selbst schwörend, nie wieder im Halbschlaf dumme Entscheidungen zu treffen, wieder in das warme Nass. Allerdings bin ich mir sicher, ich würde es jederzeit wieder tun.

Montag, August 14, 2006

Letzten Montag war ich noch am Strand. Und diesen Monat sitze ich nach dem Sport frierend mit dickem GAP-Kaputzenpulli (die sehr sehr warmen!) und Angora-Überziehsocken mit Gumminoppen auf der Couch und warte darauf, dass mein Tee fertig gezogen ist.

Nervige Auto-Macken

Nein, diesmal geht es nicht um mein kleines, 10Jahre altes Auto, sondern um Alex derzeitigen Mietwagen.

Prinzipiell finde ich es ja eine gute Sache, dass jemand, der sich nicht anschnallt, von einem penetranten Ton so lange genervt wird, bis er den Gurt einrasten läßt.

Jaja, jeder Mensch sollte frei entscheiden, was er mit seinem Leben so macht, ob er bei einem ansonsten harmlosen Crash gern durch die Scheibe fliegen will, aber leider sind in den meisten Unfällen auch noch andere Menschen betroffen, und es wäre schon sehr ärgerlich, wenn ich in einen Unfall verwickelt werde, der sich durch das Anschnallen des anderen Fahrers hätte vermeiden lassen können.

Was nun an dem Seat Leon, mit dem Alex jedes Wochenende quer durch die Republik zu mir flitzt, so nervig ist? Die Tatsache, dass er leider nicht unterscheiden kann zwischen dem Druck, den ein nicht angeschnaller Beifahrer auf den Sitz ausübt, und einer vollen 1,5 l - Flasche Vittel.
Kaum hat man die Flasche dort abgelegt, geht das nervige "Geplinge" los. Gut, auch eine volle 1,5l - Flasche kann bei einer Vollbremsung ein unkontrollierbares Objekt sein, aber man kann es auch übertreiben.

Wieder online ...

Man denkt ja immer - mich triffts schon nicht.
Warum auch?

Mein PC bzw. mein Notebook liebt mich und würde mir das nie antun.

Und dann der Schock: Ich sitze gerade an einer lustigen "TV-Serien-anhand-von-Szenenbildern-erkennen" - Excel-Datei, google gleichzeitig, warum "Unter der Sonne Kaliforniens" eine Fehlermeldung ergibt, und will zeitgleich eine Mail mit größerem Inhalt versenden, da geht plötzlich gar nix mehr. Niente.
Der Bildschirm bekommt grüne Streifen, ich drücke das Notaus, und er geht einfach nicht wieder an! Was fällt ihm ein! Er ist doch mein bester Freund!
Wahrscheinlich eine reine Racheaktion, weil der Kleine weiß, dass ich ihn über kurz oder lang durch ein MacBook ersetzen will - ich habe es ja sogar auf ihm geschrieben.

Neustart - nicht möglich. Dieser verhaßte blaue Bildschirm mit eckiger weißer Schrift, unter Win95 und Win98 oft gesehen, unter XP in vielen Jahren nur sehr sehr selten, erzählt mir, dass der Rechner Windows nicht startet, weil das booten unmountable ist. Oder so ähnlich.

Erstmal ins Bett gehen. Vielleicht ist ihm nur heiß geworden und morgen ist alles wieder gut. Oder auch nicht.

Ein Freund meiner Eltern (und hardcore Linux-User) hat an zwei Tagen mehrere Stunden investiert, um mit einer Knoppix live CD die wichtigsten Daten von der Festplatte zu retten. Dann Windows nochmal drauf (unter starkem Protest des Linux-Fans), aber nach der Installation ging wieder nix, ein schwarzer Bildschirm verhöhnte mich, die ich doch die Win-Installation so vehement verteidigt hatte.

Also doch Ubuntu drauf. Da ging der Neustart zwar auch nicht, aber wenigstens hatten wir die Fehlermeldung, dass der Rechner nicht von der Festplatte booten könne.
Das wurde als ein Erfolg gefeiert, und ich verschwand mit dem Rechner unter dem Arm, um eine neue Festplatte zu kaufen und einzubauen. Klassische Aussage, die ich fast erwartet hatte "morgen kommt ja dein Lover, der kann das dann ja machen". *würg*
Tatsächlich bin ich kleine Frau ganz allein in den Computerladen gegangen und habe eine Festplatte erworben. 80 GB für 73 Eur. Eine Vervierfachung meiner bisherigen Platte ;-)
Aber erst im zweiten Computerladen, denn im ersten hat man mir, nachdem ich meine Leidensgeschichte knapp berichtet hatte, angeboten, für 25 Eur zu testen, ob es überhaupt an der Festplatte läge, oder vielleicht doch am Arbeitsspeicher. Fast wäre ich versucht gewesen, das auch auszugeben, obwohl mein gesunder Menschenverstand mir sagte, dass es dann ja auch keine Betriebssystem-iInstallation gegeben hätte, aber die Tatsache, dass er mir dann auch gleich eröffnete, dass ich den Rechner am kommenden Dienstag abholen könne, hat mich diesen Auftrag gleich wieder abbrechen lassen. Glücklicherweise war der nächste Computerladen zwei Häuser weiter und ich danach um eine Festplatte reicher.
Mit dem kleinsten Schraubendreher, den ich hatte, vorsichtig die alte Platte ausgebaut, die neue eingebaut, WinXP draufgespielt, den WLan-Stick mit dem Router verbunden, ein paar Updates und alle Programme, die man so braucht, aus dem Netz gezogen. Und alles klappte! *freu*
Eine Fehlermeldung meiner USB-Anschlüsse wunderte mich, da der Rechner plötzlich davon sprach, dass ein Hochleistungs-USB-Gerät dran wäre, dass nicht im vollen Umfang genutzt werden könnte. Was solls, wird sich schon richten.

Also frohen Mutes am nächsten Tag die Dateien von der externen Festplatte abholen. Die Suche nach der Platte war dann sehr krampfhaft, und die Übertragung der Eigenen Dateien (ca.6 GB) hat knappe 2 h gedauert.
Daher hat der Plattenbesitzer schnell noch das SP2 draufgespielt, und plötzlich haben wir die Platte gar nicht mehr gefunden :-(
Suche also weiterhin nach der CD mit den USB-Treibern, die 2002 beim Kauf dabei war.

Aber ich bin erstmal online! Und kann weiterarbeiten, der Termindruck für die Abgabe der Hausarbeit über Norman Ohler steigt :-(

Montag, August 07, 2006

Weiblicher Fußball-Fan


Ich bin Fußball-Fan. Solange ich denken kann. Fortuna 95 Düsseldorf, ganz klar.

Fussball-Fan. Nicht Fussball-Spieler-Fan.

Und trotzdem fragt jeder 3. "Und? Auf welchen Spieler stehst du denn? Wegen wem guckst du Fussball?"
Spreche ich chinesisch? Das Spiel ist es, dass mich fesselt. Die Tatsache, dass man eine Mannschaft mit seinem (ihrem?) Herzblut, seiner danach heiseren Stimme, seinem Geld unterstützt. Das Spiel, dessen Regeln zahlreiche Ausnahmen erlauben, da bis auf die ganz schlimmen Fouls die Schiedsrichterentscheidung auf dem Platz zählt, wo keine dumme digitale Tröte das Spielende anzeigt, sondern eben dieser Schiedsrichter, so dass man bei gewissen Entscheidungen die Wände hochgehen könnte. All das und noch viel viel mehr ist Fussball.

Selbstverständlich freut Frau sich, wenn da dann auch noch was schickes über den Platz rennt und für mich den ganzen herben Männerschweiß herausschwitzt, alles gibt.
Aber das ist eher ein angenehmer Nebeneffekt.

Und natürlich gibt es diese "hach, der xy ist ja sooo süüüß, ähm .. welches sind denn unsere Mannschaft? Ich steh ja eigentlich gar nicht so aud Fussball..." - Mädels. Bzw. Girlies. Das sind auch die, die rosa BVB-Kappen tragen, wie Kirsten berichtet. Gibts alles, und hat auch bestimmt seine Daseinsberechtigung.
Aber mich mit denen in eine Schublade zu werfen, sehe ich nunmal als Beleidigung.

German Sailing Grand Prix in Kiel


Blauer Himmel, kaum ein Wölkchen zu sehen, dafür leichter Wind - beste Voraussetzungen für den German Sailing Grand Prix am Wochenende in Kiel.
Am Start waren die Teams Team Shosholoza, BMW ORACLE Racing und das United Internet Team Germany.
Auch wenn ich wenig vom Segeln verstehe, so habe ich doch genossen, wie zahlreiche Kieler über die Kiellinie wuselten, sich auf dem Wasser die Boote präsentierten und die Preise für Getränke und Essen an diversen Buden durchaus moderat waren (normale Volksfestpreise eben).

Zusätzlich gab es einige gut ausstaffiere Info-Zelte der einzelnen Teams, der Sponsoren und natürlich von Kiel Sailing City, dazu eine Bühne des NDR, die auf einer großen Leinwand die Kamerabilder des über den Menschen und den Rennen kreisenden Hubschraubern zeigte. Eine sehr gute Idee, um den Menschen den Wettkampf ausserhalb der Förde-Sichtweite zu zeigen.

Rundherum eine sehr schöne Veranstaltung, die gern öfter in Kiel stattfinden darf, meiner persönlichen Meinung nach den lärmenden "Powerboats" mit ihrem abgesperrten Gelände zwecks Eintrittentrichtung um Längen vorzuziehen.



Samstag, August 05, 2006

Stil-los

Menschen, die mich in einem überheblichen Tonfall mit einem Ich hab schließlich Stil! abkanzeln, bloß weil ich ihnen eine Gratisflasche Holsten Pilsener angeboten habe, besitzen garantiert keinen.
Da hilft auch die beste Flasche Wein nicht.

Donnerstag, August 03, 2006

Eine alte, alte BRAVO ...

Okay, ich bin nicht mehr die Jüngste.
Aber die BRAVO, die ist noch älter ;-)

Pleitegeiger hat mich dazu angeregt, mir mal die BRAVO anzugucken, die zum Zeitpunkt meiner Geburt aktuell war.

Gruselig.

Leider kann ich euch das Bild nicht einfach hier so zeigen, denn der Verlag hat in aller Deutlichkeit darauf hingewiesen:

Dem User/Betrachter ist es nicht gestattet das Bild oder Teile desselben zu bearbeiten, zu vervielfältigen, zu verbreiten, mit ihnen zu werben oder sie sonst in irgendeiner Form zu nutzen.

Aber ich darf euch den Link geben. Hier könnt ihr sehen, wie das Titelbild der BRAVO 17/76, 15.04.1976 aussah.

Es ging um Katzen (Tiere suchen ein Zuhause), Slik, Emmylou Harris und Alain Delon (der einzige Lichtblick).

Und, was gabs bei euch so?!
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