Freitag, Juli 28, 2006

Schlechte TV-Sendung: 5 gegen 100

Der Freitag abend gehört im Premium-Privatfernsehen (also RTL & SAT1 gegenüber RTL II und VOX) der Comedy. Oder dem, was Programmplaner dafür halten.
Auf "Genial daneben" lasse ich ja nichts kommen, auch wenn ich die Sendung nicht mehr ganz so gebannt verfolge wie zu Beginn. Aber einfach die Tatsache, dass die beiden Menschen, die mit "Alles nichts oder?!" für mein persönliches Aha-Erlebnis im dt. Fernsehen gesorgt haben, endlich wieder zusammen auf dem Bildschirm zu sehen sind und ihren Wortwitz sprühen lassen, macht es zu einer denkwürdigen Veranstaltung.

Einen ganz klaren Fehler jedoch macht derjenige TV-Zuschauer, der danach zu RTL zappt.
Nein, weder Mike Krüger noch Dirk Bach trietzen Mirko Nontschew dazu, sich bei "Frei Schnauze" als einziger komisch zu benehmen. Stattdessen findet man einen jungen, durchgestylten Moderator vor, der mit 5 "mehr oder weniger Promis" in einem Studio mit 100 Studiogästen sitzt. Und so erklärt sich auch schon der Titel: 5 gegen 100.

Der Moderator stellt Fragen und präsentiert gleichzeitig 4 Antworten (bisher alles wie bei Jauch). Allen Fragen gemeinsam ist, dass sie an Trivialität nur noch von der Banalität überboten werden.
"Für welche Summe würden 82% der deutschen Frauen 1 Jahr auf Sex verzichten?", "Auf welchem Weg beenden die meisten Deutschen ihre Affären?" oder "Für welches Vergehen bekommen die deutschen Autofahrerinnen in Flensburg die meisten Punkte?".

Zuerst stimmt das Publikum ab, dann besprechen sich die Prominenten. Bzw. sie nutzen die Show als Seelenstriptease-Selbstdarstellungs-Plattform. Nun weiß ich, dass Ingo Appelt seit der Geburt der Kinder keinen Sex mehr hat, dass Gülcan ihrem Freund gestern abend Kartoffeln und Spargel vorgesetzt hat, Mirja Boes durfte schon 3 Monate nach Abschluß der Führerscheinprüfung denselben wieder abgeben und Sky Dumont findet Sex im Paternoster anregend. Wobei dies sogleich in Gülcan die Frage hervorrief: "Was ist denn eigentlich ein Paternoster?". *nerv* Madame möchte wohl unbedingt eine neue Verona Feldbusch ähm Pooth werden, wirkt dabei aber eher wie ein Prollweib aus Lübeck Buntekuh, die sie wahrscheinlich auch ist. Nur über Dirk Bach haben wir nichts bemerkenswertes erfahren, was damit zusammenhängen könnte, dass man einfach schon alles weiß.

Wenn alle „Promis“ sich nun genügend ausgetauscht und auf eine Antwort geeinigt haben, die jedem einigermaßen informierten Zuschauer aus irgendwelchen zwischen-Tür-und-Angel-gelesenen Zeitungsartikeln der letzten „bunten“ Seite bekannt vorkommen, stellt der Moderator leicht angesäuert fest, dass Publikum und Promis sich wieder mal einig sind, lässt noch ein paar dumme Sprüche darüber los, dass man ja eigentlich Gegner wäre, Promi und Publikum, und am Ende hat keiner wirklich verloren, denn der vom Publikum erspielte Geldbetrag geht an einen aus ihrer Mitte, der einfach am schnellsten die richtigen Antworten in sein Abstimmgerät getippt hat, und vom Moderator bedrängt so spontan auch nur sagen kann, dass er die paar Kröten in seinen Hausbau investieren wird – okay, 3.000 Euro sind für einen armen Studi wie mich ne Menge Geld, aber solche Fragen stellt man doch eher bei 3 Millionen, nicht bei dreitausend Schleifen.
Relativ unspektakulär verkündet dann Dirk Bach noch schnell, dass das von der Tischrunde erspielte Geld an das RTL-Kinderprojekt (Oh, Wunder!) gehen wird und der Zuschauer ist endlich befreit. Eigentlich hat mich auch nur die wohlklingende Stimme von Sky DuMont so lange mit dem Ohr am TV gehalten. Und das passiert mir auch nicht so schnell wieder.

Welcome back, Graue Wolken ...

Das Wetter war ja in den letzten Wochen und sogar Monaten geraedezu unheimlich gut. Zumindest in Kiel.
Und das ist doppelt etwas besonderes, weil der Kieler an sich seine Stadt eher als grau und verregnet und insgesamt als mies bezeichnet. Gleichzeitig aber die Nähe zum Wasser lobend hervorhebt.
Insgesamt gibt es eine große Gruppe Pessimisten in dieser Stadt, die ich am liebsten immer wieder fragen will, warum genau sie eigentlich die Stadt noch nicht woandershin verlassen haben. Obwohl sie mich dann eher unverständlich ansehen würden. Meckern über die Heimatstadt ist einfach das normalste der Welt, und ein gängiger Wunsch ist der für irgendwann angedachte Umzug nach Hamburg, also in "die große Stadt". Noch irritierender sind die Blicke jedoch, wenn ich erwähne, dass ich gern in Kiel lebe und mich bewußt dafür entschieden habe, schließlich habe ich ja eher weit über den Globus verstreute Wurzeln.

Aber zurück zu Kiel und seinen ungewöhnlichen Wetterkapriolen. Und ich muss sagen, dass ich schon soweit Kielerin bin, dass mir das penetrant gute Wetter schon ein wenig auf den Keks gegangen ist. Morgens raus Richtung Uni, der Himmel ist blau, es ist ein wenig diesig und riecht wie morgens in Bombay. Irgendwann im Laufe des Nachmittags wurde es dann immer wärmer und plötzlich war er weg, der berühmte "immer da" - Luftzug/Wind, der sonst jede Temperatur hier oben erträglich macht. Erinnert mich an meine Sommer in Düsseldorf, bei denen das aufreißen des Fensters im Sommer nicht den geringsten Luftaustausch brachte - "die Luft ist zum schneiden", diese Redewendung wurde mir plötzlich plastisch dargestellt. Und als wäre das nicht genug, wurde die Hitze immer unerträglicher, die Autofahrer immer agressiver, der Müll fing an zu stinken, Wärme staute sich zwischen den Häusern des Knooper Wegs. Wie in meinen üblen Tagen in NY.
Und trotzdem liebe ich all diese genannten Orte, habe gern dort gelebt.

ABER: Ich habe mich für Kiel als derzeitiges Nest zum Leben entschieden, mit der hohen Wahrscheinlichkeit von grauen Wolken, die sich über der Stadt festzusetzen scheinen, gepaart mit einem stetigen Wind, mal schwächer, mal stärker (was gegen die Theorie der festgesetzten Wolken spricht) und einem erstaunten Blick aus dem Fenster, wenn der Himmel tatsächlich mal blau ist.
Daher - willkommen zurück, ihr grauen Wolken. Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Urlaub, wo auch immer ihr gewesen seid. Und vielleicht könnte man ja mal über einen ausgewogenen Auftrittsplan reden. So 1-2 graue Tage in der Woche, vielleicht Di & Do? Und einmal im Monat auch ein Sonntag abend?! Ansonsten blauer Himmel und ein paar Quellwölkchen?

Keine Antwort. War eigentlich auch klar.

*die Blumfeld - CD "Testament der Angst" such und den ersten Track "Graue Wolken" genießend zurücklehn*

Mittwoch, Juli 26, 2006

Wo bleibt Harald Schmidt?

Ja, ich weiß ja: Sommerpause. Mal wieder. Immer noch.
Aber der Mann macht ja ständig Pause. Irgendwas ist immer.

Schön wars damals. Man hat sich durch Stefan Raabs "TV total" gequält, um die Zeit totzuschlagen, bis der Meister endlich den Bildschirm beherrschte, um die Geschehnisse des Tages auf seine Art und Weise zu kommentieren. Am liebsten geguckt, während Jonas auf ICQ ebenfalls guckte und kommentierte. Damals, in meiner ersten WG. Schmidt als Sandmännchen, dass eben keine netten Geschichten erzählte, aber trotzdem komisch. Und danach irgendein Showgast, möglichst lange herausgezögert. Lieber ohne Gast, dafür mit Waffeln nach Großmutters Originalrezept, live im Studio zubereitet, vom Teig bis zum Backen. Oder die Darstellung der wichtigsten Momente der Wende durch div. Zuschauer. Mit dem Hinweis, dass die Menschen damals in Ungarn Genscher eigentlich niemals haben aussprechen lassen. Klar gabs auch flache Sendungen. Immer wieder, zum Ende hin auch immer mehr davon. Aber egal, es war ein festes Ritual, und wenn der Gast kam, bin ich eh schon so langsam weggedämmert.
Ich bin nicht ganz blöd, auch ich habe gelesen, dass die ARD (oder korrekt: "Das Erste") bei ihm nur eine gewisse Anzahl Shows eingekauft hat. Und auch wenn ich die genaue Anzahl vergessen habe, so erinnere ich mich, dass sie durch 52 Wochen geteilt keine 2-Mal-die-Woche-Rundumversorgung bedeuten.

Klar war die Freude groß, als bekannt gegeben wurde, dass Schmidt wiederkommt. Und den Andrack gleich mit dabei hat. Göttlich, die beiden. Andrack als Bierbotschafter, jeden Abend ein anderes Bier. Und die ersten Sendungen, komplett gästefrei, machten auch Lust auf mehr. Aber dabei ist es dann irgendwann geblieben.
Ständiger Wechsel der Uhrzeit, "kommt heute abend eigentlich Schmidt?" - "Mal auf Videotext gucken". Muss nicht sein. Ich vermisse den daily harry. Er ist zwar da, aber auch wieder nicht da. Eigentlich fast egal, wann seine Sommerpause endet. Ich bekomme ja eh keinen Rhythmus mehr rein. Vielleicht hat alles seine Zeit, und meine Harry&Ich-Zeit ist einfach vorbei, eine Erinnerung. Eine gute Erinnerung. Und bisher noch kein adäquater Ersatz in Sicht.

Kurzfristige Dates

Man muss nicht immer alles lange im voraus planen. Ein oder zwei Eckpunkte, okay. Aber sonst haben lang geplante Termine die Angewohnheit, dass man sich lange darauf freut und dann doch irgendwas schief läuft. Ich versuche jedes Jahr, immer noch etwas spontaner zu werden, als ich sowieso schon bin. Was auch mal dazu führen kann, dass ich die indische Botschaft stürmen muss, um rechtzeitig an mein Visum zu kommen, weil der Flieger innerhalb der nächsten Stunden gehen wird - im schlimmsten Fall ohne mich ;-) Nein, dass ist keine Spontanität, sondern Leichtsinn, mach ich auch nicht wieder *beim schwören die Finger hinter dem Rücken kreuz*

Eigentlich bin ich z.Zt. nach 10 h Holsten-Promo ziemlich tot und sehne mich schnell nach Couch und irgendeiner unaufgeregten Lektüre/TV-Sendung. Aber irgendwie komme ich nicht dazu, weil sich spontan irgendetwas ergibt. Schön.
Denn am Montag bin ich noch im Holsten-Dress zu meiner Mutter, um mit ihr ein wenig am Stakendorfer Strand zu walken, die Füße im Wasser zu baden und danach zu beobachten, wie meine kleine schlanke Mutter zwei komplette panierte Schollen mit Bratkartoffeln verdrückt (es gibt da tolle Fischbuden!), während ich mit dem Gefühl enger werdender Jeans an einem Krabbenfleischbrötchen ohne Majonaise knabbere. Fangfrisch lecker, toller Blick aufs Wasser! Und gerade nach den Erfahrungen, die Creezy gerade macht, bin ich doppelt dankbar für solche Momente.

Gestern lasse ich mich überreden, meiner eigenen Idee zu folgen und im Cinemaxx "Hui Buh" zu gucken (wider Erwarten witzig, auch wenn Filme mit Herbig das normalerweise nicht versprechen) und danach den fast obligatorischen Cocktail in der Cantina nebenan (4 Eur und ne Menge Rum drin *g*)zu nehmen. War sehr schön.

Heute ist tatsächlich mal ein entspannter Abend mit meinen Freunden vom CSI und der Major Case Squad, bei Criminal Intent. Nebenbei ein wenig auf den Blogs von MC Winkel, Kirsten, Dashan, Ilona etc. vorbei gucken, obs was neues gibt.

Muss auch mal wieder die Videogruppe zu mir einladen. Wird wohl auch eher kurzfristig passieren ;-)

Sonntag, Juli 23, 2006

Die freitäglichen Fünf - Empfindlich?

Und schon zum zweiten Mal folge ich Jens vom Pottblog und beantworte die freitäglichen fünf


Wie empfindlich reagierst du auf …

1. ... Geräuschbelästigung?


Komt darauf an, ob die Geräuschbelästigung von meiner eigenen Stereoanlage hervorgerufen wird ;-) Ansonsten bin ich da tatsächlich sehr empfindlich, z.B. wenn im Nachbarhaus eine Party gefeiert wird. Es sei denn, ich bin so richtig hundemüde, dann kann ich auch mit nem Hubschrauber nebenan schlafen.

Vor ca. 10 Jahren weckte mich mein Bruder nachts: "Was ist das da draussen für ein Lärm?" - Ich, im Halbschlaf: "Ein Hubschrauber." Weiterschlafen, langsam wachwerden, aufspringen: "Ein Hub-schrau-ber?!"

2. ... Geruchsbelästigung


Je nach Tagesform zwischen genervt sein und mich übergeben. Daher vermeide ich es auch, im Hochsommer wie im kalten Winter in überfüllte Busse zu steigen.

3. ... extremen Temperaturschwankungen?


Meine Güte, bin ich ein Weichei - da bin ich auch empfindlich. Am schlimmsten trifft es meine Zähne, wenn ich im Winter draussen durch die kalte Luft spazieren war und dann in einem Café halte, am besten noch für eine heiße weiße Schokolade. Da spannt mein ganzer Oberkiefer vor Schmerz.
Auf Hitze reagiere ich dank meinem niedrigen Blutdruck mit Schwindel.

4. ... von Werbeunterbrechungen zerstückelte Lieblingsfilme im TV?

Dass ich ein Kind der Werbeunterbrechungen bin, habe ich vor einigen Jahren festgestellt, als ich mit Mami in der ARD "Pretty Woman" guckte und eher unbewußt auf eine Werbeunterbrechung wartete, um auf die Toilette zu gehen und etwas zu trinken zu holen (in der Reihenfolge). Nach dem Abspann merkte ich erst bewußt Drang und Durst.
Ansonsten halte ich als DVD-Junkie es sowieso eher mit werbefreien DVD-Abenden, bevor ich mir sowas antue.

5. ... überfüllte Busse und Züge?

Da passt auch die Antwort auf Frage 2. Da ich eher klein gewachsen bin (1,60m) werde ich in vollen Bussen gern mal "übersehen" oder sonstwie weggedrängelt/-gerempelt. Wenn es erstmal so voll ist, dass man die Beine anziehen kann und trotzdem nicht auf dem Boden landet, versuche ich mir selbst Mut zu machen, dass es nicht mehr sooo lange dauern wird.
Ich versuche solche Situationen u.a. mit Sitzplatzreservierungen im Zug zu vermeiden. Inzwischen habe ich da auch ein dickes Fell, wenn mich Mütter, die ihre zahlreichen Kinder - die sie umsonst mit irgendeinem Aktionsticket mitnehmen können - nötigen wollen, meinen Platz am Tisch (wg. Notebook) aufzugeben oder meinen Schoß zur Verfügung zu stellen *kopfschüttel*

Bloggeburtstag verpasst

Nun besitze ich mein Blog also schon seit über einem Jahr.
Die Anzahl der Beiträge stieg mit der Zeit, genauso wie die Zahl der regelmäßigen Leser.
Bin ich jetzt schon Blogger 2.0 ?

Was wird denn jetzt von mir erwartet? Mich für oder gegen Lyssa zu positionieren? McWinkel den Opel zu neiden? Knallgrau mal ein paar Kieler Sprotten aus Schokolade zu schicken? Oder D-Blogger zu werden?

Wahrscheinlich erwartet niemand irgendetwas. Weil das Leben da draussen immer vorgeht. Und deswegen gehe ich jetzt auch, und zwar zum Strand. Kein Blog kann auchnur halb so interessant sein wie ein Abend am Strand mit netten Leuten.

Samstag, Juli 22, 2006

Küchenteufel erstellt eigene Brühe: Und ewig krümelt die Tütensuppe ... jetzt nicht mehr!

Daich mich nicht wieder mit blöder, natriumglutamat-verseuchter Tütensuppe herumärgern wollte, habe ich mich ein wenig schlau gemacht und hier dieses auch für mich bewältigbare Rezept für selbstgemachte gekörnte Brühe von Alexander Hermann gefunden.

Zutaten für 4 - 6 Personen:
  • 140 g Zwiebel
  • 40 g Meersalz
  • 85 g Karotten
  • 25 g Lauch
  • 65 g Sellerie
  • 150 g Tomaten
  • 10 g Petersilie


Zubereitung:

Den Backofen auf 75°C vorheizen. Die Zwiebeln, Karotten, Lauch und Sellerie schälen bzw. putzen, und in feine Würfel schneiden bzw. hacken. Die Tomaten waschen, den Stielansatz herausschneiden und die Tomaten klein schneiden. Die Petersilie waschen, trockenschütteln und hacken. Alles mit dem Meersalz in einen Mixer geben und möglichst fein pürieren.

Eine Auflaufform mit Backpapier auslegen und die Masse darauf geben. Über Nacht (etwa 8 Stunden) im Backofen trocknen lassen. Die Masse im Mixer fein mahlen, falls nötig, durch ein Sieb streichen. Das Pulver ist in einem gut verschließbaren Gefäß mindestens 10 Wochen haltbar. Zum Würzen benötigt man 1 TL Pulver für eine Tasse Flüssigkeit.


Ich hab mir bei Mami den Quick-Chef von Tupperware dafür ausgeliehen, sowohl fürs Gemüse kleinhacken als auch fürs pürieren. Die letzten Feinheiten dann mit dem Zauberstab. Da ich gleich die doppelte Menge gemacht habe, hab ich die ganze Masse dann auf ein Backblech gestrichen.

Heute zum ersten Mal probiert (inkl. Muschelnudeln) und ich muss sagen - sehr, sehr lecker! Bei dem heißen Wetter, wo man eigentlich eh nur trinken und nicht essen mag, eine gute Sache.

Übrigens gibt es von Alexander Herrmann auch eine Photogalerie zur Herstellung der "Brühwürfel", das nenn ich echten Service!

Suchwortanalyse der letzten Tage ...

Schon etwas länger amüsiere ich mich darüber, über welche Suchwortkombination Menschen tatsächlich auf meinem Blog landen. Die besten werden gesammelt, und ich sammle auch weiterhin, bis es sich lohnt, ein Best of herauszubringen.

Aber hier mal ein direkter Kommentar auf die Suchworte der letzten 2-3 Tage:

Nein, ich bin nicht Daniela Löw, und ich habe auch keine Photos von Daniela Löw, genausowenig weiß ich, wo man Mathieu Carriere Fans findet, wie man schneller abnehmen kann, weiß ich nachweislich auch nicht, genauso wenig bin ich informiert darüber, wie es bei enie van de meiklokjes kim frank weiterging oder wann kim frank in hamburg live zu sehen sein wird. Auch das Paralleluniversum findet man hier nicht, vielleicht liegt es bei juergen klinsmann newport beach ?
Natürlich habe ich an einem cartoon freude, hier gibts aber keine, und auch nicht die mobilfunknummer ballack. Warum jemand bei einer verwarnung falschparken nun gerade bei mir landet, ist mir ebenso schleierhaft wie beim Suchwort weißes Telefon. Der sollte mal bei apple anfragen, da ist alles in der Farbe. Leider kenne ich auch nicht die zdf wetter ansagerin, hatte noch keine guten erfahrungen mit colt telekom und wie man argentinisches rindersteak grillen soll, da fragt man wohl besser den Metzger seines Vertrauens. Dass es ein Brehmstrasse titel tränen triumpfe buch gibt, war mir bis zur Ansicht der Suchergebnisse ebenfalls neu, aber danke für diesen guten Tipp als nächstes Geburtstagsgeschenk für meinen Onkel. Aber helfen konnte ich bestimmt bei demjenigen, der ebenso wie ich auf die Dialernummer 01377270047 reingefallen ist.

Ich will auch nicht darüber nachsinnieren, was wohl der kuttner bela b prgag ist oder wie es mit dem ulr anschluß weitergeht, und verabschiede mich aus diesem Beitrag mit einem Hinweis: Hier gibt es keine sehr gelenkige Frau. Und ich konnte auch schon lange nicht mehr sagen: Danke für einen tollen Liebesurlaub. Trotzdem muss man nicht gerade bei mir landen, wenn man eingibt: Wie spreche ich frauen an.

Aber ich bin wie immer gespannt, wies so weitergeht.

Freitag, Juli 21, 2006

Ärger mit (anderen) Autofahrern, Teil III

Es gibt Tage, da sollte man im Strassenverkehr einfach Beruhigungs-Schilder aufstellen.

So nach dem Motto: "Hey, es stockt, aber stellen sie sich vor, sie müssten den Weg laufen" oder so. Denn was ich am Mittwoch mal wieder erleben durfte, ging auf keine Kuhhaut. Ich musste halt am frühen Abend nach Preetz, um beim TSP die eintreffenden Leute nach ihrem verwirrten Geisteszustand zu befragen, am heißesten Tag des Jahres freiwillig Sport zu treiben. Oder so ähnlich. Doch zwischen meiner Wohnung und diesem fast leeren Fitnesscenter lagen 20 km Stadt- und Bundesstrasse, und mehr Autos, als ich die ganze Woche gesehen habe. Klar, der Weg zum Strand ist in Teilen identisch. Bzw. einfach ins Kieler Umland, wo "man so wohnt, wenn man die Kinder aus der Stadt raus haben will". Und Papi pendelt, geradewegs in meine Spur hinein, ganz egal, ob ich da gerade entlang fahre oder nicht.
All die Dinge, über die ich mich gern auf dieser kurzen Strecke aufrege, gab es am Mittwoch gebündelt am Stück:

- Leute, die in Panik links rüberziehen, weil rechts ein Wagen über den Beschleunigungstreifen auf die Bundesstrasse hinauf will (dass links einer fährt, wird dann mal eben ignoriert)

- Autos, die sich nicht entscheiden können, ob sie rechts oder links fahren wollen (als wenn es da eine Entscheidungsfreiheit gäbe!) und daher über die Linie herumschwenken)

- Fahrer, die sich noch daran erinnern können, dass man bis vor ein paar Jahren, als endlich die Preetzer Ortsumgehung gebaut wurde, auf der Strecke Raisdorf-Preetz nur 80 fahren durfte und das weiterhin durchziehen, auch wenn längst alle Schilder entfernt sind und daher die auf Bundesstrassen üblichen 100 gefahren werden dürfen

- Automobilbenutzer, die in einer Nebenstrasse stehen und auf die Hauptstrasse einbiegen wollen, die stark befahren ist, anscheinend von der langen Wartezeit genervt sind und mit einem "jetzt bin ich aber auch mal dran!" - Gesichtsausdruck einfach mal in den fließenden Verkehr hineindrängeln - man selbst muss leider voll in die Eisen gehen, weil die Sonne blendet und man damit auch einfach nicht rechnet

- Autostauverursacher, die nach dem "70 wegen der Bedarfsampel" entscheiden, bis zur Abfahrt Preetz ca. 2 km lang einfach mal die 70 weiter durchzuhalten, damit sie in der Ausfahrt nicht so runterbremsen müssen, dies ausserdem noch AUF der Bundesstrasse erledigen (Anmerkung: Die Ausfahrt ist wirklich wirklich lang!)

- Parkplatzwütige, die meinen, ins Geschäft mittenhineinfahren zu müssen, ansonsten so dicht wie möglich dran, und sich weder an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit auf Parkplätzen halten (und der Hinweis auf die vorherrschende StVo ist vorhanden!), noch an die auf der Strasse eingezeichneten Pfeile, die den Verkehr ein wenig regulieren und für wenig Zusammenstöße sorgen sollen - und einen anhupen, wenn man parkplatzsuchend entlangschleicht oder tatsächlich von der richtigen Seite mitten auf der Einbahnstrasse fährt und daher kein Platz für den Entgegenkommenden bleibt (der den selben Parkplatz im Auge hat)

Ich könnte diese Liste wahrscheinlich unendlich fortführen, aber das waren so die schlimmsten Nervereien, habe am Mittwoch meine Hupe öfter benutzt als glaub ich das gesamte bisher abgelaufene JAHR!
Meine kurze Beschreibung dieser Strassenverhältnisse am Arbeitsplatz wurden ergänzt durch weitere Horrorgeschichten der Kollegen, am schlimmsten jedoch ist die von dem Jungen, der von einem dieser durchgedrehten Autofahrer mal eben vom deutlich erkennbaren Radweg vom Rad geholt wurde. Schmerzhaft.

Ich bin weiterhin für Schilder, wie z.B. "auf Bundesstrassen fährt man 100, egal was vor 10 Jahren hier mal stand" oder "Abbremsen auf dem "Abbremsstreifen" und nicht auf der Bundesstrasse" und "die anderen Autofahrer sind auch nicht zum Spass auf der Strasse, sie verschwinden nicht von selbst, weil sie drängeln oder hupen oder beides".

Irgendwie low level ...

Geht es euch auch so? Im Augenblick komme ich einfach zu nix.
Okay, die Tatsache, dass ich 6 Tage die Woche neun Stunden für Holsten in Supermärkten Premium Pilsener anpreise, um meinem Traum vom MacBook schneller näher zu kommen, könnte natürlich ein Grund dafür sein, dass danach einfach nicht mehr viel geht.

Aber im Grunde genommen bin ich eigentlich der Typ, die aufblüht, je mehr Aufgaben sich türmen. Oder ich ziehe mich komplett zurück und mach einfach dicht (Anfang des Jahres passiert). Doch so schlimm unproduktiv war ich lange nicht mehr, speziell wenn es um meine kleine Wohnung geht. Im Februar bin ich eingezogen, und immer, wenn irgendwelche Partys anstanden (Einweihung, Geburtstag) habe ich einen Kreativitäts- und Aktivitätsschub bekommen, wieder mal was in der Wohnung weiter einzurichten, umzubauen etc.. Aber seit Monaten liegt alles brach, obwohl es genügend Dinge zu tun gäbe, endlich mal die Wände mit den Bildern dekorieren, die teilweise sogar schon fertig gerahmt in den Räumen stehen. Bei IKEA die Badezimmerschränke holen, die eine so schön geringe Tiefe haben, dass man sich als neuer Besucher nicht den Kopf an dem derzeitigen Provisorium stösst. Vorhänge fürs Wohnzimmer kaufen, damit Übernachtungsgäste auf dem Schlafsofa im Wohnzimmer nicht schon morgens um fünf senkrecht im Bett sitzen, weil die Morgensonne reinknallt (spätestens um acht, halb neun ist man dann fertig gebacken, inkl. Kruste).
Selbst in meinem abgedunkelten Schlafzimmer liege ich z.Zt. eher so ...


Nun, was tun? Mal wieder ne Party schmeißen? Oder einfach mal merken, dass ich mir die Wohnung eigentlich FÜR MICH SELBST schön machen sollte, und nicht nur für evtl. Besucher? *seufz* Ich brauche doch die Bewunderung, einmal Rampensau, immer Rampensau. "Aber ich mag doch den Keks ..."

Z.Zt. schiebe ich es einfach mal auf die Wärme, bin schon fast versucht, mir dieses Red Bull zuckerfrei zu kaufen, um morgens rauszukommen. Ich erinnere mich dunkel, mal das Original getrunken zu haben - es schmeckte widerlich, aber ich war tatsächlich wach. Ausserdem hätte ich dann mal wieder was für mein Warenwelt-Blog.

Mittwoch, Juli 19, 2006

Sammeln, sammeln, sammeln

Hach, wie gern wäre ich doch eine Jägerin. Und der eine oder andere mag das auch von mir glauben. Aber tief drin bin ich doch vor allem eins: Sammlerin.

Creezy hat mich inspiriert, mal darüber nachzusinnieren, was ich alles schon gesammelt habe.
Okay, ich gehöre zu den wenigen, die ihre Pausenbrote tatsächlich auch gegessen haben. Das fällt also schon mal weg. Meine früheste Sammelerinnerung besteht aus sonntäglichen Besuchen auf dem Friedhof Stoffeln in Düsseldorf, eine großartige Parkanlage mit hügeligen Wiesen und ganz versteckt hinter Hecken den Grabanlagen. Und einer Kastanie direkt am Eingang, sowie einem Pfau, der uns immer begrüßte. Nahezu jedes Mal hat mein Onkel mir versprochen "wenn wir wieder gehen, fangen und braten wir den!" aber zumeist gabs dann doch stattdessen Kastanien. Aber was ich auf diesem Friedhof bzw. auf dessen Wiesen wirklich mit Inbrunst gesammelt habe, das waren Gänseblümchen. Immer, wenn meine kleinen Hände sie nicht mehr halten konnten, habe ich sie Mama oder Tante in die Hand gedrückt, um weitersammeln zu können. Auch das eine oder andere Butterblümchen war dabei, aber doch schwerpunktmäßig Gänseblümchen. Leider hatte meine Mutter die Eigenschaft, die Gänseblümchen ganz elegant aus der neben dem Körper schwingenden Hand einfach fallen zu lassen, und wenn ich dann nach meinen Schätzen gesucht habe, war das Geschrei natürlich erstmal groß. Bis es wieder darum ging, doch gleich dem Pfau aufzulauern ;-)

Irgendwann einmal haben wir auch im Hildener Stadtwald eine ganze Kaufhof-Minitüte (die mit den lila und pinken Rauten drauf) voller Bucheckern gesammelt, nachdem mir mein Vater gezeigt hat, dass man die öffnen und den Inhalt meistens essen kann. Bis heute glaube ich, dass meine Eltern die absichtlich bei den in Hilden lebenden Verwandten mit der Fototapete "Wasserfall" vergessen haben.

Danach habe ich so einiges gesammelt. Der "Pfauen-Onkel" hat mich jeden Freitag mit seinem neuesten Micky Maus -Heft beglückt, so dass man mir Quengel-Geist schon früh das lesen beibringen musste. Angeblich habe ich bereits mit vier Jahren meine Eltern auf Fehler beim Vorlesen der Hefte hingewiesen. "Das steht da aber gar nicht!". Wobei ich mich frage, ob das eher Elternstolz als Wahrheit ist. Denn wenn ich das woanders erzähle, gibts ungläubige Blicke. Ich kann mich auch nur daran erinnern, dass ich in der Grundschule die Schreibschrift im Lesebuch doof fand und sehr erleichtert war, als auf der linken Seite dieser Fibel zwei Bilder mit Kindern auf einer Wippe dargestellt wurden, die erste noch mit Schreibschrift, die zweite dann mit Druckschrift. Eeeendlich!

Danach kamen Barbiepuppen, Stofftiere, Hörspielkassetten, Tränen über den Umzug nach Schleswig-Holstein, wo ich u.a. meinen eigenen Fernseher (er konnte nur sw und auch nur das Dritte, aber er war mein!) und die Micky Maus - Hefte zurücklassen musste.

In der neuen Gegend dann C64-Spiele, Bravo-Hefte, und wenn ich auf ein Kerlchen, dass dort angepriesen wurde, so richtig stand, dann wurde auch richtig akribisch gesammelt. Vor allem Fabian Harloff muss ich da hervorheben, da hab ich sogar seinen Namen aus dem Inhaltsverzeichnis ausgeschnitten und aufgeklebt. Irgendwo muss diese Sammlung noch stecken, falls Herr Harloff die mal sehen will, einfach kurz melden! ;-)

Meine Wände wurden alle 4-8 Wochen neudekoriert mit den Postern aus o.g. Zeitschrift, dazu kamen bedruckte Spiegel, damals der letzte Schrei, von denen ich immer noch welche im Kinderzimmer hängen habe. Konzertposter, Photos von Freunden. Musik.
Ich hatte einen Din A 5 Zettel an der Wand hängen, direkt auf meinem Bett, auf dem ich mich meistens lesend und musikhörend herumlümmelte, und dort vermerkte ich schnell Titel und Interpret, wenn mir ein Lied im Radio gefiel. Oder einfach markante Textzeilen, wenn beides nicht genannt wurde.

Mit einem großen Sprung über ca. zehn Jahre lande ich dann bei zahlreichen gesammelten Mini-Getränkedosen, CDs, ausprobierten und schnell wieder abgestossenen Sportarten, und natürlich Fahrstunden.

Meine erste so richtig feste Beziehung führte mich ein in die Welt der Sammelkartenspiele, und so besitze ich heute noch sehr viele "Herr der Ringe" - Sammekarten aus der ersten und zweiten Edition. Vielleicht sind die ja doch irgendwann mal was wert. Stat Trek Classic Karten hab ich auch, mit denen haben wir sogar gespielt.
Und dann kam Batman, und ohne viel drumherum zu reden - ich war süchtig. Und daher besitze ich ihn kisten- und regalweise, deutsch und englisch. Da jedoch eine DVD-Sammelleidenschaft dazu kam, genauso wie Bücher (Krimis) zu sammeln nie ganz weg war, muss ich meine Barschaft ein wenig darunter aufteilen. Irgendwie kommt es immer in Schüben.
Dank Amazon und Ebay kann man da ne Menge Geld sparen.

Und ich gucke mich in meiner Wohnung mit den vollgestopften DVD- und Bücherregalen um, denke an die zahlreichen Kisten mit "Müll" (O-Ton Eltern), die noch bei meinen Eltern herumstehen und freue mich einfach daran, dass nahezu jedes meiner Besitztümer eine kleine oder auch große Geschichte erzählen kann.

Denn vor allem sammele ich eins: Geschichte (n).

Dienstag, Juli 18, 2006

Stöckchen gefangen!

Gerade denke ich "es gab ja schon lange keine Stöckchen mehr", da kommt eins um die Ecke, diesmal von der Exil-Düsseldorferin und Hamburger Fussballperle Ilona.

Also, los gehts:

Das schönste WM-Erlebnis?

Wäre es vermessen zu sagen - die ganze WM? Denn ich bin immer noch überwältigt davon, wie die Menschen der Presse ein Schnippchen geschlagen haben, und es gewagt haben, tatsächlich einfach mal zu feiern, gute Laune zu haben und die Gäste willkommen zu heißen. Das Zauberwort hieß bei mir allerdings nicht immer "public viewing", sondern vor allem "group viewing" oder ganz altmodisch - Fussball gucken mit Freunden (siehe auch div. Blogeinträge)


Das beste Spiel?

Auch wenns langweilig wird:
Deutschland-Argentinien.

Auch schön: Wie die Trinidad/Tobagolesen ihr Tor gegen die Schweden verteidigt haben!


Lieblingssprechchor?

Bei der WM? "Ihr seid nur ein Möbellieferant" *g*
Ansonsten: "Ihr seid grün und wir sind blau ..." (aber wohl nicht mehr lange, die werden ja auch alle von Amts wegen blau *schnief*)



Schönstes Trikot?


Klassisch das deutsche, wobei ich auch das nicht genutzte rote Auswärtstrikot scharf ist.


Weltmeister des Herzens?

Da wir schon das "Finale der Coolen" gewonnen haben, gebe ich diesen Titel den Franzosen.



Bestes WM-Bier?


Holsten Cooler. Am besten mit Alk, gern auch mal ohne (das einzige Bier-Limettengemisch, dass es auch ohne gibt, sehr löblich!)


Lieblingsspieler?

Muss ich es denn immer wieder wiederholen? Ich steh doch auf den TRAINER *g*
Oder um es mit Stevie zu sagen: "Wir haben den Trainer noch spielen sehen!"


TV-Höhepunkt?

Als Urs Weber Meier nach dem Ausscheiden der Schweiz nach der Fassung rang, das hat mich schon sehr bewegt. Er und vor allem Jürgen Klopp haben sich sehr gut darin geschlagen, mich zu unterhalten und Kerner möglichst wenig Raum zum sprechen zu geben.


TV-Tiefpunkt?

Als Beckmann von einer weiteren Verlängerung sprach und danach Ballack noch als "Beckham" bezeichnet hat. Aufregung schön und gut, aber der Mann rühmt sich doch selbst, die ARD-Allzweckewaffe zu sein, dann darf ihm soetwas nicht passieren. Aber auch sonst haben sich unsere Kommentatoren nicht gerade mit Ruhm bekleckert.


War’s schön?

Ja! Ja! und wieder JA!
Ich hatte sehr viel Spass, alles hatte eine gewisse Leichtigkeit, das Wetter war passend großartig, Alex endlich mal voll vom Fussball- und Tippfieber infiziert (wie übrigens auch Kathi, die das Tippspiel gewonnen hat!), alle Freunde gut gelaunt.
Großartig.


Und jetzt? Mehr Fußball oder reicht’s?

Was für eine Frage. Ich hab doch schon den Bundesligaspielplan auf dem Rechner und plane die Spiele in Hamburg und in Frankfurt, die ich besuchen will. Brauche nur noch jemanden, der mitkommt.


Und wer kriegt das Stöckchen?

Hmmm ... ich gebe einfach mal weiter an

Dashan
Jens
Creezy
Stecki

Viel Spaß und ich hoffe auf ein paar Trackbacks!

Sonntag, Juli 16, 2006

Nun auch bei mir - die Beantwortung der freitäglichen Fünf (dff)

Seit Monaten lese ich bei Jens regelmäßig die Beantwortung der freitäglichen Fünf (Fragen), und immer wieder überlege ich, mich dort anzuschließen. Nun sitze ich gerade hier am Rechner, es gibt keinen britischen Krimi im ZDF, stattdessen preist das zweite deutsche Fernsehen Peter Alexander, dem ich als kleines Mädchen nicht widerstehen konnte in diesen herrlich (teilweise unfreiwillig) komischen 60er Jahre Komödien, die man auch heute noch an einem verregneten Sonntag nachmittag gucken kann. Aber da mich das im Gegensatz zu einem Krimi nicht ganz ausfüllt, fülle ich eben diesen Fragebogen aus.

Dieses Mal geht es um Zerstreuung und Unterhaltung:

1. Dein letztes Konzert?

Uh, das sind dank der Kieler Woche so einige, die ich teilweise aufgrund der Tatsache, dass sie kostenlos waren und ich meine Freunde dort traf, vielleicht nicht als "Konzertbesuche" nennen kann.
Kleine Auswahl: Tomte, Pohlmann, Simple Minds, Marihia, V-Ness, Patrick Nuo, Sommersault, New Model Army usw.
Geld ausgegeben hab ich das letze Mal glaub ich bei Kettcar. Kann auch so eine dänische Punkband gewesen sein, zu der mich Kathi und Lars geschleppt haben, unten im kleinen roten Salon der pumpe.

2. Dein letzter Wocheendtrip?

Mein Vorteil: Ich wohne da, wo andere Urlaub machen, d.h. eigentlich hatte ich gerade ein tolles Wochenende hier in Kiel am Strand. Und mein Nachteil: Alex wohnt in FFM, d.h. ich verbringe ständig Wochenenden in FFM. Würd ich aber auch nicht gelten lassen. Dann wohl am ehesten unser Berlin-Wochenende Christi Himmelfahrt, wo wir u.a. mit Jonas im Lustgarten herumgelegen haben und dann abends ne Menge Leute beim Dol-Geburtstag getroffen haben.

3. Dein letzter erwähnenswerter Kinobesuch?

Erwähnenswert war mein letzter Kinobesuch "Ab durch die Hecke" wohl vor allem deswegen, weil wir mit einer netten Truppe von 7 Leuten da waren, und auch sonst das Kino nur zu einem sehr geringen Prozentteil mit Kindern gefüllt war ;-)

4. Deine letzte Wanderung (respekt. Spaziergang)?

Auf der Kieler Woche haben wir wirklich unglaublich viele Kilometer abgerissen, da die Attraktionen sich durch die ganze Stadt ziehen und man ja doch alles gesehen haben will. Meine Beinmuskeln haben es mir gedankt ;-)

5. Wann hattest du deine letzten “besinnlichen fünf Minuten”?

Ich war in Berlin in der Coke WG und nach all dem Trubel auch mit dem Stress mit der Bahn erdrückten mich die Wände meiner kleinen und so ruhigen Wohnung, so dass ich mich ins Auto gesetzt habe und ans Meer gefahren bin.
Hart in den Wind stellen, sich mal wieder das Gehirn durchpusten lassen und einfach mal sinnierend aufs Wasser gucken. Mach ich eigentlich viel zu selten.

Es ist Sommer *sing*

Z.Zt. liegen drei angefangene Blogeinträge auf Halde bzw. Warteschleife, aber da ich gerade in meiner Funktion als lebendes Marketinginstrument (im Gegensatz zur Coke WG sogar bezahlt) als armer kleiner Promoter für Holsten unterwegs bin, verpasse ich es, diese Texte zu Ende zu schreiben. Auch gut, dass sie nicht soo aktuell sind, so ist ihre Halbwertzeit ja besser. (Themen u.a. meine Empörung über die Unverhältnismäßigkeit des angekündigten Preises für die neue PS3, ein Sinnieren darüber, wie meine indischen Verwandten die Bombenangriffe miterlebt haben und vor allem, wie großartig sich die Menschen dort in der Zeit danach verhalten.)

Stattdessen das freie Wochenende dafür genutzt, mit Alex, Malte und Sonja den Strand unsicher zu machen und eine Streifenhörnchen-Sommerbräune von nur drei Stunden Strandbesuch.

Geburtstagskuchen für Krenzi, ausspannen beim langen Frühstück und dann bei den Eltern das erste richtige warme Essen seit einer Woche genossen und dann noch die Speisekammer geplündert. Klassisch, ein wenig spießig, auch langweilig und doch unaufgeregt schön :-)

Mittwoch, Juli 12, 2006

... vacuum, die erste CD von funny love painful

FunnyLovePainful sind eine vierköpfige Independent/ Alternative-Band aus Neumünster in Schleswig -Holstein. Seit der Gründung mitte der Neunziger Jahre, haben sie sich, durch unzählige energie- und emotionsgeladene Konzerte, den Ruf einer erstklassigen Liveband erspielt.
Unser Kumpel Stevie ist dort der Drummer, daher haben wir schon sehr viel Spass bei richtig coolen Liveauftritten gehabt.

Nun gibt es die erste CD "...vacuum", z.Zt. nur direkt bei der Band zu bestellen.
Und was soll ich sagen? Es lohnt sich!



Die nächsten Live-Termine:

22.07."Rendsburg Open Air" Hademarschen
Gig mit weiteren Bands

29.07.
"Katekerberg" Bornhoeved
Gig mit weiteren Bands

18.08.
"Licht-Benefiz" (Itzehoe)
Gig mit weiteren Bands

16.09.
"InHouse-Rock-Festival", Büdelsdorf
Gig mit weiteren Bands

Armer Löw. Wird keine gute Zeit als Klinsmann-Nachfolger.

Klinsmann weg. Tief drin eher geahnt als gefürchtet. Spiegel hatte doch recht.
"Ausgebrannt"? Dann mach Urlaub, Junge. Vertretung ist doch da. Und komm mit viel neuem Elan für 2008 im Herbst/Winter wieder zurück.
Was bleibt? Wer bleibt?

Löw.

Armer Kerl, übernimmt ein großes Erbe. Denn je mehr Zeit vergeht, desto blasser wird die Erinnerung an die Zeit vor der WM. An den Ärger, die Streitereien, die Häme. An einen Matthäus, der sich seiner Berufung als Klinsmann-Nachfolge so sicher war, dass er spontan seinen Job irgendwo im südamerikanischen Busch hinwarf. Wurde aber nix, die Klinsmänner hatten endlich mal gewonnen. Die große Ausnahme. Schlechte Stimmung allerorten. Und dann die WM. An die wird man sich länger erinnern. Auch der Löw, dem wird sie nämlich vorgehalten werden. Ich hoffe, er packt das. *daumendrück*

Montag, Juli 10, 2006

Von Kölnern und Düsseldorfern ...

Gerade hier oben im Norden wird mir immer wieder die Frage gestellt: "Was ist denn das da zwischen Düsseldorf und Köln?". Wenns allzu gutmenschlich wird, dann gern auch "Wie kann man denn mit so viel Hass leben?"

Ich sage dann meistens - Leute, ihr seht das viel zu eng ... schließlich tun sich gerade hier oben im Exil auch Düsseldorfer und Kölner gegen die "Provinzler" aus SH zusammen. Wobei die meisten "Kölner" sich nach kurzem Gespräch plötzlich als Bergisch Gladbacher, Langenfelder, Laichlinger oder Siegener entpuppen.
Sehr entspannt also.

... aber dann kommt immer schon die Reaktion: "Du lebst ja schon lange hier oben, aber die da unten, die nehmen das bestimmt viel viel ernster ..."

Nun wurde Campino, der Leadsänger meiner Toten Hosen eine ähnliche Frage gestellt, die in meinen Augen diesen ganzen "Konflikt" gut auf den Punkt bringt.

Andie (19 Jahre) aus Innsbruck:
Warum hasst ihr eigentlich Köln?


Darüber könnte man jetzt Bücher schreiben oder kein einziges Wort verlieren. Wir sind eben aus Düsseldorf, und ich glaube, dass beide Städte insgeheim dankbar sind, ihren Nachbarn zu haben. Denn ohne die gegenseitigen kleinen Frotzeleien und Ärgereien wäre das Leben in dieser Region deutlich langweiliger.


Jepp. Die mit ihrer viel jüngeren, leicht überflutbaren "Alt"stadt ;-)

P.S. Campino ist derzeit Berlin in Brandauers Inszenierung der Dreigroschenoper zu sehen. Campino als Mackie Messer, dazu noch Katrin Sass und Gottfried John ...*seufz* wenn die Tickets nicht ab 80 Eur aufwärts kosten würden ..

Alberner Blog-Ausverkauf

Es ist eine Sache, wenn ich meine Produkttests aus dem DOL-Tagebuch in einem eigenen Blog, der Warenwelt, darstelle. Schließlich bekomme ich dafür kein Geld, es ist reine Spass an der Freud´, da es Leute gibt, die meine Art, die Produkte zu kommentieren, einfach gern lesen (zumindest bekomme ich dieses Feedback). Daher habe ich auch keinen Account bei ciao / dooyoo oder wie auch immer die alle heißen.
In meinen Augen kein Blogausverkauf.

Okay, ich bin in die CokeWG eingezogen. Das wird mir auch ewig nachhängen. Und es hat auch Spaß gemacht. Meine Tests über Coke light lemon und Coke blak (und demnächst über Coke Zero) hat das nicht wirklich beeinflußt.
Ich lese auch gern, wenn andere ihre Blogs dafür verwenden, der Welt ihre Meinung zu einem Produkt kundzutun.

Aber wenn realisiert wird, was heise hier schreibt, kann man ja demnächst niemandem mehr trauen. Und davor gruselt es sogar mir.

Sonntag, Juli 09, 2006

Nachtrag zum "Paralleluniversum"

JETZT schüttet es auch vor meinem Fenster wie aus Eimern, was auch die Luft merklich abkühlt!
Endlich. Und falls es noch gewittern sollte - was mich regelmäßig erschreckt - hab ich ja meinen Schatz hier, dem ich unmißverständlich klar machen werde, dass PS2 & GT4 bei solch einem Wetter nicht gespielt werden darf, wegen Blitzschlag und so ... ;-)

Danke Jungs!, die II.

Was für ein Fussballabend!

Laut Lukas´ WM-Tagebuch ja eh "das Finale für die Coolen" haben wir eine richtig große Party gefeiert, den Grill mit allem beworfen, was sich grillen lässt und unglaublich viel Spass gehabt.

Und dabei ein wenig philosophiert - hätte man bei einem 1. Platz denn überhaupt noch mehr feiern können? Wir sind jetzt das drittbeste Fussballteam der Welt.
Das ist dem Titel des Vize AUF JEDEN FALL vorzuziehen, denn das würde bedeuten, dass wir im Finale VERLOREN hätten. So hat die deutsche Elf in einem klasse anzusehenden Spiel den Sieg errungen und alle haben gefeiert, als wärs der große goldene Pokal, denn sie errungen hätten.
Dabei haben sie etwas viel wichtigeres gewonnen - unsere Herzen.


Bild von Stevie

Zu gern hätte ich jetzt noch ein Bild von der Szene, als Klinsmann und Jogi Löw gemeinsam untergehakt im Trainerbereich stehen, oder die Umarmung von Merkel und Klinsmann. Stattdessen geht die Umarmung Beckenbauer/Klinsmann nun um die Welt. Na gut, aber das sind ja eh Bilder, die man nie mehr im Leben vergessen wird, und von denen ich meinen späteren, selbstverständlich ebenso fussballverrückten, Kindern so oft erzählen werde, dass es ihnen zu den Ohren herauskommen wird ;-)

Freitag, Juli 07, 2006

... ganz Deutschland?

Es ist Sommer in Deutschland, das ganze Land im kollektiven, alles andere überlagernde Fussballfieber.
Ganz Deutschland? Nein, ein kleiner unbeugsamer Sportverband hat es gewagt, seinen Spielplan für die kommende Saison zu veröffentlichen - die DEL (Deutsche Eishockey Liga). Und so kann ich mir raussuchen, wann meine DEG - ohne dummen Namenszusatz DEG Metro Stars eeendlich mal wieder in den Norden kommen und mich dazu bringen, mich von Kopf bis Fuß in einen mehrere Meter langen, rot-gelben Schal zu wickeln und mal wieder herzhaft zu schreien und zu pöbeln. Mitte Dezember wird es erst soweit sein und Karten sind anscheinend noch nicht erwerbbar, aber ich werde wohl versuchen, bereits im Vorfeld mal nach Düsseldorf zu kommen, um den neuen ISS Dome zu bewundern. Und es bleibt eine Träne für die Brehmstrasse. Okay, es war immer arschkalt dort; es waren garantiert immer ein paar hundert Leute mehr dort als erlaubt war "wie fühlt sich wohl ein Hering in der Dose?" - "Ungefähr so, wie wir gerade!"; es zog wie Hechtsuppe; wer so blöd war, mit dem Auto zu kommen, hatte garantiert ein Knöllchen (hatte ich erwähnt, dass ich mit meinem "ich fahr doch nicht mit dem Bus, ich hab ein Auto!" - Onkel dort hinging?).
Und es war schön.

So einen Ort verlässt man nicht einfach so. Und deswegen gibt es


Kampagne „Abschied von der Brehmstraße“ von Ogily und den DEG METRO STARS

Die Werbeagentur Ogilvy hat in Zusammenarbeit mit der DEG Eishockey GmbH eine Kampagne „Abschied von der Brehmstraße“ entwickelt. Nachfolgend einige Erläuterungen der Agentur:



„Von einem Ort, der einer Stadt 70 Jahre voller Leidenschaft schenkt, verabschiedet man sich nicht sang- und klanglos. Wir haben ihm zu Ehren eine eigene Wort-Bild Marke kreiert – der in der Kommunikation des Vereins für ein Jahr eine besondere Rolle zukommt. Bildelement des „Brehmstraßen“-Logos ist klarerweise das Stadion selber. Es war für tausende von Fans ein zweites Zuhause, hier wurde Eishockey-Geschichte geschrieben. Das wird auch im Textelement deutlich: „Brehmstraße. Titel, Tränen und Triumphe“. Klarer auf dem Punkt kann eine Inhaltsangabe von 71 Jahren nicht sein. 71 Jahre? Richtig. Im DEG-kennzeichnenden Stern zeigen die Jahreszahlen 35-06, dass dieses Kapitel erst im kommenden Jahr abgeschlossen sein wird. Ein Wort noch zum Look: Die deutlichen Gebrauchsspuren, die das Eisstadion nach all den Jahren aufweist, sollen sich auch in den kommenden Werbemitteln wieder finden.“
[...]
Die Kampagne „Abschied von der Brehmstraße“ wird in viele Publikationen und Werbemaßnahmen der kommenden Saison 2005/06 eingebunden.


Die Dauerkarte hat ein Branding, und es gibt auch schon ein Trikot mit obigem Aufdruck, aber wer trägt sowas schon ausserhalb eines Stadions?

ICH WILL EIN T-SHIRT!!!

Ich hoffe mal, die Verantwortlichen lesen das auch ;-)

Paralleluniversum


Kikandrun sprach gestern von ihrer Sorge, ohne ihr Wissen in ein Paralleluniversum gerutscht zu sein, so merkwürdig erschienen ihr die Vorkommnisse um sie herum.
Ich selbst vermutete ja beginnende Adoleszenz bis hin zum Erwachsenwerden *brr*

Aber nun habe ich selbst etwas erlebt, dass mich an der Welt um mich herum zweifeln lässt - das Wetter.

Gestern abend habe ich mit Sorge das Wetter betrachtet, da Sara die Idee hatte, die verlängerten Öffnungszeiten für ein "gemeinsames bei IKEA rumhängen" zum Geburtstag zu nutzen.
Gegen halb sieben blitzte und donnerte es bei mir am Fenster auch in einer Tour, ich war mir sicher, dass ein Gewitter nahe sein musste, aber es gab keinen Tropfen Wasser. Meine Eltern informierten mich, dass es bei ihnen in Preetz (20 km nördlich von Kiel) in Strömen regnen würde. Aber bei mir blieb es trocken, und lediglich so gegen elf, über den IKEA-Parkplatz zum Auto wandernd, landeten einige wenige Tropfen auf meinen nackten Armen.
Das Gewitter hatte dieses nette kleine Landeshauptdorf von Schleswig-Holstein einfach übersehen, so dachte ich.

Müssig zappte ich gegen Mitternacht durchs schlechte deutsche Fernsehprogramm und wunderte mich, als die Ansagerin von starken Regenfällen und Hagel im "Großraum Kiel" berichtete. Ich war erstaunt, aber ich konnte mich ja auch verhört haben und stattdessen "Kehl" gewesen sein, bis unter dem interviewten Retter der überlaufenden Keller und verstopften Gullideckel als Arbeitgeber "Feuerwehr Kiel" eingeblendet wurde.

Nun bin ich ein wenig verängstigt. Kiel resp. das Kieler Umland sind einfach nicht groß genug, um nur partiell von Hagelschauern geglückt worden zu sein.
Wo also war das schlechte Wetter, hat es mein Haus einfach ausgespart, weil ich Coke im Kühlschrank hatte ?!

Endlich Schätzings "Der Schwarm" gelesen. Lag schon seit April als Taschenbuchausgabe anklagend auf dem Regal. Die ersten paar hundert Seiten waren ganz gut, ich wundere mich, wieviele Leser sich auf Meeresbiologie konzentrieren können. Nette Charaktere, ausführlich eingeführt, die ehrlicherweise nicht alle überleben.
Schön aber, dass es das Geomar in Kiel überlebt hat.
Am Ende wurde es leider zäh bis langweilig, vielleicht auch, weil es schon nach fünf Uhr morgens war und ich noch ein wenig Schlaf brauchte. Die letzten 50 Seiten wirken wie "Dinge, die der Autor noch schnell sagen will". Schnell noch einen theologischen Überbau geben, damit die Kirche keinen Stress macht. Wobei Stress von der Kirche ja eher noch die Auflage erhöhen würde (siehe Dan Brown).
Vielleicht lags an der Müdigkeit, aber die letzten 100 Seiten waren ziemlich zäh.

Frage mich, wie man das wohl verfilmen will, und man WIRD es vefilmen, da gehe ich mal stark von aus.

Jetzt wartet Wickerts französischer Untersuchungsrichter, um mich nach Angola zu entführen. In der Karibik waren wir ja schon zusammen.
Der Mann hat wirklich ne Menge Sex.
Diese Bücher kann ich mir eher verfilmt vorstellen, der Polizeikumpel muss auf jeden Fall von Jean Reno gespielt werden. Für Ricou denke ich mir noch jemanden aus.
Hat jemand nen guten Vorschlag? Muss kein Franzose sein.

Donnerstag, Juli 06, 2006

Bloß nicht den Italienern die Daumen drücken ..

Früher war es ja eher so, dass man der Mannschaft, welche die eigene besiegt hat, die größten Chancen auf einen Sieg im nächsten Spiel ausrechnete.
Schließlich sei man dann ja "nur vom Weltmeister" geschlagen worden, das ist gut fürs geschundene Ego.
Also bei mir war das immer so der Fall.

Aber dieses Mal ist es anders. Die Italiener haben sich mit der Frings-Aktion einfach ins Aus geschossen. Es kann mir keiner erzählen, dass die Fifa sich allein durch die Berichterstattung der La Gazetto dello Sport, so völlig ohne Druck vom italienischen Fussballverband, genötigt sah, Frings zu sperren. Als wenn die BILD solche Macht hätte, oder die Spam-Mail-Aktion der Südkoreaner.

Daher stand für mich, noch betäubt von diesem wirklich ärgerlichen Ausscheiden "meiner" Mannschaft eins fest: Ab jetzt unterstütze ich die Franzosen, die Italiener sollen mit solchen Sachen einfach nicht durchkommen!

Inzwischen sind die Tränen getrocknet, und ganz ehrlich: Der Sonntag abend ist mir eigentlich ziemlich egal.

Wichtig ist jetzt, dass das deutsche Fussballteam zeigt, dass sie die drittbeste Mannschaft der Welt sind, und ich werde mit einigen Freunden zusammen im Garten eine tolle Party feiern, endlich mal das Block House BBQ-Steak von famila grillen und eine abgewandelte Version des Tim Mälzer-Fussballkuchens backen.
Und natürlich unseren Jungs die Daumen drücken!

Und dieses Mal ist Alex hier, d.h. ich erfahre die Ergebnisse des Elfmeterschießens nicht immer schon 3-5 sek vorher über mein Bleutooth-Headset, bloß weil das Kabel in Hessen irgendwie fixer ist als das Satellitenfernsehen in Schleswig-Holstein !

Wer gibt denn 4000 Coke-Codes ein?

Coke hat ja immer noch dieses "total innovative" Coke fridge - Programm laufen. Im Deckel der Flaschen ist jetzt ein 16stelliger Code, den man dort registrieren lassen kann. Einlösbar für Gewinnspiel, Musikdownloads, Handykram oder Einkaufen im Cokeshop.

Und da ich mir gern hin und wieder ne Flasche Coke light besorge UND großer Fussball-Fan bin, habe ich mich dort registriert und ca. 15x versucht, ne Karte oder wenigstens ne neue DigiCam zu gewinnen.
Erst als ich letztens ein Mädel mit einer netten "Its your heimspiel"-Handtasche rumlaufen sah, hab ich mir auch den Shop ein wenig näher beguckt.

Viel Fussballkram, aber langweilig. Abgesehen davon, dass die meisten Dinge eh ausverkauft sind (warum werden die dann überhaupt noch angezeigt? Eine Funktion, nur verfügbare Ware anzuzeigen wäre angenehm), sind auch die "Code"-Kosten extrem hoch.
Ganz im Ernst - wer hat denn bitte schön die Zeit, 4000 Codes einzugeben, um sich einen Coke-Tischkicker in die Wohnung zu stellen?
Die Menge kann eine größere Gaststätte ja hinkriegen, obwohl - haben die nicht auch eher ne Zapfanlage?! Ganz schräg: Der Tischkicker ist sogar ausverkauft.
Vielleicht ist das ja auch der, der z.Zt. in "unserer" Coke-WG steht *g*

So kann man auch trauern

Kam gerade per Mail:

Wenn der Spiegel Dinge irgendwie anders sieht ...

Ich weiß, ich weiß - wenn einem etwas nich gefällt, sollte man dort gar nicht mehr weiterlesen.
Aber meine täglichen Besuche bei spiegel.de sind so eine Mischung aus "es ist ja nicht alles schlecht" und einem Verkehrsunfall oder einer häßlichen Frau, die sich am Strand in aller Öffentlichkeit umzieht - man sieht die Katastrophe nahen, doch man kann einfach nicht wegschauen.

Z.B. ist der Spiegel als einziges großes Onlinemedium ganz sicher, dass Klinsmann sich gerade zurückzieht und sieht dafür auch Anzeichen. Nun, irgendwer muss das ja machen und im schlimmsten Fall können sie am Wochenende sagen "wir habens ja immer gesagt".
Noch viel besser ist, wenn sie dumme Phrasen eines "Sprechers des konservativen Flügels der SPD" als "Treffer" bezeichnen.
Ich will hier niemanden nerven damit, wer hier welchen Haushaltsplan aufgestellt hat und welcher Partei der Finanzminister angehört. Von welcher Partei die Stimmen kommen, die lautstark gefordert haben, die Gesundheitsreform mit höheren Steuern zu finanzieren, darüber brauchen wir uns auch nicht weiter unterhalten.

Aber um die inhaltslose, unhaltbare und einfach dummdreiste Aussage "Der Fisch stinkt vom Kopf her" als alles andere als einen "Treffer" gegen die Kanzlerin zu sehen, dafür muss man kein CDUler sein. Und auch kein Merkel-Sympathisant.
Das ist einfach nur peinlich.

Übrigens: Die CDU-Länderchefs, die beim Wahlkampf durch Abwesenheit geglänzt haben, sollten tatsächlich mal ganz kleine Brötchen backen und die Klappe halten.
Und: Große Koalition ist für´n Arsch.

Ach ja, Spiegel: "kalte Machtpolitikerin" gefällt mir als Beschreibung einer Bundeskanzlerin dieser Republik besser, als wenn es "warmherzige Landesmutter" hieße.
*grusel*

Dummes Coke light Gewinnspiel

Bei Gadgetmania fand ich den Button zu einem Gewinnspiel von Coke light - gewinnen gab es eine Digitalkamera von Samsung. Klasse - meine Kamera ist seit 3 Monaten im Eimer, und da ich ja eh schon meine Seele an den Brause-Teufel verkauft habe .. fanatischer wohlüberlegter Gewinnspielteilnehmer wie ich bin, klickte ich mich dorthin und stellte fest, dass ich mir dort für die Gewinnspielteilnahme nicht nur extra einen Benutzernamen samt Kennwort zulegen muss (das ist zwar ärgerlich, kommt aber immer häufiger vor), sondern, nein, ich muss auch was dafür tun.
Und zwar - ein Photo schicken. Na super. Warum nehm ich an einem Gewinnspiel mit der Aussicht, eine Kamera zu gewinnen, teil? Nein, nicht weil mir nix besseres einfällt, als euch meine Adresse zu geben, damit ihr mich rechtzeitig informieren könnt, wenn Coke Blak oder der komische Weihnachtstruck auch durch meine Stadt fährt. Nein, ich wollte an dem Gewinnspiel teilnehmen, weil ich gern eine Digitalkamera hätte. Und wahrscheinlich geht es so ca. 70% aller Interessierten, denn im Gegensatz zu Mobiltelefonen geht der Trend wahrscheinlich nicht zwingend zum Zweitgerät (höchstens zum Austausch des Altgeräts).

*grummel*

Dienstag, Juli 04, 2006

Danke Jungs!

Vor der WM wurde jeder müde belächelt, der auf die Frage "Wer wird Weltmeister?" einfach "Deutschland, ganz klar!" geantwortet hat.

Geglaubt hab ichs auch nicht, da bin ich ganz offen, aber ich war der Meinung, dass "fest dran glauben" Berge versetzen kann, habe immer offen gesagt, dass wir "sowieso Weltmeister werden" würden. Und ich bin nicht enttäuscht worden, im Gegenteil, die Spielfreude hat überrascht, die Qualität war hoch, die deutsche Mannschaft hat klasse Spiele gezeigt, es war einfach klasse, ihnen zuzugucken, ein Teil von ihnen zu sein.

Denken wir nur an das Spiel gegen Schweden. Die Tore fielen in den ersten Minuten, und trotzdem waren wir bis zum Ende gebannt vom Spiel, dass nie langweilig wurde. Sogar die Leute am IKEA-Stand der Kieler Woche mussten das zugeben.
Für mich ist unsere Mannschaft Weltmeister. Auch wenn es ausgelutscht klingt, aber "Weltmeister der Herzen" würde hier höchstwahrscheinlich zutreffen.
Hey, die Brasilianer sind schon ne Runde früher raus! Wir dürfen wenigstens noch um Platz 3 spielen.

Und von Jürgen Klopp inspiriert würde ich mir wünschen, dass wir dieses Spiel alle gemeinsam feiern wie ein "großes" Endspiel. Das sind wir den Jungs einfach schuldig, für alles, was sie bisher geleistet haben.

Danke Jungs, für eine tolle Weltmeisterschaft, die noch nicht zu Ende ist. Und danke an alle Fans, alle Neu-Fussball-Fans ;-), die bei public viewings, mit Fähnchen auf den Autodächern, bei der Unterstützung anderer Teams, wenn unseres nicht gespielt hat, mitgeholfen haben, dass die WM in Deutschland mindestens so gut gelaunt war wie die Olympischen Spiele in Lillehammer, da war auch eine großartige Stimmung, an die man sich bis heute positiv erinnert. Denn soetwas kann man nicht planen oder vorschreiben. Das passiert einfach, und es ist passiert.
Danke dafür.

Leider lastet der Stein auf meiner Brust immer noch ziemlich schwer. *seufz* Wäre soooo gern Weltmeister geworden.

Kam gerade per Mail

Der Fussballwahnsinntreibt skurrile Blüten.

Hier eine der schrägeren Sachen:

Das Klose Unser :
Klose unser im Strafraum,
Gewürdigt werde Dein Einsatz.
Dein Paß komme.
Dein Tor falle, wie in München so in Berlin.
Unser spieltägliches Tor gib uns heute.
Und vergib uns unseren Gesang,
wie auch wir vergeben unsern Schiedsrichtern.
Und führe uns nicht ins Abseits,
sondern erlöse uns von den Italienern.
Denn Dein ist der Ball und das Tor und die Torgefährlichkeit
in Ewigkeit.
Salto.

Ist doch gar nicht so schlimm, dass ich heute abend arbeiten muss ...

... denn wie "der Mann aus dem Plattenladen" entdeckt hat, ist das Spiel bereits entschieden. Meint zumindest die Süddeutsche.

Montag, Juli 03, 2006

Fussball ist immer noch wichtig ...

Hab beim herumsurfen auf der Seite von blog.it-luemmel.de den Link zu einem Projekt gefunden, über den sich mein Fussball-Fan-Herz sehr gefreut hat, und da ich auch die beteiligten Künstler wie "unsere" Jungs von Fettes Brot, Marcus von Kettcar (danke für das tolle Konzert letzten Sommer in Kiel!), Bela B. und Carsten Friedrichs von Superpunk (gleich mal recherchieren gehen) sehr schätze, gebe ich den Link einfach mal weiter.

Lohnt sich, versprochen!

http://www.fussball-ist-immer-noch-wichtig.de/

Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, Fever Pitch von Nick Hornby lesen!!!

Warum RTL.de eine der schlechtesten Webseiten ist, die ich kenne ...

Auf der Suche nach dem Zitat, dass Cruz der italienischen 'La Gazzetta dello Sport' gegeben hat, wollte ich mal kurz bei Sport1.de vorbeischauen, vergass aber die "1" und landete auf http://sport.rtl.de, der Webseite von RTL. Nun gut, dachte ich mir, die werden eine solche, bundesweit für Erschütterungen und tiefe Krisen sorgende Nachricht bestimmt auch ganz vorn drauf haben und - siehe da, gleich oben links standen ein Bildchen, eine Überschrift, sowie zwei Zeilen und ein weiterführender Link zu "WM 2006".
Klasse, dachte ich mir, da kommt dann bestimmt gleich der Artikel mit den Infos.
Aber weit gefehlt: Tatsächlich landete ich ersteinmal auf der generellen WM-Seite von RTL, http://sport.rtl.de/fussball/wm2006.php (in neuem Fenster sich öffnend).

Und auch hier war die Nachricht oben links, Bildchen, Überschrift und zwei Sätze mit den wichtigsten Informationen. Und der Link, diesmal zu den "News".

Na, einen Klick noch, dann kommt der Hintergrundtext, dachte ich mir, und klickte auf o.g. "News" um - auf der nächsten Übersichtsseite zu landen.
Dieses Mal handelte es sich um http://sport.rtl.de/fussball/wm2006_news.php

Der geneigte Leser ahnt, was kommt:
Wieder bekam die Info über die Sperrung des Thorsten Frings den obersten Kasten, wieder ein Bildchen, wieder eine Überschrift, diesmal aber nur ein vollständiger Satz, dazu ein angefangener und die obligatorischen "...", die auf weiterführende Informationen hinweisen.
Darunter der Link "mehr".

Und siehe da, ich hatte es ja kaum noch zu hoffen gewagt, findet sich hier ein kompletter Text mit Informationen zur Sperrung.
Eeeeendlich.

Zum Vergleich:

Bei sport1.de, spiegel.de, welt.de und sogar zeit.de wird man sofort von der Startseite auf den kompletten Bericht verlinkt, ohne große Umwege durch einen zugegeben farbenfrohen Webseitendschungel (wieso fällt mir dieser Begriff nur gerade in Verbindung mit RTL ein? *g*)
Ich bin mal wieder enttäuscht von diesem Sender, der in meiner Jugend doch mein erklärter Lieblingssender war - fort sind sie, Mask, Michael Knight und Karlchen.
*seufz*
Stattdessen die schlechteste Seite aller dt. TV-Anstalten. Was sie immer wieder aufs Neue beweisen.

Ein Spiel Sperre - fauler Kompromiss

Die Italiener sind schlechte Verlierer - und das schon vor dem Spiel morgen abend.

Dieses Herumgehacke auf Frings wäre ja unter "dumme Psychospielchen" abzuhaken gewesen, wenn die Fifa nicht ständig ihre Meinung ändern würde.
Zunächst hieß es noch "es wird gegen keinen deutschen Spieler ermittelt" (Spiegel.de berichtete), nun wurde Frings plötzlich doch für ein Spiel gesperrt.

Original Wortlaut der FIFA-Begründung:

"Der Spieler der deutschen Nationalmannschaft, Torsten Frings, ist heute von der Fifa-Disziplinarkommission für zwei Spiele gesperrt worden. Auf Grund einer zuvor erfolgten gegnerischen Provokation wurde die Sperre für das zweite Spiel auf sechs Monate zur Bewährung ausgesetzt. Frings kann deshalb, je nach Ausgang des Halbfinales vom 4. Juli zwischen Deutschland und Italien, im Endspiel oder in der Partie um den dritten Platz wieder eingesetzt werden. Zudem belegte die Disziplinarkommission Frings mit einer Geldstrafe von 5000 Schweizer Franken. Der Entscheid der Kommission ist endgültig.

Die Kommission sah es als erwiesen an, dass Frings dem Spieler der argentinischen Nationalmannschaft, Julio Cruz, im Anschluss an das WM-Viertelfinalspiel Deutschland - Argentinien am 30. Juni einen Faustschlag versetzt hatte. Diesen Vorgang qualifizierte die Kommission als Tätlichkeit.

Die Fifa-Disziplinarkommission hatte die Ermittlungen gegen Torsten Frings auf Grund von TV-Bildern am Sonntagnachmittag aufgenommen. Im Verlaufe des Verfahrens wurden dem Deutschen Fußball- Bund (DFB) sowie dem beschuldigten Spieler Gelegenheit zur Stellungnahme und zur Nennung von entlastenden Beweismitteln gegeben. Für eine Verurteilung Frings sprachen die eindeutigen TV-Bilder, die seine Tätlichkeit gegenüber Cruz dokumentierten. Diese objektiven Beweismittel konnten vom DFB und vom Spieler nicht entkräftet werden."


Das sieht für mich nach einem extrem faulen Kompromiss aus, vor allem diese "Bewährungsstrafe". denn soweit ich mich erinnere, gab es bei solchen "grüner Tisch"-Entscheidungen nur ganz selten mal "nur" eine Ein-Spiel-Sperre, zumeist sind die Tätlichkeiten dann so gravierend gewesen, dass mind. 3-5 Spiele auf der Tribüne dabei herauskommen. Und wie soll denn das genau aussehen? Darf er sich jetzt nicht mal ne gelbe Karte zu Schulden kommen lassen, und das als Verteidiger? Denn wenn er sich bei einer anderen "größeren" Tätlichkeit erwischen lassen würde, dann würde die doch ebenfalls geahndet werden, mit nem Platzverweis oder evtl. mit einer Sperre.

Sehr merkwürdig ist auch, dass der angeblich geschlagene Argentinier Cruz auch abwiegelt. 'Ich bin nicht geschlagen worden oder habe es zumindest nicht gemerkt', sagte Cruz der italienischen 'La Gazzetta dello Sport'.
Und mal ganz ehrlich - welchen Grund hätten die Argentinier, uns irgendeinen Gefallen zu tun? Wir hatten sie gerade aus dem Turnier gekickt.

Auch dass die FIFA sich so von einer italienischen Zeitung unter Druck setzen lässt, die oft genug auf BILD- bzw. SUN-Niveau agiert, ärgert mich. Lassen wir uns einfach mal überraschen, was da noch so kommt und ich hoffe, "unsere" Jungs zeigen denen am Dienstag, dass solche Spielchen sich unter dem Strich einfach nicht lohnen ...

political correctness im Kinderzimmer

Schon früh habe ich eigentlich alles gelesen, was mir in die Finger kam. Zumeist waren die Kinder der Freunde meiner Eltern entweder viel jünger oder viel älter als ich, so dass ich mich bei Besuchen dort eigentlich immer mit deren Büchern beschäftigt habe. Auch die Preetzer Stadtbücherei war eine wahre Fundgrube für mich, und ich verschlang Reihen wie "Drei Fragezeichen", "TKKG", "5 Freunde" etc.

Jetzt geht es, wie die Welt berichtet, den Büchern von Enid Blyton an den Kragen. Zumindest der britischen Ausgabe. "Unsere" Ausgaben sind davon eh nicht betroffen, da die meisten Reihen später von deutschen Autoren fortgeschrieben wurden.

Mehr Sorge bereitet mir eigentlich, ob man sich irgendwann auch an die "ganz großen" Klassiker wagen wird?
Hoffentlich nicht.

Solls vielleicht doch ein Apple werden?!

Hätte nicht gedacht, dass ich mal ernsthaft darüber nachdenke, einen apple zu erwerben.
Das ist was für Profis, die viel Bildbearbeitung betreiben, Leute, die etwas mehr Zeit haben als ich, die ich einfach nur den Rechner anmachen will und dann soll gefälligst alles problemfrei laufen. Deswegen auch Win und kein Linux, dass mir mehrere Wochen lang den letzten Nerv geraubt hat.
Aber so langsam ... merke ich, dass mein "gewichtiges", 4 Jahre altes Notebook mit dem AMD Athlon 1800+, den 256 MB und der 20GB-Festplatte einfach nicht mehr reicht.
Ich möchte Bilder bearbeiten, das Layout für den Kieler Anker und andere Publikationen, mit denen ich meinen Lebensunterhalt bestreite, auch mal zu Hause oder in der Sonne vor dem Rechenzentrum bearbeiten, ohne dass meine Knie ob des Gewichts irgendwann nachgeben und einfach mal nicht beim Lüften des Geräts die Ohren vollgedröhnt bekommen.

Aber was war jetzt die Initialzündung? Ich denke mal, die Brause-WG. Ich sass da also mit all diesen witzigen Leuten an einem großen Esstisch, und mein Rechner übertönte mit seiner Lüftung alle anderen Powerbooks um Längen. Und richtig gut sahen sie aus, die Kleinen. Zusätzlich hatten alle Jungs auch noch ihr iPods mit dran, und mein Neidpegel schwang sich zu ungeahnten Höhen hinauf.

Vielleicht doch als nächstes ein MacBook?
Ich werde mich jetzt erstmal die nächsten Wochen schlau machen, was es da so gibt, was genau ich brauche, um das Ding genau wie seinen Vorgänger (meine liebenswerte, laute, heiße "Terassenplatte" - Gewicht könnte hinkommen!) möglichst lange aktiv nutzen zu können, was ich beachten muss und und und.
Möglicherweise mach ich gleich einen komplett neuen Blog daraus - Danielas Apple-Erfahrungen z.B., und sammle dort eine Menge Hilfe für Einsteiger wie mich.
Mal sehen.
Erstmal wieder Geld verdienen gehen.

Sonntag, Juli 02, 2006

Netzfundstück nach meinem Geschmack

Kenne mich in der großen weiten Blogger-Welt nicht sooo gut aus, nutze daher freie Stunden, um bei anderen Bloggern den Blogroll zu begucken.
Und habe über das kleine f den Schritt hin zu den Spreepiraten geschafft, die mich als Back-Fan mit Bildern und Beschreibung eines Fussball-Kuchens beglückt haben.
Sehr empfehlenswert!

Unkritisches Verhalten

Normalerweise traue ich Informationen aus nur einer Quelle nicht so gern.
Zu oft hat mich Spiegel.de schon enttäuscht mit ganz klaren Falschaussagen, so manches Mal übertreibt es die ansonsten sehr gute Seite bildblog.de und wechselt von BILD-Kontrolle zu kindischem Springer-Hass, und dass ich die Informationen von dieser Killer-Coke-Seite genausowenig 100% für bare Münze nehme wie eine Infowebseite eines Atomreaktorbetreibers, sollte nachvollziehbar sein.

Aber gerade das Fernsehen hat mich am Freitag dazu gebracht, etwas zu glauben. Es passte aber auch so schön in meine Sichtweise. Oli Kahn, der alte Mann, der auch mit gebrochenem Finger ein WM-Endspiel spielt, dass wir dann verlieren und ihn trotzdem feiern mussten. Oli Kahn, der durch den nur eicht weniger unsympathischen Jens Lehmann ersetzt wurde.
Die ARD zeigte uns eine kurze Szene: Oli Kahn hockt sich zu Jens Lehmann, sagt irgendwas hoffentlich aufmunterndes, und sucht dann mit seinen Augen die Kamera.
"Was für ein mediengeiler Arsch!" - durchzuckte es mich. Und es passte ja auch so schön zu meinem Bild von Kahn. Alles löste sich sauber in meine eigene Selbstgefälligkeit.
Aber: Andere Kameras haben aufgenommen, dass Kahn sich nicht "mal eben kurz" zu Lehmann gehockt hat, sondern in fact mind. 1-2 min. ruhig auf ihn eingeredet hat. Dann erst ist die Kamera des Schweizer Fernsehdienstleisters Host Broadcast Services (HBS) live drausgegangen, und zu sehen bekamen wir o.g. Szene.
Die ich unreflektiert geschluckt habe. Sehr ärgerlich.

Samstag, Juli 01, 2006

Kommentare einfach mal verfolgen ..

Ich gebe zu - ich gebe gern Kommentare in anderen Blogs ab. Selten weiß ich dabei, ob es sich um einen kleinen Freizeit-Blogger wie mich handelt, oder um einen der großen A-Blogger.
Anscheinend bin ich aber mit einem Kommentar bei einem der ganz großen gelandet, nämlich bei DonAlphonso und seinen Mitstreitern.
Die sich natürlich angucken, wer es da wagt, über den "Weltverbesserer-Anspruch" des Bloggens einfach herzlich zu lachen.

Aber wenn ich gewußt hätte, dass der große DonAlphonso meinen Kommentar sogar selbstpersönlich beantwortet, ich hätte schneller wieder vorbei geguckt. So durfte ich jetzt erst lachen und ihr alle gern mit:

Einführung:

Ich habe mich über seinen Schaum vor dem Mund wegen der Brause-WG amüsiert und einen Kommentar hinterlassen.


Kommentar von daniela, 15.6.2006, 0:57

Zitat: “dass mein Geblogge mehr, viel mehr wert ist”

Bloggen ist was wert? Bzw. kann mehr oder weniger wert sein?
Wie schräg - ich hätte nicht gedacht, dass ich plötzlich in der Weltverbessererszene gelandet bin.
Nun, nicht jeder Blogger hat den Anspruch, die ganz großen global player zu stürzen, und tatsächlich - ich wurde bisher noch nicht vom Blitz getroffen.
Aber das kann ja noch kommen.

Und hier die Antworten, durch und durch wohldurchdacht, erwachsen, eben sehr weltverbesserisch:


Kommentar von DonAlphonso, 15.6.2006, 1:21

Daniele, es gibt auch wertloses Geblogge, keine Frage. Echten Blogmüll. Dazu zahle ich Gestalten, die einerseist völlig begeistert sind, dass sie angesichts mauer Nachfrage in den CokeContainer dürfen, und andererseits sich dafür revanchieren, dass sie auf anderen Blogs für eben jene paar piefigen Nächte eine Trollnummer abziehen. Gestalten wie Dich, Daniela.

Das hat nichts mit Weltverbesserung zu tun - wobei ich nicht weiss, was daran schlecht sein soll - sondern mit charakterlichen Defiziten. Coke kann auf Gestalten wie Dich stolz sein. Billigstes PR-Futter. Sowas wie Du ist die Zukunft, word-of-mouth und so, oder besser wäre es, wenn es jemand mitbekäme. Ausserdem bist Du etwas spät dran mit der Nummer, Du bist hier schon die dritte? vierte WG-Type, die hier mit sowas aufschlägt.


Aber es wird noch besser, denn der liebe Jens hat sich in die Höhle des Löwen gewagt, um seine kleine Freundin zu beschützen.

Hier die darauf folgenden Kommentare über mich:

@ Jens: ich beziehe mich ausschliesslich auf den Müll, der hier aufschlägt. Die gute Frau kann im echten Leben eine Kreuzung aus Mutter Theresa und Virginia Woolfe sein, sie kann ein Blog schreiben, das dereinst mit Goldschnitt in den Bibliotheken steht - aber hier ist sie nur ein ordinärer Troll mit enger Anbindung an Coka Cola, und das nenne ich - übrigens schon länger - Blogmüll. So eine Art virtuelle Verschmutzung meines Blogs.

Und warum Du schuld sein solltest, wenn sich die Dame benimmt wie Anja-tanja nach der fünften Flasche Prosecco auf Ex, verstehe ich nicht.


Hier reagiert strappato, natürlich ohne Kontaktadresse/-blog:

Virginia Woolfe? Über prominentere Blogger wie McWinkel schwärmen, aber bloggen einen Wert absprechen. Von einem Job als “Medienrätin” träumen, den Kommerz-Sender RTL kritisieren, aber in den Coke-WG einziehen.

Soviel Widersprüche auf nur einer blog-Bildschirmseite. Die geborene AnjaTanja.

*Aber ich kann mich ja auch täuschen.


Im Zuge der Diskussion wurde mir sogar vorgeworfen, dass ich in meinem Warenwelt-Blog von Coke light Sango schwärme, und die Tatsache, dass ich Coke light lemon verrissen habe, wird mit dem Hinweis, dass ich es tatsächlich gewagt habe, es umsonst zu probieren, vom Tisch gewischt.

*lach*

Ich habe mich - wie ich denke - nett für die mir erteilte Aufmerksamkeit bedankt und dem guten Mann weiterhin viel Glück bei seinem Kampf gegen was auch immer gewünscht.
Werde ihn nicht weiter mit meinem "Müll" belasten ...

Das Erste überrascht mich

Um der langweiligen Verlängerung des Spiels England - Portugal zu entgehen, zappte ich ins Erste und beguckte eine mit bisher unbekannte "junge Teens in Nöten" - Serie, die im Gegensatz zu den Klassikern wie GZSZ herrlich entspannt stinknormale Teenie-Probleme hatte, nix mit Enführungen, Vergewaltigungen und perfiden Rachplänen. Süß.

Was mich aber wirklich positiv verwundert hat, war eine unbenamste Sendung direkt im Anschluß, angekündigt durch eine große Menge Schmetterlinge, die das Bild freimachten auf einen jungen Mann auf einem Sofa in stylisher Kulisse.
Dieser erzählte vom ersten Mal, dass er "ihn" zum ersten Mal gesehen habe - hatte ich da richtig gehört?
Ja, doch, denn in guter alter Herzblatt "und haben sie danach getrennt voneinander befragt" - Manier wurden zwei hübsche Twens abwechselnd auf dem Sofa sitzend gezeigt, die dem geneigten Zuschauer eine klassische Kennenlern-Geschichte erzählten.
Wie gesagt, unspektakulär eigentlich, bis auf die Tatsache, dass sie wie gesagt beide Jungs waren. Videos haben sie geguckt, sich ganz vorsichtig das erste Mal geküsst, der eine ist dem anderen in den Urlaub hinterher gefahren und dann sitzen sie beide auf dem Sofa. Doch, sie haben noch jeweils eigene Lebenspläne. Aber irgendwie, wenn sie im Fernsehen mal ein schönes Haus sehen, spinnen sie ein wenig zusammen rum "das wär doch ein Haus für uns, und den Hund, und die Kinder - und die Haushälterin". Dann kichern sie und es fallen lachend so Sätze wie "Komm du mir nach Hause!".

Passiert im Ersten, kurz vor 20 Uhr, nicht als spezielle Sendung benannt.
Danach wieder zum England-Spiel gezappt, das Elfmeterschießen knapp verpasst, aber ich habe irgendwie das Gefühl, etwas besseres gesehen zu haben.
Eine kleine Entwicklung, manche Dinge mehr und mehr als etwas selbstverständliches zu sehen. Schön.

Aber nun schnell zurück zum Fussball!!! ;-)
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