Dienstag, Mai 30, 2006

Internet, Telefon, Fernsehen - möglichst alles in einem?

Zur Zeit wird man von allen Seiten davon genervt, wie toll die schöne neue Technikwelt werden wird: Fernsehen im Handy, Telefonieren im Computer und Internet im Fernsehen. Oder am besten alles gleichzeitig in einem Gerät.
Na klasse.

Ich habe gern mehrere Geräte gleichzeitig laufen. Ich surfe im Netz am Notebook, telefoniere gleichzeitig mit dem Handy mit einer Freundin oder lasse im Hintergrund den Fernseher laufen - im schlimmsten Falle sogar alles gleichzeitig ;-)

Und das lass ich mir auch nicht von einem "alles in einem" - Gerät nehmen.

Ahaha! Wird jetzt der geschulte Telekommunikations-auf-Provisionsbasis-Verkäufer sagen, aber was ist, wenn man unterwegs ist? Da könnte man doch toll im Bus sitzen und Fernsehen oder im Internet surfen.
Ja klar. Bei den Winzbildschirmen macht das bestimmt irsinnig Spass. Abgesehen davon, dass man im Bus schon rausgeworfen wird, wenn man das Telefon nur in der Hand hat, und auf eine "Ich will doch nur meine E-Mails checken!" - Diskussion lässt sich ein Kieler Busfahrer garantiert nicht ein.

Daher: Wenn nicht das supertolle Megaangebot kommt, bleibt in meiner Wohnung alles so, wie es ist:

Fernsehen im TV (der schon klein genug ist)
Internet im Notebook
Telefon im -na?- Telefon

Maradona ist schlechtester Moderator des Jahres 2005


Laut azonline.ch wurde Fussballgott (oder doch eher "Hand Gottes"?) Diego Maradona in Argentinien zum schlechtesten Moderator gewählt.
Genauer gesagt wurde seine Sendung «Die Nacht der Nummer 10» zum verheerendsten TV-Event 2005 gewählt.

Ich frage mich, ob die wohl Sonja Kraus, Verona Feldbusch oder Carsten Speck mal gesehen haben ...

Na endlich - Kiffen ist kein Menschenrecht

Endlich heißt es aufatmen für THC-Allergiker wie mich: Die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) verleiht kein Recht auf straffreien Konsum von Cannabis. Mehr dazu in azonline.ch

Ich hab ja eh Glück, dass in meinem weiteren Freundeskreis nicht gekifft wird, aber das letzte Wochenende hat mir mal wieder gezeigt, wie unkollegial einzelne Kiffer wider besserem Wissen meine Atemluft verseuchen OBWOHL ich darum gebeten hatte, mich vorher vorzuwarnen, damit ich solange den Raum verlassen kann.
"Ach, Mensch, hab ich vergessen!" Und das mehrfach.

Da gehts wohl so langsam los mit den Nebenwirkungen.

Montag, Mai 29, 2006

Leselounge, 1.6. im Literaturhaus

LeseLounge Nr. 22 am 1.6.2006 um 20.30 Uhr im Literaturhaus
Schleswig-Holstein:
"Aus der Welt gefallen" mit Mirko Bonné und Martin Gülich.

Es gibt wieder Lounge! Und zwar am kommenden Donnerstag, an dem wir den WM-Monat Juni mit Lesungen von Mirko Bonné und Martin Gülich feierlich begrüßen wollen.

Im Literaturhaus geht Mirko Bonné, zuletzt als Lyriker mit "Hibiskus Code" in Kiel zu Gast, auf die Spuren einer historischen Expedition. August 1914: Sir Ernest Shackleton will als Erster den antarktischen Kontinent zu Fuß durchqueren. Mit an Bord seines Schiffes ENDURANCE ist als blinder Passagier der 17jährige Merce Blackboro, der von der entbehrungsreichen Odyssee berichtet. Bonné erzählt in seinem dritten Roman "Der eiskalte Himmel" eine fesselnde Geschichte von Abenteurern, die für 635 Tage aus der Welt fallen, einer Welt, in der gleichzeitig der erste Weltkrieg tobt.

Auch Dolf, der Held in Martin Gülichs jüngstem Roman "Die Umarmung" fällt aus der Welt. Der Pathologiegehilfe, dem die Toten näherstehen als die Lebenden, bis ihm eine Frau begegnet, "so schön, daß es sie gar nicht gibt", ist passionierter Schmetterlingsjäger. Besessen von der Vorstellung, Natalie zu lieben, begibt er sich auf eine Jagd, die in der Katastrophe endet. Martin Gülich, zuletzt mit seinem Debütroman "Vorsaison" im Literaturhaus und zur Zeit Stipendiat des Landes in Cismar, erzählt die Geschichte eines Einzelgängers, der immer weiter ins Abseits gerät.

Beginn: 20.30 Uhr; Einlass ab 20.00 Uhr.
Visuals: rekorder // Sounds: doctore de dirt.

Karten sind erhältlich bei:
Universitätsbuchhandlung Dawartz (Holtenauer Straße 114, Tel. 0431-562026)
leseloungekiel@web.de
info@literaturhaus-sh.de

--

LeseLounge im Netz (u.a. mit mehr Infos über Bücher und Autoren):
www.leseloungekiel.de


Und ich bin natürlich auch wieder dabei! ;-)

Sammle ich oder sammle ich nicht ?!


Alle Jahre wieder lockt Panini das kleine Sammeltier in mir mit bunten Fussballbildchen und dem dazugehörigen Sammelheft.
Und meistens widerstehe ich heldenhaft.
Aber dieses Jahr bin ich so auf die WM fixiert, dass ich immer mehr Willenskraft aufbringen muss, um keine Bildchentüten zu kaufen. Und eigentlich will ich gar nicht widerstehen.
Ergibt sich nur ein Problem: Mit wem soll ich tauschen? Früher gab es genügend Jungs und Mädels, teilweise auch aus dem Freundeskreis meines Bruders, die immer interessiert daran waren, Matthäus gegen Ronaldo o.ä. zu tauschen, aber mit wem tausch ich heute?

Also, ihr Beinahe-panini-verführten - meldet euch bei mir!

Sonntag, Mai 28, 2006

Dialer, die Zweite

Nachdem mein Posting über meine Dialerattacke mir letzten Montag knapp 300 zusätzliche Blog-Besucher verschafft hat, dachte ich, die Sache wäre ausgestanden.
Auch erhielt ich von der Bundesnetzagentur am 24.5. eine E-mail, dass meine Beschwerde bezüglich der 01377270047 eingegangen sei. Sehr beruhigend, dass da anscheinend tatsächlich gearbeitet wird.
Leider hat der Spam damit kein Ende, gerade eben kam ein weiterer 01377 - Anruf, diesmal von der 01377771217
Ganz großes Kino, wird das jetzt jedes Wochenende so gehen? Ich überlege, ob es überhaupt sinnvoll ist, auch diese Rufnummer bei der Bundesnetzagentur zu melden.

Mittwoch, Mai 24, 2006

Asis mit Niwoh?

Es gibt Tage, aus denen möchte man gern einzelne Stunden streichen.
So wie heute.
Eigentlich ist es nur eine, aber die hat mir gereicht.
Bezeichnenderweise ist es auch - bisher - die einzige Stunde gewesen, in der das Wetter schlecht war.
Als ich heute morgen zur Uni ging, war der Himmel blau und die Sonne schien, und jetzt ist es wieder so. Aber dazwischen?

Es begann damit, dass ich in meinem Spamorder den Newsletter des Discounters Plus fand, und darin das Angebot, dass es ab dieser Woche ein Nokia-Headset zum Preis von 29 Eur zu kaufen gäbe, online jedoch schon vergriffen.
Die Filialsuche online gab mir den Hinweis, dass der nächste Laden zwischen Südfriedhof und Bahnhofsviertel zu finden sei. Da mein Auto ja noch bis heute nachmittag in der Werkstatt ist, nahm ich also den Bus, bis ich annähernd in die Richtung kam, in der ich den Markt vermutete.
Und was passierte? Es begann, in Strömen zu regnen.
Ich irrte also durch ein Labyrinth mir eher unbekannter Strassen, wurde dabei auch noch schön nass und musste dann im Markt feststellen, dass es das Nokia-Headset erst ab Montag gibt.

Also wieder raus, kurz in eine Bäckersfiliale, heldenhaft die Käsebrötchen, Milchbrötchen mit Hagelzucker und Erdbeertörtchen ignorierend zwei Körnerbötchen gekauft.

Ich bummelte brötchenkauend in Richtung Bahnhof, als mir der Weg von drei merkwürdigen Gestalten versperrt wurde, die den gesamten Bürgersteig für sich benutzten. Vor einer Mülltonne wartend, dass sie mich passieren, hatte ich Gelegenheit, mir die drei mal näher anzusehen - eine Frau, Typ: ich darf nicht mal bei LIDL an der Kasse sitzen, schlecht gefärbte schwarze Haare mit roten "Akzenten", Dauerwelle wie Anfang der Neunziger. Dazu hängender Häkelpulli um dürre Gestalt.

Die beiden Typen trugen diese charakteristisch nichtssagenden hellgrau-melierten Pullis mit den elastischen Bündchen an Ärmeln und Bund, wirre Haare, schlecht rasiert. Gedanklich hatte ich sie schon in die Schublade "typische Bewohner des Bahnhofsviertels" abgelegt und wartete nur darauf, dass ich an ihnen vorbeikäme, da hörte ich sie miteinander sprechen:

"Guck mal die fette Sau!" "Und frisst noch weiter, bis sie platzt." "So was häßliches!"

Irritiert drehte ich mich nach ihnen um? Hatten die damit jetzt MICH gemeint? Die Drei drehten sich ebenfalls um, um mir hinterherzuschreien - "ja, guck nicht so du fettes Stück!".
Ich war sprachlos. Und konnte nur ein "ihr wiederlichen Asis" murmeln.

Klar bin ich intelligenter, freundlicher, attraktiver als die Drei, die wahrscheinlich gerade unterwegs waren, ihr Hartz4 zu versaufen. Aber mir kamen einige Meter weiter trotzdem die Tränen. Für soetwas bin ich einfach nicht souverän genug.

Naja, wenigstens wars kein ausländerfeindlicher Angriff. Schwacher Trost.

Dienstag, Mai 23, 2006


Irony on:

Hach, was haben wir uns alle amüsiert! Der blöde Goleo, das hosenlose Vieh das ja eh keiner leiden mag, welches alle Bundesbürger hassen wie die Pest, hat seinen Hersteller Nici in die Pleite getrieben. Ja! Wie uns das freut! Großartig!
Noch mehr deutsche Arbeitsplätze, die den Bach runtergehen! Yippiieee!! Das haben die da oben aber mal so richtig verdient! Irony off

Ähm ... das Lachen bleibt ihnen plötzlich im Halse stecken? So war das nun auch nicht gemeint? Das war doch nur ein harmloser Spass?
Tja, 576 Mitarbeiter, teils in China, über 350 in Franken. Ja genau, das liegt in Deutschland. Nici war also ein deutsches mittelständisches Unternehmen, diejenigen, die von Schröders Steuerpolitik nicht so wirklich profitiert haben.

Und es kommt noch dicker:

Zitat aus der Hannoverschen Allgemeinen:

Die Pleite wegen Zahlungsunfähigkeit sei für alle weltweit 576 Beschäftigten, davon rund 350 Frauen und Männer in Deutschland, völlig überraschend gekommen. Richtig hart treffe es die Belegschaft, weil sie nun nicht nur um ihre Arbeit bangen müsse, sondern auch rund 6 Millionen Euro in die eigene Firma investiert und sich dabei teils erheblich verschuldet habe. Rund 12 Prozent der Firmenanteile hält das Personal. Vor allem von leitenden Angestellten wurde erwartet, dass sie Geld in eine Nici-Wandelanleihe steckten.

Sollte sich der Wert dieser Anleihe nun in Luft auflösen, stünde so mancher Mitarbeiter privat vor dem Ruin, heißt es in Altenkunstadt. Manche hätten mehr als 100000 Euro Schulden durch das zum Fehlinvestment gewordene Engagement in die eigene Firma angehäuft.

Und? Lachen wir uns immer noch herzhaft kaputt?
Viel Spass dabei.

Meine Haltung bleibt auch weiterhin: Die Welt zu Gast bei Freunden, und ich werde mich bemühen, eine positive Haltung auszustrahlen und kaufe meinem Schatz am Wochenende ein Nici-Tierchen. Oder lass mir eins kaufen. Ich bin ja emanzipiert ;-)

Montag, Mai 22, 2006

Ich muss mich wohl so langsam von meinem Auto verabschieden und mich nach etwas neuem umgucken. Aber was?
Zur Zeit gibt es kein Auto, das mich so richtig "umhaut" (ausser vielleicht nem SL, aber der ist ja völlig out of reach), d.h. ich bin völlig offen, was die Marke angeht.
3 Türen reichen völlig, Spielereien wie elektrische Fensterheber brauch ich nicht, nur 4 Räder, Regenschutz, Musik und möglichst eine Servolenkung. Allerdings glaube ich, dass es eh keine Neuwagen ohne gibt.
Farbe ist auch egal, Hauptsache nicht quietschfarben. Obwohl, zur Not auch das. Werbung könnte auch in Massen drauf gepflastert werden.
Jetzt muss ich nur noch nen Autohändler finden, der mir armem Studi ein Auto verkauft, bei dem ich ca. 100 Eur im Monat für zahlen muss. *seufz*

Also doch weiter an Auto-Gewinnspielen teilnehmen.

Auto kaputt ...

Eigentlich will ich ja am Mittwoch nach FFM, gemeinsam mit meinem Schatz den Feiertag verbringen und am Freitag, wenn er arbeiten ist, endlich mal wieder einen ganzen Tag Computerspiele spielen.
Aber - mein kleiner, 10 Jahre alter Fiesta hat sich entschieden, dass alle unteren Gänge einfach mal ne Auszeit brauchen und erst nach dem x-ten Anlauf reingehen wollen. Neues Getriebe nötig? Ich hoffe nicht, vielleicht ist es ja auch nur was ganz kleines, ein wenig Getriebeöl vielleicht, und so sitze ich hier nun bangend und hoffend auf den erlösenden Anruf meiner Werkstatt, die sich auf jeden Fall heute noch melden wollten. *wart*

Samstag, Mai 20, 2006

Dialer-Opfer

Eigentlich dachte ich, würde ich mich ganz gut im Bereich von Dialern, Lock-SMS etc. auskennen, aber ich bin dann doch heute nacht reingefallen. Sehr ärgerlich.

Heute nacht um 00:52 Uhr riss mich ein Telefonklingeln aus dem Schlaf, aber ich konnte nicht schnell genug drangehen. Ich sah statt eines Namens eine Nummernabfolge Tel. 01377270047, aber da mein neues Telefon noch nicht alle Nummern gespeichert hat (also ich zu faul war, alle Nrn. einzuspeichern), machte ich mir im Halbschlaf kaum Gedanken und rief die Nr. schnell zurück. Aber statt eines Gesprächspartners bekam ich eine höchstens 5 sekündige Bandansage, die sich für meinen Anruf bedankte. Also flugs nochmal gewählt (ja, ich Depp!) und das selbe erlebt. Und mir fest vorgenommen, am nächsten Morgen im Internet herauszusuchen, wieviel mich ein Anruf bei einer 0137-7 - Nr. eigentlich kostet.
Stattdessen fand ich diesen Thread hier, und ärgere mich gerade schwarz. Natürlich bin ich deren Rat gefolgt und habe die Nr. weitergeleitet, aber wenn jetzt irgendwer irgendwas von "ich ruf nie Nummern zurück, die ich nicht kenne" tönt, dann gibts die Ohren langgezogen.

Vielleicht konnte ich diese Erfahrung ja irgendjemandem abnehmen, der/die nicht darauf reinfällt ....

Des Pudels Kern

Gestern feierte das Ergänzungsfach Kulturmanagement seine Abschlussfeier mit der Festivität "Des Pudels Kern". Nachdem ich mehrfach und von mehreren Seiten dazu aufgefordert wurde, mir das doch unbedingt mal anzusehen, habe ich mich nach der Arbeit nur kurz in andere Klamotten geschmissen, obwohl doch die erholsame Couch lockte (man könnte sagen, sie hatte unsichtbare Fäden ausgeworfen, die mich magisch anzogen). Aber ich widerstand und wurde mit einem sehr schönen Abend belohnt, auf dem ich auch eine Menge netter Gesichter traf.

Christian von Aster las Amüsantes über Trolle, Hexenverbrennungen und gefälschte Heiligenreliquien, eine Impro-Show hielt mich gerade mal 2 min. als Zuschauer, bevor ich den Raum in Richtung "Studierzimmer" verliess, um dort eine sehr gute Videoinstallation zu bewundern. Vier gute Faustverfilmungen waren thematisch zusammengeschnitten worden (ein Stummfilm, die Gründgensversion, dann Brandauer als Gründgens, Keanu Reeves & Al Pacino in "Im Auftrag des Teufels"und Brandon Fraisier und Liz Hurley in "Teuflisch") und kuschelige Sofas luden doch ein. Den zweiten Auftritt des Autors verpassten wir bewußt und genossen danach mein zweites Highlight des Abends - eine "Feuerkunst" - Show von Encantador. Zwei sehr gut aussehende, gelenkige und talentierte Damen unterhielten uns als Jongleure und mit diversen Feuerkunststückchen.
Sollte ich jemals etwas außergewöhnliches genötigen, erkundige ich mich bei den beiden nach ihren Preisen, keine Frage.
"Me, my girl and my board" habe ich mir geschenkt, werde sie eh im Sommer bei dem einen oder anderen Open Air sehen, aber ich musste früh ins Bett, und wollte mir das loungeige Gefühl, dass ich von der Veranstaltung gewonnen hatte, nicht durch eine laute Band zerstören lassen und ging beschwingt nach Hause.
Und freue mich schon auf die nächste Leselounge. Zwar weniger spektakulär, aber immer sehr gut ausgewählte Autoren und eine gute Stimmung. Was will man mehr?

Mittwoch, Mai 17, 2006

Fuck off - Fussballhasser

Ich mag Fussball.
Sportschau gucken mit Papa, Samstags nachmittags, während Mama in der Küche das Abendessen brutzelt.
Meinen Bruder anfeuern, wenn er für die Kreisklasse/Kreisliga/Bezirk/Verband gespielt hat.
Mit Fortuna Düsseldorf 95 leiden, wenn es in den Keller bis zur 3. Liga ging und die große Freude, als es wieder raufging (auf eine Widerholung dessen wird noch gewartet).
Italien 90 - nahezu alle Spiele gesehen und dabei das Gefühl gehabt, schon allein deswegen den Weltmeistertitel verdient zu haben (Die Leistung unserer Mannschaft damals hätte ihn nicht verdient ;-)).

Und nun WM in Deutschland. Lang hats gedauert, aber jetzt steht sie fast vor der Tür. Und kein etwas dämlich guckendes Maskottchen (das ich trotzdem als Schlüsselanhänger und Saugnapf-Tier fürs Auto besitze), fussballorientierte Werbespots oder Supermarktdeko-Einrichtungen können mich davon abhalten, mich darüber zu freuen. Auch nicht die Tatsache, dass ich noch keine Karte für ein Spiel live habe.
Egal. Ich freu mich drauf.

Das einzige, was mich wirklich nervt, sind Nicht-Fussball-Fans.
Ich nehme auf die große Menge Nicht-Fussball-Interessierter in meinem Freundeskreis Rücksicht und bringe das Thema selbst nie zur Sprache, aber wer tut es? Die Fussballhasser.

Gestern abend schon wieder - die Themen sprangen hin und her, evtl. wurde zwischendurch mal kurz die Verletzung von Lahm angesprochen, und plötzlich war es wieder da: Die theatralische Fussball-Genervtheit. Dieser Tonfall, den man sonst nur von Möchtegern-Intellektuellen hört wenn sie sagen "Ach, ich habe gar keinen Fernseher, das ist mir zu trivial." Oder "Ich habe mich gegen ein Mobiltelefon entschieden, ich muss nicht immer erreichbar sein." Früher warens auch noch die Veggies, die ständig Toleranz forderten, wenn sie sich in der Mensa zu einem Fleisch essenden Kumpel setzten. Aber zurück zu meinen besseren Menschen, den Fussball-Hassern.

Ohne auch nur ansatzweise provoziert worden zu sein musste ich mir zum x-ten Mal anhören, wie langweilig Fussball doch sei, 88 min. würde da ja rein gar nichts passieren, warum man das Spiel nicht gleich auf Elfmeterschießen verkürzen würde. Wie ätzend die ständig sich wiederholende Werbung, immer wieder die selben Nasen, dass man ja gezwungen sei, Namen und Fakten aufzuschnappen, die man im nächsten Gespräch über Fussball, welches ja unvermeidlich anstünde, gleich wieder anwenden könne.

Welches sie wahrscheinlich auch wieder selbst anstossen werden, ich wette drauf.

Aber ich lass mir meine kindliche Freude auf ein sportliches Großereignis in Deutschland (denn nichts anderes ist es - Sport) nicht vermiesen, hoffentlich haben wir schönes Wetter und zeigen uns dem Rest der Fussball-Welt in blauem Himmel und Sonnenschein.

Dienstag, Mai 16, 2006

Stimmen, die ähnlich klingen

Wie so viele andere Sender, hat auch VOX sich einen Song geschnappt, um seine Fitzelausschnitt-Teaser musikalisch zu untermalen. Und da ich bei sowas nie so ganz richtig hinsehe/hinhöre, hat sich der Song nur langsam in mein Ohr geschoben.

Eigentlich war es eher so, dass ich dachte "sieh an, Kim Frank macht wieder Musik". Kim Frank. Blond, niedlich, norddeutsch. Hatte mal ne Band, Echt, und zeitweise was mit Enie van de Meiklokjes, Sex auf dem Klo an Silvester, man hat uns an allem teilhaben lassen. Ein wenig schauspielern in einem Detlev Buck Film.

Plötzlich habe ich mal wieder an ECHT gedacht. Eine Band, für die ich damals schon zu alt war, der ich das Mädelsgekreische, die fliegenden Teddybären und den Umsatz durch Fanartikel immer gegönnt habe. Sie waren halt aus Flensburg. Sowieso kann sich nahezu jeder Flensburger zwischen 15 und 35 rühmen, auf irgendeine Art und Weise irgendeinen Jungen von ECHT zu kennen, mal im Jugendzentrum oder in der Schule getroffen zu haben oder wenigstens die Mutter oder den Cousin von Puffi etc. beim Einkaufen gesehen zu haben.

Aber zurück zu diesem belanglos-niedlichen Deutsch-Popsong, mit dem VOX mich berieselte. Der Einblendung sei Dank wußte ich nun, dass die Band "Neuser" heißt, nun gut, vielleicht Kim Franks "NEU"e Band und das "SE" wird auch irgendeine Bedeutung haben. Gegoogelt, Webseite gefunden und verwundert festgestellt, dass Neuser rein gar nichts mit Kim Frank zu tun haben, stattdessen der Leadsänger Neuser mit Nachnamen heißt (auch nicht unkreativer als der Name ECHT) und dieses "Wieder von vorn anfangen" von Michel van Dyke gecovert wurde.

Da hat das Comeback schneller wieder aufgehört, als es angefangen hat ;-)

Montag, Mai 15, 2006

Tom Cruise Boykott

Dass ich vonTom Cruise und anderen religiösen Spinnern nichts halte, habe ich ja schon einmal bemerkt.

Dem Aufruf, seine Filme zu boykottieren, werde ich jedoch nicht nachkommen.
Ich werde mir MI-III einfach nicht angucken. Denn ich bin schon bei MI - 2 eingeschlafen. Kein Witz! Friederike, meine liebste Kinobegleitung, die sich ins viel zu weit entfernte Hamburg davon gemacht hat, überredete mich damals zur Mitternachtspreview, und obwohl ich Teil 1 schon nicht gesehen hatte, dachte ich, so ein netter Actionfilm, basierend auf einer Serie, deren 70er Jahre Charme und deren Selbstverständnis, mit dem die USA jede 2. Bananenrepublik aufräumten, ich immer schon amüsant fand, würde einen guten Kinoabend versprechen.
Weit gefehlt. Wie oben schon erwähnt - ich bin mittendrin eingeschlafen, so langweilig war der Film. Und deswegen werde ich für den dritten Teil auch kein Geld ausgeben. Und ein religiöser Spinner ist Mr. Cruise deswegen immer noch.

"Ich habe mehr Geld, für mich gelten andere Regeln"

Nur ein hoffnungslos in seine Ideale verrannter Sozialist könnte glauben, dass in diesem Land "alle gleich" seien. Also nicht ich. Trotzdem bin ich immer wieder überrascht, mit welcher Selbstverständlichkeit manche Menschen davon ausgehen, dass bestimmte Dinge einfach für sie reserviert seien.
Konkreter Vorfall: Sonntag nachmittag in einer kleinen Seitenstrasse in einer Kleinstadt in Schleswig-Holstein.
Auch Preetz ist nicht vom Wandel der Zeit verschont worden - einerseits wollen die Bewohner einen schmucken Marktplatz, andererseits aber am liebsten in das Geschäft, in dem sie einzukaufen gedenken, mit dem Auto hineinfahren und kaufen daher lieber in einem Supermarkt "auf der grünen Wiese" ein. Preetz hat jedoch zurückgeschlagen und sich seine Einkäufer mit einem Fachmarktzentrum zurückerobert, dass trotz Innenstadtnähe eine ausreichende Zahl Parkplätze bietet.
Aber irgendwer verliert immer bei solch einer Aktion, in diesem Fall die Anwohner, deren kleine Häuschen in kleinen Strassen stehen, die eine Verbindung zur nächsten Hauptstrasse darstellen. Und die bestimmt beim Kauf des Hauses nicht daran gedacht haben, dass mal andere Menschen als direkte Anwohner dort entlang fahren könnten.
Daher ist eine Strassenseite auch immer zu geparkt.

Gestern nachmittag also nutze ich diese von allen deutschen Steuerzahlern bezahlte Strasse, um rechtzeitig vom Fitnesscenter zu Mami zum Muttertag zu kommen, als ein Kombi mit ausgeschaltetem Motor mitten auf der Strasse parkt, während eine Frau Mitte Dreißig ersteinmal in Ruhe den Anorak ihrer Kinder zuzieht.

Nach einigen Augenblicken winke ich freundlich mit der Hand um zu zeigen, dass ich nicht plane, einfach mal rückwärts die Strasse zu verlassen und schon kommt Frau Vorstadt hektisch auf mich zugerannt und nötigt mich, das Fenster herunterzukurbeln.

Ehe ich mich versehe, werde ich mit einem Wortschwall übergossen, was uns blöden Autofahrern einfiele, immer durch IHRE Strasse zu fahren, es geht um spielende Kinder, Abgase etc.
Als die gute Frau, die höchstens 5 Jahre älter zu sein scheint als ich endlich mal eine Pause macht, frage ich ganz höflich, ob ihr Mann vielleicht in Kiel arbeiten würde? Ja?
Und ob er zufällig zwei Mal am Tag durch den Knooper Weg fahren würde?

Tatsächlich habe ich einfach mal ins Blaue geschossen, aber - Treffer! Sie zuckt kurz, und herrscht mich mit einem "Woher wissen Sie denn, wo mein Mann arbeitet?" an. Ich teile ihr freundlich mit, dass ich in eben dieser Strasse in Kiel lebe und morgens bereits mehr Autos an meinem Fenster vorbei kommen als an ihrem in der ganzen Woche.
Sie bekommt hektische rote Flecken im Gesicht, murmelt etwas von "aufs Land ziehen, der Kinder wegen", während ich weiterhin nett lächele, ihr sage, dass eben die Einkommensverhältnisse auch die Lebensumstände bestimmen und dass ich jetzt gern zu meiner Mutter zum Muttertagsgrillen fahren würde. Da will sie auch hin. Also zu ihrer Mutter, mit den Kindern.
Ruck-zuck sitzt sie im Auto, winkt nochmal freundlich und fährt in ihrem Mercedes Kombi davon.

*hatschi*

Eine Runde Mitleid für alle, die wie ich zur Zeit niesen, schnauben, sich die Augen jucken, asthmatisch husten oder einfach nur noch leiden.
Möget ihr immer eine Packung Taschentücher greifbar haben.

Donnerstag, Mai 04, 2006

Michel und Piet - die etwas andere Hilfsaktion für den Hamburger Michel


Man kennt das ja - irgendein schönes altes Bauwerk modert von innen vor sich hin, aber Geld gibts keins. Und wenn es dann fast zu spät ist, dann sind alle betroffen.
Noch schlimmer: nervige Hilfsaktionen, "stets bemüht" sagen die einen, "krampfig", die anderen.

Da ist die Aktion "Michel und Piet", gezeichnet von meinem Lieblingscartoonisten Gernot Gunga, mal etwas ganz anderes. Mit nebenstehendem Motiv bedruckt verkauft der Verein Tassen, Shirts, Uhren, Poster und Kunstdrucke, alles zugunsten des Hamburger Michels.

Als besonderes Bonbon wird Gunga am So, 7.5. am Michel im Rahmen des Hamburger Hafengeburtstags von 13-14 Uhr die dort gekauften Produkte signieren.

Schade, dass ich mich z.Zt. in Frankfurt, bzw. am Wochenende in Brüssel befinde, aber laut der Webseite wird der Stand noch bis Ende Oktober am Michel stehen und die Produkte verkaufen. Und schon bald wird das Poster mein Schlafzimmer zieren! Oder doch den Flur zwecks Werbung? Ich finds auf jeden Fall eine klasse Sache, die ich unterstütze.
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